Rundreise von Windhoek nach Livingston

10 Antworten · 1'919 Aufrufe · gestartet 22. Apr. 2014 von tropisch
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Themenstarter2 Beiträge · seit 201422. Apr. 2014 · #1
Hallo zusammen!

Da ich gerade meine erste Namibia-Tour plane und an einigen Stellen recht ahnungslos bin, würde ich mir gern bei euch Profis ein paar Tipps holen.

Meine Route steht im wesentlichen schon fest, jedoch habe ich eine Frage zum Thema Mietwagen:
Meine Route sind in etwa so aus: (siehe Link oder Anhang)
http://www.directupload.net/file/d/3600/rsuq9tv3_png.htm
Bitte stört euch nicht an der ein oder anderen Station die möglicherweise leicht falsch eingezeichnet oder bezeichnet ist.
Meine Fragen:
1. Benötigt man für meine Route zwingend einen 4x4, oder würde es ein kleineres Fahrzeug (Opel Astra etc.) auch tun?
Meine Reise startet am 5.8. und Endet am 28.8 in Livingstone.
Ich habe bisher in diversen Foren / Beiträgen die unteschiedlichsten Meinungen gelesen, die, wie ich denke, aufgrund der unterschiedlichen Reisezeit (Regenzeit, Trockenzeit) stark auseinander gehen.
Mir ist auch klar, dass ein 4x4 mehr Komfort bietet als ein MitteklasseFzg, jedoch ist der Preis für einen 4x4 der Wahnsinn: ca.3000€ + one-way-Gebühr + Grenzgebühr)
Dazu kommt, dass wir nicht die monster-offroader sind, sondern eher die "Normalo"-Touris

2. Kann man das Okavango Delta evtl. günstiger/besser vom Norden aus besuchen? Die Übernachtungspreise in den Lodges im Delta sind recht saftig (350€+).
3. Ist es im Delta erlaubt und nicht zu gefährlich in freier Wildbahn auf seinem SUV im Zelt zu schlafen, oder muss man in einen Campground?


Vielen Dank schon mal fürs Durchlesen und hoffentlich auch fürs Antworten 😉
Gruß
Michael

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zuletzt bearbeitet 23. Apr. 2014
1'068 Beiträge · seit 201323. Apr. 2014 · #2
Hallo tropisch,
Für die 23 Tage hast du dir ja ganz schön was vorgenommen. Mir wär das ja zu viel Fahrerei...aber jeder so wie er mag.

Der erste Teil deiner Reise ist m.E gut mit einem normalen Pkw machbar. Rechne damit, dass du überwiegend auf gravel fährst. Geht mit nem Astra sicher auch, fänd ich allerdings etwas unkomfortabel.

Wenn du tatsächlich durch den Moremi und den Chobe willst, kommst du um einen 4x4 nicht herum. Oder du fährst "aussen rum" und machst von Maun bzw Kasane aus organisierte Touren.
Du schreibst nicht, ob ihr generell campen oder in Lodges wollt.
In den Nationalparks musst du zwingend auf einen campground. Du wirst im Zweifel gar nicht in den Park gelassen, wenn du keine Reservierung nachweisen kannst. Die camps -zumindest in Botswana- sind übrigens nicht eingezäunt.
Zum Wildcampen ausserhalb der Parks kann ich dir nichts sagen. Für mich wär das nix und das Thema wird hier sehr kontrovers diskutiert.
Wenn du in August 2014 unterwegs sein willst, solltest du evtl die "Klassiker" schnellstens vorbuchen. sesriem, Etosha etc sind oft Monate im Voraus ausgebucht

Gruss

Mabe
33,1k Beiträge · seit 200623. Apr. 2014 · #3
Hallo Michael,

vielleicht etwas (sehr) viel für 23 Tage... 🙁

1) Wenn Du Chobe/Moremi nicht auf eigene Faust erkunden willst, dann kommst Du mit einem PKW zu Recht. Schön ist ein höheres Modell, nötig ist es nicht.

2) Botswana setzt auf hochpreisigen Tourismus, v.a. im Delta. €350 für eine Lodge ist da noch recht günstig. Kaum ein Weg führt an Maun vorbei. Viele Lodges sind nur als Fly-In erreichbar, was das ganze noch teurer werden lässt.

3) Campingplätze - aber dieses setzt auch voraus, dass ihr ein dementsprechendes Fahrzeug (siehe Antwort 1) habt.

