Reisebericht

Südafrika und Namibia mit dem "Crüüser"

von Carinha · begonnen 08. Jan. 2015 · 29 Teile

Teil 108. Jan. 2015
Heute ist es genau einen Monat her, seit wir von unserer Südafrika-Namibia-Tour zurückgekommen sind. Der Feiertags-Stress (ich bin Tierbetreuerin und hatte viel zu tun) und andere Aufregung (ich wurde "Gotti" (Patentante) am 24.Dez.) haben dazu geführt, dass sich das Schreiben eines Reiseberichts etwas verzögert hat. Doch nun geht es los - ich werde versuchen, unsere Erlebnisse etappenweise von unserem Notizblock in das Forum zu transferieren. 😄

Mitte November flogen wir mit Edelweiss Air von Zürich nach Kapstadt. Hier unsere Route (die Buchungen aller Unterkünfte und des Campers erfolgten durch Ute + Volker von Magic Vibes, vielen Dank nochmal!):

Kapstadt - Bluegum Hill Guesthouse (2 Nächte)
Oudrif Straw Bale Cottages (2 Nächte)
Goegap Nature Reserve (Camping)
Fish River Canyon - Cañon Roadhouse (Camping)
Klein Aus Vista (Camping)
Camp 707 (Kanaan Farm)
Sossusvlei - Sesriem Camp
Rostock Ritz Camp
Walvis Bay (inkl. Kajaktour) - Oyster Box Guesthouse
Swakopmund - Swakopmund Guesthouse (2 Nächte, inkl. Living Desert Tour)
Spitzkoppe (Camping)
Mowani Mountain Camp (Camping)
Ugab Terrace Lodge (Camping)
Etosha Safari Camp
Halali Restcamp
Onguma Bush Camp
Waterberg Wilderness Lodge (Anderson Camp)
Weavers Rock Guesthouse (2 Nächte)
Immanuel Wilderness Lodge
Rückflug via Johannesburg nach Zürich mit SAA/SWISS

Als Vorgeschmack oder für alle die lieber nur Fotos anschauen 😛 , hier eine kurze Zusammenfassung mit den Highlights:

Was für eine Reise!

Viele neue Eindrücke und Landschaften sowie etliche Abenteuer erlebten wir auf der Fahrt von Kapstadt nordwärts durch den Südwestzipfel von Afrika!

Alles begann in Kapstadt, dem Juwel von Südafrika. Bei der Besteigung des windgepeitschten Lion's Head verbrannten wir unsere Köpfe und fassten zwei Tage später unseren "Crüüser" um damit nordwärts in die Region Cederberge zu fahren. Dort ruderten wir mit 3 Doggies auf einem Kajak und bestaunten uralte Felsmalereien. Eine wild gewordene Grenzwächterin, ein geschlossenes Naturreservat (Goegap), der längste und zweithöchste Canyon (Fish-River) der Welt, Wildpferde in Garub, ein beissender Wind in Klein-Aus Vista, eine ewig lange Sandstrasse (D707), befahren der Tirasberge mit Allradantrieb, campieren in menschenleeren Gegenden und auch eine lästige Bronchitis bis zu den berühmten Sanddünen von Sossusvlei konnten uns an der stetigen Weiterreise nicht hindern. Die Wanderung durch die Sanddünen frühmorgens war fabelhaft.

Die nächste Rast im Rostock Ritz Resort mit einem Pool und Haustieren der besonderen Art war herausragend. Die weitere Fahrt über die zwei Pässe und Naturreservate waren interessant. Bei der Ankunft am Atlantik (Walvis Bay) erlebten wir einen Temperaturschock. Die wilde 4x4-Fahrt zum Pelican Point und der anschliessende Kajak-Ausflug mit Guide Jeanne zu den Delfinen, Robben- und Vogelkolonien war ein besonderes Erlebnis.

Das deutsche Kolonialstädtchen Swakopmund überzeugte mit Charme, feinem Essen und einer sehr informativen Wüstentour, wo Guide Douglas uns das ganze Ökosystem der riesigen Namib-Wüste live und hautnah erklärte. Fotos des Namaqua-Chamäleons und seiner Blitzzunge waren ein Höhepunkt unter vielen. Ein Arztbesuch und Antibiotika erleichterten Mäthu die Weiterfahrt.

Die Übernachtungen bei der Spitzkoppe mit seinem atemberaubenden Steinmassiv, im farbenfrohen Damaraland und seiner Reptilien- und Vogelwelt sowie der Besuch des berühmten Vingerklips waren weitere Eckpfeiler unserer Reise. Den tierreichen Etosha Nationalpark durchforsteten wir mit unserem eigenen "Cruiser". Zahlreiche Antilopen, Giraffen in Reih und Glied, auch Raubkatzen und sogar ein dominanter Spitzmaulnashorn-Bulle zeigten sich vor unsere Linse aber leider keine Elefanten, trotz Übernachtung im Elephant-Honeymoon Chalet in Halali Restcamp.

Ein kurzer Polizeihalt wegen Rollstop auf der Strassenkreuzung. Dann Lagerfeuerstimmung beim Camping am Waterberg. Bei der Wanderung auf den gleichnamigen Berg mit Aussicht auf die Kalahari-Buschsavanne wurden wird vom Regen so richtig durchnässt. Die Weiterfahrt auf der nun absolut glitschigen Sandpiste war eine Herausforderung. Auf der Weaver's Rock Guestfarm genossen wir die persönliche Atmosphäre, besuchten die AfriCat-Stiftung und das R.E.S.T.-Camp, wo wir ein seltenes Schuppentier in freier Natur zu Gesicht bekamen. Danach brachten wir ein neues Gipfelbuch auf den Mt. Hohenfels. Zu guter Letzt liessen wir uns kulinarisch in der Immanuel Wilderness Lodge verwöhnen und besuchten die Hauptstadt Namibias, bevor es wieder retour in Richtung Schweiz ging.
Teil 208. Jan. 2015
Freitag, 14. November 2014
Flug nach Kapstadt


Frühmorgens fuhren wir zum Bahnhof. Der Zug nach Zürich war fast leer, auch im Flughafen war alles easy und es gab keine Warteschlangen vor dem Check-in. Am Gate studierten wir unsere Mitreisenden (inkl. einer komischen Gestalt im Zebra-Look, die wir keinem Geschlecht zuordnen konnten). Der Flugstart mit Edelweiss Air war i.O. (Anmerkung: Karin, die Schreibende leidet unter akuter Flugangst). Über Korsika gab es leichte Turbulenzen, danach war es bis Mittelafrika – über der Sahara – sehr ruhig. Über Kamerun, dem Kongo und Angola gab es grosse, hoch in den Himmel ragende Wolkengebilde, welche der Pilot geschickt umfuhr. Trotzdem wurden wir ein bisschen durchgeschüttelt. Während dem Flug unterhielten uns die Filme „Que-ce qu’on à fait au bon-dieu?“ und „Lucy“. Die Landung in Kapstadt war infolge Seitenwind sehr holperig; die Erleichterung beim Aussteigen war seitens Karin gross, da die Sitzabstände und die vorderen Sitznachbarn doch eine ziemliche Enge verursachten. Unsere Koffer waren sehr schnell da, fast als erstes konnten wir das Gepäckband verlassen. Dann aber wartete niemand mit einem Schild auf uns. Wir liefen hin und her und suchten unseren Namen. Dann endlich – ein Mann mit dem Pfister-Schild! 🤩 Bevor es los ging, mussten wir Bargeld am ATM abheben. Doch der Automat schluckte Mäthus Karte! Unser Abholer wollte Hilfe holen. Währenddessen spuckte der Automat die Karte wieder aus und wir mussten abermals auf den Abholer warten. Wo war er nur hingelaufen?! 🙄
Die Fahrt zum Bluegum Hill Guesthouse verlief kurz und schmerzlos. Nach der Bezahlung wurden wir schläfrig vom Nachtwächter „Modeste“ empfangen. Dieser zeigte uns unser Zimmer für die nächsten 2 Nächte und erklärte uns dabei alles gaaaanz genau und nahm sich viel Zeit dafür. 😗
Auf der Terrasse mit einer wahnsinnig schönen Aussicht auf die V&A-Waterfront und das Stadion stiessen wir mit einem lekker Grapetiser und einem Bettmümpfeli auf unsere Ferien an.
Teil 308. Jan. 2015
Terrasse des Bluegum Hill Guesthouse

