Himba fotografieren

33 Antworten · 6'248 Aufrufe · gestartet 10. Dez. 2014 von klaramus
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Themenstarter47 Beiträge · seit 200810. Dez. 2014 · #1
Da ich meine Reise als Fotoreise ansehe, dürfen die Einheimischen auch nicht fehlen.
In Nordafrika oder Asien ist das kein Problem, da lässt man sich anquatschen und hat dann sozusagen ein paar Models, wird nach Hause eingeladen und erzählt was aus der eigenen Heimat, lobt Land und Leute, schimpft auf die Regierung, macht ein paar Späßchen mit den Kindern, gibt denen einen angemessenen Betrag und alle sind zufrieden. Oder übernachtet gleich bei den Leuten.
In Namibia ist das wohl anders. Ich habe leider nicht wochenlang Zeit, mich mit irgendwelchen Leuten vertraut zu machen. Was ich bisher erfahren habe, ist eine Tour zu irgendwelchen professionellen Himba-Dörfern, die machen dann irgendwelche Mätzchen und lassen sich von 50 Touries filmen.
Wahrscheinlich geht es auch nicht anders, aber gibt es irgendwelche Vorschläge für solche Touren, die weniger professionell sind und zu Himbas führen, die sich fotografieren lassen, aber nicht irgendwelche Tänze vorführen und das Finanzielle trotzdem geregelt ist? Es müssen auch nicht unbedingt Himbas sein, am liebsten freundliche fremde Menschen.
Gruß, K.
zuletzt bearbeitet 10. Dez. 2014
33,1k Beiträge · seit 200610. Dez. 2014 · #2
Hallo klaramaus,

ich sehe das "zooartige" v.a. bei den OvaHimba eher skeptisch. Aber Du findest einige Threads zu dem Thema - auch mit Angabe von OvaHimba-Dörfern die nicht so touristisch sind - über die Suche. Camp Aussicht bietet zum Beispiel solche Touren an.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
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1'155 Beiträge · seit 200610. Dez. 2014 · #3
Hallo Klaramus

Generell lassen sich Menschen in Afrika meist sehr gerne fotografieren. Die Strategie mit etwas Small Talk und rumalbern kommt gerade in Afrika immer sehr gut an.

Geld wird dann eigentlich nie erwartet. Bei den Himbas ist es speziell. Vor langer, langer Zeit war es noch sehr wenig touristisch dort oben. Hat immer etwas gedauert, bis man Vertrauen aufbauen konnte. Dann konnte man fotografieren. Ich habe das früher für Magazine gemacht. Solche Bilder wurden eben von den Redaktionen erwartet. Richtig gut gefühlt habe ich mich aber nie…

Es gibt neben den Himbas in Afrika mehr als genug „People“ Motive die Spass machen. Und wenn es unbedingt Himba sein müssen...vielleicht findest Du in abgelegenen Regionen noch Gemeinschaften, die noch nicht so vom Tourismus verdorben sind. Auf solche Gaffer-Touren mit Folklore Shows und daraus resultierenden Bilder, wo man Kinder und Erwachsene mit Sweets füttert und Geld zusteckt, würde ich persönlich verzichten..

lg tom
3'883 Beiträge · seit 201110. Dez. 2014 · #4
travelNAMIBIA schrieb:Hallo klaramaus,

ich sehe das "zooartige" v.a. bei den OvaHimba eher skeptisch. Aber Du findest einige Threads zu dem Thema - auch mit Angabe von OvaHimba-Dörfern die nicht so touristisch sind - über die Suche. Camp Aussicht bietet zum Beispiel solche Touren an.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Hallo Klaramaus,
wir verabscheuen ebenfalls die showartigen Besuche bei den Himbas und anderen Volksstämmen. Der unspektakuläre Besuch mit Marius Steiner von Camp Aussicht in einem Himbadorf war in dieser Hinsicht eine wohltuende Ausnahme. Einzelheiten kannst du in unserer Gruftytour vom 10. September nachlesen.

