VOVolker2'612 Beiträge · seit 200715. Dez. 2013 · #21
Hallo Guido,
gleiche Plattform heißt nicht gleiche Bodenfreiheit, die Federungen sind beispielsweise unterschiedlich.
Ich würde auch bei einem der lokalen 4x4 Anbieter mieten, i.d.R. bessere Ausstattung, genauer Fahrzeugtyp bestimmbar, persönliche Ansprechpartner, kulantere Abwicklung von Schäden...
Interessante Argumentation bei der Profiltiefe: besser, wenn ich festgefahren bin 😉 Zugegeben, mit der Karosse aufsetzen erschwert das Flottmachen erheblich. Und der Vergleich mit Schnee hinkt für mich persönlich nicht, ich spreche von eigenen Erfahrungen in den Alpen - und da ist der Unterboden auch schneller erreicht als der Asphalt. Für mich ist relevanter: welches Setup verbessert die Fahreigenschaften im Tiefsand, verhindern also, dass ich überhaupt erst stecken bleibe. Dazu gehören auch noch andere Parameter wie Geschwindigkeit / Drehzahl. Würde mir das gerne mal physikalisch erklären lassen, ich schreibe eher aus persönlicher Erfahrung.
@Jogo,
ich würde mir für die Strecke ggf. eine bessere Reisezeit suchen, falls das möglich ist. Fahren im Schlamm bzw. Wasserquerungen halte ich für kritischer als Tiefsandfahren - die möglichen Schäden sind auch teurer.
Volker schrieb:gleiche Plattform heißt nicht gleiche Bodenfreiheit,
Du hast Recht. Es bestehen 0,7 cm Unterschied. Fortuner: 22,0 cm Hilux: 22,7 cm
Beste Grüße
Guido
VOVolker2'612 Beiträge · seit 200715. Dez. 2013 · #23
Guido. schrieb:Hallo Volker,
Volker schrieb:gleiche Plattform heißt nicht gleiche Bodenfreiheit,
Du hast Recht. Es bestehen 0,7 cm Unterschied. Fortuner: 22,0 cm Hilux: 22,7 cm
Beste Grüße
Guido
Wusste ich es doch, dass meine Augen nicht trügen 😉 Wir hatten im letzten Urlaub Südafrikaner mit einem Prado kennengelernt - und der hatte etwas weniger Bodenfreiheit als unser Hilux, aber ich dachte, es wären mehr als 0,7 cm 🤩
Spaß beiseite: es gibt Hilux Vermieter, die nachträglich die Federung des Wagens verstärken und damit auch etwas an der Bodenfreiheit verändern. Die von Dir genannten 0,7 cm (Quelle??? 😉 ) sind aber sicherlich ein guter Richtwert. Und von den Prados und Hilux gibt es auch noch unterschiedliche Baureihen...
Volker schrieb:Wusste ich es doch, dass meine Augen nicht trügen 😉 Wir hatten im letzten Urlaub Südafrikaner mit einem Prado kennengelernt - und der hatte etwas weniger Bodenfreiheit als unser Hilux, aber ich dachte, es wären mehr als 0,7 cm 🤩
Ein Prado ist auch wieder ein völlig anderes Auto als ein Fortuner. Der Fortuner ist bis auf eine andere Frontschürze bis zur B-Säule identisch mit dem Hilux. In Deutschland wird der Prado als Land Cruiser verkauft und der "richtige" Land Cruiser als Land Cruiser V8. Bei aktuellen Baureihen bevorzuge ich eher den einfacheren Prado als den mit Elektronik mittlerweile völlig überfrachteten Land Cruiser. Wir haben mit der Mietwagenlotterie jedes Jahr immer viel Spaß bei den internationalen Vermietern im Oman bzw. den Emiraten.
Volker schrieb:Spaß beiseite: es gibt Hilux Vermieter, die nachträglich die Federung des Wagens verstärken und damit auch etwas an der Bodenfreiheit verändern.
