6 wochen namibia/caprivi/vic falls/botswana

5 Antworten · 1'151 Aufrufe · gestartet 29. Nov. 2013 von corrado
Antworten
Themenstarter25 Beiträge · seit 201329. Nov. 2013 · #1
hallo liebe foris,
in 2015 planen wir unsere naechste grosse afrika tour. wir haben viel erfahrung in suedafrika und waren in 2011 auf eine abstecher im suedlichen namibia, bis luederitz. fuer 2015 schwebt uns ungefaehr folgendes vor:

start in windhoek
soussusvlei
swakopmund mit walvis bay
nach norden ins damaraland
kakaoveld
etosha
ueber den caprivi strip zu den vic falls
durch botswana entweder nach joburg oder windhoek zurueck

danach werden wir noch 3 wochen in sa bleiben und eventuell ueber tansania zurueckfliegen.

als erstes quaelt uns die frage, ob wir campen oder lieber "feste" unterkuenfte haben wollen, besonders in botswana. da scheint es ja recht kompliziert zu sein, in den reserves zu campen und alle noetigen permits und eintrittstickets zu organisieren. ausserdem weiss ich nicht, ob mein ruecken das so lange mitmacht, ohne vernuenftiges bett... es ist allerdingx bei der langen zeit natuerlich eine frage des budgets, vor allem wieder in botswana. wir koennen und wollen nicht 500 $ und mehr fuer eine nacht zahlen, mag es auch noch so traumhaft sein. als budget hyben wir 1000 euro die woche fuer uns zwei, da muss dann aber alles bezahlt seiin. in sa hat das immer gut hingehauen, da war sogar noch luft fuer extratouren wie reitausfluege.

4x4 erfahrung haben wir in sa gemacht, wir waren mit einem terios unterwegs, der uns sogar quer durch den richterveld park gebracht hat. nur sandtracks sind uns unheimlich. wieder ein thema in botswana.

am liebsten sind wir in selbstversorger chalets unterwegs, 2 alukisten fuer den tiersicheren lebensmitteltransport warten auf ihren naechsten einsatz 🙂 auch bleiben wir gerne ein paar tage an ort und stelle, und machen von dort gerne ausfluege oder auch mal einfach nix.

wie sind da aus eigenen erfahrungen eure einschaetzungen, wie realistisch ist unser reiseplan? wo wuerdet ihr laengere aufenthalte einplanen, wo einfach nur durchrauschen? wir muessen nicht "alles" sehen, und das oberflaechlich, sonder lieber ein paar highlights, die aber mit muße.... und am liebsten nicht fest vorgebucht, sondern vor ort entscheiden, ob man noch ei n paar tage bleibt oder weiterfaehrt.

auch haben wir noch keine idee, in welchen monaten wir das ganze am besten machen.

danke schonmal fuer eure anregungen....
lg
5'538 Beiträge · seit 200829. Nov. 2013 · #2
Hallo Corrado,

erst einmal herzlich willkommen im Forum.

Leider hast Du uns nicht gesagt, wie lange die Reise dauern soll. Aber wenn Ihr im Anschluss daran noch drei Wochen in Südafrika verbringen wollt, dann gehe ich einfach mal davon aus, dass Ihr so an die 6 Wochen für die Rundtour einplanen werdet. Sorry - steht ja in der Überschrift.

Mit diesem Zeitrahmen würde ich folgende Tour planen:

Vorab: Wenn Ihr eine Zelttour mit manchmal Camping machen wollt, dann würde ich die Tour in den Monaten September/Oktober bis Mitte November machen. Zumindest am Anfang ist es noch nicht ganz so heiß und nachts auch nicht mehr so kalt, dass Ihr Euch etwas abfriert. Wenn Ihr überwiegend in festen Unterkünften schlafen wollt, dann würde ich sogar schon im August beginnen. Dann könnt Ihr auch davon ausgehen, dass die Tagestemperaturen im Norden noch besser erträglich sind.

