GawanThemenstarter116 Beiträge · seit 200909. Aug. 2014 · #1
Jambo, jambo bwana, habari gani, nzuri sana, wageni, mwakhari-bishwa, tanzania yatu, hakuna matata.
Diese Liedzeilen hörten wir oft und jedes Kind hier scheint sie zu kennen, sie wurden oft gesungen.
Eigentlich heisst es ja kwaherini (auf wiedersehen), denn ich sitze hier auf Zanzibar in der Abflughalle. Der Flug nach Dar hat 11/2 Std Verspätung. Von Dar soll es dann weiter gehen nach Zürich
Die Reise war ausserordentlich interessant, schön, abenteuerlich... das volle Programm.
Dies war unsere dritte Afrikareise. Bei jeder habe ich mich vorher auch hier im Forum informiert. Deshalb möchte ich etwas davon Berichten und auch oder v.a einige Bilder zeigen.
Leider habe ich keine Bilder auf dem smartphone, muss diese erst von der Kamera laden.
Bis bald
Daniel
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GawanThemenstarter116 Beiträge · seit 200909. Aug. 2014 · #2
Sorry, schaffe es nicht ein photo vom Smartphone richtig hochzuladem
p. s hat doch noch geklappt.
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GawanThemenstarter116 Beiträge · seit 200909. Aug. 2014 · #3
Sitzen immer noch am Gate. Nun schon 2h Verspätung. Keine Information, kein Angestellter lässt sich blicken. Ob wir es wohl auf den Anschlussflug schaffen werden ?
Verwaistes Gate
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ANNICK8'054 Beiträge · seit 200810. Aug. 2014 · #4
Hallo Daniel,
Da wir im Januar 2015 auch in der Gegend unterwegs sind, hoffe ich sehr dass Du uns ausfuehrlich ueber deine Reise berichtest! 🙂
GawanThemenstarter116 Beiträge · seit 200910. Aug. 2014 · #5
Es hat doch noch geklappt mit dem Rückflug.
Wir sind nach unserer dritten Selbstfahrerreise ( 2009 Namibia, 2012 im Caprivi/Botswana) wohlbehalten zu Hause eingetroffen. Nun möchte ich Euch gerne von unserer Tanzaniareise berichten. Wir waren wie früher zusammen mit einer befreundeten Familie unterwegs. Zwei vierköpfige Familien. Mit „Kindern“ 12, 14,15 und 19 Jahre.
Aufgrund Empfehlungen aus dem Namibia-Forum haben wir uns entschieden die Autos bei Tanzanian-Pioneers in Arusha zu mieten. Die Firma hat für uns auch alle Reservationen und Buchungen vorgenommen.
Die Reiseplanung war einfach und problemlos. Eine erste mögliche Reiseroute wurde von Daniel Staub von Tanzanian-Pioneers/Serengeti Select Safaris per e-mail vorgeschlagen und wir haben diese dann nach unseren Wünschen individuell angepasst. Alle von uns gewünschten Campsites und Lodges wurden dann vor Ort reserviert oder gebucht. Die Organisation der Reise war für uns so sehr einfach und der e-mail Verkehr verlief prompt und bequem. Während der Reise war alles perfekt reserviert, gebucht oder vorausbezahlt gewesen. Die Vermieter waren immer per Handy erreichbar (vorausgesetzt wir hatten selber Kontakt). Wir hatten diesbezüglich keinerlei Probleme während der Reise.
Die Flüge haben wir selbst gebucht übers Internet: (Swiss) Zürich - Nairobi, Anschluss (Precision Air) Nairobi –Kilimanjaro. Nach 14 Tage Safari verbrachten wir noch 4 herrliche Tage in einer gemieteten Villa auf Zanzibar: (Precision Air) Arusha – Zanzibar. Heimflug (Precision Air) Zanzibar-Dar es Salam mit Anschluss (Swiss) nach Zürich.
Wir haben zwei Landrover mit je zwei Dachzelten und Campingausrüstung für eine 14 tägige Safari gemietet. Die Mietkonditionen waren günstig: 1 US$/km wobei wir in den 14 Tagen etwa 1650 km gemacht haben. Die Campingausrüstung kam uns auf 315 US$ (3 Erw à 90 $, 1 Kind à 45 $). 100$ kostete die Full-Cover Versicherung, welche auch nötig war (später mehr). Die Preise waren sehr günstig im Vergleich. Wir haben unterwegs andere Selbstfahrer getroffen die bei Shaw-Safaris in Arusha buchten. Sie mussten 320$ pauschal/Tag bezahlen.
Die Campingausrüstung war neu oder neuwertig.
Unser Landi hatte 109‘000 Meilen auf dem Tacho und so ihre kleinen Zicken: Mit Sand verklebte Schlösser, die mal besser mal schlechter funktionierten, eigenwillige Lämpchen am Armaturenbrett die immer mal wieder unmotiviert aufleuchteten, wacklige Sicherungen, hartes Getriebe, einmal hatte sich auf hartem Wellblech gar die ganze Abdeckung des Armaturenbretts gelöst. Es ist von Vorteil wenn man selber etwas mit Schraubenzieher und anderem Werkzeug umgehen kann, denn man kommt aufgrund der Strassenverhältnisse gerne mal in Situationen wo eine kleinere Repaturen nötig wird. Andere Selbstfahrer mit den wir uns unterwegs unterhielten und woanders gebucht haben (zB. Shaw-Safari, Arusha) hatten ähnliche „Problemchen“ mit den Schlösseren oder andern Klapprigkeiten am Auto. Ein Pärchen aus den USA musste gar über einen Tag lang auf ein Ersatzauto warten, weil gleich zu Anfang ihrer Reise ein irreparabler Motorschaden auftrat. Wir hatten zum Glück keine solchen Probleme unsere Landis liefen immer wie am Schnürchen.
