Südafrika und Namibia mit dem "Crüüser"

Reisebericht 56 Antworten · 19,7k Aufrufe · gestartet 08. Jan. 2015 von Carinha
Themenstarter448 Beiträge · seit 201408. Jan. 2015 · #1
Heute ist es genau einen Monat her, seit wir von unserer Südafrika-Namibia-Tour zurückgekommen sind. Der Feiertags-Stress (ich bin Tierbetreuerin und hatte viel zu tun) und andere Aufregung (ich wurde "Gotti" (Patentante) am 24.Dez.) haben dazu geführt, dass sich das Schreiben eines Reiseberichts etwas verzögert hat. Doch nun geht es los - ich werde versuchen, unsere Erlebnisse etappenweise von unserem Notizblock in das Forum zu transferieren. 😄

Mitte November flogen wir mit Edelweiss Air von Zürich nach Kapstadt. Hier unsere Route (die Buchungen aller Unterkünfte und des Campers erfolgten durch Ute + Volker von Magic Vibes, vielen Dank nochmal!):

Kapstadt - Bluegum Hill Guesthouse (2 Nächte)
Oudrif Straw Bale Cottages (2 Nächte)
Goegap Nature Reserve (Camping)
Fish River Canyon - Cañon Roadhouse (Camping)
Klein Aus Vista (Camping)
Camp 707 (Kanaan Farm)
Sossusvlei - Sesriem Camp
Rostock Ritz Camp
Walvis Bay (inkl. Kajaktour) - Oyster Box Guesthouse
Swakopmund - Swakopmund Guesthouse (2 Nächte, inkl. Living Desert Tour)
Spitzkoppe (Camping)
Mowani Mountain Camp (Camping)
Ugab Terrace Lodge (Camping)
Etosha Safari Camp
Halali Restcamp
Onguma Bush Camp
Waterberg Wilderness Lodge (Anderson Camp)
Weavers Rock Guesthouse (2 Nächte)
Immanuel Wilderness Lodge
Rückflug via Johannesburg nach Zürich mit SAA/SWISS

Als Vorgeschmack oder für alle die lieber nur Fotos anschauen 😛 , hier eine kurze Zusammenfassung mit den Highlights:

Was für eine Reise!

Viele neue Eindrücke und Landschaften sowie etliche Abenteuer erlebten wir auf der Fahrt von Kapstadt nordwärts durch den Südwestzipfel von Afrika!

Alles begann in Kapstadt, dem Juwel von Südafrika. Bei der Besteigung des windgepeitschten Lion's Head verbrannten wir unsere Köpfe und fassten zwei Tage später unseren "Crüüser" um damit nordwärts in die Region Cederberge zu fahren. Dort ruderten wir mit 3 Doggies auf einem Kajak und bestaunten uralte Felsmalereien. Eine wild gewordene Grenzwächterin, ein geschlossenes Naturreservat (Goegap), der längste und zweithöchste Canyon (Fish-River) der Welt, Wildpferde in Garub, ein beissender Wind in Klein-Aus Vista, eine ewig lange Sandstrasse (D707), befahren der Tirasberge mit Allradantrieb, campieren in menschenleeren Gegenden und auch eine lästige Bronchitis bis zu den berühmten Sanddünen von Sossusvlei konnten uns an der stetigen Weiterreise nicht hindern. Die Wanderung durch die Sanddünen frühmorgens war fabelhaft.

Die nächste Rast im Rostock Ritz Resort mit einem Pool und Haustieren der besonderen Art war herausragend. Die weitere Fahrt über die zwei Pässe und Naturreservate waren interessant. Bei der Ankunft am Atlantik (Walvis Bay) erlebten wir einen Temperaturschock. Die wilde 4x4-Fahrt zum Pelican Point und der anschliessende Kajak-Ausflug mit Guide Jeanne zu den Delfinen, Robben- und Vogelkolonien war ein besonderes Erlebnis.

Das deutsche Kolonialstädtchen Swakopmund überzeugte mit Charme, feinem Essen und einer sehr informativen Wüstentour, wo Guide Douglas uns das ganze Ökosystem der riesigen Namib-Wüste live und hautnah erklärte. Fotos des Namaqua-Chamäleons und seiner Blitzzunge waren ein Höhepunkt unter vielen. Ein Arztbesuch und Antibiotika erleichterten Mäthu die Weiterfahrt.

