siriThemenstarter14 Beiträge · seit 201303. Feb. 2014 · #1Ihr Lieben,
nach einem unvergessenen Erlebnis in Namibia letzten Oktober (Etosha -Swakop Sossusvlei Route) wollen wir dieses Jahr Nord-Botswana angehen. Irgendwie wollen wir es grüner (zumindest auf den Fotos 😛 ). Wir werden uns heuer also einen Allrad mit Dachzelt mieten, da die Preise in den Lodges/Camps in Botswana astronomisch hoch sind. 🤢
Mit dabei sein soll: Okavango, Chobe River Fahrt, Victoria Falls. Alles andere (evtl. Popa Falls und nochmal Etosha) wollen wir dranbasteln, wenn uns 3 Wochen dafür reichen.
Nun einige Fragen:
1. Gibt es eine Reisezeit zwischen Anfang August - Ende September , in der weniger Touris unterwegs sind? Wir sind diesbezüglich vom letzten Jahr Oktober in Namibia SEHR verwöhnt....
2. Route:
Wir haben uns zunächst die Strecke von Windhoek über Gobabis nach Maun ausgeguckt. Dort wollen wir ein paar Tage bleiben und Tagesfahrten ins Okavango-Delta machen. Wie ich das verstanden habe, kommt man dort nur mit Boot oder Flugzeug rein? Wir würden uns dann einfach vor Ort was raussuchen. Ist das vernünftig?
Nun das Problem:
Fahren wir von Maun aus ein Stück zurück und die A35 hoch nach Divundu und suchen uns also Möglichkeiten von Westen ins Okavango Delta zu gelangen (gibt's das überhaupt?) und dann den Caprivi entlang nach Victoria Falls und von dort aus auf dem Rückweg in den Chobe auf eine Riverfahrt (reicht das? oder mehrere Tage?) wieder raus, und wieder durch Caprivi nach Windhoek ?
ODER
fahren wir (wohl die einzige Strecke) durchs Okavango-Delta übers North Gate in den Chobe Park und von dort weiter nach Osten - nehmen den Chobe Park quasi auf der Hinfahrt mit ?
Das scheint aber eine absolute HORROR-Strecke mit Tiefsand zu sein. Wir sind beide noch nie 4x4 gefahren, dann mit Dachzelt PLUS Sand ??? Wir sind beide keine Angsthasen, wollen aber natürlich auch AUF dem Boden bleiben.
Irgendwie werden wir aus den Plänen auch nicht ganz schlau, wie die geografischen Gegebenheiten dort sind. Namibia ist da um Einiges übersichtlicher.
Bitte helft uns bei einer Route mit möglichst wenig Sand. Danke!
Jambotessy2'610 Beiträge · seit 200703. Feb. 2014 · #2Hallo Siri,
zw. Aug. und Ende Okt. ist Hochsaison - da kann man nichts machen - allerdings sind die Camps in den N.P. ja von den Stellplätzen her begrenzt und so wird es nicht rappevoll werden.
Wenn ihr euch den Tiefsand nicht zutraut, dann lasst es auch bleiben. Wenn ihr schon mit Angst im Bauch losfahrt, dann könnt ihr nicht relaxt den Urlaub genießen. Wir selbst finden Tiefsand zwar gar nicht so angsteinflößend, Wasser und Matsch sind für uns viel schlimmer, aber das ist halt für jeden anders.
Von Maun aus könntet ihr eine Mokorofahrt ins Delta buchen, übers Delta fliegen. Auch Ausflüge Richtung Moremi sind möglich. Ich selbst würde anschließend über Nata nach Kasane fahren(Hauptpiste ist Teer): als Alternative, ist zwar auch tiefsandig, aber die Baines Baobabs liegen am Wegesrand und würden sich lohnen anzusehen. In Kasane ist eine Flussfahrt eigentlich ein MUSS und von dort aus entweder als Tagesbesucherin den Chobe N.P. und falls du noch Platz bekommst, wäre das Ihaha Camp ganz toll.
Grüße
Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise.
