Susi651'127 Beiträge · seit 201104. Dez. 2013 · #41Hallo Sabine,
auch ohne weitere Bilder liest sich Dein Bericht wirklich sehr schön 🙂 .
Das mit dem Unfall im KTP braucht man ja nun wirklich nicht. Wir hatten dort im März mehr Glück, aber viel hätte damals auch nicht gefehlt, als ein Wagen meinte sich bei einer Löwensichtung von ganz hinten aus irgendwie vorne rein drängeln zu müssen. Das ist schon etwas, was einem dem Spass an manchen Sichtung doch ein wenig verdirbt.
Liebe Grüße
Susi
Sabine26Themenstarter1'394 Beiträge · seit 200904. Dez. 2013 · #42Tag 10
Mariental – Namib Rand Nature Reserve
Übernachtung: Wolwedans Dune Lodge
Wir sind gestern Abend beide todmüde ins Bett gefallen und haben etwas länger geschlafen. Wir verlassen gegen 10 Uhr die Africa Safari Lodge und fahren nach Wolwedans. Auf unseren Aufenthalt hier sind wir sehr gespannt, besonders ob es sich lohnt, weil der Preis doch schon recht hoch ist.
Wir fahren via Maltahöhe, wo kurz nach dem Ort Jugendliche die Straße blockieren, um uns zum Anhalten zu bringen, aber wir fahren durch. Ich frage mich, was sie wollten, ein wenig unwohl ist mir bei dieser Situation schon.
Die Strecke über den 2.020 Meter hohen Tsarishoogte Pass ist sehr schön, und die folgende Verbindung auf der D827 ist landschaftlich ein Leckerbissen.
Dann kommen wir am Wolwedans Gate an. Die ersten 1 ½ Kilometer sind dermaßen schlecht, dass wir nur Schrittgeschwindigkeit fahren können. Bis zur Rezeption sind es vom Gate 20 Kilometer! Das kann heiter werden, denken wir uns. Die Straße wird dann aber besser, ist jedoch so eng, dass gerade ein Auto durch passt, und wir hoffen, dass uns kein anderer Wagen entgegenkommt.
Gegen 14:30 Uhr erreichen wir den Gebäudekomplex mit der Rezeption, wo wir gleich von Jonathan, unserem Guide für die nächsten Tage, begrüßt werden. Unser Gepäck wird ins Bush-Taxi Lukas verladen und wir werden zur Lodge gebracht.
Unser Eindruck, sowohl vom Gemeinschaftsbereich als auch von unserem Chalet, ist einfach nur WOW!
Es ist kaum zu beschreiben, wie schön es hier ist, man muss es gesehen haben. Keines der vielen wunderbaren Bilder, die ich vorher von diesem Ort gesehen habe, kann die Wirklichkeit wiedergeben – zumindest empfinde ich es so.
Im Schatten der Terrasse unseres Chalets hat es sich eine Oryx-Antilope gemütlich gemacht. Langsam pirsche ich mich ran, um ein Foto zu machen. Aber dann wird es der Oryx doch wohl etwas unheimlich, sicherlich fragt sie sich, was ich von ihr will und springt auf und läuft weg.
Wir setzen uns noch ein wenig auf die Terrasse und genießen diesen Ausblick, bevor es dann zum Sundowner geht. Zusammen mit Jonathan und einem sehr netten Paar aus London fahren wir zum Sundowner-Platz. Es ist einfach nur wundervoll und mindestens genauso schön empfinde ich die Rückfahrt im letzten Licht des Tages … überall auf den roten Dünen stehen Oryx. Einfach unwirklich, aber traumhaft schön.
Guggu2'261 Beiträge · seit 201105. Dez. 2013 · #43Ach, liebe Sabine,
dein Bericht liest sich auch ohne Fotos gut! 🙂
Aber das Pech war euch ja wirklich hold in diesem Urlaub.
Zuerst den Autounfall und dann noch XXXXXXXXXXX. 😈 😈 😈
Ich freue mich sehr, dass noch so schöne Momente wie in Wolwedans dabei waren, bevor das Unheil wirklich losgegangen ist.
Liebe Grüße
Guggu
Reiseberich Namibia August 2012:
Tagebuchaufzeichnungen einer Wikingerin in Namibia
Reisebericht Namibia/Botsuana August 2013:
Frau HIRN on the floodplains
Reisebericht Namibia 2015:
A trip down Memory Lane
NAM/BOT 2017 :
So weit! So gut!
