Hallo liebe Fomis, nach unserer sehr schönen Silberhochzeitsreise (3.11.-24.11.2013) mit 2 Freunden möchten wir unsere Bewertungen (1-5) für die einzelnen Unterkünfte, Touren etc. kurz Euch mitteilen. Vielleicht ist es für Einige hilfreich.
Flug LH FRA-JHB/JHB-FRA mit A 380:
Wir waren enttäuscht vom Platzangebot im A 380 der LH. Die Mittelsitze sind sehr eng, obwohl ich nur 160 cm und schlank bin. Wir hatten jeweils Fenster-/Gangplätze reserviert in der Hoffnung der Mittelplatz bleibt frei. Leider auf Hin-und Rückflug komplett ausgebucht. So überließ ich einen „breiteren“ Mann meinen Gangplatz in der Mitte hätte er nur sehr mühsam etwas essen und sich kaum bewegen können. Auf dem Rückflug viel das Entertainment Programm aus. Erst nach 2 Stündigen Warten erfolgte ein Restart. Mehre Sitze um uns ließen sich nicht verstellen-wurde aber nach 1-2 Std. gelöst. Service/Essen ok. Flug JHB-WDH mit BA Mehr Platzangebot in der Boing als im A 380. Ok.
Elegant Farmstaed: http://www.the-elegant-farmstead.de/ Bei der Einfahrt festgestellt – einen Platten nach 80 km in Namibia. Sehr freundlicher Empfang mit kalten Tüchern und Getränk sowie der Hinweis sich im unseren Plattfuß zu kümmern/Reifenwechsel. Zimmer groß, sauber. Große bequeme Betten-abends mit Betthupferl. Sehr gepflegter Garten/Pool. Schöne Lapa. Essen war lecker. Die inkludierte Farmrundfahrt/Sundowner ließen wir ausfallen – zu müde. Sehr Empfehlenswert nach langen Flug, ca. 100 km vom Flughafen.
Essen: 2 Unterkunft: 2
Auf den Weg nach Vreugde: Reifenreparatur in Okahandja = 70 $NAM. Gewitterwolken/Blitze/Donner und etwas Regen, der kaum den Boden erreichte. Viele Affen, sehr sehr magere Rinder/Schweine querten die Straße.
Vreugde Gästefarm : http://www.vreugdeguestfarm.com/start.html Als Fremde gekommen – als Freunde gegangen, bringt es auf den Punkt. Was für eine Herzlichkeit und Gastfreundschaft von Elsie, Danie und Rachel (Danie jr. War leider nicht da). Zimmer/Bungalow sehr sauber, Essen sehr schmackhaft am großen Familientisch. Gepflegter Garten/Pool. Wir waren neben TravelNamibia`s Bruder mit Ehefrau die einzigen Gäste. Ein wunderschöner, geselliger Abend im Kreise der Familie. Immer wieder gerne würden wir auf Vreugde wohnen.
Essen: 1 Unterkunft: 2+
Erste Touren durch Etosha. So viele Tiere an den Wasserlöchern – wow. Am 2. Wasserloch 4 Löwen dösten. Am nächsten viele Elefanten am Wasserloch. Dann nochmals Löwen am anderen Wasserloch, die dieses unfreiwillig etwas räumen mussten, weil Elefanten ankamen.
Okaukuejo: http://www.nwr.com.na/okaukuejo_camp.html Wir waren angenehm über den Familienbungalow überrascht. Mittig Wohnzimmer mit großer Küche, links und rechts jeweils 1 Schlafzimmer mit eigenem Bad. Alles war sauber und ein bequemen großes Bett. Essen/Büffett/Frühstück: ausreichende Auswahl und gut. Essen: 2- Unterkunft: 2+
Alle Wasserlöcher Richtung Halali hatten viele Tiere. In Nebrowni graste ein Nashorn – boah. Wieder Elefanten, Giraffen, Springböcke, unzählige Oryxe, Zebras usw. So viele Tiere hatten wir noch nie im Etosha gesehen. Eis essen im Halali. Am nächsten Morgen vor dem Frühstück zum Wasserloch Ombika: wow 8 Löwen (inkl. Paarung in ca. 10 m Entfernung). Wieder viele viele Tiere am Wegesrand. Frühstück war auch wieder gut. Danach Fahrt zum Dolomite Camp. Elefanten. Giraffen usw. querten die Wege.
Dolomite Camp: http://www.nwr.com.na/dolomite_camp.html Sehr schöne Anlage und herzlicher Empfang mit gekühltem Getränk. Zelte sind schön eingerichtet. Nur die Wege sind sehr weit und bei der Hitze (fast 40°) eine Qual, so ersparten wir uns den Weg zum Pool und beobachteten Elefanten, Giraffen usw. von unserer schattigen Terrasse. Das Abendessen war nicht so toll. Suppe war lecker, aber das Fleisch eine „Schuhsohle“, Gemüse zerkocht, Hauptgang ging komplett zurück. Keine Frage beim Abräumen, warum fast alles zurück ging. Naja. Frühstück war aber gut. Note Essen: 3 Unterkunft: 2
Auf dem Weg zum Galton Gate viele Bergzebras.
Opuwo ein Menschengewusel und viele Bettler. Irgendwie fühlte ich mich in Opuwo unwohl –ängstlich. Viele Betrunkene, viele missbilligende Blicke der Bevölkerung…Leute, die mir viel zu nahe kamen (körperlich).
Country Lodge: http://www.opuwolodge.com/index.htm Sehr schön gelegen, schöne Anlage um den Pool. Super Aussicht. Leider haben wir das gebuchte Luxuszimmer nicht bekommen – alle Zimmer waren belegt. 4 Franzosen mussten auch widerwillig in ein Standard einziehen. Wenn es eine Alternative gegeben hätte, wären wir nicht da geblieben. Wenigstens Klimaanlage hatte das Standardzimmer, ansonsten ein kleines, dunkles Loch. Zum Zähneputzen soll Mineralwasser verwendet werden. Nachmittags buchten wir über die Rezeption einen Ausflug zu de Himbas. Unser Guide Festus war ein netter, aufgeschlossener Typ, dessen Auto „angeblich“ zur Auffahrt der Lodge kaputt ging. Deshalb fuhren wir selbst und Festus begleitete uns. In Opuwo noch Maismehl, Öl, Brot gekauft –dann ca. 25 Min Fahrt in ein Himbadorf. Vom letzten Besuch eines solchen Dorfes kannten wir das Prozedere. Alles in allem sehr interessant. Preis pP 100,00 $Nam zzgl. Einkauf. Für ca. 2,5 Std. Ich hatte in meiner Tasche zufällig noch einige Parfüm-Sachet (Chanel) und erklärte den Himbafrauen, dass dies meine Parfümrichtung ist. Sie waren so begeistert, als ich Ihnen diese Duftproben überließ und rannten mit einer aufgerissenen Probe durchs ganze Dorf. Die vielen Kinder erhielten Obst/Wasser/Süßigkeiten aus unseren Taschen. Festus fragte mich zur Verabschiedung, ob ich noch einen Duft für seine Frau hätte-nach langem Kramen, hatte ich noch eines in meiner Handytasche. Man, hat er sich gefreut.
Das Essen in der Lodge war sehr ansprechend und schmackhaft…aber, nein ich habe den Salat nicht angerührt (Essen nur gut durchgegart genießen, Obst und Gemüse nur geschält und/oder gekocht essen) Essen: 2 (vorerst) Unterkunft: 4-
Fahrt über Joubert Pass. Stopps Affenbrotbäume und Sesfontein (schöner Garten) zum Camp Kipwe. Mein Magen/Darm fängt langsam an zu rebellieren. Mir wird oft schwindlig. Diese Hitze….
Camp Kipwe: http://www.kipwe.com/camp-kipwe-home.html Was für eine schicke Anlage. Sehr freundlicher Empfang mit kalten Tüchern und Getränk. Unser klimatisierter Bungalow (der letzte) schön dekoriert mit Blüten. Sekt im Eiskübel steht bereit. Offener Bad/Sanitärbereich. Sehr chic alles. Mir gehts zunehmend schlechter. Ich kann kaum vor die Tür bzw. Terrasse-diese Hitze, muss mich selbst immer wieder von meinen Angstzuständen ablenken. Gehe aber mit zum Sundowner auf den Hausberg. Super tolle Aussicht. Meinem Mann sage ich noch nichts. Zum Dinner kann ich nur die Suppe essen–(die anderen sagten, Dinner war sehr gut) . Zurück im Bungalow kommt nun alles oben und unten raus. Ich fange an diesen Außen-Badbereich zu hassen, wegen der Hitze. Die Nacht wird zur Qual, keine Immodium und Magen/Darmtabletten helfen – habe nun auch schlimme Magenkrämpfe. Sobald der Magen/Darmtee oder Kamille drin ist, kommt alles wieder raus. Die morgendliche, inkludierte Tour zu den Wüstenelefanten fällt somit für uns beide aus. Die beiden Freunde fahren mit und sehen 2 Elefantenherden ganz nah und waren sehr begeistert. Mein Mann und ich sind heil froh fast den ganzen Tag im klimatisierten Bungalow zu sein. Twyfelfontein muss leider für uns auch komplett ausfallen. Es scheint uns etwas besser zu gehen. Gegen 16 Uhr raffen wir uns auf und fahren die 10 Min zum Damara Living-Museum. Sehr interessant mit Tanzvorführung, Feuerherstellung etc. Ich bin aber nur zu 50% bei der Sache und froh gegen 17.30 Uhr wieder im Camp zu sein, Die Managerin erkundigt sich oft nach meinem Befinden und lässt abends extra nur Kartoffelpüree für mich anrichten. Aber auch das bleibt nicht drin. Ich trinke nur noch Elektrolyte oder Magen/Darmtee. Die Nacht wird etwas besser. Unser Toyota Hillux steht gewaschen zur Abfahrt bereit. Essen: kann ich nicht beurteilen, Meinung der Mitreisenden 2+ Unterkunft: 2 (wäre eine 1, wenn Bad/Toilette innenliegend)
Fahrt über Sorrris Sorris, entlang Brandberg, – Uis (Miitagspause im Cactus Coffee) . Stopp Spitzkuppe, Usakos (Pause) zur
Farm Wüstenquell: http://www.wustenquell.com/index.php Sehr herzlicher Empfang. Wir beziehen Red Rock, die Freunde Klipdrift– wow, wie schön das hier ist und die liebevollen Details im Chalet. Nur die Toilette/Dusche sind wieder außen (und ich mag das nicht, zumal wenn man oft zur Toilette muss und dies in der prallen Sonne). Olli bereitet uns in den beiden Tagen das „fast“ beste Essen der Tour. Ich verliebe mich in die sehr schöne Erdmännchen-Bettwäsche. Olli ruft in Windhoek an und lässt diese für mich zurück legen (was für ein Service). Meinem Magen geht’s etwas besser, Immodium (6er + 2 einzelne sind verbraucht) und ich versuche es mit Gin-Tonic. Morgens ein Sektfrühstück im Chalet, danach einen tollen Scince Drive mit Felszeichnungen. Nachmittags den Welwitscha Drive und Chalet genießen. Meinem Magen/Darm geht’s besser-die Krämpfe weniger. Wüstenquell ist wirklich sehr schön. Essen: 1+ Unterkunft: 2+ (wäre eine 1, wenn Dusche/WC innenliegend)
Kurze Fahrt nach Swakopmund ins Alternative Space: http://www.thealternativespace.com/ Sibylle begrüßt uns sehr freundlich. Schöne, saubere Zimmer mit freistehender Badewanne im Zimmer zum top Preis-/Leistungsverhältnis. Wäsche abgeben und dann ab in Stadt. Erster Weg in die Apotheke. Die nette PTA wusste gleich Bescheid und gab mir das richtige Medikament (abends 2, morgens 2 und dann noch mal 2 und alles ist ok – und genauso war es) und Elektrolyte. Ich hatte schon extremen Flüssigkeitsmangel, sichtbar an meinen sehr spröden Mundwinkeln. Kurz ins Brauhaus zum Lunch, zu Peters Antiquitäten (20 Makalani-Nüsse als Gastgeschenke für unsere Silberhochzeitsfeier zu Hause gekauft) wurden lt. Peter von Autisten hergestellt und kommt ihnen zu Gute Preis 19,00/Stck. Gegen 14 Uhr wurden wir zur Little five Desert Tour mit Chris abgeholt. War unsere 2. Tour, trotzdem wieder sehr interessant. Gegen 18.30 Uhr holte uns Gerd1942 aus dem Forum ab und wir fuhren ins Wreck zum Essen. Es war ein schöner Abend mit Gerd und seiner Frau Gerlinde –vielen Dank Euch Beiden. Das Essen (Fisch mit Linsen) sehr, sehr lecker und das Ambiente im Wreck ist toll. Essen Wreck: 1 Frühstück im AS: 2+ (man musste es selber zu bereiten, aber diese Auswahl…fantastisch) Unterkunft: 2
Fahrt über Walvis Bay (sicher tausend Flamingos gesehen), Stopp Guab Pass zum Lunch Rostock Ritz (übrigens sehr schön gelegen, aber die Bungalows (innen) erinnerten mich an Opuwo-dunkel, klein…zum Glück hier keine Übernachtung) nach
Barchan Dune Retraet: http://www.barchandunes.com/ Was für eine herzliche Begrüßung – ähnlich wie auf Vreugde. Die Zimmer sind sehr schön, groß und sauber. Mein Mann und ich hatten das Chalet Kuangu – im Nachhinein hätten wir lieber das Zimmer genommen, denn es gab wieder eine Außendusche/Toilette. Die Sundowner Fahrt ließen wir ausfallen und genossen unsere Terrasse und Einsamkeit. Der Ausblick, vor allem morgens aus dem Bett zum Sonnenaufgang ein wow-Erlebnis. Das Dinner und Frühstück war klasse und Willem ein super Gastgeber. Wir haben viel gelacht. Jederzeit würden wir dort wieder wohnen, auch wegen der Erdmännchen, die könnte ich Stundenlang beobachten. Essen: 1 Unterkunft Kuangu: 2+ (wäre eine 1, wenn Dusche/WC innenliegend)
