leofantThemenstarter754 Beiträge · seit 201030. Nov. 2014 · #1
Liebe Fomis,
vor ein paar Tagen sind wir (= meine Frau Ruth und ich) wieder aus Botswana zurück gekehrt. Wir haben das große Glück, uns zweimal pro Jahr im südlichen Afrika aufhalten zu können. Während wir im April / Mai verschiedene Orte bereisen, besuchen wir im November / Dezember Freunde in Kasane (am Chobe River) und bleiben deshalb fast ausschließlich in der Garden Lodge.
In dieser Zeit bin ich entweder mit dem Boot auf dem Chobe oder mit dem Safarifahrzeug an der Riverfront unterwegs, um wilde Tiere zu beobachten. Für meine Frau ist es ein richtiger Entspannungsurlaub, deshalb begleitet sie mich (uns) nicht unbedingt jeden Tag, sondern relaxt am Pool, macht mit Freundin Gabi Besorgungen oder beschäftigt sich anderweitig. Morgens und nachmittags ist außerdem Gassi gehen mit Gabis Hundemeute angesagt, wobei das Gassi gehen eine sehr spannende Angelegenheit sein kann. Dort (am Airport Kasane) kann man die unterschiedlichsten Tiere antreffen, von Elefanten, Büffel, Sables (alle selbst gesehen) bis zu Leoparden und Löwen (die Spuren ebenfalls selbst gesehen) ist ein Großteil der Tierwelt vertreten und so muss man immer wachsam sein und auch die Hunde müssen selbstverständlich aufs Wort hören, damit man bei Gefahr sofort den Rückzug antreten kann.
Mein normaler Tagesablauf war wie folgt: 05:45 Wecken. 06:10 eine Tasse Kaffee, dann mit dem Auto den Hügel hoch um zu Gabi zu fahren. 06:30 Gassi gehen. Ca. 07:15 wieder zurück in der Garden Lodge zum Frühstück. Um 08:00 oder 08:30 Besuch des Parks. Ca. 12:00 wieder zurück. 13:00 Lunch. 15:00 Teatime, 15:30 Besuch des Parks. Gegen 18:45 oder 19:00 zurück in der Lodge, Sundowner. 19:30 Dinner, dann etwas plaudern mit den Gästen und ab ins Bett.
Die Abwechslung: Hin und wieder ein Early-Morning-Gamedrive (bzw. Boatcruise) gegen 06:00 oder 06:30 oder abends mal zum Dinner ins Old House (ist ja gleich nebenan) oder zum Inder.
Wenn ich mich im Park aufhalte, dann tue ich das allerdings nicht allein, sondern ich begleite die Gäste der Garden Lodge. In seltenen Fällen sind keine Gäste da, dann kann ich mit den Guides Innocent bzw. John ganz alleine den Park unsicher machen, das ist natürlich ein ganz besonderes Vergnügen 🤩
Da wir auf einer Hochzeit eingeladen waren sind wir dieses Mal etwas früher als sonst nach Kasane geflogen, nämlich bereits Anfang November. Wir kamen ziemlich genau zu Beginn der Regenzeit an. Am ersten Tag war alles ziemlich trocken, die Bäume und Büsche waren noch kahl und man konnte die Tiere recht gut entdecken. Innerhalb der ersten 8 Tage erlebten wir drei richtig heftige Gewitterstürme mit länger anhaltendem Regen, zwei davon nachmittags auf dem Boot. Es war interessant zu sehen, wie sich der eigentlich ruhige Chobe River innerhalb von Minuten verwandeln und an eine stürmische See erinnern kann. Wind und Regen waren so heftig, dass wir trotz Regenponchos bis auf die Unterwäsche nass wurden. Ich musste ziemlich um mein Fotoequipment zittern, aber am Ende hat doch alles überlebt.
Die Chobe Riverfront ist eigentlich ein Ort, an dem man garantier Elefanten zu sehen bekommt. Nach dem zweiten großen Regen blieben sie aber tatsächlich aus, kein einziger Eli wurde zwei Tage lang gesichtet. Die Wasserlöcher im Busch waren wohl gut gefüllt und die Elefanten hatten keinen Grund, den langen Weg von ihren Weidegründen bis zum Fluss auf sich zu nehmen. Von Mitte bis Ende unseres Aufenthalts stoppte der Regen, die Sonne brannte unerbittlich vom Himmel und zwang die Tiere bei Temperaturen bis 36 Grad am Nachmittag wieder ans Flussufer, um zu trinken. Dann konnte man ohne Probleme zweihundert bis dreihundert Elis innerhalb eines Vormittags bewundern.