LG freshy
Reiseberichte und Videos Video:Bootsafari auf dem Kwando 2018 Forum(2016): Südafrika & KTP Forum(2013): Zwei Gruftys in Botswana Forum(2013): Fünf Tage in Johannesburg Web:Namibia & Botswana 2017 Video:Sani Pass 2015 Web:Südafrika & Lesotho 2015 Web:Auf Pad im südl. Afrika 2014 Video:Elefanten im Senyati Safari Camp 2013 Web:Namibia 2011
335 Beiträge · seit 201410. Dez. 2014 · #5
Hallo klaramus
Im Oktober 14 haben wir mit Marius vom Camp Aussicht eine Tour zu den Himbas gemacht. Die Menschen liessen sich gerne fotografieren. Sie wollten sich aber im Display sehen. Wegen der Tänze: marius meinte, wir sollten 100 Namibia Dollar geben. Nach ca 15 min hatten wir genug gesehen. Die Frauen würden aber bis am Abend weitertanzen. Für sie sei es ein Fest (und ein Wettkampf, welche Frau besser tanzt und länger durchhält.)
Gruss
Grosi
1'483 Beiträge · seit 200910. Dez. 2014 · #6
Hallo Klaramus,
selbst wenn man eine Führung touristischer Art mitmacht, kann man zu authentischen Aufnahmen kommen, wenn man sich etwas abseits von der Gruppe den Menschen nähert und sie auch als solche behandelt. Das ist uns sogar auf dem damaligen Gelbingen gelungen, sehr zum Unwillen der Farmeigentümer übrigens. Die Ovahimba, die angeblich nicht fotografiert werden wollten, waren fast "süchtig" nach Aufnahmen, die sie auf dem Display anschauen wollten. Wir haben sie auch nie aufgefordert, bestimmte Posen einzunehmen. Wir wollten sie so "mitnehmen", wie sie gerade beschäftigt waren.
Dasselbe haben wir bei einer "Dorfbegehung" beim Filmhaus erlebt, die wir allerdings nur zu dritt ( weil Übernachtungsgäste) gemacht haben. Nicht das touristische Element, sondern die Menschen interessieren uns. Deshalb haben wir uns Zeit genommen. So erlebten wir Situationen , in denen ein Ovahimbaschulkind seiner Mutter das Heft zeigt und die Mutter darin lliest, und wir aufgefordert werden etwas ins Heft zu schreiben; oder wenn man sehen kann, wie das eben gekaufte Fleisich zubereitet wird.

Gruß Piscator
8 Beiträge · seit 201110. Dez. 2014 · #7
Hallo Klaramus

MEIN TIP BLEIB DAHOAM oder geh nach NORDAFRIKA.Sorry is halt so mit deiner Einstellung.
Themenstarter47 Beiträge · seit 200811. Dez. 2014 · #8
Schurli schrieb:Hallo Klaramus

MEIN TIP BLEIB DAHOAM oder geh nach NORDAFRIKA.Sorry is halt so mit deiner Einstellung.
Versehe ich nicht. Kann das jemand interpretieren oder übersetzen? Was meint er mit Einstellung?Bayrischer Humor?