Fahrt nach Solitaire zum cheetah-drive ( 1 Std. = N$ 250,00/Person) sehr empfehlenswert. Stopp Büllsport zur
Zebra River Lodge: http://www.zebra-river-lodge.com/de/ Ein grünes Paradies erwartet uns. Sehr gepflegte Anlage mit schönen großen, sauberen Zimmern. Louis empfängt uns sehr herzlich. Seine Frau Geraldine sei mal zum Einkaufen (ca. 200 km ein Weg) und kehre erst morgen zurück. Durch ein Sonderangebot war die Fahrt/Tour Sossusvlei inklusive, zu welcher wir am nächsten Morgen 6.30 Uhr mit Guide Willi starteten. Auch beim 3. Mal sind die Dünen faszinierend. Wir stoppten an Düne 45 und Willi servierte Frühstück. Danach gings zum Deadvlei und Sossousvlei, jeweils mit genügend Zeit zum Wandern. Gegen 12 Uhr, es war nun viel zu heiß zum Wandern, fuhren wir noch zum Sesriem und legten eine Kaffee/Eispause an der neuen Tankstelle ein. Abends rundete ein schmackhaftes Menü mit Wein den herrlichen Tag (ohne eigene Fahrerei) ab. Am nächsten Morgen gratulierte uns das gesamte Team zum 25. Hochzeitstag mit Schokoladenmalerei auf unseren Frühstückstellern. Eine sehr gelungene Überraschung. Leider hieß es wieder Mal Abschied nehmen…sehr gerne kommen wieder. Essen: 1 Unterkunft: 2+
Nun fuhren wir nach Hauchfontein, um mit Irmi, was für eine herzliche Frau, zu dem Köcherbaumwald zu fahren. Sie erkläre uns viel und es war wirklich sehr informativ. Gerne geben wir diesen Tipp weiter. Irmi überraschte uns unter einem großen Köcherbaum mit einer Flasche Champagner zum Hochzeitstag…es war gegen 10 Uhr und dann Champagner… ich schlief dann im Auto auch kurz ein. 😗
Pünktlich zur Einfahrt Wolwedans http://www.wolwedans.com/lodges-camps/dune-camp/ war ich wieder hellwach. Boah, wie viele Oryxe hier sind, einer schöner als der Andere und diese Landschaft, es war Magie. Wir wurden dann zum Dune Camp gebracht – wow wow wow. Ganz herzlich wurden wir von der Camp Managerin begrüßt (natürlich mit obligatorischen kalten Tüchern und Getränken). Es verfügt über eine Lounge, Restaurant und eine offenen Küche, wo man den Köchen bei der Zubereitung der Mahlzeiten zuschauen kann. Uns wurde ein leckerer, leichter Lunch serviert und zwischenzeitlich unser Gepäck in die Zelte gebracht. Es erfolgte eine kurze Besprechung, wie wir den weiteren Tag gestalten wollen. Wir konnten gegen 14.30 Uhr zu einer 4,5 Std. Tour durchs Reservat starten. Aber wir wollten erst Mal die Ruhe und Exklusivität des Camps genießen und starteten deshalb gegen 15.30 Uhr. Das letzte Zelt Nr. 6 – honeymoon tend erwartet uns. Das offene Bad liegt durch eine Wand getrennt direkt hinter dem Doppelbett und verfügt über Dusche, WC und Doppelwaschbecken. Von allen Seiten hat man einen unvergleichlichen Blick auf die Dünenlandschaft. Die Zelte liegen etwas weiter voneinander entfernt als in der Dunes Lodge (welches wir am Nachmittag kurz besuchten), was etwas mehr Privatsphäre zulässt. Allerdings sind dadurch auch die Wege zur Lounge/Restaurant länger. Später wurden wir von unserem Guide durch die herrliche Landschaft gefahren, man wie schön das ist. Wir haben schon sehr viele schöne Orte auf der Welt gesehen, aber dies hier ist so unbeschreiblich schön, dass einem der Atem stockt. Wir hielten zum Sundowner auf einer hohen Düne mit Blick ins Tal zu den vielen Feenkreisen und genossen Gin Tonic und finger food. Gegen 19.30 Uhr waren wir zurück im Camp, wo uns die Managerin freundlich erwartete und sagte, wir haben alle Zeit der Welt zum frisch machen, wir können essen wann wir wollen – die Küche sei bis 23 Uhr für uns bereit. Zurück im Zelt stand 1 Fl. Champagner und wir gönnten uns ein Glas vorm Duschen. Danach chic machen für unseren 25. Hochzeitstagabend (hier hat mir der Fönanschluss gefehlt…ob Angelina Joli einen Extra Generator hatte?, aber Haarspray half mir auch). Gegen 20.30 Uhr waren wir wieder im Restaurant und mittlerweile waren auch weitere Gäste (8 - somit ausgebucht) beim Dinner. An der Feuerstelle genossen wir noch einen Aperitif. Dann begleitete uns die Managerin zu unserem Tisch in ca. 25 m Entfernung von den anderen Gästen, mitten in den Dünen…mit Fackeln und vielen Kerzen umgeben. Ganz chic eingedeckt für 5 Gänge. Erst Mal wurde wieder eine Flasche Champagner geöffnet…das Essen war ein Wucht und vor jedem Gang erklärt mit dazugehöriger Weinempfehlung. Wir blieben aber bei Champagner und haben nur 1 Glas Weißwein probiert (extrem süffig – aber es war uns dann zu viel durcheinander getrinke). Vorm Dessert kam die gesamte Crew uns sang für uns ein afrikanisches Hochzeitslied. Wir beide bekamen Gänsehaut und Pipi in die Augen. Es war außerdem Vollmond…es war alles so wunderschön…meine Güte fast unecht erschien uns das. 😘 Gegen 23 Uhr verließen wir die Szenerie und es stand schon wieder eine neue Flasche Champagner im Zelt (obwohl wir aus der anderen Flasche nur jeder 2 Schlückchen getrunken hatten). Okay, noch ein Glas aus dieser Flasche. Dann fielen wir in unser mit Rosen dekoriertes Kuschelbett. Die Sonne kitzelte uns morgens wach, Kaffee/Tee/Gebäck stand auf der Terrasse. Die Oryxe kamen sehr nah zu unserer Terrasse. Wir genossen diesen Anblick noch ca. 1 Stunde, packten unsere Sachen und gingen 7.30 Uhr zum Frühstück. Wir ließen uns sehr viel Zeit, die anderen Gäste waren schon auf Tour. Gegen 9 Uhr wurden unsere Sachen aus dem Zelt geholt und wir verließen diesen magischen Ort – wir kommen auf jeden Fall wieder, auch ohne Hochzeitstag, aber mit mehr Zeit. Essen: 1+ Unterkunft: 1 (1+ mit Fönmöglichkeit)
Eine lange Fahrtstrecke liegt vor uns. Stopp am Duwisib Castle (weil unsere Freunde das noch nicht kannten), langsam der schönen D 707 gefolgt mit vielen Stopps ging es nach Aus. Gegen 16 Uhr empfing uns Piet in
Klein-Aus Vista. http://www.klein-aus-vista.com/en/Eagles_Nest_Chalets.html Er gab uns den Tipp heute das Buffet und am nächste Tag selbst zu grillen, da am nächsten Tag eine Reisegruppe erwartet wird und wir so ungestörter sind. Die Chalets Eagles view (für uns) und desert vista erwarteten uns. Sehr schön. Das letzte Mal waren wir im Rock – das eagles view ist größer, aber die Aussicht bei beiden extrem schön. Später gings zum Essen – Buffet war gut. Nach einem guten Frühstück gings Richtung Lüderitz, es war sehr frisch und Wolkenverhangen in Kolmannskuppe. Auch beim 3. Besuch hoch interessant und man entdeckt immer wieder Neues. Eigentlich war der Katamaran für uns reserviert (11.30 Uhr), aber uns war zu viel Wellengang so fuhren wir zum Nest Hotel zum Kaffee und später zum Diaz Point. Die vielen Robben begrüßten uns lautstark. Danach Stadtbummel durch Lüderitz (Felsenkirche etc.). Ein Kreuzfahrtschiff –Columbus 2 legte an und kippte viele Deutsche raus. Bei Ritzi`s aßen wir ein leckeres Schnitzel und fuhren dann zurück. In Garub warteten 4 Wildpferde auf uns. Danach Grillpaket/Holz inkl. abholen und Sundowner genießen. Es war viel zu viel in den Paketen: Für 4 Leute: 4x große Oryxfilet, 4 riesige Rinderfilets, 4 Boerwürste, große Schüssel griechischer Salat, vorgekochte Kartoffeln, 4 Sandwich, 4 große Stücke Kuchen. Alles war lecker, aber die Hälfte blieb über. Zum Essen knisterte der Kamin – schön wars. Nach einem leckeren Frühstück verliesen wir dieses schöne Fleckchen. Essen: 2 Unterkunft: 2+
Nun geht’s mit dem obligatorischen Stopp in Helmeringhausen (Apfelkuchen besser als in Solitaire) und Stopp Lisbon Roadhouse (Snack) über Maltahöhe (uriges Maltahöhe Hotel) zur
Teufelskrallen Lodge http://www.teufelskrallenlodge.com/?page_id=523 Auch hier wieder ein liebevoller Empfang. Leider war Zelt 6 belegt, aber von 5 hat man einen genauso schönen Blick aufs Wasserloch. Die Zelte sind hübsch eingerichtet und nebenan ein geschlossenes Sanitärhäuschen. Sehr schön und zu diesem Preis unschlagbar. Wir genossen nach der langen Fahrt unsere Terrasse und den Sundowner über der Kalahari. Dann ging zum Dinner ins Farmhaus (ca. 2 km Fahrt). Ein schöner separater Tisch mit vielen Kerzen und was noch? Ja, 1 Flasche Champagner, erwartete uns. Das Essen war lecker, Champagner und Wein süffig. Lange saßen wir noch auf unserer Terrasse. Morgens weckte uns die Sonne im Zelt, Betten sehr gemütlich. Nach einem leckeren Frühstück verließen wir dieses Kleinod. Top Preis-/Leistungsverhältnis. Zwar hinkt der Vergleich mit der Bagatelle Ranch/Dune Chalets von unserer letzten Reise – aber es ist auch 3x so teuer. Essen: 2 Unterkunft: 2
Eine kurze Fahrtstrecke, nun wieder Teer unterm Reifen und einiges an Verkehr gings zur letzten Etappe nach Windhoek ins
Elegant Guesthouse http://www.the-elegant-guesthouse.de/ Matthilda, die gute Seele, des Hause empfing uns sehr herzlich. Schöne, große, saubere Zimmer mit Klimaanlage und TV. Anlage mit nur 6 Zimmern, Pool, alles hübsch angelegt. Kurz frisch machen und ab zum shoppen/bummeln. Als erstes Bettwäsche abholen - hat super geklappt. Olli, du bist ein Schatz! Und da Winhoek ein Dorf ist trifft man Bekannte, die Gastgeber der Zebra River Lodge tippten uns beim feilschen auf die Schulter. Was für ein Spaß. Zum Lunch gings auf die Terrasse des Gathmann Restaurant. Ein Genuß waren die mit Spinat gefüllten Ravioli. Kirche, Reiterdenkmal, Tintenpalast etc. gucken und zurück ins Elegant – ausruhen, umziehen und kurz vor 18 Uhr mit dem Taxi ins Hilton/Skybar, sehr stylisch mit grandiosem Blick auf die Stadt …Verabredung mit TravelNamibia…leider kam er auch nach dem 3. Drink nicht. Unser Taxi brachte uns dann ins Olive Grove zum Dinner. Auch hier sitzt man sehr schön auf der Terrasse. Das Essen das Beste unserer gesamten Reise. Wir wählten Blumenkohlsuppe, Chateaubriand mit Sauce Béarnaise , Pfirsicheis und einen leckeren Weißwein. Das war 1+++. Gegen 22.30 Uhr holte uns unser Taxifahrer wieder ab und nach einem Drink im Zimmer schauten wir Nachrichten und schliefen dabei ein. Das Frühstück war super. Und wir nutzten unser schönes Zimmer noch bis 11.00 Uhr Essen/Frühstück: 1 Unterkunft: 2+
Nun gings zum Auftanken und Fahrt zum Flughafen. Rückgabe unseres Toyota Hillux in 2 Minuten erledigt.
Schade, dass unser schöne Silberhochzeitsreise vorbei ist. Aber Vorfreude ist die Schönste – und Namibia lässt uns nicht los. Wir kommen wieder – bald!!! 🙂
Wolwedans
PS: Werde nach und nach noch einige Fotos einfügen...aber vorerst müssen diese erst Mal reichen, denn am Wochenende steht die große Party mit Freunden und Familie an. 🤩
PSS: Wollte eigentlich keinen RB schreiben, aber es kommt immer anders als man denkt...
Teil 206. Dez. 2013
Nach unserer tollen Silberhochzeitsparty mit Familie und lieben Freunden möchte ich nun ein bisschen über unsere Silberhochzeitsreise nach Namibia berichten. Eigentlich wollten wir beide dieses besondere Ereignis in Neuseeland feiern (waren schon 2x da). Da wir aber nur 3 Wochen Zeit hatten und dieses auch wegen des langen Fluges mit Stopovern zu kurz ist, entschlossen wir uns wieder nach Namibia zu reisen. Und was soll ich sagen: es war wieder traumhaft und wir haben es nicht bereut Namibia Neuseeland vorzuziehen und das Land zum 3. Mal zu bereisen. 🙂
Wir waren ein Kleingruppe – 2 Freunde begleiteten uns. Die Zugfahrt zum Flughafen Frankfurt verging schnell und wir checkten auch problemlos bei Lufthansa ein. Vom A 380 waren wir wegen dem Platzangebot enttäuscht.
