Papa mal wieder in Kenia

Reisebericht 60 Antworten · 15,7k Aufrufe · gestartet 18. Jan. 2014 von Papa Kenia
Themenstarter541 Beiträge · seit 201220. Jan. 2014 · #21
Hallo Holger und Hallo Monika!
Schön, dass Ihr beiden dabei seid.

@soletta - Monika
Solche Sichtungen sind natürlich immer ein Highlight! Außer DikDik's habe ich in den ersten Parks nicht all zu viel gesehen.

Der Bericht geht gleich weiter!

Liebe Grüße
Papa Kenia
Themenstarter541 Beiträge · seit 201220. Jan. 2014 · #22
Tag 3

Der dritte Tag begann mit dem Morgendrive um 6 Uhr in der Frühe. Bereits vorher gab es Plätzchen und Kaffee. Zum Frühstück waren wir gegen 7.30 Uhr zurück. Anschließend hieß es dann auschecken. Gegen halb neun fuhren wir Richtung Tsavo West. Bereits nach guten 40 Minuten standen wir am Maktau Southern Gate, dem Eingang zum Tsavo West.

Im Jahre 2010 war ich schon einmal in diesem Park und hatte ihn eigentlich als wenig spektakulär und wegen des hohen Bewuchses und der daraus resultierenden geringen Tiersichtungen in nicht allzu guter Erinnerung. Auch habe ich damals Mzima Springs besucht. Das kann man mal machen; aber ich brauchte es kein zweites Mal. Daher habe ich beim diesjährigen Besuch eine völlig andere Gegend als damals ausgewählt.

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Ziel unserer Fahrt war die Rhino Valley Lodge am Fuße der Ngulia Berge, in deren Nähe das Rhino Schutzgebiet lag. Dieses wollte ich in diesem Jahr besuchen, in der Hoffnung, mal wieder ein Rhino vor die Linse zu bekommen. Denn ansonsten sind im Tsavo Rhinozerosse Fehlanzeige.

Auf dem Weg zur Lodge keine Tiersichtungen. Außer einem Dikdik. Und dann ein Dikdik. Und noch ein Dikdik. Und schon wieder ein Dikdik. Ach guck mal, das süße Dikdik. Hat dieser Park denn nicht zu bieten als Dikdiks????

Doch! Eine Elandantilope und fünf Impala weiter meinte ich so zu Juma, dass wir meiner Meinung nach nicht mehr richtig gefahren seien. Juma fing auch an zu zweifeln. Dann erspähte er ein Camp von KWS Rangern. Kurz nach dem Weg gefragt und dann durften wir einige Kilometer wieder zurückfahren. Und da waren Sie wieder. Alle Dikdiks von vorhin!

Wir kamen an eine Weggabelung. Ich wollte schräg links. Also fast geradeaus. Juma nach rechts. Und da Juma der Fahrer war fuhr Juma nach rechts. Und zwar durch so unwegsames Gelände, dass ich bei der ganzen Schlaglochhüpferei nicht in der Lage war auch nur ein Foto zu machen. „Juma! Wir sind wieder falsch!“ – „Aber da vorne sind doch Spuren. Hier ist doch schon einer vor uns hergefahren.“ – „Juma! Das war ein Panzer! Kein Safaribus kommt hier durch!“ Im Geiste sah ich schon die Geier über uns kreisen.

Doch es gab kein zurück. Wenden war unmöglich. Und so holte Juma alles aus der Kiste heraus und bewältigte Hindernisse, die normalerweise nur mit Allrad zu bewältigen gewesen wären.

Nach einer knappen halben Stunde stießen wir dann wieder auf den normalen Weg. Um die Mittagszeit kamen wir an der Lodge an. Auch hier die obligatorische Begrüßung mit einem heißen Tuch und einem kalten Getränk.

Mein erster Gedanke beim ersten Eindruck: Da hast du keine schlechte Wahl getroffen!!!

Dann wurde mir Tent 1 zugeteilt. Krass! Krasses Zimmer! Krasser Balkon! Und erst recht krass die Aussicht!

Gegen die Holztür musste man zwar kräftig treten um sie zu öffnen. Aber bei der Luftfeuchtigkeit ist es kein Wunder wenn sich Holz verzieht. Umso mehr haben mich die braun eloxierten Aluschiebefenster überrascht. Dass diese auch als Lautstärkeregler dienten, wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht.


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Kurz noch ein paar Fotos gemacht und dann ging es zum Mittagessen zum Haupthaus. Auch dieses total rustikal und urgemütlich. Sehr freundliches Personal. Die Essenauswahl hingegen war nicht ganz so reichlich. Aber was da war, war sehr schmackhaft zubereitet.


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Danach gab es dann bis zum Kaffee um drei Uhr eine kurze Verschnaufpause für uns. Halb vier begann unsere Fahrt zum Rhino Sanctuary.

Es folgten ein paar Zebras, Giraffen und Wasserböcke und eine Landschaft zum Verlieben. Diese Kombination aus rot, grün, blau und weiß – einfach nur toll!!!