Kenia/Masai Mara 2019 :
Der Kreis schliesst sich
Sabine26Themenstarter1'394 Beiträge · seit 200905. Dez. 2013 · #44Guggu schrieb:Ach, liebe Sabine,
dein Bericht liest sich auch ohne Fotos gut! 🙂
Vielen lieben Dank, Guggu 🙂 - du glaubst kaum, wie sehr mich deine Zeilen freuen.
Sabine26Themenstarter1'394 Beiträge · seit 200905. Dez. 2013 · #45Tag 11
Namib Rand Nature Reserve
Übernachtung: Wolwedans Dune Lodge
Der Wecker klingelt bereits schon wieder kurz nach halb sechs. Wir haben uns zum Morning Drive angemeldet und da Jonathan ein wenig der größten Hitze in den Dünen entgehen möchte, gibt es bereits um 6:30 Uhr Frühstück.
Der Halbtagesdrive, den wir zusammen wie beim gestrigen Sundowner mit dem englischen Paar aus London im offenen Fahrzeug (mit sehr bequemen Sitzen) machen, ist einfach nur beindruckend. Die Landschaft ist dermaßen grandios, ich bin überwältigt und spätestens jetzt denke ich, dass ich froh bin, dass wir Wolwedans gebucht haben.
Wir sehen viele Tiere, Jonathan erweist sich wieder als sehr freundlich und äußerst gebildet. Es ist eine tolle Tour und eine Landschaft, die mich fast zu solcher Begeisterung veranlasst, wie das Altiplano, das für mich die schönste Landschaft ist, die ich bisher auf meinen Reisen gesehen habe.
Um die Mittagszeit sind wir zurück in der Lodge, wo wir erst einmal zum Essen gehen. Hier sitzt man mit Blick auf rote Dünen und ein Wasserloch, wo sich wieder unglaublich viele Oryx tummeln.
Den Rest des Tages sind wir etwas faul, sitzen im Lodgebereich und auf unserer Terrasse, lesen und schauen einfach nur in die Landschaft, kurzum wir genießen die unglaublich schöne Atmosphäre auf Wolwedans.
Berg-Eule2'060 Beiträge · seit 201305. Dez. 2013 · #46Ich bin noch zugestiegen, manches an deinem Bericht erinnert mich an meine letzte Reise.
Wolwedans ist seinen Preis wert - wir haben die Lodge heuer auch sehr genossen.
Liebe Grüße von Gabriele
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Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
Lil1'242 Beiträge · seit 200905. Dez. 2013 · #47Hallo Sabine,
auch von mir ein grosses Kompliment für den schönen Bericht (ohne Bilder) 😄 😄 😄 . Es freut mich sehr dass euch Wolwedans gefallen hat 🤩 . Wir hatten uns im Vorfeld ja mehrmals über einen "privaten" Guide unterhalten. Da ihr die Ausflüge mit dem englischen Pärchen zusammen gemacht habt, gehe ich davon aus dass ihr keinen Fahrer für euch alleine bekommen habt 🤨 ???
Bin gespannt wie´s weitergeht ...
Ganz liebe Grüsse 🙂
Lil
Sabine26Themenstarter1'394 Beiträge · seit 200905. Dez. 2013 · #48Hallo Gabriele,
schön, dass du zugestiegen bist ...
Hallo Lil,
es war Hochsaison auf Wolwedans, aber um es vorwegzunehmen. Die Engländer reisen ab und wir haben Jonathan dann ganz für uns alleine, wobei das englische Paar sehr nett war.
Ich freue mich sooooo sehr, dass mein Bericht auch Anklang findet ohne Bilder.
Liebe Grüße
Sabine
Nane421'362 Beiträge · seit 201105. Dez. 2013 · #49Hallo Sabine,
Schön, das ihr wenigstens Wolvedans noch so genießen konntet!! Muss wirklich ein Traum sein....
LG, Nane 🙂
P.S. Und die Fotos sehe ich mir dann nächstes Jahr in Köln an... 😉 😁
Sabine26Themenstarter1'394 Beiträge · seit 200905. Dez. 2013 · #50Tag 12
Namib Rand Nature Reserve
Übernachtung: Wolwedans Dune Lodge
Das nette Londoner Paar wird heute weiterreisen, so dass wir unsere Ganztagestour mit Jonathan alleine machen werden. Er geht auf alle unsere Wünsche und Fragen ein. Er ist einfach ein toller Guide, der wirklich weiß, wie man mit Gästen umgeht. Hinzu kommt, dass die Chemie zwischen uns dreien einfach stimmt. Wir haben jedoch von anderen Gästen ähnlich Positives über andere Guides auf Wolwedans gehört.