Die Übernachtungen bei der Spitzkoppe mit seinem atemberaubenden Steinmassiv, im farbenfrohen Damaraland und seiner Reptilien- und Vogelwelt sowie der Besuch des berühmten Vingerklips waren weitere Eckpfeiler unserer Reise. Den tierreichen Etosha Nationalpark durchforsteten wir mit unserem eigenen "Cruiser". Zahlreiche Antilopen, Giraffen in Reih und Glied, auch Raubkatzen und sogar ein dominanter Spitzmaulnashorn-Bulle zeigten sich vor unsere Linse aber leider keine Elefanten, trotz Übernachtung im Elephant-Honeymoon Chalet in Halali Restcamp.

Ein kurzer Polizeihalt wegen Rollstop auf der Strassenkreuzung. Dann Lagerfeuerstimmung beim Camping am Waterberg. Bei der Wanderung auf den gleichnamigen Berg mit Aussicht auf die Kalahari-Buschsavanne wurden wird vom Regen so richtig durchnässt. Die Weiterfahrt auf der nun absolut glitschigen Sandpiste war eine Herausforderung. Auf der Weaver's Rock Guestfarm genossen wir die persönliche Atmosphäre, besuchten die AfriCat-Stiftung und das R.E.S.T.-Camp, wo wir ein seltenes Schuppentier in freier Natur zu Gesicht bekamen. Danach brachten wir ein neues Gipfelbuch auf den Mt. Hohenfels. Zu guter Letzt liessen wir uns kulinarisch in der Immanuel Wilderness Lodge verwöhnen und besuchten die Hauptstadt Namibias, bevor es wieder retour in Richtung Schweiz ging.
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zuletzt bearbeitet 09. Jan. 2015
Themenstarter448 Beiträge · seit 201408. Jan. 2015 · #2
Freitag, 14. November 2014
Flug nach Kapstadt


Frühmorgens fuhren wir zum Bahnhof. Der Zug nach Zürich war fast leer, auch im Flughafen war alles easy und es gab keine Warteschlangen vor dem Check-in. Am Gate studierten wir unsere Mitreisenden (inkl. einer komischen Gestalt im Zebra-Look, die wir keinem Geschlecht zuordnen konnten). Der Flugstart mit Edelweiss Air war i.O. (Anmerkung: Karin, die Schreibende leidet unter akuter Flugangst). Über Korsika gab es leichte Turbulenzen, danach war es bis Mittelafrika – über der Sahara – sehr ruhig. Über Kamerun, dem Kongo und Angola gab es grosse, hoch in den Himmel ragende Wolkengebilde, welche der Pilot geschickt umfuhr. Trotzdem wurden wir ein bisschen durchgeschüttelt. Während dem Flug unterhielten uns die Filme „Que-ce qu’on à fait au bon-dieu?“ und „Lucy“. Die Landung in Kapstadt war infolge Seitenwind sehr holperig; die Erleichterung beim Aussteigen war seitens Karin gross, da die Sitzabstände und die vorderen Sitznachbarn doch eine ziemliche Enge verursachten. Unsere Koffer waren sehr schnell da, fast als erstes konnten wir das Gepäckband verlassen. Dann aber wartete niemand mit einem Schild auf uns. Wir liefen hin und her und suchten unseren Namen. Dann endlich – ein Mann mit dem Pfister-Schild! 🤩 Bevor es los ging, mussten wir Bargeld am ATM abheben. Doch der Automat schluckte Mäthus Karte! Unser Abholer wollte Hilfe holen. Währenddessen spuckte der Automat die Karte wieder aus und wir mussten abermals auf den Abholer warten. Wo war er nur hingelaufen?! 🙄
Die Fahrt zum Bluegum Hill Guesthouse verlief kurz und schmerzlos. Nach der Bezahlung wurden wir schläfrig vom Nachtwächter „Modeste“ empfangen. Dieser zeigte uns unser Zimmer für die nächsten 2 Nächte und erklärte uns dabei alles gaaaanz genau und nahm sich viel Zeit dafür. 😗
Auf der Terrasse mit einer wahnsinnig schönen Aussicht auf die V&A-Waterfront und das Stadion stiessen wir mit einem lekker Grapetiser und einem Bettmümpfeli auf unsere Ferien an.
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zuletzt bearbeitet 09. Jan. 2015
Themenstarter448 Beiträge · seit 201408. Jan. 2015 · #3
Terrasse des Bluegum Hill Guesthouse