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Teil 409. Jan. 2015
Samstag, 15. November 2014
Kapstadt


Wir genossen ein leckeres und reichhaltiges Frühstück mit Hammer-Aussicht. Aissa ("the owner") unterstützte uns beim Pläne schmieden für den heutigen Tag. Wir wollten den Lion’s Head besteigen. Dazu ging es als erstes zu Fuss die Treppen runter zur Waterfront. Auf dem Weg lagen an zwei Orten je eine „(Schnaps/Armuts/richtige?) Leiche“ in Decken und Blachen eingehüllt, so dass man nichts erkennen konnte. Die Leute liefen einfach dran vorbei. Dies verpasste uns erstmals einen kleinen Dämpfer und stimmte uns nachdenklich.
Die V&A-Waterfront empfing uns geschäftig und sauber wie bereits im letzten Jahr. Während unserem Besuch war gerade das „Volvo Ocean Race“ in Kapstadt stationiert; die ganze Waterfront war voll mit Seglern, Booten und viel Volvo-Marketing. Um für die Wanderung etwas an Höhe zu gewinnen, lösten wir ein Ticket für den Sightseeing-Bus. Wir fuhren hoch bis zur Talstation der Tablemountain-Bahn. Dort genossen wir die Aussicht und kauften etwas Proviant ein. Auf eine Fahrt den Berg hoch verzichteten wir nach Prüfung der Warteschlage. 😣 Also stiegen wir wieder in den Bus und baten den Busfahrer, uns unten bei der Kreuzung zum Signal Hill aussteigen zu lassen. Von dort schien uns der Lion’s Head bezwingbar. 😛
Auf dem schönen Wanderweg stellten wir fest, dass gerade ein Rennen stattfand. Man wies uns an, ganz am Rand zu laufen um den Läufern genug Platz zu lassen. In einem Affenzahn kamen plötzlich Sportler runtergerannt, gefolgt von Helfern mit Red-Bull-Fähnli und anderem Rennmaterial. Die Spinner waren tatsächlich den Lion’s Head hoch und wieder runter gerannt. 🤪 Wir erfuhren später, dass dies ein beliebter Feierabend-Sport oder Spaziergang bei den Kapstädtern war.
Als sich der breite Spazierweg in einen steinigen Pfad verwandelt hatte, sahen wir 2 Rock Agames, welche von Mäthu ausgiebig fotografiert wurden. Der Weg wurde immer steiler und wir mussten gar Leitern zum Aufstieg benutzen. Der Pfad schlängelte sich schneckenförmig um die Bergspitze und wir sahen das Meer und die Stadt aus stetig wechselnden Blickwinkeln. Die Aussicht war grandios! 🤩
Je höher wir kletterten, desto windiger wurde es und der Ausflug erinnerte uns eher an eine Gebirgstour als an eine Wanderung. Kurz vor dem Gipfel begann es plötzlich zu regnen und dicke Wolken zogen auf. Wir kehrten um. Der Marsch führte via die hintere Seite bis runter nach Sea Point. Dort schien bereits wieder die Sonne und wir bestaunten die vielen Villen, die alle Hochsicherheitsgefängnissen glichen. Wir liefen der Meerespromenade entlang bis zum nächsten Busstop wo wir den Bus nur knapp erwischten. Zurück an der Waterfront beschlossen wir spontan, noch das Aquarium zu besuchen. Dieses überzeugte uns aber nicht wirklich, die Fische waren zum Teil in erbärmlichen Glaskäfigen gefangen, die viel zu klein oder ohne jegliche Versteckmöglichkeiten/Pflanzen ausgestattet waren. 😐 Die Ausstellung im 2. Stock mit Pinguinen und Vögeln gefiel uns schon besser.
Danach suchten wir ein passendes Restaurant zum Abendessen. Dies war gar nicht so einfach, alle Beizen schienen proppenvoll oder waren sonst nicht so anmächelig (belgisches Restaurant!? 🤢 ). Schliesslich landeten wir in einem Thai-Imbiss, wo wir ein leckeres, aber sehr scharf-mildes Essen genossen. 😄
Mit dem Taxi fuhren wir danach zurück zum Guesthouse, wo wir lesend noch etwas die Aussicht genossen, bevor wir müde ins Bett fielen.
Teil 509. Jan. 2015
V&A Waterfront mit Booten des Volvo Ocean Race
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Sicht auf Camps Bay
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Sicht auf den Signal Hill mit Sea Point
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Rock Agame
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V&A Waterfront gegen Abend
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Teil 609. Jan. 2015
Sonntag, 16. November 2014
Autoübernahme – Fahrt nach Oudrif