(Sprichwort der Ovambo)
1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
Topobär5'479 Beiträge · seit 200903. Feb. 2014 · #3Wenn Ihr wirklich ins Delta wollt gibt es nur zwei Möglichkeiten. Entweder eine Fly-in Safari in eine der teuren Unterkünfte im Delta oder mit dem eigenen Wagen in den Moremi Nationalpark. Tagesausflüge von Maun aus bieten viel Stress und wenig Delta. Das einzige was sich da von Maun wirklich lohnt ist ein Rundflug, der aber nach einer Stunde auch schon wieder vorbei ist.
Was sind eigentlich Eure Bedenken bezüglich Tiefsand? Was ist an Tiefsand so schlimm, dass Ihr auf die schönsten Ecken Botswanas verzichten wollt?
carl1'287 Beiträge · seit 200803. Feb. 2014 · #4Hallo Siri,
also ich finde es sehr schön, dass Ihr Euch ehrlich eingesteht, dass eine Fahrt durch den Norden Botswana mal nicht so eben gemacht werden kann. Aber auch ich kann Euch beruhigen so schlimm ist es nicht. Was ich empfehle, ist vorab in Deutschland einen 4x4 Kurs zu besuchen. Das haben wir seinerzeit for der ersten Fahrt durch Botswana auch getan und dabei sehr gut unserer Grenzen kennengelernt. Mit diesem Wissen und den gelernten Tricks fühlten wir uns in Botswana recht wohl.
Das gute an der Hauptsaison ist auch, dass relativ "viele" Autos unterwegs sind, so sollte man im Falle eines Falles auch Hilfe bekommen bzw. selbst leisten können. Auch hier hilft der 4x4 Kurs, um zu lernen, wie man ein anderes Fahrzeug wieder flott bekommt.
Viel Spaß bei der Planung
Gruß
Carl
Madam und Boss Unterwegs (2014/15)
"Bacon and Eggs - A day's work for a chicken; A lifetime commitment for a pig." (Anon)
"I will go anywhere, provided it be forward" (David Livingston)
freshy3'883 Beiträge · seit 201103. Feb. 2014 · #5Schau mal hier:
http://www.pistenkuh.deEs gibt auch eine DVD mit den vielerlei Erfahrungen der Autoren beim Fahren auf Offroadstrecken.
LG freshy
siriThemenstarter14 Beiträge · seit 201303. Feb. 2014 · #6🙂 Hier werden Sie geholfen! Danke euch vielmals.
Jambotessy, danke für die Info wg. Hochsaison. Das ist dann schon mal ein Problem weniger. 🙂
Sooo rum aussen rum wollen wir eigentlich nicht fahren (über Nata nach Kasane), obwohl der Tipp mit den Baobabs toll ist! Wenn wir wirklich um das Delta aussen herum fahren, dann lieber über die A35 , Tsodilo Hills ansehen und und bei Shakawe nach Namibia in den Caprivistreifen.
Ja, wir haben uns es genau so gedacht, dass wir einen Rundflug übers Delta machen wollen und eine Bootsfahrt. Und dann eben durchfahren durch den tiiiieeefen Sand in den Chobe NP. Danke für den Ü-Tipp. 🙂
Ja, das mit der Angst vor Tiefsand.....kommt vielleicht daher, dass es mich mit dem Rad schon öfter geschmissen hat bei Kies und wir letztes Jahr im Sossussvlei auf Sand "geschwommen" sind. Ist halt ein Sch* Gefühl, wenn das Auto selbständig wird - und wie gesagt, mit Dachzelt oben drauf. Auweia. Dann hab ich grad noch dieses Video hier gesehen mit dem Schlamm-assel, wo ein Auto ein anderes aus dem Matsch ziehen wollte. So ungefähr habe ich mir das Steckenbleiben im Sand vorgestellt, auch mit dem Umfallen des Autos. Und wenn man ein Brett unterlegt, kommt von hinten ein Löwe und beisst oder noch schlimmer, eine Schlange. Brrrrr. 🤢
OK, Ich bin mir fast sicher, dass das absolute Panikdenke ist. Daher hätte ich gerne noch einige Versicherungen von weiblichen Newbies, die durch den Moremi NP in den Chobe NP gefahren sind und kein größeres Problem darin sehen.
'Danke freshy. Die Pistenkuh hab ich grad gebookmarkt. Da gibts ein Video mit Dünenfahrt. Allerdings sieht das Auto mehr wie ein kleiner LKW aus. 😄
Anyway, das mit einem Allrad-Kurs ist schon mal eine super Idee. Wäre ich nicht drauf gekommen.