Die Tour führt uns diesmal in den nördlichen Bereich des Namib Rand Nature Reserve und mehr als einmal bleibt mir bei dieser landschaftlichen Schönheit, gespickt mit vielen Oryx und Zebras, die Sprache weg. Kein Bild von Wolwedans, obgleich noch so vielversprechend, konnte dies bisher wiedergeben. Ich bin so froh, dass wir dieses hier live erleben dürfen und dass noch mit unserem sehr sympathischen, auf unsere Wünsche eingehenden und sehr gebildeten Guide Jonathan. Mir tut es um keinen Cent leid, den wir hierfür bezahlt haben.
Zu Mittag kehren wir an einem schattigen Platz unter einem Felsen ein und Jonathan packt kleine Leckereien aus.
Es war einfach nur wieder ein wundervoller Tag auf Wolwedans!
Sabine26Themenstarter1'394 Beiträge · seit 200905. Dez. 2013 · #51Tag 13
Namib Rand Nature Reserve
Übernachtung: Wolwedans Dune Lodge
Auch heute werden wir wieder unseren Guide ganz für uns alleine haben.
Ich hätte es nicht gedacht, aber die kleinen Tiere und ihre Spuren im Sand zu verfolgen haben mich in ihren Bann gezogen und so brechen wir morgens mit Jonathan auf. Diese Tour hatte ich mir gewünscht.
Wie sehr hoffe ich, einen dieser wunderbaren Palmetto-Geckos zu sehen. Um es vorweg zu nehmen, diesen werden wir heute leider nicht sehen. Aber dafür ein männliches Exemplar der White Lady Spider und viele andere nette Tiere, wie verschiedene Käfer und kleine Lizards.
Obwohl ich schon gefühlte Tausende Fotos von "Oryx auf roter Düne" gemacht habe, kann ich es hin und wieder nicht lassen und muss noch weitere machen. Das ist fast schon ein regelrechter Zwang.
Diese Tour heute war etwas anders und hat sich eher den kleinen Dingen und Tieren gewidmet, zudem haben wir sehr viel gelernt; und muss ich es erwähnen? Auch diese Tour hat uns wieder ausgesprochen gut gefallen.
Ich glaube, ich könnte es auf Wolwedans noch länger aushalten … das Boulder’s Camp sieht auch recht vielversprechend aus, aber da muss ich wohl erst noch einmal ein wenig sparen.
Bevor wir zurück zur Lodge fahren, führt uns Jonathan noch durch das Versorgungszentrum von Wolwedans. Hier gibt es Energieversorgung in High-Tech-Manier sowie einen Garten, wo Kräuter und Salat gezüchtet werden. Auch Schweine sehen wir, an die die Essensreste der Gäste verfüttert werden.
Am Nachmittag haben wir wieder unseren täglichen Gast unter unserem Bungalow: Die Oryx legt sich während der Mittagshitze unter unseren Bungalow. Wir fragen uns, wie sie dorthin kommt, denn sie kann nicht darunter laufen, sondern muss regelrecht kriechen. Wenn dann im Laufe des Nachmittags der Schatten zur Terrasse wandert, rumpelt und knirscht es unter unserem Boden und die Oryx kriecht langsam vor und legt sich dann in den Schatten der Terrasse.
Hoffentlich müssen wir nicht noch einen Aufpreis für einen Mitbewohner zahlen! Aber unseren Mitbewohner haben wir schon längst ins Herz geschlossen und finden das Ganze sehr amüsant. Scheinbar auch andere Lodgegäste, die uns immer mal wieder darauf ansprechen.
Obwohl die Bauweise unseres Chalets sehr offen ist, haben wir sonst keine unangenehmen anderen tierischen Mitbewohner, die krabbeln oder kriechen. Komisch, ich habe auch immer weniger Bedenken diesbezüglich, nur hier nicht sonderlich … obgleich sich noch folgende Situation ereignete:
Am Vorabend saßen wir gerade am Lagerfeuer und sahen Jonathan nur eilig und hektisch mehrmals hin- und herlaufen. Auf spätere Rückfrage sagte er: „I had to relocate something“. Meine Frage daraufhin: „A snake?“ …. Seine Antwort: „Yes, a snake.“
Am Nachmittag holte uns Jonathan dann noch zu unserem letzten Sundowner ab. Er brachte uns zu einer Stelle, die so einmalig schön war. Ich hoffe, diese Ausblicke werde ich – hoffentlich – nie vergessen!