526 Sitze, davon im Unterdeck 420 in der Economy Class (komplett ausgebucht auf Hin-Rückflug), im oberen Stockwerk 98 in der Business Class und acht in der First Class
Der Service war aber sehr gut. Das Umsteigen in Johannesburg stellte sich als ziemlich nervig heraus (auf dem Rückflug genauso). Obwohl wir im Transitbereich waren mussten wir geschätzte 5-6 Mal unseren Pass irgendwelchen Mitarbeitern vorzeigen, durch eine separate Passkontrolle und das Handgepäck wurde auch nochmals durchleuchtet. Unsere 2,5 Std. Umsteigezeit reichten aus – 2 Std. werden aber wirklich knapp.
Wir wurden am Flughafen vom meet & greet service unseres Reiseunternehmens abgeholt. Gemeinsam wurde unser Toyota Hillux von Budget abgeholt, Permit, Voucher, Mückenschutzmittel übergeben. Alles in Allem dauerte dies ca. 1 Stunde.
Bitte entschuldigt vorab, dass ich mir die Namen unserer jeweiligen Gastgeber und die einzelnen Essensgänge nicht gemerkt habe. Dieses ist ein Erinnerungsbericht.
04.11.2013 Windhoek – Elegant Farmstead (Nähe Okahandja), 1 Ü HP (ca. 100 km = 1,5 Std.) Ca. 15 Uhr rollte unser Toyota los. Die ersten Affen grüßten uns von der Straße. Über die D 1510 / D 2101 ging es zum Elegant Farmsted.
Bei der Öffnung des Tores fiel einem Freund auf, dass wir hinten einen Platten haben. Na toll: nach 100 km in Namibia des ersten Plattfuß. Wir wurden sehr herzlich mit feuchten Tüchern und einem Getränk begrüßt. Der Eigentümer sagte uns unaufgefordert sich gleich um unseren Reifen zu kümmern. Die Anlage wurde uns gezeigt und durch den gepflegten Garten ging es zu unseren Zimmern. Dies waren ausreichend groß, hell, sehr schöne separate Badezimmer, sehr sauber und mit Klimaanlage. Auf die inkludierte Sundwonerfahrt verzichteten wir und machten es uns im Garten bei einem kühlen Bier/Wein bequem. Das Abendessen (3Gänge Menü) war sehr ansprechend angerichtet und lecker. Nach einem komaähnlichen Schlaf im sehr bequemen Bett wurden wir mit einem tollen Frühstück verwöhnt. Unser Reifen war gewechselt und gegen 8.30 Uhr verabschiedeten wir uns von den netten deutschen Gastgebern (keine Deutschländer) und dem schönen Domizil. Elegant Farmsted ist uneingeschränkt empfehlenswert.
Schöne Gartenanlage (im Hintergrund Poolanlage und Lapa)
Gepflegte Poolanlage mit Lapa und Barbereich
Toller Sundownerplatz
Sauberes Zimmer mit bequemen Bett
Teil 306. Dez. 2013
05.11.2013 Farmsted – Vreugde Gäste Farm, 1 Ü HP (345 km. = 4,45 Std.)
Über die B 1 – C 38 – D 2710 führte unser heutiger Weg zur Vreugde Gästefarm. Unterwegs machten wir eine Pause am von Bach Damm. Es waren absolut keine Leute weit und breit zu sehen – absolut still. Eine "grüne" Oase.
In Okahandja stoppten wir um Einzukaufen und vor allem unseren Reifen flicken zu lassen. Ein 7 cm langer Riss bereitet dem zuvorkommenden Mechaniker keine Probleme. Nach ½ Stunde war der Reifen an der Heckklappe wieder befestigt. Kosten nur 70,00 N$. Dafür das er seine Frühstücksbrote beiseitelegte noch 50 N$ Tip.
Wir gucken neugierig, mit welchen einfachsten Mitteln hier geflickt wird
Vor dem großen Supermarkt beobachteten wir die Leute. Bei vielen merkt man, dass sie sicherlich lange Anfahrtswege haben, sie kommen direkt mit dem LKW vorm Supermarkt gefahren und beladen die halbe Ladefläche. Es ist sicherlich eine logistische Meisterleistung für 2-3 Wochen für eine Farm oder Gästebetrieb einzukaufen. In Outjo machten wir eine Trink-Pause im Biergarten des Etosha Garden Hotel. Wir wurden herzlich begrüßt und zuvorkommend mit Getränken versorgt. Ansonsten macht das Hotel keinen besonderen Eindruck. Es wurde immer heißer, so fuhren wir lieber nach ca. 1 Std. im klimatisierten Hillux weiter. Es kamen immer mehr Wolken, dann Blitz und Donner und etwas Regen, der aber kaum den Boden nässte. Wir sehen viele klapperdürre Rinder am Straßenrand, ein erbärmlicher Anblick.
Gewitterwolken bringen leider kein Regen für das Dürre geplagte Vieh
Auf Vreugde wurden wir aller herzlichst von Rachel (Schweigertochter von Elsie und Danie Sen.) mit feuchten Tüchern begrüßt und zur Lapa gebeten. Hier kümmerten sich gleich Elsie und Dani mit kühlen Getränken, Kaffee und Kuchen liebevoll um uns. Christians (TravelNamibia) älterer Bruder mit seiner Frau begrüßten uns ebenfalls sehr herzlich. Übrigens ein sehr sympathisches Paar. Wir waren mit den Beiden die einzigen Gäste. Danach schauten wir uns etwas auf der Farm um. Sehr liebevoll angelegter Garten, sauberer Pool und hübsche, äußerst saubere große Zimmer mit separatem Badbereich. Wir erzählten und lachten an diesem Tag viel mit Elsie, Danie und dem Paar aus Hamburg, als ob wir zur Familie gehörten und nach einer Reise wieder nach Hause kommen würden. Schwupps, waren 2 -3 Stunden verplaudert und es wurde zum Abendessen am großen Tisch im Innenbereich gebeten. Draußen war es sehr windig und alle hofften auf Regen – leider nur ein paar Tropfen. Das Essen war sehr lecker. Nach 1 Flasche Wein und einigen „Kurzen“ mit viel Gelächter zogen wir uns gegen 22 Uhr zurück. Mit den Gedanken an den wunderschönen Abend bei Elsie und Danie schliefen wir bald in unserem sehr bequemen Bett ein.
Nach einem super Frühstück verließen wir diese lieben Mitmenschen mit dem Versprechen bei unserer nächsten Namibiareise länger bei Ihnen zu bleiben. Christians Bruder gab uns noch den Tipp für Etosha, dass am Wasserloch Ombika zur Zeit viele Löwen sind.
Wir haben uns alle sehr wohl auf Vreugde gefühlt.
unser Bungalow
unser gemütliches Bett
pickobello sauberes Badezimmer
liebevoll angelegter Garten
Der Haushund lässt es sich schmecken.
auch die Poolanlage, tipp topp in Ordnung
Teil 409. Dez. 2013
06.11.2013 Vreugde – Etosha NP Okaukuejo, 1 Ü HP Family Chalet (Klimaanlage) (ca.45 km zum Tor = 45 Min + 20 km Okaukuejo)
Bitte einsteigen und die Autotüren heute bitte geschlossen halten. Etosha habe ich in einem Kapitel zusammengefasst
Ca. 8.00 Uhr – sind wir im Etosha NP. Als erstes das Wasserloch Ombika (gleich links nach dem Gate) angefahren - gähnende Leere, nichts, kein Tier zu sehen. Ok, auf Teepad Richtung Okaukuejo und schon sehen wir die ersten Tiere – viele Giraffen, Springböcke, Oryxe, einige Elefanten begrüßen uns. Es ist für uns immer wieder ein Erlebnis so viele Tiere zu sehen und wie schön sie alle sind. Vor Freude läuft es eiskalt über den Rücken als wir langsam weiter zuckeln. In Okaukuejo erst Mal den Turm besteigen, boah wie ausgedürrt alles ist.
Wir fahren weiter Nebrownii: viele Zebras, Straße, Springböcke, ein Elefant zeigt uns ca. ½ Stunde regungslos sein Hinterteil. Er bewegt sich absolut null – ob es gar kein lebender Elefant ist, sondern für die Touris einer aus Pappmaschee?? Wir stellen alle möglichen Theorien auf – er erlöst uns und hebt einen Fuß.
Nun geht’s zum Lookaut Pan. Unendliche Weite. Wir trinken etwas und machen die Scheiben runter und lauschen dem Nichts. Kein Tier, kein Auto, nur Hitze dringt zu uns.
Wie entschließen uns vor dem Check in in Okaukuejo noch die die Runde Gemsbokslakte – Olifantsbad - Aus abzufahren. In Olifantsbad versammelt sich gerade eine Herde Elefanten an der Theke.
Und in Aus ist es aus mit einem Elefantenbaby…. 4 Löwen liegen faul um einen Elefantenbaby Riss. Ich dränge auf Weiterfahrt, der Anblick gefällt mir nicht.
Gegen 12.00 Uhr checken wir zügig ein und bekommen den Schlüssel zu Tamboti. Sehr schöner, sauberer, großer Bungalow mit 2 Schlafzimmer – jeweils sep. Bad/Dusche, kompl. ausgestatteter Küche, großer Grillplatz und Terrasse. Sehr schön und eine unbedingte Empfehlung.
Wir ruhen uns ein wenig aus und fahren gegen 14 Uhr Richtung Halali. Wir sehen in einiger Entfernung 3 Elefanten auf ein Wasserloch zu laufen und fahren da hin. Und was erwartet uns – 4 Löwinnen liegen faul am Loch. Widerwillig müssen sie diesen Platz für die Elis räumen. Toll zu sehen, mit welchem Respekt die Löwinnen die Elefanten beäugten. Nach einem ausgiebigen Bad zogen die Elefanten weiter und die Löwinnen nahmen wieder ihre alten Positionen ein.
In Halali tranken wir etwas auf der Terrasse des Restaurants und beobachteten einen Tourist beim Reifenwechsel. Ein Parkangestellter fragte ihn, ob er helfen darf/kann. Tourist: nein. Nach einem Eis ausm Kiosk, Kauf einiger Ansichtskarten und ca. 45 Min. später, lag der Touri immer noch unterm Auto (bei gefühlten 50°) und der kaputte Reifen immer noch nicht ab. Wie rigoros und pampig er die Hilfe des Parkangestellten ablehnte, boten wir uns nun auch nicht an.
Wie sahen auf dem Rückweg wieder viele Zebras, Oryxe, Giraffen, Sprinböcke. Am Wasserloch Nebrownii war unser Pappmaschee Elefant weg – dafür kam gerade ein Nashorn gemächlich zu Gast. Was haben wir denn heute für ein Glück? So viele Tiere haben wir bei unseren letzten beiden Besuchen im Etosha nicht an 6 Tagen gesehen.
Druckbetankung
Glücklich sitzen wir später am Bungalow und lassen uns Bier und Wein schmecken. Wir hatten HP dazu gebucht, da ich absolut im Urlaub Kochfaul bin und will. Ein schöner mit Kerzen beleuchteter Tisch und ein sehr zuvorkommender „Oberkellner“ begrüßten uns auf der Terrasse. Das Büffet war gut – nicht sehr gut – aber durchaus essenswert und auf keinem Fall als schlecht zu bezeichnen. Es gab viele Vorspeisen (z.B. Austern) und 3 – 4 Wildgerichte die separat von den Angestellten aufgeschnitten worden und mehrere Dessert, Kuchen und Eis. Ein leckerer Wein dazu und diese tollen Tiersichtungen von heute – ein perfekter Tag neigte sich fast dem Ende.
Aber nicht ohne ans berühmte Okaukuejo Wasserloch zu gehen. Es war gegen 21 Uhr und alle Bänke besetzt – mucksmäuschenstill. Wow – 3 Nashorndamen mit jeweils 1 Jungen standen im gelblichen Licht der Scheinwerfer. Unsere Fotoapparate ließen keine gescheiten Fotos zu…es muss unbedingt was Neues her.
Nach 2-3 Drinks auf unserer Terrasse fielen wir gegen Mitternacht ins Bett. 😘
5.30 Uhr klingelte der Wecker zur Dusche. Pünktlich zur Gateöffnung 6.12 fuhren wir nach Ombika – TravelNamibias Bruder erzählte uns auf Vreugde von den vielen Löwen. Und was uns da erwartete war der Hammer. 6 Löwinnen und 2 Löwen boten uns ein Spektakel. Wir waren übrigens die einzigen Gäste bei dieser Vorstellung...
Wie wir später sahen, trug eine Löwin ein Halsband.
Suchbild - 8 Löwen
gemeinsam verlassen sie die Bühne
Nach dieser Aufführung (Dauer ca. 1 Std.) schmeckte das Frühstück in Okaukuejo nochmal so gut. Gegen 9 Uhr checkten wir aus und machten uns auf die Fahrt zum Dolomite Camp.
07.11.2013 Okaukuejo – Dolomite Camp, 1 Ü HP (Ventilator) (180 km = 4 Std.reine Fahrzeit)
Wir fuhren jedes Wasserloch auf dieser Strecke an, manche waren auch geschlossen. Aber die, die offen waren, waren auch gut besucht.
Am Duineveld waren viele Geier…
Und später am Dolomietpunt noch ein Elefant.
oberhalb ist das Dolomite Camp
Kurze Zeit später erreichten wir die Einfahrt zum Dolomit Camp... Wir werden freundlich vom Campmanager mit einem kühlen Eistee begrüßt. Es erfolgte eine kurze Einweisung mit Besichtigung vom Bar/Loungezelt, Poolanlage und Essensbereiche. Es ging dabei nur bergauf über Stufen – ich war echt groggy bei dieser Hitze. Dann wieder hinab, um mit einem Caddy und unserem Gepäck zu unseren Zelten (7+8) zu fahren. Lt. Plan nicht so weit von der Bar und Essbereich entfernt. Schönes Zelt mit toller Aussicht, Kühlschrank, Kaffee/Teezubereitung möglich, mit Dusche und WC jeweils getrennt. Aber dieser Hitze, die uns im Zelt empfing – lt. Thermometer 42° -gefühlt wie 55. Wir machten alle Planen zu den Gagefenstern (welche nicht in der Sonne waren) auf, Ventilator an und sorgten für ein bisschen Kühlung.