Ja, aber das ist mir aber nur für die als spezielle Offroad-Versionen zum erhöhten Preis vermarkteteten Modelle z.B. bei ASCO und Savanna bekannt.
Volker schrieb:Die von Dir genannten 0,7 cm (Quelle??? 😉 )
Quelle sind natürlich die Specs auf toyota.co.za.
Beste Grüße
Guido
VOVolker2'612 Beiträge · seit 200715. Dez. 2013 · #25
Hallo Guido,
Du hast vollkommen recht, die Zwillinge sind Fortuner/Hilux und Land Cruiser/Prado. Habe da etwas durcheinander geworfen, Errare Humanum Est.
Was die Federungen anbetrifft: Hubert Hester hat in der Vergangenheit etliche seiner Fahrzeuge mit den sog. EMU Suspensions (zumindest hintere Federblätter) ausgestattet, die etwas härter, aber auch haltbarer als die Serie sein sollen - und das ohne Aufpreis.
Und Dank für die Quellenangabe.
Viele Grüße,
Volker
PS: Sorry an den Threaderöffner, das wird hier jetzt sehr "schlammig", wir bewegen uns in den Untiefen der Toyota Fahrzeugspezifikationen und -varianten...
Mich interessiert weiterhin das Thema Profiltiefe, weitere Anmerkungen?
Bye bye Forum
jogoThemenstarter156 Beiträge · seit 200815. Dez. 2013 · #26
Volker schrieb: PS: Sorry an den Threaderöffner, das wird hier jetzt sehr "schlammig", wir bewegen uns in den Untiefen der Toyota Fahrzeugspezifikationen und -varianten...
Hallo Volker,
das ist überhaupt kein Problem - lese das gern mit.
Wollte mich an der Stelle dann planunsgmäßig ohnehin ausklinken und mich für die Anregungen bedanken. Wir sind jetzt noch am überlegen, ob wir verschieben oder tatsächlich durch Moremi durchfahren oder an der Simbabwe-Grenze hoch zum Chobe.
Chicken way sozusagen...:)
Werde dann beizeiten berichten.
Viele Grüße Jogo
VOVolker2'612 Beiträge · seit 200715. Dez. 2013 · #27
jogo schrieb:
Volker schrieb: PS: Sorry an den Threaderöffner, das wird hier jetzt sehr "schlammig", wir bewegen uns in den Untiefen der Toyota Fahrzeugspezifikationen und -varianten...
Hallo Volker,
das ist überhaupt kein Problem - lese das gern mit.
Wollte mich an der Stelle dann planunsgmäßig ohnehin ausklinken und mich für die Anregungen bedanken. Wir sind jetzt noch am überlegen, ob wir verschieben oder tatsächlich durch Moremi durchfahren oder an der Simbabwe-Grenze hoch zum Chobe.
Chicken way sozusagen...:)
Werde dann beizeiten berichten.
Viele Grüße Jogo
Hallo Jogo,
meistens wird hier die Route über Nata als Alternative genannt, ich möchte den Vorschlag einbringen, über das sog. Panhandle mit Bootstour auf dem Okavango und den Caprivi nach Kasane zu reisen. Kenne aber Eure sonstige geplante Route nicht.
Viele Grüße,
Volker
Bye bye Forum
Swakop19522'664 Beiträge · seit 201215. Dez. 2013 · #28
jogo schrieb: Wollte mich an der Stelle dann planunsgmäßig ohnehin ausklinken und mich für die Anregungen bedanken. Wir sind jetzt noch am überlegen, ob wir verschieben oder tatsächlich durch Moremi durchfahren oder an der Simbabwe-Grenze hoch zum Chobe.
Chicken way sozusagen...:)
Werde dann beizeiten berichten.
Viele Grüße Jogo
Jogo, der Mai ist schon ein eher guter Monat. Ich würde auf Moremi nicht verzichten, es wäre ein Aberwitz dafür über Nata fahren zu wollen. Dieses Jahr im Mai war kein Wasser, dafür aber Tiefsand im Moremi. Das kann sich ändern, muß aber nicht. Warte einen Monat vorher ab. Auch wenn es viel Wasser gibt, gibt es trotzdem sichere Routen, und Brücken sind zwischenzeitlich auch gebaut worden. Gruß H.