Ich werde mich bei einem lokalen Autohändler für einen Geländewagen interessieren und mal die bayerische Autobahn testen. 😛 Weiß jemand von Kursen in der Münchner Gegend?
Für Links wäre ich dankbar. 🙂
SASASOWEWI3'080 Beiträge · seit 200903. Feb. 2014 · #7Ich möchte nur kurz den Hinweis loswerden dass die Anfahrt zu den Baines Baobabs in jedem Fall mit einer Tiefsandstrecke verbunden ist vom Zustand her mit der von Ghoha Gate nach Kachikau durchaus vergelichbar ist, für einen Tagesbesuch zu den Baobabs wäre mir das zu anstrengend...
Ebenso nicht wirklich zielführend sind Tagesausflüge von Maun nach Moremi, allein die Anfahrt dauert zwei Stunden, wir haben gerade eine Gruppe getroffen die das gemacht hat, gesehen haben die ausser Staub nix, dafür aber eine Freifahrt im Land Rover gewonnen als ihr Tourfahrzeug ein Rad verloren hat mitten im Moremi...
lg sasowewi
Topobär5'479 Beiträge · seit 200903. Feb. 2014 · #8Die meisten Deiner Sorgen sind abolut unberechtigte Bedenken. Die Gefahr dass Ihr das Auto umschmeisst ist auf den üblichen Gravelroads um ein vielfaches größer als im Tiefsand. Mir sind jede Menge Überschäge auf Schotterpisten und selbst auf Ashaltstraßen bekannt. Im Moremi und Chobe habe ich noch nichts davon gehört.
Tiefsand und Schlamm sind in keinster Weise vergleichbar. Im Schlamm passiert es recht schnell, dass man ohne fremde Hilfe nicht mehr rauskommt. Im Sand kommt man immer ohne fremde Hilfe wieder raus, das ist dann nur eine Fleißaufgabe.
Das schwimmen im Sand gehört einfach dazu. Das ist kein Fehler und das macht auch nichts.
Ich kann ganz sich im Namen meiner Frau sprechen, dass sie mit der Situation in Moremi und Chobe überhaupt keine Probleme hat. Ich muss sie im Zweifelsfall eher bremsen. Mit festfahren hat sie überhaupt kein Problem, da sie es mir großzügig überlässt, den Wagen wieder auszugraben. 😣
Wenn einer gräbt kann der andere vom Autodach aus die Umgebung beobachten. Dann braucht man sich auch keine Sorgen vor überraschenden Besuchern machen. Es ist ja auch kein Unterschied, ob ich mich auf den Campsites oder auf der Piste außerhalb des Fahrzeugs aufhalte.
GUGuido.Gast03. Feb. 2014 · #9Hallo,
Ich finde es auch ausgesprochen gut, dass Ihr Euch darüber Gedanken macht, was für Euch funktioniert. Viele meinen alles zu können und wollen gleich beim ersten Mal die wildesten Strecken fahren. Es macht aber schon Sinn, die Dosis langsam zu steigern.
Offroad-Fahrkurs ist eine gute Idee. Man kann auch in Namibia an einigen Orten solche Kurse machen. Der Vorteil ist, dass das Terrain dann realistischer ist. Zwischen Fahren auf dem Sand in einer deutschen Kiesgrube und Fahren auf Wüstensand gibt es z.B. schon noch Unterschiede. Noch eine Option wäre es, über das Forum Gleichgesinnte zu suchen und dann eben die "wilderen" Abschnitte zusammen mit 2 oder 3 Fahrzeugen zu fahren.
Beste Grüße
Guido
carl1'287 Beiträge · seit 200803. Feb. 2014 · #10Guido. schrieb:
Offroad-Fahrkurs ist eine gute Idee. Man kann auch in Namibia an einigen Orten solche Kurse machen. Der Vorteil ist, dass das Terrain dann realistischer ist. Zwischen Fahren auf dem Sand in einer deutschen Kiesgrube und Fahren auf Wüstensand gibt es z.B. schon noch Unterschiede.
Hallo Guido,
vielleicht liegt es daran, dass ich meine beiden Offroad Kurse hier in der "Streusandbüchse" Brandenburgs gemacht habe, aber ich fand beide Male die Gegebenheiten sehr realistisch und durchaus vergleichbar. Also ich habe mich beide Male sehr erfolgreich im Sand "eingegraben". Natürlich fehlen hier die "langen" Strecken, aber die Details lernt man durchaus.