Eigentlich wollte ich später zum Pool, aber schon nach 50 m bergauf in praller Sonne kehrte ich um. Jeder Schritt war einer zu viel. Wir dösten vor uns hin und beobachten vom Bett aus die Weite, ab und zu kam eine Giraffe, Elefant u.a. vorbei. Gegen 18 Uhr rafften wir uns auf und gingen Richtung Bar. Ein kalter Gin-Tonic weckte unsere Lebensgeister und beim 2. ging die Sonne knallrot unter.
Das Essen war eine Katastrophe. Die Suppe ging mal noch gerade so…aber der Hauptgang war ungenießbar und ging komplett zurück. Fleisch zäh, Gemüse zerkocht und fad, Kartoffeln schmeckten wie faul. Auf das Dessert verzichteten wir komplett und setzten uns wieder an die Bar. Noch ein Gin Tonic und wir riefen nach dem Caddy-Boy, um uns zum Zelt fahren zu lassen. Es war kühler und wie saßen noch lange auf der Terrasse, tranken Wein und blickten in den unendlichen Sternenhimmel. Nach einer erholsamen Nacht (es hatte sich nachts merklich abgekühlt), packten wir unsere Sachen und hinterließen diesem im Zelt. Das Frühstück war um Welten besser. Dann übergaben wir unseren Schlüssel dem Manager, ließen unser Gepäck holen und verabschiedeten uns von dem netten Mann. Das Camp ist wirklich schön, aber es sind sehr weite Wege (Bergauf-Bergab, Stufen) und bei Hitze unerträglich. Mit dem Abendessen hatten wir Pech. Hier störte uns, dass nicht Mal gefragt wurde, warum alles zurückgeht. Vielleicht wusste ja der Kellner, dass das Essen nicht in Ordnung war? Ansonsten können wir auch dieses Camp gerne weiter empfehlen, zumal alle Mitarbeiter sehr freundlich sind. Gleich nach der Ausfahrt Dolomite Camp sehen wir eine Elefantenherde auf uns zu kommen. Wie schön, auch sie wollen sich von uns verabschieden.
mit Begleitschutz darf das Kalb über die Straße
Über Klippan, Aasvoelbad gings zum Galton Gate. Unterwegs sahen wir noch Bergzebras und Dik Diks. Es war eine landschaftlich sehr schöne Strecke.
sehr scheue Bergzebra
Mit Wehmut verließen wir durch das verwaiste Galton Gate diesen wunderschönen Park.
Teil 510. Dez. 2013
08.11.2013 Dolomite Camp – Opuwo, Country Hotel, (Klimaanlage) 1 Ü HP ( ca. 250 km = 3,5 Std. reine Fahrzeit)
Über die C 35 – C 41 – C 43 geht es nach Opuwo. Unterwegs kurzer Stopp an einer Polizeikontrolle. Die beiden Polizisten sitzen im Schatten, klar bei dieser Hitze, einer bewegt sich die 2 m zur Schranke in Zeitlupe, öffnet diese und wir passieren. Unterwegs immer mal wieder Rinder und Ziegen auf der Straße. Gegen 13 Uhr erreichen wir Opuwo und fahren als erstes zur Tankstelle.
Metzgerei am Straßenrand
Ich hatte schon einiges über Opuwo hier im Forum gelesen. Aber dieses Knäul aus vielen Menschen, Tieren, Autos, Müll und dazu diese Hitze verschlagen mir die Sprache. Wie angetackert verharren wir im Auto als mein Mann aussteigt und den Tankwart bezahlt. Im Sekundentakt klopfen Bettler an die Scheiben während des Tankes/Bezahlens, um irgendwas zu verkaufen. Wir fahren dann auch die 25 m über die Straße zum Bottlestore. Jeweils zu zweit geht’s zum Einkaufen von Bier, Wein, Wasser. Vorm Eingang lungern wieder Bettler rum. Als ich aus dem Laden trat und die 5 m mit 1 Tüte zum Auto ging, wurde ich mehrmals von Bettlern angefasst und festgehalten. Da aber nebenan eine Bank ist, kommt das Sicherheitspersonal und die Bettler lassen von uns ab. Ich fühle mich sehr unwohl und will hier nur noch weg. Wir finden schnell den Weg zur Country Lodge. Hoch über Opuwo thront die Lodge, umgeben von einer hohen Mauer und Stacheldraht.
Wir werden auch hier freundlich mit feuchten Tüchern und kaltem Getränk begrüßt. Kurze Einweisung mit Besichtigung des Hauptgebäudes/Terrasse/Pool. Etwas groß alles, aber sehr schön und gepflegt. Wir freuen uns auf das sicherlich schöne Zimmer. Ich drehe den Schlüssel um, trat in ein finsteres Loch und ging rückwärts wieder raus. Mein Mann stand auch wie versteinert da. Das Zimmer war gefühlte 5 m2 groß und die 2 Betten füllten den gesamten Raum aus. Ein kleine Ablage und Stuhl beengten noch mehr. Das Badezimmer war zwar ausreichend groß, aber zu allem Elend aus dunklem Stein. Die Beleuchtung im Bade-/und Lodgezimmer sicherlich eine 5 Watt SparLampe. Man konnte fast nichts sehen bei diesem Licht. Aber Klimaanlage hatte es, welche wir sofort anstellten. Ich öffnete die Vorhänge, um mehr zu sehen. Die Fenster waren so verdreckt, dass kaum Sonnenlicht rein kam. Das kann niemals ein Luxuszimmer sein. Also ca. 200 m zur Rezeption. Dort waren schon 2 französische Paare, welche sich auch über ihre Zimmer monierten. Nach 20 Min. Hin-und Herdiskutieren mit dem Damen der Rezeption war allen klar, es gibt nur diese Zimmer, sonst gar nichts. Ok, 1 Nacht halten wir das schon aus. Zurück zum Zimmer und unsere Freunde informiert, dass es leider keine Alternative gibt. (erst später stellen wir fest, dass es kein einziges Foto von unserem "Zimmer" gibt)
Wir fragten dann an der Rezeption nach dem Himbaausflug. Der vom Hotel organisierte findet heute nicht statt – na toll. Okay, die Dame kenne jemanden, der so was auch organisiert – Festus. Wir fragten, ob sein Auto klimatisiert sein – ja. Dann wurden wir gefragt, ob wir nicht selber fahren wollten und er uns begleitet – nein. So ging es 5 Min hin und her. Festus holt uns 15 Uhr ab….wir stehen an der Rezeption und Festus spricht uns an…sein Auto sei auf dem Weg nach oben leider kaputt gegangen – ja klar. Wir fahren nicht selbst. Wieder 5 Min später, Festus bietet uns 100 N$/Person an, wenn wir selbst fahren – die Strecke sei schön und mit unserem Hillux kein Problem, ca. 30 Min Fahrt…ok, wir fahren selbst. Erst Mal wieder an die Tankstelle, da nebenan der Supermarkt ist. Es wird Maismehl, Öl, Wasser und Brot gekauft = ca. 200 N$ zahlen wir. Der Besuch der Himbas (unser 2.) war wieder sehr beeindruckend, informativ und Festus ein lustiger Geselle. Die Parfümgeschichte habe ich euch ja schon im Prolog geschildert.
in London war man auch schon
Kinder beim Steinchenspiel - sie und wir hatten viel Spaß
Herstellung der roten Paste
Psst
Festus stellt uns 12 Jähriges Mädchen vor ... anfangs noch sehr scheu, ist sie später sehr aufgeweckt
langsam füllt sich der Kraal, aus allen Himmelsrichtungen kommen die Himbas angelaufen und versammeln sich
nun können wir shoppen - und kaufen auch 1 Kette, 2 Armreifen und Holztiere
Da man bei den Himbas unweigerlich auch rot wird, musste ich die Dusche heute noch benutzen. Zum Glück hatte ich Badelatschen mit – sonst hätte ich das Badetuch in die Dusche gelegt. Nie und nimmer hätten meine Füße diesen Boden berührt. Dann gings zur Bar…erst Mal einen doppelten Gin Tonic heute zum Sonnenuntergang. Der Ausblick von da oben ist schon toll.
wir werden zum Essen erwartet - und sitzen später auf der schönen Aussichtsterrase
Das Büffet war ansprechend angerichtet und auch lecker. Zum Glück wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht, was mein Mann und ich die nächsten Tage durchmachen müssen. Zum Essen gabs leckeren Weiswein und danach noch 2 Gin Tonic. Trotzdem konnten wir schlecht schlafen. Beim ersten Sonnenstrahl gingen wir frühstücken –alles da was man zu einem guten Frühstück braucht. Kurz nach 7 Uhr verließen wir endlich das Hotel und Opuwo.
Hier müssen wir nicht nochmal hin!
Teil 611. Dez. 2013
09.11.2013 Opuwo – Camp Kipwe, 2 Ü HP (Klimaanlage) (ca. 340 km = 4,5 Std. reine Fahrtzeit)
Mit grummelnden Magen verlassen wir Opuwo und fahren heute die C 43 – C 39 – D 2612. Unterwegs geht’s an einigen Himba Kraals, Dörfern, klapperdürren Rindern und Ziegen vorbei. Unser erster Stopp gehört den mächtigen Baobab Bäumen, welche nach ca. 50 km die Straße säumen. Sie sind zwar nicht so groß wie die Mammutbäume, welche wir aus den USA oder Kanada kennen, aber trotzdem sehr schön anzuschauen. Die Pause nutzen mein Mann und ich für eine Düngung der Bäume.
Über den Joubert-Pass geht’s weiter. Die teilweise recht schlechte Straße rüttelt noch mehr an unserem Magen-Darm Trakt.
Unser nächstes Ziel ist Fort Sesfontein. Ein ruhiger Ort mit einigen Reifenhändlern, Supermarkt, Bottlestore, Tankstelle und dem Fort - eine grüne Oase. Wir trinken etwas (mein Mann und ich Cola) in dem schönen Garten und knabbern Salzgebäck. Die nette Bedienung fragt, ob wir gerne die Gästezimmer anschauen wollen. Nett eingerichtet und am liebsten hätte ich mich in ein Bett gelegt, denn mir wird’s immer komischer. Nach Besuch der sauberen Sanitäranlagen fahren wir weiter.
Die Veterinärkontrolle bei Palmwag ist in 1 Minute erledigt. Die Landschaft ist sehr schön nur die ständigen pumps nerven mich und meinen Magen gewaltig.
Gegen 14.30 Uhr erreichen wir das Camp Kipwe. Mit freundlicher Begrüßung und der üblichen Tücher/Getränke Zeremonie werden wir in die Lounge geführt. Man ist das chic hier. Restaurantbereich / Bar / Lounge alles offen gehalten mit stimmigen Farbkonzept. Der erste Eindruck gefällt uns sehr. Wir besprechen kurz noch den Ablauf des Essens, Sundwoner, inkludierte Elefantentour etc. für die nächsten beiden Tage. Wir bekommen unseren Schlüssel zum Bungalow 9, der letzte im Camp und neben der Suite das honeymoon chalet. Übrigens entschuldigte sich die deutsch sprechende Managerin 2 x Mal bei uns, dass die Suite schon sehr lange im Voraus belegt war, zu gerne hätte sie uns die Suite zum Bungalow Preis überlassen.
Unser runder Bungalow mit schöner Terrasse war minimalistisch eingerichtet mit schönem Doppelbett, Klimaanlage, genug Ablagen, Tee/Kaffeezubereitung möglich, Wasserspender, Ventilator und auf dem Tisch stand im Kühler eine Flasche eiskalter Sekt, liebevoll mit Blumen dekoriert. Alles blitzsauber. Die Dusche / Waschbecken / WC im Außenbereich, auch penibel sauber und eigentlich ganz schön…
Wir bitten unsere Freunde aus dem Bungalow 8 zu uns und stoßen mit Sekt auf unsere schönen Zimmer an. Danach ruhen wir etwas aus und benutzen öfters die Toilette.
Gegen 18 Uhr erklimmen wir den Hausberg – wow was für eine Aussicht. 2 Angestellte versorgen uns mit Getränke und finger food. Das Leben ist schön! Wir genießen den tollen Sonnenuntergang.
Danach geht im Eilschritt hinab zu unserem Bungalow bzw. ich zur Restauranttoilette. Vom Menü esse ich nur die wirkliche leckere Gemüsesuppe. Mein Mann pickt noch etwas am Fleisch (Roulade). Uns schmeckt nicht mal mehr der Wein, zur Freude unserer Freunde, die unsere halbe Flasche noch zusätzlich leerten. Es folgte eine schlimme Nacht. Abwechselnd sind mein Mann und ich im Außenbereich. Teilweise weiß ich nicht, was ich zuerst machen soll…ich koche / trinke Magentee…wir nehmen Magen-Darm-Tropfen, später in der Nacht noch Immodium….nichts hilft. Ich beobachte träge die vorbeiziehenden Sterne, welche man durch das Dachfenster ziehen sieht. Später schrecke ich hoch, weil ich denke mein Mann leuchtet mir mit der Taschenlampe ins Gesicht…hihi, es war der fast volle Mond, der durchs Dachfenster lacht. Eigentlich wollten wir 5.30 Uhr aufstehen, weil 6.30 Uhr Treffpunkt zum Frühstück und 7 Uhr Abfahrt zu den Wüstenelefanten ist. Es klopft an unsere Türe und wir müssen leider absagen. Es ist uns unmöglich eine Tour zu unternehmen. Ich koche Tee und setze mich kurz auf die Terrasse, dann geht’s mit Elektrolyten Mischung wieder ins Bett. 10 Uhr gehen wir ins Restaurant, essen ein bisschen trocken Brot. Wir sind momentan die einzigen Gäste. Mitleidige Blicke des Personals sind uns sicher und wir werden nach unseren Essenswünschen gefragt. Am besten gar nichts oder was ganz leichtes – Kartoffelpüree ohne alles tönt gut. Gegen 11 Uhr kommen unsere Freunde zurück und erzählen sehr begeistert 2 große Elefantenherden mit Jungen gesehen zu haben. Wir verbringen die Mittagshitze in unserem klimatisierten Bungalow beim Lesen, dösen, Toilettengängen und schlafen. Auch Twyfelfontein muss ausfallen, so eine Wanderung trauen wir uns beide in diesem Zustand nicht zu – shit. Gegen 16 Uhr raffen wir uns doch noch auf und fahren 10 Min zum Damara Living Museum. Wir sind die letzten Gäste die Einlass bekommen – wollten gerade schließen. Es wird für uns getanzt, die Feuerherstellung erklärt uvm. Es ist immer noch heiß und wir sind auch gar nicht richtig bei der Sache. Nun setzen auch noch Magenkrämpfe ein. Nach reichlich 1 Stunde sind wir endlich wieder in unserem Bungalow.