Und dann stolperten wir fast über einen Leoparden der einige Meter neben der Fahrbahn lag. Anschließend setzten wir die Fahrt nach der Suche nach einem Rhino fort. Aber es hat nicht sollen sein. Kein Rhino weit und breit!


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Wir machten uns auf den Rückweg und kamen kurz vor sechs Uhr im Camp an.

Nach dem Abendessen genehmigte ich mir noch ein Elefantenbier (es können auch zwei oder drei gewesen sein) und unterhielt mich so gut es ging mit den anderen Gästen.

Kurz vor Neun verzog ich mich dann auf mein Zimmer. Erst hier wurde mir bewusst, wie laut es bereits seit einiger Zeit war. Nur hatte ich es gar nicht so richtig registriert, da ich mich nach dem Essen mit anderen Safarigästen unterhalten hatte. Ich hörte ein Froschkonzert. Und zwar in einer Lautstärke wie ich es in meinem ganzen Leben noch nicht gehört hatte. Ich hatte die Frösche schon auf dem Weg zum Zelt gesehen. Kleine Frösche, so groß wie mein kleiner Finger = hohe Töne. Mittlere Frösche = mittlere Töne. Dicke fette Frösche = ganz dunkle Töne. Alle zusammen = ohrenbetäubender Lärm.

Und kurz bevor ich dann ins Bett stieg schob ich die Fenster wie Lautstärkeregler bis auf wenige Zentimeter zusammen, sodass das Konzert erträglich war und auch noch ein wenig Luft durch die Mückenschutzgitter kam.

Gegen drei Uhr wachte ich noch mal kurz auf. Die kleinen und mittleren Frösche waren immer noch am Quaken. Die dicken fetten konnte ich nicht mehr heraushören. Die lagen wahrscheinlich völlig entkräftet in irgendeiner Ecke.


Fazit:
Park. Diese Gegend vom Tsavo West gefiel mir wesentlich besser als die, die ich zwei oder drei Jahre zuvor gewählt hatte. Damals war in im Severin Safari Camp. Das Camp war toll. Die Gegend aber nicht so der Brüller. Da war das dieses Mal wesentlich besser. Obwohl der Park nach wie vor durch den sehr üppigen Bewuchs Tiersichtungen erschwert. Aber es gibt viele Dikdiks!

Unterkunft: Rhino Valley Lodge.
Urgemütliche Lodge am Ngulia Gebirge mit traumhaftem Ausblick. Gute, geschmackvolle und rustikale Einrichtung (ich kann nur von Zelt 1 sprechen). Bad mit Dusche und Toilette. Sauber. Alufenster. Fliegengitter. Stromanschluss. Holztür (total verzogen). Schmackhaftes Essen, aber nicht allzu reichhaltig. Freundliche Mitarbeiter. Rhino Sanctuary 30 Minuten vom Camp entfernt.

Aufenthaltsdauer: Eine Nacht fand ich für ausreichend. Eine zweite Nacht kann man aber ruhigen Gewissens dranhängen.
zuletzt bearbeitet 20. Jan. 2014
557 Beiträge · seit 200921. Jan. 2014 · #23
Hallo Papa Kenia,

vielen Dank für Deinen Bericht, der mich stark an unsere erste Keniareise 1990 erinnert, bei der wir auch die Taita Hill Lodge und die Saltlick Lodge kennenlernten.
Glückwunsch zu der sicherlich nicht alltäglichen Leopardenbegegnung.


Freundliche Grüße

Eto
Reisebericht: Nördliches Tansania u. Sansibar 2010 http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/153776-reisebericht-noerdltansania-usansibar-febr-2010.html
3'383 Beiträge · seit 200921. Jan. 2014 · #24
Hallo Papa Kenia,

Kenia, wie so viele andere Länder, fehlt uns noch !!!

Und weiß Du was - irgendwann schaffen wir das, denn Dein Bericht macht Lust auf mehr.
Die fertige Route liegt schon in der Schublade, allerdings würden wir gern Uganda mit in die Tour einbeziehen. Aber irgendwie kommt uns immer wieder das südliche Afrika dazwischen. 😉

Bis zur nächsten Etappe,

viele Grüße
der bayern schorch
Link zu allen Reiseberichten: Reiseberichte Bayern Schorsch
5'479 Beiträge · seit 200921. Jan. 2014 · #25
Sehr schön geschrieben und tolle Bilder. Ich liebe es, wenn die Vegetation nach Regen regelrecht explodiert und die Natur sich in kräftigen Farben präsentiert.

Die Salt Lick Lodge weckt Erinnerungen. Hier hatten wir vor 10 Jahren eine Zwangsübernachtung, als es das Hinterrad unseres Wagens abgerissen hatte. Anstatt unsere Notlage auszunutzen, wurde uns mit Rat und Tat geholfen und wir bekamen sogar den günstigen Resident-Preis.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
Themenstarter541 Beiträge · seit 201221. Jan. 2014 · #26
Hallo Eto, bayern schorsch und Topobär.