Vorteil ist aus meiner Sicht die fehlende Sprachbarriere (so das ein Problem ist) und das man den Kurs nicht im Urlaub machen muss.
Gruß
Carl
Madam und Boss Unterwegs (2014/15)
"Bacon and Eggs - A day's work for a chicken; A lifetime commitment for a pig." (Anon)
"I will go anywhere, provided it be forward" (David Livingston)
ALM2'319 Beiträge · seit 201104. Feb. 2014 · #11Servus Siri,
ich kann durchaus Deine Bedenken wegen des Fahrens im Tiefsand verstehen. Auch wir finden es nicht unbedingt erquickend, sich endlos kilometerlang im Tiefsand fortzubewegen.
Für uns war die 38km lange Anfahrt von der Asphaltstraße A3 (Maun-Nata) zum South Camp des Nxai Pan Nationalparks auch nicht gerade berauschend; ebenfalls die Pisten im Mkgadikgadi Nationalpark und dort hauptsächlich die Strecke vom Khumaga Camp nordwärts Richtung A3.
Aber wie u. a. Topobär hier schrie... aus dem Tiefsand kommt man immer irgendwie durch Selbst-Hand-Anlegen raus. Bei Schlamm wird das in der Regel ein erfolgloses Unterfangen sein. Wir machten diesbezüglich letztes Jahr im Murchison Falls NP in Uganda sowohl unsere aktiven als auch passiven Erfahrungen und ich kann Dir bestätigen... Tiefsand ist im Vergleich zum Schlamm eine Betschwester.
Den hier aufgeworfenen Vorschlag, mal schnell einen Abstecher zu den Bains Baobas zu unternehmen, erachte auch ich mehr als sportlich. Zumal das erste Drittel dieser Anfahrt der Anfahrt zum South Camp des Nxai Pan NP gleicht.
Schöne Grüße vom Alm
freshy3'883 Beiträge · seit 201104. Feb. 2014 · #12ALM schrieb:
Was den hier aufgeworfenen Vorschlag, mal schnell einen Abstecher zu den Bains Baobas zu unternehmen, erachte auch ich mehr als sportlich. Zumal das erste Drittel dieser Anfahrt der Anfahrt zum South Camp des Nxai Pan NP gleicht.
Schöne Grüße vom Alm
Dem muss ich zustimmen! Schon kurz nach der Einfahrt in den NP geht es im tiefen Tiefsand bergauf.
Es hilft einem "Anfänger" nicht, wenn erfahrene Tiefsandfahrer die Anforderungen bagatellisieren. Einen Tiefsandkurs als Generalprobe vor dem Ernstfall halte ich für sinnvoll. Wir haben einen Kurs gemacht, bevor wir ins australische Outback fuhren. Das hat uns im Tiefsand und auf einer Schlammfahrt aufgrund eines plötzlichen Gewitters geholfen. Wir gehörten zu den Wenigen, die ohne im Schlamm zu versinken, ans Ziel kamen. Auch wenn im Moremi bisher niemand auf Dauer liegengeblieben ist, wer steckenbleibt und seine Lage aufgrund von Anfängerfehlern nicht meistern kann oder gar verschlimmert, befindet sich in keiner guten Position. Vor allem dann nicht, wenn "Game" in der Nähe ist. Der Stress muss nicht sein!!!
@Siri: Such dir eine Möglichkeit, Tiefsandfahren an Stellen mit oder ohne Trainer zu üben, die nicht abgeschieden und einsam sind. Das gibt Sicherheit beim Fahren im Moremi oder am Chobe. Ein Flug übers Delta ist natürlich ein besonderes Erlebnis, aber bei Weitem nicht so authentisch wie das Erkunden mit einem Fahrzeug. Auf der DVD von der Pistenkuh wird übrigens nicht nur der Lkw des Ehepaares vorgeführt. Sogar "unser" behäbiger Discoverer X spielt mit.