VOVolker2'612 Beiträge · seit 200716. Dez. 2013 · #29
Hallo Jogo,
Du kannst bei folgender Firma mal anfragen, speziell den Firmeninhaber Mac McKenzie, wieviel havarierte Fahrzeuge im Moremi in welchen Monaten herausgezogen werden, 2009 war das ein Riesenjahr für das Recovery Business:
Tomcat1'155 Beiträge · seit 200616. Dez. 2013 · #30
Hallo Jogo
Der Mai kann trocken sein, oder eben nicht. Unten 2 Bilder vom 10. Mai 2010. Die Regenzeit war eher stark in diesem Jahr.
Wichtig ist dass ihr vorsichtig seid. Die Wasserdurfahrt sieht harmlos aus. Viele Turis würden hier mit „Karacho“ rein brettern und ein tolles Foto machen wollen und vermutlich ab sumpfen. Nur bin ich vorsichtig. Diese Pfütze war über einen Meter tief und sehr schlammig weich am Grund. Also besser umfahren. Aber auch dann kannst du Probleme bekommen wie dieses Tourfahrzeug. Wenn du dich im Sand eingräbst musst du einfach nur schaufeln… kein Problem… Im Sumpf hast du keine Chance. Wir haben die Karre mit unserem Landcruiser nicht rausbekommen… der Tour Guide musste einen Lastwagen organisieren…
Swakop19522'664 Beiträge · seit 201216. Dez. 2013 · #31
Tja Tomcat, der eine braucht einen LKW zum rausschleppen, der nächste eine Winde, und der andere nur eine Schaufel und einen Sack Holzscheite zum Auslegen der Spur. Der eine fährt sein Fahrzeug rückwärts frei, der nächste noch tiefer in den Sumpf. Es ist alles eine Frage des logischen Menschenverstandes und der Erfahrungen.
Daher macht es wenig Sinn, jemanden mit reißerischen Bildern in Panik zu treiben. Auch manche Tourguides haben ein bescheuertes Verhalten.
Man kann auch in der Regenzeit auf den Hauptstrecken und Umfahrungen bleiben, ohne im Moddersumpf zu landen. Dann fällt eben die eine oder andere Strecke aus. Na und?
Ja, 2010 war extrem naß, 2013 war extrem trocken. Ich war beide Male dort, und bin auch 2010 südöstlich Savuti ohne fremde Hilfe aus dem Sumpf gekommen. Das war weg von der Hauptstrecke. Eigene Schuld, war wohl das Adrenalin, etwas zu versuchen. Hat halt zwei Stunden und etwas Schweiß gekostet.
Tomcat1'155 Beiträge · seit 200616. Dez. 2013 · #32
Swakop1952 schrieb: Tja Tomcat, der eine braucht einen LKW zum rausschleppen, der nächste eine Winde, und der andere nur eine Schaufel und einen Sack Holzscheite zum Auslegen der Spur. Der eine fährt sein Fahrzeug rückwärts frei, der nächste noch tiefer in den Sumpf. Es ist alles eine Frage des logischen Menschenverstandes und der Erfahrungen.