Wir waren fasziniert, wie sich der am Anfang trockene Busch in den zweieinhalb Wochen unserer Anwesenheit verwandelte und mit seinen vielfältigen Grüntönen einen schönen Kontrast zum roten oder weißen Sand der Riverfront bildete.
Am Anfang der Regenzeit werden auch viele Tierkinder geboren, besonders die Impalas sind da sehr aktiv. Innerhalb kürzester Zeit war die Riverfront mit vielen kleinen Antilopen bevölkert, die noch relativ unsicher durch die Gegend „staksten“.
Verglichen mit der Hauptsaison waren zwar weniger Besucher da, aber am Nachmittag war der Chobe immer noch von vielen Booten bevölkert und es wurde öfter ziemlich laut. Glücklicherweise hatten wir öfter die Gelegenheit, am früher Morgen mit dem Boot rauszufahren, da sah man – außer vielleicht zwei, drei andere Boote – keine Menschenseele und man hatte wirklich das Gefühl, der Fluss gehört einem allein.
Meine „Bilderbogen“ ist kein wirklicher Reisebericht, sondern soll einfach nur ein paar Eindrücke von der Landschaft und von den wilden Tieren geben, die wir gesehen haben. Wen es interessiert: Ich habe hauptsächlich mit einer Nikon D7100 geknipst. Mein bevorzugtes Objektiv war das 70-200er 2.8, ich mag es wirklich sehr. Leider ist die Brennweite in den wenigsten Fällen wirklich ausreichend, deshalb arbeite ich mit einem Nikon 2fach Konverter. Ich habe dann also eine Brennweite von max. 400 mm, allerdings zahle ich einen hohen Preis, weil die Lichtstärke stark eingeschränkt wird (5.6) und auch die Schärfe nicht mehr überzeugen kann. Als Ersatzkamera habe ich eine Lumix FZ 150. Hin und wieder experimentiere ich noch mit einem Polfilter.
Wenn mir Geschichten zu einigen Bildern einfallen, werde ich zwischendurch noch ein paar Kommentare schreiben. Ich wünsche (hoffentlich) viel Spaß beim Chobe-Riverfront-Kaleidoskop !
Viele Grüße Walter
Unsere Basis: Die Garden Lodge
Am Sedudu Gate mit Guide Innocent
Auf dem Boot mit Guide John
Auf Fotojagd
Blick auf den Chobe
Büffel im Sedudu Valley
Großer Eli-Treff
Chobe River
Chobe River
Chobe am Morgen
Chobe River
Chobe am Abend
Die Chobe Game Lodge stellt in einer Presseaktion ihr neues Elektroboot und Elektro-Safarifahrzeug vor
NamiBilly444 Beiträge · seit 201130. Nov. 2014 · #2
Hallo Walter, danke für den Bericht und die wunderschönen Bilder! Insbesondere die Regenaufnahmen sind wunderbar. Wir waren Ende September am selben Orte - ohne diese spektakulären Regenbilder. Gruß Wilfried
leofantThemenstarter754 Beiträge · seit 201002. Dez. 2014 · #6
In dieser Folge gibt es Giraffen und Kudus zu sehen. Speziell Giraffen waren sehr schwierig aufzuspüren. Das änderte sich erst gegen Ende unseres Aufenthaltes, da sah man sie auch mal (in der Ferne) am Flussufer.
leofantThemenstarter754 Beiträge · seit 201004. Dez. 2014 · #7
Heute kommen wir zu den Hippos. Ehrlich gesagt: Ich möchte nicht als Hippo an der Chobe Riverfront aufwachsen. Am Vormittag ist es ja noch relativ gemütlich, aber am Nachmittag, wenn die zahlreichen Boote ausschwärmen, ist Schluss mit lustig.
Für mich war ein Hippokampf auf dem Land neu. Am Anfang wurde ein Bulle vom anderen verfolgt. In dieser Phase konnte man gut sehen, wie schnell diese scheinbar schwerfälligen Tiere rennen können.
Ein Hippopaar während eines Liebesstündchens beobachten zu können war ebenfalls neu für mich. Mir scheint, der Hippomann macht einen wirklich entspannten Eindruck, bei seiner "Geliebten" bin ich mir da nicht so sicher. Scheinbar muss sie sich schon anstrengen, um genügend Luft zu bekommen 😗
leofantThemenstarter754 Beiträge · seit 201006. Dez. 2014 · #8
In der heutige Folge stelle ich ein Paar Bilder von Impalas ein.