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zuletzt bearbeitet 09. Jan. 2015
1'415 Beiträge · seit 201408. Jan. 2015 · #4
juppi! bin die erste 🤩 bin gespannt auf diese und jene eurer Beurteilungen!
Grüessli von der Gromi Reisebericht 2015: ZA, BW, NA, ZA Reisebericht 2018: NA, BW, NA
355 Beiträge · seit 201309. Jan. 2015 · #5
Hallo Carinha,

das klingt nach einer interessanten Reise, die auch ein paar Stationen unseres Trips in 2013 aufgreift - ich bin dabei und gespannt, wie's weitergeht 😎

Liebe Grüße
Sonja
6 Wochen Namibia mit Kind - April & Mai 2026 Mannschaftsausflug nach Namibia - April 2023 Südafrika 2020: Von Kapstadt nach Port Elizabeth Namibias Süden + KTP 2017 Namibia/ Botswana 2015: Auf den Spuren der Elefanten Namibia 2013: Die Ersttäter-Tour
Themenstarter448 Beiträge · seit 201409. Jan. 2015 · #6
Samstag, 15. November 2014
Kapstadt


Wir genossen ein leckeres und reichhaltiges Frühstück mit Hammer-Aussicht. Aissa ("the owner") unterstützte uns beim Pläne schmieden für den heutigen Tag. Wir wollten den Lion’s Head besteigen. Dazu ging es als erstes zu Fuss die Treppen runter zur Waterfront. Auf dem Weg lagen an zwei Orten je eine „(Schnaps/Armuts/richtige?) Leiche“ in Decken und Blachen eingehüllt, so dass man nichts erkennen konnte. Die Leute liefen einfach dran vorbei. Dies verpasste uns erstmals einen kleinen Dämpfer und stimmte uns nachdenklich.
Die V&A-Waterfront empfing uns geschäftig und sauber wie bereits im letzten Jahr. Während unserem Besuch war gerade das „Volvo Ocean Race“ in Kapstadt stationiert; die ganze Waterfront war voll mit Seglern, Booten und viel Volvo-Marketing. Um für die Wanderung etwas an Höhe zu gewinnen, lösten wir ein Ticket für den Sightseeing-Bus. Wir fuhren hoch bis zur Talstation der Tablemountain-Bahn. Dort genossen wir die Aussicht und kauften etwas Proviant ein. Auf eine Fahrt den Berg hoch verzichteten wir nach Prüfung der Warteschlage. 😣 Also stiegen wir wieder in den Bus und baten den Busfahrer, uns unten bei der Kreuzung zum Signal Hill aussteigen zu lassen. Von dort schien uns der Lion’s Head bezwingbar. 😛
Auf dem schönen Wanderweg stellten wir fest, dass gerade ein Rennen stattfand. Man wies uns an, ganz am Rand zu laufen um den Läufern genug Platz zu lassen. In einem Affenzahn kamen plötzlich Sportler runtergerannt, gefolgt von Helfern mit Red-Bull-Fähnli und anderem Rennmaterial. Die Spinner waren tatsächlich den Lion’s Head hoch und wieder runter gerannt. 🤪 Wir erfuhren später, dass dies ein beliebter Feierabend-Sport oder Spaziergang bei den Kapstädtern war.
Als sich der breite Spazierweg in einen steinigen Pfad verwandelt hatte, sahen wir 2 Rock Agames, welche von Mäthu ausgiebig fotografiert wurden. Der Weg wurde immer steiler und wir mussten gar Leitern zum Aufstieg benutzen. Der Pfad schlängelte sich schneckenförmig um die Bergspitze und wir sahen das Meer und die Stadt aus stetig wechselnden Blickwinkeln. Die Aussicht war grandios! 🤩
Je höher wir kletterten, desto windiger wurde es und der Ausflug erinnerte uns eher an eine Gebirgstour als an eine Wanderung. Kurz vor dem Gipfel begann es plötzlich zu regnen und dicke Wolken zogen auf. Wir kehrten um. Der Marsch führte via die hintere Seite bis runter nach Sea Point. Dort schien bereits wieder die Sonne und wir bestaunten die vielen Villen, die alle Hochsicherheitsgefängnissen glichen. Wir liefen der Meerespromenade entlang bis zum nächsten Busstop wo wir den Bus nur knapp erwischten. Zurück an der Waterfront beschlossen wir spontan, noch das Aquarium zu besuchen. Dieses überzeugte uns aber nicht wirklich, die Fische waren zum Teil in erbärmlichen Glaskäfigen gefangen, die viel zu klein oder ohne jegliche Versteckmöglichkeiten/Pflanzen ausgestattet waren. 😐 Die Ausstellung im 2. Stock mit Pinguinen und Vögeln gefiel uns schon besser.
Danach suchten wir ein passendes Restaurant zum Abendessen. Dies war gar nicht so einfach, alle Beizen schienen proppenvoll oder waren sonst nicht so anmächelig (belgisches Restaurant!? 🤢 ). Schliesslich landeten wir in einem Thai-Imbiss, wo wir ein leckeres, aber sehr scharf-mildes Essen genossen. 😄
Mit dem Taxi fuhren wir danach zurück zum Guesthouse, wo wir lesend noch etwas die Aussicht genossen, bevor wir müde ins Bett fielen.
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zuletzt bearbeitet 09. Jan. 2015
Themenstarter448 Beiträge · seit 201409. Jan. 2015 · #7
V&A Waterfront mit Booten des Volvo Ocean Race
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Sicht auf Camps Bay
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Sicht auf den Signal Hill mit Sea Point
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Rock Agame
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V&A Waterfront gegen Abend
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zuletzt bearbeitet 09. Jan. 2015
Themenstarter448 Beiträge · seit 201409. Jan. 2015 · #8
Sonntag, 16. November 2014
Autoübernahme – Fahrt nach Oudrif


