Namibia in zwei Wochen für Einsteiger - April 2015

17 Antworten · 4'878 Aufrufe · gestartet 24. Jan. 2015 von DoePom
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Themenstarter15 Beiträge · seit 201524. Jan. 2015 · #1
Hallo Forum,

nachdem ich mich im Internet durch die ein oder andere Reiseseite gelesen habe, hoffe ich, dass ihr mir mit einigen Empfehlungen zu unserer Urlaubsplanung behilflich sein könnt.

Kurzfristig hat sich die Möglichkeit ergeben, dass ich in der zweiten Aprilhälfte gemeinsam mit meiner Freundin zwei Wochen Urlaub haben werde. Nach zwei Besuchen in Südafrika, wollten wir uns jetzt gerne mal persönlich von den Vorzügen Namibias überzeugen. Womit wir auch schon bei meiner ersten Frage sind: ist das so kurzfristig überhaupt noch möglich? Kann ich jetzt überhaupt noch gute Unterkünfte für April buchen oder ist schon (zu) vieles ausgebucht?

Mein zweites "Problem": Wir sind zeitlich leider absolut unflexibel. Wir können frühstens am Samstag, den 11. April starten und müssen spätestens am Sonntag, den 26. April zurück sein. Lohnt sich Namibia auch für zwei Wochen? Oder sollten wir die Reise besser auf eine andere Gelegenheit verschieben?

Falls ihr meine ersten beiden Fragen mit Ja beantworten könnt, würde meine eigentlich Planung erst beginnen: Was sollten wir als Namibia-Neulinge uns auf keinen Fall entgehen lassen? Was ist in zwei Wochen zeitlich überhaupt möglich? Lohnt sich z.B. ein Abstecher in den Caprivi oder sollten wir darauf aufgund unser begrenzten Reisedauer lieber verzichten? Gibt es aufgrund unserer Reisezeit im April bestimmte Regionen, die sich besoners lohnen oder die wir besser meiden sollten?

Kurz zu unseren Vorstellungen: Den Schwerpunkt unserer Reise würden wir gerne auf Safaris und Tierbeobachtungen legen. Was aber nicht heißen soll, dass wir nicht auch gerne den ein oder anderen Abstecher in die Wüste, an die Küste oder andere interessante Orte machen würden.
Bei unseren Aufenthalten in Südafrika haben wir meistens in B&B´s übernachtet, was uns sehr gut gefallen hat. Bei den Safaris haben wir sowohl in staatlichen Camps als auch in privaten Safari-Lodges übernachtet. Da für uns beide Varianten ihre Vorzüge haben, würden wir diese Mischung, falls möglich, gerne auch in Namibia beibehalten.

Jetzt hoffe ich auf eure Tips und Informationen, für die ich mich im Voraus schonmal herzlich bedanke!

Christian
4'451 Beiträge · seit 200824. Jan. 2015 · #2
Hallo Christian,
herzlich willkommen hier im Forum. 🙂

meine ehrliche Meinung, 14 Tage wären mir zu kurz. 😉 Machbar ist das schon, weil man eh wiederkommt. 😁
Habt ihr dann schon Flüge gebucht ? Da würde ich erstmal schauen.
Für 14 Tage , ist der Caprivi zu weit, da würdet ihr nur im Auto sitzen und nicht viel erleben.

Liebe Grüße
Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
1'816 Beiträge · seit 200824. Jan. 2015 · #3
Hi Christian, machbar ist das schon, April ist nicht die Hauptreisezeit, ganz im Gegenteil.

Wenn euer Hauptaugenmerkauf tieren liegt, hängt die Erfolgsaussicht auf die Big5 von der regenzeit ab. Es soll jetzt in den nächten Tagen wohl heftig regnen. Aber das ist regional immer sehr unterschiedlich. Solange es Trinkmöglichkeiten abseits der Wasserlöcher in Etosha gibt, kommen Elefanten und Nashörner nicht an die angelegten Wasserlöcher. Auf jeden Fall gibt es aber jede Menge Antilopen, auch mit Babies, zu sehen.

Der Caprivi ist aufgrund der begrenzten Reisezeit meiner Meinung nach nicht zu realisieren.