Für die anderen Beiträge vielen Dank!
K.
zuletzt bearbeitet 11. Dez. 2014
319 Beiträge · seit 201211. Dez. 2014 · #9
klaramus schrieb:... macht ein paar Späßchen mit den Kindern, gibt denen einen angemessenen Betrag und alle sind zufrieden. Oder übernachtet gleich bei den Leuten.
In Namibia ist das wohl anders. Ich habe leider nicht wochenlang Zeit, mich mit irgendwelchen Leuten vertraut zu machen. .
Ich glaube genau hier liegt das Problem. Erst einmal muß man sich nicht wochenlang Zeit nehmen - aber natürlich, man braucht schon etwas Zeit. Und Geld fürs fotografieren ist meiner Ansicht nach genau der falsche Weg. Ich fotografiere prinzipiell keine Leute, die Geld von mir erwarten (fürs Übernachten sieht es teilweise anders aus - wobei das auch nicht der Regelfall ist). Viele Touristen wissen einfach nicht, von wieviel ein durchschnittlicher Mensch in den jeweiligen Ländern leben muß. Da gibt es einige Länder, wo eine Familie von 1 US-Dollar am Tag leben muß. Dann kommen Touristen, die Fotos machen wollen aber rechtzeitig zum Sundowner in der Lodge sein wollen, die machen Fotos und drücken dann Kindern etc. 1 oder 2 Dollar in die Hand.
Dann kommt das Kind mit soviel Geld nach Hause, wie der Vater verdient, wenn er den ganzen Tag auf dem Feld arbeitet. Die Folgen sind absehbar und ich sehe das auch immer mehr mit Besorgnis in Uganda.
Ich halte oft an und unterhalte mich mit den Menschen, erzähle aus meiner Heimat. habe Bilder dabei, die zeigen wie ich lebe etc. Es ergeben suich dann oft Möglichkeiten Bilder zu machen. Was ich dann immer mache, ist, daß ich den Leuten die Bilder zukommen lasse. Manchmal ist das sehr schwierig oder manchmal auch nicht möglich, da entweder keine Postanschrift (auch keine Kirche oder ähnliche Einrichtung, wo ich es hinschicken kann oder die Menschen sind Analphabeten).
Was ich auch oft mache, daß ich Wunden versorge etc. (z..B. Schnittwunden). Das hat mir bei den Himbas Tür und Tor geöffnet. Sie haben mich dann sogar Nachts mitgenommen, als sie bei Frauen böse Geister ausgetrieben haben. Die Atmosphäre war dann aber so faszinierend, daß ich sogar auf jedes Foto verzichtet habe, um nicht das Flair des Augenblicks durch ein Blitzlicht zu zerstören. Die Bilder haben sich aber tief in mein Gedächtnis eingebrannt - man muß nicht alles fotografieren.

toumtoum
Themenstarter47 Beiträge · seit 200811. Dez. 2014 · #10
Du schreibst mir natürlich aus der Seele. Du musst wissen, daß ich bisher ähnliche Länder zu Fuß, mit dem Fahrrad oder Mopped bereist habe und da ist man für die Leute interessant und anfaßbar. Und nachts am Lagerfeuer mit den Tourag im Hoggargebirge als Solofahrer blieb meine Kamera natürlich aussen vor.
Aber jetzt bin ich anders unterwegs nämlich mit einem dicken Geländewagen und unterscheide mich nicht von den anderen Touries und interessant ist an mir jetzt nur das Geld.
Du musst wissen, daß sozusagen alle Fotos von tollen Typen aus Indien, Nepal oder auch die Stangenfischer von Thailand bezahlt wurden! Das ist einfach deren Geschäftsmodell und das finde ich in Ordnung.
Gruß, K.
699 Beiträge · seit 201011. Dez. 2014 · #11
Ich habe schon mehrere Himbadörfer besucht und zwar immr mit guide und ohne Gruppe. Meist organisiert von den Epupafalls aus. Mit guide finde ich am besten, so kann man sich mit den Himbas verständigen und auch fragen, was und wo man fotografieren darf. Es waren nie andere Touris im Dorf, obwohl es sich dabei schon um Dörfer handelt, die häufig von Touristen besucht werden. Wir hatten immer viel Zeit zum fotografieren und für Gespräche. Außer auf der Lodge Gelbingen, das hat mir überhaupt nicht gefallen.
Grüße Giselbert
24 Beiträge · seit 201412. Dez. 2014 · #12
Hallo Klaramus,

Der Kontinent Afrika besticht natürlich vor allem durch seine Menschen. Auch ich liebe tolle Aufnahmen von ihnen und lege großes Augenmerk darauf. Bisher hatte ich diesbezüglich kaum ein Problem, ob Himba, Fulbe in West- und Zentralafrika, Pygmäeen im Regenwald, Tuareg in Nordafrika oder Tubu im Tschad. Wichtig ist , sich Zeit zu nehmen und einen zwischenmenschlichen Kontakt herzustellen. Dadurch wird ein gegenseitiges Interesse aufgebaut mit anschließendem Lächeln und Spaß. Dabei bleibt die Kamera ersteinmal im Auto!! Erst später geht's dann beiläufig zum Thema Foto.(als Abschlussgeschenk für den Reisenden) Das erste Foto auf dem Bildschirm rumgezeigt, bewirkt oft Wunder. Wenn eine Person Abneigung signalisiert, ist dieses unbedingt zu akzeptieren!! Auch wenn es noch so "juckt".
Geldzahlungen waren für mich stets tabu, dann verzichte ich lieber. Leider haben Reisende in der Vergangenheit in Touristengebieten diesbezüglich viel Unsinn angerichtet.