Beim Frühstück hielten wir einen kurzen Schwatz mit anderen Schweizer Gästen. Pünktlich um 9.30 Uhr wurden wir durch einen Mitarbeiter von KEA abgeholt, um in deren Niederlassung unser gebuchtes Auto in Empfang zu nehmen. Wir erfuhren, dass der SL Trax noch nicht fertig repariert sei und wir deshalb ein Upgrade kriegen. Gespannt warten wir also der Dinge, die da kommen. 😕
Während der Fahrt hatten wir eine spannende Diskussion mit dem schwarzen Fahrer; seine Tochter wird im nächsten Jahr im Rahmen ihres Medizinstudiums ein Auslandsemester in der Schweiz absolvieren. Er fragte uns richtiggehend aus über die Lebenskosten und Arbeitsmöglichkeiten und wir versuchten ihm mit Ratschlägen und Infos zu helfen.
Bei KEA nahm uns sogleich ein Mitarbeiter in Empfang, der uns unser Upgrade – einen Toyota Landcruiser PT – während 2 Stunden ausführlich erklärte. Als wir fertig waren, war die Reparatur des SL Trax ebenfalls fertig – doch der Mitarbeiter winkte ab. Er mochte nicht nochmal alles neu erklären. 😄
Danach ging es ans Administrative. Dies dauerte ebenfalls nochmal fast 2 Stunden: Wegen der Kaution hatten wir Probleme mit den Kreditkarten. Meine hatte ein zu tiefes Ausgabenlimit und diejenige von Mäthu wurde beim Abbuchen vorsorglich gesperrt. Nach einem Anruf an Viseca in der Schweiz klappte es dann endlich und wir konnten losfahren. Vorgängig hatten wir von Magic Vibes ein Navi mit unserer Route in die Schweiz geliefert bekommen, da der gebuchte SL Trax über keines verfügte. Der Landcruiser hatte jedoch eines eingebaut und so hatten wir plötzlich 2 Navis. Dennoch brachten wir es zustande, irgendwo zwischen Industriegebiet und Township zu landen. 😵 Die beiden Navis zeigten unterschiedliche Routen an und so fuhren wir „Handgelenk-mal-Pi“ selber zurück in die Stadt, wo der Weg zur N7 dann gut beschildert war.
Wir verliessen die N7 um in Bloubergstrand einen „Mittagshalt“ zu machen (es war unterdessen schon nach 14 Uhr); am schönen Strand mit vielen Kitesurfern windete es dermassen stark, dass es uns fast die Pommes-frites vom Teller blies. Dafür genossen wir eine wunderbare Sicht auf ganz Kapstadt und die Berge.
Nun mussten wir uns aber beeilen mit der Weiterfahrt, denn wir wollten vor der Dunkelheit in unserer nächsten Unterkunft ankommen. Die Fahrt zog sich ewig hin und eine grosse Baustelle tat ihr Übriges dazu. Wir telefonierten mit Bill vom Oudrif Straw Bale Resort, und fragten ihn, wann es denn dunkel werde, was er mit „ca. 20 Uhr“ beantwortete. Kurz nach Clanwilliam verliessen wir die geteerte Strasse und die Navis schickten uns auf die erste Gravelroad. Wenig später bogen wir in eine Sandpiste ab und konnten das erste Mal den Allroundantrieb testen. Die Landschaft kam uns plötzlich ziemlich „australisch“ vor und wir fragten uns, ob wir noch richtig sind. Doch die Tore, die wir unterwegs passieren mussten, stimmten meist mit dem Wegbeschrieb überein und so fuhren wir in der Abenddämmerung immer weiter in die Pampa. Dabei schreckten wir viele Hasen auf, die wir mit der Kamera natürlich nicht erwischten. 🙁 Kurz vor 20 Uhr sehen wir in der Ferne endlich ein paar Häuschen. Sofort werden wir begeistert von 3 Hunden begrüsst. Die fragten sich wohl, wer um diese Zeit noch zu Besuch kommt. 🙂 Bill zeigte uns unser Cottage mit Strohdach. Es gefiel uns auf Anhieb! Gleich danach gab es Nachtessen im Cottage mit der Küche und dem gemeinschaftlichen Essraum. Viele verschiedene Schüsseln mit Salaten, Beilagen und Vegi-Würstchen standen auf dem Tisch. Für Mäthu, den einzigen Nicht-Vegetarier am Tisch, gab es auch etwas Fleischiges. 😛 Wir hatten eine super Unterhaltung mit Bill und Paddy (seinem Geschäftspartner), die beiden lehrten uns einige südafrikanische Ausdrücke, unter anderem erfuhren wir, dass unser Auto von den Buuren einfach "Crüüser" genannt wird. Wir sassen noch lange zusammen am Tisch. Später begleiteten uns die Hunde Mafuti, Ntombi und Peanut zu unserem Cottage, welches wir dank Solar-Taschenlampe gut wiederfanden. 😎

