ANAnnohaThemenstarter104 Beiträge · seit 201120. Juli 2014 · #1
Hallo,
mir ist klar, dass es hier einige Überschneidungen zu einem ähnlichen thread gibt, ich versuch's aber trotzdem mal, damit kein Durcheinander entsteht.
Wir fahren im September ins Kaokoveld. Palmwag, Puros, Opuwo, Epupa sind als einigermaßen feste Ziele vorgesehen. Vor allem ich würde aber auch sehr gerne in den Hoanib und Ganamub fahren (fahren muss allerdings mein Mann, da Sand nicht so meine Sache ist) um Elefanten und v.a. schöne Landschaft zusehen.
Da aber im Allgemeinen abgeraten wird allein zu fahren und hier im Forum auch gerade der Hoanib nur eine Schwierigkeitsstufe unter dem Van-Zyls-Pass eingestuft wurde, kommen mir doch erhebliche Zweifel.
- Ist es leichtsinnig z.B. eine Tagesfahrt in den Ganamub und Hoanib zu machen? Ich weiß, dass das nicht so einfach zu beantworten ist, aber ein paar Meinungen wären doch hilfreich. - Wie ist die Strecke nach Puros (D3707)? - Lohnt sich eine Tagesfahrt in der Palmwag Concession trotz der miesen Tracks?
Wir fahren einen Asco Bushcamper (Hilux 3.0), haben vielleicht 'mittlere' offroad Erfahrung ( CKHG, Savuti, Mabuasehube- Nossob) und sehen off-road Fahren auch nur als Mittel zum Zweck. Eine Fahrt mit Führer ist mit unserem Auto wohl auch nicht möglich.
Über Antworten würde ich mich freuen.
Jutta P.S. Die Versicherungsproblematik ist mir bekannt.
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200820. Juli 2014 · #2
Hallo, Annoha!
Wer hat das denn geschrieben, dass
„gerade der Hoanib nur eine Schwierigkeitsstufe unter dem Van-Zyls-Pass eingestuft“
wird? Das ist nämlich völliger Quatsch. Ebenso, dass es in der Palmwag Concession generell "miese Tracks" gibt. Der einzig miese Track dort, ist die üble Welblechstrecke zum Van Zyls Gat – wahrscheinlich, weil dieser immer von den Versorgungsfahrzeugen für ein anderes Camp genutzt wird. Ansonsten: Nette Offroad-Tracks in Gebirgslandschaft, natürlich mit einigen kleinen Aufgaben und keiner Pflege, - aber das ist doch u.a. der Grund, warum man sich in solchen wilden Gegenden aufhalten möchte, weil da nicht alles gemaintained wird.
Mit eurer Erfahrung sollte es für euch fahrtechnisch keine Schwierigkeit darstellen, im Hoanib und Ganamub zu fahren.
- Wie ist die Strecke nach Puros (D3707)?
Gravel, manchmal etwas ausgefahren, eine Teil-Strecke sandig, da oben wird meist nicht mehr so gut gepflegt, wie weiter südlich, auch wenn es eine D Straße ist.
-Lohnt sich eine Tagesfahrt in der Palmwag Concession trotz der miesen Tracks?
Wir finden, eine Tagesfahrt in der DayArea lohnt sich auf jeden Fall!!!
Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
lilytrotter schrieb: Wer hat das denn geschrieben, dass
„gerade der Hoanib nur eine Schwierigkeitsstufe unter dem Van-Zyls-Pass eingestuft“
wird? Das ist nämlich völliger Quatsch.
Ich vermute Jutta meint die Einstufung auf der von Jan Joubert eingeführten "Kaoko Scale". Die hat Johan Snyman in seinem Buch Kaokoveld auch verwendet und da haben Hoanib, Hoarusib usw. Grad 3 und van Zyls mit 4 das Maximum.