Vielen Dank für die netten Worte. Schön, dass Ihr mitlest!

@ Eto
In Erinnerungen schwelgen, dass ist immer toll. Beim Schreiben dieses Berichts durchlebe ich den kompletten Urlaub noch einmal. – Über den Leo sind wir wirklich fast gestolpert. Pures Glück!

@ bayern schorsch
Dann nimm mich mit, ich hab’ dann bestimmt noch nichts vor!

@ Topobär
Wie bereits erwähnt, so grün hatte ich die Parks noch nie gesehen. Dementsprechend bot sich natürlich ein tolles Farbschauspiel.

Zu Deiner Zwangsübernachtung: So sind sie eben die Kenianer – hilfsbereit und freundlich.

Gleich geht’s dann weiter!

LG
Papa Kenia
zuletzt bearbeitet 21. Jan. 2014
Themenstarter541 Beiträge · seit 201221. Jan. 2014 · #27
Tag 4

Als ich morgens aufwachte herrschte Totenstille. Weit und breit war kein Frosch zu hören.

Um 6.15 Uhr gab es Frühstück. 6.45 Uhr ging es auf zum nächsten Park. Richtung Amboseli. Auf dem Weg zum Ausgang sahen wir noch Zebras, Impala, Elefanten und eine Horde Paviane.

Nach einer Stunde Fahrzeit kamen wir am Chyulu Gate an. Wie bereits 2010 warteten wir am Gate auf weitere Fahrzeuge um dann im Convoy aus dem Park herauszufahren. Auf dieser Strecke hat es früher schon mal vereinzelt Überfälle auf Touristen gegeben. Seitdem fährt man im Convoy und nimmt am Chyulu Gate auch einen KWS Ranger mit. Diesen hatte ich mir aber ein wenig anders vorgestellt.

Unser Begleitschutz sah so aus: Er trug braune Halbschuhe, eine graue Nadelstreifenhose, ein schwarzes Jackett, ein weißes Hemd, eine rote Krawatte und eine Kalaschnikow.

Dann fuhren wir mit vier Fahrzeugen gegen 8.15 Uhr aus dem Park. Wir sahen noch einige Tiere und kamen nach vier bis fünf Kilometern am Shetani Lavafeld vorbei.

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Um kurz vor Neun war unsere Fahrt dann vorerst zu Ende. Wo eigentlich eine Bachdurchfahrt sein sollte, floss jetzt ein kleiner Fluss. Zuerst dachte ich, die Brücke sei weggespült worden.

Aber dem war nicht so. Durch den Regen der letzten Tage hatten sich in den Bergen derartige Wassermengen angesammelt, die nun hier runterrauschten und uns die Weiterfahrt unmöglich machten. Am Übergang standen einige Leute und starrten gebannt auf die Wassermengen. Juma und ich stellten uns daneben und starrten mit. Gut zwei Stunden später starrten wir immer noch.

Zuerst sprach mich eine alte Massai Frau an. Sie wollte unbedingt, dass ich ihr etwas abkaufe. Nachdem wir lange diskutiert hatten (es war eine recht lustige Diskussion) schenkte ich ihr aber einen Kugelschreiber.

Dann zog mich eine jüngere Massai, die mit ihrer Tochter unterwegs war, an die Seite und verstrickte mich in ein Gespräch, welches ebenso harmonisch verlief.

Mittlerweile standen an unserem Ufer gut dreißig Leute und diskutierten und beobachteten den Wasserspiegel. Es rückten von hinten immer mehr Wagen und Leute nach. Dann kamen Massai mit einer Viehherde. Das ganze hatte fast schon Volksfestcharakter.

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zuletzt bearbeitet 21. Jan. 2014
Themenstarter541 Beiträge · seit 201221. Jan. 2014 · #29
Hei Picco,
das kann ich sehr, sehr gut verstehen!

Liebe Grüße
Papa
Kenia
Themenstarter541 Beiträge · seit 201221. Jan. 2014 · #30
Zwischendurch hatte ich auch Kontakt zu einem deutschen Ehepaar, zu zwei Engländern und zu drei Holländern. Allesamt wollten in den Amboseli. Und alle Fahrer, genau wie Juma, weigerten sich zurückzufahren. Das sei ein Umweg von 100 Kilometern. Irgendwann müsse der Wasserspiegel ja mal sinken.

Und zu guter Letzt gesellte sich noch ein sehr schick gekleideter Einheimischer zu mir. Stellte sich vor und fragte nach meinem Namen und nach meiner Herkunft. Als er Deutschland hörte, fragte er: Was hältst Du von An-geee-la Merkel? Er sagte nicht ‚An-sche-la’. Sondern ‚An-geee-la’. Und das hier?!