Sicht auf Kapstadt
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Unterwegs nach Oudrif
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zuletzt bearbeitet 12. Jan. 2015
Themenstarter448 Beiträge · seit 201409. Jan. 2015 · #9
Einige Eindrücke vom Oudrif Straw Bale Resort:

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Die Küche
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Der Essraum
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Montag, 17. November 2014
Tag in Oudrif


Gleich nach dem Frühstück mit selbstgebackenem Brot und Muffins ging es mit Bill und den Hunden los auf die Wanderung zu den Felsmalereien. Zuerst mussten wir per Boot den Doring-River überqueren, danach ging es über eine Stunde lang über Stock und Stein bis zu einem Felsvorsprung mit sehr alten Malereien der Buschmänner. Bill gab uns viele Informationen über die Zeichnungen und das Leben der Buschmänner und erklärte uns alles Wissenswerte über die ansässigen Tiere und Pflanzen. Nach der Rückkehr lagen wir mit Lesestoff in der Hängematte am Flussstrand und relaxten zusammen mit den Hunden. Um 14 Uhr gab es einen kleinen Imbiss, danach wollten wir mit dem Kajak auf eigene Faust eine kleine Tour flussaufwärts bis zu den „Rapids“ machen. Noch bevor das Boot im Wasser war, sassen schon alle Hunde drin. 🤩 So geht das nicht – nochmal alle raus und dann in der richtigen Reihenfolge. 😄 Wir sind beide grosse Tierfreunde, und das war hier von Vorteil – denn es wurde richtig eng im Kajak! Die Hunde verfielen bei jedem Kormoran in helle Aufregung und wir erwarteten, dass sie gleich ins Wasser springen. Aber sie blieben alle brav im Boot. Oben bei den Rapids machten wir eine Pause und dort verschwanden die Hunde sofort in den Büschen und Felsen und gingen ihren Geschäften nach. 😗 Wir warteten und warteten…. Keine Hunde mehr in Hör- und Sichtweite. Wir konnten doch nicht ohne sie zurückfahren?! 😐 Irgendwann waren Ntombi und Peanut wieder da und als wir „verladen und eingewassert“ hatten, tauchte auch Mafuti wieder auf. Wir luden ihn auf und liessen uns gemütlich zurücktreiben. Bis zum Nachtessen legten wir uns nochmal in die Hängematte. Inzwischen waren noch andere Gäste in Oudrif angekommen. Es wurde ein sehr lustiger Abend, wir waren allein unter 6 Südafrikanern, die alle sehr naturverbunden wie wir auch waren. Diesmal war Mäthu nicht mehr der einzige Fleischesser. 😎
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zuletzt bearbeitet 09. Jan. 2015
Themenstarter448 Beiträge · seit 201409. Jan. 2015 · #10
Rote Felszeichnungen und rote Nase 😊
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Doring-River
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Kajak-Tour
