LotusblumeThemenstarter1'933 Beiträge · seit 200906. Dez. 2013 · #21
Nach unserer tollen Silberhochzeitsparty mit Familie und lieben Freunden möchte ich nun ein bisschen über unsere Silberhochzeitsreise nach Namibia berichten. Eigentlich wollten wir beide dieses besondere Ereignis in Neuseeland feiern (waren schon 2x da). Da wir aber nur 3 Wochen Zeit hatten und dieses auch wegen des langen Fluges mit Stopovern zu kurz ist, entschlossen wir uns wieder nach Namibia zu reisen. Und was soll ich sagen: es war wieder traumhaft und wir haben es nicht bereut Namibia Neuseeland vorzuziehen und das Land zum 3. Mal zu bereisen. 🙂
Wir waren ein Kleingruppe – 2 Freunde begleiteten uns. Die Zugfahrt zum Flughafen Frankfurt verging schnell und wir checkten auch problemlos bei Lufthansa ein. Vom A 380 waren wir wegen dem Platzangebot enttäuscht.
526 Sitze, davon im Unterdeck 420 in der Economy Class (komplett ausgebucht auf Hin-Rückflug), im oberen Stockwerk 98 in der Business Class und acht in der First Class
Der Service war aber sehr gut. Das Umsteigen in Johannesburg stellte sich als ziemlich nervig heraus (auf dem Rückflug genauso). Obwohl wir im Transitbereich waren mussten wir geschätzte 5-6 Mal unseren Pass irgendwelchen Mitarbeitern vorzeigen, durch eine separate Passkontrolle und das Handgepäck wurde auch nochmals durchleuchtet. Unsere 2,5 Std. Umsteigezeit reichten aus – 2 Std. werden aber wirklich knapp.
Wir wurden am Flughafen vom meet & greet service unseres Reiseunternehmens abgeholt. Gemeinsam wurde unser Toyota Hillux von Budget abgeholt, Permit, Voucher, Mückenschutzmittel übergeben. Alles in Allem dauerte dies ca. 1 Stunde.
Bitte entschuldigt vorab, dass ich mir die Namen unserer jeweiligen Gastgeber und die einzelnen Essensgänge nicht gemerkt habe. Dieses ist ein Erinnerungsbericht.
04.11.2013 Windhoek – Elegant Farmstead (Nähe Okahandja), 1 Ü HP (ca. 100 km = 1,5 Std.) Ca. 15 Uhr rollte unser Toyota los. Die ersten Affen grüßten uns von der Straße. Über die D 1510 / D 2101 ging es zum Elegant Farmsted.
Bei der Öffnung des Tores fiel einem Freund auf, dass wir hinten einen Platten haben. Na toll: nach 100 km in Namibia des ersten Plattfuß. Wir wurden sehr herzlich mit feuchten Tüchern und einem Getränk begrüßt. Der Eigentümer sagte uns unaufgefordert sich gleich um unseren Reifen zu kümmern. Die Anlage wurde uns gezeigt und durch den gepflegten Garten ging es zu unseren Zimmern. Dies waren ausreichend groß, hell, sehr schöne separate Badezimmer, sehr sauber und mit Klimaanlage. Auf die inkludierte Sundwonerfahrt verzichteten wir und machten es uns im Garten bei einem kühlen Bier/Wein bequem. Das Abendessen (3Gänge Menü) war sehr ansprechend angerichtet und lecker. Nach einem komaähnlichen Schlaf im sehr bequemen Bett wurden wir mit einem tollen Frühstück verwöhnt. Unser Reifen war gewechselt und gegen 8.30 Uhr verabschiedeten wir uns von den netten deutschen Gastgebern (keine Deutschländer) und dem schönen Domizil. Elegant Farmsted ist uneingeschränkt empfehlenswert.