Viele Grüße aus Windhoek
Chrisian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
4'129 Beiträge · seit 200823. Apr. 2014 · #4
Hallo, tropisch! Willkommen im Namibia-Forum!

Zu deinen Fragen:
Die Strecken Tsumkwe-Dobe–Nokaneng ist mit einem Sedan nicht zu empfehlen, in den Chobe oder Moremi werden sie dich ohne 4x4 nicht reinlassen, mit Regenzeit hat das nix zu tun. Die Vorstellung, dort mit einem Sedan unterwegs sein zu wollen ist sinnfrei. Das ist auch keine Frage von „Komfort“ – es sei denn, man betrachtet die Tatsache mit einem Fahrzeug auch zu fahren und nicht nur zu stehen, als Komfort...
Und, ja, 4x4 sind teuer, und das hat ja auch einen Grund. Es ist aber so, dass man heutzutage in der glücklichen Situation ist, überhaupt als Tourist einen 4x4 mieten zu können.
In eurem Fall, würde ich sagen, nehmt einen Sedan und bucht jeweils Touren in die entsprechenden NP's, aber versucht nicht mit einem SUV in den Chobe zu fahren, geschweige denn (solltet ihr dort wider Erwarten hineinkommen), in irgendeinem NP außerhalb der designierten Campsites zu übernachten, - sie schmeißen euch raus, sofort. Und mit Recht. Das ist nichts Besonderes, das würde euch in jedem NP der Welt so ergehen. Eigentlich sind die Regeln dahingehend überall ziemlich gleich.
Ihr seid selbst eures Glückes/eurer Route Schmied, ihr möchtet one-way – das ist überall teuer. Wenn ihr die Kosten senken wollt, geht in den normalen Bereich und verzichtet auf die Geldfresser – es lässt sich vieles vermeiden, was sehr teuer ist.
Und dann kommt ihr Nicht-„monster-offroader“ auch nicht in die Gefahr, euch mit euren Wünschen zu verfransen.

Gutes Gelingen
Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
3'080 Beiträge · seit 200923. Apr. 2014 · #5
Hallo tropisch,

ich machs mal kurz:

1: 4x4 muss sein wegen der Nationalparks
2. Günstiger gehts nur mit camping
3. Geht nur in ausgewiesenen Camps, sonst bekommst du mit Recht Ärger.

lg sasowewi
13 Beiträge · seit 201223. Apr. 2014 · #6
Hallo Michael

hast Du 4x4 Erfahrung?
Wenn nicht, solltest Du Sie machen, bevor Du durch Chobe / Moremi / Savuti fährst. Sonst vergiss es; Du hängst schneller fest, als Du denkst und wenn Du allein nicht mehr raus kommst, ... na ja... 4x4 allein macht es nicht...
Ich hab letztes Jahr einigen Newbies geholfen, aber ob sie durchgekommen sind, weiss ich nicht. Einer sass bereits seit 2 Tagen fest und ich war der erste Besucher, der sich von seiner Unwissenheit überzeugen durfte.
Es erschreckt mich immer wieder, wie unbefangen einige Leute an eine solche Tour herangehen. Sicherlich kann immer etwas passieren, aber man sollte auch immer einen Plan B haben. Nichts für ungut; ich möchte Dich auch nicht erschrecken. Ich denke mal, wenn Du das erste Mal im südlichen Afrika unterwegs bist, solltest Du gewisse Sachen via Tourguides machen und entsprechend lernen. Das gilt für Wildlife als auch für 4x4. Danach hast Du etwas Erfahrung und kannst die Dinge besser einschätzen und richtig geniessen.

Viel Spass

Gruss Wessi
Gruss Wessi http://www.TickerFactory.com/
1'182 Beiträge · seit 200623. Apr. 2014 · #7
Hallo Michael,

willkommen im Forum.

Aber ich muss - mit Verlaub - leider sagen, Du bist auch wieder einmal einer der blauäugigen Ersttäter: mit einem Opel Astra durch Moremi / Savuti / Chobe ... mutig!!! Nein: Wahnsinn!!! Und das alles in 23 Tagen!? Und da hast Du in anderen Foren unterschiedliche Meinungen gelesen? Da fehlt mir der Glaube! Es gibt hier gerade in letzter Zeit Mengen von sehr schönen Reiseberichten. Hast Du irgend einen davon gelesen? Das solltest Du unbedingt nachholen. Dann kannst Du Dir einige Deiner Fragen selbst beantworten. Es ist durchaus auch nützlich, sich mal einen Reiseführer anzusehen - kann ich sehr empfehlen.