Beim Frühstück hielten wir einen kurzen Schwatz mit anderen Schweizer Gästen. Pünktlich um 9.30 Uhr wurden wir durch einen Mitarbeiter von KEA abgeholt, um in deren Niederlassung unser gebuchtes Auto in Empfang zu nehmen. Wir erfuhren, dass der SL Trax noch nicht fertig repariert sei und wir deshalb ein Upgrade kriegen. Gespannt warten wir also der Dinge, die da kommen. 😕
Während der Fahrt hatten wir eine spannende Diskussion mit dem schwarzen Fahrer; seine Tochter wird im nächsten Jahr im Rahmen ihres Medizinstudiums ein Auslandsemester in der Schweiz absolvieren. Er fragte uns richtiggehend aus über die Lebenskosten und Arbeitsmöglichkeiten und wir versuchten ihm mit Ratschlägen und Infos zu helfen.
Bei KEA nahm uns sogleich ein Mitarbeiter in Empfang, der uns unser Upgrade – einen Toyota Landcruiser PT – während 2 Stunden ausführlich erklärte. Als wir fertig waren, war die Reparatur des SL Trax ebenfalls fertig – doch der Mitarbeiter winkte ab. Er mochte nicht nochmal alles neu erklären. 😄
Danach ging es ans Administrative. Dies dauerte ebenfalls nochmal fast 2 Stunden: Wegen der Kaution hatten wir Probleme mit den Kreditkarten. Meine hatte ein zu tiefes Ausgabenlimit und diejenige von Mäthu wurde beim Abbuchen vorsorglich gesperrt. Nach einem Anruf an Viseca in der Schweiz klappte es dann endlich und wir konnten losfahren. Vorgängig hatten wir von Magic Vibes ein Navi mit unserer Route in die Schweiz geliefert bekommen, da der gebuchte SL Trax über keines verfügte. Der Landcruiser hatte jedoch eines eingebaut und so hatten wir plötzlich 2 Navis. Dennoch brachten wir es zustande, irgendwo zwischen Industriegebiet und Township zu landen. 😵 Die beiden Navis zeigten unterschiedliche Routen an und so fuhren wir „Handgelenk-mal-Pi“ selber zurück in die Stadt, wo der Weg zur N7 dann gut beschildert war.
Wir verliessen die N7 um in Bloubergstrand einen „Mittagshalt“ zu machen (es war unterdessen schon nach 14 Uhr); am schönen Strand mit vielen Kitesurfern windete es dermassen stark, dass es uns fast die Pommes-frites vom Teller blies. Dafür genossen wir eine wunderbare Sicht auf ganz Kapstadt und die Berge.
Nun mussten wir uns aber beeilen mit der Weiterfahrt, denn wir wollten vor der Dunkelheit in unserer nächsten Unterkunft ankommen. Die Fahrt zog sich ewig hin und eine grosse Baustelle tat ihr Übriges dazu. Wir telefonierten mit Bill vom Oudrif Straw Bale Resort, und fragten ihn, wann es denn dunkel werde, was er mit „ca. 20 Uhr“ beantwortete. Kurz nach Clanwilliam verliessen wir die geteerte Strasse und die Navis schickten uns auf die erste Gravelroad. Wenig später bogen wir in eine Sandpiste ab und konnten das erste Mal den Allroundantrieb testen. Die Landschaft kam uns plötzlich ziemlich „australisch“ vor und wir fragten uns, ob wir noch richtig sind. Doch die Tore, die wir unterwegs passieren mussten, stimmten meist mit dem Wegbeschrieb überein und so fuhren wir in der Abenddämmerung immer weiter in die Pampa. Dabei schreckten wir viele Hasen auf, die wir mit der Kamera natürlich nicht erwischten. 🙁 Kurz vor 20 Uhr sehen wir in der Ferne endlich ein paar Häuschen. Sofort werden wir begeistert von 3 Hunden begrüsst. Die fragten sich wohl, wer um diese Zeit noch zu Besuch kommt. 🙂 Bill zeigte uns unser Cottage mit Strohdach. Es gefiel uns auf Anhieb! Gleich danach gab es Nachtessen im Cottage mit der Küche und dem gemeinschaftlichen Essraum. Viele verschiedene Schüsseln mit Salaten, Beilagen und Vegi-Würstchen standen auf dem Tisch. Für Mäthu, den einzigen Nicht-Vegetarier am Tisch, gab es auch etwas Fleischiges. 😛 Wir hatten eine super Unterhaltung mit Bill und Paddy (seinem Geschäftspartner), die beiden lehrten uns einige südafrikanische Ausdrücke, unter anderem erfuhren wir, dass unser Auto von den Buuren einfach "Crüüser" genannt wird. Wir sassen noch lange zusammen am Tisch. Später begleiteten uns die Hunde Mafuti, Ntombi und Peanut zu unserem Cottage, welches wir dank Solar-Taschenlampe gut wiederfanden. 😎

Sicht auf Kapstadt
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Unterwegs nach Oudrif
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Teil 709. Jan. 2015
Einige Eindrücke vom Oudrif Straw Bale Resort:

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Die Küche
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Der Essraum
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Montag, 17. November 2014
Tag in Oudrif


Gleich nach dem Frühstück mit selbstgebackenem Brot und Muffins ging es mit Bill und den Hunden los auf die Wanderung zu den Felsmalereien. Zuerst mussten wir per Boot den Doring-River überqueren, danach ging es über eine Stunde lang über Stock und Stein bis zu einem Felsvorsprung mit sehr alten Malereien der Buschmänner. Bill gab uns viele Informationen über die Zeichnungen und das Leben der Buschmänner und erklärte uns alles Wissenswerte über die ansässigen Tiere und Pflanzen. Nach der Rückkehr lagen wir mit Lesestoff in der Hängematte am Flussstrand und relaxten zusammen mit den Hunden. Um 14 Uhr gab es einen kleinen Imbiss, danach wollten wir mit dem Kajak auf eigene Faust eine kleine Tour flussaufwärts bis zu den „Rapids“ machen. Noch bevor das Boot im Wasser war, sassen schon alle Hunde drin. 🤩 So geht das nicht – nochmal alle raus und dann in der richtigen Reihenfolge. 😄 Wir sind beide grosse Tierfreunde, und das war hier von Vorteil – denn es wurde richtig eng im Kajak! Die Hunde verfielen bei jedem Kormoran in helle Aufregung und wir erwarteten, dass sie gleich ins Wasser springen. Aber sie blieben alle brav im Boot. Oben bei den Rapids machten wir eine Pause und dort verschwanden die Hunde sofort in den Büschen und Felsen und gingen ihren Geschäften nach. 😗 Wir warteten und warteten…. Keine Hunde mehr in Hör- und Sichtweite. Wir konnten doch nicht ohne sie zurückfahren?! 😐 Irgendwann waren Ntombi und Peanut wieder da und als wir „verladen und eingewassert“ hatten, tauchte auch Mafuti wieder auf. Wir luden ihn auf und liessen uns gemütlich zurücktreiben. Bis zum Nachtessen legten wir uns nochmal in die Hängematte. Inzwischen waren noch andere Gäste in Oudrif angekommen. Es wurde ein sehr lustiger Abend, wir waren allein unter 6 Südafrikanern, die alle sehr naturverbunden wie wir auch waren. Diesmal war Mäthu nicht mehr der einzige Fleischesser. 😎
Teil 809. Jan. 2015
Rote Felszeichnungen und rote Nase 😊
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Doring-River
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Kajak-Tour
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So, das wars für heute! Ich wünsche allen Mitlesern ein wunderschönes Wochenende!! 🙂
Teil 912. Jan. 2015
So meine Lieben, ich hoffe ihr hattet ein schönes Wochenende?! Ich bin leider nicht zum weiterschreiben gekommen, aber nun es geht weiter! Viel Spass! 😎

Dienstag, 18. November 2014
Oudrif – Goegap Nature Reserve


Nach einem gemütlichen Frühstück mit den anderen Gästen verabschiedeten wir uns von Bill, Paddy und den Hunden und fuhren über die Sandpiste via Klawer zurück zur N7 Richtung Springbok. Die Fahrt dauerte ewig und die Landschaft war recht trostlos – man kann sich kaum vorstellen, dass hier 2 Monate zuvor ein Blütenmeer gewesen sein soll.
In Springbok füllten wir unseren Kühlschrank und die „Vorratsschubladen“ im Superspar auf, um für die folgenden Tage gerüstet zu sein. Schliesslich ist jetzt für ein paar Tage fertig mit Luxus und schönen Betten! 😮 Wir fanden den Laden ziemlich unterhaltsam – die Kunden waren eine bunte Mischung aus schwarzen und weissen Einheimischen und diese kamen zum Teil recht skurril daher. Wir selber standen sehr hilflos vor der „Toast-Schneide-Maschine“: Sowas hatten wir vorher noch nie gesehen und wir mussten eine schwarze Verkäuferin um Hilfe bitten. Diese lachte nur über unsere „Unfähigkeit“. Unser heutiges Nachtlager wollten wir auf dem Campingplatz im Goegap Nature Reserve aufschlagen, dieses liegt nur wenige Kilometer von Springbok entfernt. Doch leider standen wir dort vor verschlossenen Türen! 😣 Während wir überlegten, was wir nun tun sollten, machten wir uns erstmal über einen Teil unseres Vorrats her. Gegessen hatten wir seit dem Morgen schliesslich nichts mehr. Plötzlich fuhr ein Auto heran und wir erklärten der Fahrerin unser Problem. Sie sei nur im Park wohnhaft, habe aber nichts mit dem Camping zu tun. Weil wir eine Reservation hatten, liess sie uns trotzdem rein. Nun standen wir mutterseelenallein auf dem schönen Campingplatz. Wir erkundeten kurz die Umgebung und die Infrastruktur und stellten fest, hier gibt’s keinen Strom, kein Licht im Sanitärbereich und von Heisswasser ganz zu schweigen. Die Devise lautete also: Nach dem Essen schnell ins Bett, damit wir noch was sehen beim Zähneputzen und „Bett aufbauen“. 😛 Leider fiel auch das Nachtessen ins Wasser, da wir beim Montieren des Gaskochers feststellten, dass wir keine Streichhölzer gekauft hatten. 😈 So gab es halt „nur“ Müesli mit Milch. Dafür blieb noch Zeit für einen kurzen Spaziergang auf den Hügel hinter uns, wo wir den Sonnenuntergang zwischen vielen Köcherbäumen und Rosenquarzen genossen. In der ersten Nacht in unserem Camper schliefen wir eher schlecht – der Wind blies uns um die Ohren und rüttelte am Zeltaufbau.