Schöne Gartenanlage (im Hintergrund Poolanlage und Lapa)
LotusblumeThemenstarter1'933 Beiträge · seit 200906. Dez. 2013 · #22
05.11.2013 Farmsted – Vreugde Gäste Farm, 1 Ü HP (345 km. = 4,45 Std.)
Über die B 1 – C 38 – D 2710 führte unser heutiger Weg zur Vreugde Gästefarm. Unterwegs machten wir eine Pause am von Bach Damm. Es waren absolut keine Leute weit und breit zu sehen – absolut still. Eine "grüne" Oase.
In Okahandja stoppten wir um Einzukaufen und vor allem unseren Reifen flicken zu lassen. Ein 7 cm langer Riss bereitet dem zuvorkommenden Mechaniker keine Probleme. Nach ½ Stunde war der Reifen an der Heckklappe wieder befestigt. Kosten nur 70,00 N$. Dafür das er seine Frühstücksbrote beiseitelegte noch 50 N$ Tip.
Wir gucken neugierig, mit welchen einfachsten Mitteln hier geflickt wird
Vor dem großen Supermarkt beobachteten wir die Leute. Bei vielen merkt man, dass sie sicherlich lange Anfahrtswege haben, sie kommen direkt mit dem LKW vorm Supermarkt gefahren und beladen die halbe Ladefläche. Es ist sicherlich eine logistische Meisterleistung für 2-3 Wochen für eine Farm oder Gästebetrieb einzukaufen. In Outjo machten wir eine Trink-Pause im Biergarten des Etosha Garden Hotel. Wir wurden herzlich begrüßt und zuvorkommend mit Getränken versorgt. Ansonsten macht das Hotel keinen besonderen Eindruck. Es wurde immer heißer, so fuhren wir lieber nach ca. 1 Std. im klimatisierten Hillux weiter. Es kamen immer mehr Wolken, dann Blitz und Donner und etwas Regen, der aber kaum den Boden nässte. Wir sehen viele klapperdürre Rinder am Straßenrand, ein erbärmlicher Anblick.
Gewitterwolken bringen leider kein Regen für das Dürre geplagte Vieh
Auf Vreugde wurden wir aller herzlichst von Rachel (Schweigertochter von Elsie und Danie Sen.) mit feuchten Tüchern begrüßt und zur Lapa gebeten. Hier kümmerten sich gleich Elsie und Dani mit kühlen Getränken, Kaffee und Kuchen liebevoll um uns. Christians (TravelNamibia) älterer Bruder mit seiner Frau begrüßten uns ebenfalls sehr herzlich. Übrigens ein sehr sympathisches Paar. Wir waren mit den Beiden die einzigen Gäste. Danach schauten wir uns etwas auf der Farm um. Sehr liebevoll angelegter Garten, sauberer Pool und hübsche, äußerst saubere große Zimmer mit separatem Badbereich. Wir erzählten und lachten an diesem Tag viel mit Elsie, Danie und dem Paar aus Hamburg, als ob wir zur Familie gehörten und nach einer Reise wieder nach Hause kommen würden. Schwupps, waren 2 -3 Stunden verplaudert und es wurde zum Abendessen am großen Tisch im Innenbereich gebeten. Draußen war es sehr windig und alle hofften auf Regen – leider nur ein paar Tropfen. Das Essen war sehr lecker. Nach 1 Flasche Wein und einigen „Kurzen“ mit viel Gelächter zogen wir uns gegen 22 Uhr zurück. Mit den Gedanken an den wunderschönen Abend bei Elsie und Danie schliefen wir bald in unserem sehr bequemen Bett ein.
Nach einem super Frühstück verließen wir diese lieben Mitmenschen mit dem Versprechen bei unserer nächsten Namibiareise länger bei Ihnen zu bleiben. Christians Bruder gab uns noch den Tipp für Etosha, dass am Wasserloch Ombika zur Zeit viele Löwen sind.