Danke Jonathan!
ceecee104 Beiträge · seit 201105. Dez. 2013 · #52Sabine, schade, dass ich auch diesmal an Wolwedans nur vorbei fahre. Das hört sich ja einfach nur gut an 🤩
Und dann gibts keine Fotos 😮 Hoffe, es klappt dann aber mit dem Fotobuch, bis wir uns in Köln sehen 🙂
LG Gerd
Logi16,9k Beiträge · seit 201205. Dez. 2013 · #53.
Old Women1'543 Beiträge · seit 201306. Dez. 2013 · #54Hallo Sabine 26!
Bin zwar noch sehr neu hier im Forum (knapp 14 Tage), trau mich jedoch jetzt einfach mal ohne Einladung ein Stückchen mitzufahren. Ich hoffe, ich bekomme nicht allzu großen Ärger.
Dein Reisebericht hat mich von Anfang an fasziniert, und das, obwohl keine Bilder dabei sind und der weitere Verlauf wohl nicht gerade positiv sein wird. Wir, d.h. mein Mann und ich, werden nächstes Jahr Mitte Mai in Wolwedans einkehren, und ich war schon besorgt, ob es nicht völlig überteuert ist. Wir werden 3 Nächte dort übernachten. Ich freue mich jetzt umso mehr.
Liebe Grüße
Old Women
take off1'674 Beiträge · seit 201206. Dez. 2013 · #55Sabine26 schrieb:
Ich freue mich sooooo sehr, dass mein Bericht auch Anklang findet ohne Bilder.
Hallo Sabine,
das liegt an deinem schönen Schreibstil.
Auch ohne Bilder (oder gerade deswegen?) finde ich deinen Bericht sehr informativ und unterhaltsam. Ich höre (lese) dir gerne zu.
Und in meinem Kopf läuft das Kopfkino ab mit meinen eigenen Bildern zu deinem Bericht.
Ich freue mich auf die Fortsetzung, auch wenn demnächst eine Wende kommt.
Aber wie pflegte mein Vater immer zu sagen:
Es ist nichts so schlecht, dass es nicht doch für irgendetwas gut ist .... Und oft ist es so, wenn man eine zeitlang über die Vorkommnisse nachgedacht hat.
In diesem Sinne freue ich mich auf die Fortsetzung .
Liebe Grüße
Dagmar
mamba29835 Beiträge · seit 200606. Dez. 2013 · #56Hallo Sabine,
vielen Dank für Deinen tollen Reisebericht und die wundervolle Beschreibung von Wolwedans. Auch ohne Bilder hatte ich die schönen Farben und die beeindruckende Landschaft wieder im Kopf.
Wir haben dort geheiratet und ich kann Deine Eindrücke was Lodge, Guides und Landschaft angeht, nur bestätigen - es ist ein absoluter Traum und jeden Euro wirklich wert.
Ich freu mich auf die Fortsetzung,
LG
Susanne
La Leona2'779 Beiträge · seit 200706. Dez. 2013 · #57Hallo Sabine
Mit 5 Stunden Zeitverschiebung habe ich mich nun auch noch reingequetscht, es ist ja sowieso schon schön eng und gemütlich bei dir im Auto. Danke für den sehr offenen und gefühlvollen Bericht, auch mir wirds ein wenig mulmig, denn es geht ja nun nicht mehr lang bis zum xxxxxxx 🙁
Liebe Grüsse aus deinem geliebten Argentinien
Leona
Sabine26Themenstarter1'394 Beiträge · seit 200906. Dez. 2013 · #58Hallo Gerd,
ja, schade, dass ihr nur vorbeifahrt, aber ich könnte mir vorstellen, dies wäre noch eine schöne Wiederholung mit B. wert! Ich denke, das ist auch schön romantisch (und dies sagt eine eher "Nicht-Romantikerin").
Hallo Logi,
prima, dass du dabei bist und dann gleich noch mit Erste-Hilfe-Koffer (wie aufmerksam 🙂 )… den können wir sicherlich gebrauchen, aber ein paar Tage kann er noch verschlossen bleiben.
