Malaria und -profilaxe

19 Antworten · 4'179 Aufrufe · gestartet 10. Feb. 2014 von Albert-Saar
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Themenstarter14 Beiträge · seit 201310. Feb. 2014 · #1
Hallo Freunde,
will im September Oktober eine Rundreise von Johannesburg - Botswana - victoriafälle - simbabwe und zurück machen. Nun quält mich die Fragen:
welche Profilaxe ist gut und verträglich?
Wie groß ist die Mückenplage? Ist man ständig auf der Flucht oder kann stark ist die Beeinträchtigung?

Hat jemand eine Bootssafarie auf dem Okavango gemacht und wie war das Mücken feeling dort?

Wäre toll wenn ich ein paar Infos bekäme.

vg Albert
2'462 Beiträge · seit 200610. Feb. 2014 · #2
Hallo Albert,

Botswana und Simbabwe gelten als Malariagebiet. Empfohlen wird daher hier stets die Beratung durch einen Tropenarzt. Oft genommen und bei vielen ohne größere Nebenwirkungen ist das verschreibungspflichtige Malarone.

Mückenplage ist ja sehr subjektiv. In Livingstone hatte ich in der Dämmerung innerhalb 10 Minuten rund 20 Stiche. Die Mücken in der Nacht fand ich nervig, auch mit etwaiger Bettschwere.

Mückenfeeling anderer hin oder her, das musst Du für Dich selbst entscheiden und Dich beraten lassen, ob Du Prophylaxe nehmen willst. Lange Klamotten und Einsprühen mit Repellants würde ich auf jeden Fall empfehlen.

Viele Grüße
Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
49 Beiträge · seit 201310. Feb. 2014 · #3
Hallole,
wir waren jetzt im okt/nov genau an deinen beschriebenen stellen 🙂
tagsüber ist es gar kein problem, auch keine mücken.
nachts/abends sollte man sich von oben bis unten gut mit peacful sleep (DAS einzige mittel das hilft!!! ) einsprühen und dünne lange sachen tragen. dann ist es kein problem, ich hatte quasi keinen stich...
da es abends ja immer noch hölle warm ist hatte ich sogar oft noch stundenlang ein top an, aber wie gesagt mit peaceful sleep gar kein problem 😛
malrone hatten wir dabei, aber nichtmal annähernd dran gedacht einzunehmen!
mach dir keine sorgen und geniesse einfach 🤩
Lg,
nachti
Ich tupper für mein leben gern :-)
723 Beiträge · seit 201110. Feb. 2014 · #4
nachti schrieb:
mach dir keine sorgen und geniesse einfach 🤩
Tut mir leid nachti,
aber das ist wohl der schlechteste Rat den man geben kann! Dem Posting von Sanne gibt's nichts hinzuzufügen.
Gruß Reinhard
49 Beiträge · seit 201310. Feb. 2014 · #5
Reinhard1951 schrieb:
nachti schrieb:
mach dir keine sorgen und geniesse einfach 🤩
Tut mir leid nachti,
aber das ist wohl der schlechteste Rat den man geben kann! Dem Posting von Sanne gibt's nichts hinzuzufügen.
😗
Ich tupper für mein leben gern :-)
728 Beiträge · seit 200610. Feb. 2014 · #6
Hallo Albert,
hinsichtlich der Frage Malaria-Prophylaxe lass dich von einem Tropenmediziner beraten. Es ist dein Leben und deine Gesundheit. Mehr ist dazu nicht zu sagen.
Gruß
Der andere Reinhard
0
zuletzt bearbeitet 10. Feb. 2014
4'140 Beiträge · seit 200911. Feb. 2014 · #7
Hallo Albert,
wir haben alles schon mehrfach gemacht was du nachfragst.
Vorsorge:
1. Malarone als Prophylaxe
2. Am Abend lange helle Kleidung
3. Peaceful sleep als Spray auftragen
4. Mückenspirale zum Abbrennen im Chalet in der Nacht
5. Unter dem Moskitonetz schlafen.
Wir haben alles überlebt, auch eine Mokorotour durch Milliarden von Moskitos. Allerdings bin ich auch kein "Süßer", der gerne gestochen wird. 🙂 😄 😉
Gruß:
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
2'319 Beiträge · seit 201111. Feb. 2014 · #8
Ein Servus an alle.

Da sind wir wieder bei einem Thread, der die Meinungen auseinander treibt. Grins.