Ich hatte ja schon geschrieben, dass es am Anfang der Regenzeit zahlreichen Nachwuchs gibt, das war auch dieses Mal wieder so. Allerdings hatten wir erstmal Glück, die Geburt eines Impalakindes zu beobachten. Wir waren absolut gefangen von dieser Situation. Während der Geburt bewegte sich das Kleine überhaupt nicht, deshalb dachten wir schon, es wäre eine Totgeburt. Aber sobald es komplett in unsere Welt katapultiert war und die Mutter begann, es trocken zu lecken, fing es an zu zappeln. Wir waren heilfroh und klatschten (aber nicht zu laut) Beifall. Die Mutter achtete extrem darauf, sämtliche verräterische Spuren sofort zu beseitigen, damit kein Raubtier den Geruch von Blut etc aufnehmen konnte. So wurde auch die Nabelschnur direkt nach der Geburt abgebissen und aufgegessen.
Obwohl die Bilder nicht besonders scharf sind zeige ich zwei davon. Die Impalamutter war natürlich nicht dumm und wählte einen Platz, der zwar nahe an der Pad, aber trotzdem einigermaßen sichtgeschützt war. Ich hätte die Möglichkeit gehabt, mich von einer anderen Seite zu nähern, um vielleicht bessere Bilder zu machen. Ich war auch hin- und hergerissen, diese Möglichkeit zu nutzen. Schlussendlich habe ich mich aber nicht getraut. Ich hatte zu große Angst, vielleicht die Mutter zu stören und zu verscheuchen.
leofantThemenstarter754 Beiträge · seit 201007. Dez. 2014 · #11
@ Bele und Annick
Danke für Eure Kommentare 🙂 Ja, Bele, im Prinzip möchte ich auch kein Hippo sein, da kann ich Deine Meinung verstehen. Dann vielleicht doch lieber ein Fisheagle, der über den Dingen schwebt 😄 Annick sieht sich gerne Bilder von Hippos an, das kann ich durchaus nachvollziehen, denn manchmal sehen sie sogar richtig lieb aus !
Meine Frau wiederum zeigt eine eher zurückhaltende Begeisterung, wenn sie Hippos sieht. Und das nur, weil wir in den letzten Jahren zweimal in das Visier von schlechtgelaunten Bullen gerieten, die uns unbedingt rammen wollten 😗
Für Annick habe ich in meiner Speicherplatte gekramt und das hier gefunden:
leofantThemenstarter754 Beiträge · seit 201007. Dez. 2014 · #12
Liebe Fomis,
Heute sind Lechwe, Pukus und Wasserböcke dran. Während sich die Lechwe fast ausschließlich auf Sedudu Island (das ist die Insel, die von den zwei Hauptkanälen des Chobe umschlossen wird) aufhalten, haben wir die Pukus in der Nähe des Ufers gefunden. Pukus sind eine endemische Art und kommen in Botswana – soweit ich informiert bin – nur an der Chobe Riverfront vor. Die Wasserböcke haben uns ein richtiges Schauspiel geboten. Die Gruppe auf meinen Bildern war auf einer kleinen Insel und wollte einen schmalen Kanal durchqueren, um sich einer größeren Herde anzuschließen. Sie liefen am Ufer hin und her, zunächst traute sich keiner, ins Wasser zu springen. Irgendwann fasste sich ein Wasserbock ein Herz und durchquerte im Höchsttempo den Kanal. Die anderen schauten fasziniert zu, trauten sich aber immer noch nicht. Die Gruppe wich vom Ufer zurück, um sich doch wieder dem Wasser zu nähern. Dann fing ein Wasserbock an, den anderen Richtung Wasser zu schieben. Es sah wirklich lustig aus, so nach dem Motto: Geh´du zuerst! Nein du! Nein du! Wir warteten bestimmt zwanzig Minuten, dann wurde es leider dunkel und wir mussten den Park verlassen. Wir wissen also nicht, ob die restlichen Wasserböcke sich auf die Mutprobe eingelassen haben.
