BEbeate1'450 Beiträge · seit 200630. Sept. 2014 · #61
Hallo Daniel,
vielen Dank, dass Du Dir trotz "Reisestress" noch Zeit genommen hast, mir zu antworten. Das bringt mir schon wieder viel.
Wir waren ja letztesmal auch mit dem Auto direkt am See. Aber nachdem Du geschrieben hast, Ihr seid mit dem Führer hingelaufen, hatte ich den Eindruck, dass es unterdessen nicht mehr erlaubt sei, auf eigene Faust zum See zu kommen.
Viel Spass in der Türkei. Und ich warte schon ungeduldig auf die Fortsetzung Deines Reiseberichtes.
Beate
GawanThemenstarter116 Beiträge · seit 200930. Sept. 2014 · #62
Hallo Beate
Ganz umsonst ist es ja sowieso nicht. Falls jemand von den lokalen Massais reklamieren würde weil ihr ohne Führer wandert könnt ihr ihn ja darauf hinweisen, dass ihr schon mehr als genug Eintritt bezahlt habt:
Wie ich früher schon erwähnte wurde kurz vor unserer Abreise eine staatliche Touristengebühr eingeführt für alle ländlichen Gebiete in Tansania ausserhalb von Nationalparks. Uns betraf es für die Gegend des Lake Natrons und um den Lake Manyara NP: 5US$/Person/Tag als Activityfee (Tiere beobachten ,picknicken, wandern etc.) und 15US$/Pers/Tag für eine Übernachtung in einer Lodge/Campsite ausserhalb von Nationalparks .
Die Gebühr wurde zum Teil von den Camps /Lodges für uns übernommen da alles so kurzfristig eingeführt wurde. In Zukunft werden sie wohl die Preise entsprechend anheben. Die Activityfee mussten wir via Autovermieter selber bezahlen.
Zu dieser staatlichen Gebühr kommen dann noch die Gebühren an den Massai Gates hinzu. Diese werden als Gemeindesteuer bezeichnet (oder Wegzoll) und wandern in eine andere Kasse.
Gruss Daniel
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GawanThemenstarter116 Beiträge · seit 200919. Okt. 2014 · #63
Hallo zusammen
Bin wieder zurück. Gleich geht's weiter. Bis dahin zeige ich euch was anderes 🙂
GawanThemenstarter116 Beiträge · seit 200919. Okt. 2014 · #64
Tag 10 und 11: Morukopjes Specialcampsite Nr 3 und Serengeti
Wir trafen am späten Nachmittag an der Campsite ein mit gemischten Gefühlen. Während die eine Hälfte unserer Reisegruppe sich auf unverfälschtes Buschfeeling, Abenteuer und archaisches Menschsein freute überwog bei der anderen Hälfte eine mit Ängstlichkeit vermischte Vorsicht aufgrund der der Aussicht die nächsten Stunden allein nur auf uns selber gestellt ohne Handyempfang und Kontakt zu anderen Menschen mitten in der Wildnis zu verbringen.
Bereits bei der Ankunft wurden wir von Klippschliefer und Pavianen. Bei der Erstbegegnung zeigte sich, dass die Ängstlichkeit auf Seiten der Tiere eindeutig viel stärker zum Vorschein kam. Die kleinen Klippschliefer taten mir richtig leid. Im Nachhinein betrachtet brausten wir nämlich ziemlich rüpelhaft und rücksichtslos auf die Campsite. Wir verunmöglichten so den kleinen Tieren einen geordneten Rückzug. In der Mitte der Campsite stand ein grosser Baum mit Früchten, welche sowohl Klippschliefer wie auch Paviane als Futterquelle anzogen. Das grosse Pavianrudel hat sich bei unserer Ankunft rasch auf die umliegenden Felsen (daher der Name Kopjes) verzogen und beobachtete unser Treiben nun stoisch aus sicherer Entfernung. Die Flucht der Klippschliefer verlief weniger ruhig, schon eher panikartig. Vor allem die bedauernswerten Geschöpfe die bei unserem Eindringen in der Baumkrone hockten mussten sich, da wir direkt unter dem Baum anhielten, mit einem wagemutigen Sprung aus 4 bis 5 m Höhe in Sicherheit bringen. Für eine kurze Zeit war die Luft erfüllt von unzähligen dumpfen aber gut hörbaren Knall- und Quietschgeräuschen als die Tierchen aus grösser Höhe auf den Boden prallten. Sie schienen den Sturz jedoch trotz den besorgniserregenden Geräuschen gut zu verdauen, brachten sie sich doch nach dem Sprung wie die Paviane schnell auf die Felsen in Sicherheit.