Beste Grüße
Guido
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200820. Juli 2014 · #4
Oh, my - na, dann muss das ja stimmen! 😄 😗 🤪
Das ist immer die Krux mit solchen Einteilungen, Autoren machen das, damit sie dem Interessierten eine Hilfestellung zur Orientierung geben und dann kommt so was dabei raus: Zwischen Van Zyls Pass und Hoanib einen Schwierigkeitsgrad Unterschied. Wie auch immer, das würden wir durchaus anders bewerten, allemal differenzierter und nicht Gebirgsstrecken mit Sandstrecken mixen. Aber das soll jeder für sich entscheiden, was er in welche Schublade packt. Ich denke, wenn Annoha Chobe und KTP/Mabua kennt, dann ist der Hoanib fahrtechnisch ca. auf der Stufe. Einzig das "Erklimmen" der sandigen Flussufer kommt hinzu.
Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
ANAnnohaThemenstarter104 Beiträge · seit 201120. Juli 2014 · #5
Hallo Lillytrotter,
vielen Dank für deine Antwort. Ich denke damit ist uns schon ein ganzes Stück weitergeholfen.
lilytrotter schrieb:Wie auch immer, das würden wir durchaus anders bewerten, allemal differenzierter und nicht Gebirgsstrecken mit Sandstrecken mixen.
Ja, man muss dass ein bisschen Interpretieren. Wenn man sich sklavisch an diese Einteilung hält, dann müsste ich Hoanib und Ganamub fast in Stufe 4 einordnen. Mit einem fast 3 Tonnen schweren Miet-Hilux und dem drehmomentschwachen 2.5-Einstiegsdiesel lässt sich das ohne Untersetzung teilweise nur schwer fahren und Unterstezung ist ja anscheinend Stufe 4.
lilytrotter schrieb: Das würde ich genau so einschätzen.
Beste Grüße
Guido
ANAnnohaThemenstarter104 Beiträge · seit 201121. Juli 2014 · #7
Hallo Guido
nicht, dass ich Experte wäre, aber es ist ein 3.0l Diesel. Vielen Dank für deine Mühe Jutta
La Leona2'779 Beiträge · seit 200721. Juli 2014 · #8
hallo Jutta, Die Kaoko Scale macht schon Sinn.
Wer sich genug Zeit nimmt und 1. das Terrain am Van Zyl's minuziös studiert und einen Partner hat der die ganze Strecke vorne zu Fuss geht und einweist und wer dann 2. absolut langsam, kriechend langsam runterfährt (nicht mit dem Fuss auf der Bremse sondern der Motor bremst im 1. Gang Untersetzung) der kann am Van Zyl's u.U. weniger Probleme haben als jemand der mit einem zu schweren Fahrzeug im flachen sandigen Flussbett steckenbleibt und sich selber nicht mehr ausbuddeln kann.
Im September ist in den Trockenflüssen kaum mehr mit nassen Stellen zu rechnen, aber je wärmer es wird, umso zäher wird das Vorwärstkommen im Sand werden. Dazu gibt es eine physikalische Erklärung bez. Dichte von CO2 Rund um die Sandkörner rum in Relation mit der Temperatur.
Der Hilux 3.0l hat sichtlich weniger Bodenfreiheit und einen weniger günstigen Einfall- und Ausfallwinkel als Z.B. ein Defender oder land Cruiser. Ich bin mir nicht sicher ob auch der Achsenabstand zudem noch grösser ist (Steile Böschungen!) Daher würde ich nicht mit einem Hilux den Van Zyls runter fahren wollen. Jedoch mit gut abgesenktem Reifendruck und Momentum in den sehr tiefsandigen Passagen schafft ers aber sicher Dank dem starken Motor, bzw. Turbo.
Hier zwei Bilder zu den beiden Strecken:
Gruss Leona
ANAnnohaThemenstarter104 Beiträge · seit 201121. Juli 2014 · #9
Hallo La Leona,
Also Van-Zyls-Pass kommt nicht in Frage. Wir haben durchaus Respekt vor Tiefsand. Auch wissen wir nicht wie sich das Auto faehrt. Laut Vermieter soll aber die Bodenfreiheit nur wenig geringrr als beim Landcruiser sein. Den sind wir bis jetzt immer gefahren, allerdings auch mit Aufbau. Wir muessen mal schauen. Letztendlich muss mein Mann entscheiden -er faehrt und ist wahrlich kein Draufgaenger ( dem Alter sind wir entwachsen 😉 ).