01. Tag - Ankunft in Windhoek, Fahrzeugübernahme, vielleicht etwas einkaufen.
02. Tag - Fahrt nach Sesriem - Übernachtung im Desert Camp (Selbstversorger, aber wenn Ihr dazu mal keine Lust habt, könnt Ihr in der Lodge essen.)
03. Tag - Wandern/Dünen besteigen im Vlei und im Canon. Schwerpunkte: Sesriem Canona, Elim Düne, Dead Vlei, Big Daddy, Sossusvlei und die dortige kleine Düne.
04. Tag - ein zweiter ganzer Tag in den Dünen
05. Tag - Fahrt zur Namib Desert Lodge ca. eine Stunde (campen oder Lodge) und Wanderung in den Versteinerten Dünen
06. Tag - Namib Desert Lodge - Swakopmund. Auf jeden Fall in einer festen Unterkunft wohnen, denn zum Campen dürfte es zu kalt sein. Das "Alte Brücke"-Resort ist eine Selbstversorgerunterkunft. Es gibt aber viele schöne Pensionen.
Das Standardprogramm Swakop sind die Little Five Tour und die Delfintour in Walvis Bay. Ansonsten schau einfach mal hier, was man sonst noch machen kann - http://www.namibia-forum.ch/forum/11-diverses/153694-freizeitgestaltung-in-swakopmund.html Insgesamt würde ich bei so viel Zeit für Swakop 5 Nächte einplanen.
12. Tag - Viele Wege führen ins Damaraland und das Kaokoveld. Meiner ginge von Swakopmund über Henties Bay und Uis zum Brandberg. Die White Lady Lodge am Brandberg bietet Camping und Lodge, das White Lady Bed & Breakfast in Uis ÜF. Am Brandberg kannst Du je nach Lust und Kondition mit einem Führer (ist ein absolutes Muss) den Berg ganz besteigen (2-Tagestour mit Ü unterwegs) oder einzelne Teilstrecken laufen, zumindest aber die White Lady begucken (ca. 90 Minuten hin und zurück).
Von der Lodge werden Tagestouren angeboten, bei denen die Wüstenelefanten gesucht (und meist auch gefunden) werden. Je nach Wanderlust also ein Aufenthalt von 2 bis 4 Nächten.
15. Tag - Brandberg - D 2612 - Twyfelfontein. Vor allen Dingen die Felsgravuren ansehen, vielleicht noch das Damara Living Museum Ü in der Twyfelfontein Lodge
16. Tag - Twyfelfontein Lodge nach Palmwag und/oder Sesfontein. In Palmwag kann man zelten, in Sesfontein musst Du zum Elefants Camp. Ich würde zwei Nächte in Palmwag campen/Lodge und einmal in dem Konzessionsgebiet eine Tagestour machen. Geführt oder ungeführt müsst Ihr selbst entscheiden. Dann würde ich noch mindestens zwei Nächte in Sesfontein bleiben. Tagestour (mit gemietetem Guide, aber dem eigenen Wagen) in den Hoanib und ansonsten erkundigt Ihr Euch dann bei dem Guide.
20. Tag - Joubert Pass - Camp Aussicht (kenne ich zwar nicht, aber hier wird immer wieder davon geschwärmt) 2 - 3 Nächte (oder Weiterfahrt bis Opuwo und dort zwei Nächte in der Opuwo Country Lodge, die auch Camping anbietet).
Besuch eines Himbadorfes mit Führer
23. Tag - Opuwo/Camp Aussicht - Dolomite Camp (nur Lodge möglich) - 2 Nächte
25. Tag - Dolomite Camp - Okaukuejo 2 Nächte
27. Tag - Okaukuejo - Namutoni Camping, sonst außerhalb z. B. Mokuti, Onguma, Sachsenheim
28. Tag - Namutoni - Rundu Hakusembe Lodge
29. Tag - Rundu - Mahangu Lodge oder Popa Fall Resort von NWR, dort zwei Tage bleiben und den Mahangu NP und den Buffalo NP besuchen
31. Tag - Gegend um Kongola - Ich kenne allerdings nur die Namushasha und die Lianshulu Lodge. Die zweite ist aber richtig teuer. Zwei Nächte und Besuch des Mudumu NP und des Mamili, den aber nur mit Führer.
34. Tag - Kongola - Katima - Gegend (ab Ende August kommen dort die Karminspinte hin), Kalizo Lodge für 2 Tage
36. Tag - Katima - Kasane (Walter Lily Lodge) - dort würde ich mindestens 3 Tage bleiben, dann einen geführten Ausflug mit einer Ü nach Vic Falls machen und wieder zurück nach Kasane fahren oder schon vorher den Wagen in Kasane abgeben und dann mit dem Flieger von Vic Falls nach Jo'burg oder Windhoek fliegen. Ansonsten kann ich Dir von Kasane aus durch Botswana nach Windhoek keine Empfehlung geben, da ich das selbst noch nicht gemacht habe.