ANNICK8'054 Beiträge · seit 200806. Dez. 2013 · #24
Hallo Lotusblume,
Auch von mir verspätet herzliche Glückwünsche! 😎
Schön dass du über die Vreugde Guest Farm berichtet hast. Nächstes Jahr übernachten wir nämlich 2 Nächte dort mit unseren Bekannten. Da wir wieder mit einer Klapperkiste unterwegs sind, lassen wir uns in den Etosha Park durch Vreugde herumchauffieren. 😄
Ich freue mich schon auf die andere Unterkünfte....... 🤪
LotusblumeThemenstarter1'933 Beiträge · seit 200906. Dez. 2013 · #25
Vielen lieben Dank bayern schorsch und auch lieben Dank an Annick für die Glückwünsche. Es ist wirklich das größte Glück einen geliebten Menschen an seiner Seite zu haben.
Annick, auf Vreugde kannst du dich wirklich freuen und Rachel und Danie Jun. haben lange im Etosha gelebt und kennen alle Ecken wie Ihre Westentasche. Eine wirklich besondere, ganz liebe Familie.
LotusblumeThemenstarter1'933 Beiträge · seit 200909. Dez. 2013 · #28
06.11.2013 Vreugde – Etosha NP Okaukuejo, 1 Ü HP Family Chalet (Klimaanlage) (ca.45 km zum Tor = 45 Min + 20 km Okaukuejo)
Bitte einsteigen und die Autotüren heute bitte geschlossen halten. Etosha habe ich in einem Kapitel zusammengefasst
Ca. 8.00 Uhr – sind wir im Etosha NP. Als erstes das Wasserloch Ombika (gleich links nach dem Gate) angefahren - gähnende Leere, nichts, kein Tier zu sehen. Ok, auf Teepad Richtung Okaukuejo und schon sehen wir die ersten Tiere – viele Giraffen, Springböcke, Oryxe, einige Elefanten begrüßen uns. Es ist für uns immer wieder ein Erlebnis so viele Tiere zu sehen und wie schön sie alle sind. Vor Freude läuft es eiskalt über den Rücken als wir langsam weiter zuckeln. In Okaukuejo erst Mal den Turm besteigen, boah wie ausgedürrt alles ist.
Wir fahren weiter Nebrownii: viele Zebras, Straße, Springböcke, ein Elefant zeigt uns ca. ½ Stunde regungslos sein Hinterteil. Er bewegt sich absolut null – ob es gar kein lebender Elefant ist, sondern für die Touris einer aus Pappmaschee?? Wir stellen alle möglichen Theorien auf – er erlöst uns und hebt einen Fuß.
Nun geht’s zum Lookaut Pan. Unendliche Weite. Wir trinken etwas und machen die Scheiben runter und lauschen dem Nichts. Kein Tier, kein Auto, nur Hitze dringt zu uns.
Wie entschließen uns vor dem Check in in Okaukuejo noch die die Runde Gemsbokslakte – Olifantsbad - Aus abzufahren. In Olifantsbad versammelt sich gerade eine Herde Elefanten an der Theke.
Und in Aus ist es aus mit einem Elefantenbaby…. 4 Löwen liegen faul um einen Elefantenbaby Riss. Ich dränge auf Weiterfahrt, der Anblick gefällt mir nicht.
Gegen 12.00 Uhr checken wir zügig ein und bekommen den Schlüssel zu Tamboti. Sehr schöner, sauberer, großer Bungalow mit 2 Schlafzimmer – jeweils sep. Bad/Dusche, kompl. ausgestatteter Küche, großer Grillplatz und Terrasse. Sehr schön und eine unbedingte Empfehlung.
Wir ruhen uns ein wenig aus und fahren gegen 14 Uhr Richtung Halali. Wir sehen in einiger Entfernung 3 Elefanten auf ein Wasserloch zu laufen und fahren da hin. Und was erwartet uns – 4 Löwinnen liegen faul am Loch. Widerwillig müssen sie diesen Platz für die Elis räumen. Toll zu sehen, mit welchem Respekt die Löwinnen die Elefanten beäugten. Nach einem ausgiebigen Bad zogen die Elefanten weiter und die Löwinnen nahmen wieder ihre alten Positionen ein.