Wir hatten uns auch schnell an die Wagen gewöhnt, ihre Maken gehörten bald zur Reise und waren bald Teil des Buschfeelings, das man als Selbstfahrer ja schlöiesslicht sucht und weswegen man überhaupt eine solche Selbsfahrerreise macht: Abenteuer, Abenteuer und noch mehr Abenteuer ! Ab dem zweiten Safaritag konnte man sowieso nirgends mehr was anfassen ob am Auto, der Reisetasche, dem Zelt oder der Campingausrüstung ohne staubige Hände zu bekommen. Unsere Freunde hatten im Gegensatz zu uns sogar elektrische Fensterheben was besonders bei gelegentlichen Tsetsefliegenattacken oder Staubwolken entgegenkommender Autos v.a. für den Fahrer praktischer war als unser Modell mit wackliger Handkurbel. Mit 60 -70km/h auf dem Wellblech der südlichen Serengeti die Scheibe rechtzeitig hochkurbeln ohne dabei den wackligen Griff auszureissen und dann noch gleichzeitig die Spur zu halten während einem ein leerer Safarijeep (d.h. Driverguide ohne Gäste) mit über 90 Sachen entgegenbraust war nicht immer so einfach. Im Zweifelsfall musste man halt auch mal eine geballte Ladung Staub in der Fahrgastzelle aushalten können.
Nach dieser kurzen Einführung beginne ich nun mit dem eigentlichen Reisebericht. Wenn Fragen auftauchen einfach nachfragen.
Der Reiseverlauf:
Arusha NP - Lake Manyara NP - Lake Natron - Serengeti Nord/Süd (Kleinsgate bis Naabihillgate) – Ngorongoro -Tarangire NP – Arusha - Zanzibar
Tag 1 Zürich – Kilimanjaro – Arusha (Pamjoja Lodge) Wie immer reisen wir am Vortag mit der Bahn zum Flughafen um gemütlich einzuchecken und am nächsten morgen in Ruhe und ohne Hektik das Frühstück zu geniessen. Da wir diesmal automatisch eingecheckt wurden und die Boardkarten per mail erhielten (offenbar hatte ich bei der Flugbuchung ein entsprechendes Kästchen angeklickt) marschierten wir am Flughafen direkt zum Bag drop. Dort erkundigte ich mich ob wir unser Gepäck direkt nach Kilimanjaro Airport durchchecken können. Leider ging es nicht. Die Dame am Schalter meinte ihr Computer melde die Flugnummer des Anschlussflugs sei ungültig oder das Datum des Flugs sei nicht korrekt und fragte was wir nun tun möchten. „Das fängt ja gut an“ ging es mit durch den Kopf. Ich liess sie das Gepäck mal nur bis Nairobi einchecken und beschloss dann in Nairobi weiter zu sehen, da es mir zu Riskant erschien das Gepäck ohne gültige Flugnummer aufzugeben. Schon tauchte das nächste kleine Problem auf: Meine Frau hat mal wieder Übergepäck. Die Dame am Schalter fragt höflich ob wir lieber bezahlen oder umpacken wollen. Wir entscheiden uns umzupacken. Einige Wägegänge später - wir hatten die Waage der Businessklasse für uns in Beschlag genommen, gelang es uns unter belustigten Blicken aus der Passagiereschlange und einem leicht säuerlichen aus Richtung der Dame am Bag-drop Schalter schliesslich das Gewicht gleichmässig auf alle unsere 4 Reisetaschen zu verteilen.
Am nächsten morgen trafen wir unsere Freunde am Gate. Zu unserer Überraschung konnten sie am morgen ihr Gepäck problemlos bis noch Kilimanjaro durchchecken. Wahrscheinlich gab es bei uns am Vorabend ein 24h Limit. Wir haben 24 h vor dem Anschlussflug Nairobi-Kili in Zürich unser Gepäck aufgegeben.
In Nairobi angekommen, inzwischen war es schon dunkel, stiegen wir aus der Maschine aufs Rollfeld. Die Maschine flog anschliessend noch weiter bis Dar. Auf dem Flugfeld stand ein Mann und streckte ein handgemaltes Kartonschild in die Höhe mit der Aufschrift „Transit“. Den steurten wir an und schilderten unser Problem. Unsere Freunde wurden von ihm in den Transitbereich begleitet und ich musste mit meiner Tochter in Kenia einreisen (d.h. den ganzen Papierkrieg, inkl. Fingerabdrücke und ein Transitvisum für 20 US$ lösen). Viele Stempel später erreichte ich mit meiner Tochter endlich das Gepäckband. Von unserem Gepäck fehlte jedoch jede Spur. Dafür erblickten wir zwei der eigentlich durchgecheckten Taschen unserer Freunde auf dem Band. Ich war gerade am überlegen was nun wohl am am besten zu tun sei da taucht plötzlich der Kerl mit dem Transitschild auf und hält auf mich zu.