Als ich ihn auf seine schicken Klamotten ansprach stellte er sich als Mitarbeiter der Regierung vor. Er versuchte mir zu erklären, was er sei. So ganz habe ich das nicht kapiert. Er muss so etwas Ähnliches wie ein Regierungspräsident (wenn es so etwas in Kenia gibt) sein.

Nach einer Viertelstunde verabschiedete er sich, schwang sich auf sein Motorrad und brauste davon.

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Gegen 11 Uhr versuchte der erste Wagen die Durchfahrt. Es klappte. Dann fuhr der zweite Wagen. Als das auch klappte, schubste Juma mich in den Wagen. Ich fragte ihn, ob er sicher sei, dass es funktioniert. Er verneinte. Es käme auf einen Versuch an. Der Kalaschnikowträger stieg auch bei uns ein und Juma quälte sich durch die Wassermassen. Kurz vor dem anderen Ufer rutschte der Wagen dann doch einige Zentimeter bedrohlich zur Seite weg. Da konnte man die ganze Kraft des Wassers noch erahnen. Aber Juma brachte den Wagen sicher ans andere Ufer und erhielt vom KWS Ranger und von mir ordentlichen Beifall.

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Dann fuhren wir zum Kimana Gate. Wer schon mal in Kenia war und meint, dass er Probleme mit den Beachboys hatte, weil diese zu aufdringlich waren, der soll sich mal 10 Minuten am Kimana Gate aufhalten. Wie die Furien kamen 12 bis 15 Weiber auf mich zugestürmt. „Papa kaufen! Papa Holzfigur! Papa Tuch! Papa Kette! Papa Speer! Papa, Papa, Papa!“ Das war schon widerlich. Aber wer mich kennt, der weiß woher der Ausdruck ‚sturer Westfale’ kommt. Hapana, nix gekauft.

Im Amboseli setzten wir unseren Begleitschutz auf halber Strecke irgendwo an einer KWS Station ab und erreichten gegen 13.30 Uhr die Ol Tukai Lodge.


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Ich genoss mein Mittagessen. Anschließend wurde mir Haus 37 zugeteilt. Mein Gott, welche Unterkunft! Bei den Unterkünften hatte ich dieses Jahr wirklich ein gutes Händchen!

Eigentlich war auch die Ol Tukai Lodge viel zu groß und zu vornehm. 80 Zimmer! Und was für welche. Total geschmackvoll eingerichtet. Ja gut, wenn man schon den Hauch von Luxus geboten bekommt dann nimmt man ihn auch.


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Zum nächsten Drive um 15.30 Uhr überbrachte mir Juma eine Nachricht, die mich explodieren ließ. Mein Flug vom Amboseli in die Masai Mara am morgigen Tag sei gecancelt. Er müsse mich nach Nairobi bringen. Ich kochte vor Wut und glaubte ihm kein Wort. Ich dachte wirklich an Verar….. von Jonathan und Peter. Dachte, sie hätten mich die Safari buchen lassen obwohl sie wussten, dass der Flieger nicht geht.

Ich versuchte die Module herunterzufahren. Juma konnte ja nichts dafür. Aber bei meiner Laune war der ganze Park sowieso nur schei….Keine Tiere, dafür Wolken. Kein Kilimanjaro. Alles Mist.

Ich verkürzte den Gamedrive um eine gute Stunde weil es mittlerweile wieder regnete. Ich hatte die Schnauze voll und verzog mich an die Bar. Diese Elefantenherde in den Flaschen, die taten richtig gut!

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Kurz vor dem Abendessen kam Juma zu mir und teilte mir mit, dass Peter gleich anrufen würde. Kurz darauf klingelte Jumas Handy. Er reichte es mir und ich hatte Peter am Ohr. Peter entschuldigte sich tausendmal und erklärte, dass ursprünglich noch 5 Leute mit mir morgen in die Masai Mara fliegen sollten. Diese 5 Personen hätten aber aus nicht bekannten Gründen die Safari nicht angetreten und niemand wusste, wo sie stecken. Und für mich allein, also nur für eine Person, würde die Maschine im Amboseli nicht zwischenlanden.

Das leuchtete mir ein. Geglaubt habe ich das trotzdem nicht so ganz. Es blieb ein kleiner, bitterer Beigeschmack. Trotzdem habe ich es Peter hoch angerechnet, dass er angerufen und mich informiert hat. Sein Verhalten hat eigentlich gezeigt, dass es sich hier um ein seriöses Unternehmen und nicht um einen Krauter handelt. Ein Wald- und Wiesensafariunternehmen hätte sich bestimmt nicht gemeldet.

Fazit:
Park: Der Amboseli ist das totale Gegenteil zum Tsavo. Fast flach wie ein Teller. Kilometerweite Fernsicht. Kaum Buschwerk. Tolle Sicht auf den Kilimanjaro (wenn er mal nicht in Wolken gehüllt ist).