..ja Du bist der Coolste hier und ich kann Dir leider (oder zum Glück…) nicht annähernd das Wasser reichen 🙁 Was an den Bildern reisserisch sein soll begreife ich nicht ganz. Es hilf etwas sich vorzustellen was einem erwarten könnte… hast Du gelesen „könnte“… aber nicht muss. Und das Bild mit der Pfütze war eine Nebenstecke…
Wir haben 2 Stunden mit High Jack, Holz unterlegen und schaufeln versucht… aber das Auto war mit allen 4 Rädern völlig im Sumpf und den ganzen Tag im Schlamm zu suhlen hatten wir keine Lust, also der Lastwagen… völlig uncool… aber es hat funktioniert easy… 😎
Swakop19522'664 Beiträge · seit 201216. Dez. 2013 · #33
Ich weiß zwar nicht was das mit Cool zu tun hat, alles ist eine Sache der Logik. Tut mir leid, wenn Du Dich zurückgesetzt fühlst, statt das als hilfreiche Information aufzunehmen. Auch ich lerne jeden Tag von Anderen, mache auch nicht alles richtig 😛 Dazu gehört nun einmal, daß man kein statisches Fahrzeug herausschleppt das jemand anderes schlauerweise bis auf die Achsen festgefahren hat. Dazu macht man die Spuren frei, und auch die Achsen, und das Auto muß da mit eigener Kraft herausfahren, das Schleppfahrzeug kann nur helfen. Klar, es ist schwere Arbeit, denn Modder aus den Spuren und unter dem Auto herauszuschaufeln, wo man eine Schaufel voll kaum anheben kann! Un wer dann noch versucht, vorwärts weiter in dem Sumpf zu fahren, dem ist nicht zu helfen. Deshalb rede ich ja auch immer von Schaufel und nicht von Mickey-Maus-Spaten. Und von Feuerholz-Scheiten, und nicht von abgebrochenen Ästen und Blättern. Denn irgendwo benötigst Du Griffigkeit für die Reifen, zumal das Profil aufgefüllt und glatt ist und über die dünnen Äste und Blätter weiterhin hinwegrutschen. Dennoch nette coole Grüße an die heißgelaufenen Emotionen 🤩 H.
Tomcat1'155 Beiträge · seit 200616. Dez. 2013 · #34
Swakop1952 schrieb:
Klar, es ist schwere Arbeit, denn Modder aus den Spuren und unter dem Auto herauszuschaufeln, wo man eine Schaufel voll kaum anheben kann! Un wer dann noch versucht, vorwärts weiter in dem Sumpf zu fahren, dem ist nicht zu helfen. Deshalb rede ich ja auch immer von Schaufel und nicht von Mickey-Maus-Spaten.
Dennoch nette coole Grüße an die heißgelaufenen Emotionen 🤩
H.
… keine Angst mein lieber Freund… ich bin hier emotionslos und finde die Diskussion amüsant. 😄
Sicher hätten wir das Auto mit buddeln (..ich habe eine richtige Schaufel… no worries) irgendwann rausbekommen. Es wär aber ein übles Stück Arbeit gewesen… Aber irgendwann hatte ich die Schnauze voll, zumal die Turis die zum Wagen gehörten ein Bier nach dem Anderen getrunken haben, ohne mir eines anzubieten und bei Alkohol hört der Spass auf.. und einen Finger haben sie auch nicht krumm gemacht… also sourced man das Problem aus und holt einen Lastwagen… 😄
VOVolker2'612 Beiträge · seit 200716. Dez. 2013 · #35
Hmm, vielleicht doch mehr Profil und weniger Profilierung 😉 Wir haben hier doch Jemanden mit logischem Sachverstand im Thread unterwegs. Möchte das mit der Profiltiefe mir wirklich logisch erschließen und verstehen.
Bye bye Forum
Topobär5'479 Beiträge · seit 200916. Dez. 2013 · #36
Ich würde Moremi und Savuti auf keinen Fall weglassen. Sind für mich die Highlights in Botswana.
Ihr habt ja sowieso vor, in Lodges zu übernachten. Da bietet es sich ab, auch die Gamedrives mit den Guides der Lodges in deren Fahrzeugen zu unternehmen. Wenn Ihr das so mach, braucht Ihr nur die Hauptstrecke von Maun via Southgate, Northgate und Savuti nach Kasane zu fahren. In dem Fall hätte ich keine Bedenken, mit nur einem Reserverad zu fahren und ohne Kanister zu fahren. Die Strecke sind rund 400km, wovon über 100 asphaltiert sind. Was Ihr aber auf jeden Fall dabei haben solltet sind Schaufel und Kompressor.