Überhaupt sind die Leute sehr hilfsbereit wobei die Grenze zwischen „hilfsbereit“ und „lästig“ fliessend ist. Sobald man aus dem Auto steigt oder sonst ohne einheimische Begleitung auftaucht ist man sogleich von Friends, Guides und anderen Dienstleistern umringt. Im Gegensatz zu den Massais (dazu später noch mehr) akzeptieren sie jedoch ein bestimmtes „Nein Danke“ problemlos und suchen versuchen ihr Glück dann anderswo.
Der "Transitmann" am Flughafen war mir allerdings nun wirklich eine echte Hilfe. Nach der üblichen Begrüssung: „Jambo, Jambo, How do you feel – na wie wohl ? - verlangte er meine Gepäckkleber, nahm sie auch gleich an sich und eh ich mich versah, war er auch schon im undurchsichtigen Gewusel der afrikanischen Ankunftshalle verschwunden. Auf dem Gepäckband kamen nun keine neunen Gepäckstücke mehr zum Vorschein, allein die zwei Taschen unserer Freunde drehten dort weiterhin einsam ihre Runden.
Erst nach einer ganzen Weile – in meinem Unterleib begann sich allmählich ein ungutes Gefühl zu melden tauchte der „Transitemann“ endlich aus der Menge auf. Vor sich stiess er ein Wägelchen mit unserem ganzen Gepäck drauf. Ich machte ihn nun auf das Gepäck unserer Freunde, welches weiterhin einsam im Raum umherkurvte aufmerksam. Er meinte er würde sich drum kümmern und verschwand abermals. Nach einer weile kamen die Taschen plötzlich nicht mehr aus der Öffnung des Gepäckbands, dafür tauchte mein „Freund“ breit lächeln wieder aus der Menge auf. Ich fasste nun etwas mehr vertrauen zum „Transitmann“ und mein schweres Gefühl in der Magengrube begann einem wohlig leichten Zufriedenheit zu weichen. Und tatsächlich. Der Transitmann lotste mich nun nicht nur erfolgreich zu Fuss kreuz und quer über die dunklen Strassen und den Verkehr des Flughafens sondern verhandelte für mich auch mit Zollbeamten, unzähligen Sicherheitsleuten unterwegs und hielt mir potentielle Gepäckträger, Friends und andere Dienstleister vom Leib.
So gelangten wir schliesslich zum Check-in Schalter für den Weiterflug nach Kilimanjaro. Beim Einchecken wollte eine sympatische junge Dame natürlich alle Pässe der Passagiere sehen. Um Visakosten zu sparen war ich jedoch mit nur mit meiner Tochter eingereist und hatte keine Ahnung wo sich meine Frau, mein Sohn und unsere Freunde im Moment aufhielten. Auch hier war uns der „Transitmann“ behilflich und wollte die fehlenden Pässe holen. Err hatte er die Rechnung aber nicht mit meiner Frau gemacht. Sie weigerte sich nämlich standhaft die Reisepässe einem fremden Mann einfach so auszuhändigen. Zum Glück war der Transitbereich ganz in der Nähe des Check-in Schalters wo ich warte, sodass ich ihr aus nach einigen Schritten aus der Ferne zuwinken konnte und sie die Pässe dann schliesslich aushändigte. Die ganze Aktion führte zur Belustigung der Angestellten um nicht sagen zu müssen sie kugelten sich alle vor Lachen über das verhalten der Wazungu (Weisse). Nach der üblichen Bürokratie (Fingerabdrücke, Auseiseformular) waren wir endlich wieder vereint. Nach dem ich dem Transitmann ein gutes Trinkgeld gab, genehmigte ich mir nun mein erstes wohlverdientes afrikanische Bier.
Der Flug war ereignislos, die Einreise in Tansania ebenso. Am Flughafeneingang wurden wir nur gefragt wie lange wir in Kenia waren. Die Antwort „Transit“ genügte, eine Gelbfieberimpfung wollte niemand sehen. Es folgte die übliche Bürokratie: Visum, Einreiseformular, Fingerabdrücke, viele Stempel etc.
Alles Gepäck war da und unser Abholservice (von Tanzanian-Pioneers organisiert) stand schon bereit. Nach einer Stunde Fahrt im Dunkeln vom int. Flughafen ins Hotel nach Arusha plumpsten wir um ca 1.30h müde in unsere Betten. Die Lodge war nicht gerade ein Hammer aber nur zum übernachten reichte es.
Vom ersten Tag hab ich keine Bilder. Hier eins von unterwegs aus Mto wa mbu.
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Topobär5'479 Beiträge · seit 200911. Aug. 2014 · #6
Das verspricht ja wieder ein sehr interessanter Reisebericht zu werden. Ich freue mich schon sehr auf Eure weiteren Erlebnisse.
KarstenB2'396 Beiträge · seit 201111. Aug. 2014 · #7
Hallo Daniel,
erst mal ein großes Danke, dass Du einen Bericht über Eure Reise schreibst. Da wir im Februar auch mit einem Auto von Tanzanian Pioneers unterwegs sein werden, interessieren uns eure Erlebnisse sehr. Du schreibst:
Die Lodge war nicht gerade ein Hammer aber nur zum übernachten reichte es.
Kannst Du uns mitteilen, um welche Lodge es sich handelt?
LG aus Bayreuth nach einem großartigen Lohengrin und einem mittelmäßigen Rheingold,
BEbeate1'450 Beiträge · seit 200612. Aug. 2014 · #8
Hallo Karsten,
einen Gruss von einer EX-Bayreutherin 😄 Leider habe ich es nie in die Festspiele geschafft (OK, auch nicht wirklich bemüht).