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So, das wars für heute! Ich wünsche allen Mitlesern ein wunderschönes Wochenende!! 🙂
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zuletzt bearbeitet 09. Jan. 2015
309 Beiträge · seit 200909. Jan. 2015 · #11
Hallo Ihr Beiden,
ich bin schon jetzt begeistert von Eurem Reisebericht mit den super Bildern.
Nächste Woche, ab 15.1. geht's für 4 Wochen wieder ganz allein durch Namibia.
Schon jetzt freue ich mich auf die schöne Landschaft und die herrliche Tierwelt.
In Namibia werde ich fleißig Euren Bericht weiterlesen und meinen eigenen Bericht
anfertigen. Man will sich ja schließlich auch Euch und die anderen FoMi's an dem
Reisegeschehen teilnehmen lassen.

Freue mich auf die Fortsetzung Eures Reiseberichts! 🙂

Liebe Grüße

Paula
6'152 Beiträge · seit 200609. Jan. 2015 · #12
hallo Carinha,

na da bin ich dabei , freu mich auf die Reise , kenne einige Unterkünfte und man ist ja immer
gespannt wie andere so die Ding erleben. Danke für Deine Mühe.
Auch Dir ein schönes Wochenende - es soll ja aber so stürmisch und regnerisch werden-
so richtiges Wetter Schreibwettter 🙂
Liebe Grüsse
Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
6'152 Beiträge · seit 200609. Jan. 2015 · #13
hallo Paula,

freu mich für Dich , dass es nächste Woche losgeht, wünsche Dir eine entspannte und erlebnisreiche Tour mit vielen neuen Eindrücken, komm gesund wieder und wie sagt man
in Namibia eine lekker Pad.
Muss noch 13 Tage länger warten , diesmal Südafrika.
Ein schönes letztes Wochenende im nasskalten Deutschland wünscht Dir
Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
1'362 Beiträge · seit 201109. Jan. 2015 · #14
Hallo Carinha !
Toller Bericht ! Und schöne Unterkünfte... Die Lage von dem Straw Bale Resort 😉 direkt am Fluß ist herrlich. Und die 3 Hunde hätte ich auch mitgenommen 😁 ...
Carinha schrieb:
Danach suchten wir ein passendes Restaurant zum Abendessen. Dies war gar nicht so einfach, alle Beizen schienen proppenvoll oder waren sonst nicht so anmächelig (belgisches Restaurant!? 🤢 ).
Meinst Du das :

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Da war`s nämlich echt lecker (und nicht wirklich belgisch, nur das Bier)...
Ich fahre gerne weiter mit...
LG, Nane 🙂
Meine Reiseberichte - Namibia/ Südafrika
4 Beiträge · seit 201409. Jan. 2015 · #15
Super Reisebericht. Wir warten auf den Moment wo sich unsere Wege eventuell (unbewusst) Kreuzen. Wir waren Euch verdammt nah auf den Fersen 😎 .
11 Beiträge · seit 201410. Jan. 2015 · #16
Wir planen die erste Hälfte eurere Reise in Gegenrichtung zu fahren, ich bin also sehr gespannt auf Deinen Reisebericht.