In Halali tranken wir etwas auf der Terrasse des Restaurants und beobachteten einen Tourist beim Reifenwechsel. Ein Parkangestellter fragte ihn, ob er helfen darf/kann. Tourist: nein. Nach einem Eis ausm Kiosk, Kauf einiger Ansichtskarten und ca. 45 Min. später, lag der Touri immer noch unterm Auto (bei gefühlten 50°) und der kaputte Reifen immer noch nicht ab. Wie rigoros und pampig er die Hilfe des Parkangestellten ablehnte, boten wir uns nun auch nicht an.
Wie sahen auf dem Rückweg wieder viele Zebras, Oryxe, Giraffen, Sprinböcke. Am Wasserloch Nebrownii war unser Pappmaschee Elefant weg – dafür kam gerade ein Nashorn gemächlich zu Gast. Was haben wir denn heute für ein Glück? So viele Tiere haben wir bei unseren letzten beiden Besuchen im Etosha nicht an 6 Tagen gesehen.
Druckbetankung
Glücklich sitzen wir später am Bungalow und lassen uns Bier und Wein schmecken. Wir hatten HP dazu gebucht, da ich absolut im Urlaub Kochfaul bin und will. Ein schöner mit Kerzen beleuchteter Tisch und ein sehr zuvorkommender „Oberkellner“ begrüßten uns auf der Terrasse. Das Büffet war gut – nicht sehr gut – aber durchaus essenswert und auf keinem Fall als schlecht zu bezeichnen. Es gab viele Vorspeisen (z.B. Austern) und 3 – 4 Wildgerichte die separat von den Angestellten aufgeschnitten worden und mehrere Dessert, Kuchen und Eis. Ein leckerer Wein dazu und diese tollen Tiersichtungen von heute – ein perfekter Tag neigte sich fast dem Ende.
Aber nicht ohne ans berühmte Okaukuejo Wasserloch zu gehen. Es war gegen 21 Uhr und alle Bänke besetzt – mucksmäuschenstill. Wow – 3 Nashorndamen mit jeweils 1 Jungen standen im gelblichen Licht der Scheinwerfer. Unsere Fotoapparate ließen keine gescheiten Fotos zu…es muss unbedingt was Neues her.
Nach 2-3 Drinks auf unserer Terrasse fielen wir gegen Mitternacht ins Bett. 😘
5.30 Uhr klingelte der Wecker zur Dusche. Pünktlich zur Gateöffnung 6.12 fuhren wir nach Ombika – TravelNamibias Bruder erzählte uns auf Vreugde von den vielen Löwen. Und was uns da erwartete war der Hammer. 6 Löwinnen und 2 Löwen boten uns ein Spektakel. Wir waren übrigens die einzigen Gäste bei dieser Vorstellung...
Wie wir später sahen, trug eine Löwin ein Halsband.
Suchbild - 8 Löwen
gemeinsam verlassen sie die Bühne
Nach dieser Aufführung (Dauer ca. 1 Std.) schmeckte das Frühstück in Okaukuejo nochmal so gut. Gegen 9 Uhr checkten wir aus und machten uns auf die Fahrt zum Dolomite Camp.
07.11.2013 Okaukuejo – Dolomite Camp, 1 Ü HP (Ventilator) (180 km = 4 Std.reine Fahrzeit)
Wir fuhren jedes Wasserloch auf dieser Strecke an, manche waren auch geschlossen. Aber die, die offen waren, waren auch gut besucht.