Wir waren 2012 auch mit einem Auto von Tanzanian Pioneers unterwegs. Und damals war die gesamte Organisation und Abwicklung dermassen gut, dass wir heuer (Nov. 2014) wieder bei denen gebucht haben.
GawanThemenstarter116 Beiträge · seit 200913. Aug. 2014 · #9
Tag 2: Arusha – Arusha NP
@Karsten: Wir schliefen in der Pamjoja- Lodge, sie hat uns nicht so gefallen. Für den Preis von 38 $/Person darf man natürlich auch nicht viel erwarten. Für den Preis war es ok.
Ich schlief etwas unruhig. Von Zeit zu Zeit wurde ich von bellenden Hunden geweckt und konnte jeweils nicht gleich wieder einschlafen wegen einem lauten Generator/Lüftungsgeräusch über uns auf dem Dach.
Am nächsten Morgen wurde ich bei Sonnenaufgang von den Affen geweckt, die auf dem Dach des Zimmer hin und her rannten. Es war noch ziemlich kalt als ich aus der Decke kroch. Unter der Dusche wollte ich mich wieder etwas aufwärmen, allerdings dauerte es eine ganze Weile bis es mir endlich gelang an den wackeligen Armaturen eine angenehme Temperatur einzustellen und der Duschstrahl rieselte nur spärlich. „Willkommen in Afrika !“ ging es mir durch den Kopf.
Frisch geduscht und rasiert begab ich mich nun zum Restaurant. Dort hatten die Angestellten schon das Frühstück bereitet und warteten erwartungsvoll auf uns Gäste. Von den übrigen Reisenden unserer Gruppe war noch niemand zu sehen. Ich beschloss deshalb mich auf eine Weckrunde zu begeben. Es dauerte noch eine ganze Weile bis endlich alle von uns auf den Beinen waren. Natürlich waren wir um 9.00 h noch nicht bereit als Nathan von Tanzanian-Pioneers uns zum vereinbarten Zeitpunkt abholen wollte. Er nahm es gelassen, setzte sich zu uns an den Frühstückstisch und beantwortete geduldig alle Fragen die nun von allen Seiten begannen auf ihn einzuprasseln.
Nach kurzer Fahrt erreichten wir das Quartier der Serengeti Select Safaris. Dieser Schriftzug zierte die Vordertüren unserer beiden Landi denn so hiess die Partnerfirma von Tanzanian Pioneers. Wir erfuhren auch dass Nathan, ein gebürtiger Amerikaner, schon seit ca 50 Jahren in Ostafrika lebt. ZU Serengeti Select Safari gehört auch die Tarangire Safari Lodge im Tarangire NP, welch von seinem Bruder geführt wird.
Es folgte eine ausgiebige Instruktion der Autos, des Materials sowie ein Crashkurs in Reifenwechsel, Reifenreparatur, Autoelektronik, Dieselfilteraustausch etc.
Schliesslich musste noch das ganze Gepäck verstaut werden, was in Anbetracht der an die Grenze des Übergepäcks gestossenden Reisetaschen nicht so ganz einfach war. Zum Glück bot uns Nathan an überschüssiges Gepäck in den Büroräumlichkeiten der Serengeti Select Safaris zu deponieren. Da wir im Anschluss an die Safari noch nach Zanzibar gingen blieben Strandschuhe, Taucherbrille aber auch Jeanshosen u.a. in Arusha.
Zuerst mussten wir Einkaufen und Bargeld besorgen. Ohne Bargeld geht nix. Wir konnten weder in den Läden noch an den Tankstellen mit Karten zahlen. Der Shopright existiert auch nicht mehr. Die südafrikanische Supermarktkette hat sich aus Tanzania zurückgezogen weil sie von ihren eigenen Angestellten dauernd betrogen wurde. Offenbar haben diese im Lager Spirituosen in leere 5 l Wasserflaschen abgefüllt und anschliessend ihren Verwanden im Laden als „Trinkweasser“ verkauft. Kein Wunder haben die Läden nicht rentiert.
Wir gingen deshalb in einen Laden namens Pick‘n Pay. Ich wartet draussen und passte auf die wagen auf. Beim Aufpassen kam ich sehr schnell mit einheimischen ins Gespräch (s.u.). Der Weg dorthin hat uns Nathan beschrieben. Leider wurde der Pick‘n Pay von Muslims betrieben d.h. es gab kein Alkohol. In Arusha gleich neben dem Clocktower fanden wir einen diesbezüglich gut sortierten Supermarkt in dem wir unseren Bier/Wein Vorrat erstanden sowie eine Flasche Gin und für die Damen einen Campari. Ganz in der Nähe liegt auch ein gute Metzgerei (Meat King). Dort haben wir 2 Kg Rindsfilet aus Kenia für nicht ganz 50‘000 TSH (25$) erstanden. Auch ein ATM der Barclays Bank gibst im Zentrum. Die ATM der Barclays Bank haben den Vorteil, dass sie am Maestro-Netz (EC-Bankkarte) angeschlossen sind. Man kann dort bis ca 400‘000 TSH abheben; auch mehrmals nacheinander. Andere ATM funktionieren mit Visa oder Mastercard. Andere Kreditkarten werden nicht genommen. Bargeld ist wichtig, in den Läden und an den Tankstellen wird nur Cash akzeptiert, auf dem Land sowieso. ATM‘s habe ich einige in Arusha und einen in Karatu bemerkt. Das Parken im Zentrum folgt wie der Verkehr seinen eigenen Regeln. Wenn man sich einem freien Parkfeld nähert springen sogleich lebende Einparkhilfen auf die Strasse und versuchen wild gestikulierend den Anschein zu vermitteln einen beim Einparken einzuweisen. Besser man verlässt sich nicht zu sehr auf ihre Anweisungen, denn es sind nicht immer alle völlig nüchtern. Natürlich wird trotzdem ein Trinkgeld eingefordert. Auf die Einweiser folgen humorlose Damen in Leuchtwesten, die mit strengem Blick einen offiziellen Parkschein ausstellen (1000TSH). Jetzt strömen unzählige Souvenirverkäufer, Strassenjungen ans Fenster und sobald man den Wagen verlässt wird man von ihnen und unzähligen anderen herbeieilenden Helfern umzingelt die Waren oder Dienstleistungen anbieten: Nein ich brauche keinen Führer, ja ich weiss wo der Supermarkt ist, die Bank ist dort drüben ich kann alleine hingehen, nein du musst kein Geld für mich wechseln, ich kann allein zu Airtel gehen und eine Simkarte kaufen, nein ich brauche keine Sonnenbrille ich habe eine siehst du hier ist sie und ich bin auch kein Fan der tanzanianischen Fussballnationalmannschaft.