Unser erster Strauss
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Campingplatz im Goegap Nature Reserve
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Ein neugieriger Besucher
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Noch mehr neugierige Besucher
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Abendstimmung im Goegap Nature Reserve
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Teil 1012. Jan. 2015
Mittwoch, 19. November 2014
Goegap – Fish River Canyon


Da wir ja keinen Kaffee oder Tee kochen konnten, gab es auch heute Morgen nur Müesli mit Milch und wir brachen zügig auf. Schliesslich wollten wir heute über die Grenze nach Namibia. Wir waren gespannt, was uns dort alles erwartet. Am Zoll wurden wir erstmal mit viel Bürokratie aufgehalten. Wir waren nicht die einzigen, denen nicht klar war, wo welcher Stempel geholt werden muss. Wir mussten uns bei den südafrikanischen Beamten durchfragen. Dann konnten wir weiter auf die namibische Seite. Dort erwartete uns eine ziemliche Menschenansammlung. Als Selbstfahrer musste man an zwei Schaltern anstehen und das ganze Prozedere erschien uns reichlich kompliziert. Dafür blieb Zeit für einen kurzen Schwatz mit einem Südafrikaner. Dieser erzählte uns, dass er mit 3 Kumpels in Namibia fischen will und zu diesem Zweck mal kurz 2000 km an einem Tag unter die Räder nimmt. Sowas würde in Europa wohl niemandem in den Sinn kommen…
Endlich hatten wir den Papierkrieg erledigt und es ging weiter. Ich stieg ins Auto, fuhr voll motiviert los – und übersah dabei das Stopschild an der Grenzschranke. 10 namibische Beamte in Uniform schreien "STOP!!" Ups… sofort Rückwärtsgang einlegen und zurück. Eine grimmige Lady in Kampfmontur fragt: „How are you?“ und dann „this is a gate, you have to stop!“. Aha. Sorry (wie peinlich…) 😊 Sie will unsere Ausweise sehen, aber danach dürfen wir weiter. Wir fahren lange durch staubige Landschaft nach Norden. Kurz vor unserem Ziel wird es grüner und wir sehen die ersten Oryxe und Zebras. Dann erscheint das Cañon Roadhouse wie eine Oase! Ein schöner Garten und rundherum Oldtimer und alte Garagensouvenirs. Tolle Ambiance! An der Reception nimmt uns Tracy freundlich lachend in Empfang. Wir suchen uns einen schönen Platz unter einem grossen Baum mit Webervogel-Nestern aus und installieren uns. Danach kaufen wir im Shop die fehlenden Zündhölzer und kochen unser erstes Outdoor-Abendessen. Da wir keine grossen Kochkünstler sind und nur eine Pfanne zur Verfügung haben, gibt es Pasta, gegrillte Peperoni und Wurst – in dieser Reihenfolge. 🤪
Zum Dessert genehmigten wir uns einen Drink im Restaurant, in Gesellschaft vom Kellner Melvin, mit dem wir uns nett über Gott und die Welt unterhalten. Es wurde ein sehr schöner Abend und eine ruhige Nacht.

Endlose Strassen
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Eine der vielen Windhosen
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Impressionen Cañon Roadhouse
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Fortsetzung folgt...
Teil 1113. Jan. 2015
So und nun gehts weiter mit der Reise... 😎

Donnerstag, 20. November 2014
Fish River Canyon – Klein-Aus Vista - Garub


Wir verabschiedeten uns nach dem Frühstück vom netten Roadhouse-Team und machten uns auf den Weg zum Main Viewpoint des Fish River Canyon. Dort waren nur zwei weitere Autos parkiert und – man glaubt es kaum – beide hatten ein Schweizer Nummernschild! Der Mini-Camper mit SG-Nr. machte sich gleich auf den Weg, der andere war ein grosser Overlander mit Transa/Globotrek-Logo. Der Chauffeur kam infolge unseres breiten Grinsens sofort auf uns zu und sprach uns an. Wir erfuhren, dass die 8-köpfige Gruppe von Kairo nach Kapstadt unterwegs ist. Wir selber könnten uns kaum vorstellen, mit wildfremden Menschen so lange auf so engem Raum zusammen zu leben. Dann viel lieber mit unserem „Crüüser“, der vom Chauffeur auch ausgiebig begutachtet wurde. 😄
Als die Gruppe weiterfuhr, hatten wir die Aussicht auf den Canyon ganz für uns allein – gigantisch! 🤩 Auch vom Hikingpoint wagten wir einen Blick in die Schlucht. Runter durfte man wegen der Hitze leider nicht mehr. Der Zugang ist nur in den zwei kühlsten Monaten des Jahres erlaubt. Nun ja, Zeit für eine Wanderung hätten wir sowieso nicht – also weiter geht’s!
Es folgte eine endlose Fahrt auf Gravelroad durch die Halbwüste, wo wir hunderte von Kilometern keinem Dorf und (fast) keinem Auto begegneten. Da auch kaum Tiere zu sehen waren, empfanden wir die Fahrt als ziemlich eintönig. Als wir auf die geteerte B4 Richtung Aus/Lüderitz einbogen, ging es zumindest etwas schneller vorwärts. Unser „Crüüser“ ist zwar ein Muskelpaket, aber der schnellste ist er nicht. So überholten uns sogar einige schwere Lastwagen, während wir mit 110 km/h Klein-Aus Vista "entgegenruckelten". Dort angekommen, verpflegten wir uns kurz im Restaurant, um uns danach auf die Suche nach den Wildpferden von Garub zu machen. Schwierig war die Suche nicht: Bereits auf dem Weg zur Wasserstelle waren viele Pferde zu sehen. Selber Pferdebesitzerin, war ich sehr überrascht, wie gut die Tiere mit den Gegebenheiten in der Wüste klar kommen. Es waren wunderschöne Tiere dabei, wenn auch etwas hager und zum Teil von Rangkämpfen gezeichnet. Sogar zwei Fohlen waren zu sehen!
Bei schöner Abendstimmung fuhren wir zurück zum Campingplatz von Klein-Aus Vista. Hungrig waren wir nach dem Imbiss nicht mehr und da es stark windete, verschwanden wir schnell in unsere fahrbare Unterkunft und hüllten uns in warme Decken.