Am Duineveld waren viele Geier…
Und später am Dolomietpunt noch ein Elefant.
oberhalb ist das Dolomite Camp
Kurze Zeit später erreichten wir die Einfahrt zum Dolomit Camp... Wir werden freundlich vom Campmanager mit einem kühlen Eistee begrüßt. Es erfolgte eine kurze Einweisung mit Besichtigung vom Bar/Loungezelt, Poolanlage und Essensbereiche. Es ging dabei nur bergauf über Stufen – ich war echt groggy bei dieser Hitze. Dann wieder hinab, um mit einem Caddy und unserem Gepäck zu unseren Zelten (7+8) zu fahren. Lt. Plan nicht so weit von der Bar und Essbereich entfernt. Schönes Zelt mit toller Aussicht, Kühlschrank, Kaffee/Teezubereitung möglich, mit Dusche und WC jeweils getrennt. Aber dieser Hitze, die uns im Zelt empfing – lt. Thermometer 42° -gefühlt wie 55. Wir machten alle Planen zu den Gagefenstern (welche nicht in der Sonne waren) auf, Ventilator an und sorgten für ein bisschen Kühlung.
Eigentlich wollte ich später zum Pool, aber schon nach 50 m bergauf in praller Sonne kehrte ich um. Jeder Schritt war einer zu viel. Wir dösten vor uns hin und beobachten vom Bett aus die Weite, ab und zu kam eine Giraffe, Elefant u.a. vorbei. Gegen 18 Uhr rafften wir uns auf und gingen Richtung Bar. Ein kalter Gin-Tonic weckte unsere Lebensgeister und beim 2. ging die Sonne knallrot unter.
Das Essen war eine Katastrophe. Die Suppe ging mal noch gerade so…aber der Hauptgang war ungenießbar und ging komplett zurück. Fleisch zäh, Gemüse zerkocht und fad, Kartoffeln schmeckten wie faul. Auf das Dessert verzichteten wir komplett und setzten uns wieder an die Bar. Noch ein Gin Tonic und wir riefen nach dem Caddy-Boy, um uns zum Zelt fahren zu lassen. Es war kühler und wie saßen noch lange auf der Terrasse, tranken Wein und blickten in den unendlichen Sternenhimmel. Nach einer erholsamen Nacht (es hatte sich nachts merklich abgekühlt), packten wir unsere Sachen und hinterließen diesem im Zelt. Das Frühstück war um Welten besser. Dann übergaben wir unseren Schlüssel dem Manager, ließen unser Gepäck holen und verabschiedeten uns von dem netten Mann. Das Camp ist wirklich schön, aber es sind sehr weite Wege (Bergauf-Bergab, Stufen) und bei Hitze unerträglich. Mit dem Abendessen hatten wir Pech. Hier störte uns, dass nicht Mal gefragt wurde, warum alles zurückgeht. Vielleicht wusste ja der Kellner, dass das Essen nicht in Ordnung war? Ansonsten können wir auch dieses Camp gerne weiter empfehlen, zumal alle Mitarbeiter sehr freundlich sind. Gleich nach der Ausfahrt Dolomite Camp sehen wir eine Elefantenherde auf uns zu kommen. Wie schön, auch sie wollen sich von uns verabschieden.
mit Begleitschutz darf das Kalb über die Straße
Über Klippan, Aasvoelbad gings zum Galton Gate. Unterwegs sahen wir noch Bergzebras und Dik Diks. Es war eine landschaftlich sehr schöne Strecke.
sehr scheue Bergzebra
Mit Wehmut verließen wir durch das verwaiste Galton Gate diesen wunderschönen Park.