Wenn man nett bleibt und die Leute in ein Gespräch verwickelt vergessen sie plötzlich, dass sie eigentlich was verkaufen möchten und es entwickeln sich manchmal interessante Unterhaltungen. Natürlich hoffen die Leute trotzdem man würde doch noch was kaufen oder den einen oder anderen Tausender springen lassen. Ich persönlich habe lieber eine interessante Begegnung und halte einem kleinen Schwatz und bezahle die Person dann mit einem oder zwei Tausender für eine kleine Pseudodienstleistung (Weg zeigen, Photo, Auto einweisen..) als das ich aus Mitleid irgend ein Kitschsouvenir abkaufe, dass mir nicht gefällt.
Es ist deshalb von Vorteil immer genügend blaue 1000 TSH Scheine in der Hosentasche zu haben.
So dauerte seine Zeit bis wir alles erledigt hatten. und so wurde es Nachmittag bis wir uns auf den Weg in den Arusha NP machten. Nun gerieten wir in den Stossverkehr.
Autofahren in Arusha ist ein Erlebnis für sich. Man muss seine Augen überall haben und darf vor allem darf ja keine Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer nehmen - damit rechnet hier nämlich keiner- sondern stur seinen Weg gehen wie alle anderen und jede freie Lücke die sich im Verkehr auftut sofort ausnützen (auch wenn diese im Moment gerade auf der Gegenfahrbahn ist). Für uns Europäer ist der Fahrstil gewöhnungsbedürftig aber nur so ist man für die anderen Verkehrsteilnehmer berechenbar. Wen man bremst um ein anderes Auto, ein Fahrrad oder einen Fussgänger in die Spur zu lassen, denken die anderen nämlich eher der Motor des Autos hätte seinen Geist aufgegeben und beginnen gleich links und rechts (wenn sie könnten auch oben und unten) zu überholen als das man einem andern den Vortritt gewähren will . Wenn man aus der Stadt fährt wird das Tempo höher, die Fahrt aber nicht weniger abenteuerlich: Auf der für europäische Verhältnisse zwei spurigen Nebenstrasse läuft der Verkehr mindestens sechsspurig (wenn man von den Schubkarren, Haustieren und anderen abenteuerlichen Vehikel absieht). Am besten kommt man zurecht, wenn man sich die Mittellinie wegdenkt, den diese hat hier abends um half fünf keine wirkliche Bedeutung mehr. Autos, Lastwagen, Chinabikes kommen einem mal links mal rechts entgegen so wie es die Verhältnisse in den Augen der Lenker eben gerade zulassen. Nur die Daladala sind diesbezüglich zuverlässig, sie beherrschen den linken Strassenrand.