Hallo Old Women,
natürlich bist du herzlich Willkommen. Ich freue mich sehr, dass dir mein Bericht gefällt und hoffe, dass dir Wolwedans so gut gefallen wird, wie es bei uns der Fall war.
Hallo Dagmar,
viiiiieeeelen lieben Dank für deine so netten Worte!!! 🙂 🙂 🙂
Die Weisheit deines Vaters ist mir nicht unbekannt und etwas Positives haben wir uns schon gleich ins Gedächtnis gerufen, als das Unheil seinen Lauf nahm, aber dazu dann später.
Hallo Susanne,
es freut mich, dass ich schöne Erinnerungen bei dir wecken konnte. Mir geht es beim Schreiben (und Lesen) auch wieder so, dass die Erinnerungen dermaßen präsent sind.
Querida La Leona,
Muchos Saludos desde Alemania!
Du glaubst kaum, wie ich mich freue, dass du auch dabei bist. Wir haben uns übrigens entschieden und zwar DAFÜR! Ich melde mich auf jeden Fall bei dir.
Grüß mir mein heißgeliebtes Argentinien. Hach, so ein Submarino könnte mir gerade gefallen.
Liebe Grüße
Sabine
Sabine26Themenstarter1'394 Beiträge · seit 200906. Dez. 2013 · #59Tag 14
Namib Rand Nature Reserve – Sesriem/Sossusvlei
Übernachtung: Desert Camp
Leider, leider heißt es heute Abschied nehmen von Wolwedans. Wir haben uns schon darüber unterhalten, dass wir gerne noch einmal hierher kommen wollen; wenn möglich noch ein paar Tage länger; dafür müssen wir aber erst noch ein wenig unser Sparschwein füttern.
In weniger als zwei Stunden fahren wir nach Sesriem.
Sesriem hat sich in all den Jahren enorm verändert. Ich kann mich gerade an die Sossusvlei Lodge, den Campground und eine Tankstelle erinnern. Mittlerweile gibt es hier sogar eine Art Besucherzentrum, eine wesentlich größere Tankstelle mit Shop und vor allem mehr Unterkünfte/Campmöglichkeiten.
Wir haben uns diesmal für das Desert Camp entschieden. Hier gefällt es uns besser als in der Sossusvlei Lodge, in der wir bei unserer ersten Namibiareise im Jahre 2002 gewohnt haben. Dort hat es uns damals nicht ganz so gut gefallen, besonders weil wir uns im Gegensatz zu den Busreisegruppen wie Gäste zweiter Klasse fühlten. Selbst die Getränke zum Abendessen mussten wir uns damals selbst holen, auch lag seinerzeit unsere Buchung bei Ankunft nicht vor und man wollte uns zuerst kein Zimmer geben. Alternativen gab es seinerzeit keine in der näheren Umgebung.
Wir beziehen schnell unseren Bungalow im Desert Camp. Die Betten sind allerdings nicht gut und nicht sonderlich rückenfreundlich. Es sollten die schlechtesten Betten auf unserer Reise sein. Aber für eine Nacht würde ich wieder hier wohnen wollen, zumal die Lage zum Sossusvlei wirklich sehr gut ist.
Nachdem wir noch unser Frühstückspaket für den nächsten Tag bestellt hatten, fuhren wir los Richtung Sossusvlei. Die meisten Touristen fahren morgens ins Sossusvlei, so dass wir jetzt nur noch 5 andere Fahrzeuge im Bereich der Vleis sehen.
Am Parkplatz stellen wir unser Fahrzeug ab und der Shuttle lässt uns beim Startpunkt zum Deadvlei raus; dieses Vlei kennen wir noch nicht. Der Nachteil des Nachmittags ist, dass es recht windig ist, dafür sind wir jedoch auf der Strecke zum Deadvlei ganz alleine unterwegs. Wir kämpfen uns bei gut 40 Grad Celsius über verschiedene kleinere Dünen. Hier gefällt es uns sehr gut, aber irgendwie sind wir noch im „Wolwedans-Modus“, obwohl die Landschaft sehr schön ist.
Zum vereinbarten Zeitpunkt holt uns der Shuttle wieder ab und wir drehen noch eine Runde zum Sossusvlei. Hier waren wir damals bereits, nutzen aber noch die Pause, um ein wenig umherzulaufen und noch das eine oder andere Bild zu machen.