LotusblumeThemenstarter1'933 Beiträge · seit 200909. Dez. 2013 · #31
ANNICK schrieb:Hallo Lotusblume,
Wenn das Essen nicht gut ist dann sage ich immer dem Kellner Bescheid!!! 😎
Er darf ruhig wissen wieso die Teller noch voll sind........ 😗
Danke für die tollen Löwenbilder, Neid!!!! 🤪
Liebe Grüsse Annick
Hallo ANNICK, wir haben es gesagt, der Kellner ist aber nur wortlos gegangen... Naja, ist vergessen. Und durch so einen Ausrutscher haben wir uns den Urlaub nicht vermiesen lassen. 😄
LotusblumeThemenstarter1'933 Beiträge · seit 200910. Dez. 2013 · #34
08.11.2013 Dolomite Camp – Opuwo, Country Hotel, (Klimaanlage) 1 Ü HP ( ca. 250 km = 3,5 Std. reine Fahrzeit)
Über die C 35 – C 41 – C 43 geht es nach Opuwo. Unterwegs kurzer Stopp an einer Polizeikontrolle. Die beiden Polizisten sitzen im Schatten, klar bei dieser Hitze, einer bewegt sich die 2 m zur Schranke in Zeitlupe, öffnet diese und wir passieren. Unterwegs immer mal wieder Rinder und Ziegen auf der Straße. Gegen 13 Uhr erreichen wir Opuwo und fahren als erstes zur Tankstelle.
Metzgerei am Straßenrand
Ich hatte schon einiges über Opuwo hier im Forum gelesen. Aber dieses Knäul aus vielen Menschen, Tieren, Autos, Müll und dazu diese Hitze verschlagen mir die Sprache. Wie angetackert verharren wir im Auto als mein Mann aussteigt und den Tankwart bezahlt. Im Sekundentakt klopfen Bettler an die Scheiben während des Tankes/Bezahlens, um irgendwas zu verkaufen. Wir fahren dann auch die 25 m über die Straße zum Bottlestore. Jeweils zu zweit geht’s zum Einkaufen von Bier, Wein, Wasser. Vorm Eingang lungern wieder Bettler rum. Als ich aus dem Laden trat und die 5 m mit 1 Tüte zum Auto ging, wurde ich mehrmals von Bettlern angefasst und festgehalten. Da aber nebenan eine Bank ist, kommt das Sicherheitspersonal und die Bettler lassen von uns ab. Ich fühle mich sehr unwohl und will hier nur noch weg. Wir finden schnell den Weg zur Country Lodge. Hoch über Opuwo thront die Lodge, umgeben von einer hohen Mauer und Stacheldraht.
Wir werden auch hier freundlich mit feuchten Tüchern und kaltem Getränk begrüßt. Kurze Einweisung mit Besichtigung des Hauptgebäudes/Terrasse/Pool. Etwas groß alles, aber sehr schön und gepflegt. Wir freuen uns auf das sicherlich schöne Zimmer. Ich drehe den Schlüssel um, trat in ein finsteres Loch und ging rückwärts wieder raus. Mein Mann stand auch wie versteinert da. Das Zimmer war gefühlte 5 m2 groß und die 2 Betten füllten den gesamten Raum aus. Ein kleine Ablage und Stuhl beengten noch mehr. Das Badezimmer war zwar ausreichend groß, aber zu allem Elend aus dunklem Stein. Die Beleuchtung im Bade-/und Lodgezimmer sicherlich eine 5 Watt SparLampe. Man konnte fast nichts sehen bei diesem Licht. Aber Klimaanlage hatte es, welche wir sofort anstellten. Ich öffnete die Vorhänge, um mehr zu sehen. Die Fenster waren so verdreckt, dass kaum Sonnenlicht rein kam. Das kann niemals ein Luxuszimmer sein. Also ca. 200 m zur Rezeption. Dort waren schon 2 französische Paare, welche sich auch über ihre Zimmer monierten. Nach 20 Min. Hin-und Herdiskutieren mit dem Damen der Rezeption war allen klar, es gibt nur diese Zimmer, sonst gar nichts. Ok, 1 Nacht halten wir das schon aus. Zurück zum Zimmer und unsere Freunde informiert, dass es leider keine Alternative gibt. (erst später stellen wir fest, dass es kein einziges Foto von unserem "Zimmer" gibt)
Wir fragten dann an der Rezeption nach dem Himbaausflug. Der vom Hotel organisierte findet heute nicht statt – na toll. Okay, die Dame kenne jemanden, der so was auch organisiert – Festus. Wir fragten, ob sein Auto klimatisiert sein – ja. Dann wurden wir gefragt, ob wir nicht selber fahren wollten und er uns begleitet – nein. So ging es 5 Min hin und her. Festus holt uns 15 Uhr ab….wir stehen an der Rezeption und Festus spricht uns an…sein Auto sei auf dem Weg nach oben leider kaputt gegangen – ja klar. Wir fahren nicht selbst. Wieder 5 Min später, Festus bietet uns 100 N$/Person an, wenn wir selbst fahren – die Strecke sei schön und mit unserem Hillux kein Problem, ca. 30 Min Fahrt…ok, wir fahren selbst. Erst Mal wieder an die Tankstelle, da nebenan der Supermarkt ist. Es wird Maismehl, Öl, Wasser und Brot gekauft = ca. 200 N$ zahlen wir. Der Besuch der Himbas (unser 2.) war wieder sehr beeindruckend, informativ und Festus ein lustiger Geselle. Die Parfümgeschichte habe ich euch ja schon im Prolog geschildert.