Fish River Canyon
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wir sind einfach zu langsam... 😣
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Das Wasserloch bei den Pferden lockt auch andere Tiere an...
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Teil 1214. Jan. 2015
Freitag, 21. November 2014
Klein-Aus Vista – Camp 707/Kanaan-Farm


Da kein frisches Brot mehr vorhanden war und unsere Lust auf das trockene Müesli bescheiden, beschlossen wir, heute im Restaurant zu frühstücken (die lustigen Webervögel fanden das Müesli aus meiner Hand gar nicht so schlecht). Das Buffet im Restaurant war für uns aber definitiv die bessere Wahl, zudem trafen wir ein nettes Paar aus der Schweiz, das auch mit dem Camper in Namibia unterwegs ist. In Aus kauften wir noch ein paar Kleinigkeiten ein und tankten unseren Wagen auf. Danach ging es weiter. Ich war gespannt auf die anscheinend wunderschöne Landschaft entlang der D707. Die Strecke bis zu unserem Tagesziel war verhältnismässig kurz, jedoch entpuppte sie sich als ziemlich mühsam, weil plötzlich der Fahrer schlapp machte. Mäthu fühlte sich nicht wohl, hatte Kopfschmerzen und vermutlich Fieber. Irgendwie schien ihm die Wüste und die Einsamkeit nicht zu behagen, denn plötzlich fing er an, panisch zu werden und zu hyperventilieren. Er meinte, er werde gleich ohnmächtig. (Männer 😗 )
Ich versuchte ihn zu beruhigen und übernahm das Steuer. Plötzlich kreuzten wir einen verletzten Oryx-Bullen – er hatte wohl einen Kampf mit einem Rivalen. Man sah zwei Einstichstellen und ein zersplitterter Spiess steckte immer noch in der Schulter. Der arme Oryx war am Ende seiner Kräfte und tat uns furchtbar leid. Dieses Erlebnis weckte die Lebensgeister von Mäthu wieder – jedoch nur kurzzeitig. Mit einem apathisch seufzenden Mann an der Seite erreichte ich irgendwann die Kanaan Farm.
Wir hatten das Camp 707, das abseits des Farmgebäudes liegt, gebucht, überlegten jedoch aufgrund der Situation, ein Zimmer auf der Farm zu nehmen. In der Zwischenzeit durften wir uns in der schönen Lounge draussen ausruhen und unsere elektronischen Geräte aufladen (wir hatten seit dem Cañon Roadhouse keine Gelegenheit mehr dazu). Wir sprachen noch mit der Managerin über den Oryx und sie meinte, ihr Ranger werde sich darum kümmern. Gegen 17 Uhr fuhren wir dann doch zum Camp, weil uns die Zimmer auf der Farm zu sehr „Hotelcharakter“ hatten (Tür an Tür). Das Camp 707 hat nur einen Stellplatz und bietet einen wundervollen Blick über die Ebene, mit Felsen im Rücken. Uns gefiel das vorhandene Häuschen mit Dusche und Toilette total, jedoch flossen beim Spülen mehr Bienen als Wasser aus dem Spülkasten heraus. 😵
Schnell kochten wir unser Menü; der Appetit seitens Mäthu war jedoch bescheiden und so blieben 2 Würstchen übrig (ich bin ja Vegetarierin). Ich weiss, man sollte ja nicht… Aber wir beschlossen, die Würstchen draussen für einen hungrigen Karnivoren hinzulegen. Wird des Nachts eine Hyäne vorbeischauen? Wir warteten gespannt im sicheren Fahrzeug. 🤩

Müesli-Fans
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Der verletzte Oryx
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Camp 707
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Teil 1316. Jan. 2015
Samstag, 22. November 2014
Kanaan – Sesriem


Lange warteten wir nicht – schon bald übermannte uns der Schlaf. Als wir nachts auf die Toilette mussten, klemmte die Türe und wir kriegten nur die Seite auf, die durch einen „Schrank“ versperrt war. So kamen wir nur kriechend/kletternd/Glieder verbiegend aus dem Fahrzeug und hofften, dass draussen nicht besagter Karnivore auf uns wartet. 😈 Am Morgen lagen die Würstchen jedoch immer noch da. 😗 Mangels Strom rösteten wir unseren Frühstücks-Toast in der Bratpfanne.

Kleine elektrische Zwischenbemerkung: Der Campingplatz beim Cañon Roadhouse sollte die Ausnahme bleiben. Wir hatten danach nirgendwo mehr Stromanschluss. Dank des Solarpanels auf dem Dach lief unser Kühlschrank (es war eher eine Kühltruhe) sowie die Wasserpumpe stets einwandfrei, für elektrische Geräte/Kamera- und Natel-Akkus reichte es jedoch nicht aus, da waren wir auf externe Stromversorgung angewiesen.

Wir wollten unser Ziel heute schnell erreichen, da Mäthu sich immer noch schlecht fühlte. Also fuhren wir bald los Richtung Sesriem. Eigentlich war heute wieder campen angesagt, aber wir entschieden unterwegs, auf gut Glück bei der Sossusvlei Lodge nach einem Zimmer zu fragen, damit Mäthu sich auskurieren konnte. Wir hatten ursprünglich geplant, da zu übernachten, jedoch war die Lodge bei der Anfrage einige Monate zuvor ausgebucht. Doch siehe da, jetzt hatte man ein Zimmer für uns frei und so konnte ich den Nachmittag lesend auf der Terrasse eines schönen Zelthäuschens mit wunderbarem Blick in die Weite verbringen 😎 , während mein Göttergatte schlafend und Tee trinkend den restlichen Tag im Bett verbrachte. Auch wenn der Appetit bei ihm nicht überbordend war, konnten wir später trotzdem ein schönes Nachtessen im Restaurant geniessen.

Unterwegs nach Sesriem
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Unser Zelthäuschen in der ersten Reihe...
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...und die Aussicht
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Teil 1416. Jan. 2015
Sonntag, 23. November 2014
Sesriem – Rostock Ritz Desert Lodge