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GawanThemenstarter116 Beiträge · seit 200919. Okt. 2014 · #65
Etwas weiter entfernt konnten wir in der Eben mit dem Fernglas Gazellen und Büffel ausmachen. Raubtiere schienen sich nicht in der unmittelbaren Umgebung aufzuhalten so dass die mutigeren aus unserer Truppe zu Fuss die Campsite inspizierten.
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GawanThemenstarter116 Beiträge · seit 200919. Okt. 2014 · #66
Wir begannen gleich mit Kochen, denn wir wollten die Zeit hier geniessen solange es hell war und uns mit Einbruch der Dunkelheit in die Zelte begeben.
Beim Kochen kam jemand auf die Idee Brauchwasser in eine Schüssel zu füllen um Wasser zu sparen. Wir wollten darin von Zeit zu Zeit unsere die staubigen und russigen Hände darin waschen. Leider zog das Wasser in kürzester Zeit eine Unmenge von Wildbienen an die sich in grossen Schwärmen daran bedienten. Mit etwas Mut und einer langen Stange gelang es uns die Schüssel auszuschütten ohne die Bienen zu reizen. Als das Wasser versiegte liessen uns die Bienen dann in Ruhe. Die Wildnis hält immer wieder neue Überraschungen für uns bereit.
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GawanThemenstarter116 Beiträge · seit 200901. Nov. 2014 · #67
Vor dem Essen eroberten wir noch die umliegenden Felsen, die Paviane waren sehr scheu und verzogen sich. Quasi als Aperitiv genossen wir in der Abendsonne hier oben eine atemberaubende Aussicht.
Auf diesem Bild sieht man die Special-campsite nr 3 in ihrer ganzen Pracht:
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GawanThemenstarter116 Beiträge · seit 200901. Nov. 2014 · #68
Das Nachtessen genossen wir genauso wie die Geräusche der Nacht und den Sternenhimmel über uns. In der Nacht hörten wir zum ersten und einzigen Mal auf dieser Reise in unseren Zelten von weit entfernt leises Löwengebrüll. Am nächsten Morgen standen wir zeitig auf, denn wir wollten noch etwas Safari machen bevor wir die Serengeti in Richtung Ngorongore Conservation Area verlassen wollten. Auf der Safari im Seronera-Gebiet begegneten uns erneut einige Löwen, Elefanten, Gazellen.
Gegen Mittag machten wir uns auf den Weg die Serengeti über das Naabi Hill Gate zu verlassen.
Die Strecke von Seronera nach Naabi Hill war eine der schlimmsten Strassen die ich in meinem Leben bisher kennenlernte. Allerdinsg scheint sich dies zum Glück in naher Zukunft zu ändern. Die ersten zwei bis drei Kilometer waren nämlich in recht gutem Zustand. Hier waren mehrere grosse Strassenbaufahrzeuge am Werk und erneuerten die marode Schotterstrasse.
Die alte Strasse war sehr mühsam und gefährlich. Mehrere Stunden schlimmstes Wellblech. Wie früher erwähnt wird eine Fahrt über Wellblech für den Wagen und die Passagiere so etwa ab 70 km/h erträglich. Die Reifen fliegen dann über das Wellblech und man wird dann nicht mehr so gnadenlos durchgeschüttelt. Das ruhigere Fahrgefühl muss aber mit einer sehr schlechten Manövrierbarkeit des Wagens erkauft werden. Die Bodenhaltung ist in diesem Tempo miserabel, da man über das Wellblech fliegt schwimmt der Wagen mehr als das er fährt. Bereits kleinste ruckartige Steuerbewegungen bringen den Wagen ins Schlingern. Obwohl die Strecke schnurgerade verläuft ist in jeder Sekunde vollste Konzentration nötig. Von Zeit zu Zeit kreuzen einem Safariwagen, Busse und Lastwagen in bedrohlich schnellem Tempo mehr schlingernd als fahrend. Man muss immer darauf achten etwa fünf Meter vor dem kreuzen den Wagen möglichst auf an den linken Strassenrand zu manövrieren und peinlichst darauf zu achten mit 70 – 80 Sachen weder in den Strassengraben noch zu weit rechts auf die Gegenfahrbahn zu geraten. Dabei immer hoffend dem Gegenüber gelingen diese Manöver ebenso präzise.