Bei13 Nächten würde ich in etwa so planen:

1N. bei WDH, je nachdem wie gut ihr im Flieger schlafen könnt.

3 N. Swakopmund

2 N. Erongo oder Damaraland

5 N. Etosha (Dolomite 1 N., 2 N. Okaukuejo, 2 N. Etosha Ost

2 N. bei Otjiwarongo, zur Cheetah Farm gehen (z.B. Frans Indongo Lodge)

1 N. WDH

Aufgrund der Nebensaison glaube ich nicht, dass es mit den Buchungen Probleme gibt.

Gruessle Boris
Themenstarter15 Beiträge · seit 201524. Jan. 2015 · #4
Hallo Cécile,

ich würde auch gerne länger bleiben, aber leider ist es mir bislang noch nicht gelungen, meinen Arbeitgeber von dieser Notwendigkeit zu überzeugen. 😎

In Sachen Flügen habe ich schonmal ein paar erste Blicke risikiert. Es ist zwar nicht perfekt, aber in einem Rahmen, der preislich und zeitlich (es sind noch Nachtflüge verfügbar) für uns okay ist. Gebucht habe ich noch nicht, da ich erstmal schauen wollte, ob so eine Tour a) in zwei Wochen überhaupt machbar ist und b) ob so kurzfristig noch gute Unterkünfte zu bekommen sind.

Viele Grüße
Christian
4'451 Beiträge · seit 200824. Jan. 2015 · #5
Hallo Christian,

son Mist , Dein Arbeitgeber. 😛

Nein , ich denke Boris hat schon was konkreteres vorgeschlagen. Wir waren auch schon in April mehrfach in Namibia, da war es auch nicht vollgebucht. 🙂

Wenn Euch das erstmal reicht , dann mache es doch 😁

Nur in Namibia gibt es nur die Big4, Kafferbüffel sind nicht dort zu sehen tensei man hat welche auf einer Lodge aber die Big4 sind auch schon was oder ?

Liebe Grüße
Cécile 🙂
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Themenstarter15 Beiträge · seit 201525. Jan. 2015 · #6
Hallo Boris,

vielen Dank für deine Tipps.

Dein Beitrag stimmt mich etwas optimistischer, dass die Reise auch in zwei Wochen machbar ist. Ich werde deine vorgeschlagene Route als Basis nehmen, um mich dem Thema Route und Unterkünfte etwas intensiver zu widmen.

Eine Frage noch zum Thema Safari / Big 5. Ich habe auch schon gelesen, dass der April durch die Nähe zur Regenzeit und die für namibische Verhältnisse grüne Vegetation nicht die allererste Wahl ist. Aber was heißt das konkret, gibt es dann abgesehen von den Antilopen fast keine Chance die Tiere zu finden? Oder benötigt man "nur" etwas mehr Geduld und Glück? Wenn wir in zwei Wochen Afrika keine Elefanten sehen, könnte es sonst passieren, dass meine Freundin mich den Löwen zum Fraß vorwirft... 😉

Viele Grüße
Christian
Themenstarter15 Beiträge · seit 201525. Jan. 2015 · #7
Büffel haben wir im letzten Jahr in KwaZulu-Natal gesehen. Ich mag Büffel zwar gern, aber wenn wir es dafür in Namibia endlich schaffen, den Leopard zu finden, will ich mal nicht so sein... 😉
4'451 Beiträge · seit 200825. Jan. 2015 · #8
DoePom schrieb:Büffel haben wir im letzten Jahr in KwaZulu-Natal gesehen. Ich mag Büffel zwar gern, aber wenn wir es dafür in Namibia endlich schaffen, den Leopard zu finden, will ich mal nicht so sein... 😉
Hi Christian,

mietet einen SÜV als Fahrzeug, dann ist die Sitzhöhe besser und wie gesagt, wir waren schon in April dort und haben sehr gute Sichtungen gehabt. 🙂

Liebe Grüße
Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
4'451 Beiträge · seit 200825. Jan. 2015 · #9
Hallo Christian,

http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html?rb=1

hier in Etosha haben wir am 20.04. Löwen und ein leopard gesehen. 🤩

Liebe Grüße
Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
8'672 Beiträge · seit 201025. Jan. 2015 · #10
DoePom schrieb: Wenn wir in zwei Wochen Afrika keine Elefanten sehen, könnte es sonst passieren, dass meine Freundin mich den Löwen zum Fraß vorwirft... 😉

Viele Grüße
Christian
Hallo Christian,

dieses Riskio solltest du ernsthaft einkalkulieren 🤩 😎 . Wir haben 2011 in Etosha Ende April/Anfang Mai NULL Elefanten gesehen - dafür aber zwei/drei Löwen. Allerdings war 2011 eine ungewöhnlich heftige und lange Regenzeit - und wenn ich meine Erlebnisse mit denen vieler anderer hier vergleiche, dann hatte ich wohl richtig viel Pech....

