Nord-Botswana Oktober 2013 als Selbstfahrer

Reisebericht 72 Antworten · 20,3k Aufrufe · gestartet 30. Dez. 2013 von Reinhard
8'684 Beiträge · seit 201001. Jan. 2014 · #21
Reinhard schrieb: (hallo Bele, da ist er: mein erster Leopard! Nachdem ich bei früheren Reisen mehrere nur beinahe gesehen habe).


Reinhard
Hallo Reinhard, ja ich erinnere mich an unsere kleine Diskussion darüber, was "beinahe gesehen" heißen soll 😁 !

Aber ich muss dir leider den Jahresbeginn ein bisschen versauen: die Sache ist noch ausbaufähig - so richtig zählt doch erst ein nichtangefütterter in freier Wildbahn, oder? Also nur, falls du eine Inspiration für eine weitere Afrikareise brauchst 😗 😗 😗 (Oder kommt der noch auf dieser Reise?? Egal, ich find dann bestimmt ein weiteres Argument - da hab ich viel Fantasie!)

LG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 01. Jan. 2014
Themenstarter728 Beiträge · seit 200601. Jan. 2014 · #22
Hallo Bele,
es muss ja noch etwas übrig bleiben für spätere Reisen 😉
Gruß
Reinhard
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8'684 Beiträge · seit 201001. Jan. 2014 · #23
Reinhard schrieb:Hallo Bele,
es muss ja noch etwas übrig bleiben für spätere Reisen 😉
Gruß
Reinhard
Sagte ich doch 😎 ! Ich wollte dich jetzt aber nicht beim Weiterschreiben stören, gell.... !!

LG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
Themenstarter728 Beiträge · seit 200604. Jan. 2014 · #24
Der 7. Oktober

7.10. Auf der Dombo Farm
Relaxen und es sich gut gehen lassen. Apfelkuchen und Tee am Nachmittag! Man gönnt sich ja sonst nichts. Nach vier Tagen in der Central Kalahari ist das erlaubt.


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Abends fahren wir mit Uli und Kathy und Marco einige Kilometer durch’s Gelände zu einem Hide und Uli hängt Fleisch in den Baum vor dem Hide.


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Kurz bevor wir am Hide sind lümmeln sich die drei halberwachsenen Hyänen mit den Namen Marina, Jochen und Sabine auf dem Weg und sind ganz verblüfft, dass wir erscheinen.


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Uli setzt uns am Hide ab und fährt das Auto noch etwas weg, damit der erhoffte Leopard keinen Anstoß daran nimmt. Wir warten still wie die Hühner auf der Stange im Hide, lautlos. Immer mal wieder erscheinen die Hyänen.

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Dann kehrt Ruhe ein. Nichts passiert. Dann: Eine schaut ... um die Ecke, mir direkt in’s Gesicht, einen halben Meter vor mir. Nur der Maschendrahtzaun dazwischen. Irgendwie nur neugierig: seid ihr noch da? Was macht ihr da? Ich puste ihr/ihm leicht in die Nase. Keine Regung. Ja, wir sind noch da. Dann wird’s wieder ruhig. Nach etwa einer weiteren Stunde leises Räuspern. Wollen wir noch warten oder wieder zurück? Wir wollen zurück. Ok, Uli will das Auto holen und kommt gleich wieder in das Hide. Marina, Jochen und Sabine liegen hinter dem Hide und dösen. Wir sitzen 2-3 Stunden im Hide und warten, dass ein Leopard kommt und die Dreiergang wartet, dass wir wieder rauskommen und sich was tut. Uli scheucht sie weg und holt das Auto (ich hätte nicht drei Hyänen wegscheuchen mögen 😵 ). Sie gucken etwas enttäuscht als wir mit dem Auto wegfahren und laufen etwas nebenher mit.
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zuletzt bearbeitet 04. Jan. 2014
1'242 Beiträge · seit 200905. Jan. 2014 · #25
Hallo Reinhard,

jetzt hatte ich doch fast den Anschluss eurer Reise verpasst 🤩 . Ich möchte bitte auch noch mit 🙂 .

Freue mich auf die Fortsetzung ...