Im Gegensatz zu manchen Einheimischen, die mehr Gottvertrauen oder hinter dem Steuer eines Lastwagens das Selbstbewusstsein der Stärkere hatten, ging ich in brenzligen Situationen lieber mal vom Gas und nahm das Rütteln in Kauf.
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picco6'369 Beiträge · seit 201101. Nov. 2014 · #69
Hoi Gawan
Die Strecke zum Naabi Hill Gate muss ja extremst gelitten haben seit ich im Februar 2013 dort war...damals wars, wie auch schon im Februar 2011, eine Top-Piste! Aber 70-80km/h? 🙄 Da hätt ich (Hobby: Motorsport) meinem Fahrer wohl die Ohren langgezogen!!! 😠 Ich bin lieber geschüttelt als tot... 😈
GawanThemenstarter116 Beiträge · seit 200901. Nov. 2014 · #70
Während der Fahrt sichteten dien Kinder plötzlich etwas am Strassenrand und wollten unbedingt anhalten. Ich ging widerwillig vom Gas, bremsen war ja nicht drin, und fuhr ein Stück zurück. Mein Widerwille war unbegründet. Direkt am Strassenrand sass ein Serval im Gras und liess sich nicht von uns stören.
So erreichten wir gegen 14.00h heil das Naabi-Hill Gate. Ich war ziemlich erschöpft und verschwitzt.
Die Zeit erwähne ich weil es wichtig ist nicht zu früh die Serengeti zu verlassen. Wenn man die Serengeti verlässt betritt man gleich die Ngorongoro Conservation Area. Das Permit ist nur 24 Std gültig, was bedeutet man muss die Ngorongoro Conservation Area am nächsten Tag wieder um 14.00h verlassen. Wir werden den Krater am nächsten Tag vormittags besuchen und anschliessen weiter nach Tarangiere fahren. Das Ausgangsgate der Ngorongora Area befindet sich am Fuss des Vulkanhochlandes etwas eine Stunde Fahrzeit vom Kraterrand entfernt. Wir werden es am nächsten Tag nicht schaffen die Conservation Area rechtzeitig zu verlassen, wir waren etwa 40 min zu spät. Eine Dame wollte uns am Gate deswegen Probleme machen wurde von ihrem Chef aber zum Glück zurückgepfiffen sonst hätten wir nochmals ein 24 Std Permit lösen müssen.
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GawanThemenstarter116 Beiträge · seit 200901. Nov. 2014 · #71
Hallo Picco
Ich glaube ich hab kein Photo werde meine Sammlung aber nochmals durchforsten. DIe Strecke ist sehr unspektakulär, läuft einfach geradeaus. Das mühsame ist das extreme Wellblech, welches gar nicht so tief ist aber extrem rüttelt. Vielleicht lag es auch an unserem Wagen mit seinen dünnen Reifen.
Ich glaube als Mitfahrer spürt man das nicht so wie schwer das Auto in diesem Tempo auf dem Wellblech zu kontrollieren ist. Meine Frau ist nämlich sehr ängstlich und hat sich nur selten über meinen Fahrstil beschwert. Wenn sie selber gefahren wäre wären wir wahrscheinlich jetzt noch unterwegs 😄
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GawanThemenstarter116 Beiträge · seit 200901. Nov. 2014 · #72
Am Naabi-Hill Gate wurde uns für einmal keine Sonderbehandlung zuteil. Wir mussten uns wie alle anderen Fahrer anstellen. Hier möchter ich nocheinmal erwähnen, dass man am Naabi-Hill Gate aus der Serengeti auscheckt und gleichzeitig in der Ngorongore Conservation Area eincheckt. D.h. die Gebühren für den NP inkl Crateraccess-fee werden fällig. Die3 Gebühren können ausschlieslich mit einer offiziellen Prepaidkarte der Nationalen NP Verwaltung bezahlt werden. Diese sei in Arusha im offiziellen Büro erhältlich. Unser Autovermieter hat die Karten für uns besorgt und auch gleich ein Guthaben geladen. Am Schluss der Reise wurde abgerechnet.