Da wir gestern infolge Mäthus schlechtem Zustand leider nicht mehr zu den Dünen konnten, wartete heute ein etwas stressiges Programm auf uns. Schliesslich mussten wir um 10 Uhr auschecken und danach noch zur Rostock Ritz Lodge weiterfahren. Doch die Dünen einfach streichen, das kam für uns nicht in Frage. Also tranken wir nur kurz einen Tee und standen um Punkt 6 Uhr vor dem Gate. Zu unserer Überraschung war die Strasse geteert und die 60 km-Fahrt zu den Dünen dadurch sehr schnell und angenehm. Beim Parkplatz stiegen wir auf den Shuttle-Bus um – wir hatten keine Zeit, im Sand stecken zu bleiben. 😄 Beim Deadvlei stiegen wir aus und liefen die 1.1 km durch den Sand bis zur berühmten Pfanne mit den toten Bäumen. Wir waren beinahe alleine und liessen die faszinierende Landschaft auf uns einwirken. Das Wetter war traumhaft schön und wir konnten tolle Bilder schiessen. Es war überraschend kühl, aber bei Hitze wäre es für Mäthu wohl nicht zu machen gewesen. Er hatte immer noch Fieber. Einen Dünenaufstieg liessen wir aus diesem Grund bleiben. Schade. 😐 Der Shuttle-Bus wäre noch weiter gefahren bis zum Sossusvlei, aber wir mussten zurück, weil die Zeit knapp wurde. So haben wir leider verpasst, was dort zu sehen gewesen wäre… (Hat vielleicht jemand ein Foto zur Hand? 🤪 )
Um 9.45 Uhr bekamen wir sogar noch ein Frühstück (obwohl es offiziell nur bis 9.30 Uhr serviert wird) und pünktlich um 10 Uhr gaben wir den Schlüssel ab. Uff… 😗
Wir fuhren zur Tankstelle in der Nähe, um Proviant für die Strecke zu kaufen und parkierten dort neben einem „Zwilling“ unseres Fahrzeugs. Ich sprach die dazugehörigen Fahrer auf Englisch an und fragte, ob sie auch Probleme mit dem Öffnen der Hintertüre haben (Koffer einladen mit klemmender Türe ist fast genau so lustig wie nächtliche Toilettengänge 😠 ). Das Paar – es waren schon wieder Schweizer - erzählte uns, dass dies schon ihr drittes Fahrzeug auf dieser Reise sei. Bei den vorherigen (identischen) Modellen sei jedesmal etwas kaputt gegangen und so waren sie wohl ziemlich krisenerprobt (leider haben wir nicht nach ihrem Anbieter gefragt). Zusammen und mit viel Kraftaufwand konnten wir die Türe wieder öffnen. Sie funktionierte von da an mehr oder weniger zuverlässig.
Die Fahrt erwähne ich nicht weiter – Mäthu hatte Fieber und mir war plötzlich schlecht. 🤢 Wir waren beide sehr froh, als wir endlich am Ziel – unserem letzten Zwischenstopp vor der Küste - ankamen. Die Rostock Ritz Lodge liegt auf einer Anhöhe bei den Rotstock-Bergen und bietet einen Campingplatz sowie tolle Steiniglu-Chalets. Diese sahen so toll aus, dass wir schon wieder den Campingplatz gegen ein weiches Bett tauschten. 🤪 Und wir bereuten es nicht! Vom kleinen Terrässli aus sah man weit über die Ebene und ein Wasserloch lag in Sichtweite. Die Lodge beherbergt ebenfalls einige gerettete Erdmännchen, die als Haustiere gehalten wurden und nun wieder auf ein Leben in Freiheit vorbereitet werden. Wir durften bei der Fütterung zuschauen. Später unternahmen wir eine kurze Wanderung auf den Hausberg, um danach mit einem kühlen Rock Shandy den wunderbaren Sonnenuntergang zu geniessen, inkl. spannender Unterhaltung mit Kellner Frans und der Managerin. In gemütlicher Atmosphäre genossen wir später das Abendessen im schönen Restaurant, welches im „Rundbau-Stil“ gebaut wurde.

Impressionen von den roten Dünen
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Unterwegs zu Rostock Ritz Lodge
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Wer wohnt denn da? 😮
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Kleiner Wegelagerer
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Die tollen Iglu-Chalets
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Teil 1519. Jan. 2015
Hallo miteinander, leider reicht es heute nicht für mehr Text, dafür gibt es noch ein paar ergänzende Fotos...
Liebe Grüsse, Karin


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Aussicht
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ach ja, einen tollen Pool gibt es da auch! 😎
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Teil 1626. Jan. 2015
Huuuch, ich bin in Verzug! 😮 Hier endlich die Fortsetzung unseres Reiseberichts!

Montag, 24. November 2014
Rostock Ritz – Walvis Bay


Von unserem kleinen Privatbalkon beobachteten wir bereits vor 6 Uhr morgens das tierische Treiben am Wasserloch. Eine Herde Zebras hatte es in Beschlag genommen und tollte herum. Aber auch Schakale und Springböcke waren da. Ein leckeres Morgenbuffet erwartete uns im gemütlichen Lodge-Hauptgebäude. Nach dem Check-out liessen wir nochmals am herrlichen Pool die Seele baumeln. Wir konnten uns fast nicht von diesem wunderbaren Ort trennen. Vor der Abfahrt stärkten wir uns noch mit einem köstlichen Tomatensüppchen und beim Verabschieden von der sympathischen Crew liessen wir uns zu gern noch von der einen oder anderen Anekdote anderer Gäste aufhalten.
Die Fahrt führte über den Gaubpass, wo uns plötzlich eine Herde abgemagerter Pferde entgegen kam. Wir wissen nicht, ob sie wild waren oder jemandem gehörten; jedenfalls sahen die Tiere viel schlechter aus als diejenigen in Garub. Ich erinnerte mich, dass wir noch Karotten im Kühlschrank haben und wollte den Pferden einen kleinen Snack bieten. Sie waren jedoch so ängstlich, dass die Karotten überhaupt nicht von Interesse waren. Nun ja, Karotten in der Wüste sind nicht alltäglich und können schon beängstigend wirken. 😗 Wir durchquerten auch den imposanten Namib-Naukluftpark. Die Gesteinsformationen müssten ein Paradies sein für Geologen. Das Gebirge ist einige Millionen Jahre alt. Der letzte Teil der Fahrt bis zum Meer bot kaum mehr Höhepunkte, eine gefühlte Ewigkeit fuhren wir durch eine staubige, flache Einöde. Wir fuhren heute von knapp 1300m ü. M. bis runter an den Atlantik. Kurz vor dem Ziel tauchten wir in eine Nebelwand hinein, welche sich über ganz Walvis Bay erstreckte. Der Temperaturunterschied war markant. Wir übernachteten in der Oyster Box, einem Guesthouse mit perfekter Lage am Meer und schön modern ausgestatteten Zimmern. Nach einem Spaziergang an der Uferpromenade wo sich Pelikane und Flamingos aufhielten, hatten wir genug von der frischen Brise. Das Nachtessen im Guesthouse war wie erwartet unspektakulär (Snackkarte), wir hatten jedoch keine Lust mehr, nochmal rauszugehen um ein Restaurant zu suchen. Nebst den fast surreal tönenden Klicklauten der schwatzenden Angestellten war die Spannung und Vorfreude auf die morgige Kajaktour das Thema des Abends.

Die Zebras am Wasserloch
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Das Hauszebra bei den Rostock Ritz-Pferden
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Begegnung am Gaub-Pass
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Noch eine Begegnung (der freute sich über 'ne Karotte! 😄 )
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Pelikane an der Uferpromenade
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Oyster Box Guesthouse
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Teil 1728. Jan. 2015
...und weiter gehts! 🙂 Den heutigen Tag hat zur Abwechslung mein Göttergatte literarisch festgehalten. 😄