Die Camp-Managerin macht sich auch Sorgen und steht 2 Mal vor der Tür und erkundigt sich. Sie wollte uns abends zum Dinner mit einem extra schönen Tisch, versteckt zwischen 2 Felsen mit Fackeln beleuchtet, überraschen. (wir hatten diesen Tisch am Abend zuvor schon bewundert) Wir lehnen dankend ab, da wir sowieso nichts essen können. Okay, wir kosten ein bisschen von dem Kartoffelpüree Die Nacht wird etwas entspannter und wir finden 2-3 Stunden Schlaf. Nach einem kargen Frühstück für uns (es gab aber alles was das Herz begehrt) nehmen wir Abschied von diesem wunderschönen Camp.
Wir waren echt froh uns in diesem schönen Camp bzw. klimatisierten Bungalow etwas erholen zu können, nur der außen liegende Sanitärbereich war bei Krankheit und der herrschenden Hitze eine Qual. Ein gewaschener Hillux steht zur Weiterfahrt bereit.
Camp Kipwe ist ein kleines, intimes und sehr chices Camp für nur 20 Gäste und eine absolute Empfehlung!
Teil 711. Dez. 2013
Hallo Annick, nach dem Brand im Restaurantbereich im Frühjahr 2012 wurden auch die Bungalows neu renoviert, ein großes rundes Fenster in der Decke für mehr Licht und mit Klimaanlage ausgestattet.
Der Kühlschrank fehlt zwar, aber man kann die Flaschen gut zum kühlen darauf abstellen.
Wir hatten im Vorfeld Mowani buchen wollen, aber da gibt’s es weder Kaffee-/Teezubereiter noch Klimaanlage im Zelt/Bungalow. Und ein weitere Vorteil gegenüber Mowani sind die nur 10, statt 15, Bungalows. Die Landschaft / Aussicht auf die Granitfelsen ist ja fast die Gleiche. Für uns die eindeutig bessere Wahl zumal ein bisschen günstiger und alle Mitarbeiter sehr freundlich und zuvorkommend waren 🙂 Naja WC hätte ich schon gerne, bei Magenproblemen, innen gehabt...
Teil 813. Dez. 2013
11.11.2013 Camp Kipwe – Farm Wüstenquell, 2 Ü HP Montainchalet (340 km = 5,5 Std.Fahrtzeit)
Unser gewaschener Hillux nimmt heute folgende Tour unter die Räder: D 2612 – D 2319 Sorrris Sorris – (D 2359 Stopp Brandberg) – Uis – D 1930 – D 3716 (Stopp Spitzkuppe) – D 1918 - B 2 (Usakos)–D 1914. Wiederum erwarten uns eine schöne Landschaften. Bei Sorris verfahren wir uns kurzzeitig und fahren ca. 30 km auf einer einspurigen Farmpiste. Der Brandberg weist uns aber in der flimmernden Hitze den richtigen Weg.
Brandbergmassiv
In Uis tanken wir und machen eine Pause vorm Supermarkt, da das Cafe leider geschlossen hat. Kaufen etwas Obst und Süßigkeiten. Leider haben wir einen stark alkoholisierten, zahnlosen Mann im Schlepptau. Erst nach einem energischen und lautstarken Anpfiff lässt er uns in Ruhe. Weiter geht’s zur Spitzkuppe. Eigentlich wollten wir ein bisschen wandern, aber es ist erstens schon 11 Uhr, die Hitze zu groß und mir wird heute immerzu schwindlig. Okay, machen wir wenigstens 1 Foto. Der Felsen ist tatsächlich aus Pappmaschee.
Später verteile ich, wie auf jeder Etappe, noch Obst und Süßigkeiten an Kinder am Straßenrand. Usakos hatte eine große Baustelle und ich suche vergeblich nach einer Apotheke. Das Bahnhof-Hotel sucht nach einem neuen Besitzer und geschlossen.
Nach 5-6 Farmtoren erreichen wir gegen 15 Uhr Wüstenquell. Wir werden herzlichst von Günter einen ambitioniertem Tier-/Landschaftsfilmer (für ARD und 3. Programme), welcher Olli oft auf der Farm unterstützt, empfangen. Olli sei irgendwo auf dem Farmgelände unterwegs. Wir bekommen unser obligatorisches Getränk, eine kleine Führung durchs Farmgelände mit Pool und unterhalten uns angeregt mit Günter. Sehr interessante Persönlichkeit. Wir erhalten unsere Schlüssel zum Red Rock und unsere Freunde für Klipdrift. Schon die Anfahrt ist klasse.
Aber als wir die Tür aufschließen und eintreten können wir unser Glück kaum fassen. Wow wie schön das hier ist und diese traumhafte Aussicht. Man spürt regelrecht das Herz und mit wie viel Liebe alles eingerichtet ist. Was mich etwas stört ist die wiederum außenliegende Toilette / Dusche /WC. Alles tip top sauber und gepflegt.
Wir genießen die Terrasse und trinken ein Schlückchen Wein. Die Männer gehen ein bisschen wandern – ich bleibe im Chalet und lege die Füße hoch.
Red Rock
in der Schlucht neben Red Rock
Red Rock von der Schlucht aus
Klipdrift
Nach einem fantastischen Sonnenuntergang fahren wir die 5 km zum Farmhaus.
Pool im Abendlich
Da wir nun keine Tabletten/Tropfen/Elektrolyte mehr haben, hoffe ich auf Gin Tonic. Das Essen, welches Olli für uns kochte, war mit das Beste unserer gesamten Reise. Mein Mann und ich versuchen das 1. Mal wieder etwas „richtiges“ zu essen. Später sitzt auch Olli mit uns am Tisch. Er ist sehr sympathisch und wir plaudern viel. Sei Frau mit Kindern wohnt in der Woche in Swakopmund, da die Kinder dort zur Schule gehen und ein Internat nicht in Frage kommt. Es kommen auch noch 2 Stachelschweine und ein Kappfuchs zu Besuch. Leider lag der Fotoapparat im Chalet. Nach einem Wodka pur (das muss helfen) fahren wir zurück in unser schönes Chalet. Wir sitzen noch lange auf unserer Terrasse und schlafen später sehr gut.
Am Morgen geht es meinem Mann wieder bestens. Nur bei mir halten die Darmprobleme an – wenigstens werden auch die Magenkrämpfe weniger. Gegen 8 Uhr wird uns ein leckeres Frühstück ins Chalet gebracht und stilvoll aufgebaut. Boah – klasse. Den Piccolo Sekt darf mein Mann alleine trinken.
Gegen 9 Uhr starten wir mit Günter und dem Farmhund zum Scince Drive. Was für ein schönes Fleckchen Erde hier ist. Wir sehen viele verschiedene Felsformationen und wunderschöne Felszeichnungen. Eine tolle Entschädigung für Twyfelfontein. Diese Farmrundfahrt ist unbedingte Empfehlung.
an einer Quelle
Adlerkopf
Den Nachmittag verbringen wir mit einem Spaziergang, lesen, dösen oder genießen unsere tolle Aussicht.
Zum Dinner erwartet uns ein mit Lagerfeuer und Fackeln beleuchteter Außenbereich. Das Menü ist wiederum sehr köstlich und auch ich esse nun etwas mehr. Da der Gin Tonic mir gestern gut bekommen ist, trinken wir noch 2 und wünschen Olli und Günter ein gute Nacht.
Farmhaus
Nach erholsamem Schlaf, packen wir unsere Sachen und fahren zum Frühstück zum Farmhaus. Alles da was man sich wünscht. Ich erzähle Olli noch, dass ich mich in seinem Erdmännchen Bettwäsche verliebt habe. Er ruft in Windhoek beim Großhandel an, gibt mir die Adresse, ich kann sie an unserem letzten Urlaubstag abholen. Klasse Service.
Schweren Herzens verabschieden wir uns von Olli (Günter ist schon zeitig weg – er fliegt zurück nach Deutschland). Olli, wir kommen auf alle Fälle wieder.
Wüstenquell ist mir eine 99%ige Empfehlung Wert (100% bei innenliegendem Sanitärbereich).
Heute steht eine kurze Fahrtstrecke vor uns. Wir nehmen den südlichen Farmausgang und erreichen bald den Welwitscha drive. Diese hässlichen Pflanzen faszinieren mich immer wieder. Toiletten gibt’s auch.
Auch machen wir den obligatorischen Abstecher zur Mondlandschaft. Das getrübte Sonnenlicht lässt alles noch surrealer wirken.
Über die geteerte Sand verwehte C28 und durch eine dicke Nebelsuppe erreichen wir das kühle Swakopmund. Unser erster Weg: Apotheke. Schnell hat die PTA das richtige Medikament für mich. Sie ist sich vollkommen sicher, dass ab morgen keine Darmprobleme mehr auftreten – und sie soll Recht behalten. Wir finden auch ruck zuck unser Unterkunft, das Alternative Space. Es liegt in einer ruhigen, sauberen Straße am Ortseingang. Sibylle empfing uns herzlich und zeigte uns die Anlage. Unser Auto parkt im sicheren (hinter Mauern mit Stacheldraht) Hof. Alles ist sehr sauber und unsere Zimmer sind schön eingerichtet mit einer Badewanne im Zimmer 🤩 Dusche/WC separat (und nicht außen). Ich hatte mit Sybille per E-Mail vorher den Wäscheservice abgeklärt. Wir geben sicher 15 kg Wasche ab – unsere Freunde ca. 10 kg.
schönes, großes Zimmer
Loungebereich mit vielen Aktaufnahmen von Sybille
Gegen 11.30 Uhr fahren wir ins Zentrum und langsam findet auch die Sonne durch den Nebel. Wir kaufen bei Peters Antiquitäten einen schönen Kalender und noch ca. 20 Makalani Nüsse als Gastgeschenke für unsere Silberhochzeitsparty zu Hause. 19 $N/Stck. (Alle unsere Gäste waren von dem hübschen Mitbringsel begeistert!). Wir schlendern an der Jetty vorbei – herrlich frisch hier und wir atmen tief durch. Dann noch einen kleinen lunch im Brauhaus. Hat sehr gut geschmeckt.
oft fotografiertes Motiv
13.30 Uhr sind wir zurück im Alternativ und 10 Minuten später werden wir schon von Chris zur Wüstentour abgeholt. Wir sind insgesamt 10 Leute (ab 4 Personen werden die Touren auch nachmittags durchgeführt). Was soll ich viel schreiben, es gibt viele Berichte/Fotos im Forum darüber. Es war auch zum 2. Mal sehr interessant und dank Chris’ Entertainment sehr kurzweilig. Er findet diese kleinen Tiere mit sicherem Auge sehr schnell. Auch die Dünenfahrten machte wieder sehr viel Spaß. Einzig der starke Wind am Nachmittag und der damit verbundene Sandflug ist etwas störend…und Kameraschädigend.
Chris
Kurz vor 18 Uhr bringt uns Chris zurück zum Alternativ Space. Ich stelle fest, dass der Zoom meiner PowerShot nicht mehr geht – shit. Mein Mann versucht es paar Mal mit dem Fön –nichts geht mehr. Wir haben aber keine Zeit uns näher damit zu beschäftigen, wir müssen uns frisch machen und umziehen, wir haben ein date mit Gerd1942 ausm Forum.
Pünktlich 18.30 Uhr klingelt Gerd. Wir freuen uns persönlich kennenzulernen. Er und seine Frau lotsen uns zum Restaurant Wreck (Hotel Beach Lodge). Gerd hat einen schönen Fenstertisch bestellt und wir genießen den Sonnenuntergang mit Blick auf das Meer. Wir essen sehr gut und reden vieles über dieses und jenes mit den Beiden. Die Wüstentour hat uns aber sehr geschafft, so dass wir den geplanten Absacker im Zentrum ausfallen lassen. Es war ein geselliger Abend mit Gerlinde und Gerd. Vielen Dank Euch und wir wünschen Euch auf diesem Wege nochmals alles Gute!
Zurück im Alternative Space liegt unsere Wäsche sauber und gebügelt bereit – 150 $N für 15 kg – ein Schnäppchen. Müde fallen wir gegen 23 Uhr ins Bett – nicht ohne noch Mal an der Kamera rum zu fummeln – nix. Morgens erwartet uns ein Frühstück mit einer echt deutschen Auswahl – wow. Viele verschiedene Wurstsorten, Käse, Marmeladen, Kuchen, Müsli etc. Es steht alles auf den riesigen Esstisch, Eier kann man sich selbst braten/kochen. Wir unterhalten uns noch ein bisschen mit Sybille und ihrem Mann – sehr nette Gastgeber.
Ein optimales Preis-/Leistungsverhältnis, saubere Zimmer und die freundlichen Gastgeber machen das Alternative Space (obwohl nicht im Zentrum) zu einer sehr empfehlenswerten Unterkunft.