Unsere langjährige Erfahrung:


1. Als Prophylaxe nehmen wir Lariam (und leben immer noch, hatten noch nie Probleme damit...soviel zu den Horrorberichten hinsichtlich dieses Medikaments).

2. Gut eingesprayt mit Nobite....auch die Kleidung damit imprägniert.

3. Helle Kleidung ab den Dämmerstunden.

Schöne Grüße vom Alm
1'680 Beiträge · seit 200711. Feb. 2014 · #9
es gibt eig. nur einen vernünftigen Rat - lass dich durch einen Tropenmediziner beraten!

Erfahrungen, auch langjährige sind eins, Beratung durch einen kompetenten Fachmediziner etwas anderes und um für dich wirklich entscheiden zu können - auch das Abwägen von Nutzen und Risiko insb. von möglichen Nebenwirkungen/Wechselwirkungen zu bereits verschriebenen/notwendigen Medikamenten - kann nur ein geeigneter Tropenmediziner Entscheidungsgrundlage sein.
lG und bleibt gesund! M@rie M@rie's on the road again - Namibia-Botswana 2012 "Es kommt nicht darauf an, ob du gewinnst oder verlierst, es kommt nur darauf an nicht aufzugeben!" ~ "It always seems impossible until it is done." Nelson Mandela ~
2'319 Beiträge · seit 201111. Feb. 2014 · #10
Hallo M@arie.

Du bringst es auf den Punkt.

Wir erfuhren eine kompetente Beratung und Aufklärung seitens eines Tropenmediziners.

Wir nehmen seit Jahren ausschließlich Lariam, welches umgänglich wegen seiner schlimmen Nebenwirkungen so verteufelt wird. Hierzu muss gesagt werden, das lediglich 25% der Personen, die Lariam eingenommen hatten, auch eine oder mehrere Nebenwirkungen zu verkraften hatten. Im Umkehrschluss: 75% der Personen hatten keine Probleme mit der Einnahme Lariams und dessen Verträglichkeit.

Das gleiche gilt für Malarone. Wir haben in unserem Bekannten- und Freundeskreis Personen, die trotz der hoch gelobten und gepriesenen Light-Nebenwirkungen Malarones dieses Medikament absetzen mussten.

Ich denke, es ist wichtigt, hier Erfahrungen jedweder Art auszutausen. Um den Gang zu einem kompetenten Tropenmediziner kommt man trotzdem nicht umhin.

Gruß
zuletzt bearbeitet 11. Feb. 2014
7'296 Beiträge · seit 200611. Feb. 2014 · #11
Burschi schrieb:Wir haben alles überlebt, auch eine Mokorotour durch Milliarden von Moskitos.
... wenn die Tour tagsüber stattfand, war das Malariarisiko ja fast Null. Da hättest Du eher Dengue, oder Chikungunya erwischen können. 😉

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Themenstarter14 Beiträge · seit 201312. Feb. 2014 · #12
Hallo Leute,

vielen, vielen Dank für die Infos und Anregungen. Natürlich werde ich einen Tropenarzt aufsuchen. Ich wollte einmal euere Erfahrungen hören. Es waren auch einige Tipps dabei die mir sehr nützlich waren 🙂

vg Albert
207 Beiträge · seit 200812. Feb. 2014 · #13
Hallo Albert,

wir gehören zu denen, die Lariam vor Jahren nicht vertragen haben( 🤩 wilde Alpträume), daher nehmen wir seitdem Malarone ohne Probleme.
Hier nur noch ein Tipp: diese Medikamente sind vor Ort, Namibia bzw. ZA, sehr günstig und meist unproblematisch ( in NAM sogar ohne Rezept) erhältlich.
Viel Spaß weiterhin bei den Vorbereitungen,

Lilly
0
7'296 Beiträge · seit 200612. Feb. 2014 · #14
... es gibt ja noch mehr Medikamente als Lariam und Malarone, z.B. Artesunat oder Doxycycline. Je nachdem, was man sonst noch für Medikamente nimmt oder an Freizeitunternehmungen machen möchte, scheidet das ein oder andere aus. Jemand, der taucht, wird z.B. kaum Lariam nehmen und für mich scheidet Doxycycline aus. Deshalb ist der Gang zu einem fachkundigen Arzt angeraten. Nicht jeder Hausarzt (fast keiner?) kennt sich da aus. Ich bin mal auf einen getroffen, dem ich Malarone buchstabieren musste, weil er das noch nie gehört hatte.
Und zu Malarone gibt es seit einiger Zeit eine etwas günstigere Alternative - Malarex.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
46 Beiträge · seit 200918. Feb. 2014 · #15
Hallo Albert,

zum Thema Kosten sei noch erwähnt, dass viele der gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für erforderliche (vom RKI als solche für das Land/Region empfohlen) Impfungen oder Propylaxe Medikamente ersetzen.
Meine Kasse hat die gesamten Kosten für Malarone übernommen.

