ReiseInfo, Nam/Nord + Bot, aus März/April 14

7 Antworten · 2'634 Aufrufe · gestartet 22. Apr. 2014 von lilytrotter
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Themenstarter4'129 Beiträge · seit 200822. Apr. 2014 · #1
Hab's unter Namibia eingestellt, auch wenn die Hälfte Botswana Infos sind (geht ja sowieso nach kurzer Zeit ins Nirwana und der, der es jetzt liest, hat halt Beides.

ReiseInfo, Namibia/Nord + Botswana, aus März/April 14

Urban Camp, Klein Windhoek, junges nettes Camp, Campsite und feste Zelte, hohe Schattenbäume, Bar, angenehme Atmo, wenn es trocken ist, ist es bestimmt sehr sehr nett dort.

Arebbusch Camp, immer noch sehr brauchbarer großer Stadtcamping, Straßen- und Fluggeräusche (Kleinflugzeuge des Eros Airport) sollte man hinnehmen können

Daan Viljoen Recreation, sehr brauchbare Abwechslung, wenn man schon am Reiseanfang mal ein bisschen Natur schnuppern will, sehr gute Campsite, gutes Restaurant, nette Terrasse, Pool

Kaudum – Landschaft ein wenig eintönig, sandig, tierfrei... (1 Ele im südl. Flusstal, das ab Sikereti beginnt – Valley war wegen Nässe nicht befahrbar; unterwegs 2 x 2 Eles in 2 Tagen; im Kaudum Valley 1 Giraffe, 3 Strauße...) hübsch: Kaudum Valley und Tsau Waterhole – den Rest fanden wir etwas langweilig und die bei Trockenheit wohl tiefsandigen Tracks sind bei Nässe natürlich sehr einfach zu fahren. Südl. Camp (Sikereti) aufgelassen, nördl. Camp (Kaudum) brauchbar: Wasser, einige Sites haben schöne Aussicht über das weite Tal.

Mobola Lodge, Caprivi, 20 km westl. v. Bagani/Divundu – sehr sympatische Selfcatering Lodge, deutschsprachig, sehr nettes Ambiente und die Campsites liegen z.T. direkt am Okavango (mit private Duschrondavel + Miniterrasse), schlicht, nützlich, stilvoll; 100 pN (incl. 1 Bundle Wood), vorgelagertes kleines Inselchen mit Hängebrücke verbunden, gutes Birden. Das Plätzchen hat Zukunft!

Shakawe Lodge, Panhandle – feines Plätzchen, guter ital. Koch! Individuelles Dinner, perfekte frische Pizza! - brauchbare Campsite, direkt am Fluss; Boatcruise mit Schreiseeadler-Fütterung.

Island Safari Lodge, Maun – nach 30 Jahren nicht mehr wiederzuerkennen – naja, brauchbar. Veraltete, aber durchaus gepflegte Anlage, die leider nicht mehr von ihrem alten Charme/Atmosphäre profitieren kann. Essen und Service O.K. - Störend: Am WoE die Mega-Disco von Gegenüber und der erstaunlich laute Verkehr, der herüberschallt.

Sedia Hotel, Maun – ehrliche Sache – günstiger und brauchbarer Camping hinter dem Hotel, gutes Essen auf der Hotelterrasse, beliebter Platz.

Riley’s Garage, Maun – Batterien für jeden Fahrzeugtyp erhältlich… – sind nicht billig (sind sie nirgends!), halten dafür auch nur 1-2 Jahre… 😉 - kann einen aber manchmal durchaus retten… 🙂

Ngamiland hatte in dieser Regensaison die doppelte Menge des üblichen Niederschlags einer kräftigen Regenzeit!
Moremi: Jeder Track am Khwai endete im Wasser – reichlich/tiefe Matschlöcher... – unergiebige Gamedrives. Nett: Die seit einem Jahr öffentlich zugängliche BlackPools Region. Dort fanden wir es richtig gut. SouthGate Campsite: vollkommen Camper-leer – nicht einmal Hyänen lungerten herum, dafür gab's aber das übliche morgendliche Geschrei der Pavian-Horden – faszinierend: das frühmorgentliche SocialLife der Paviane.
Khwai, Okavango und Boteti haben Höchstwasserstand, vom eigenen Regenwasser! – völlig unabhängig von der jährlichen Flut! - Die lokalen Wasserstände fallen zur Zeit, die Flut war Anfang April noch nicht angekommen... Man sagt, dass Angola keine besonders starke Regenzeit hatte, also nicht mit Rekordhöchstständen im Juni/Juli zu rechnen sei... man sagt...