Mein Tip für "Himbafotografie": am Kunene entlang der D3700, Großraum um den Van Zyl's Pass und die Süd-Westecke in Angola.
Auf eigene Faust erkunden ohne Guide. Die Führen tausende immer an die gleichen Stellen.

Gruß Olaf
2'664 Beiträge · seit 201213. Dez. 2014 · #13
Leider kann ich es mir nicht ganz verkneifen, daß mich ein leichtes Zucken in den Mundwinkeln überkommt über manche Aussagen, wie toll man mit den Himba im Koakoland kommuniziert habe oder es tut, denn ich muß mich fragen, mit welcher Geheimsprache diese Kommunikation stattfindet.
Der durchnittliche Himbamann, noch mehr die Frauen, sprechen nur Herero, manchmal etwas Damara dazu.
Vereinzelt sprechen einige Ältere einige Worte Afrikaans, einige Jüngere an Campingplätzen etwas Namlish.
In den Wohndörfern nur Herero.
Da frage ich mich manchmal, wie so eine Kommunikation und der Austausch von Weisheiten statt findet, über die so manche Besucher recht laut tönen. In Denglisch? Oder über den Monologkanal?
Könnte mich da jemand aufklären?

Klar, wenn die Frauen eine Kamera sehen, dafür haben sie zwei Worte auswendig gelernt: Ten Dollar oder Twenty Dollar.
Das haben sie schon mitbekommen, daß die Europäer gerne nackte Busen fotografieren. Die Männer will am liebsten keiner fotografieren, wobei gerade sie stolze Menschen und eigentlich viel interessanter sind mit ihrer traditionellen oder auch moderneren Wickelkleidung. Nur fehlen ihnen leider die nackten Brüste.
zuletzt bearbeitet 13. Dez. 2014
1'155 Beiträge · seit 200613. Dez. 2014 · #14
Swakop1952 schrieb:

Die Männer will am liebsten keiner fotografieren, wobei gerade sie stolze Menschen und eigentlich viel interessanter sind mit ihrer traditionellen oder auch moderneren Wickelkleidung. Nur fehlen ihnen leider die nackten Brüste.

Die Brüste bei Himbafrauen sind dank der Schwerkraft, ab einem gewissen Alter ja nicht mehr allzu fotogen 😉

Man(n) kann ja auch den Bildausschnitt so wählen, dass es gar keine Diskussionen gibt. Wichtig finde ich -wie Swakop schreibt- den Stolz und die Ausstrahlung dieser Menschen einzufangen... aber das braucht halt etwas Zeit...


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2'060 Beiträge · seit 201313. Dez. 2014 · #15
Tomcat schrieb:
Man(n) kann ja auch den Bildausschnitt so wählen, dass es gar keine Diskussionen gibt. Wichtig finde ich -wie Swakop schreibt- den Stolz und die Ausstrahlung dieser Menschen einzufangen... aber das braucht halt etwas Zeit...
Wunderschöne Bilder - vielen Dank fürs Zeigen!

Wir wollen nächstes Jahr mit Marius Steiner die Himba besuchen und hoffen darauf, über ihn als Dolmetsch einen gewissen Kontakt herstellen zu können.

Fertigen denn die Himba keinen Schmuck oder andere Gegenstände zum Verkaufen? Ich fand das in einem Buschmanndorf im Erongo für mich ok: Eintritt zahlen, das alte Leben gezeigt bekommen, fotografieren dürfen, etwas abkaufen. So weit ich weiß, bringt M. Steiner bei seinen Besuchen Mehl o. ä. mit, was man dann sicher als Tourist zahlend übernehmen kann, das fände ich auch gut.