Jetzt wo Du auf die Reise zurückblicken kannst: war die Entscheidung von Kapstadt aus zu fahren richtig?

Morgen regnet es in der Schweiz, also bitte schnell weiterschreiben!
Themenstarter448 Beiträge · seit 201412. Jan. 2015 · #17
@Nane: Ja, genau das! Schlecht kann es wirklich nicht gewesen sein, es war nämlich übervoll!
Vielleicht beim nächsten Mal! 😉

@Christina: Bei einer erneuten Reise nach Namibia würde ich eher den Norden besuchen und deshalb via Johannesburg nach Windhoek fliegen. Jedoch bereuen wir unseren Entscheid, in Kapstadt zu starten keineswegs. Es gab unterwegs viele spannende Dinge zu sehen und wir hatten Erlebnisse, die wir keinenfalls missen möchten.

Liebe Grüsse, Carinha
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zuletzt bearbeitet 12. Jan. 2015
Themenstarter448 Beiträge · seit 201412. Jan. 2015 · #18
So meine Lieben, ich hoffe ihr hattet ein schönes Wochenende?! Ich bin leider nicht zum weiterschreiben gekommen, aber nun es geht weiter! Viel Spass! 😎

Dienstag, 18. November 2014
Oudrif – Goegap Nature Reserve


Nach einem gemütlichen Frühstück mit den anderen Gästen verabschiedeten wir uns von Bill, Paddy und den Hunden und fuhren über die Sandpiste via Klawer zurück zur N7 Richtung Springbok. Die Fahrt dauerte ewig und die Landschaft war recht trostlos – man kann sich kaum vorstellen, dass hier 2 Monate zuvor ein Blütenmeer gewesen sein soll.
In Springbok füllten wir unseren Kühlschrank und die „Vorratsschubladen“ im Superspar auf, um für die folgenden Tage gerüstet zu sein. Schliesslich ist jetzt für ein paar Tage fertig mit Luxus und schönen Betten! 😮 Wir fanden den Laden ziemlich unterhaltsam – die Kunden waren eine bunte Mischung aus schwarzen und weissen Einheimischen und diese kamen zum Teil recht skurril daher. Wir selber standen sehr hilflos vor der „Toast-Schneide-Maschine“: Sowas hatten wir vorher noch nie gesehen und wir mussten eine schwarze Verkäuferin um Hilfe bitten. Diese lachte nur über unsere „Unfähigkeit“. Unser heutiges Nachtlager wollten wir auf dem Campingplatz im Goegap Nature Reserve aufschlagen, dieses liegt nur wenige Kilometer von Springbok entfernt. Doch leider standen wir dort vor verschlossenen Türen! 😣 Während wir überlegten, was wir nun tun sollten, machten wir uns erstmal über einen Teil unseres Vorrats her. Gegessen hatten wir seit dem Morgen schliesslich nichts mehr. Plötzlich fuhr ein Auto heran und wir erklärten der Fahrerin unser Problem. Sie sei nur im Park wohnhaft, habe aber nichts mit dem Camping zu tun. Weil wir eine Reservation hatten, liess sie uns trotzdem rein. Nun standen wir mutterseelenallein auf dem schönen Campingplatz. Wir erkundeten kurz die Umgebung und die Infrastruktur und stellten fest, hier gibt’s keinen Strom, kein Licht im Sanitärbereich und von Heisswasser ganz zu schweigen. Die Devise lautete also: Nach dem Essen schnell ins Bett, damit wir noch was sehen beim Zähneputzen und „Bett aufbauen“. 😛 Leider fiel auch das Nachtessen ins Wasser, da wir beim Montieren des Gaskochers feststellten, dass wir keine Streichhölzer gekauft hatten. 😈 So gab es halt „nur“ Müesli mit Milch. Dafür blieb noch Zeit für einen kurzen Spaziergang auf den Hügel hinter uns, wo wir den Sonnenuntergang zwischen vielen Köcherbäumen und Rosenquarzen genossen. In der ersten Nacht in unserem Camper schliefen wir eher schlecht – der Wind blies uns um die Ohren und rüttelte am Zeltaufbau.