Was es am Kleinsgate an Unmengen von Tieren (Migration) zu bestaunen gab hatte es hier Touristen.
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Koalandrea191 Beiträge · seit 201102. Nov. 2014 · #73
Hallo Ihr Lieben,
bei uns geht es ja in 5 Wochen auch los und wir planen, die gleiche Strecke wie Galan bislang zu fahren. Was ich jetzt lese bezüglich der Aus- und Einreise am Naabi Hill Gate bereitet mir gerade Kopfzerbrechen. Wir werden von Moru Kopjes kommen und am 24.12. für 3 Tage nach Ndutu Special Campsite fahren. Und von dort wollten wir dann zum Simba Camp, um eventuell in den Krater zu fahren. Wollten aber spontan nach verbliebener Zeit und Lust schauen, ob wir überhaupt in den Krater fahren oder gleich durchfahren von Ndutu zum Lake Eaysi. Ist das überhaupt eine Option? Ich hatte verstanden, dass wir für Ndutu in den NCA einreisen, aber man auch am Kraterrand vorbeifahren kann 🙂 Lieben Dank im Voraus ... Andrea
Butterblume3'700 Beiträge · seit 200902. Nov. 2014 · #74
Hallo Andrea,
Ich hatte verstanden, dass wir für Ndutu in den NCA einreisen, aber man auch am Kraterrand vorbeifahren kann
Genau so ist es. Je nach Wetter, Uhrzeit und Laune kannst du auf dem Kraterrand entscheiden, ob ihr die 200$ (demnächst sogar 300$) für den Kraterbesuch ausgeben möchtet., oder gleich durch fahrt Richtung Karatu, Lake Eyasi. Ob man die Strecke an einem Tag schafft, kann ich dir allerdings nicht sagen, da wir das so nicht gefahren sind. Ich vermute es allerdings, wenn ihr früh in Ndutu startet. Ansonsten befrage mal T4Africa danach.
Herzliche Grüße Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheitwww.butterblume-in-afrika.de
GawanThemenstarter116 Beiträge · seit 200902. Nov. 2014 · #75
Tag 12 und 13: Ngorongora Conservation Area
Kaum in der Ngorongoro Conservation Area angekommen begegnen uns auch wieder bunt gekleidete Massai bettelnd am Strassenrand:
Die Strasse windet sich kontinuierlich in die Höhe bis zum Kraterrand. Am Rand des Kraters liegen zahlreiche Hotels. Wir haben die Rhinolodge gebucht eine günstige und gute Alternative. Von Zeit zu Zeit gibt es Bumps auf der Strasse. Diese kleinen Hügel werden überall in den Dörfern oder anderen sensiblen Strassenabschnitte zur Verkehrsberuhigung eingesetzt. Bei uns gibt es diese auch nur sind unsere im Gegensatz zu jenen in Tanzania gut markiert. Da wir die letzten Tage im Gebiet des Lake Natrons und der Serengeti unterwegs waren habe ich nicht mehr mit diesen Bumps gerechnet und bin deshalb mit ungebremst und mit voller Wucht über eine solche Erhebung gesprungen. Mit lautem Scheppern zersprangen unsere ganzen Salatutensilien und sogleich breitete sich ein penetranter Essiggeruch im ganzen Wagen aus. Zum Glück war eine Tankstelle in der Nähe wo wir das Malheur rasch beseitigen konnten.
Bald erreichten wir unser Lodge welche etwas hinter dem Kraterrand gelegen war. Man hat keinen Blich in den Krater. Diesen haben wir jedoch schon beim Eingang zum Krater an der Seneto descend road genossen.
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GawanThemenstarter116 Beiträge · seit 200902. Nov. 2014 · #76
Dafür kamen am Abend Elefanten aus dem Krater zu Besuch welche sich am grün des Hotel Gartens labten. Wir konnten diese in Ruhe von unserer Zimmerveranda aus beobachten oder auch mit einem kühlen Bier von der Terrasse der Hotelbar aus.