Viel Spaß bei der weiteren Planung.

Liebe grüße von der sonnigen Atlantikküste
Gerd
zuletzt bearbeitet 29. Nov. 2013
4'129 Beiträge · seit 200829. Nov. 2013 · #3
Hallo, corrado! Willkommen im Namibia-Forum!

Das ist doch mal was Feines, 6 Wochen für die geplante Tour – und das wird sicher locker gehen, sodass ihr nach Belieben alles „am Wegesrand“ noch so mitnehmen könnt.
Ihr könntet im September in Nam beginnen und habt dann noch 3 Wochen „Sommer“ ab November in Südafrika...
Ab Mitte April begonnen hängt ihr dann zum Ende eurer Reise im Juni in der Kälte...
Allerdings hat beides was für sich, auch die kalte trockene Jahreszeit kann sehr schön sein, wenn man sich Klamotten-mäßig darauf einstellt.
Zur Übernachtung: Bei 1000€ /2P die Woche, ist das (incl. Übernachtungen in Botswanans NP’s) nicht soo dicke – da bietet sich natürlich Camping an.
Zur „Bettenlage“: Das „eigene“ Bett im Camper – da weißt du, was du hast, 😗 du kannst ja zu Beginn eine neue Matratze kaufen und es dir passend machen – durchgelegene Gästebetten in preiswerten Unterkünften können ggf. sehr anstrengend für den Rücken sein...
Ihr habt genug Zeit vor Ort euch die Nationalparks zu organisieren – kauft euch je Land einen guten Reisführer – da steht alles drin. Es ist immer nur dann kompliziert, wenn man detailgenau planen will und sich einem sehr strammen Zeitkorsett unterwirft.
Ansonsten kann man sich das alles günstig und teuer organisieren – wie überall – es kommt immer darauf an, worauf man bereit ist zu verzichten – oder anders gesagt, wofür es einem Wert ist, auch mal zwischendurch rel. viel Geld auszugeben.

Ansonsten würde ich mich auf der Route einfach treiben lassen und dort länger bleiben, wo es mir grad gut gefällt. Und weiterfahren, wenn man woanders hin will.
Es gibt soo viele Plätze an denen sich der etwas längere Aufenthalt von ein paar Tagen lohnt, die alle aufzuzählen, ist ganz unmöglich und es hängt auch bei einem selbst immer von der momantanen Stimmung und der Situation vor Ort ab.

Ich denke, ihr seid erfahren genug um eure Reise problemlos zu einem runden Ganzen werden zu lassen.

