corradoThemenstarter25 Beiträge · seit 201309. Nov. 2014 · #1hallo liebe foris,
wir wollen nachstes jahr im oktober nach botswana, im rahmen einer laengeren afrika reise. wir sind zu zweit mit einem hilux mit dachzelt unterwegs. wir haben keinen zeitdruck und auch kein festes ziel. gerne wuerden wir entweder vor ort ein last minute schnaeppchen in einer lodge machen, oder im laufe einiger tage von maun nach kasane mit uebernachtung auf campsites fahren.
wenn ich nichts vorbuche, um zeitlich einfach flexibel zu sein, mache ich dann ein langes gesicht und fahre unverrichteter dinge wieder fort oder habe ich eine realistische chance, moremi und chobe zu sehen, wenn auch schlimmstenfalls nur auf tagestouren?
ich mag mich ungern jetzt schon festlegen, wann genau ich auf welcher campsite bin, wenn ich insgesamt 3 monate zeit im suedlichen afrika verbringe.
wenn ich allerdings schon nach borswana fahre und dann nix sehe, weil absolut alles ausgebucht, dann aergere ich mich schwarz....
was tun?
Tomcat1'155 Beiträge · seit 200609. Nov. 2014 · #2corrado schrieb:
ich mag mich ungern jetzt schon festlegen, wann genau ich auf welcher campsite bin, wenn ich insgesamt 3 monate zeit im suedlichen afrika verbringe.
wenn ich allerdings schon nach borswana fahre und dann nix sehe, weil absolut alles ausgebucht, dann aergere ich mich schwarz....
was tun?
Hallo Corrado
Vielleicht fährst Du ja besser gleich nach Zimbabwe um dem ganzen Rummel und auch den Mondpreisen in Okavango zu entgehen. Im Moremi bezahlst du so viel ich weiss 150 U$ für ein Camp und du hast keinerlei "Privacy".
Wenn du etwas flexibel bist bekommst du in Zimbabwe zB. Mana Pools ein exklusives Buschcamp für diesen Preis, oder sogar noch viel günstiger, je nach Verhandlungsgeschick.
Moremi und Chobe finde ich landschaftlich eher sehr durchschnittlich. Einmal die Riverfront am Chobe und ein Tag den Kwai hin und her fahren, dann hast du es eigentlich gesehen. Dazu musst du nicht in den Parks übernachten. Das geht gut ausserhalb in den Community Camps..
In Zimbabwe bist du weit weg von diesem Turi Rummel im Okavango und wenn du soviel Zeit hast würde ich noch Zambia und Mozambique ins Auge fassen..
lg tom
freshy3'883 Beiträge · seit 201109. Nov. 2014 · #3Hallo Corrado,
falls du dich für eine Tour durch das Moremi Game Reserve und den Chobe NP bis Kasane entscheidest, kommst du um eine rechtzeitige Buchung nicht herum. Warte nicht zu lange, sonst sind die Camps ausgebucht. Es ist zwar teuer, und wenn du selbst buchst, musst du vorauszahlen, was erhebliche Nebenkosten verursacht, aber ich möchte diese Tour nicht missen.
LG freshy
Jambotessy2'610 Beiträge · seit 200709. Nov. 2014 · #4Hallo corrado,
von wo aus startest du denn? Kannst du den Moremi denn nicht an den Anfang legen, so dass du anschließend ohne weitere Buchungen fahren kannst? Den Chobe kannst du wirklich von Kasane aus befahren, wenn du nichts mehr bekommst.
Schreib doch mal, wie du dir deine Tour so vorstellst.
Liebe Grüße
Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise.