Trotzdem war es in Summe eine tolle Reise und hat einige andere nach sich gezogen 😉


Macht keine zu große Runde, damit Ihr nicht nur im Auto sitzt - Vorschläge habt Ihr ja schon - und es wird toll werden!

Liebe Grüße von Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 25. Jan. 2015
5'538 Beiträge · seit 200825. Jan. 2015 · #11
Hallo Christian,

Wir haben 2011 in Etosha Ende April/Anfang Mai NULL Elefanten gesehen
Und ich hatte Bele vorher noch fest versprochen, dass sie im Mai so viele Elefanten sehen könnte, wie sie es sich nicht vorstellen kann.

Aber ernsthaft. Der April ist nicht der beste Monat für Elefanten. Büffel gibt es ohnehin nur im Caprivi. Verbleiben also noch Nashorn, Löwe und Leopard. Nashörner habe ich zu allen Jahreszeiten und in allen Monaten schon gesehen. Sicher in der Trockenzeit mehr, aber sie sind nicht so selten. Löwen haben wir fast immer gesehen. Leoparden nur sehr, sehr wenige. Die sind in der Etoscha nämlich ausgesprochen scheu und Du solltest nicht damit rechnen, beim ersten Besuch so viel Glück zu haben.

Dafür sieht man natürlich viele Zebras, Giraffen und Antilopen. Sehr schön und oft mit Jungen.
Wenn Du unbedingt Elefanten sehen willst, dann lasse die Etoscha weg und gehe nach Erindi. Dort gibt es außer Büffeln alle Tiere, d. h. Elefanten, Löwen, Leoparden, Nashörner und natürlich Giraffen, Zebras und am Riesenwasserloch vor dem Hauptgebäude kannst Du die fast alle den Tag über beobachten. Dazu noch Hippos, Kroks und, und, und.

Meine Runde sähe dann so aus:

1. Windhoek
2. WDH - Spreetshoogte - Sesriem
3. Sesriem/Sossusvlei
4. - 6. Swakopmund
7. - 10. Erindi
10. - 11. Okonjima
12. + 13. Düsternbrook
14. Windhoek.

Liebe Grüße von der sonnigen Atlantikküste
Gerd
Themenstarter15 Beiträge · seit 201525. Jan. 2015 · #12
Hallo,

erstmal vielen Dank für eure zahlreichen Hinweise.

Dank euren Tipps und ein wenig Rechereche im Internet steht inzwischen ein erster Entwurf für eine mögliche Route.

Ankunft Windhoek
Sossusvlei
Sossusvlei
Swakopmund
Swakopmund
Damaraland / Khorixas
Ethosa
Ethosa
Ethosa
Waterberg
Waterberg
Erindi
Windhoek
Rückflug

Allerdings bin ich mir insbesondere bei den ersten Etappen (Windhoek -> Sossusvlei und Sossusvlei -> Swakopmund) nicht sicher, ob sie nicht etwas zu lang sind. Laut Google Maps kann ich mit jeweils 4 - 5 Stunden Fahrtzeit rechnen. Ist das bei den Straßenverhältnissen in Namibia realistisch? Zudem wollen wir nicht den ganzen Tag im Auto verbringen, sondern auch genügend Zeit für die Sehenswürdigkeiten entlang der Route haben.

Habt ihr noch eine gute Idee für die Strecke von Swakopmund zum Ethosa? Lohnt sich der Abstecher ins Damaraland für eine Nacht? Sollte ich stattdessen vielleicht lieber eine Nacht am Waterberg streichen?