Teil 1028. Feb. 2014
14.11.2013 Swakopmund – Barchan Dune Retreat 1Ü HP (KunanguKuangu–260 km = 3,45 Std
Hallo,
nun bitte ich einzusteigen, nach längerer Pause geht unsere Fahrt durch Namibia weiter. Ich hoffe, Ihr habt noch Lust weiter mit uns zu reisen und wünsche Euch viel Spaß.
Nach dem Auschecken fahren wir nochmal ins Zentrum. Haben von Gerd1942 den Tipp für einen guten Fotoladen erhalten. Der junge, sympathische Verkäufer fragte grinsend, ob wir gestern auch bei einer Wüstentour dabei waren. Reparatur so kurzfristig nicht möglich, ok kaufen wir eben eine neue, günstige PowerShot (Casio).
Wir fahren nach Walvis Bay zur Strandpromenade. Es ist herrlich hier und nicht so überlaufen wie in Swakopmund. Und soooo viele Flamingos –einfach wow. Das hätten wir nicht erwartet. Wir parken direkt an der schönen mit Palmen gesäumten Promenade und bummeln diese entlang. Wir können uns an den vielen Flamingos nicht satt sehen. Nach ca. 2 Std. müssen wir aber endlich los. Beim nächsten Mal übernachten wir in Walvis Bay, zumal es an der Promenade wunderschöne Gästehäuser gibt. Wir sind etwas spät dran und es bleibt leider keine Zeit für die Saline und Salzgewinnungsbecken (ist für nächste Mal gespeichert).
Wir fahren die schönen Kuiseb und Guab Pässe (C14),
Halten kurz am Wendekreis des Steinbocks und machen einen Stopp im Rostock Ritz. Wir werden herzlich begrüßt und nach unseren Wünschen gefragt. Die Lodge ist sehr schön gelegen mit weiter Aussicht. Auf der Terrasse ist es viel zu heiß, so genießen wir unseren Stopp mit Sandwich und Getränke im Restaurant. Danach lasse ich mir noch einen Bungalow zeigen…hm, ist nicht meins.
(im Hintergrund die Iglu Bungalows)
Von den Erdmännchen ist bei dieser Hitze auch nichts zu sehen. Wir verabschieden uns von den wirklich netten Angestellten und fahren nun die D 1275 - Richtung Spreetshoogte Pass.
Gegen 16 Uhr erreichen wir Barchan Dune. Eine gepflegte Oase in der Wüste erwartet uns mit liebevollen Empfang, kalten Getränken und Kaffee / Kuchen. Wir sehen auch gleich die beiden Erdmännchen – och wie süß. So sitzen und quatschen wir mit den Gastgebern Hannetjie und Willem…und sagen unseren sundowner drive mit Willem ab. Ist auch mal schön einfach nur zu plaudern und den Erdmännchen bei der Arbeit zuzuschauen.
Unsere Freunde wohnen in einem Bungalow in der Nähe des Haupthauses. Sehr schön, sauber und großzügig mit Terrasse. Ich ärgere mich ein klitzekleines bisschen, nicht auch so einen Bungalow für uns gebucht zu haben, denn hier sind die Dusche/WC innen.
Haupthaus
Zimmer der Freunde
Hannetjie zeigt uns dann unser Idyll…das Kuangukuangu (ca. 3 Min. mit dem Auto entfernt). Es liegt versteckt im Nirgendwo und ist unglaublich der Landschaft angepasst. Es ist wunderschön, ein Ort zum Innehalten. Eine schöne Terrasse mit Tisch und Stühlen / Liegesessel verspricht lange sternenklare Abende/Nächte im Freien. Das Zimmer mit bodentiefen Fenster bietet vom Bett aus spektakuläre Ausblicke. Alles pickobello sauber. Im Nebenraum sind Kühlschrank und Küchenutensilien für die Selbstversorger, ein Herd ist vorhanden und der obligatorische Grill ist natürlich auch da. Nur die sanitären Einrichtungen sind wieder Mal im Freien…
Mein Mann öffnet die Flasche Champagner, welche gekühlt auf dem Tisch im Zimmer auf uns wartet. Wir genießen die Einsamkeit, Stille und den fantastischen Ausblick. Mit der untergehenden Sonne trinken wir noch ein Schlückchen und machen uns dann auf dem Weg zum Haupthaus. Es erwartet uns noch ein sundowner Getränk mit 4 weiteren Gästen und unseren Freunden. Mit unseren Gastgebern und den Gästen wird es ein wunderschöner Abend bei sehr schmackhaften Essen. Wir unterhalten uns angeregt und lachen viel. Willem ist sehr bedacht, dass alle Gäste immer ein volles Glas haben… 🤪 Wir fühlen uns hier Pudelwohl und die Erdmännchen auch.
Gegen Mitternacht erreichen wir unser Idyll und leeren noch die halb volle Flasche Champagner. Der fast Vollmond beleuchtet unser Szenario.
Wir haben wunderbar geschlafen und genießen die ersten Sonnenstrahlen vom Bett aus. Wir lassen uns viel Zeit mit duschen, in der Sonne trocknen lassen, packen (leider Adapter in der Steckdose vergessen) und verlassen gegen 9 Uhr unser Juwel. Hach, es war sooo schön und wir möchten eigentlich gar nicht weg. Im Haupthaus erwartet uns ein liebevoll gedeckter Frühstückstisch mit allem was der Magen für einen spannenden Tag braucht. Wir beobachten dann noch 1/2 Stunde die Erdmännchen. Ich liebe diese Tiere und will nicht weg.
Die Beiden schenken uns auch einen Abschiedsblick *seufz*
Wir verabschieden uns innig von Hannetjie und Willem mit dem Versprechen uns wieder zu sehen. Obwohl wir nur 1 Nacht Gäste waren viel uns der Abschied schwer. Die Beiden sind ganz besonders liebe Mitmenschen.
Fazit: Herzliche liebevolle Gastgeber, Ruhe, sehr schöne, saubere Zimmer und leckeres Essen (und ausgezeichnete Getränke) zeichnen diese Unterkunft aus. Wir kommen sehr gerne wieder.
Teil 1128. Feb. 2014
15.11.2013 Barchan Dune – Zebra River Lodge, 2 Ü HP,(150 km = 2,5 Std.)
Nur einen Katzensprung (30 km) und wir sind in Solitaire. Alles sieht so aus wie vor 16 Jahren bei unseren ersten Besuch…die Tankstelle, die alten Autowracks, der General Store, nein nicht alles…eine große Lapa ist seit unserem letzten Besuch vor 3,5 Jahren an die Bäckerei gebaut.
Wir gehen zur Rezeption der Solitaire Country Lodge, denn wir sind zur cheetah Tour angemeldet. Eine nette Studentin fährt mit uns auf ein riesiges abgezäuntes Gelände unweit Solitaire. Hier leben 6 Geparden, welche sie nun mit dem Peilsender sucht. Sie achtet sehr darauf nur am Zaun entlang zu fahren, um die Tiere nicht allzu sehr zu stören. Die Geparde müssen hier ihr Futter selbst jagen. Dazu werden Spingböcke u.a. im Gelände ausgesetzt.
Nicht lange und wir sehen 2 wunderschöne Geparden. Eine ½ Stunde bestaunen wir die schönen Tiere.
Klar, wir haben Geparden nicht in freier Natur erlebt, aber wer keine Geparde im Etosha oder in Namibia sieht, ist dies eine empfehlenswerte Alternative und viel interessanter als die Touren vor 3,5 Jahren in der Amani und Bagatelle Lodge.
Zurück in Solitaire steht natürlich Tanken, Einkaufen und Apfelkuchenessen auf dem Programm. Durch die große Lapa hat die Bäckerei an Charme verloren und als einzige Gäste sitzen wir verloren darin…früher wars gemütlicher hier.
Warten auf Regen
Wir fahren weiter die C14, welche während unserer gesamten Tour in einem guten Zustand war, bis Büllsport. Hier hatten wir vor 16 Jahren 2 Nächte verbracht. Tankstelle gibt es keine mehr. Beim Weg ins Haupthaus erkannte ich sofort die Stimme von Frau Sauber, welche lautstark in den Telefonhörer krakelte. Dieser herrschsüchtige Ton ließ mich umkehren, sie bemerkte mich, verabschiedete sich nun höflich vom Telefonpartner und fragte, ob ich was suche. Ich: guten Tag, können wir hier etwas Rast machen und Trinken? Sie: Nein. Weiter sagte sie nichts. Ich wünschte einen schönen Tag (sie nicht), stieg ins Auto und wir verließen diesen unwillkommenen Platz. Es war alles noch so wie vor 16 Jahren. Uns hatte schon damals dieser Umgangston auf Büllsport nicht gepasst, diese Arroganz vor allem ihren Angestellten gegenüber.
Wir fuhren dann die staubtrockene D 854. Kurz nach der Kreuzung D 850 machen wir Halt am Tsauchab River Camp. Skurrile Kunstwerke säumen die Einfahrt.
im Ehebett
Nach diesem Kulturevent führt uns die karge D 850 stetig bergauf und später durch das begrünte Flußbett zur Zebra River Lodge. Schon der Anblick bei der Anfahrt gefällt uns sehr. Wir werden von Louis (seine Frau ist zum Einkaufen und ist erst morgen zurück) und seinem Ara herzlich empfangen. Wir bekommen kalte Getränke nach Wunsch und werden nach unseren Wünschen fürs Abendessen gefragt. Wir freuen uns wiederum so nette Gastgeber zu haben.
Unser Zimmer für die nächsten beiden Nächte ist sehr schön und blitzblank. Diesmal sind auch Dusche und separate Toilette innen.
unsere große sonnige/schattige Terrasse
gepflegte Poolanlage
Wir vertrödeln den Nachmittag bei Gespächen mit Louis und dem Ara (wir brachten ihm in 2 Tagen bei moin zu sagen), baden im Pool, dösen, lesen usw.
Später kommen noch 3 Deutsche (Mitte 60) dazu. Sie schwärmen uns nur von Südafrika vor, wohin sie sonst immer reisen und das es dort viel schöner und grüner sei und die Straßen besser (den Dreien schmerze der Rücken). Eben alles besser – ich bin schon etwas genervt vom Zuhören. Sie hätten sich das alles anders vorgestellt, vor allem die Entfernungen. Sie sind gegen 17 Uhr angekommen und müssen morgen früh auch schon 7 Uhr los, um abends in der nächsten Lodge zu sein. Wir erzählen kurz, dass wir auch schon in SA waren, Kapstadt und die Garten-/Weinroute und es sehr schön ist, aber Namibia mit seiner unendlichen Weite unser Herz hat. Sie sind baff und verziehen sich in Ihre Zimmer.
Später sitzen wir zum sundowner mit unseren Freunden auf der Terrasse und prosten dem Vollmond zu.
Gegen 19.30 Uhr erwartet uns auf der mit Kerzen uns Fackeln beleuchteten Gästeterrasse ein schmackhaftes 3 Gänge Menü. 1 Flasche Wein von der Nachbarfarm Neuras rundet das Essen gut ab. Später gesellt sich Louis zu uns, es wird über Gott und die Welt geredet. Er ist ein sehr angenehmer Gesprächspartner.
Kurz vor Mitternacht kuscheln wir uns in das bequeme Bett. Es war wieder ein sehr schöner Tag in Namibia.
Teil 1203. März 2014
16.11.2013, Zebra River Lodge – Ausflug Sossuvlei
5.00 Uhr holt uns der Wecker aus unseren Träumen. Schnell duschen, einen Kaffee und etwas Gebäck und schon startet unser Guide Willi das Auto. Heute geht’s zum Sossosvlei. Als ich unsere Reise plante gab es das Angebot „2 Nächte übernachten = gratis 8 Std.Tour Sossusvlei“ – so können wir uns diesmal kutschieren lassen. Es war uns nicht wichtig zeitig morgens an einer Düne zu sein – wir waren schon zu allen möglichen Zeiten im Vlei. Wir fahren einem herrlichen Sonnenaufgang entgegen. Von der D 850 bieten sich tolle Ausblicke, welche wir gestern bei der Anfahrt so gar nicht wahrgenommen haben. Willi fährt durch Farm-/und Lodgegelände (angeblich darf er das), so dass die Anfahrt bis zum Eingang ca. 45 Min dauerte. 6.30 Uhr fahren wir rein.
Willi hielt nach Wunsch immer wieder an. Es ist immer wieder faszinierend mitten dieser riesigen Dünen zu sein.
Natürlich stoppen wir auch an Düne 45. Es ist erstaunlich ruhig hier und noch etwas frisch. So machen wir uns gleich an den Aufstieg.
Ausblick Düne 45
Ausblick Düne 45
Ausblick
Als wir zurück sind hat Willi schon Kaffee gekocht und den Tisch gedeckt: es gibt Sandwich, Obst, Eier, Orangensaft etc. Nach der Stärkung geht’s zum Shuttle Parkplatz. Auch hier stehen nur einige Touristenautos. Die Fahrt mit dem Shuttle macht viel Spaß, weil der Fahrer es einige Male richtig driften lässt. Am Haltepunkt Dead Vlei steigen wir aus und wandern mit Willi zu diesem. Zwischendurch erklärt er uns einiges über Fauna und Flora. Noch eine Düne hoch und das Dead Vlei liegt vor uns. Wir sind ganz alleine hier. Klasse. Wir genießen den Anblick, die fast unheimliche Stille, es ist so unwirklich. Wir sind in diesem Moment so glücklich diese Szene nach 25 Jahren Ehe gemeinsam erleben zu dürfen…
Wir laufen ein bisschen rum und treffen uns 1 Std. später mit Willi am Haltpunkt Dead Vlei.. Weiter geht’s mit dem Shuttle zum Sossus Vlei.
Hier gibt es ein bisschen grün. Da die Sonne nun richtig brennt, bummeln wir nur ein bisschen umher und setzen uns unter einen Baum. Willi sorgt mit Getränken und Knabbereien für uns. Gegen 11 Uhr fahren wir mit dem Shuttle zurück zum Parkplatz.