Ebenso kaufe ich gern einem Straßenhändler gravierte Palmnüsse ab - wenn ich welche als Souvenirs brauche - würde aber nicht einem Bettler Geld zustecken. Für mich muss eine Gegenleistung dabei sein.
Liebe Grüße von Gabriele ----------------------------------------------- Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
zuletzt bearbeitet 13. Dez. 2014
335 Beiträge · seit 201413. Dez. 2014 · #16
Bei der Fuhrung unter Marius verkauften die Himbas viele Sachen. Neuerdings auch ihr durch Generationen vererbte Schmuckstücke, Tabackdosen aus Hörnern etc. Marius hat selbst schon viel Schmuck aufgekauft. Schade, dass viel nach China verscherbelt wird. So geht viel Identität verloren.
1'155 Beiträge · seit 200613. Dez. 2014 · #17
Berg-Eule schrieb:

Fertigen denn die Himba keinen Schmuck oder andere Gegenstände zum Verkaufen?

.
Hallo Gabriele

Die haben schon Schmuck und oft geht dieser über Generationen weiter. Manchmal kommt es leider vor, dass Himbas diesen Schmuck zum Verkauf anbieten... 🙁


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2'060 Beiträge · seit 201313. Dez. 2014 · #18
Hallo Grosi, das ist natürlich einerseits schade, dass sie ihre traditionellen Stücke weggeben. Ich freue mich jedoch darauf, authentische Dinge kaufen zu können. Letztes Jahr hatte ich nämlich auf den Holzmärkten teilweise das Gefühl, die Tiere etc. kämen aus China, da standen teilweise 20-30 Stück, die total gleich aussahen - war mir suspekt!
Liebe Grüße von Gabriele ----------------------------------------------- Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
2'060 Beiträge · seit 201313. Dez. 2014 · #19
Danke, Tomcat, wie schon gesagt, es ist sehr schade, dass sie solche Sachen weggeben. Aber ich würde schon gern Dinge kaufen, die die Leute vor Ort gefertigt haben und nicht irgendwoher importiert - das dürfte bei den Himba noch der Fall sein.

P. S.: Mit Schmuck meinte ich eigentlich nicht deren eigenen traditionellen Schmuck, sondern solchen, wie ihn die Buschmänner z. B. aus Straußeneischalen für die Touristen herstellen.
Liebe Grüße von Gabriele ----------------------------------------------- Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
zuletzt bearbeitet 13. Dez. 2014
24 Beiträge · seit 201413. Dez. 2014 · #20
Ja Swakop1952 da stimme ich Dir zu. Das große Problem ist die Kommunikation mit Worten. Je abgelegener die Gegend, desto
schwieriger oder unmöglicher wird es. In manchen afrikanischen Ländern gibt es bis zu 40 Sprachen und Dialekte. Oft wünschte ich mir eine Unterhaltung führen zu können. Dem Gegenüber geht es aber auch nicht anders. Da bleibt leider nur der oberflächliche Austausch über Gesten,Körpersprache und Augen. Aber auch so kommen angenehme Begegnungen zu stande.
Ein Beispiel dieses Jahr in Namibia: Wir sind zufällig auf ein Himbadorf getroffen in dem gerade ein Fest mit Tanz stattfand.
Wir hielten an und schauten von einiger Entfernung zu. Ein Himbamann (er sei Lehrer ?) sprach uns auf englisch an und lud uns ein
zu zuschauen. Später kamen wir sagar den Tanzaufforderungen nach. Es wurde gemeinsam viel gelacht und alle hatten Spaß.
Fotoaufnahmen waren kein Problem, eine insgesamt für mich beeindruckende Begegnung. Übrigens fotografiere ich ebenso gerne
Männer wie Frauen. Trotzdem sind es deutlich mehr Frauen. Warum?, weil die Frau in Afrika das Alltagsleben bestimmt, die meisten Arbeiten durchführt und die Familie organisiert. Zudem legt sie wesentlich mehr Wert auf Pflege, traditionelle Kleidung und Schmuck.
Man trifft sie mit den Kindern, am Brunnen, auf den Märkten und bei der Arbeit. Die Männer hingegegen sieht man am meisten unter
Bäumen lunger mit glasigen Augen, in Trainingshosen mit zerlotterten Fussball T-Shirts. Natürlich gibt es Ausnahmen, aber so habe ich es bis erlebt und empfunden.

TOMCAT Deine gezeigten Bilder von den Himbas sind absolut Klasse mit sehr viel Ausdruck, danke dafür!

Gruß Olaf