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 29. Nov. 2013
Themenstarter25 Beiträge · seit 201329. Nov. 2013 · #4
wow, gerd, das ist ja schon ein sehr detaillierter plan, an dem wir uns mal langhangeln werden. vielen dank.

lilytroter: danke fuer die reisezeit hinweise. sich treiben lassen hat ja auch was mit saisonzeiten zu tun. meines wissens sind von mitte maerz bis mitte april ferien in namibia, da wollen wir nicht reingeraten. am caprivi hab ich gelesen, es gibt np, die sind nur in der trockenzeit befahrbar...

in sa hatten wir ja fast ueberall wifi und haben dann immer ein paar tage im voraus gebucht, bis auf die camps in ktp und kp, die habe ich von zuhause aus vorgebucht.

in botswana kann man ja wohl nicht einfach am gate des np eintritt zahlen, sondern muss das permit vorher organisieren. ebenso die campsite. das klang mir alles so kompliziert. daher die idee, an strategisch guenstigen orten eine unterkunft fuer ein paar tage zu buchen und einige game drives oder sonstige ausfluege dann vor ort zu buchen...

um den teil in namibia mach ich mir nicht so den kopf, aber alles was ich ueber selbstfahrer in botswana lese, stimmt mich nicht freudig.
lg, corrado
1'182 Beiträge · seit 200629. Nov. 2013 · #5
Hallo Gerd,

eigentlich geht es mich nichts an, ich bin ja nicht betroffen.

Aber Dein sehr ausführlicher Vorschlag hat mich stark beeindruckt, zumal ich fast alles, was Du geschrieben hast, nachempfinden kann. Du hast Dir sehr viel Mühe gegeben. Corrado wird begeistert sein.

Das kann ein Reisebüro nicht besser.

Gruß,
Bernd
0
zuletzt bearbeitet 29. Nov. 2013
Themenstarter25 Beiträge · seit 201309. Dez. 2013 · #6
hi liebe foris,
teil unserer 6 wochen reise ist ja auch botswana. ich habe viele reiseberichte von euch gelesen (vielen dank für die immer toll geschriebenen, sehr informativen und mit sagenhaften fotos versehenen berichte).
darauf basierend habe ich mal folgende route erstellt:

1 Start in Windhoek Ondekaremba Guest Farm
2 Fahrt Richtung Botswna Grenze Kalahari Bush Breaks
3 Lange Fahrt zur Dumbo Farm Makgadikgadi Pans Dumbo Farm (kein Camping AI)
4 Dumbo Farm Tagesaktivitäten Dumbo Farm (kein Camping AI)
5 Dumbo Farm nach Elephant Sands (53 km nördlich Nata) Elephant Sands
6 Elephant Sands -- Senyati Senyati Safari Camp
7 Senyati, 20 km von Kasane Zeit für Einkaufen,
Boatcruise Chobe, Tagesausflug Vic Falls, entspannen Senyati Safari Camp
8 Kasane Zeit für Einkaufen, Boatcruise Chobe,
Tagesausflug Vic Falls, entspannen Senyati Safari Camp
9 Kasane Zeit für Einkaufen, Boatcruise Chobe,
Tagesausflug Vic Falls, entspannen Senyati Safari Camp
10 Kasane - Chobe Park über die Chobe Riverfront
(mgl. Begrenzte Transitzeit Savute Camp
11 Savute Savute Camp
12 Savute Savute Camp
13 Savute - Khwai North gate Khwai Camp
14 Khwai Camp - Third Bridge Third Bridge
15 Third Bridge Third Bridge
16 Third Bridge - Maun Sitatunga Camp Site
17 Maun - Rundflug Delta Sitatunga Camp Site
18 Maun - Gobabis ?? Kalahari Bush Breaks

Ab Maun müssen wir dann mal sehen, wie es weitergeht, entweder über gobabis richtung etosha oder weiter in botswana richtung caprivi strip zu den popa falls. wir haben dann ja noch ein paar wochen zeit. Eventuell geben wir aber auch den camper wieder in windhoek ab und fahren mit einem terios durch namibia und übernachten in selbstversorger unterkünften. ich bibn ja nicht so der camping fan 🙂

freue mich über eure verbesserungsvorschläge...

lg, corrado