Drifters Campsite: sympathisches Plätzchen 30 km östl. v. Maun, Camping direkt am Boteti River, Bar mit kalten Getränken (und in diesem Jahr mit dem ‚first Rosy-backed Pelican ever seen at this place’)

Tiaan’s Camp, direkt bei der Khumaga Ferry (seit März geöffnet), Gelände noch nicht ganz fertiggestellt, aber alles nutzbar! - Nette Leute, Pool, Bar, Restaurant (auf Vorbestellung bekamen wir ein exzellentes Kudugulasch mit Sweet Potato), Dachterrasse, Campsites und Chalets, (später einige Fotos - nee, ein link zu den Fotos: http://www.namibia-forum.ch/forum/25-unterkuenfte/282556-tiaan-s-camp-khumaga.html ):
Unsere Rechnung: lieber 2 Nächte Tiaans, sich bekochen lassen, 2 x mit Ponton-Fähre in den Park und man liegt immer noch billiger als auf der private Campsite im Park. Und hat einen Pool...

Haina Lodge Kuke Corner, in eigener Hainaveld Conservancy; Campsite abseits der Lodge, im Busch, Toilette+Dusche; romantisches excellentes Dinner in der Lodge möglich (vorbestellen!), wenn man dort nicht durch „Vollzahler“ im „Stress“ ist – sehr nette Atmosphäre! Mal’n bissl Stil während des Camper-Daseins ist einfach eine angenehme Abwechslung!

CKGR – war noch immer etwas nass, aber für uns problemlos – z.T. tiefe Spuren der Verzweiflung im Matsch auf und neben der Piste. Einige Fahrzeuge mussten in dieser Regenzeit geborgen werden, - letzter Regen, den wir mitbekamen war am 12.4. aber das Gröbste ist vorbei.

East Gate, – Buitepost/Mamuno Border (Namibia-Seite), Chalets + Campsite, (ganz neu) - für eine Nacht eine sehr brauchbare Unterkunft (eine Campsite hat sogar ein Regendach, was für die Sturzfluten der Nacht für uns die Rettung war) – ansonsten ein sehr gläubig geführtes Unternehmen: auf allen Tischen, Servietten, den Wänden und an den Chalets wird man zum Christlichen Glauben geführt. Kleiner gut ausgestatteter Supermarkt, ATM, der Fisch im Restaurant war ungenießbar, kann ja mal vorkommen... - die Steaks sind sicher besser!

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 30. Apr. 2014
Themenstarter4'129 Beiträge · seit 200830. Apr. 2014 · #2
Ergänzungen:
Auf der südlichen Zufahrt zum Kaudum, befindet sich die Campsite der San People in IIXaleba, angeschlossen an das LCFN Projekt: "The Living Hunter's Museum", mit denentsprechenden buchbaren Aktivitäten. Sehr nette Leute, freundlich und unaufdringlich. Da wir nicht auf die Jagd wollten, erbaten wir am nächsten Morgen Schmuck angeboten zu bekommen und bei der Abfahrt lag die ganze Auswahl der Frauen parat, alles mit Preisen ausgezeichnet. Es wird hier (wie auch in anderen Projekten) so verfahren, dass die Preisschilder den Namen der Handwerkerin tragen, sodass sie den Erlös erhalten. Der Schmuck war unseres Erachtens sorgfältig gearbeitet, sowas mögen wir. Natürlich haben wir zwei Stücke gekauft. Passendes Kleingeld ist für solche Käufe (auch für die Barzahlung der Campsite) immer wichtig!
Übrigens: Auch die Frauen an der nördl. Zufahrt des Kaudum bieten Handwerkliches an: Sehr sorgfältig gearbeitete Körbe. Wir haben nun von jeder Ansiedlung einen! 🙂

Popa Falls:
Die Community Campsite ist zu einem schicken NWR Resort geworden, externer Bar-Bereich direkt an den Falls, sieht alles sehr nett stylish aus! Der gleiche Baustil wie in einigen anderen Resorts aus den letzten Jahren.
Man kann auch als Tagesbesucher auf das Gelände (gegen eine kleine Gebühr) und hat sein Auto dann dort auf dem Parkplatz stehen, während man die Fälle ausgiebig genießen kann. Die Campingplätze selbst sind nach „oberhalb“ in den Busch verlegt worden..., natürlich sind die Chalets und das Restaurant direkt am Fluss. Logisch.