Unser Guide hält an der neuen Tankstelle und kauft für uns Eis. Danach geht zum Sesriem. Der Abstieg ist nicht schwer und unten ist es kühl. Aber der Aufstieg ist dann doch beschwerlich, zumal es nun sehr heiß ist.
Wir halten dann noch an der Sossosvlei Lodge und gönnen uns ein kaltes Bier. Gegen 14 Uhr fahren wir wieder querfeldein zurück zur Zebra River Lodge.
Es war ein sehr schöner Ausflug und wegen der Hitze sind wir sehr geschafft. Wir ruhen uns in unserem schönen Zimmer aus. Etwas später schauen wir uns auf dem Lodgegelände um. Alles ist sehr gepflegt mit dem vielen Grün- Blühpflanzen und kleinen Teichen auch optisch eine Augenweide vor dem kargen Bergen. Wir trinken ein Glas Wein auf der Terrasse und werden herzlich von Geraldine begrüßt. Sie fragt auch gleich, ob wir zufrieden hier sind, ob der Ausflug Spaß gemacht hat usw. Alle sind sehr auf unser Wohl bedacht. Wir fühlen uns hier rundum zufrieden.
Ein wiederum leckeres 3 Gänge Menü läutet den Abend ein. Wir sitzen nicht mehr so lange draußen, der Ausflug hat uns doch sehe müde gemacht. Ein wunderschöner Tag in Namibia geht zu Ende.
Wir haben bestens geschlafen. Juhu und Hochzeitstag! Voller Freude beglückwünschen wir uns zu 25 gemeinsamen Ehejahren und wünschen uns noch viele glückliche Jahre dazu. Wir packen unsere Sachen und gehen 7.30 Uhr frühstücken. Alles was das Herz begehrt steht auf dem Buffet. Wir wünschen uns noch Rühr- und 1 gekochtes Ei. Sehr hübsch angerichtet werden uns diese kurze Zeit später serviert.
Nach einem kleinen Glas Sekt heißt es Abschiednehmen von Louis und Geraldin. Ein paar Tage später werden wir die Beiden unerwartet wieder treffen…
Fazit: Wir würden immer wieder gerne in der Zebra River Lodge übernachten. Die Zimmer sind tip top. Die Lage und Umgebung ist wunderschön. Alle Angestellten sind sehr zuvorkommend und halten sich diskret im Hintergrund. Louis und Geraldine sind sehr auf das Wohl der Gäste bedacht und lesen jeden Wunsch von den Augen ab. Eine absolute Empfehlung.
Teil 1310. März 2014
Sonntag, 17.11.2013 – Hochzeitstag Zebra River Lodge – Wolwedans Dune Camp, 1 Ü AI (125 km = 2,20 Std.)
Wir fahren die D 850 und genießen nochmals den Ausblick von hier oben.
Biegen kurze Zeit später in D 854 ab und erreichen in 30 Minuten die Farm Hauchabfontein. Irmi Förster kommt strahlend auf uns zu und begrüßt uns wie Freunde. Sie steuert ihren Jeep zum Köcherbaumwald (ca. 5 Min. Fahrtzeit). Sie erzählt viel Interessantes über das Leben in Namibia, auch die Flora kommt nicht zu kurz.
Wir schauen uns auf dem riesigen Gelände ein bisschen um, währenddessen Irmi aus dem Auto einen Tisch (mit Tischdecke) aufbaut und den Sektkorken knallen lässt. Sie gratuliert uns herzlich zum silbernen Ehejubiläum. Wir sind sprachlos – woher wusste Sie das? Sie kennt Geraldine und Loius von der Zebra River Lodge, sicher haben die etwas gesagt. Irmi hat uns jedenfalls nichts verraten. 9.30 Uhr und Sekt – uff, das kann ja heute noch was werden. Wir freuen uns sehr über diese Überraschung und stoßen gemeinsam an.
Nachdem die Flasche geleert ist geht’s zurück nach Hauchabfontein. Wir unterhalten uns noch etwas mit Irmi. Sie lädt uns ein das nächste Mal mehr Zeit mitzubringen, um auch in den Quellen baden zu können. Wir verabschieden uns herzlich von Irmi. Eine sehr nette und bodenständige Frau. Wenn euer pad zur D 854 führt, empfehle ich gerne diesen Stopp.
Im Auto schlafe ich 5 Minuten später ein… (ich kopiere jetzt mal den Text von meinem Prolog ein, da ist eigentlich alles beschrieben, füge aber noch paar Bilder und Ergänzungen hinzu)
Kurz vor Wolwedans war ich wieder hellwach. Wolwedans, fast so groß wie das Saarland, begrüßt uns. Boah, wie viele Oryxe hier überall sind, einer schöner als der Andere und diese Landschaft, es war Magie.
Am Hauptcamp mit Landebahn wurden wir freundlichst mit Tüchern und Getränken begrüßt. Unser Gepäck wurde umgeladen und wir zum Dune Camp gebracht. Nach ca. 10 Min. Fahrt durch herrlichste Landschaft der unermesslichen Namib waren wir da - wow wow wow. Ganz herzlich wurden wir von der Camp Managerin begrüßt (natürlich mit obligatorischen kalten Tüchern und Getränken – klar wieder Champagner und mit Erdbeere). Es verfügt über eine Lounge, Restaurant und eine offenen Küche, wo man den Köchen bei der Zubereitung der Mahlzeiten zuschauen kann. Uns wurde ein leckerer, leichter Lunch serviert und zwischenzeitlich unser Gepäck in die Zelte gebracht. Es erfolgte eine kurze Besprechung, wie wir den weiteren Tag gestalten wollen. Wir konnten gegen 14.30 Uhr zu einer 5 Std. Tour durchs Reservat starten. Aber wir wollten erst Mal die Ruhe und Exklusivität des Camps genießen und starteten deshalb gegen 15.30 Uhr.
Ich bin skeptisch, den Tag mit so viel Alkohol genießen zu können…
Das letzte Zelt Nr. 6 – honeymoon tend erwartet uns. Das offene Bad liegt durch eine Wand getrennt direkt hinter dem Doppelbett und verfügt über Dusche, WC und Doppelwaschbecken. Von allen Seiten hat man einen unvergleichlichen Blick auf die Dünenlandschaft. Die Zelte liegen etwas weiter voneinander entfernt als in der Dunes Lodge (welches wir am Nachmittag kurz besuchten), was etwas mehr Privatsphäre zulässt. Allerdings sind dadurch auch die Wege zur Lounge/Restaurant länger.
Später wurden wir von unserem Guide durch die herrliche Landschaft gefahren, man wie schön das ist. Wir haben schon sehr viele schöne Orte auf der Welt gesehen, aber dies hier ist so unbeschreiblich schön, dass einem der Atem stockt. Wir sahen viele Oryxe, einige Zebras und Strauße. Immer wieder stoppte unser Guide an und erzählte informatives über die Natur. Wir hielten zum Sundowner auf einer hohen Düne mit Blick ins Tal zu den vielen Feenkreisen und genossen leckeren finger food und Gin Tonic.
unser netter (und gut aussehender) Guide
Weg zum Sundowner Platz
und wieder…Prost
Nach 4 Stunden gegen 19.30 Uhr waren wir zurück im Camp, wo uns die Managerin freundlich erwartete und sagte, wir haben alle Zeit der Welt zum frisch machen, wir können essen wann wir wollen – die Küche sei bis 23 Uhr für uns bereit.
Zurück im Zelt stand 1 Fl. Champagner und wir gönnten uns ein Glas vorm Duschen. Danach chic machen für unseren 25. Hochzeitstagabend (hier hat mir der Fönanschluss ein bissl gefehlt…ob Angelina Joli einen Extra Generator hatte?).
Gegen 20.30 Uhr waren wir wieder im Restaurant und mittlerweile waren auch weitere Gäste (8 - somit ausgebucht) beim Dinner. An der Feuerstelle genossen wir noch einen Gin Tonic. Dann begleitete uns die Managerin zu unserem Tisch in ca. 25 m Entfernung von den anderen Gästen, mitten in den Dünen…mit Fackeln und vielen Kerzen umgeben. Ganz chic eingedeckt für 5 Gänge. Erst Mal wurde wieder eine Flasche Champagner geöffnet…das Essen war ein Wucht und vor jedem Gang erklärt mit dazugehöriger Weinempfehlung. Wir blieben aber bei Champagner und haben nur 1 Glas Weißwein probiert (extrem süffig – aber es war uns dann zu viel durcheinander getrinke). Vorm Dessert kam die gesamte Crew uns sang für uns ein afrikanisches Hochzeitslied. Wir beide bekamen Gänsehaut und Pipi in die Augen. Es war außerdem Vollmond…es war alles so wunderschön…meine Güte fast unecht erschien uns das.
Gegen 23 Uhr verließen wir diesen schönen Platz…
…und es stand schon wieder eine neue Flasche Champagner im Zelt (obwohl wir aus der anderen Flasche nur jeder 2 Schlückchen getrunken hatten). Okay, noch ein Glas aus der geöffneten Flasche auf unserer Terrasse. Es ist nichts hören, diese Stille ist vollkommen. Dann fielen wir, fast im wahrsten Sinne des Wortes, in unser mit Rosen dekoriertes Kuschelbett. Wir wurden heute verwöhnt von großartigen Erlebnissen und von fantastischen Bildern der Namib. Unser 25. Hochzeitstag wird uns ewig in wunderschöner Erinnerung bleiben.
Die Sonne kitzelte uns morgens wach, wow - mit was für einer Aussicht man hier geweckt wird. Kaffee/Tee/Gebäck haben die guten Geister, während wir schliefen, auf unserer Terrasse bereitgestellt. Ein Oryx kam sehr nah zu unserem Zelt. Wir genossen die Zeit und liefen noch ca. 1 Stunde ums Camp, packten unsere Sachen (und die 1 verschlossene Flasche Champagner) und gingen 8.00 Uhr zum Frühstück. Alles was das Herz begehrt wird angeboten und frisch zubereitet (es gibt kein Büffet), so ließen wir uns sehr viel Zeit beim Frühstück. Auch wurden wir nach einem Glas Champagner gefragt – das lehnten wir aber diesmal ab. Die anderen Gäste waren schon auf Tour oder abgereist. Gegen 9 Uhr wurden unsere Sachen aus dem Zelt geholt und wir verließen diesen magischen Ort – wir kommen auf jeden Fall wieder, auch ohne Hochzeitstag, aber mit mehr Zeit.
Tschüß Hübscher
Fazit: Sparen und wiederkommen! Der hohe Preis ist Anfangs abschreckend, aber der Zauber und Service sowie die Professionalität der Angestellten von Wolwedans ist ihr Geld wert – auch nur für 1 Tag/Nacht. Das nächste Mal 2 Nächte, um auch die Exklusivität des Camps besser nutzen zu können
Teil 1411. März 2014
18.11.2013 Wolwedans – Aus „Eagles View“ Chalet, 2 Ü HP (300 km = 5 Std.)
Wehmütig verließen wir Wolwedans
Richtung Betta und bogen dann in der D 826 ab. Unser 1. Ziel das Duwisib Castle. Unsere Freunde glaubten uns erst beim Anblick der Ritterburg vom skurrilen Nachlass eines Deutschen.
Irgendwie passt die Trutzburg überhaupt nicht nach Namibia, sie erscheint uns auch beim 3. Besuch unwirklich. Wir schlossen uns einer informativen Führung (im Eintrittspreis enthalten) an. Hansheinrich von Wolf, Artillerieoffizier aus altem Adelsgeschlecht, in Dresden geboren, ging als Hauptmann der "Schutztruppe" nach Deutsch-Südwestafrika. Während eines Heimaturlaubs lernte er die reiche Amerikanerin Jayta Humphreys kennen. Sie heirateten und gingen nach Deutsch-Südwest. Sie kauften die Farm Duwisib, bauten mit dem Berliner Architekt Wilhelm Sander die Burg und begannen eine Pferdezucht (die Pferde wurden von der Schutztruppe gebraucht). Alles Baumaterial musste vom Hafen Lüderitzbucht mit 24-spännigen Ochsenwagen ca. 300 Kilometer weit nach Duwisib transportiert werden. 1909, zwei Jahre nach Baubeginn wurde große Einweihung gefeiert. Die von Wolfs lebten nur kurz im Duwisib, Im ersten Weltkrieg starb Hansheinrich und seine Ehefrau kehrte niemals mehr nach Duwisib zurück.
sehr aromatische Zitronen - schmeckten sehr gut zum Gin
Später holten wir uns am Kiosk noch was zu trinken und verließen nach ca. 1 Stunde Duwisib.
Fuhren zurück nach Betta, um zu tanken. Hier herrschte Gewusel, ein Overländer machte Pause.
Unser Weg führte über die C27 bis Spes Bona. Hier bogen wir in die D707 ab. Es war Mittagszeit, die Hitze flimmerte. Gescheite Fotos konnten wir von den Eindrücken der Traumstraße D707 nicht machen. Auch wollten wir bei gefühlten 60° nicht mehr aus dem klimatisierten Auto aussteigen. So ließen wir auch den Stopp am Infozentrum der Farm Gunsbewys ausfallen
Irgendwann bogen wir in die total öde C13 Richtung Aus ab. Mit neuer Zufahrt erreichten wir 15.30 Uhr die Rezeption von Klein Aus Vista und wurden gleich von Piet begrüßt. Er freute sich bekannte Gesichter begrüßen zu dürfen. Er gab uns den Tipp heute am Buffet teilzunehmen und morgen selbst zu grillen, da am nächsten Tag eine große Reisegruppe im Hotel sei. Gesagt getan. Wir nahmen den Schlüssel vom „Eagles View“ unser Freunde vom „Desert Vista“ entgegen. Piet sagte noch, dass wir auch in Rock gehen könnten, das wäre sein Favorit. Wir wollten aber diesmal ins Eagles View. Viel wurde über das Eagles View im Forum geschrieben und die Erwartungshaltung war sehr groß. Ja, es ist wunderschön und das letzte der Chalets. Aber uns persönlich hat „the Rock“ vor 3,5 Jahren besser gefallen. Vielleicht war auch nur der wow-Effekt abgeflacht. The Rock war uriger, gemütlicher, der überdachte Sitzplatz auf der kleinen Terrasse sensationell…und wenn abends 2 Fahrzeuge in 50 m Entfernung evtl. vorbei fahren, ist das nun wirklich kein Autoverkehr/-lärm. Die Aussicht von allen Chalets ist gleich grandios. Wie beim letzten Mal war auch im Eagles View der Tisch gedeckt, der Weinbaum aufgefüllt und alles sehr sauber. Wir tranken ein Glas Weißwein aus dem Kühlschrank zur Begrüßung. Die Terrasse vom Eagles View konnten wir noch nicht genießen, da die Sonne noch darauf prallte. So ruhten wir aufm Bett, mit Blick auf die herrliche Landschaft, etwas aus.