Beste Grüße
Christian
3'883 Beiträge · seit 201126. Jan. 2015 · #13
Hallo DoePom,
dein erster Entwurf sieht nicht schlecht aus.
Ich würde allerdings den Waterberg streichen und die beiden Tage auf Swakopmund (1 Tag Wüste, 1 Tag Bootstour) und Etosha oder Erindi verteilen. Nehmt euch den Waterberg das nächste Mal vor, er eignet sich bei mehr Zeit wunderbar zum Wandern und Relaxen.

Weiterhin viel Spaß beim Planen,
freshy
Reiseberichte und Videos Video:Bootsafari auf dem Kwando 2018 Forum(2016): Südafrika & KTP Forum(2013): Zwei Gruftys in Botswana Forum(2013): Fünf Tage in Johannesburg Web:Namibia & Botswana 2017 Video:Sani Pass 2015 Web:Südafrika & Lesotho 2015 Web:Auf Pad im südl. Afrika 2014 Video:Elefanten im Senyati Safari Camp 2013 Web:Namibia 2011
1'086 Beiträge · seit 200926. Jan. 2015 · #14
Hallo Christian,

die Tour ist so gut machbar. Erindi ist meines Erachtens nur eine Nacht zu wenig. Die letzte Nacht musst Du nicht in Windhoek verbringen vom Waterberg nach Windhoek ist nicht weit und wenn der Flieger abends geht habt Ihr reichlich Zeit.

Gruß Klaus
378 Beiträge · seit 201227. Jan. 2015 · #15
Also ich hatte das Glück im letzten Jahr Ende April / Anfang Mai in den 5 Tagen, wo ich in Etosha unterwegs war, 38 Löwen, mindestens genau so viele Elefanten und 8 Nashörner gesehen zu haben. Aber Garantieren kann dir das natürlich keiner.

Ansonsten kann dir vielleicht auch unser Reisebericht (Mit "Safari" auf Safari) noch ein paar Eindrücke und Tipps geben, da wir ausser Sossusvlei so ziemlich die gleiche Tour gemacht haben und es uns auch ganz besonders auf Tiersichtungen (Löwen) ankam. Und neben Etosha, waren wir auch noch auf Erindi für 2 Nächte.
Mit "Safari" auf Safari (Namibia Mai 2014) "Safari" pur! Mit Löwin auf Tour! (Namibia April 2024) "Safari" am Ende der Welt (Australien Dez 2024) "Safari" , Löwinnen überall! (Namibia+KTP März 2026)
137 Beiträge · seit 201027. Jan. 2015 · #16
Hi Christian,

logisch ist es immer schöner, länger in einem Land zu sein, vor allem, wenn es so groß und einsam ist wie Namibia.
Ich war - aufgrund von beruflichen Gründen - öfter nicht länger als 2 oder 2,5 Wochen in Namibia, oder ich habe einfach noch ein paar Tage Südafrika oder einige Zeit in Botswana dran- oder davorgehängt. Unsere Hochzeitsreise (incl. Hochzeit) war aus ebendiesen Gründen auch nur gut 2 Wochen, incl. Feierlichkeiten. Und es war toll. Wir waren aber auch nur an wenigen Zielen, und haben nicht versucht, ein ganzes Land in dieser Zeit kennen zu lernen (für mich war's eh das 5. Mal, mein Mann kommt sowieso wieder).

In 2 Wochen Namibia kannst Du sehr viel Intensives und Schönes erleben. Mein Tipp (wie auch schon einige Vorredner - bzw. -Schreiber): nimm Dir nicht zu viel vor, selektiere, und Du wirst umso mehr davon haben.

Wenn Du nur im Auto sitzt, um von A nach B zu kommen, siehst Du zwar vielleicht etwas Landschaft, aber Du kannst nicht genießen, weder die Landschaft, noch die schönen Punkte/Lodges/Camps, die Du ansteuerst. Suche Dir einige wenige Ziele raus, und mache die ganz bewußt, intensiv, komme an, und genieße.

Ein wirklich konstruktiver Rat ist schwierig. Du hast Dir eine klassische Reiseroute rausgesucht, die so auch funktionieren kann. Mir wäre sie persönlich zu hektisch.