Nach etwa 40 min Fahrt erreichen wir das südliche Ngongongare -Gate zum Arusha NP und werden dort sehr freundlich von den Rangern empfangen. Im Büro lösen wir ein Permit für 2 Tage und 2 Nächte in der Public Campsite. Die Schlüssel für die Sanitäranlagen und die Küche müssen wir im nördlichen Momella-Gate abholen. Die Kinder wollen unbedingt ein Lagerfeuer machen, wie sie es sich von den früheren Reisen in Namibia und Botswana gewohnt waren also fragen wir nach ob es erlaubt sei im Park ein feuer zu entfachen. Nathan meinte nämlich es sei hier eher unüblich Feuer zu machen. Es wird auch nirgends Feuerholz verkauft. Feuer machen war erlaubt, es gab aber kein Feuerholz. Die Kinder liessen nicht locker und fragten am Eingangstor wartenden Ranger ob es irgendwo Feuerholzgäbe und siehe da es wurde ein Ranger organisiert der jemanden im nahen Dorf kannte der Feuerholz verkaufen würde. Ich bin deshalb schnell mit meinen Kindern ins Auto gehüpft, der Ranger auf dem Beifahrersitz und brauste ins nahe Dorf. Die Leute im Dorf sassen draussen und starrten uns an als wir mitten im Dorf anhielten und in Begleitung des Ranger auf sie zu liefen. Der Ranger sprach eine ängstlich blickende ältere Dame an und es folgte ein längerer Wortwechsel. Schliesslich rief er uns zu sich und wir marschierten alle zusammen an den Hütten vorbei. Der Ranger schmunzelte auffällig und ich sprach ihn darauf an. Er erklärte mir daraufhin er fände es lustig, dass die Dame ein schlechtes Gewissen hätte. Er zeigte uns nun eine nahe Hütte die voller Holz war und erklärte uns, dass dieses ganze Holz illegal im Nationalpark geschlagen wurde und die Dame einen gehörigen Schrecken gekriegt hätte als hier plötzlich einer in Ranger-uniform auftauchte und sie auf Brennholz ansprach. Ich wollte nun aber lieber kein illegales Holz kaufen weil dies später zu Problemen führen könnte. Er versicherte mir dann aber glaubhaft, dass ich kein illegales Holz erhalten würde. Schliesslich kamen wir zu einer abgemagerten Frau die in einer sehr elenden Hütte hauste. Überall lagen riesige Bündel Holz herum. Sie bot mir ein solches Bündel für 5000 TSH (2.5 US$) an. Wir mussten es noch zerkleinert mit einer afrikanischen Machete (ganz schön scharf diese Dinger) und packten das Holz dann aufs Dach zwischen die Dachzelte. Als wir endlich zurück zum Gate kamen war es schon recht spät geworden. An einen Gamedrive war deshalb nicht mehr zu denken und so brausten wir schnell zum Momelagate um die Schlüssel zu holen, wir kriegten Campsite 2. Als wir die Campsite erreichten war es schon fast dunkel. Da wir wussten, dass es hier keine gefährlichen Raubtiere gibt nahmen wir es gemütlich. Wir konnten nun von unseren Erfahrungen aus früheren Afrikareisen profitieren denn wir waren immer noch ein eingespieltes Team. Während die einen die Zelte aufbauten, stellten die andern Tische und Stühle auf und begann zu kochen oder breiteten den Aperitiv vor. Die Arbeiten wurden rasch im Teamwork erledigt und schon bald brutzelten es in den Töpfen und Pfannen und das Lagerfeuer loderte
Es gab Rindsfiletmedaillons mit Weinjus, Penne an einer Broccolikäserahm Sauce und zur Vorspeise griechischen Salat mit Fetakäse, Tomaten und Gurken. Dazu südafrikanischer Rotwein.
Zufrieden voller Eindrücke aber auch ein wenig müde krabbelten wir alle um ca 22.00h in unsere Zelte und schliefen schnell ein.
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Butterblume3'700 Beiträge · seit 200913. Aug. 2014 · #10
Hallo Gawan,
ganz herzlichen Dank für deinen sehr informativen Bericht! 🙂 In ihm sind viele Details enthalten, die die Tour wirklich einfacher gestalten!
Die ATM der Barclays Bank haben den Vorteil, dass sie am Maestro-Netz (EC-Bankkarte) angeschlossen sind. Man kann dort bis ca 400‘000 TSH abheben; auch mehrmals nacheinander. Andere ATM funktionieren mit Visa oder Mastercard. Andere Kreditkarten werden nicht genommen. Bargeld ist wichtig, in den Läden und an den Tankstellen wird nur Cash akzeptiert, auf dem Land sowieso.
Diese Erfahrung haben wir ebenfalls so in Tansania und auch Uganda gemacht. Oftmals kommt man mit den US-Dollars einfach nicht weiter. Auch wenn es mehrere große Geldbörsen notwendig macht, mit einem ausreichend großen Vorrat an Shillingis ist man auf der sicheren Seite!
Es ist deshalb von Vorteil immer genügend blaue 1000 TSH Scheine in der Hosentasche zu haben.
Wenn man Trinkgeld gibt, möchte man nach Möglichkeit, dass es auch zu 100% beim Empfänger ankommt. Die Eindollarscheine, die gerne und oft verteilt werden, müssen zeitaufwändig und mit großem Verlust eingetauscht werden.
So dauerte seine Zeit bis wir alles erledigt hatten. und so wurde es Nachmittag bis wir uns auf den Weg in den Arusha NP machten. Nun gerieten wir in den Stossverkehr.
. Deshalb rate ich nach Ankunft am Kili-Airport mindestens zwei oder gar drei Übernachtungen in der Region einzuplanen. Habt ihr gut entschieden! 🙂 Auf der Karte sehen die Distanzen oftmals kurz und machbar aus. Die Situation vor Ort ist dann eine ganz andere.
Der Ranger schmunzelte auffällig und ich sprach ihn darauf an. Er erklärte mir daraufhin er fände es lustig, dass die Dame ein schlechtes Gewissen hätte. Er zeigte uns nun eine nahe Hütte die voller Holz war und erklärte uns, dass dieses ganze Holz illegal im Nationalpark geschlagen wurde und die Dame einen gehörigen Schrecken gekriegt hätte als hier plötzlich einer in Ranger-uniform auftauchte und sie auf Brennholz ansprach.
Wunderbare Anekdote und sehr lehrreich!
Ich freue mich schon sehr über die Fortsetzung!