Das Nachtessen gabs vom Buffett und war ganz ok. Wir hatten 10 Gedecke, da noch zwei Driverguides erwartet wurden. Auf dieser Höhe war es empfindlich kühl und wir mussten uns bald warm anziehen. In den Zimmern wurden vom Personal heimelige Holzöfen in Betrieb genommen welche eine wohlige Wärme im Zimmer verströmten. Wir waren froh uns entschieden zu haben hier nicht zu campen.
Am nächsten morgen wollten wir in den Krater fahren und dann am Nachmittag weiter nach Mto wa mbu um unsere Vorräte und das Benzin aufzufüllen. Von dort sollte es dann weitergehen in den Tarangrire NP.
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Koalandrea191 Beiträge · seit 201102. Nov. 2014 · #77
Lieben Dank für die schnelle Antwort 🙂
Butterblume3'700 Beiträge · seit 200902. Nov. 2014 · #78
Hallo Gawan,
freut mich sehr, dass es euch auch so gut in der Rhino Lodge gefallen hat. Das Preis-Leistungsverhältnis ist einfach super! Und die Tierbeobachtungsmöglichkeiten ebenfalls. Wir hatten Büffel und Buschböcke am Haus.
Herzliche Grüße und Dank für die schönen Krater-Fotos Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheitwww.butterblume-in-afrika.de
BEbeate1'450 Beiträge · seit 200602. Nov. 2014 · #79
Koalandrea schrieb:
Hallo Andrea,
Ihr braucht ja nicht von Ndutu durchzufahren bis Lake Eaysi. Ihr könnt ja immer am Simba CG übernachten, ohne in den Krater einzufahren. Ein weiterer, sehr schöner Platz zum Übernachten ist der Panorama Campingplatz am Escarpment oberhalb Mto ma mbu.
Beate
GawanThemenstarter116 Beiträge · seit 200902. Nov. 2014 · #80
Am nächsten Morgen standen wir früh auf und machten uns mit dem Sonnenaufgang auf den Weg. Wir entschlossen uns von Osten durch das Lemala Gate in den Krater zu fahren. Einerseits wollten wir dem Stau am Hauptgate (Seneto) umgehen, den unser Reiseführer erwähnte und andererseits hatten wir am Morgen die Sonne im Rücken was besseres Licht zum Fotografieren versprach.
Zu Beginn waren wir jedoch skeptisch was das Sonnenlicht betraf, der gesamte Kraterrand war nämlich in dichten Nebel gehüllt und man konnte keine 20 Meter weit sehen. Obwohl sehr wenig Verkehr herrschte konnten wir uns auf der kurvigen Strecke nur im Schneckentempo vorwärts bewegen und erreichten das Ostgate etwas später als geplant. Dafür klarte es kurz vor dem Gate auf und ermöglichte von Zeit zu Zeit schöne Ausblicke in den Krater. Am Gate angekommen waren wir die einzigen Fahrzeuge weit und breit. Die Beamten waren sehr freundlich und machten keinen Anstalten uns einen Führer aufzudrücken. Unser Vermieter war diesbezüglich etwas skeptisch. Er meinte es sei schon vorgekommen, dass die Beamten Selbstfahrer nicht in den Krater einliessen. Die Fahrt in den Krater mit der Sonne im Rücken war dann landschaftlich ein einmaliges Erlebnis.
Wir überlegten uns vorher auch ob wir das viele Geld für den Eintritt ausgeben wollten oder nicht. Ob es sich gelohnt hatte ? Nun landschaftlich ist der Krater schon einzigartig. Die verschiedenen Farben versprühen eine gewisse Magie. Das Gelb des Bodens, das grün der Bäume am Kraterrand, das Weiss der Wolken und das Blau des Himmels, dazwischen unzählige Tiere.
Was Tiere betrifft hatten wir alles auch schon in der Serengeti bestaunt. Was noch fehlte war der Leopard, Nashörner und Geparden. Nashörner haben wir aus der Ferne erspähen können. Um sie auf Fotos zu bannen waren sie zu weit entfernt. Allerdings herrscht hier auf kleinem Raum ein ziemliches Gedränge an Safarifahrzeugen was dem ganzen etwas den Charme nimmt.
Allerdings hat es im Krater beeindruckend viele verschiedenen Vegetationsformen: Steppe, Wald, See, Ufer, Berge.