Topobär schrieb:
Eine Frage ist mir im Laufe dieser Diskussion mal wieder in den Sinn gekommen. Wie haben denn die erfahrenen Offroader hier im Forum ihre Erfahrungen gemacht?
Bei mir war es genau so, wie es hier den meisten abgeraten wird - learning by doing. Das war noch in Zeiten vor GPS und Sat.Fon. Das war oftmals auf die harte Tour. Musste den Wagen sehr häufig ausgraben. Mir fehlten selbst viele theoretische Grundlagen, die man sich heutzutage im Forum schnell anlesen kann (z.B. dass man im weichen Sand den Luftdruck reduziert).
Ich denke man muss sich einfach an die Sache ran tasten und dann Schritt für Schritt steigern. Ist wie beim Bergsteigen. Bist doch auch ein Kletterer, oder? 😉 Da steigert man sich auch Grad für Grad nach oben und wird alpiner mit weniger Absicherung wenn die Erfahrung steigt. Ein erfahrenerer Partner hilft beim Einstieg sicher auch.
Topobär schrieb:
Viel wichtiger als Offroadkenntnissen sind Outdoorkenntnisse, eine Notfallstrategie und die richtige Einstellung zu der Sache. Man muss bereit sein, ein Abenteuer einzugehen, bei dem nicht alles klappt. Wo man improvisieren muss und wenn es ganz blöd läuft für einige Zeit in der Wildnis überdauern muss.
Stimme ich dir voll zu.
Finde aber auch, dass das objektive Risiko, dass etwas wirklich ernstes passiert auf den allermeisten Strecken in Namibia mit einer vernünftigen Herangehensweise durchaus kalkulierbar und auf ein persönlich vertretbares Maß zu reduzieren ist.
Wenn dann sind die Verluste ja auch meist finanzieller Natur (Ausnahmen bestätigen die Regel...).
Zumindest aus Perspektive eines (Höhen-)Bergsteigers.