pero65Themenstarter221 Beiträge · seit 201404. Nov. 2014 · #1
Hallo zusammen,
wir planen für den kommenden Juli eine 3 1/2-wöchige Tour durch zentral- und Nord-Namibia mit Dachzelt-4wd. Waren schon häufiger in Australien - auch mit 4wd im Outback - aber noch nicht in Namibia. Wegen unsere 10jährigen Sohnes sind wir dabei auf die Sommerferien angewiesen.
Ich habe bislang etwas Bedenken wegen (Nacht-)Temperaturen bzw. Zustand der Campingplätze (meine bessere Hälfte ist etwas penibel 🙂 )
Daher die Frage, ob es in zentral- und insbesondere Nord-Namibia (einschlißlich) Caprivi tatsächlich nachts richtig kalt wird oder noch erträglich.
Und wie sieht es mit dem Zustand der Campingplätzen so im Allgemeinen aus (warme Duschen, Strom ...). Ist es vor allem erforderlich, in dieser Jahreszeit (Juli) Campingplätze regelmäßig vorzubuchen?
Würde mich freuen, wenn jemand aus eigener Erfahrund dazu berichten könnte.
Viele Grüße Peter
Giselbert699 Beiträge · seit 201004. Nov. 2014 · #2
Hallo Peter, willkommen hier im Forum.
Juli und August zählen zu den kältesten Monaten in Namibia. Es kann Frost geben. Lagerfeuer, warme Kleidung und einen wintertauglichen Schlafsack sind meiner Meinung nach ein Muss in dieser Zeit. Mir persönlich ist die Jahreszeit zum Camping zu kalt.
Der Juli ist Hauptsaison, somit solltest Du auf jeden Fall vorbuchen.
Die Campingplätze in Namibia haben in der Regel Strom und warme Duschen. Ausnahmen gibt es natürlich wie z.B. Camp Aussicht. Strom wirst Du dort keinen haben, zum Duschen mußt du dir mittels eines Ofens das Wasser selbst erhitzen. Gruß Giselbert
Jambotessy2'610 Beiträge · seit 200704. Nov. 2014 · #3
Hallo Peter,
willkommen im Forum!
Ich selbst war noch nie zu dieser kalten Jahreszeit in Namibia, kann mir allerdings vorstellen - und aus Berichten hier im Forum sehe ich mich bestätigt - dass es, je nördliche du fährst um so wärmer wird auch nachts. Wichtig sind wirklich warme Schlafsäcke, Fleecejacken und Hosen (für abends am Lagerfeuer).
Viele Campsites in Namibia haben Strom, bis auf ganz wenige Ausnahmen gibt es heiße Duschen. Hier im Forum gibt es jede Menge Reiseberichte über Reisen mit Kindern, lies dich doch mal durch. Da wirst du sehen, dass alle es überlebt haben 😉 .
Liebe Grüße und lasse dich nicht abschrecken von den Temperaturen (nachts) Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise.
(Sprichwort der Ovambo)
1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
falls es Dich beruhigt... im Caprivizipfel gibt es (eigentlich) kein Frost. Ansonsten gilt, was Giselbert geschrieben hat. V.a. an der Küste (Swakopmund) könnte ich mir vieles vorstellen - aber nicht Camping!
Viele Grüße aus Windhoek Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
pero65Themenstarter221 Beiträge · seit 201404. Nov. 2014 · #5
Hallo zusammen,
besten Dank für die flotten Reaktionen 😎
Das mit den Campingplätzen hört sich ja eigentlich ganz okay an.
Wegen der Temperaturen wollen wir halt bevorzugt in den Norden und uns ggfs. auch mal ein Zimmer nehmen. Längere reisen zu einer anderen Jahreszeit ist erst wieder in ca. 8 Jahren möglich - und so lange wollten wir eigentlich nicht warten.