Liebe Grüsse 🙂
Lil
Namibia das 1. Mal http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/163129-namibia-das-1-mal-reisebericht.html Endlich Hippos - SA 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/280235-endlich-hippos-sa-2013.html ZIM - BOT 2014 Träume werden wahr http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/283689-zim-bot-2014-traeume-werden-wahr.html
3'383 Beiträge · seit 200905. Jan. 2014 · #26
Hallo Reinhard,

das scheint ein ganz toller Bericht zu werden.
Also - wenn ich darf, ich würd auch gern dabei sein, denn Deine Route gefällt mir ausgesprochen gut.

Bis dann und einstweilen mal vielen Dank für die Mühe, die Du Dir machst.

der bayern schorsch
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1'309 Beiträge · seit 200905. Jan. 2014 · #27
Hallo Reinhard,
es gibt sicher noch ein Plätzchen auf deiner Reise für eine langjährige Botswana-Fanatikerin wie mich. Deine Route finde ich, wie alle Vorredner hochinteressant.

Viele Grüße,
Nenette
Il n'y a pas un atome de cette poussière que je n'aime infiniment. Es gibt kein Atom in diesem Staub, das ich nicht unendlich liebe. (Elizabeth Riollet über Voi/Tsavo) Botswana 2010: http://nenette-f.over-blog.de/categorie-11610665.html Mein anderes Hobby: http://lauter-schoene-saetze.over-blog.com/
Themenstarter728 Beiträge · seit 200605. Jan. 2014 · #28
8.10. Ausflug in den Makgadikgadi NP am Boteti
Uli fährt mit uns über Motopi nach Khumaga zu der tollen Fähre, die ich bislang nur von Fotos kannte. Tolles Gefährt.


Uli fährt rauf und gleich ganz nach vorne, damit das Heck wieder hoch kommt.

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Heck und Bug sind eigentlich identisch. Anderswo nennt man so etwas Roll-on Roll-off-Fähre. Gibt’s auch auf der Ostsee zwischen Fehmarn und Lolland, nur größer als bei Khumaga. Geht schneller, weil man nicht wenden muss.


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Der Fährmann hat gut zu tun, denn es gibt keinen Anleger und keine Möglichkeit zum Festmachen. Die Strömung dreht die Fähre, bevor sie endlich freikommt. Jetzt schlägt die Stunde des asthmatischen Außenborders, der sich redlich müht. Drüben geht’s die steile Rampe wieder runter in’s Wasser. Wir fahren zum Gate und danach auf der Ostseite des Boteti stromaufwärts. Die Ausblicke hinterlassen den Eindruck einer paradiesischen Oase. Viel Wasser, verzweigte Arme und viel Grün.
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Ein Sattelstorch. Das mit dem roten Fleck waren nicht wir, das gehört so.

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Badende Elefanten, äsende Kudus, eine Geier-Badeanstalt mit gut hundert Weißrückengeiern und einige Lappet-faced Vultures (Ohrengeier, weltweit gefährdet nach der IUCN) sowie ein Bateleur. Schließlich haben wir (genauer gesagt: Uli) auch noch Wildhunde entdeckt, die sich mit dicken Bäuchen zu nicht viel Aktivitäten hinreißen ließen.


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Dazwischen ein Picknick oben am Hang mit Blick auf den Boteti: „Ich hatte eine Farm in Afrika, am Fuße der Ngongberge ...“ (Out of Africa). Wunderschön. Zurück wieder mit der Khumagafähre.
Schönes Abendessen mit „Nature-TV“. Insgesamt eine sehr schöne Unterkunft, prima Essen und vor allem zwei Gastgeber, die sich im positiven Sinne den Gästen intensiv zuwenden. Gerne wieder.
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zuletzt bearbeitet 08. Jan. 2014
Themenstarter728 Beiträge · seit 200608. Jan. 2014 · #29
9.10. Fahrt nach Maun.
Nach dem entspannten Frühstück geht’ s nach Maun. Nach zwei Stunden sind wir dort. Nach dem Einkaufen, Tanken und Geld holen geht’s zur Discovery Bed & Breakfast von Marije und René Allemekinders. Beide sehr freundlich und aufmerksam.

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Das war unser Häuschen im Discovery B&B ca. 14 km östlich von Maun
Wir haben hier zwei Nächte eingeplant, für den Fall, dass irgendetwas zu klären ist. Dann hätte man einen ganzen Tag in Maun. War nun zwar nicht nötig, aber etwas Entschleunigung ist immer gut. Abends essen wir in der Island Safari Lodge, die wir vom letzten Mal kennen. Draußen auf der Terrasse am Thamalakane: wunderbar, sehr nette Bedienung, das Essen (Chicken Curry): na ja, hatte noch deutlich Verbesserungspotential nach oben, sehr freundlich ausgedrückt 😣 .


10.10. Maun
Wir halten uns etwas in Maun auf, bezahlen den Park-Eintritt für Moremi (nur Durchfahrt) und Chobe, essen Lunch im Nando und später im Bon Arrivée. Letzte Nacht im Discovery B&B. Wir waren das erste Mal hier und können Discovery B&B sehr empfehlen. Wie der Name sagt, gibt es nur Frühstück, kein Dinner.

11.10. Sango Safari Camp
Wir fahren früh los, um noch den Nachmittag bei Sango zu haben. Unterwegs Vet.-Control, aber reinbringen darf man anscheinend alles, aber nicht raus aus Ngamiland. Wir haben uns für die Fahrt durch Moremi entschieden weil wir die Piste kennen und weil sie noch weniger Probleme bereitet als die etwas östlich gelegene Zufahrt. Hinter dem Moremi South Gate geht es nicht mehr gerade nach Norden (wie die Karte und das Navi glauben, beides T4A) sondern parallel westlich davon schlängelt sich eine neue Piste durch den Busch.


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Die neue Piste vom Moremi South Gate zum North Gate in der südlichen Hälfte. Die nördliche Hälfte hat die alte Streckenführung.
Wir verfolgen immer gebannt ob sie auch wirklich nach Norden führt. Das tut sie, obwohl es manchmal weit nach Westen geht aber auch immer wieder zurück führt. Irgendwo in der Mitte zwischen South Gate und Khwai Gate vereinen sich die Pisten. Tatsächlich: Richtung Süden, von hier aus gesehen, ist sie durch dichten Dornbusch seit längerem nicht mehr zugänglich. Am Khwai North Gate checken wir wieder aus und fahren über die Brücke, nicht ohne einen Blick rechts zurück auf unseren Platz von 2010 zu werfen, der direkt am Wasser liegt.


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Die direkt nördlich von Khwai-Village liegende neue Betonbrücke. 2010 war hier noch eine Furt. Der - missglückte - Versuch, diese Furt zu betonieren, führte zu tiefen Ausspülungen südlich der Brücke und rund einem halben Meter hohen Absatz mitten in der Fahrbahn, der zudem häufig unter Wasser lag und der die Straße unpassierbar machte.
Die Zufahrt zum Sango Camp ist direkt hinter dem Dorf aber nicht leicht zu finden, weil es so viele Wege nach rechts gibt und keiner hat ein Schild. Khwai Village macht einen verödeten Eindruck, vielleicht liegt’s an der mittäglichen Hitze. Elefanten haben manches verwüstet. Irgendwie geht es dann doch und wir treffen Mittags bei 38 Grad im Sango Safari Camp ein. Dies war unsere bei weitem teuerste Unterkunft und Beles Schilderungen haben unsere Erwartungen in’s Unermessliche wachsen lassen. Beim Preis muss man allerdings in Betracht ziehen, dass wirklich alles eingeschlossen ist, auch die Getränke und alle Gamedrives.
Warmer Empfang mit kühlem Getränk. Eine ziemlich kleine Frau schnappt sich trotz Warnung unseren schwersten Koffer (23,5 kg sagte Air Namibia) und trägt ihn auf dem Kopf zu unserer Hütte Nr. 2. Donnerwetter! War mir irgendwie unangenehm. Nach der Einführung (Chef ist gerade unterwegs) in die Campsitten ist Dusche und Ausruhen angesagt.


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Das Hauptzelt früh morgens 6 Uhr


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4 der 8 Zelte. Wir hatten Nr. 2, also das zweite von rechts.

Dann kommt Face, der Camp-Manager zu uns und bietet einen Lunch an, falls wir noch nichts zu essen hatten, was wir gern annehmen: eine Lasagne, die für 6 gereicht hätte. Unser Guide stellt sich vor, es ist Mike, der vor kurzem von einer Lodge in Kasane zur Aushilfe gekommen ist, weil zwecks Schulung von den „regulären“ Guides nur noch Ace hier ist. Nach dem Tee geht es gegen 4 Uhr los bis 7 Uhr zusammen mit zwei sehr angenehmen Amerikanern aus Los Angeles. Sehr viel gesehen, besonders erwähnenswert vielleicht eine in heftige Rangkämpfe verstrickte Zebragruppe, die alles um sich vergaßen und bissen, traten und ausschlugen. Mehr als einmal klatschten die Hinterhufe einem Rivalen auf den Körper, dass einem ganz schwummerig wurde vom Zusehen. Voll mit Adrenalin ließ der sich aber nicht beeindrucken und keilte mit gleicher Wucht zurück.

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Besonders waren auch die Klunker-Kraniche (Wattled Crane), von denen es nur noch 4-5000 erwachsene Individuen weltweit gibt (Schwerpunkt Okavangodelta) und der deshalb von der IUCN als gefährdet eingestuft wird.
Eine gelungene Tour mit unserem Guide Mike, der freundlich. zurückhaltend und sehr kenntnisreich ist.
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zuletzt bearbeitet 08. Jan. 2014
3'383 Beiträge · seit 200908. Jan. 2014 · #30
Hallo Reinhard,

Du schreibst:
Discovery B&B sehr empfehlen. Wie der Name sagt, gibt es nur Frühstück, kein Dinner.
Das ist aber schade! Wir haben vor zwei Jahren von Marije an beiden Abenden ein ganz hervorragendes Dinner serviert bekommen. Vor dem "Haupthaus", am Lagerfeuer.
Es war mit eines der besten Abendessen in Botswana.

Und noch ein Wort zu Marije: ein ganz bezaubernder und reizender Mensch. Die Freudlichkeit von Ihr war nicht aufgesetzt, das kam so richtig von Herzen. Und dazu völlig unaufdringlich - wirklich eine sehr nette Frau.

Zu Sango wird sich bestimmt Bele melden.

Bis zum nächsten Teil,

der bayern schorshc
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Themenstarter728 Beiträge · seit 200608. Jan. 2014 · #31
Hallo Bayern Schorsch,
ja nach Anmeldung kann man auch abends zu essen bekommen.
Dinner is only on request and with an minimum of 6 people.
http://www.discoverybedandbreakfast.com/accommodation/

Hätten wir besser bei Marije essen sollen, statt zur Island Safari Lodge, obwohl die Aussicht ist dort besser.
Gruß
Reinhard
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zuletzt bearbeitet 12. Jan. 2014
8'684 Beiträge · seit 201008. Jan. 2014 · #32
bayern schorsch schrieb:

Zu Sango wird sich bestimmt Bele melden.

Jaja, 🤩 Bele sitzt hier und liest mit Schrecken folgendes :

Reinhard schrieb:
Dies war unsere bei weitem teuerste Unterkunft und Beles Schilderungen haben unsere Erwartungen in’s Unermessliche wachsen lassen.
Nicht mal ein Smiley.... 😕 Und was nun, wenn es ein Flop war? Forumsausschluss? Oder zumindest Schreibverbot??

Reinhard, bitte spann mich nicht zu lange auf die Folter 🤢 . Und sicher hast du leider keinen Gruß an Face von mir ausgerichtet? Ich hab eben nachgeschaut, am 14.10. (Ihr seid am 11.10. angereist) haben wir mal wieder auf Facebook gechattet und er schrieb "all good in camp" - also habt Ihr zumindest keinen Aufstand dort gemacht 😄 😎 😗 .....

LG Bele
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zuletzt bearbeitet 08. Jan. 2014
Themenstarter728 Beiträge · seit 200608. Jan. 2014 · #33
Hallo Bele,
das mit der Folter tut mir ja leid. 😎 Aber die werktätige Bevölkerung muss jetzt ja leider in's Bett, um Morgen ausgeruht dem Tagwerk nachgehen zu können.
Ob es morgen weiter geht? Schaun mer mal.
Gute Nacht. 🙂
Gruß
Reinhard
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223 Beiträge · seit 201308. Jan. 2014 · #34
Hallo Reinhard,

schön, deinen genauen Bericht über das Sango zu lesen, da wir im September auch da sein werden .
Am meisten freut mich deine Info, daß Face jetzt dort der Manager ist, von dem hat Bele ja viel Gutes geschrieben.

liebe Grüße
Silke
leben und leben lassen 4 Wochen Namibia 2009 3 Wochen Namibia 2010
Themenstarter728 Beiträge · seit 200610. Jan. 2014 · #35
12. 10. Sango Safari Camp
Wecken um 5:30 Uhr durch Mike. 19 Grad. 6:30 Abfahrt. Nach langem Suchen im Moremi Game Reserve – Mike wollte gern Löwen zeigen – haben wir sie gefunden.

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Zunächst ein Männchen, das durch seine schüttere Mähne den Eindruck fortgeschrittenen Alters machte.

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Dann kam einer mit einer Prachtmähne (Konflikt?), der aber wohl dessen Bruder war.

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Dazu 4 ausgewachsene Weibchen. Mike berichtete, dass diese Gruppe gestern Abend oder Nacht eine wilde Prügelei mit einem anderen Löwentrupp hatte und das merkte man allen an.

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Der große Pascha humpelte, einer Löwin war die innere Kralle eingerissen, die auch etwas blutete, andere hatten blutige Kratzer am Kopf und alle waren total fertig. Rechts neben uns waren hohe Bäume, die gegen 7:30 noch lange Schatten warfen. Als dieser Schatten kürzer würden mühte man sich hoch und schleppte sich zu unserem Auto und legte sich in unseren Schatten.

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Es war immer dasselbe Weibchen, das das Männchen foppte. Das war mal ein Biss in's Hinterteil, mal ein Klapps auf dasselbe. Er wollte aber nicht und wirkte nur genervt, guckte und wollte wohl sagen: kannst du nicht mal aufhören?
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Der Pascha verkehrt herum. Als sie von ihm abließ fiel er einfach um und weil er gerade so in der Bewegung war auch gleich auf den Rücken.Oh, tat das gut.

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Die Löwin steht auf und kommt zu uns

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Und noch etwas dichter
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Und lässt sich nieder. Im Vordergrund mein Knie.

Schließlich waren wir umgeben von 6 Löwen, die immer dichter rückten, weil der Schatten immer schmaler wurde. Als Mike nach über einer Stunde den Motor anließ, guckte man verwirrt und verärgert auf und bewegte sich unter großen Anstrengungen, zumindest sah es so aus, ein bis zwei Meter zur Seite, so dass wir uns der Umzingelung entwinden konnten.
Die Lion-Session war herausragend! Großes Kino! Bele, Deine Empfehlung war gerechtfertigt.

Später sahen wir einen älteren Elefantenbullen dicht am Weg, der besenstieldicke Sträucher abbrach und wegknusperte. Es krachte und splitterte. Muss lecker gewesen sein, so ähnlich wie Salzstangen nur ohne Salz.
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zuletzt bearbeitet 06. Feb. 2014
8'684 Beiträge · seit 201010. Jan. 2014 · #36
Hallo Reinhard,

klasse Löwenfotos - vorallem dieser Blick der Löwendame!! Ich glaube, die beiden Brüder haben wir 2012 auch gesehen - allerdings waren sie nicht so verschrammt 🤩 !

Ich atme ein bisschen auf - wenigstens eine gute Sichtung..... 🤨 !

LG Bele
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zuletzt bearbeitet 10. Jan. 2014
Themenstarter728 Beiträge · seit 200610. Jan. 2014 · #37
Hallo Bele,
ich kann also Entwarnung geben, Sango war kein Reinfall, sondern das Gegenteil. War eine prima Empfehlung von dir.
Wir standen ziemlich genau eine Stunde dort von 7:17 bis 8:16 (sagen die Fotodaten) und ich habe über 150 Löwenfotos gemacht. Darunter waren auch solche Detailaufnahmen:

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Tatze von unten
oder

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Tatze von oben

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Das sind keine Zoofotos, sondern freie Löwen, die zu uns gekommen sind. Fantastisch!
Die Löwen waren zu jeder Zeit völlig entspannt und wir nach einer gewissen Gewöhnung allmählich auch. Es war wirklich sehr dicht

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und sie kamen mit den kürzer werdenden Schatten immer dichter an unser Auto. Wir waren einfach nur ein Gegenstand für sie.

Am Nachmittag haben wir noch eine Mokoro-Tour auf dem Khwai gemacht, bei der Ruhe und Naturgenuss im Vordergrund standen. Am Ufer immer wieder Warthogs, Giraffen, Lechwes, und einzelne Hippos, auf die unser Poler natürlich ein besonderes Auge hatte. Eine Rast am Ufer krönte diesen schönen Ausflug, obwohl es für uns ganz nichts zu rasten gab, weil wir sowieso die ganze Zeit bequem im Mokoro saßen.
Gruß
Reinhard
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zuletzt bearbeitet 18. Jan. 2014
Themenstarter728 Beiträge · seit 200612. Jan. 2014 · #38
13.10. Sango und Fahrt nach Savuti


Auch an diesem Sonntag war wieder 5:30 Wecken angesagt. Diesmal ging es mit Mike in das Concession Gebiet. Am Khwai entlang viele Hippos gesehen, eines davon mit einer derben Wunde

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und schließlich sogar Wildhunde.

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Dazwischen lief uns noch als Besonderheit (so betrachte ich ihn mal) ein Ground Hornbill über den Weg, der von BirdLife International als weltweit gefährdet eingestuft wird.

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Mike krachte einmal versehentlich in ein Erdferkelloch was uns kurzfristig in eine erdnahe Umlaufbahn katapultierte mit einer Landung zwar noch innerhalb des Autos aber etwas entfernt vom Startplatz. Fotos gibt es leider nicht. Mike war es total peinlich und er entschuldigte sich immer wieder. Schäden gab es weder an Mensch noch Maschine.

Fazit: wir haben es genossen: Die Unterkunft, das Essen und drei Gamedrives, eine Mokoro-Tour und last but not least Mike, unseren Guide.

Mittags nach dem Essen dann weiter nach Savuti. Auf Empfehlung des Officers am Mababe Gate über die Marsh Road, die zunächst auch prima war.

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Dann querte sie die Mababe Depression und war, kurz bevor sie austrocknete, heftig zerfahren worden. Das feine Ton/Lehm-Gemisch war betonhart und kaum befahrbar. Wir haben schließlich gewendet, sind einen Teil zurück gefahren und dann rauf zur Sandridge Road.

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Die war, wie erwartet, sehr sandig bis Savuti. Mit etwas Aufmerksamkeit sind wir gut durchgekommen.

Gruß
Reinhard
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Themenstarter728 Beiträge · seit 200613. Jan. 2014 · #39
14. und 15.10. Savuti (CV5) und Weiterfahrt nach Linyanti.


Savuti hat uns, nun schon beim zweiten Besuch, noch weniger gefallen als beim ersten Mal 2010. Sehr heiß

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(etwas über 40 Grad. Gut, dafür kann Savuti nichts und überraschend ist es auch nicht), sehr dreckiger Sand, ich nehme an, von der Holzkohle tausender Lagerfeuer. So schwarz waren meine Füße (in Sandalen) selten. Und der Sand ist gespickt mit fiesen kleinen, losen Dornen von denen ich mehrere aus meinen Füßen gepult habe. Ich habe wieder feste Schuhe angezogen. Der Ablutionblock ist derart aufgeheizt und auch nach Sonnenuntergang ohne Lüftung (die Tür bleibt geschlossen - verständlich wegen der Tiere, aber eine andere Lüftung gibt es nicht), dass trotz „kalter“ Dusche bei Sonnenuntergang noch beim Abtrocknen erneut der Schweiß ausbricht.

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Außer Tockos, einer Fuchs-Manguste und einen, uns umkreisenden, Elefanten haben wir kaum Tiere gesehen.

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Eine Kap-Turteltaube. Kennt jeder, ruft immer "work-harrrrder"
Herumgefahren sind wir nicht. Ich schätze es nicht, auf’s Geratewohl durch die Gegend zu brummen, zumal wir an den Fahrttagen genügend herumfahren. Wenn man mal einen guten Guide (Dombo-Uli (Entschuldigung Uli!) und Sango-Mike) hatte, ist man da verwöhnt. Auf dem Platz CV5 aber sitzt man im Gebüsch.

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Ein Hörnchen, das unser Auto von unten erkundete.
Gehört haben wir auch keine Tiere, dafür aber ständig den Diesel-Generator für eine oder mehrere der Lodges, auch und besonders nachts. Der Savuti-Channel ist nur noch ein Rinnsal. Die zwei Übernachtungen zu dem hohen Preis hätten wir anders einplanen können.


Am 15. sind wir dann nach Linyanti (CL2) weitergefahren. Die Strecke ist sehr sandig, wir sind aber gut durchgekommen. Meist 2. Gang 4H, gelegentlich 1. Gang 4H. Manchmal gabeln sich die Fahrspuren und man hat keine Zeit, sich deren Qualität anzusehen, weil Anhalten problematisch werden kann. Wir hatten mehrfach Glück mit der Wahl der linken Spur (Savuti Richtung Linyanti). Dort, wo die aus dem Sand ragenden gebleichten Gebeine früherer Fomis missglückte Kämpfe mit dem Tiefsand verraten (oder waren es doch nur Knüppel? Keine Ahnung, nur schnell weiter. Diese Frage muss auf ewig offen bleiben) heißt es, besonders aufzupassen. Wenn der Sand so tief ist, dass die Fahrspur des Vorgängers nur noch zu einem V wird, kann es kritisch werden. Ggfs. den 1. Gang einlegen (nicht anhalten dabei, sondern mit Bedacht aber bestimmt den 1. Gang einlegen) und mit 2000 U/min in 4H durch. So ging’s immer.

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Das Office von SKL in Linyanti.
Abends hatten wir für eine halbe Stunde das erste heftige Gewitter. Wir verbrachten es im Zelt, das tatsächlich dicht blieb.

Schöne Grüße,
Reinhard

Nächste Folge: Linyanti at it's best.
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Themenstarter728 Beiträge · seit 200616. Jan. 2014 · #40
Liebe Leute,
in Linyanti haben wir einen der schönsten Tage unserer Reise erlebt. Man sitzt oben am Hang und schaut was da so kommt. Immer was los auf der Bühne.

16.10. Linyanti

Linyanti war ein Paradies! Dass man dort kaum herumfahren kann, stört mich wie gesagt wenig. Wir haben dem Tag an unserem Platz gesessen und wurden prächtig unterhalten. Stundenlang plantschten und fraßen Elefanten im Röhricht direkt vor uns und besuchten uns gelegentlich.

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Ebenso kamen einige Kudus. Dieser schmucke junge Bursche hielt sich lange (zusammen mit seiner Freundin) dicht bei uns auf. Da wir brav auf unseren Stühlen saßen und nur mit dem Baumschatten mitwanderten wurden wir wohl als ungefährlich angesehen.

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Bennett's Woodpecker schaut um die Ecke


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Sehr viele verschiedene Vögel gab es dort wie bereits vor drei Jahren. Hadedah, Glanzstare, Crested Barbet, Oxpecker, verschiedene Bülbüls, Hartlaub’s Babbler, Bennett’s Woodpecker.

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Der Crested Barbet (Hauben-Bartvogel) machte auf uns den Eindruck eines unerschrockenen kleinen Raufbolds. Er nahm gern direkt von den Fingern Rusk-Krümel und biss auch gern mal in den Finger. Wenn man den Krümel nicht losließ zerrte er daran, man hätte ihn mitsamt Krümel hochheben können.

Ein Waran, mehrere Giraffen und immer wieder Elefanten. Sehr störend war, dass einige Offizielle zweimal direkt vor uns mit einem Luftpropellerboot lang brummten mit einem Mordslärm. Die Elefanten stürmten in höchster Aufregung aus dem Wasser zu uns auf den Hang 🤩 Nach einer Viertelstunde kehrte wieder Ruhe ein. Nachts haben wir dicht bei uns Hippos gehört. Auf einmal krachte es laut zehn Meter neben uns. 3 große Elefanten brachen sich dicke Äste ab von einem umgebrochenen großen Baum. Wir betrachteten im Mondlicht mit etwas mulmigem Gefühl die Szenerie. 😵 Bei uns brachen sie glücklicherweise nichts ab.


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Ein wunderbarer Tag ging zu Ende.
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zuletzt bearbeitet 17. Jan. 2014