Vielen Dank fuer die Tipps Jutta
DWdwaeger8 Beiträge · seit 201421. Juli 2014 · #10
Hallo Jutta,
Ich bin gerade seit gestern retour und war 3 Tage im Palmwag Konzessionsgebiet, Hoanib, Amspoort, Purros, Hoarusib, Van Zyls, Epupa,, Ruacana,... und kann dir aktuelle Infos geben. Empfehlenswert: T4A- Karte digital zur Orientierung, dort sind fast alle Pisten eingetragen. GPS!
Palmwag: an der Lodge Rezeption Permit holen (für die gewünschte Anzahl Tage). Bitte nicht ohne Permit fahren. Einerseits ist es bezahlbar, es werden Rhino Trust und andere Aktionen unterstützt und es ermöglicht weiteren Besuchern die tolle Landshaft und Teierwelt zu besuchen. Im Day Visit Bereich sind die Pisten super hergerichtet. Eigentlich kein 4 WD notwendig. Einiges los (ca. 20 Autos sind beim Tor an einem Tag eingefahren) Auf der Western Route ist uns in 2 Tagen kein Auto begegnet (einsamere Strecke). Gerne kann ich dir die aktuelle Palmwagkarte zumailen.
Im Hoanib heuer überdurchschnittlich viel Wasser, es sind öfters Wasserstellen zu furten, vor Sesfontain viel Staub, ausserdem viele Giraffen und Elephanten (Wir haben beispielsweise im oberen Drittel des Canyons eine Gruppe von 15 Elephanten beobachet), fahrtechnisch bis auf eine oder zwei Wasserdurchfahrten mit steilen Böschungen am anderen Ufer einfach, relativ viel los von Sesfontain her bis ca. in die Mitte des Canyons. Ab Amspoort Richtung Purros einfache und harte Piste.
Im Purros Canyon nur auf Spuren fahren, da dort bei den Wasserdurchfahrten ein fester Untergrund vorzufinden ist. Daneben sind schon einige "abgesoffen".
Hosuarib River Trail nur für absolute 4x4-Experten zu empfehlen, Ab der Abzweigung nur eine Spur, Fast alles im 1. und 2. Gang Untersetzung, Viel Aufwand mit Strecke suchen, Steine entfernen, Piste herrichten, Bäume entfernen, zurückfahren, ... Wir waren vor 3 Wochen gemäss einem Einheimischen angeblich das 3. Auto heuer auf dieser Route. Extrem einsam. Für 75 km ca. 10 Stunden Fahrzeit rechnen! Lieber voher zum Khumib River überwechseln, ist wesentlich entspannter.
Am Van Zyls ist es so wie auf dem Bild von La Leona, nichts für Anfänger, 1. Gang Untersetzung und Beifahrerhilfe notwendig, Erstaunlicher probieren es doch sehr viele diesen Pass/Abfahrt zu meistern. Wir haben an diesem Tag sicher 10 Autos (davon eine Gruppe Südafrikaner mit 6 Autos) gesehen und mussten viel warten und andere einweisen, weil einfach nichts vorwärtsging. Praktisch keine Überholmöglicheit. Würde ich wegen der Strecke nicht mehr fahren. Glücklicherweise ist die Landschaft traumhaft.
Epupa Ruacana (D3700), landschaftlich wunderschön, einige steile Passagen, eine etwas "ausgesetze" Schrägfahrt am Flussufer 2 m über dem Wasser und auch einige sandige Passagen erfordern einige fahrerische Erfahrung, ist aber einfacher als Van Zyls Pass, weil zwischendurch immer wieder ebene und gut zu befahrene Abschnitte vorhanden sind. Kein Auto iin 2 Tagen. Reine Fahrzeit wird mit 2 Tagen für die 95 km bis Swartsbootdrif angegeben. Wir haben eine reine Fahrzeit von 7,5 Stunden benötigt, mit Fotopausen und Tierbeobachutngen (Krokodile, Flusspferde, Löwen,...) waren wir auch eineinhalb Tage unterwegs.