(Sprichwort der Ovambo)
1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
corradoThemenstarter25 Beiträge · seit 201309. Nov. 2014 · #5danke fuer die antworten.
tom, auch eine idee nach zimbabwe und mosambique auszuweichen, allerdings wollen wir diesmal doch nach botswana. wobei die preise echt erschrecken.
jambotessy, wir starten die tour in joburg, von da erst mal in den krueger, da wir da noch mit freunden zusammen reisen. ab 24.9. gehts von phaloborwa los, erst den krueger hoch, von da ueber tuli block, francistown, nata nach kasane und tagestrip zu den falls (3 wochen)
dann kasane durch chobe und moremi nach maun (1 woche)
den panhandle hoch bis zu den popa falls (1 woche)
weiter in namibia bis zu den brandbergen, sesriem, windhoek (4 wochen)
entweder von windhoek heim oder den wagen noch nach joburg fahren und von dort heim.
das sind ca. 8-9 wochen, vorher waren wir mit den freunden schon 3 wochen in suedafrika unterwegs.
gebucht ist bisher der hinflug am 27.8. und das auto ab 24.9. , ende noch offen, aber spaetestens mitte dezember wieder heim.
das ist der plan 🙂
wie gesagt, mir gehts hier erst mal um die camps im moremi und chobe, denn die muss ich ja wohl, wenn wir sie tatsaechlich vorbuchen, jetzt auch schon buchen..... der rest wird weitestgehend vor ort gebucht. meist so 2-3 tage im voraus, damit sind wir auf der letzten suedafrika und namibia tour gut gefahren.
lg, corrado
Swakop19522'664 Beiträge · seit 201209. Nov. 2014 · #6Wenn Du außerhalb südafrikanischer und europäischer Ferienzeiten fährst bekommst Du immer Platz.
Ich habe z.B. im April nach Ostern und im Mai, meiner bevorzugten Reisezeit, noch nie vorgebucht und immer Platz bekommen, wobei ich am Tage der Einfahrt entweder das Buchungsbüro in Kasane bzw. Maun aufgesucht habe.
Wir ist es egal ob ich am Flußufer mir den Platz mit Krokodilen oder Flußpferden teile und mir den Lärm besoffener Russengruppen (Savuti) anhören muß, oder einfach weiter hinten von Büschen umgeben mehr Ruhe habe. Aber es ist für manche unerhört wichtig, einen Panoramablick während des Schlafes in Dunkelheit zu genießen.
Harkim11 Beiträge · seit 201409. Nov. 2014 · #7Hallo corrado,
wir waren dieses Jahr im September/Oktober 3 Wochen in SA/Botswana unterwegs und hatten bis auf die letzte Nacht im Marakele nicht einen Campingplatz vorgebucht.
Für Moremi / Chobe sind wir bei unserer Ankunft in Maun zur SKL Office gefahren und haben mit Sydney (einem supernetten Angestellten) die nächsten 5 Nächte geplant.
Dabei heraus kam: 1x South Gate
1x Magothlo (das Büro ist direkt nebenan)
3x Savuti
Wir waren damit sehr zufrieden und hatten wunderschöne Erlebnisse!!
Natürlich muss man etwas Glück haben und darf mit dem Angebotenen nicht wählerisch sein...aber die Third Bridge und Xakanakxa-Region sparen wir uns jetzt einfach für das nächste Mal auf 😉
Die 3 Stunden Bürohopping in Maun haben wir gerne in Kauf genommen!!!
Viel Spaß Euch.
GUGuido.Gast09. Nov. 2014 · #8Hallo,
Tomcat schrieb:Dazu musst du nicht in den Parks übernachten. Das geht gut ausserhalb in den Community Camps..
Das mit den günstigeren Community Camps außerhalb stimmt bestenfalls noch selektiv. Kazikini hat dieses Jahr 32 USD/ Person aufgerufen. Warmes Wasser in den Duschen gab es nicht. Alle Klospülungen waren defekt. Zumindest unser Platz hatte keine Grillstelle (Grillgestell lag mit abgebrochenem Bein und einer Menge Müll im Gebüsch). Mankwe war zwar billiger, aber ansonsten auch nicht besser. Nichts funktioniert da. Das einzige woran dort gedacht wurde: Es sind überall Umschläge deponiert, in denen man doch bitte das Trinkgeld hinterlassen soll.
Ansonsten kann ich nur zustimmen: Lieber nach Zimbabwe. Als Walk-By-Clients haben wir im Hwange Nwgeshla und andere exklusive Campsite wieder für 25 USD/Person bekommen und das ist dann wirklich exklusives Camping. Ebenso im Gonarezhou, wo wir neben der Campsite den gesamten Park südlich und östlich des Runde für uns allein hatten.