Herzlichen Dank und Grüße Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheitwww.butterblume-in-afrika.de
picco6'369 Beiträge · seit 201113. Aug. 2014 · #11
Hoi Gawan
Auch von mir herzlichen Dank, scheint ein interessanter Reisebericht zu werden, ich setzt ihn gleich auf die Reiseberichtszusammenstellung! Schmunzeln musste ich bei der Brennholz-Anektote und beim Beschrieb des Verkehrs in Arusha...der im Vergleich zu Dar es Salaam oder Nairobi wirklich gesittet und harmlos ist 🤩 Weiter so! 🙂
Also so ganz stimmt das mit den ATMs nicht. Außer Barclays nehmen auch CRDB, NBC, Stanleys und Exim EC-Karten, wenn auch in unterschiedlichen Summen. CRDB und Barclays 400,000 TZS pro Transaktion, Exim 300,000, NBC und Stanleys 200,000. Da aber jede Transaktion etwa 5 Euro Gebühren kostet, sind erstere zu bevorzugen. Zum Rinderfilet ist zu sagen, daß das kg hier in Usa River 8,000 TZS pro kg kostet, wir brauchen keine kenianisches für 25,000 das kg, das auch nicht besser ist. Und an der Momella Road gibt es die Schweinemetzgerei, früher im Besitz von Martin aus München, wo das Kilo Bacon die Hälfte von importiertem Farmers Choice aus Kenia kostet. Da ich mich tagtäglich auf diesen Strassen hier bewege möchte ich hinzufügen, dass Arusha für manche schon beängstigend sein kann, aber ausserhalb ist es nicht so schlimm wie geschildert, zumindest meiner Meinung nach. Natürlich ist die Disziplin unterentwickelt, aber wenn ich in Deutschland bin und auf der Autobahn die Raser und Drängler erlebe, die sich bei 160 an den Kofferraum kleben wild gestikulierend, dann fühle ich mich auch nicht viel sicherer. Nur so eine ganz kleine Anmerkung als ganz private Meinung. Und hier in Usa River kriegt man für weniger als 38 USD eine funktionierende Dusche, ausgiebiges Frühstück von Müsli bis Salami, Backwaren vom deutschen Bäcker, und Schlafen ohne Trubel. Johannes
The Schimann Family - Man kommt als Gast und geht als Freund
GawanThemenstarter116 Beiträge · seit 200913. Aug. 2014 · #13
Hallo Johannes
Ich schreibe bewusst aus einer sehr subjektiven Perspektive. Die Fahrt am späten Abend von Arusha via Usa river in den Arusha NP war wirklich sehr anstrengend besonders durch die Dörfer. Es schienen zu dieser Zeit wirklich alle auf den Beinen und auf den Rädern zu sein. Was mich positiv überrascht hat war die gute Qualität der Teerstrassen, fast keine Schlaglöcher ! Dafür musste ich mich an die Bumps gewöhnen, die plötzlich scheinbar aus dem Nichts auftauchen.
Ich finde es gut wenn mein Bericht von Euch auch mal relativiert wird, wenn ihr der Meinung seid ich würde meine "literarischen Freiheiten" etwas überstrapazieren. Mein Reisebericht soll ja potentielle Nachahmer nicht abschrecken sondern eher Lust auf mehr machen.
Gruss Daniel
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Topobär5'479 Beiträge · seit 200913. Aug. 2014 · #14
Hallo Daniel,
sehr schön geschrieben, interessant und informativ. Gerade dadurch entstehen bei mir aber auch weitere Detailfragen, da ich mich schon in der (leider noch) sehr frühen Vorplanung unserer nächsten Tansania-Reise befinde.
Zunächst einmal zu Eurem Autovermieter, von dem man hier im Forum nur gutes liest: Haben die nur Standard-Landrover mit Dachzelten? Ich bin auf der Suche nach einem Geländewagen in der Langversion, ohne Dachzelt und mit Hubdach, da wir mit 5 Personen in einem Auto reisen wollen. Weißt Du, ob Tanzanian Pioneer solche Fahrzeuge hat?
Das mit dem Shoprite ist ja schade. Da haben wir immer eingekauft, da man dort alles bekam. Wo liegt den der Pick,n Pay?
Als wir das letzte Mal auf der Campsite des Arusha NP waren, gab es dort noch überhaupt keine Sanitäranlagen. Wie sieht es dort heute aus?
GawanThemenstarter116 Beiträge · seit 200913. Aug. 2014 · #15
Hallo Topobär
Zunächst einmal zu Eurem Autovermieter, von dem man hier im Forum nur gutes liest: Haben die nur Standard-Landrover mit Dachzelten?
Sie haben nur 2 Landrover die Dachzelte tragen können. Weil wir auf Dachzelte bestanden wurde für uns noch zwei neue angeschafft. Normalerweise vermieten sie Bodenzelte aber auch nur Fahrzeuge oder Fahrzeuge inkl. Driver.
Auf dem Gelände stehen mehrere Fahrzeug in verschiedenen Formen und Grössen (siehe Tag 3 Bericht folgt), einige haben Dachluken. Ob es auch welche mit Hubdach hat weiss ich nicht, auf jeden Fall sah ich keine typischen Hubdach-Safarifahrzeuge (Toyota) wie man sie in den Nationalparks häufig sieht.
Einige Auto sind nur dort weil man, gemäss aussagen von Nathan, offenbar als ausländischer Vermieter eine Mindestanzahl Fahrzeuge einlösen muss. Es könnte deshalb sein, das nicht alle safaritauglich sind. Am besten fragst du mal nach per Mail.
Wo liegt den der Pick,n Pay?
Als wir das letzte Mal auf der Campsite des Arusha NP waren, gab es dort noch überhaupt keine Sanitäranlagen. Wie sieht es dort heute aus?