in London war man auch schon
Kinder beim Steinchenspiel - sie und wir hatten viel Spaß
Herstellung der roten Paste
Psst
Festus stellt uns 12 Jähriges Mädchen vor ... anfangs noch sehr scheu, ist sie später sehr aufgeweckt
langsam füllt sich der Kraal, aus allen Himmelsrichtungen kommen die Himbas angelaufen und versammeln sich
nun können wir shoppen - und kaufen auch 1 Kette, 2 Armreifen und Holztiere
Da man bei den Himbas unweigerlich auch rot wird, musste ich die Dusche heute noch benutzen. Zum Glück hatte ich Badelatschen mit – sonst hätte ich das Badetuch in die Dusche gelegt. Nie und nimmer hätten meine Füße diesen Boden berührt. Dann gings zur Bar…erst Mal einen doppelten Gin Tonic heute zum Sonnenuntergang. Der Ausblick von da oben ist schon toll.
wir werden zum Essen erwartet - und sitzen später auf der schönen Aussichtsterrase
Das Büffet war ansprechend angerichtet und auch lecker. Zum Glück wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht, was mein Mann und ich die nächsten Tage durchmachen müssen. Zum Essen gabs leckeren Weiswein und danach noch 2 Gin Tonic. Trotzdem konnten wir schlecht schlafen. Beim ersten Sonnenstrahl gingen wir frühstücken –alles da was man zu einem guten Frühstück braucht. Kurz nach 7 Uhr verließen wir endlich das Hotel und Opuwo.
Hanne6'152 Beiträge · seit 200610. Dez. 2013 · #35
hallo Lotosblume,
schade, dass Du dich in Opuwo nicht wohl gefühlt hast -- so unterschiedlich können Eindrücke sein. Nun zum Opuwo C. Hotel - klar haben die super Zimmer und zwar in der ersten Reihe -- zwar auch nicht sehr gross, aber mit Balkon und toller Aussicht da haben wir unseren Sundowner genommen. Zur Sauberkeit , das Zimmer war super sauber, aber die Terrasse war ein Alptraum, mit Zigarettenkippen, Essensreste usw. da wollte ich wirklich nicht essen und das Personal schaute Fernsehen, blätterte in Zeitschriften, lungerte nur rum. Ich hatte so ein Hals, da bin ich an die Rezeption fragte der nach Managerin, die kam , ich ging mit ihr auf die Terrasse zeigte alles und sagte ihr auch, dass es schade ist, so eine schöne Anlage einfach vergammeln zu lassen und bat sie, dass man putze. Als mein Mann den Sunwoner holen ging- berichtete er, alle laufen mit Putzeimer, Lappen , Besen rum und schuften er meinte auch, heute abend schaut uns keiner an. Aber dem war nicht so und wir konnten mit Appetit auf der Terrasse essen. Zumal mit uns waren noch noch 3 Paare auf der Lodge aber Personal für 50 Personen. Bin gespannt was jetzt bei Dir noch passiert. Einen schönen Tag wünscht Dir Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
LotusblumeThemenstarter1'933 Beiträge · seit 200910. Dez. 2013 · #36