Unterkunft: Eingezäuntes Camp. 80 Zimmer, 120 Angestellte. Also für meinen Geschmack zu groß. Ansonsten sehr stilvoll gebaut. Lobby, Bar, Speisesaal und Zimmer sehr geschmackvoll eingerichtet. Zimmer mit Bad, Dusche, WC, Sitzecke, Stromanschluss. Sauber. Freundliche Mitarbeiter und reichhaltiges und gutes Essen in Buffetform.

Aufenthaltsdauer: Eine Nacht hat voll gereicht. Leute, die den Amboseli lieben, können hier auch gern zwei oder drei Nächte verbleiben.
zuletzt bearbeitet 21. Jan. 2014
Themenstarter541 Beiträge · seit 201222. Jan. 2014 · #31
Tag 5

Lebewohl Amboseli! So schnell siehst du mich nicht wieder. Ich war jetzt zum dritten Mal hier. Und vermutlich auf lange Sicht zum letzten Mal. Der Park ist einfach nicht nach meinem Geschmack.

Vielleicht hätte ich anders geredet, wenn der gestrige Tag anders verlaufen wäre. Ist er aber nicht. So hieß es für Juma und mich zu einer unchristlichen Zeit um vier Uhr aufstehen. 4.15 Uhr war Abfahrt.

Normalerweise macht das Tor zum Park erst um 6 Uhr auf. Juma hatte gestern noch telefoniert und erreicht, dass das Tor bereits um 5 Uhr für uns geöffnet wird. Nach einigem Suchen fanden wir diese Person auch, die uns genauso verschlafen wie wir es waren das Gate öffnete.

Jetzt ging es über die Hauptstraße nach Nairobi. Es regnete. Es regnet eigentlich immer in Afrika. Wieso eigentlich?

Kurz vor acht Uhr erreichten wir Nairobi. Halb Neun standen wir noch auf der gleichen Stelle. Na ja, fast. Big traffic. Der helle Wahnsinn. Es regnete übrigens nicht mehr. Die Sonne schien. Und irgendwie erreichten wir dann doch noch den Flughafen. Juma versuchte der Dame am Schalter von Mombasa Air Safari klarzumachen, dass ich ursprünglich vom Amboseli aus fliegen wollte/sollte. Und dass ich daher keinerlei Buchungsbestätigung oder ähnliches hätte. Peter hätte den Flug gestern telefonisch umgebucht. Die Frau kramte in ihren Unterlagen und zog tatsächlich ein Blatt Papier hervor auf dem ‚Amboseli’ stand. Darunter stand mein Name und die Namen von 5 weiteren Personen.

Im Nu verschwand bei mir auch der bittere Beigeschmack. Die Frau wies mich an, in die Wartehalle zu gehen. Ich verabschiedete mich von Juma; gab ihm ein ordentliches Trinkgeld und setzte mich zu anderen Wartenden in die Wartehalle.

Es ist immer wieder verwunderlich wie organisiert Afrika ist. Ich hatte keine Buchungsbestätigung. Ich hatte kein Flugticket. Ich hatte eigentlich gar nichts. Dafür hatte der Pilot einen Zettel mit 9 Namen. Ich wurde beim Vornamen aufgerufen und zur kleinen Maschine vor der Abflughalle gelotst.

Um 9.45 Uhr begann dann doch noch das Abenteuer Masai Mara für mich. Ich hatte schon daran gezweifelt. Aber jetzt saß ich in der kleinen Maschine. Von den 12 Sitzplätzen waren nur 9 belegt. Die Maschine hob ab und landete viertel vor elf auf dem Keekorok Airstrip. Dann ging es wieder in die Luft um 10 Minuten später auf dem Musiara Airstrip zu landen. Dieser Airstrip scheint ausschließlich für Gäste des Governors’ Camp zu sein.

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Ich brauche wohl nicht erwähnen, dass es inzwischen wieder regnete.

Aber was soll’s? Wenn es ein paar Tage vor Weihnachten im Libanon seit Jahrzehnten erstmalig mal wieder richtig heftig schneit; wenn in Deutschland zu Weihnachten aufgrund der Temperaturen wieder gegrillt werden kann, dann kann das Wetter in Afrika auch mal verrückt spielen. Die kleine Regenzeit hat sich da wohl um einige Wochen nach hinten verschoben. Auf nichts ist mehr Verlass.

Ein Fahrer des Camps holte mich am Flieger ab Der war trotz der gefühlten 25 Grad eingepackt wie ein Eskimo. Schneit es hier auch mal ab und zu? Auf dem Weg zum Camp sah ich die ersten Topiantilopen. Nach gut zehn Minuten kamen wir im Camp an. Die nächsten drei Nächte war das Governors’ Camp mein Zuhause.

Nach der freundlichen Begrüßung wurde mir Zelt 32 zugeteilt. Zum ersten Mal seit ich unterwegs war packte ich meine Tasche vollends aus. Bisher hatte ich nur immer nach Tastsinn die Sachen aus der Tasche gefischt, die ich gerade brauchte.