Ich empfehle dort einfach mal freundlich nachzufragen.

Viel Erfolg und vor allem Gesundheit wünscht
Dirk
1'680 Beiträge · seit 200718. Feb. 2014 · #16
Selbstfahrer schrieb:zum Thema Kosten sei noch erwähnt, dass viele der gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für erforderliche (vom RKI als solche für das Land/Region empfohlen) Impfungen oder Propylaxe Medikamente ersetzen.
Meine Kasse hat die gesamten Kosten für Malarone übernommen.

Ich empfehle dort einfach mal freundlich nachzufragen.
und selbst wenn nicht.... gemessen an den Gesamtkosten einer solchen Reise macht die Prophylaxe (genauso wie der Int. Führerschein) ein Bruchteil aus 😉
lG und bleibt gesund! M@rie M@rie's on the road again - Namibia-Botswana 2012 "Es kommt nicht darauf an, ob du gewinnst oder verlierst, es kommt nur darauf an nicht aufzugeben!" ~ "It always seems impossible until it is done." Nelson Mandela ~
46 Beiträge · seit 200918. Feb. 2014 · #17
@M@rie
Vollkommen richtig!
War nur als Hinweis gemeint da ich aus einiger Erfahrung weiß, dass nicht alle über die Möglichkeit informiert sind. Und wir können das Geld doch besser in Afrika lassen, oder 😉
3'883 Beiträge · seit 201118. Feb. 2014 · #18
AloeVera schrieb:
Hier nur noch ein Tipp: diese Medikamente sind vor Ort, Namibia bzw. ZA, sehr günstig und meist unproblematisch ( in NAM sogar ohne Rezept) erhältlich.
Lilly
Hallo Lilly,
bist du dir sicher? Das würde ich gerne genau wissen wollen!
In SA bekommst du z. B. Malarone nur, wenn es ein Arzt in SA verschrieben hat. Zumindest so die Auskunft unserer Freunde in JHB, als wir es uns im vergangenen Jahr dort besorgen wollten.

Wir haben uns deshalb Malarone vom Hausarzt verschreiben lassen und dann über Internet in den Niederlanden gekauft (Geht nur mit Rezept). Dort kostete es ca 60% vom deutschen Preis. Meine KK hat die Kosten nicht übernommen. 😠

LG freshy
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zuletzt bearbeitet 18. Feb. 2014
6 Beiträge · seit 201418. Feb. 2014 · #19
Hi,
ich würde dringend empfehlen nachts im Moskitonetz / Moskitodome zu schlafen statt sich mit irgendwelchen Repellents "für ruhigen Schlaf" im Überfluss einzusprayen. Die, die so einigermaßen funktionieren sind nicht grade gesund und soll man weder großflächig noch längere Zeit verwenden, und die anderen sind eh pillepalle. Wer sich Sorgen um Lariam oder Malarone-Nebenwirkungen macht, sollte mal nachlesen was DEET so anrichtet (und ich meine nicht die übliche, notwendige Verwendung, sondern die übertriebene wenn man keine Prophylaxe nimmt). Meine Güte, tropisches Afrika ohne Moskitonetz, das käme mir jetzt nicht in den Sinn. Es gibt auch noch ein bissl mehr als nur Anopheles-Mücken 🤢
alles Gute
Bidi
7'296 Beiträge · seit 200618. Feb. 2014 · #20
Bidi99 schrieb:Es gibt auch noch ein bissl mehr als nur Anopheles-Mücken 🤢
... so schauts aus und das denke ich mir auch immer, wenn jemand Malarone, Lariam o.ä. als Stand By mitnimmt und beim ersten Unwohlsein ohne Arztbesuch sich die Notfalldosis in den Hals wirft, ohne zu wissen, was er eigentlich hat. Moskitonetz ist in Malariagebieten immer sinnvoll, zumal die Anophelesmücken ja vorwiegend in der dunklen Tageshälfte stechen. Viele andere krankheitsübertragende Mückenarten sind aber auch tagaktiv. Wenn man sich da sicherer fühlt, sich mit DEET einzusprühen, dann sollte man es machen, bevor man sich die ganze Zeit Gedanken über evtl. Krankheiten macht.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...