Hallo Hanne, schön, dass sich bei Euch alles noch zum Besseren gewendet hatte. Wir haben wirklich alles versucht. Nicht nur wir, auch unsere Agentur haben mit dem Manager gesprochen. Es war kein Zimmer mehr frei. Sie hätten quasi andere Gäste aus ihren Zimmern schmeißen müssen, damit wir ein Luxuszimmer bekommen. Und putzen hätte bei uns nicht viel genützt. Das „Zimmer“ war einfach runter gekommen, ein dunkles Loch eben. Die Standardzimmer werden hauptsächlich nur an die Reisebusfahrer vergeben. Natürlich hatten wir und auch die Franzosen mehr als einen Kropf. Hätte es eine Alternative gegeben, wären wir und die Franzosen 100% dahin gegangen. Aber die nächste Alternative war 2,5 -3 Std. Fahrzeit entfernt. Die Ohakane Lodge war full booked und wirklich auch keine Alternative. Ist auch schon fast vergessen, nur beim Schreiben kam wieder der dicke Hals raus. Wir erhalten von unserer Agentur selbstverständlich eine angemessene Entschädigung, mal sehen was da kommt (hoffentlich nicht 1 Woche Country Lodge im Luxuszimmer) 😗
LotusblumeThemenstarter1'933 Beiträge · seit 200910. Dez. 2013 · #38
Hallo Annick, natürlich war das kein Luxuszimmer - obwohl wir Luxus gebucht hatten. Und hätte uns ein Manager eines zum angucken gezeigt, wäre ich niemals wieder raus 😗
Sabine261'394 Beiträge · seit 200910. Dez. 2013 · #39
Hallo Lotusblume,
ich bin dir gerade hinterhergereist - deine Bilder von Etosha machen Lust, vielleicht auch mal wieder diesen Park zu besuchen. Unser Besuch liegt schon über 10 Jahre zurück.
Opuwo Lodge klingt ja wirklich nicht toll. Gibt es dort Alternativen?
Das Bild von Wolwedans in deinem Eingangspost von Wolwedans finde ich einfach nur SUPER! Wir waren im Herbst 4 Nächte dort und fanden es einfach nur traumhaft. Ich würde eine 1+ geben, auch ohne Haartrockner 🙂
Stände ich vor Wahl, Hochzeitsreise in NZ oder Namibia würde ich mich auch schwer tun, weil uns NZ (wir waren auch, wie ihr, schon 2x dort) sehr gut gefallen hat, würden möglicherweise aber Namibia vorziehen. Alleine schon wegen des nicht soooo langen Fluges und bei drei Wochen Zeit, kann ich eure Wahl umso mehr verstehen.
Ich freue mich auf die Fortsetzung, besonders auf den Wolwedans-Teil.
Liebe Grüße Sabine
Gerd19425'538 Beiträge · seit 200810. Dez. 2013 · #40
Hallo Sabine,
eigentlich gibt es in Opuwo keine vernünftige Alternative zur Opuwo Country Lodge. Wir waren kurz vor Lotosblume da und hatten auch falsche Zimmer bekommen. Ein kurzer Anruf bei Eva, dann ein kurzer Gang zur Rezeption und schon bekamen wir die richtigen Zimmer. Und das kann ich halt jedem nur empfehlen: Bucht nicht alles selbst, sondern sucht Euch möglichst einen inländischen Agenten, den Ihr im Reklamationsfall sofort kontaktieren könnt. In fast 99,9 % der Fälle - egal, wer der Agent ist - wird Euch geholfen.
Liebe Grüße von der nächtlichen Atlantikküste Gerd