Folgt noch im Bericht
Gruss Daniel
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BEbeate1'450 Beiträge · seit 200613. Aug. 2014 · #16
Hallo Daniel,
das ist ein sehr interessanter Bericht. Du hast ja vielleicht schon gelesen, dass wir 2012 schon als Selbstfahrer unterwegs waren und jetzt 2014 im November wieder losfahren. Deshalb verschlinge ich momentan Deinen Bericht.
Als ich damals meine div. Fragen hier im Forum stellte, wurde mir z.B. der Supermarkt in Sakina empfohlen. Und es stimmte: dort gab es ein sehr grosses Weinlager! (Dies nur als Kommentar für evtl. mitlesende Weinfreunde).
Wie ist denn der Pick'n'pay ansosten bestückt? Wir hatten damals Schwierigkeiten, haltbare Lebensmittel zu bekommen. Es gab z.b. keine Fertiggerichte in Dosen, nur pure Erbsen, Linsen, Bohnen. Und auch kein haltbares Brot, oder Salami etc. Und wir mussten ja für 20 Tage einkaufen! Hat sich das unterdessen gebessert? Wie habt Ihr diese Versorgungs-Schwierigkeiten gelöst?
Beate
GawanThemenstarter116 Beiträge · seit 200914. Aug. 2014 · #17
Hallo Beate
Ich war leider nie im Laden, da ich draussen auf die Auto aufpasste. Mein Frau meint es hätte alles dort was man braucht: Milchprodukte, Toast, Fetakäse, Konserven, Mayonnaise, Thunfisch etc.
Wir sind nicht haben nicht immer gecampt sondern auch 4 mal in Lodges übernachtet. Am Lake Natron campten wir in der Moivaro Lodge und haben auch mal dort gegessen (20$/Pers).
Brot war schon ein Problem. Wir hatten Toast gekauft. Dieser war nach ein paar Tagen nur noch aus Brösel, Im Laden gab es Fertigtortillas, welche platzsparend, lecker und gut haltbar waren. Zu Mittag gab es öfters Wraps mit Thunfischmayonnaise, Käse oder anderen Füllungen. Am Morgen haben wir sie auch mit Butter und Marmelade gegessen.
Frischprodukte wie Tomaten, Süsskartoffeln o ä haben wir am Strassenrand oder auf lokalen Märkten gekauft. Aber wie erwähnt wir haben nur 8 mal Nachtessen gekocht und 6 mal in Restaurants / Lodges gegessen. Wasser hatten wir zu wenig dabei. v.a 5 Literflaschen. Ausserhalb von Arusha gibt es nur noch 1 oder 1.5 Liter Flaschen.
Hatte heute leider viel zu tun. Ich werde versuchen morgen ev. von Tag 2 und 3 zu berichten
Daniel
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BEbeate1'450 Beiträge · seit 200614. Aug. 2014 · #18
Hallo Daniel,
danke für Deine schnelle Antwortt, die hilft schon etwas weiter. So weiss ich wenigstens, dass ich für unsere Tour heuer im November haltbares Brot, Pumpernickel etc. mitnehmen muss. Frische Sachen, Obst, Gemüse einkaufen geht bei uns leider auch nicht, da wir wieder ca. 20 Tage nur in Nationalparks sind. Ohne Stadt dazwischen. Aber ok, da überlebt man auch einmal.
Eine andere Frage habe ich noch: Als wir damals im Arusha NP waren kam bei Sonnenuntergang der Parkrancher und setzte einen Mitarbeiter "zu unserem Schutz" ab. Bei diesem war das Gewehr grösser als der ganze Kerl. Dieser arme Kerl hat dann bei uns im Dusch-Haus übernachtet. Alle unserere Argumente prallten am Parkrancher ab. Er behauptete, das wäre Gesetz. Und uns hat das wirklich gestört, wir brauchen keinen Aufpasser.
War das bei Euch auch so? Wenn diese Regelung immer noch besteht bin ich nämlich am überlegen, ob wir uns gar keinen Schlüssel für die Dusche holen. Dann haben wir vielleicht Chancen, dass der Parkrancher nicht vorbeikommt.
Du kannst Dir mit der Antwort ruhig Zeit lassen, wir fliegen ja erst im November 😄
ich freu mich auch über deinen informativen Bericht und bin froh über die Tipps, die man auf diese Weise von den Tansania-Erfahrenen bekommen kann. So ist die Info über das Trinkgeld Gold wert, ich habe schon ordentlich Dollar gebunkert, weil ich dachte, die würden besonders geschätzt. Hast du einen Richtwert, wie hoch das Trinkgeld für das Lodgepersonal sein sollte (Koffer tragen, Service an der Bar, Bedienungspersonal, Zimmerservice..) Wir fahren im Oktober zum ersten Mal nach Tansania. Es ist also absolutes Neuland für uns.
Bin gespannt auf die nächsten Berichte 🙂 🙂 und herzlichen Dank! Ute
Butterblume3'700 Beiträge · seit 200914. Aug. 2014 · #20
Hallo Ute,
es ist sinnvoll bei Abreise einen Betrag X für das gesamte Lodgepersonal in die Tipbox zu geben. Denn hinter den Kulissen arbeiten so viele fleißige Helferlein für euer Wohlbefinden, dass es einfach unfair ist, wenn diese leer ausgehen.
Für kleine Gefallen während der Reise waren in den mesiten Fällen 1.000 TSh angemessen.
Herzliche Grüße und viel Freude auf der Tour Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheitwww.butterblume-in-afrika.de