Das Zelt: Hallo! Zwei Doppelbetten und zwei Einzelbetten? Hatte ich noch Mitbewohner? Natürlich nicht. Dieses Zelt war ganz nach meinem Geschmack. Und die Lage sowieso.


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Die Anlage ist ganz schön weitläufig. Die Zelte 1 bis 28 stehen am Mara River, 29 bis 37 liegen an der offenen Savannenseite. Das Camp ist nicht eingezäunt. Und es ist das erste Camp, wo ich Wachleute mit Gewehren gesehen habe.

Es gibt ein im Winkel gebautes Hauptzelt, wo die Mahlzeiten eingenommen werden. Bei gutem Wetter wird das Mittagessen unter freiem Himmel serviert.

Dann ist da noch eine Bar mit diversen Sitzgelegenheiten sowie ein Freisitz nur wenige Meter vom Mara River entfernt. Von hier aus kann man hervorragend die Hippos beobachten.

Um 13 Uhr wurde im besagten Hauptzelt zu Mittag gegessen. Es waren einige Safarigäste da. Aber wie sich herausstellte waren es alles Engländer bzw. Schotten.

Was sich aber für mich für die nächsten zwei Tage als äußerst angenehm erwies. Zu den Gamedrives wurden gleichsprachige Nationalitäten in ein Fahrzeug gepackt. Da ich der einzige deutschsprachige war, hatte ich zwei Tage lang das Fahrzeug mit Fahrer für mich allein.

Nach dem äußerst leckeren und reichhaltigen Mittagessen konnte ich noch bis zum Drive um 15.30 Uhr chillen.

Der Himmel riss so langsam auf und es hörte auf zu regnen.


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Dann traf ich meinen Fahrer. Ich solle ihn beim Nachnamen nennen. Sein Vorname sei unaussprechlich. ‚Ntuala’ ist aber auch nicht gerade zungenfreundlich.

Wir waren noch keine 10 Minuten unterwegs, da hielten wir neben einem Prachtburschen von Löwen. Es folgten im Laufe des Nachmittags Elefanten, Büffel, Zebras, zwei Löwinnen. Wir kamen an einen Tümpel mit Hippos vorbei. Kurz vor 18 Uhr, wir waren schon auf dem Rückweg, stießen wir noch mal auf fünf Löwinnen.

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Für heute war ich platt und froh endlich zu duschen. Kopf freikriegen, Abendessen, Bier trinken, mit Schotten unterhalten und dann früh ins Bett. Nachts wurde ich ein paar Mal vom Schmatzen der Hippos geweckt. Die mussten direkt vor meinem Zelt gegrast haben. Aber ich war zu müde um noch mal aufzustehen.
zuletzt bearbeitet 22. Jan. 2014
383 Beiträge · seit 201322. Jan. 2014 · #32
Mensch, zwei Tage ein Fahrzeug mit Fahrer für Dich allein, da kann man doch nicht meckern. Ich wäre für einen freien Sitz für meine Fotoausrüstung dankbar.
Da hast Du Glück gehabt.
Die sonst so gelbe Masai Mara, habe ich in dem schicken grün noch nicht gesehen. War ja auch erst einmal im August 1997 dort. 😄

Holger
2019 Südafrika Klaserie - Timbavati - Sabi Sands 2018 Brasilien Rio de Janeiro - Foz do Iguacu - Pantanal - südliches Amazonasgebiet 2017 Kanada BC 2016 Sambia & Malawi 2015 Süden Tansanias Reisebericht: Mit der Cessna durch den wilden Süden Tansanias 2014 Kenia & Norden Tansanias 2013 Uganda/Ruanda 2012 Botswana
3'700 Beiträge · seit 200923. Jan. 2014 · #33
Hallo Papa Kenia,

vielen Dank, dass Du Farbe in den trüben deutschen Winter bringst. Da sind Dir aber einige ganz fantastische Aufnahmen gelungen. Mein Kompliment!
Dann fand ich in Internet eine tolle Kleingruppenreise von knapp drei Wochen durch Namibia, Botswana und Südafrika. Die Tour war toll. Der Preis nicht. Schließlich kommt auf den normalen Preis immer ein „Papa Kenia“-Aufschlag. Sprich Einzelzimmerzuschlag. Obwohl der zugegebenermaßen moderat war.

Trotzdem habe ich habe ein paar Wochen gebraucht um mir den Preis ‚schön’ zu rechnen. Dann war der Preis schön.

Und dann wollte ich buchen. Und dann war die Tour ausgebucht. Toll! Wer zu spät kommt,…..! Ich hasse diesen blöden Vogel mit diesem komischen Wurm!!!!
Ähm, sei froh, dass der Kelch Südafrika-Namibia-Botswana-in-drei-Wochen an dir vorbeigegangen ist. Wir haben 2011 diese Reisegruppe getroffen... 😣

Herzliche Grüße
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
5'479 Beiträge · seit 200923. Jan. 2014 · #34
Der Mushiara Airstrip versorgt mindestens ein Dutzend Unterkünfte mit Gästen. Da landen zum Teil recht große Flieger.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
Themenstarter541 Beiträge · seit 201223. Jan. 2014 · #35
@Holger_W

Da habe ich wirklich großes Glück gehabt. Und auch mit meinem Fahrer. Der war spitzenmäßg und wusste was Fotografen wollen!

