6391gerhard schrieb:Lieber Carl,
statt die Neuen auf ihre inkompetenz hinzuweisen, wäre es vielleicht hilfreicher ein paar Tipps zu geben, offroadfahren ist schließlich keine geheimnisvolle Kunst, die man in irgendwelchen Kursen lernen muss.
Einfachste Regel vor Sandpassagen: Luftdruck reduzieren, 1 Bar reicht. Die Auflagefläche wird größer, das Auto sinkt nicht ein. Allerdings steigt der Rollwiderstand, daher mehr Gas geben. Aber Vorsicht: nicht beschleunigen oder langsamer werden, schön konstant weiterfahren.
Um für Teerstrecken den Luftdruck wieder anzupassen reicht eine Fußpumpe für 10€ von ATU.
Was mache ich bei einem Schlammloch?
Gruß
Gerhard
Hallo Gerhard,
diesen pauschalen Aussagen kann ich nicht beipflichten. 🤩
Und Offroadfahren sich anzulesen, halte ich für genau so gefährlich, wie Schwimmen lernen aus einem Buch um dann den nächsten See zu durch schwimmen... Macht auch keiner, sondern fast jeder hatte in D in der Schule Schwimmunterricht.
Klar kann man Offroadfahren sich selbst aneignen, nach dem Prinzip Versuch macht Kluch. Schwimmen kann man sich so auch selbst aneignen, aber dann schön im seichten Wasser. Kann aber beides schiefgehen, hohe Kosten oder/und gesundheitliche Beeinträchtigungen u.ä. nach sich ziehen.
Einfach den Reifendruck auf 1bar ist viel zu pauschal. Es ist anhängig vom Fahrzeuggewicht, Räderdimension u.ä. Bei einer leichten Suze bringen 1bar evtl. gar nichts und bei einem schwer belandenen Pickup mit Reifenquerschnitt <70 kann da schon der Reifen von der Felge springen. 😗
Ich habe vor ca. 25a mit dem Offroad begonnen.
Wir hatten uns einen 4x4-Pickup mit Hardtop zugelegt, um so besser zu Ausgangspunkten für Bergtouren zu kommen. Das mit den Bergtouren haben wir auf Grund eines Absturzes inkl. Bergrettungsdienst und Krankenhaus aufgegeben.
Der 4x4 war da, also bin ich mal ca. 100km zu einem freien Fahren bei einem Offroadverein gefahren, habe dort meine Geschichte erzählt und gefragt, ab man mir mal einiges zeigen kann. Später gründete sich in unserer Heimatstadt ein Offroadverein, dem ich betrat. Der organisierte Trailveranstaltungen und jährlich Reisen mit jeweils eigenem 4x4 in die Sahara. Seit einigen Jahren organisieren wir Offroad-Rallyes und Baja´s, bei uns starten auch Dakar-Sieger (www.4x4club-leipzig.de,
https://www.youtube.com/watch?v=T0w54yGpTc8, www.baja-deutschland.de).
Heute fahren wir im Urlaub als Familie meist allein, da meine Beiden bekennende Langschläfer sind.
Ich habe auch schon viel als Offroad-Instruktor für Offroadzeitschriften, Fahrzeug- und Reifenherstellern, Events usw. nebenberuflich gearbeitet. Mach ich aber heute kaum noch.
Bei dem Vorbereitungsaufwand und den Kosten einer Reise nach NAM, sollte es da auf einen Offroadlehrgang über 2d z.B. an einem WE nicht darauf ankommen. Und so ein Lehrgang macht sehr viel Spaß.
Billigfußpumpen neigen gern dazu, daß die Trettbügel seitlich wegknicken.
Bei einem Schlammloch kann man keine pauschale Aussage treffen, außer besser darum herum zu fahren. Es ist abhängig von Tiefe, Breite, Konsistenz des Schlamms, Fahrzeugtechnik, Ausrüstung, Begleitfahrzeug, Können der Beteiligten usw usf.
Rocky