Mahango Park: Ein vielseitiger kleiner Park mit guten Sichtungen, selbst in der Regenzeit, - wir waren angenehm überrascht, - was uns nach dem Kaudum (den wir ziemlich langweilig fanden...) sehr gut tat. Macht man nur den „kleinen“ Gamedrive auf der östl. Route, kann man ihn auf dem Weg runter zum Panhandle quasi „mitnehmen“. Ideal ist es natürlich sich dafür etwas Zeit zu lassen.

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 30. Apr. 2014
120 Beiträge · seit 201430. Apr. 2014 · #3
Hallo Lillytrotter, hallo Forum!

Gibt es eigentlich irgendwo, außer durch aktuelle Infos durch Forumsmitglieder, eine Info über die aktuellen Zustände im Moremi - Wasserstände, offene Gamedrives/Loops, usw...?

LG, Michi
"If you can dream it, you can do it!"
Themenstarter4'129 Beiträge · seit 200801. Mai 2014 · #4
Bezüglich Moremi gab’s hier mal Anfang März „Wasserstandsbericht“, - aber das ist ja nun lange vorbei. Schon Anfang April waren die Regenmassen der vergangenen Wochen kein echtes Problem mehr - auf den Hauptwegen- , aber Kkwai/Xakanaxa war z.B. am 2.4. noch nicht zu befahren, dort haben sie mehrfach Fahrzeuge geborgen). Dieses Jahr ist ja auch sowie so eine Ausnahmesituation.
Im Prinzip trocknen die Schlammlöcher ja ziemlich schnell aus, auch wenn sie dann noch eine weile „tückisch“ sind. Allerdings war die Tatsache, dass man die schönen GameDriveTracks direkt am Khwai River nirgends fahren konnte, schon schade (das war sinnloses Gekurbel auf matschigen Tracks durch den Busch und endete immer im/am Wasser des Khwai). Wirklich schade, denn es fehlt einem etwas, was den Moremi ausmacht und das mag sich kaum geändert haben, denn, das was in dieser Regenzeit an RegenwasserMassen ausnahmsweise den Pegel des Deltas angehoben hatte und nun Peu à Peu wegtrocknet, wird eigentlich fast gleichzeitig durch die langsam auflaufende Flut (aus Angola) „ersetzt“...
Letztendlich bleibt einem sowieso nur: Hinfahren, schauen und ausprobieren. Und Plan B haben und kein enges Zeitkorsett. Über die Mopanezunge kommt man immer nach Xakanaxa. Und die Cutline von South Gate nach Khwai ist eigentlich auch immer befahrbar.
Es gibt übrigens eine neue Piste ab Khwai nach Sankuyo Village, die einem von den Rangern am Gate angeboten wurde/wird, wenn man nach Osten will, wenn der Khwai extrem hohen Wasserstand hat (Höhe Anfang April: über LandcruiserHaube...) - Diese neue Piste ist eine ganz offizielle Piste, die auch in der neuen Shell Moremi Map eingezeichnet ist. Aber ein Strich auf der alten Karte (die zeichnen dir den gern ein...) tuts auch 🙂 , man kann sich wohl sowieso nicht verfahren, da es in der Gegend die einzige Fahrmöglichkeit ist. Man sagte uns, die Strecke habe kein Wasser, - wir haben dann aber doch unsere Streckenidee geändert und sind diese neue Piste nicht gefahren. Also: Es gibt mittlerweile offensichtlich eine Alternative ab Khwai North, durch den Park nach Osten, wenn die Watercrossings des Khwai unpassierbar sind.