Dienstag, 25. November 2014
Walvis Bay –Swakopmund


Die heutige Kajaktour war ein besonderer Leckerbissen für mich. Nach einem üppigen Morgenessen, holte mich Jeanne (Guide) gleich am Guesthouse ab. Leider war Karin nicht so fit und kniff heute, was sie später sicherlich ein wenig bereute. Auch dabei war Anja, eine Namibierin, welche nun seit 10 Jahren in München arbeitet und ab und zu ihr Heimatland als Feriengast besucht. Die 4x4-Strecke führte uns zu riesigen Salinen zur Salzgewinnung. Wir beobachteten verschiedene Flamingokolonien, Säbelschnäbler, Pelikane und weitere Vögel, welche dem sehr fischreichen Gewässer beiwohnten. Entlang der Küste war ein ca. 3 Meter breiter, rot schimmernder Streifen erkennbar, die "Krillbank". Dank dem von der Antarktis herkommenden Benguelastrom ist das Gewässer an der fast ganzen Küste Namibias sehr planktonreich und zieht Fische, Säuger und Vögel aller Art an. Auf der sandigen Piste zum Pelican Point trafen wir auf drei Schakale und konnten bis auf 30 Meter an sie heran. Den Leuchtturm und deren umgebaute Lodge passierten wir ebenfalls. Der Leuchtturm stand einmal an der Spitze der vorgelagerten Landzunge. Nun ist er bereits über 2 km weiter hinten, da sich die Landzunge jährlich um 20 Meter verlängert.
Dann schlüpften wir in unsere Kajak-Utensilien und hüpften ins Kajak. Sogleich trafen wir auf drei Delfine, welche im seichten Wasser umher tummelten. Die Vögel kreisten in grossen Schwärmen ums uns herum. Am Strand sichteten wir Pinguine, Pelikane, Flamingos und Kormorane. An die beiden Robbenkolonien kamen wir ganz nah heran. Sie nehmen das schwimmende Kajak überhaupt nicht als Bedrohung war. Man konnte den "rülpsenden", ständig spielenden und umher hopsenden Seelöwen eine ganze Weile zuschauen ohne sich zu langweilen. Im Wasser sind diese Tiere sehr agil und plötzlich taucht einer vor dir auf. Man bemerkt es kaum. Als ein Auto von hinten an den Strand fuhr, war eine kollektive Flucht ins Meer vom Gros der Kolonie die Folge. Das war auch nicht ungefährlich, denn die ausgewachsenen Männchen kommen auf eine sehr stattliche Grösse und Gewicht, dem Vielfachen eines Menschen. Leider sahen wir keinen Mondfisch, welcher sich hier häufig zeigt. Im Winter zieht es mit den wärmeren Strömungen auch die grössten Meeresschildkröten (Lederschildkröte) hierher. Unser persönlicher Höhepunkt war dafür die knapp vor uns (2 m) aufspringenden Delfinen, welche Guide Jeanne sogar mit Ihrer wasserfesten Kamera erwischt hatte. Auf dem Rückweg sprachen wir noch gemeinsam einige spannende Themen über Namibia, Südafrika, Kontinent Afrika, Korruption, Bildung etc…
Zurück im Guesthouse war Karin schon bereits für die Weiterreise nach Swakopmund. Es war zur Abwechslung wieder einmal eine asphaltierte Strasse, aber spannende Strecke. Links das Meer, rechts waren die Sanddünen. Heute war es etwas wärmer als gestern bei der Ankunft in Walvis Bay. Unser Guesthouse in Swakopmund ( das "Swakopmund Guesthouse") war sehr schön. Unser Zimmer war ganz in weiss und blau eingerichtet. Wir machten einen Spaziergang rund um unser Viertel dieses ehemals deutschen Kolonialstädtchens, in dem man mit Deutsch fast überall durchkommt. Der „old jetty“ (Hafenpier) erzählt von einer grossen Geschichte. Nun ist er nur noch auf der einen Seite begehbar. Wir besuchten weitere Sehenswürdigkeiten wie u.a. den Leuchtturm und das Kriegerdenkmal mit der Erinnerung an die im Krieg umgekommen deutschen Staatsbürger. Als afrikanischer Einwohner hätte ich das Denkmal sicher schon längst entfernt... 😗
Für das Nachtessen besuchten wir das Kücki’s Restaurant. Für mich gabs köstlichen Fisch und Karin wurde eine vegetarische Pasta serviert. Leider konnte ich das Essen nur halbwegs geniessen, denn mich plagte immer noch das Fieber. Mein zum Fisch bestellter Pfefferminz-Tee zog schon einige fragende Blicke auf sich. 🤪


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Swakopmund
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Teil 1802. Feb. 2015
Wie ein paar von euch vielleicht schon festgestellt haben, ist einer von uns ein ziemlicher Reptilien-Fan... 😗

Mittwoch, 26. November 2014
Swakopmund


Ein leckeres Morgenbuffet erwartete uns im Swakopmund Guesthouse. Dann waren wir bereit für die „Living Desert Tour“ und unser Guide Douglas holte uns zeitig ab. Schnell kamen wir mit anderen Teilnehmern in Kontakt, besonders mit Jenny und Cyrill, einem deutsch/schweizerischen Paar aus der Region Zürich. Wir fuhren mit zwei wüstentauglichen Autos in Serie in die Sanddünen. Beim ersten Stop erklärte uns Douglas die Entstehung der Namib-Wüste und erteilte uns Theorieunterricht über die hier heimische Flora und Fauna. Obwohl wir lange stehen mussten, war es war sehr kurzweilig; Douglas erklärte das Thema sehr unterhaltsam und sorgte mit seinem Mix aus Englisch und einigen deutschen Wörtern immer wieder für ein Schmunzeln bei den Teilnehmern. „Nobody wants to eat dry muesli every day“: Dieser Satz – in Zusammenhang mit einem tierischen Wüstenbewohner – ist uns besonders in Erinnerung geblieben. Währenddessen uns Douglas in die Theorie einführte, war Adam auf der Suche nach Spuren der hier lebenden Tiere. Mit einer speziellen Grabtechnik und dem notwendigen Wissen buddelten die beiden für uns den „durchsichtigen“ Gecko raus, welchen wir fotografieren durften. Leider war in unserer Truppe ein deutsches Duo dabei, dass die Linse bis auf wenige Millimeter an das Tier heranstreckte, wiederholt dutzende Fotos schoss und so den Blick auf den Gecko für alle anderen versperrten. Nach einiger Zeit kam auch Mäthu dazu ein Fotos zu machen ohne fremden „Schädel“ drauf. 😈 Dass wir nicht die einzigen waren, die sich an den beiden störten, war kaum zu übersehen. Später sahen wir auch die „White Lady“, eine giftige, weisse Spinne, einen beinlosen Skink sowie eine pfeilschnelle kleine Sandechse, welche in knapp zwei Sekunden nach dem Loslassen wieder in den Sand eintauchte und verschwand. Dann fanden die Guides ein Namaqua-Chamäleon. Das Tier ist ein wahrer Zauberkünstler. Es wechselte drei Mal innert kürzester Zeit seine Hautfarbe (Busch, Hand, Sand). Douglas hatte ein paar „Zückerli“ in Form von Mehlwürmern dabei und legte diese in der Nähe des Chamäleons auf den Boden. Nun zog das Tier eine spannende Show ab. Zuerst rollte es mit seinen Augen 360° herum. Dann lieferte es den „Moonwalk“ ab und näherte sich stetig ein bisschen der Beute. Nur keine Hektik! 😄 Der „Moonwalk“ soll ein im Wind stehendes Grasbüschel imitieren um Feinde (Raubvögel) abzulenken. Nun der Höhepunkt - die ultraschnelle Zunge des Chamäleons schnellt hervor und die Beute hat keine Chance zu entkommen. Das geht so schnell, dass wir später kaum Fotos des Tieres mit der ausgestreckten Zunge auf dem Kameradisplay finden. 😵 Auch einen giftigen schwarzen Skorpion sahen wir noch. Dann wurde die Fahrt so richtig rasant und Douglas fuhr mit uns einige Dünen hoch und runter. Bei einem Halt mit Erfrischung inmitten der Dünenlandschaft konnten wir den Ausblick von den Dünen auf das im Hintergrund sichtbare Meer geniessen. Fazit: Die Namib-Wüste direkt entlang dem Atlantik ist ein einzigartiger Lebensraum, den es sonst nirgendwo sonst in dieser Form gibt. Die absolut empfehlenswerte Tour war nach ca. 5 Stunden fertig.