leofantThemenstarter754 Beiträge · seit 201008. Dez. 2014 · #13
Liebe Fomis,
in der heutigen Folge geht es um Raubtiere. Bis auf Löwen – die sahen wir im Schnitt jeden dritten Tag – waren die Sichtungen eher spärlich. Die Hyäne trafen wir am frühen Morgen im Sedudu Valley, sie war aber nicht wirklich kontaktfreudig und verzog sich sofort. Der Schakal bemerkte uns nicht gleich. Am Anfang stand er an einer Wasserlache und sprang merkwürdig in der Gegend herum. Guide Innocent erklärte uns, dass er wohl auf Termitenjagd war. Am Vortag gab es heftige Regenfälle und deshalb schlüpften unzählige Termiten, ein Festschmaus - auch für Schakale, Paviane und andere.. Unsere einzige Leopardensichtung hatten wir ami frühen Abend. Zunächst sahen wir nur zwei Boote am Ufer, also entschlossen wir uns, mal nachzusehen warum die dort „parkten“. Erst war die Katze nur sehr schwer im dichten Busch auszumachen. Irgendwann entschloss sie sich, auf einen Streifzug durchs Revier zu gehen. Das war schön für uns. So konnten wir sie ein ganzes Stück am Ufer begleiten, bevor sie sich wieder in den Busch zurückzog. Wir hatten sogar eine Wildhund – Sichtung, aber die Hunde waren für vernünftige Fotos viel zu weit entfernt. Da bin ich aus der Vergangenheit doch schon etwas verwöhnt und habe deshalb darauf verzichtet, Fotos zu machen.
Hyäne im Sedudu Valley (1)
Hyäne im Sedudu Valley (2)
Schakal auf Termitenjagd
Auf Revierinspektion (1)
Auf Revierinspektion (2)
Einige von Euch werden vielleicht die Löwenmama kennen, die auf einem Auge blind ist. Das blinde Auge scheint sie aber nicht extrem zu beeinträchtigen, denn sie kann immerhin Junge aufziehen und ich denke mal, sie kann auch noch selber jagen. Wir haben letztes Jahr beobachtet, wie sie sich an eine Impalagruppe heranschlich. Leider wurde die Jagd damals durch laute Touristen vereitelt. Inzwischen hat sie sich noch eine schwere Infektion am Hals zugezogen, ich hoffe, sie übersteht auch diese Blessur.
Einmal fuhren wir langsam am Ufer des Chobe entlang. In einiger Entfernung entdeckten wir ungefähr fünfzig Büffel. Seltsamerweise waren sie nicht verstreut um zu grasen, sondern alle standen bzw. lagen dicht zusammengedrängt. Das machte uns neugierig. Als wir die Herde erreichten, sahen wir den Grund. Einige Löwen lagen im Schatten eines Busches und ließen die Büffel nicht aus den Augen. Inmitten der Herde befanden sich nämlich zwei Kälber. Die Büffel wiederum hatten eine Art „Wagenburg“ gebildet und fixierten die Löwen. Dieses Geduldspiel dauerte eine halbe Stunde, dann beschlossen die Büffel, noch weiter weg zu den Flussauen zu wandern. Die Löwen zogen sich daraufhin tiefer in die Büsche zurück.
Am frühen Abend tuckerten wir gemütlich mit dem Boot Richtung Stretchpoint. Kurz davor sahen wir vier Boote am Ufer liegen. Also musste dort etwas interessantes sein! Wir konnten eine Löwin entdecken, die nicht weit vom Ufer entfernt Position bezogen hatte und wohl auf ein unaufmerksames Tier wartete. Als wir uns näherten, überholte uns ein Boot des Botswana Wildlife Service. Sofort legten zwei Boote vom Ufer ab und verließen den Platz. Zunächst war ich überrascht, dann erkannte ich die namibischen Kennzeichen an den Booten. Die dürfen zwar auf dem Chobe kreuzen, aber nicht am botswanischen Ufer anlegen, deshalb „flüchteten“ sie so rasch wie möglich. Wir wendeten uns wieder der Löwin zu, aber leider gab es bis zum Anbruch der Dunkelheit keine aufregende Szene und wir mussten ja rechtzeitig den Park wieder verlassen. Wie bereits geschrieben: Löwen sahen wir zwar öfter, aber meistens waren sie etwas weiter entfernt, oder sie lagen schlafend im Gebüsch, deshalb konnte ich nicht wirklich viele Bilder machen.
Champagner8'672 Beiträge · seit 201008. Dez. 2014 · #14
leofant schrieb:
Einige von Euch werden vielleicht die Löwenmama kennen, die auf einem Auge blind ist. Das blinde Auge scheint sie aber nicht extrem zu beeinträchtigen, denn sie kann immerhin Junge aufziehen und ich denke mal, sie kann auch noch selber jagen.
Viele Grüße Walter
Mensch Walter - da hast du mir jetzt aber eine große Freude gemacht - das ist ja "meine" Löwenmama mit ihren drei Kleinen, die ich Anfang September gesehen habe 😘 😘 😘 ! Ganz schön groß geworden die drei..... 🙂
Die sich im Wasser spiegelnde Hyäne finde ich aber auch seeehr schön!
