GUguaguThemenstarter173 Beiträge · seit 200702. Juli 2014 · #1Hallo liebes Forum
Nach langer Abwesenheit im Forum melde ich mich mal wieder zurück. Wir sind ein "halbjunges" Paar aus der Schweiz und nach etlichen Reisen als Selbstfahrer im südlichen Afrika, zieht es uns nun zum ersten mal nach Namibia. Aus beruflichen Gründen habe ich endlich die Möglichkeit, dieses Land in rund 60 Tagen zu erkunden. Wir starten anfangs November 2014.
Mir ist klar, dass viele von euch sehr viel vorplanen und vorbuchen. Meine Frage: Ist das in dieser Periode nötig? und bitte nicht schimpfen...
Wir sind wieder mit einem 4x4 mit Dachzelt unterwegs und Starten in J'burg, dann weiter für eine Woche in den KTP. Diese Plätze sind bereits gebucht. Wir werden über Mata Mata ausreisen und dann gegen Norden das Land zu erkunden. Ich bin auf der Suche nach einfachen, aber am liebsten ein bisschen aussergewöhnlichen Campsites. Natürlich bin ich fleissig am Reiseberichte lesen und zudem habe ich neuen T4a Karten und Reiseführer besorgt. Wir sind uns auch das Planen und Navigieren mit dem GPS gewohnt.
Im Zentrum stehen die wundervollen Landschaften und natürlich im Besonderen der Caprivi Strip mit seinen doch noch recht "wilden" Parks...Ist der Caprivi und das Kaokoland area überhaupt zu bereisen? Was kann ich unter Regenzeit in Namibia verstehen? Macht es überhaupt Sinn und ist es empfehlenswert, in dieser Jahreszeit den Norden und Nordwesten zu erkunden. Ich werde Ende Woche meinen ersten Planungsentwurf einstellen und bin natürlich für Verbesserungsvorschläge sehr dankbar. Ich bedanke mich zum Voraus für eure MIthilfe. Natürlich sind auch Hinweise zu bereits geposteten Reiseberichten sehr willkommen.
Einen lieben Gruss aus der verregneten Schweiz.
phantom197 Beiträge · seit 201003. Juli 2014 · #2hi there,
Mir ist klar, dass viele von euch sehr viel vorplanen und vorbuchen. Meine Frage: Ist das in dieser Periode nötig? und bitte nicht schimpfen.
MEINE meinung- NEIN!
viele der touris spenden hier 10-21 tage im schnitt.so,diese wollen natuerlich so viel wie moeglich "mitnehmen".
und daher planen und buchen sie natuerlich so das alles perfekt ablaeuft.was ja auch verstaendlich ist.
hier sagt man:" die europaeer haben die uhren-wir die zeit".
und diese zeit nehme ich mir auch.
volltanken (immer und ueberall!),genug wasser,anderen krimskrams ins auto und los.
wenn es mir irgendwo gefaellt bleibe ich dort,spende zeit und kohle dort und erfreue mich an den kleinen dingen des lebens.
dies ist meine meinung und wird nicht mit vielen der hier schreibenden touris geteilt werden.
wie auch immer,
gute reise wenn es soweit ist wuenscht
david
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200803. Juli 2014 · #3Hallo, guagu!
Glückwunsch zur langen Reisezeit!!
Eigentlich ist es wunderbar, ohne Buchungskorsett zu reisen, mit viel Zeit - es hat aber nicht nur Vorteile, man muss dann auch mal hinnehmen, dass nix von dem geht, was man sich so grad dachte.
Bis zum 4.12. würd ich mir bezüglich der Verfügbarkeit keine Sorgen machen, dann kommen die Schulferien (8.12. bis Anfang Jan – und auch die Südafrikaner haben dann Schulferien!), die werdet ihr an manchen Plätzen deutlich merken. Zusätzlich sind beliebte Plätze in der Weihnachts- und Neujahrszeit stark frequentiert und außerdem schließen in der Zeit einige der Guestfarms (und entsprechend auch ihre Campsites). Das alles zusammen, da könnte es dann schon mal schwierig werden... und vielleicht wäre es sinnvoll für diese Zeit etwas zu buchen, dass einem wichtig ist.
Keine Ahnung wie es in der Zeit da oben im Norden von Namibia ist, warscheinlich ziemlich warm und grundsätzlich musst du auch mit Regen rechnen, also nie in den Trockenflussbetten übernachten. Und wenn du wegen eines fließenden Flusses nicht weiterkommst, dann drehst du halt um, oder wartest. Wir haben uns immer gewünscht, so was mal zu erleben und hätten gern einen solchen „Zwangsaufenthalt“ hingenommen, es ist bestimmt ein Erlebnis!
Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200603. Juli 2014 · #4Hallo guagu,
Ist der Caprivi und das Kaokoland area überhaupt zu bereisen? Was kann ich unter Regenzeit in Namibia verstehen?