Mit Jenny und Cyrill verabredeten wir uns noch provisorisch zum Nachtessen. Am Nachmittag musste unser „Cruiser“ getankt und die Esswaren aufgestockt werden. Hinzu entschied sich Mäthu nun doch mal einen Arzt aufzusuchen. Die Chance auf einen deutsch sprechenden Arzt ist hier in Swakopmund wohl am grössten. 😉 Nach gut einer Stunde Arztsuchen waren wir beim dritten Versuch am richtigen Ort (im wöchentlichen Turnus hat ein Arzt "Touristendienst"), und Mäthu konnte sich in den Wartsaal setzen. Nach ein paar Stunden konnte ich ihn wieder abholen. Er bekam Antibiotika und Schmerzmittel. Da es Mäthu wieder schlechter ging (Fieber wieder 39°C), entschieden wir uns, im Guesthouse zu bleiben und beim Take-Away das Abendessen zu bestellen statt mit Jenny und Cyrill essen zu gehen. Da war noch die Story mit dem Kurier der Thaiküche, den die Nachtwache des Guesthouse nicht passieren lassen wollte. Als wir draussen ein lautes Gespräch hörten, konnten wir rasch alles regeln, der Wächter entschuldigte sich und wir konnten ein überraschend gutes Essen geniessen. 😄


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Teil 1905. Feb. 2015
Donnerstag, 27. November 2014
Swakopmund – Spitzkoppe


Heute sollte unsere Reise Richtung Spitzkoppe weitergehen. Da die zu fahrende Strecke nicht allzu lang ist, organisierte ich mir vor der Abreise spontan noch einen Ausritt bei Okakambe Stables. Ich trank kurz einen Tee und schnappte mir ein Brötchen für unterwegs und fuhr los. Ein komisches Gefühl, plötzlich allein im Auto zu sitzen. 😐 Ich fand den Stall aber auf Anhieb und so konnte das Abenteuer starten. Mir wurde „Costa“ zugeteilt, ein riesiges Pferd (im Vergleich zu meinem), mit dem ich zuerst noch den „Reit-Fähigkeitstest“ bestehen musste, da ich mit einer Fortgeschrittenen-Gruppe unterwegs war. Als ich beim Galoppieren nicht runterfiel, schien ich den Test bestanden zu haben. 😄 Wir ritten durch das trockene Swakop-Rivier und der Guide erklärte zwischendurch ein paar Details über die Wüste (wobei mir das meiste nun schon von der gestrigen Tour bekannt war). Vom Pferderücken aus wirkte die Wüste noch mal eindrücklicher. Nach dem Ritt musste ich schnell nach Swakopmund zurückfahren, weil wir pünktlich auschecken mussten. Mäthu liess mir Grüsse von Jenny + Cyrill ausrichten, die bereits abgereist waren. Während ich unterwegs war, hat Mäthu ausgeschlafen und danach mit ihnen zusammen gefrühstückt. Nach einer kurzen Dusche ging die Reise weiter. Auf der Hauptstrasse Richtung Windhoek ging es zügig voran und wir erreichten bald die Spitzkoppe. An der dortigen Reception kam uns ein zahmes Erdmännchen entgegen und wir stellten fest, dass nur ein Teil des Gebiets für uns zugänglich war, weil gerade Dreharbeiten für einen Film im Gange waren. Schade. 🙁
Als wir uns an einem wunderschönen, einsamen Plätzchen eingerichtet hatten, kochten wir unser Abendessen und Mäthu fühlte sich erstmals seit Langem nicht mehr so krank. Beim anschliessenden Sundowner-Walk sahen wir einen Hasen und etliche Perlhühner und entdeckten Gräber direkt neben unserem Nachtlager. Es kamen aber keine Geister über Nacht… 🤩


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der wunderschöner Platz
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der "Winker" bin ich 😄
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ob da ein Leopard rumschleicht? 😐
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Teil 2010. Feb. 2015
So liebe Afrika-Freunde, der Winter hat seinen Tribut gezollt und ich sitze mit einer Stirnhöhlenentzündung zuhause fest. 😠 Dafür geht es jetzt endlich weiter mit unserem Reisebericht! 😉

Freitag, 28. November 2014
Spitzkoppe – Mowani Mountain Camp


Der Baum, unter dem wir unser Nachtlager aufgeschlagen hatten, war über Nacht erblüht und so wurden wir vom Summen eines Bienenschwarms geweckt. Der Baum duftete intensiv. Mangels Strom gab es wieder nur Müesli zum Frühstück, beobachtet von vielen Dassies. Trotz kaum vorhandener Infrastruktur (es gab an unserem Platz einzig ein Trockenklo), wären wir hier gerne noch etwas länger verweilt, die Landschaft ist einfach atemberaubend schön! Wir packten unsere Sachen und fuhren – wo wir durften – noch ein bisschen um die Spitzkoppe herum. Danach folgten 230 km auf Wellblech-Pisten. Es schüttelte uns so richtig durch und wir hatten etwas Angst um unseren Crüüser. Leider merkten wir erst gegen Schluss, dass es viel weniger schlimm ist, wenn man einfach mit Tempo darüberbrettert. Bis dahin waren wir mit ca. 40 km/h über die Piste geruckelt, und da uns kein einziges Auto begegnete, hatten wir keine Vergleichsmöglichkeit für das „richtige“ Tempo. Dies änderte sich auf den letzten 60 km Richtung Twyfelfontein, da überholten uns plötzlich einige Wagen im Affenzahn. Zuerst ärgerten wir uns, aber dann merkten wir, dass ein Trick dahinter steckt. 🤪

In Uis machten wir vorher noch einen Einkaufsstop, wir brauchten neues Brot, da unser Toast angegraut war. Vor dem Laden verdiente ein Mann sein Geld damit, Autos von Kunden zu „bewachen“. Nun ja, zu bewachen gab es wohl nicht viel, aber wir finden, besser Geld für eine Leistung abgeben, als einfach so zu verschenken. Später machten wir Halt an einem Stand am Strassenrand, wo Herero-Frauen Souvenirs verkauften. Wir kauften der netten und gesprächigen Dame in traditioneller Tracht ein Leo-Kissen ab (reine Vorsichtsmassnahme, falls wir keinen zu Gesicht bekommen sollten 😏 ) und baten sie um ein Foto. Honey, so der Name der Frau, willigte ein, und gab uns ihre Adresse, damit wir ihr die Fotos auch schicken können (dies habe ich in den letzten Tagen auch getan, ich hoffe, es hängt bald eine winterliche Postkarte aus Bern an ihrem Stand! 😎 ).
Dann erreichten wir das Mowani Mountain Camp. Es gibt auch hier wieder keinen Strom 😈 , ansonsten gibt es aber gar nichts zu meckern: Wunderschöne, riesige Plätze (wir konnten uns kaum entscheiden), jedem seine privaten und sehr hübschen „Ablutions“, fliessendes Wasser und sogar eine kleine Outdoor-Kitchen sowie natürlich die Natur rundherum. Alle Plätze boten eine fantastische Sicht über das Tal. Wir konnten beobachten, wie eine Horde Paviane auf den Nachbarfelshügel „zügelte“. Wir teilten uns den Platz mit vielen neugierigen Piepmätzen sowie unterschiedlichen Agamen, die bereitwillig für Fotos posierten. 😄 Mit den anwesenden Fliegen hätten wir den Platz lieber nicht geteilt, diese waren echt lästig und versuchten, in unsere Nasen, Augen und Ohren zu kriechen. Die Fliegen plagten uns jedoch nur gegen Abend, am nächsten Tag waren sie verschwunden. In der Nacht hörten wir Lärm draussen, konnten aber durch unser „Dachzeltnetz“ nichts erkennen. 😗


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auch ein schöner Rücken kann entzücken
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Unterwegs nach Uis
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Honey
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Unser Platz im Mowani Mountain Camp
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Die Felslandschaft hinter dem Platz im Abendlicht
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lekker Nachtessen 😄
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