Darf ich mal fragen von wann bis wann Du am Chobe warst?
leofantThemenstarter754 Beiträge · seit 201009. Dez. 2014 · #16
@ Bele Bele, stimmt! Du warst ja letztens erst vor Ort, die Familie ist Dir ja vertraut. ich muss bei Deinem Kommentar grinsen! Das klingt so, als hätte man die Kinder von Verwandten oder Freunden länger nicht gesehen: Mensch, bist Du aber groß geworden ! Ich kenne Dich schon, da warst Du noch sooooo klein 😉
@ Tani ja, natürlich kannst Du fragen. Wir sind am 05.11. los geflogen und am 26.11. wieder in Frankfurt gelandet. Heute vor zwei Wochen um diese Uhrzeit war ich noch auf dem Early Morning Boatcruise und habe Vögel und Elis fotografiert (seufz) 😕
leofantThemenstarter754 Beiträge · seit 201009. Dez. 2014 · #17
zu den heutigen Bildern gibt es eigentlich nichts zu kommentieren. Wir sind bei den Hörnchen, Mangusten und Warzenschweinen gelandet. Ich weiß, ich weiß, das ist eine sehr spezielle Zusammenstellung, aber damit verabschiede ich mich erst einmal von den Säugetieren.
Am Freitag geht es weiter mit den Reptilien (Crocs, Warane, Schlangen, Schildkröten)
Ich war vom 7.-9.11. ebenfalls am Chobe und zwar im Old House. Du hattest echt schöne Tiersichtungen am Chobe. Wir hatten leider nicht so das Glück. Am Chobe selber war kein einziger Elefant! Einmal hatten wir Löwen gesehen, aber weit entfernt.
leofantThemenstarter754 Beiträge · seit 201012. Dez. 2014 · #19
Hi Tani,
ja, dieses Jahr ist es dumm gelaufen mit den Elis, das tut mir wirklich leid für Euch 🙁 Wir waren ja knapp drei Wochen vor Ort, damit waren unsere Chancen auf Raubtiere, Elis und Co natürlich ungleich größer. Aber ich hoffe, Ihr seid auf dem Rest der Reise entschädigt worden. viele Grüße Walter
leofantThemenstarter754 Beiträge · seit 201012. Dez. 2014 · #20
Liebe Fomis,
heute gibt es ein paar Bilder von Reptilien. Diesmal kam es mir so vor, als wäre der Bestand an Krokodilen größer geworden, aber natürlich kann ich mich täuschen. Jedenfalls konnten wir sie überall in allen Größenklassen sichten, egal ob an Land oder im Wasser. Ich habe das Gefühl, auch die Crocs haben einen individuellen Charakter. Während uns die einen (per Boot) ganz nah herankommen ließen, flüchteten die anderen schon bei relativ großem Abstand ins Wasser. Die Faustregel hieß allerdings: je größer das Croc, desto weniger ängstlich hat es sich verhalten.
Schwimmende Schlangen sahen wir bisher noch nicht, also war das auch eine Premiere. Während die grüne Schlange vor uns flüchtete, suchte die dunkle Schlange unsere Nähe und schwamm unserem Boot hinterher. Wir haben trotzdem darauf verzichtet, sie an Bord zu lassen 😗 Die Schlange in der Baumhöhle ist laut Aussage von Guide John eine junge Black Mamba. John entdeckte sie, während wir beide alleine im Park unterwegs waren. Eigentlich war nur ein Teil des Schlangenkörpers in ca. 2,50 m Höhe zu sehen. Wir stoppten und warteten. Plötzlich sprang eine Baumratte (?) von oben auf den Boden. Sie flüchtete aber nicht, sondern kletterte todesmutig wieder hinauf Richtung Mamba. John nahm an, die Schlange war in die Höhle eingedrungen und machte sich wohl über die jungen Ratten her. Mama Ratte kletterte auf die uns abgewandte Seite und wir konnten deshalb nicht sehen, was genau sie im Sinn hatte. Ungefähr 10 Minuten später tauchte der Schlangenkopf auf und ich konnte ein paar Bilder schießen. Das war Fotografenglück ! 🤩
Auch die Warane waren sehr zahlreich unterwegs, ich vermute, zu Beginn der Regenzeit gibt es besonders viele Eier und Insekten. Das Warane Dung Beetles zum Fressen gerne haben, das wusste ich schon von einer früheren Reise, der auf dem Bild hat es wieder bestätigt.
Das Bild der kleineren Schildkröte ist zwar nicht scharf, ich habe es aber trotzdem eingestellt. Der Grund: Erst beim Sichten der Fotos sah ich, dass sich an jedem Bein zahlreiche Ameisen herumtrieben. Ob das eine Symbiose darstellt oder einfach nur blöd für die Schildkröte war, das kann ich leider nicht beurteilen.