LG freshy
Miss Ellie1'723 Beiträge · seit 200904. Feb. 2014 · #13Topobär schrieb:Wenn Ihr wirklich ins Delta wollt gibt es nur zwei Möglichkeiten. Entweder eine Fly-in Safari in eine der teuren Unterkünfte im Delta oder mit dem eigenen Wagen in den Moremi Nationalpark. Tagesausflüge von Maun aus bieten viel Stress und wenig Delta. Das einzige was sich da von Maun wirklich lohnt ist ein Rundflug, der aber nach einer Stunde auch schon wieder vorbei ist.
Was sind eigentlich Eure Bedenken bezüglich Tiefsand? Was ist an Tiefsand so schlimm, dass Ihr auf die schönsten Ecken Botswanas verzichten wollt?
na das stimmt ja so nun nicht unbedingt ..
Ihr koennt durchaus auch mit dem boot ins delta und im delta campen .. zumbeispiel Dan von Marina Tours bietet sowas an ..
Dabei koennt Ihr sogar entscheiden ob ihr alles mitbrigen wollt oder ob er alles mitbringt ..
wir haben das fuer eine nacht gemacht, kann man aber auch laegen. Gecampt wird in der naehe von Chiefs Island ..
just saying
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
Tadi441 Beiträge · seit 201206. Feb. 2014 · #14Hey - Grüße aus Hamburg!
Ich kann Euch so gut verstehen. Auch wir ( mein Mann - damals 60 Jahre und ich ( weiblich) damals 59 Jahre- beide keine Helden sondern eher Angsthasen - mein Mann wenig praktisch veranlagt - ich eher praktisch- beide keine Ahnung von Autos - immer aber alleinreisend) hatten enormen Bammel, als wir das erste Mal die Anforderungen von wirklichem Tiefsand bestehen mussten/wollten. Unsere erste richtige Tiefsandstrecke war ebenfalls vom Moremi über Savuti nach Linyanti. Die Zentral Kalahari und Bains Baobab war dagegen eher Spielerei.
Die DVD von der "Pistenkuh" haben wir uns lange vor der Reise gekauft und haben die Passagen mit dem Tiefsand bestimmt 5 x gesehen. Danach waren wir relativ beruhigt, da es eher Fahrfehler sind, warum man sich festfährt. Im Sossusvlei hatten wir es schon nach gefühlten 100 Metern geschafft bis an den Achsen fest zu stecken. Der Sand dort ist aber auch extrem feinsandig, so dass selbst erfahrene Tiefsandfahrer das schaffen.
Zur Sicherheit mieten wir beim Autovermieter Sandmatten (haben sie aber nie gebraucht).
Auf der Strecke selber hatten wir dann auch gar keine Probleme. Sind dann die vom Militär stark aufgewühlte Strecke Savuti - Linyanti auch ohne Probleme gefahren. Der Tiefsand war auf der Strecke auch das kleinste Problem. Die erste hohe Düne (ehemaliger Rand vom See) und die Bodenwellen haben es in sich und uns und das Auto (Discovery X -keines schweres 4x4 Wohmobil) extrem gefordert. Im Auto lag alles und wirklich alles durcheinander auf dem Boden und ich musste meinem Busen festhalten. Also dort lieber die etwas längere Strecke fahren. Auch Tiefsand aber nicht so extrem und meist ohne diese fiesen Bodenrumpler.
Gehen seitdem jede Tiefsandstrecke ohne Angst an und es macht uns extrem viel Spaß.
Wir waren im Juli in diesem Gebiet. Und selbst zu diesem Zeitpunkt hatten wir nie das Gefühl, dass wir dort keine Hilfe erhalten hätten, wenn es nötig gewesen wäre. Es kam immer mal wieder ein Auto vorbei.
Wir hatten auch 2 Pannen mit den Auto ( es tropfte Öl raus / und die Benzinpumpe pumpte nicht mehr). Die Botswaner waren extrem hilfsbereit und waren eher hinterher beleidigt, wenn wir ihre Hilfe entlohnen wollten. Das war eine tolle Erfahrung !
Ich würde Euch raten schnellstmöglich die DVD zu kaufen (kostet glaube ich 16 Euro) und sie anzuschauen. Dann könnt ihr immer noch entscheiden, ob Ihr Euch den Tiefsand zutraut oder lieber nicht.
Aber egal welche Strecke Ihr fahrt- Botswana ist einfach toll.
Wenn Ihr noch mehr Infos braucht könnt Ihr Euch gerne bei mir melden.
Liebe Grüße
Petra (weiblich)