Und das alles soll im August passieren? Meinst Du 2014 oder 2015?

Wenn Du Dich ein wenig mehr vorbereitest, wirst Du vermutlich selbst zu der Erkenntnis kommen, dass die übliche Ersttäter-Tour durch Namibia genau richtig ist. Deine mutigen Pläne kannst Du dann das nächste Mal verwirklichen, denn Du kommst mit Sicherheit wieder.

Gruß,
Bernd
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2'845 Beiträge · seit 201123. Apr. 2014 · #8
Hallo Michael,

nur ein Hinweis zu Deinem Zeitmanagement:
ab Punkt B bis mind. G kannst Du mit einem Astra zeitweise nur 30-50 kmh fahren!

Gruß
Strelitzie
2'319 Beiträge · seit 201123. Apr. 2014 · #9
Moin Michael,

ich kann mich Bernd nur anschließen. Die von Dir/Euch geplante Greenhorn-Tour ohne 4x4 ist meines Erachtens nicht durchführbar und mehr als gewagt. Ich erinnere mich lebhaft an vier Japaner, die glaubten im Khama Rhino Sanctuary (welches gut besucht ist und wo Hilfe, falls vonnöten, immer recht rasch zur Stelle ist) mit einem Sedan rumkurven zu müssen. Wer das Khama kennt, weiß, dass die dortigen Pistenverhältnisse keine Herausforderung darstellen. Aber die Japaner blieben im Tiefsand hängen, stiegen unbekümmert aus, obwohl um die Ecke die Nashörner grasten. Den Sedan aus dem Sand zu ziehen war für uns als Hinzugekommene nimmer möglich. Die Piste war blockiert alle innerhalb einer Stunde aufgestauten 4x4 mussten umkehren. Wie gesagt.... das Khama ist eine Betschwester im Vergleich zu anderen Orten im südlichen Afrika.

Ferner empfinde ich die Zeit, die Dir/Euch zur Verfügung steht mehr als eine sportliche Herausforderung.
Das südliche Afrika mit allen seinen Naturwundern und Besonderheiten eignet sich keinesfalls, um vom Wagen aus genossen werden zu können. Meiner Meinung nach ist weniger mehr. Einfach mal einen Tag irgendwo "rumzulottern" und nix zu machen, sehen zu können, wie sich ein neuer Tag entfaltet und Leben nimmt, das geht nur, wenn man sich Zeit nimmt.

Lass Dir Zeit für Afrika und wenn ein 4x4 dieses Jahr nicht ins Budget passen sollte, warte lieber, bis es sein wird. Du wirst es nicht bereuen.

Schönen Gruß vom Alm
Themenstarter2 Beiträge · seit 201424. Apr. 2014 · #10
Hello again!

Zuerst möchte ich mich für die vielen und größtenteils sehr ausführlichen Antworten bedanken. Alle Nachrichten, bis auf eine leicht aggressive gefasste, haben mir wirklich sehr geholfen.

Ich werde deshalb meine Reiseroute anpassen. Scheint, als war meine ursprüngliche Planung wirklich etwas sportlich.
Ich werde mit einem 4x4 (Wessi: ja, ich habe 4x4-Erfahrung:) ) meine Route bei Punkt E beenden und zurück nach Windhoek fahren.
Von dort aus werde ich wohl eine geführte Safari übers Okavango Delta bis zu den Victoria Falls buchen.
Die Preise scheinen mir im Allgemeinen gut zu sein.

Konnte schon jemand Erfahrungen mit dieser Tour hier machen: http://www.moja-travel.net/de/tour1001-namibia/details.html ?

Vielen Dank nochmal für die bisherige Hilfe
Gruß
Michael
1'182 Beiträge · seit 200624. Apr. 2014 · #11
Hallo Michael,

für Deine Tour bis Punkt E und zurück nach Windhoek brauchst Du nicht unbedingt einen 4x4, obwohl ein 4x4 angenehmer und sicherer ist, wenn nach dem Regen die Pads weich und nass geworden sind und wenn die Flüsse Wasser führen. Auch die Zufahrten zu den Lodges sind manchmal problematisch. Deshalb nehme ich immer einen 4x4, aber zwingend ist es nicht.

Gruß,
Bernd
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