Ja, aber es kommt wie gesagt auf den Regen an. Das Kaokoveld erholt sich nur langsam von drei Jahren fast ganz ohne Regen 🙁 Regenzeit in Namibia bedeutet (von Nordosten = Caprivi nach Südwesten abnehmen) mit Glück alle paar Tage mal für 2-3 Stunden - meist nachts - Regen. Also der Regenfall an sich sollte kein Problem darstellen, aber wenn es eben viel geregnet hat ist im Caprivi außer den wenigen befestigten Straßen nicht viel passierbar. Mamili (Nkasa Lupala) NP ist ohnehin auf weiten Strecken nur mit dem Boot erkundbar.
Ansonsten gilt was meine Vorschreiber sagten: Absolute Hochsaison für Regionalreisende (da überall Schulferien), viele kleine Unterkünfte machen Betriebsferien und ihr müsst v.a. im Norden mit Temperaturen 40+ °C rechnen.
Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
HOHolgerK.213 Beiträge · seit 200609. Juli 2014 · #5Hallo,
ich habe in der Vergangenheit ca. 15 Touren in der Zeit November bis Februar im Kaokoland durch geführt. Richtig ist, daß es die wahrscheinlich heißeste Zeit in Namibia ist. Aber nicht im Kaokoland. Wenn Du Dich 30 - 50 km parallel zur Küste hälst, hast Du immer einen kühlen Westwind. Wir haben in der Zeit schon abends gesessen mit allen Klamotten auf dem Leibe, die wir mithatten. So kalt erschien es uns. Mit Regen mußt Du natürlich rechnen, wobei in den letzten Jahren um diese Zeit, wenn überhaupt, nur wenig gefallen ist. Die Regenzeit verschiebt sich meiner Meinung nach immer weiter in den Februar, März und April.
Gruß
HolgerK.
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200609. Juli 2014 · #6Hi HolgerK.
Wenn Du Dich 30 - 50 km parallel zur Küste hälst,
klar, nur da darf man in aller Regel nicht hin, da dort der Skelettküsten-Park ist. Abgesehen davon reicht das kühlere Küstenwetter etwa 25 Kilometer ins Inland, und das bei Swakopmund. Je weiter nach Norden man fährt, desto schwächer wird der Benguela-Strom und desto wärmer werden auch die Küstengebiete.
Nachtrag:
Hier das Wetter direkt an der Skelettküste im Dezember 2013:
http://www.accuweather.com/en/na/torrabaai/4560/month/4560?monyr=12/01/2013 (um und bei 34-39 Grad) und hier im Inland bei Sesfontein
http://www.accuweather.com/en/na/sesfontein/243980/month/243980?monyr=12/01/2013 (um und bei 33-39 Grad)
Viele Grüße aus dem kalten Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200809. Juli 2014 · #7HolgerK. schrieb:
„Wenn Du Dich 30 - 50 km parallel zur Küste hälst, hast Du immer einen kühlen Westwind. Wir haben in der Zeit schon abends gesessen mit allen Klamotten auf dem Leibe, die wir mithatten. So kalt erschien es uns.“
Naja, also, das mit dem Wind ändert sich mitunter gaanz schnell und wird dann heißer Ostwind... und die sogenannte „gefühlte Kälte“ ist ja nun auch seehr relativ und von Feuchtigkeit und Wind abhängig.
Mit Wetterumschwüngen muss man grundsätzlich überall auf der Welt rechnen, im Winter kann es warm sein, in der Regenzeit trocken... und Wüste hat nun einmal den „Hang“ zu etwas extremeren Bedingungen. Das sollte man wissen, bevor man sich dorthin begibt.
Übrigens, im Ende Nov./Anfang Dez. 2013 lief der Hoanib.
Bei Flussbetten in ariden Gebieten ist das ja auch nicht zwangsläufig von Regenfällen vor Ort abhängig... - weshalb schon einige Leute in der Wüste ertrunken sind.
Man sollte sich also auf das "üblicherweise" nie verlassen!
Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt GUguaguThemenstarter173 Beiträge · seit 200709. Juli 2014 · #8Vielen Dank für eure Antworten...das ganze wird ja recht kontrovers diskutiert...Kann ich mich zwei Wochen vor Reisebeginn nochmals genauestens informieren und mich dann entscheiden? Bisher haben wir nur wenige Camps reserviert und versucht, die Route und Unterkünfte so spontan wie möglich zu buchen...mir ist klar, dass das im KTP, dem Etosha und der Küste gegen mitte Dezember nicht geht. Daher habe ich einen Teil gebucht.
An wen könnte ich mich wenden, um eine realistische Einschätzung der Lage zu bekommen?
Tolles Forum, merci allen die geantwortet haben.
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200609. Juli 2014 · #9Hallo guagu,
An wen könnte ich mich wenden, um eine realistische Einschätzung der Lage zu bekommen?
an eine Lodge vor Ort (z.B. Fort Sesfontein) und natürlich ans Forum.
Viele Grüße
Christian
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