Als Ergänzung: Fahrzeug Hilux 3.0 l Diesel, 150 l Tank, Winde, grössere Räder, höhergelegt, Dachzelt,..., über 100.000 km Pistenerfahrung in Afrika
Dominik
ANAnnohaThemenstarter104 Beiträge · seit 201121. Juli 2014 · #11
Hallo Dominik,
vielen Dank für die detaillierten Informationen. Die T4-A Karte haben wir , auch digital. Da bin ich mal gespannt wie es in 6 Wochen aussieht. Freue mich schon! Grüße Jutta
P.S. Noch eine Frage zu eurer Route: Wenn ihr von Palmwag kamt, seid ihr dann hoch in den Hoanib gefahren und wieder zurück?
DWdwaeger8 Beiträge · seit 201422. Juli 2014 · #12
Hallo Jutta,
Wir sind den Hoanib 2x gefahren. Zunächst kamen wir von der Western Route zum Hoanib (dort gibt es einen elefantensicheren Brunnen), Diesen flussaufwärts bis Sesfontain, um dort (an der Engen Tankstelle) Diesel bis Ruacana zu bunkern, dann wieder retour bis Amspoort, dort bei einer Düne übernachtet, anderntags Richtung Norden zum Purros Canyon (es gibt 2 Routen, westlichere ist mehr im Canyon, östlichere mehr in der Ebene). Bei den Epupafällen gibt es eine Tankmöglichkeit aus Fässern (gleich rechts am Ortsanfang, Preis????, momentan kostet 1 Liter Diesel zwischen 1,28 und 1,32 N$) Beim Singing Elephant Camp gibt es ein grosses Hinweisschild, dass nur mit Permit (Palmwag Konzession) eingefahren werden darf. Kontrolliert wurden wir nicht (wir hatten ein Permit!), obwohl wir mit einem "Parkwächter" o.ä. mit Palmwag Toyota noch gesprochen haben. Dieser hat uns noch diverse Tipps zu aktuellen Elefantenstandorten gegeben.
Dominik
SCschnoggl2 Beiträge · seit 201403. Aug. 2014 · #13
Hallo zusammen,
ich bin neu im Forum, aber schon seit vielen Monaten begeisterter Leser.
Es gehen Gerüchte um, daß man das Permit für das Palmwag Konzessionsgebiet auch vom Norden kommend kaufen kann - Amspoort oder Singing Elephant Camp?
Gibt es hierzu genaueres Infos?
Danke!
Yeiya
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200803. Aug. 2014 · #14
schnoggl schrieb:Es gehen Gerüchte um, daß man das Permit für das Palmwag Konzessionsgebiet auch vom Norden kommend kaufen kann - Amspoort oder Singing Elephant Camp
Hmm.
Hallo, schnoggl! Wo gehen denn diese Gerüchte um?
Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
DWdwaeger8 Beiträge · seit 201403. Aug. 2014 · #15
Permit im Norden? Ist mir unbekannt. Sicher nicht in Amspoort. Wir waren auch am Singing Elepahnt Camp Anfang Juli. Dort war nichts los. Bis auf die Hinweistafel unten am Fluss wies nichts auf das notwendige Permit hin. Ev. gibt es die Möglichkeit die Fahrt von Nord nach Süd bei der Palmwag Lodge (Per Mail oder Telefon) anzumelden und am Ausgangstor im Süden zu bezahlen?
Habe ich aber nicht nachgefragt, weil wir von Süd nach Nord unterwegs waren.
Mein Kenntnisstand ist, dass man bei Einfahrt von Norden zunächst ohne Permit einfährt und das dann nachträglich bei der Ausfahrt am Gate in Palmwag kauft. Im Norden direkt kann man so weit ich weiß nichts kaufen
piolet
SCschnoggl2 Beiträge · seit 201404. Aug. 2014 · #17
Hallo Yeiya, ich bin diese Richtung noch nicht selbst gefahren, wurde aber bei 4x4community mal so diskutiert.
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200805. Aug. 2014 · #19
Wenn man von Norden einfährt, sagt man vorher in Palmwag Bescheid. Eine kurze telefonische Ankündigung ist gern gesehen und vermeidet Missverständnisse. Und es entspricht den allgemeinen Gepflogenheiten, dass man sich zuvor bemerkbar macht, wenn man sich irgendwo aufhalten möchte, wo Rechte anderer bestehen.
Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt