ClamatThemenstarter1'425 Beiträge · seit 201328. Dez. 2013 · #1
Hi,
ist schon mal jemand die Route vom Fish River über Ai-Ais über die D316 zur Grenze (da ist in meiner Karte eine Strecke ca. 20 km südlich des Abzweigs nach Ai-Ais, eingezeichnet, welche nördlich von Aussenkehr auf die D212 geht) am Oranje entlang auf die C13 bis Aus gefahren und kann was dazu sagen? Wir haben einen Allradwagen und sind Mitte März dort unterwegs.
Namib Tom841 Beiträge · seit 200828. Dez. 2013 · #2
Hallo Claudia,
Die ganze Strecke is in meinen Augen landschaftlich eine sehr schöne Route. Auch sollte diese problemlos machbar sein . Einzig und allein könnte dir heftige Regenfälle die Strecke etwas verspülen. Aber dann kannste immer noch vor Ort entscheiden wie du nach Aus fährst.
Grüße aus dem sonnigen und warmen Swakopmund Namib Tom
freshy3'883 Beiträge · seit 201128. Dez. 2013 · #3
Hallo Claudia, die Landschaft am Oranje lohnt sich. Uns hat dieser Schlenker nach Süden gut gefallen. Im September 2011 waren die Zuflüsse wie z. B. der Fisch River ausgetrocknet.
Falls du mehr wissen möchtest, kopiere ich einen Teil unseres Reiseberichts hier herein.
Travelboy705 Beiträge · seit 201028. Dez. 2013 · #5
Hallo Claudia, uns hat der "Umweg" am Oranje entlang bis Aus sehr gut gefallen, die Strecke von Ai-Ais bis kurz vor das Gate zum Nationalpark war sehr gut zu befahren - ist allerdings ne Wetterfrage und ihr solltet dann vor Ort entscheiden.
Nur auf dem letzten Stück ab Rush Pina gibt es viele LKW, die Straße ist aber asphaltiert und gut ausgebaut.
Volker
Seit 1996 bereisen wir die Welt mit dem Motorhome, zuerst USA - Canada - Australien - Neuseland und jetzt Afrika.
NONOGRILA1'794 Beiträge · seit 201328. Dez. 2013 · #6
Hallo Fomis, auch mich würde der besonders der Streckenabschnitt zwischen dem Abknick der D316 von der C37 und der C13 bei mir auch als D207 bezeichnet interessieren!
Kann man kurz vor der C13 nach rechts "abkürzen" um zu dieser zu gelangen oder sollte mann tapfer die D207(C37) zu ende fahren!
LG NOGRILA
freshy3'883 Beiträge · seit 201128. Dez. 2013 · #7
Hallo Claudia, hier unser RB. Wir haben Ai-Ais nicht aufgesucht, ich glaube, weil die Berichte darüber nicht so interessant klangen. Vielleicht weiß jemand anderes mehr zu diesem Punkt. Wir sind vom Fish River Canyon aus über die C 37 bis zum Oranje und von dort aus nach einem Abstecher bis Aussenkehr über die C13 nach Aus gefahren.
LG freshy
17. September 2011: Viel Afrika am Oranje
Wer bei dem Wort Oranje an die Regenjacken der Holländer denkt, liegt nicht falsch. Es waren die Buren, Einwanderer aus den Niederlanden, die sich in diesem Teil Afrikas ansiedelten und ihn während der Burenkriege heftig gegen die Engländer verteidigten. Die Namibier nennen den Fluss Orange. Auf der Fahrt an die südliche Grenze des Landes überwinden wir einen Pass, fahren viele Kilometer durch eine Savanne mit wenigen Büschen, bis wir am Horizont in all dem Braun, Blond und Grau ein grünes Kräuselband erkennen.
Das ist er, der umkämpfte Fluss. Eigentlich wollten wir auf einer Lodge nahe Aussenkehr übernachten. So deutsch der Name der Ortschaft klingt, hier wohnen schwarze Afrikaner in armseligen Hütten, die sie notdürftig mit Schilfmatten ummantelt haben. Das imposanteste Gebäude im Dorf ist ein neuer Supermarkt von Spar, vor dem bullige Geländewagen parken. Touristen decken sich mit Vorräten ein. Die Bewohner des Dorfes werden für den Laden kaum das nötige Kleingeld haben. Es ist noch zu früh, um die Tagesetappe zu beenden, deshalb entschließen wir uns, bis Aus weiterzufahren. Die Straße führt ca 100 km am Oranje entlang. Aufgrund des breiten Schwemmlandgürtels voller Treibholz und Gestrüpp können wir nicht bis ans Ufer, ein Bad im Fluss scheint sowieso nicht ratsam.
Wir sind schon kilometerweit vom Dorf entfernt, als uns immer noch Frauen mit riesigen Holzbündeln auf dem Kopf entgegenkommen. Zum Schluss treffen wir einen jungen Mann, der Brennholz auf dem Gepäckträger seines Fahrrads nach Hause transportiert. Der Oranje zeigt in dieser Jahreszeit an vielen Stellen sein felsiges Flussbett, doch die Rückstände in Bäumen und Büschen verraten, wie hoch das Hochwasser in diesem Jahr war. Die Straße von der Qualität eines Feldwegs passt sich dem Ufer an, windet sich durch Schluchten, in einigen Senken durchqueren wir Wasser. Im Vergleich zum Vortag ist die Hitze unerträglich, die Klimaanlage des Autos arbeitet vergeblich dagegen an. An der Mündung des Fish Rivers wurde die Straßenbrücke während des Hochwassers weggeschwemmt. Aber Afrikaner sind findig, bis zur nächsten Regenzeit genügt eine befestigte Furt durch das trockene Flussbett. Wir wollen die neue Pontonbrücke zwischen Südafrika und Namibia besichtigen, die mit Tamtam und unter Beteiligung der beiden Staatspräsidenten eingeweiht wurde. Doch zuvor erreichen wir die Grenze des Fish-River-Nationalparks und werden durchleuchtet wie an der ehemaligen Grenze zur DDR. Die Herren vertreiben sich die Langeweile, denn am Wochenende herrscht null Fährbetrieb. Wir können es kaum glauben, als wir die Fähre sehen, sie trägt höchstens einen kleinen Lkw.
Von nun an fahren wir gen Norden, ab Rosh Pinah, einem Städtchen, das seine Arbeitsplätze dem Zinnabbau verdankt, endlich wieder auf Asphalt. Nur zur Erinnerung: Die kürzeste Verbindung zwischen A und B ist eine Gerade. Sie geht bis Aus. Wir übernachten auf einem Campingplatz mitten in der Wildnis, die in Afrika „Busch“ heißt. Der Platz liegt idyllisch, vier Kilometer von der Rezeption entfernt, der Pfad dorthin erfordert ein geländegängiges Auto. Leider sehen wir keine Oryxe, die hier umherstreunen sollen.
ich bin gerade am Planen unserer Route und werde neidisch, wenn ich diese tollen Eindrücke lese 🙂. Wir sind Ende Mai/Anfang Juni in 2014 in dieser Gegend und mit KEINEM 4x4 unterwegs - ist diese Strecke auch mit einem normalen Fahrzeug machbar zu dieser Jahreszeit?
Und: wie lange braucht man dafür?
VIelen Dank vorab und viele Grüße, Kai
hcandersen167 Beiträge · seit 201129. Dez. 2013 · #10
Hallo Kai,
weil wir etwa zur gleichen Zeit Ende Mai 2012 diese Strecke in umgekehrter Richtung, also von Aus am Oranje entlang bis Ai Ais gefahren sind, kann ich dir sagen, dass es für ein Auto ohne Allrad völlig problemlos sein KANN! So war es jedenfalls bei uns ... Du musst ja nicht unbedingt die Abkürzung entlang des Gamchab nehmen; das ist offiziell eine 4x4-Strecke. Da aber niemand Prophet sein kann, solltest du dich sicherheitshalber vor Beginn deiner Fahrt bei Ortskundigen informieren. Es ist zwar keine Regenzeit, aber Probleme entlang der super schönen Strecke sind nie ganz auszuschließen. Als wir damals den Fish River querten, war die Brücke noch ziemlich neu und die Passage einspurig, aber eben problemlos. Der Zeitbedarf hängt natürlich neben den Streckenverhältnissen auch von euren Gewohnheiten (Pausen, Fotostopps etc.) ab. Wir haben uns einen ganzen Tag Zeit gelassen.
Viel Spaß bei der weiteren Planung! P.S. Wir sind 2014 auch wieder im Mai/Juni in Namibia und im KTP. Vielleicht trifft man sich zufällig. Gruß Ingrid und Klaus
FelixF.196 Beiträge · seit 201102. Jan. 2014 · #11
Ich muss mich hier mal kurz einklinken...
Ist das die "untenrum" Strecke? Oder gibts noch Alternativen zu der markierten Route nach Aus?
ClamatThemenstarter1'425 Beiträge · seit 201302. Jan. 2014 · #12
Hi Felix,
ja, so ungefähr soll die Strecke aussehen. Was mich interessiert ist das kurze Stück am Gamchab entlang, wie das befahrbar ist. Hast du da Erfahrung, Bilder 🤩
FelixF.196 Beiträge · seit 201102. Jan. 2014 · #13
Hi Claudia,
leider nein, ich bin jetzt immer wieder zurück auf die B4 gefahren. Deshalb such ich mir jetzt auch einen neuen Weg.
Vielelicht weiss ja jemand noch was dazu, der die Strecke schon gefahren ist.
Clamat schrieb:Hi Felix,
ja, so ungefähr soll die Strecke aussehen. Was mich interessiert ist das kurze Stück am Gamchab entlang, wie das befahrbar ist. Hast du da Erfahrung, Bilder 🤩
Wir sind 2011 den Gamchab 4x4 Trail gefahren. Der Gamchab war da nur ein Rinnsal und die Strecke mit einem 4x4 wirklich leicht befahrbar, da sie nur vereinzelt naß oder feucht war. Landschaftlich fand ich sie sehr schön und der 4x4 Spaßfaktor war auf jeden Fall ein bisschen da 😉
Wenn du mit "gamchab 4x4 trail" z.B. bei Google eine Bildersuche durchführst, bekommst du einen guten Eindruck, wie es dort aussieht.
Das einzige Risiko was ich dort sehe ist, dass man sich festfahren kann, wenn es zu feucht ist.
Eigentlich wollte ich dort campen, aber wir waren dann so schnell durch, dass wir bis zum nächsten Campingplatz an der C13 gefahren sind, welcher sehr schön war.
ist die rosa markierte Strecke die, die man mit einem "normalen" PKW befahren kann? Wir sind in ca. zwei Wochen dort unten und wollen uns den Spaß nicht entgehen lassen 🙂.
VIelen Dank vorab für deine Antwort.
Viele Grüße, Kai
NONOGRILA1'794 Beiträge · seit 201318. Mai 2014 · #16
Hallo Kai, ja die rosa Strecke ist die normale Tour auf den ausgeschilderten Strassen und sie geht auch ohne Allrad und ist landschaftlich ein Traum!
Also unbedingt fahren, wir haben sie im April sehr genossen und haben von der Canyon Lodge bis nach Aus mit Picknick,Fotos und Tanken ca. 6h gebraucht!
Hallo, Vielleicht helfen Euch die Punkte 6-9 auf unserer Multimedia-Website über Namibia 😉 Absolut sehenswert ist übrigens auch Rosh Pinah, die Minenstadt 100km südlich von Aus. Völlig surreal - aber sehr spannend! Hier gibt's alle Infos LG Martin und Martin
ClamatThemenstarter1'425 Beiträge · seit 201318. Mai 2014 · #18
Hi,
wir sind (leider) schon wieder zurück und wir sind die Strecke "untenrum" gefahren und sie war ganz fantastisch und sehr gut befahrbar. Alletrdings haben wir den Abzweig durch den Fluss irgendwie verpasst 😗 In unserem Blog clamat2014.blogspot.de könnt ihr die Bilder anschauen