SISixtusThemenstarter6 Beiträge · seit 201311. Apr. 2014 · #1Hallo,
wir reisen Ende April in den Etosh-Park. Sollten wir da zur Sicherheit ein Medikament gegen Malaria dabei haben? Also nicht als Prophylaxe, sondern als standby für den Ernstfall? Wenn ja, welches?
Danke für's Antworten!
Sixtus
Old Women1'543 Beiträge · seit 201311. Apr. 2014 · #2Hallo Sixtus!
Melde mal bitte das Mueckenaufkommen im Etosha, denn wir sind Ende Mai dort. Wir haben Malerone als Standby dabei, machen also keine Prophylaxe, aber das ist Ansichtssache und muss jeder fuer sich selbst entscheiden.
Viel Spass und gute Sichtungen
LG Beate
Günter Franz915 Beiträge · seit 201011. Apr. 2014 · #3Hallo Sixtus,
wir haben im südlichen Afrika auf Empfehlung eines Tropenarztes Malarone als standby mit im Gepäck.
Das sagt meines Erachtens aber nichts darüber aus, welchen Nutzen das Medikament im Bedarfsfall hat, da wir es bisher nicht einsetzen mussten. Ich möchte das somit auch nicht als Empfehlung an Dich verstanden wissen.
Obwohl eine Frage die mit einem (Fach)Mediziner geklärt werden sollte, wird das Thema hier häufig diskutiert.
Eine Auswahl habe ich über die Suchfunktion gefunden:
http://www.namibia-forum.ch/component/search/?searchword=malaria%20standby&searchphrase=all&Itemid=114Grüße
Günter
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200611. Apr. 2014 · #4Sixtus schrieb:wir reisen Ende April in den Etosh-Park. Sollten wir da zur Sicherheit ein Medikament gegen Malaria dabei haben? Also nicht als Prophylaxe, sondern als standby für den Ernstfall? Wenn ja, welches?
... da es mehrere Malaria-Arten gibt und wohl kein Medikament gegen alle Arten hilft, ist es am vernünftigsten, im Falle eines Verdachts auf Malaria zum Arzt zu gehen und einen Bluttest machen zu lassen. Dann gibt's auch gleich das passende Medikament.
Nur wenn man nicht innerhalb von 1-2 Tagen einen Arzt erreichen kann, nimmt man auf Verdacht "irgendwas" in der Hoffnung, das passende Medikament zu erwischen. Da 99,x % aller Touristen in dieser Zeit einen Arzt aufsuchen können, ist Standby normalerweise überflüssig.
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
magic-vibes582 Beiträge · seit 201011. Apr. 2014 · #5Hallo Sixtus,
sicherlich wird dir hier niemand sagen, was du tun sollst. Aber es gibt natürlich genug Erfahrungen von Leuten und wie sie es gehandhabt haben. Davon kannst du dir dann die Möglichkeit aussuchen, bei der du dich am wohlsten fühlst.
Ich kann der Meinung von Wolfgang nur zustimmen. Wir sehen es ganz genau so. Zum Schutz tragen wir abends lange Hosen und Shirts, nutzen Moskitonetze und sprühen oder reiben uns ggf. noch ein. In den 15 Jahren, die wir schon in Namibia sind (und auch oft im Norden), hat es immer ausgereicht.
Warme Grüße aus dem ostwindgeplagtem Swakopmund
Volker
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bongolander408 Beiträge · seit 201412. Apr. 2014 · #6Wir wohnen am Mt. Meru seit gut 10 Jahren, davor in Daressalaam. In diesen vielen Jahren (Daresalam Moskitos fast so groß wie kleine Helikopter) habe ich nur zweimal Malaria eingefangen. Wie geschrieben sind Moskitonetze sehr wichtig. Es gibt hier für ganz wenig Geld ausgezeichnete Malariapräparate, ich bekam eines von Novartis für ein paar Euro. Ich ganz persönlich würde aus dieser Erfahrung keine Prophylaxe machen, speziell da ich bei einem einjährigen Indienaufenthalt und täglich (damals) Fansidar fast in riesige gesundheitliche Probleme gekommen wäre, bis ich das abgesetzt habe (Nachwirkungen, die ich nicht näher beschreiben möchte, bestehen immer noch, obwohl das schon 30 Jahre. Und Malarone und Lariam sind wahrscheinlich andere Hämmer.