- Eine sehr gute Seite ist: http://www.maunselfdrive4x4.com/
Hier: Moremi Track Conditions klicken
- Das südafrikanische 4x4 Forum ist auch oft sehr hilfreich und aktuell:
http://www.4x4community.co.za/forum/

Zu den Wasserständen:
Bis vor Kurzem gab es noch das HOORC, dort konnte man wunderbar die Flutdaten und das auflaufende Wasser im Delta abrufen – das Nachfolgeinstitut SASSCAL ( http://www.sasscal.org/index.php ) bietet einen solchen Service leider nicht mehr. Allerdings konnte man die HOORC Wasserstands- und Durchflussmengen-Tabellen auch nur dann wirklich für sich nutzen, wenn man auch eigene Referenzdaten hatte, sonst sagten einem die Messungen nicht viel.
- Oder kann jemand die evtl. gut versteckten Daten über die Flutpegel im Delta/Durchflussmengen im Okavango River irgendwo finden?

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 01. Mai 2014
120 Beiträge · seit 201401. Mai 2014 · #5
Vielen Dank lillytrotter für die ausführliche Antwort - bezüglich HOORC und SASSCAL haben wir den gleichen Wissenstand.
Der Tipp www.maunselfdrive4x4.com ist klasse und war mir neu - werde mein Glück in den nächsten Wochen versuchen.
Es bleibt nur zu hoffen, dass sie auch weiterhin die Streckeninfos so aktuell halten, wie in den letzten beiden Jahren. Aber es gibt ja Gott sei Dank auch immer noch viele Menschen vor Ort, die man fragen kann.
Gebe Dir vollkommen recht in Bezug auf Planung, doch eigentlich sind es ja die Ungewissheiten, welche Afrika reizvoll machen - wir freuen uns auf jeden Fall über jeden Tag und sind neugierig, was der nächste Tag bringt...

Liebe Grüße und danke,

Michi
"If you can dream it, you can do it!"
zuletzt bearbeitet 01. Mai 2014
1'667 Beiträge · seit 200901. Mai 2014 · #6
Hallo, lilytrotter

Dann hat in der Shakawe Lodge ja scheinbar der Besitzer gewechselt.
Einen Camp site gab es bei uns noch nicht.
Der Pool war seit der letzten Überschwemmung unbrauchbar.
Die damaligen Besitzer, ein älteres Ehepaar,( mit einem jungen Schäferhund)
wollten die Lodge verkaufen, da der faule Sohnemann keine Lust auf den Betrieb hatten.
Gefallen hat es uns dort trotzdem.

Lieben Gruß
Birgitt
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370 Beiträge · seit 201001. Mai 2014 · #7
Hallo Lilytrotters,

vielen Dank für die nützlichen Informationen - besonders eure Beschreibungen zur Mobola Lodge und zum Mahango Park helfen uns bei unserer eigenen Reiseplanung sehr.

Liebe Grüße,
Mopane
Themenstarter4'129 Beiträge · seit 200802. Mai 2014 · #8
@ blohappat
„...eigentlich sind es ja die Ungewissheiten, welche Afrika reizvoll machen - wir freuen uns auf jeden Fall über jeden Tag und sind neugierig, was der nächste Tag bringt...“

Hmm, schon, aber wenn man schon die „Gewissheit“ hat, dass die „Höhepunkte“ des nächsten Tages aus Busch und Schlammpampe bestehen werden, suchen wir uns gern eine Alternative, die Netteres verspricht... Stinkende Pampe finden wir nämlich gar nicht reizvoll, stundenlange Tierbeobachtungen dagegen schon.



@ Birgitt
Das kann gut sein, dass da ein Wechsel stattgefunden hat. Die Eigner sind ein Botswanisch/Italienisches Gemisch. Angenehme Stimmung. Auch Einheimische kamen dort zum Essen.
Bezüglich der Campsite, sie liegt etwas abseits, aber die Ablutions sind nicht grad neu... – weiß nicht, wieso sie derzeit keinen Camping hatten, aber die Campsite schien uns nicht neu. Hier noch 2 Knipsbildchen:


Blick von der Campsite Richtung Lodge


Restaurant-Terrasse und Koch + Assistenz in Aktion am Open-Air-Pizzaofen



@ Mopane
Freut mich, dass euch unsere Infos direkten Nutzen bringen. Genau so soll es sein.

Grüßles von den lilytrotters
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 02. Mai 2014