Die Masai Mara scheint jedes Jahr im Dezember so grün zu sein. Sie war es jedenfalls die letzten 3 Jahre.


@Butterblume

Hallo Marina,

das baut auf! War es denn wirklich so schlimm? Es hört sich jedenfalls so an?! Die Route und die Unterkünfte waren jedenfalls nicht schlecht. Soweit ich das als Laie beurteilen kann.


@Topobar

Danke für die Info. Das war mir nicht bekannt. Dieses Foto hat mich zu der Vermutung veranlasst.

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Weit und breit war sonst kein anderer Hinweis auf irgendein Camp. Aber wie gesagt, es war nur eine Vermutung. Ich lass mich gern eines Besseren belehren.


LG
Papa Kenia
3'700 Beiträge · seit 200923. Jan. 2014 · #36
Hallo Papa Kenia,

Route und Unterkünfte... Du sagst es! Viel Zeit für Tiere gucken in Nationalparks, geschweige denn Namibias traumhaft schöne Landschaften genießen bleibt dir dabei nicht.

Ist aber auch o.k., denn so können wir hier virtuell mal wieder das schöne, grüne Kenia erleben.

Herzliche Grüße
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
Themenstarter541 Beiträge · seit 201223. Jan. 2014 · #37
Tag 6

Bereits gestern Abend wurde ich nach den Wünschen für den heutigen Tag gefragt. Das Governors’ bietet drei Pirschfahrten pro Tag an. Von 6.30 bis 8 Uhr. Und von 9.30 bis 11 Uhr. Die dritte ist dann nachmittags von 15.30 bis 18 Uhr.

Wer will, kann aber auch das Frühstück als Picknick mitnehmen und unterwegs in freier Natur genießen. Dann werden die morgendlichen Fahrten zusammengelegt und man hat die Möglichkeit von 6.30 Uhr bis 11 Uhr oder 11..30 Uhr auf Tour zu gehen.

Diese Option habe ich natürlich gewählt.

Um sechs Uhr kratzte es an meiner Zeltwand. „Good morning! It’s 6 o’clock. Wake up! Here is your coffee!“

Der Zimmerboy kam bis an mein Bett und brachte frischen Kaffee und Plätzchen.
Schnell unter die Dusche. Kaffee und Plätzchen genießen und dann zum Parkplatz vorm Eingang zum Governors’. Auf dem Weg dorthin kam mir der Campmanager Dave entgegen, der sich gestern Abend schon vorgestellt hatte und der mich jetzt freundlich grüßte. Er deutete auf die frischen Spuren im Gras. ‚Wir hatten heute Nacht Hippobesuch’.

Normalerweise schlafen Menschen morgens gerne mal aus. Aber wenn es auf Pirschfahrt geht, sind eigenartigerweise alle überpünktlich.

Jeder Gast hat für die Dauer seines Aufenthaltes einen bestimmten Fahrer. Trinkgeldtechnisch ist das sehr gut gedacht.

Ntuala und ich begrüßten uns und ich nahm im Fahrzeug mit meinem Fotogeraffel in der hintersten Reihe Platz. Und dann ging es los. Zum Fotografieren war es noch zu dunkel. Gegen hab acht kam die Sonne richtig durch die Wolken und erzeugte ein irres Fotolicht. Die Landschaft sah wie ein Gemälde aus.

Wir trafen auf Giraffen, Schakale, zwei Löwen, Topiantilopen und Familie Strauß.

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Auf unserer Tour kamen wir am Mara River vorbei, wo wir gegen 9 Uhr unser Frühstück einnahmen. Auf der anderen Seite des Flusses stauten sich Zebras. Ntuala meinte, dass es ein paar Hundert sein müssten. Und es rückten immer mehr nach. Aber kein Tier begann mit dem Überqueren des Flusses. Nach gut einer Stunde setzten wir dann aber die Fahrt fort.


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Die nächsten Fotomotive waren dann ein Rudel Löwinnen, ein Warzenschwein und eine Hyäne. Gegen 11.30 kamen wir wieder im Camp an. Bis zum Mittagessen um 13 Uhr hatte ich noch Gelegenheit zum Fotografieren.


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Heute war unter freien Himmel für das Mittagessen gedeckt. So wie jeder Gast seinen Fahrer hatte, so hatte er auch bei Tisch zwei Bedienstete für die Dauer des Aufenthaltes. Meine beiden hießen Tony und Moses. Moses war der Sympathischere; er war nämlich für den Alkohol zuständig.

Tony brachte nur die Suppe und den Nachtisch sowie Kaffee. Salat und warme Speisen gab es in Form von Selbstbedienung am Buffet

Bis zur nächsten Pirschfahrt konnte ich noch mal bei einem Tusker von der kleinen Terrasse meines Zeltes aus diesen traumhaften Blick in die Weite genießen.