Natürlich muss man sich aber intensiv mit einem Tropenarzt beraten, die Malariagefahr ist unterschiedlich hoch, und es kommt auch auf das eigene Sicherheitsgefühl an.
Dies ist nur meine Meinung zu dem Thema, ich bin kein Arzt und gebe nur meine Erfahrungen weiter, jeder ist für sich selbst verantwortlich.
Johannes
The Schimann Family - Man kommt als Gast und geht als Freund
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200612. Apr. 2014 · #7... wenn man über Jahre in einem Malariagebiet lebt, kann man keine ununterbrochene Prophylaxe betreiben. Manche nehmen sie aber immerhin während der Regenzeit.
Bei einem Urlauber, der für kurze Zeit in dem Gebiet ist, sind die Voraussetzungen ganz anders. Ich finde, dass sich das nicht so gut vergleichen lässt. Der Urlauber kommt evtl. mit einer Malaria zurück nach Deutschland und landet bei einem Arzt, der nun eine Grippe behandelt. Der Einheimische landet bei einem Arzt, der sofort eine Malaria in Erwägung zieht.
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
LELeucorchestris15 Beiträge · seit 200813. Apr. 2014 · #8Da stimme ich Wolfgang 100% bei. Ich reise seit 5 Jahren mit einer Gruppe von 18 Leuten während der Regenzeit nach Namibia und wir nehmen alle Malarone als Prophylaxe. Ich kann sagen das die Nebenwirkungen bei fast 100 Reisenden über die letzten Jahre schwach waren. Im schlimmsten Fall hatten wir mal eine Magenverstimmung oder geschwollene Füße, Hautausschlag ist häufiger aufgetreten. Man kann es dann ja immer noch absetzen und die üblichen Vorsichtsmaßnahmen (gute Repellent, Moskiodichte Kleidung, Moskitonetz) sind natürlich trotzdem wichtig. Ich bin kein Arzt und das sind lediglich Erfahrung die ich selbst bei einer recht hohen Teilnehmerzahl gesammelt habe.
BEbeate1'450 Beiträge · seit 200614. Apr. 2014 · #9Hallo,
es ist hier im Forum je bekannt, dass ich ein absoluter Verfechter der Malaria-Prophylaxe bin und zwar mit Malarone. Mein Mann und ich haben das bisher immer absolut gut vertrage (im Gegensatz zu Lariam, das böse Nebenwirkungen hatte).
Aber zur Ausgangsfrage:
Sixtus, überlege mal:
Du bist im Etosha und Du bekommst grippeähnliche Symptome. Was machst Du dann?
Denkst Du: das ist jetzt eine Erkältung, warte ich mal ab. Und dann wartest Du 2 oder 3 Tage, bis es Dir s...mässig schlecht geht. Wenn Du dann wirklich eine Malaria hast, dann ist es aber auch für das Standby-Medikament zu spät.
Oder aber, Du nimmst bei den ersten Anzeichen eines grippeähnlichen Symptoms gleich Dein Standby-Medikament??? Das glaube ich wiederum nicht.
Was ich damit sagen will: ich finde ein Standby-Medikament absolut unnötig. Entweder ich nehme gleich eine Prophylaxe oder ich gehe bei den ersten Anzeichen sofort zum Arzt. Und das dürfte in Namibia ja nicht schwierig sein, Du bist ja nicht irgendwo "im Busch" und einige Tagesreisen von der Zivilisation entfernt.
Gruss Beate
dino727 Beiträge · seit 200814. Apr. 2014 · #10BikeAfrica schrieb:... wenn man über Jahre in einem Malariagebiet lebt, kann man keine ununterbrochene Prophylaxe betreiben.
Das ist ein Argument, das gerne und häufig gebracht wird, aber leider einen Entscheidenden Punkt nicht erwähnt: Menschen, die in Malaria-Gebieten leben, entwickeln eine natürliche Immunität! Europäer, die einmal pro Jahr in Risikogebiete reisen, haben diese Immunität nicht.