Unser erster Strauss
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Campingplatz im Goegap Nature Reserve
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Ein neugieriger Besucher
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Noch mehr neugierige Besucher
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Abendstimmung im Goegap Nature Reserve
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zuletzt bearbeitet 12. Jan. 2015
3'080 Beiträge · seit 200912. Jan. 2015 · #19
Hallo Carinha,

da habt ihr ja Glück gehabt mit dem Ocean Race in Kapstadt, ich war mal bei einem der Rennen auf ein Boot eingeladen und kenne jemanden der die Tour mitgemacht hat, das war schon ein tolles Erlebnis....

Um das Restaurant ist es jetzt nicht so schade, da gibts genug andere mit besserem Essen und vor allem günstigeren Preisen, da unten zahlst du die Lage gleicht mit...

lg sasowewi
Themenstarter448 Beiträge · seit 201412. Jan. 2015 · #20
Mittwoch, 19. November 2014
Goegap – Fish River Canyon


Da wir ja keinen Kaffee oder Tee kochen konnten, gab es auch heute Morgen nur Müesli mit Milch und wir brachen zügig auf. Schliesslich wollten wir heute über die Grenze nach Namibia. Wir waren gespannt, was uns dort alles erwartet. Am Zoll wurden wir erstmal mit viel Bürokratie aufgehalten. Wir waren nicht die einzigen, denen nicht klar war, wo welcher Stempel geholt werden muss. Wir mussten uns bei den südafrikanischen Beamten durchfragen. Dann konnten wir weiter auf die namibische Seite. Dort erwartete uns eine ziemliche Menschenansammlung. Als Selbstfahrer musste man an zwei Schaltern anstehen und das ganze Prozedere erschien uns reichlich kompliziert. Dafür blieb Zeit für einen kurzen Schwatz mit einem Südafrikaner. Dieser erzählte uns, dass er mit 3 Kumpels in Namibia fischen will und zu diesem Zweck mal kurz 2000 km an einem Tag unter die Räder nimmt. Sowas würde in Europa wohl niemandem in den Sinn kommen…
Endlich hatten wir den Papierkrieg erledigt und es ging weiter. Ich stieg ins Auto, fuhr voll motiviert los – und übersah dabei das Stopschild an der Grenzschranke. 10 namibische Beamte in Uniform schreien "STOP!!" Ups… sofort Rückwärtsgang einlegen und zurück. Eine grimmige Lady in Kampfmontur fragt: „How are you?“ und dann „this is a gate, you have to stop!“. Aha. Sorry (wie peinlich…) 😊 Sie will unsere Ausweise sehen, aber danach dürfen wir weiter. Wir fahren lange durch staubige Landschaft nach Norden. Kurz vor unserem Ziel wird es grüner und wir sehen die ersten Oryxe und Zebras. Dann erscheint das Cañon Roadhouse wie eine Oase! Ein schöner Garten und rundherum Oldtimer und alte Garagensouvenirs. Tolle Ambiance! An der Reception nimmt uns Tracy freundlich lachend in Empfang. Wir suchen uns einen schönen Platz unter einem grossen Baum mit Webervogel-Nestern aus und installieren uns. Danach kaufen wir im Shop die fehlenden Zündhölzer und kochen unser erstes Outdoor-Abendessen. Da wir keine grossen Kochkünstler sind und nur eine Pfanne zur Verfügung haben, gibt es Pasta, gegrillte Peperoni und Wurst – in dieser Reihenfolge. 🤪
Zum Dessert genehmigten wir uns einen Drink im Restaurant, in Gesellschaft vom Kellner Melvin, mit dem wir uns nett über Gott und die Welt unterhalten. Es wurde ein sehr schöner Abend und eine ruhige Nacht.

Endlose Strassen
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Eine der vielen Windhosen
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Impressionen Cañon Roadhouse
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Fortsetzung folgt...
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zuletzt bearbeitet 12. Jan. 2015