Dem aufmerksamen Leser wird nicht entgangen sein, dass ich heute das Wort ‚Regen“ noch nicht erwähnt habe. Warum auch? Es regnete nämlich nicht mehr. Heute nicht. Morgen nicht. Und übermorgen auch nicht! Ja wie geil ist das denn????


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Am Nachmittag sahen wir dann Topis und Impala, Giraffen sowie Löwinnen mit Nachwuchs. Wir fuhren durch ziemlich unwegsames Gelände


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Das Highlight des Nachmittags waren aber zwei Geparde. Auf dem Rückweg begegneten uns noch Schakale, Hyänen und Löwen.


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Zum Abendessen war wieder für mich allein gedeckt. Aber alle Engländer und auch die schottischen Gäste luden mich an ihre Tische ein. Jeder wollte den Deutschen gern an seinem Tisch haben. Was ich aber dankend ablehnte. Denn so toll ist mein Englisch auf wieder nicht. Mir reicht’s wenn ich tagsüber mit euch klarkomme!

Heute war Grillabend. Das Fleisch konnte man sich aussuchen und von den Köchen bruzzeln lassen. Alles weitere konnte man sich vom Buffet nehmen. Dieses Essen war einfach genial.

Was aber noch genialer war: In rund zehn bis fünfzehn Metern Entfernung liefen Hippo-Mama und Hippo-Baby durch das Camp. Die Wachleute leuchteten ständig die Gegend ab. Schwenkten dabei aber unaufhörlich die Taschenlampen, so dass der Lichtstrahl ständig wanderte und die Hippos nicht vollends geblendet wurden.

Dieses Szenario war einfach unglaublich.

Die Tiere verhielten sich friedlich. Und die Menschen auch. Alle Gäste waren diszipliniert ruhig. Niemand gackert, quietschte, lachte. Und niemand benutzte den Blitz seiner Kamera. Geht doch!!

Gegen 21 Uhr nahm ich auf meiner Veranda Platz, starrte in den wolkenlosen Nachthimmel, zählte Sterne und genoss einfach nur die himmlische Ruhe. Wir hatten Vollmond. Kurz vor 22 Uhr krabbelte ich dann müde ins Bett um kurz vor Mitternacht durch ein Geräusch, das ich zunächst nicht zuordnen konnte, geweckt zu werden. Da wir wie bereits erwähnt Vollmond hatten, konnte ich keine zehn Meter von meinem Zelt entfernt einen Elefanten erblicken, der sich die Äste und Blätter vom Baum neben meinem Zelt runterpflückte.

Selig schlief ich anschließend wieder ein.
zuletzt bearbeitet 23. Jan. 2014
1'249 Beiträge · seit 201223. Jan. 2014 · #38
Lieber Papa Kenia,
so ein schöner Bericht! Ich träume ja schon lange von Kenia, habe es aber bisher noch nicht geschafft. Ich bin absolut begeistert von Deinen tollen Bildern, diese Farben! Und natürlich die Motive 😘 Die kleinen Löwen sind ja allerliebst! Ich war ja letztes Jahr schon happy, als ich überhaupt mal ein Löwenbaby gesehen habe, aber diese Kleinen auf Deinen Fotos…toll!
Schön, dass Du uns teilhaben lässt!
Liebe Grüße, Alexa
Meine Reiseberichte: Südafrika 2011 Südafrika 2012 Botswana/Südafrika 2013 Südafrika 2014 Südafrika/Botswana 2014 Südafrika 2015 FACEBOOK
383 Beiträge · seit 201323. Jan. 2014 · #39
Wahnsinns Bericht und ganz ganz tolle Fotos. Super Abendlektüre hier.

Holger
2019 Südafrika Klaserie - Timbavati - Sabi Sands 2018 Brasilien Rio de Janeiro - Foz do Iguacu - Pantanal - südliches Amazonasgebiet 2017 Kanada BC 2016 Sambia & Malawi 2015 Süden Tansanias Reisebericht: Mit der Cessna durch den wilden Süden Tansanias 2014 Kenia & Norden Tansanias 2013 Uganda/Ruanda 2012 Botswana
8'684 Beiträge · seit 201023. Jan. 2014 · #40
🤩 Jetzt hätte ich mich fast an meinem Rosé verschluckt - wahhhhh, ich will auch mal Löwenbabys sehen 😐 ! Gibts da ne Garantie drauf? Dann fahr ich auch mal nach Kenia 😄 😎 😗 !

Deine Fotos sind wirklich eine Wohltat für's Auge (und das eine ganz am Anfang mit dem Nebelstreif, Löwenbabys hin oder her, ist mein Favorit!) - vorallem bei diesem grautrüben Wetter draußen (okay, gerade ist es dunkel, aber ich kann mir schon denken, wie es morgen wieder aussieht!).....


LG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 31. Jan. 2014