Lieber Peter, in den Sommerferien 2010 waren wir mit zwei Enkeln (damals 13 und 11 J. alt) mit Dachzelten in Namibia unterwegs. Wg der zu befürchtenden niedrigen Temperaturen sind wir nicht an der Küste gewesen, sondern in den Norden gefahren. Wir waren gut ausgerüstet mit Skiunterwäsche, entsprechenden Schlafsäcken, Wollmützen etc. der pure Luxus waren elektrische Wärmeunterlagen, so dass wir abends in lekker warme Schlafsäcke kriechen konnten. Je nördlicher wir kamen (Camp Aussicht, Ruacana), desto angenehmer wurden die Temperaturen. Falls noch Fragen, gerne! Lb Gruß von Helga
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pero65Themenstarter221 Beiträge · seit 201404. Nov. 2014 · #7
Liebe Helga,
eigentlich würde ich gerne zunächst kurz nach Sossusvlei, dann Swakopmund (dort evtl. B & 😎 und dann Richtung Norden (vor allem Etoscha und Caprivi).
Hast Du evtl. eine Routen- bzw. Camping-Empfehlung?
Hallo Peter, wir waren mit unseren beiden Töchtern auch in den Sommerferien mit Dachzelt unterwegs. In unserem Reisebericht habe ich immer am Anfang des Tages die Morgentemperatur notiert.
Bei uns war von -3 bis +18 alles dabei. Die kältesten Temperaturen hatte es im zentralen Hochland um Windhoek und im Süden (KTP) Ist aber halb so schlimm. Wer abends zuerst friert geht schon mal ins Bett und morgens kann es zwar noch kalt sein aber sobald die Sonne aufgeht wird es schlagartig warm. Am Lagerfeuer 'ne Schippe Glut unter den Campingstuhl der Gattin verlängert den gemeinsamen Abend ungemein 😁 . Und zum Sonnenaufgang fotografieren empfehle ich dünne enge Handschuhe!
Die sanitären Verhältnisse auf den meisten privaten Campsites würde ich als luxuriös umschreiben. Oft hat jeder Stellplatz sein eigenes blitzsauberes Sanitärhäuschen, dass im Gegensatz zu den meisten europäischen auch noch richtig geschmackvoll und liebevoll gebaut ist. Oft mit Petroleumlampe ohne Strom. Siehe dazu ebenfalls einige Bilder in unserem Bericht.
freshy3'883 Beiträge · seit 201106. Nov. 2014 · #9
pero65 schrieb: Ich habe bislang etwas Bedenken wegen (Nacht-)Temperaturen bzw. Zustand der Campingplätze (meine bessere Hälfte ist etwas penibel 🙂 )
Daher die Frage, ob es in zentral- und insbesondere Nord-Namibia (einschlißlich) Caprivi tatsächlich nachts richtig kalt wird oder noch erträglich.
Und wie sieht es mit dem Zustand der Campingplätzen so im Allgemeinen aus (warme Duschen, Strom ...). Ist es vor allem erforderlich, in dieser Jahreszeit (Juli) Campingplätze regelmäßig vorzubuchen?
Hallo Peter, dass es nachts sehr kalt werden kann, haben dir schon andere geschrieben. Mit entsprechendem Schlafsack und Skiklamotten im Bett ist es aber erträglich. Duschen würde ich nur abends, da die Solarduschen morgens noch relativ frisches Wasser bieten. Die namibischen Campingplätze sind bis auf Ausnahmen besser ausgestattet als die australischen. Nach ca 25 000 km durch Oz habe ich Erfahrungswerte. Die namibischen Sanitäreinrichtungen sind in aller Regel sehr sauber und höchst kreativ gestaltet. Wie schon beschrieben, hast du häufig dein eigenes Badezimmer, und der nächste Nachbar befindet sich weit weg.
Was das Buchen angeht: So viele Plätze wie nötig (Sossusvlei, Etosha), so wenige wie möglich, um flexibel zu sein. Ein Anruf ein bis zwei Tage vorher ist bei manchen Plätzen mit wenigen Stellplätzen empfehlenswert, weil du vor der Dunkelheit den nächsten Platz vielleicht nicht mehr erreichst.