@corrado: Wenn Du flexibel bist und keine Welt zusammen bricht, falls Du die Wunschcampsite nicht bekommst, dann wird schon irgendwas gehen. Wenn im Chobe (Savuti/Linyanti) nichts geht, kannst Du immer noch von Mankwe bis Mwandi View durch den Chobe fahren. Wenn es trocken ist ca. 6 Stunden Fahrzeit und 4-5 Stunden könntest Du dann bei Tieren im Chobe vertrödeln. Auch Linyanti lässt sich zur Not von Mwandi aus besuchen. Ca. 2-3 Stunden pro Strecke. Du bist dann natürlich nicht zur besten Zeit bei Sonnenauf-/untergang da.
Beste Grüße
Guido
corradoThemenstarter25 Beiträge · seit 201309. Nov. 2014 · #9danke fuer eure meinungen und einschätzungen. das stimmt mich dann doch wieder zuversichtlicher, dass wir es einfach "darauf ankommen lassen". so ganz hab ich die hoffnung auch nicht aufgegeben, doch noch vor ort ein last minute schnäppchen für eine fly in lodge zu bekommen. wobei mir schon klar ist, dass alles unter 500 US$ ein schnäppchen ist 😕
wie sind denn die chancen, spontan und zufällig (zb am abend vorher an einschlägig bekannten bars :-)) jemanden zu finden, der mit einem die camp site teilt. so wie ich verstanden habe, sind die meisten camp sites eh für 2-3 fahrzeuge bzw. zelte ausgelegt? ist das üblich, oder winkt jeder dankend ab, da er nicht mit kreti und pleti den lagerplatz teilen möchte?
ganz lieben dank an alle foris, mir als botswana neuling hilft es sehr, mich durch viele der threads zu lesen. toll, das ihr alle eure erfahrungen mit neulingen teilt. 😘
lg, corrado
Tomcat1'155 Beiträge · seit 200609. Nov. 2014 · #10corrado schrieb:
wie sind denn die chancen, spontan und zufällig (zb am abend vorher an einschlägig bekannten bars :-)) jemanden zu finden, der mit einem die camp site teilt. so wie ich verstanden habe, sind die meisten camp sites eh für 2-3 fahrzeuge bzw. zelte ausgelegt? ist das üblich, oder winkt jeder dankend ab, da er nicht mit kreti und pleti den lagerplatz teilen möchte?
...schau... ich von meiner Seite fahre in den Busch weil ich meine Ruhe haben will. Mir ist ein Camp irgendwo in der Einsamkeit wichtiger als 1000 Elefanten pro Tag, mir reichen auch 10. Eine Buschnacht ohne dauerndes Türschlagen, lauten Reisegruppen oder Gruppendynamik auf einem geteilten Camp ist wunderbar. Du hörst nur dein knisterndes Lagerfeuer und den Sound der Wildnis. Viele Leute suchen diese Einsamkeit in Afrika und wollen kein Camp teilen !!!
Das erste Camp wo ich dieses exklusive Buschfeeling finde ist genau 4h von Johannesburg entfern..und statt Big5 gibt es halt nur Big4 oder3 dort aber "who cares"...dafür hast du Afrikafeeling.
lg tom
corradoThemenstarter25 Beiträge · seit 201309. Nov. 2014 · #11danke tom, ich interpretiere dies als "die chancen sind nahezu NULL"....
gut, dann muss ich mir darüber keine gedanken mehr machen.
irgendwie verknüpfe ich laue afrika nächte in der wildnis nicht mit lauten zivilisationsgeräuschen 🙂
hatte ich bisher auch nicht, kann es mir aber vorstellen in camps wie nossob im Kgaglagadi oder die großen camps im krüger park. daher war ich dort auch immer in den remote sites bzw. im krüger auf den wilderness trails.
lg, corrado
Harkim11 Beiträge · seit 201410. Nov. 2014 · #12Auf den meisten Campingplätzen bezahlt man eh pro Person, vor allem in den Nationalparks...von daher ist der Anreiz die Site zu teilen nicht wirklich groß!!
Und einschlägige Bars habe ich ebenfalls nicht gesehen...aber vielleicht auch nicht gesucht...