Auf der Rückfahrt genießen wir die immer länger werdenden Schatten auf den Dünen und wieder neigt sich ein schöner Reisetag dem Ende zu.
Sabine26Themenstarter1'394 Beiträge · seit 200907. Dez. 2013 · #60Tag 15
Sesriem - Swakopmund
Übernachtung: Villa Margherita, Swakopmund
Die Strecke von Sesriem bis Swakopmund wurde nur von gelegentlichen Fotostopps unterbrochen. Wir halten noch kurz in Solitaire, irgendwie kann ich mich aber an diesen Ort nicht mehr erinnern. Vielleicht standen damals die alten Autos noch nicht dort am Straßenrand. Vielleicht weiß das jemand von euch?
Ansonsten war die Strecke, von gut befahrbar bis übelste Wellblechpiste, größtenteils wenig abwechslungsreich und wir brauchten insgesamt gute 5 Stunden.
In Swakopmund angekommen merkten wir, wie unsere Schleimhäute regelrecht aufatmeten. Die sehr trockene Luft wich nun der frischen Meeresbrise. Swakopmund empfing uns mit herrlichem Sonnenschein. Seinerzeit wohnten wir im Hansa Hotel, das uns aber nicht so gut gefallen hat, dass wir es noch einmal buchen wollten.
So haben wir uns für die Villa Margherita entschieden und diese Unterkunft hat uns gleich auf Anhieb gefallen. Außerdem ist die Lage auch optimal, man kann alles in „Swakopmund down-town“ prima zu Fuß erreichen.
Nachmittags sind wir noch zur Strandpromenade gelaufen, den Steg entlang, wo wir arg aufpassen mussten, wieder trockenen Fußes zurückzukommen und kehrten noch einmal im Café Anton ein. Damals hatte ich hier einen leckeren Erdbeerkuchen (ich liebe Erdbeerkuchen!) gegessen. Leider war es diesmal nicht mehr so nett wie seinerzeit und Erdbeerkuchen gab es auch nicht …
In Sesriem und hier in Swakopmund ist uns so richtig aufgefallen, wie viel sich doch geändert hat bzw.wie viel mehr Tourismus mittlerweile Einzug gehalten hat im Vergleich vor gut über einem Jahrzehnt. Nichtsdestotrotz hat es uns aber auch wieder gut gefallen und das Tourangebot ist vielfältiger geworden.
Bei unserer Ankunft in der Villa Margherita fiel mir ein Paar auf, das auf der Terrasse saß und Deutsch sprach. Ich war überzeugt, hier handelt es sich um Esmeralda und Casimodo aus dem Namibia-Forum, zumal ich in Erinnerung hatte, dass sie auch um diese Zeit in Swakopmund sein müssten.
Also nahm ich meinen Mut zusammen und sprach sie an. Ich fragte, ob sie Esmeralda und Casimodo seien. Die beiden schauten mich sehr erstaunt an. Ich glaube, sie haben gedacht, die (also ich) muss einen Vogel so groß wie eine Gans haben … denn es waren nicht Esmeralda und Casimodo. Die ganze Situation war mir recht peinlich, so erklärte ich beiden meine Annahme.
Ich stelle mir gerade vor, hier nicht mitzuschreiben und wir sitzen irgendwo, jemand kommt auf uns zu und fragt, seid ihr Esmeralda und Casimodo? 🤩 😗
Als wir sie später beim Abendessen am Nebentisch saßen, erzählten sie, dass sie im Forum nach beiden gesucht hatten und meinten, dass es tatsächlich eine Ähnlichkeit gibt 😎
Wir unterhielten uns noch eine Weile und die Doppelgänger waren wirklich sehr nett. Mich würde ja noch interessieren, wie die Originale so sind.
Am Abend haben wir dann in der Villa Margherita, wo außer sonntags immer italienische Küche angeboten wird, gegessen. Italienische Küche steht bei mir genauso hoch im Kurs wie Erdbeerkuchen … aber, so gut uns die Unterkunft gefallen hat, so wenig hat uns leider das Essen überzeugt. Es war okay, aber nicht so gut, dass wir es noch einmal wiederholt hätten. Besonders schade fand ich, dass meine erste Wahl, Nudeln mit Pesto, nicht möglich war, weil man kein Pesto hatte.
Prima waren jedoch der Service, die Freundlichkeit des Personals und das Frühstück! Wir würden sofort wieder die Villa Margherita buchen.