Zu Deinen Fragen:
Windhoek-Sossusvlei kannst Du locker in einem Tag fahren, die Fahrzeiten passen auch (plus Stops unterwegs).
Sossusvlei-Swakop geht auch gut in einem Tag (eine z.T. etwas eintönige Fahrt).
Beides werden unter dem Strich "Fahrtage" werden. D.h. Du sitzt fast den ganzen Tag im Auto, mit ein paar Pausen/Stops/Fotostops etc. unterwegs.

Wenn Du in den 14 Tagen all das unterbringen willst, das Du geplant hast, wirst Du viel in Auto sitzen. zwischendrin auch was sehen, aber - es wird mehr Autofahren als Sehen sein. Wenn das Dein Ziel ist, mach es. Du wirst sicher einen guten Eindruck von Namibia bekommen (und da Suchtgefahr, sowieso wiederkommen).

Du kannst aber auch mutig sein, und einen Teil der Standard-Sehenswürdigkeiten streichen, und mehr von Land sehen - d.h. mit anderen Augen, langsamer, aufmerksamer, nicht nur vorbeirauschen. Das haben wir gemacht. Wir waren letztes Mal (für meinen Männe das erste Mal) zwar in Sossusvlei (großer Wunsch meines Mannes), aber dafür nicht in Swakopmund (machen wir nächstes Mal - ich kenn es schon). Wir waren nicht im Damaraland, dafür im Erongo. Ich will Dir damit sagen: Suche Dir einige Punkte aus, aber nicht zu viele, 4 - 5 max. für 14 Tage, und mache die richtig, sprich mit Zeit anzukommen, alles zu genießen und aufzunehmen.

Aber jeder reist auf seine Weise. Machbar ist vieles, aber ich stelle mir immer die Frage: was habe ich davon, wenn ich am frühen Abend wo ankomme, fast nichts mehr sehe, dann habe ich einen Tag - der meistens nicht reicht, um gut anzukommen, am nächsten Morgen geht es sehr früh weiter, um auch wieder am nächsten Abend anzukommen. Man ist mehr mit auspacken/einräumen und sich orientieren beschäftigt, als mit da sein.

Zu den Tiersichtungen: das ist wirklich Glücksache, wie schon der eine oder andere Fomi schrieb. Wir hatten im April/Mai schon Horden von Elefanten in Okaukuejo nachts, im Januar dafür tote Hose. Löwen haben wir in Etosha fast immer gesehen. Die Tiere kommen zu Dir, das ist meine Erfahrung, auch auf Safari unterwegs.

Viel Glück und eine gute Reise!
LG

Gitta, die grad von Südafrika zurück ist
Themenstarter15 Beiträge · seit 201529. Jan. 2015 · #17
Hallo Forum,

erstmal vielen Dank für euren ausführlichen Informationen.

In den letzten Tagen habe ich mich noch ein wenig intensiver mit den Themen Routen und Unterkünfte auseinandergesetzt. Aktuell grübel ich vor allem über den Abstecher nach Sossusvlei. Auf der einen Seite würde mich Sossusvlei schon reizen, auf der anderen Seite wäre Sossusvlei das einzige Ziel im "Süden" Namibias und würde uns fast zwei Tage für An- und Abfahrt kosten. Da ich mich Gittas Meinung nur anschliessen kann, dass wir nicht den Großteil unseres (eh schon knapp bemessenen) Urlaubs im Auto verbringen wollen, muss ich nochmal schauen, ob wir Sossusvlei auf der Route lassen.

Apropos Auto, welches Fahrzeug benötigen wir für zwei Personen mit Gepäck? Große Offroad-Touren haben wir bislang nicht vorgesehen. Reicht ein "normaler" Mittelklassewagen für die Pisten in Namibia aus? Oder ist der Mehraufwand für einen Geländewagen sinnvoll investiert?

Beste Grüße
Christian
1'483 Beiträge · seit 200929. Jan. 2015 · #18
Guten Abend, DoePom,
zur Autofrage: Im Prinzip kannst du deine Planung, die ich eben überflogen habe, gut miteinem 4 × 2 Fahrzeuge realisieren. Ein 4 × 4 Fahrzeug hat den großen Vorteil, dass du höher sitzt und eine bessere Übersicht hast. Du kannst auch davon ausgehen, dass es das sicherere Fahrzeug ist.

Gruß Piscator