Blick vom Bett aus
Blick zu unseren Freunden im Desert Vista
Gegen 19 Uhr fuhren wir zum Abendessen. Ich weiß nicht mehr was es gab, aber es gab reichlich und es war schmackhaft. Später saßen wir dann noch lange auf der Terrasse und lauschten dem Nichts. Der Vollmond leistete uns auch heute Abend wieder Gesellschaft. Man hört hier sein eigenes Herz klopfen…die Stille habe ich lieben gelernt. Bei unserem 1. Namibiabesuch vor 16 Jahren war mir dies noch unheimlich.
Ein wunderschöner Tag geht zu Ende. Wir kuscheln uns in das bequeme Bett, der Vollmond beobachtet uns durchs Fenster. Sehr schön ist`s hier.
Teil 1515. März 2014
19.11.2013 Klein Aus Vista „Eagles und Desert View“ - Ausflug Lüderitz
Wir haben sehr gut geschlafen. In unserem Chalet ist es kühl…und unser Blick vom Bett ausm Fenster verspricht Spektakuläres. Na das sieht ja mal richtig toll aus…ich trete barfuß auf die Terrasse und erfriere fast…sau kalt ist es. Gestern noch die Hitze mit gefühlten 60° und nun…
Heute geht’s nach Kolmannskop und Lüderitz. So machen wir uns zügig fertig, trinken einen Kaffee, holen unsere Freunde und fahren zum Frühstück. Auf dem Büfett ist alles was wir brauchen. Piet erzählt uns, dass eine Kaltfront aus SA aufgezogen ist, welche regelmäßig zu Vollmondnächten nach Aus zieht. Nachts sollen es um den Gefrierpunkt gewesen sein – boah und das Ende November.
Erster Stopp Garub – nichts von Pferden zu sehen, weiter durch Wolken und eine Sandverwehte B4 nach Kolmannskop.
9.00 Uhr sind wir da und es ist kalt – sehr kalt. Ohne Führung (hatten wir schon 2x) stapfen wir durch den Sand zu den einzelnen Ruinen. Kolmannskop entstand 1908, nachdem beim Eisenbahnbau ein Diamant gefunden wurde. 1938 wurde die Stadt wieder aufgegeben, nachdem am Oranje größere Diamantenfelder entdeckt wurden. Die Lüderitzer bauten alles was Brauchbar war aus den Häusern und überließen Kolmannskop seinem Schicksal. Erst besuchen wir das ehem. Casino mit Ballsaal, Kegelbahn, Turnhalle (auch um uns aufzuwärmen). Dann gings weiter zu den Häusern der Beamten (z.B. Architekt). Auch besuchen wir das Krankenhaus, Fleischerei, Bäckerei, Eisfabrik usw. und natürlich mache ich einen Abstecher in den Diamantenshop…meine Augen funkeln beim Anblick der Steine - Diamonds Are a Girl's Best Friend.
dieser Diamant wäre mein gewesen…
Mein Mann möchte mir gerne einen schenken, aber das Zollprozedere bei der Ausreise wollen wir uns nicht an tun….
Langsam wird es wärmer und wir verlassen die Geisterstadt Richtung Lüderitz. Am Hafen verfahren wir uns etwas und fahren Richtung Township. Wir halten kurz und sehen ein Kreuzfahrtschiff mit Kurs Lüderitz. Ich liebe Kreuzfahrten, aber muss es gerade heute in Lüderitz sein – die Stadt wird bestimmt später sehr voll werden. Die Columbus 2 wird noch geschleppt und bis zum Landgang dauert es sicher noch 2 Stunden.
Wir fahren zur Großen Bucht und zum Diaz Punkt. Wie bei unseren letzten Besuchen ist es stürmisch und die Seelöwen begrüßen uns lautstark. Wir sind hier ganz alleine. Nach ca. 2 Std. sind wir wieder zurück im Lüderitz und besichtigen die Felsenkirche auf dem Diamantberg. Beim Rückweg kommen uns die Scharen von Kreuzfahrtgästen entgegen. Glück gehabt, dass wir eben noch alleine an der Kirche waren. Wir gehen zum Goerke-Haus (nahe der Felsenkirche), aus Liebe zu einer Frau vom Erbauer sehr elegant und bis ins Detail geplant– die Frau hielt es trotzdem nicht in Lüderitz aus. So ging das Paar zurück nach Deutschland.
Der Anblick des Meeres ist nach dem vielen Staub und Sand sehr angenehm
Später bummeln wir noch etwas durch die staubige, aber bunte Stadt und kommen auch an unserem Hotel von unserer 1. Namibiareise vor 16 Jahren vorbei – das Kapps Hotel. An der Waterfront wimmelt es mittlerweile von Kreuzfahrern. Wir kennen diesen Ort sonst nur sehr verschlafen. Unser Weg führt uns nun, wie die letzten beiden Male in Lüderitz ins Nest Hotel. Wir trinken erst Kaffee (später Wein), bei herrlichem Sonnenschein, auf der schönen Terrasse.
Nest Hotel
Auf der Rückfahrt halten wir wieder in Garub. Es sind mittlerweile einige Leute hier mit riesigen Objektiven. Und es dauert auch nur ca. 10 Minuten und wir sehen 2 Pferde am Horizont, welche sich immer schneller der Wasserstelle nähern. Sie sehen mager aus.
1 Stunde beobachten wir die Beiden und fahren dann das kurze Stück nach Klein Aus Vista. Piet gibt uns unser Grillpaket und Feuerholz und wünscht uns viel Spaß. Mein Mann wirft dann auch gleich den Grill an. Bis zur Glut gönnen wir uns einen Wein. Ein schöner Sonnenuntergang begleitet uns auch heute. Wir wollten eigentlich alle zusammen draußen essen, aber nachdem die Sonne weg ist, wird es merklich kühler. So wurde der Kamin angefeuert und wir speisten innen. Wir hatten viel Spaß bei wirklich leckeren und reichlichem Essen. Für uns 4 Leute bestand das Grill-Paket aus: 4 Wild-Steaks, 8 Würste, 4 riesige Rindersteaks, 4 große vorgekochte Ofenkartoffeln, 1 Baguette Brot, eine große Salatschüssel mit 2 verschiedenen Dressings und ½ Blech Apfelkuchen. Unmöglich, dass alles zu essen. Wir haben auch nur die Hälfte gegrillt und stellten die andere Hälfte in den Kühlschrank, um es am Morgen zurück zu geben (zum weg werfen, war es uns zu schade).
unser Gast
Nachdem sich unsere Freunde verabschiedeten saßen wir noch lange am Kamin - bis das Holz gegen Mitternacht alle war und wir uns ins Bett kuschelten. Unser Leben ist so schön.
Teil 1616. März 2014
20.11.2013 Klein Aus Vista – Teufelskrallen Lodge, 1 ÜF, Zelt (B4–C14–C19-400 km = 5,5 Std.,)
Wir wachen zeitig auf und wünschen auch den Springböcken vor unserem Chalet einen guten Morgen
Zügig geht’s unter die Dusche (es ist ziemlich frisch im Chalet), danach einen Kaffee und 2 Kekse. Unsere Sachen sind schnell zusammen gepackt. Kurz vor 7.00 Uhr stehen wir bei unseren Freunden auf der Matte und begucken noch kurz ihr Desert Vista Chalet – auch dieses ist sehr schön. Alle Sachen werden verstaut und wir fahren zum Frühstücken. Kurz nach 7.00 Uhr sind wir die einzigen Gäste und genießen in der Ruhe das sehr gute Frühstück.
Wir checken zügig aus und verabschieden uns herzlich von Piet. Er wünscht uns noch einen schönen Aufenthalt und freut sich uns bald wieder begrüßen zu dürfen. Er fragt auch noch, ob uns das Eagles View besser als the Rock gefallen hat. Nein und er antwortet grinsend, das sagte ich euch doch vorgestern schon.
Fazit: Wir können nur jedem die Chalets ans Herz legen, die unglaublich der Landschaft angepasst sind. Sehr sauber, schön eingerichtet und sehr herzliche Atmosphäre von allen Angestellten, allen voran Piet.
In Aus tanken wir noch, gegenüber ist das Bahnhof Hotel Aus.
Eine lange Fahrt liegt heute vor uns. Da die C13 uns zu öde war, fahren wir die geteerte B4 bis Abzweig C 14 Richtung Helmeringhausen. Auch hier werden Erinnerungen wach…vor 16 Jahren übernachteten wir im Hotel Helmeringhausen. Damals gab es nur wenige Lodges im Umkreis und das Hotel war seinerzeit sehr einfach. Heute ist eine grüne Oase. Wie vor 3 Jahren rasten wir im herrlichen Garten bei kühlen Getränken – und der Apfelkuchen darf auch nicht fehlen.
Nach 1 Std. geht’s weiter die C 14 Richtung Mariental. Wir halten am Lisbon Roadhouse (leider verschlossen), vertreten uns die Beine und trinken etwas. Dann sind wir bald in Mariental. Ein echt verschlafenes Nest. Und wie wurde Mariental hier im Forum so schön geschrieben: Es ist zwar nicht der Arsch der Welt, aber man sieht ihn ein bisschen. Wir sehen keine Leute, keine Tiere nichts. Wir finden das Mariental Hotel, auch hier niemand…setzen uns an den Pool und warten, ob noch jemand kommt. Tatsächlich werden wir deutschsprachig empfangen und bestellen kühle Getränke. Es ist Mittagszeit und unerträglich heiß, kein Wunder, dass niemand im Freien ist…nur die blöden Touris müssen stören. Der Garten des Hotels ist ein Kuriosum.
schöne Landschaft
Garte Maltatal Hotel
Nach wiederum 1 Stunde verabschieden wir uns von der netten Besitzerin? Und nehmen die letzte Etappe in Angriff. Kurz nach Maltahöhe nehmen wir für ca. 100 km die C 19. Wir sind sehr froh, kurz vor 16 Uhr Kalkrand und die Teufelskrallen Lodge erreicht zu haben. 6 Std. Autofahrt schlauchen mächtig. Wir werden herzlich von Ruby? mit kalten Getränken und einem Plausch auf der Terrasse des Farmhauses empfangen. Sie fragte nach Essenswünschen und Uhrzeit, wenn wir speisen möchten. Wir bekommen die Schlüssel für Zelt 4 + 5, je einen Torschlüssel und den Hinweis, dass es Schlangen an den Zelten geben kann (genau das wollte ich nicht hören - ich habe auch keine gesehen, nur am Morgen Spuren davon direkt an der Zelttür). Wir fahren los und sehen von weitem schon die 6 Zelte auf der Düne stehen…wunderschön sieht das vor dem roten Sand aus. Die Zelten befinden sich auf der ersten Kalahari Düne der Westseite. Wir stapfen durch den Sand bergauf, schließen auf und bekommen vor Hitze kaum Luft. Er mal Durchzug machen…dann schauen wir uns um. Es ist sehr behaglich eingerichtet: einem großen Doppelbett mit Sicht ausm Fenster, einem Kühlschrank, Wasserkocher mit Tee/Kaffee, Tisch, Sofa und 1 Sessel, großen Kolonialschrank, Ventilator. 2 Stühle und Tisch stehen auf der Veranda. Ein kurzer Steg verbindet das Zelt mit dem Badezimmer Das Badezimmer ist nach oben offen und separat und kann über einen kleinen Steg erreicht werden. Alles ist blitzblank geputzt.
Leider ist die Ausrichtung der Veranda in Richtung Kalkrand und nicht in die andere Richtung zu den schönen roten Dünen. Aber trotzdem hat man einen Wahnsinnsausblick. Am kleinen Wasserloch in Sichtweite ist nichts los.
Als erstes werden die Getränke im Kühlschrank verstaut…beim Öffnen der Kühltasche finde ich auch den Champagner von Wolwedans wieder – hatte ich schon fast vergessen. Im Eagles View haben wir vom Flaschenbaum getrunken und die Kühltasche gar nicht geöffnet. Nach dieser Arbeit ist erst Mal Pause angesagt. Nach 2 Stunden werde ich vom Korkenknall geweckt. Hach, herrlich kalt und prickelnd genießen wir jeder ein Glas. Nach einem herrlichen Sonnenuntergang fahren wir alle gemeinsam zum Abendessen ins Farmhaus.
unser schönes Zelt
Ein sehr schöner Tisch unter Blätterdach mit Kerzen beleuchtet wartet, abseits der anderen Gäste, auf uns. Und was kommt nun? Genau: 1 Flasche Sekt bringt uns der Kellner und übermittelt im Namen des Besitzers und aller Angestellten die besten Wünsche zur Silberhochzeit. Wir freuen uns sehr über die nette Geste und stoßen gemeinsam an. Leider hatte keiner eine Kamera beim Dinner dabei. Danach bekommen wir ein leckeres 3-Gang Menü mit passenden Weißwein serviert. Es schmeckte alles ausgezeichnet. Von Kalkrand weht leise Musik zu uns herüber und wir überlegen kurz dahin auf einen Absacker zu gehen. Aber die Bedienung rät uns von der Location ab. Okay, dann hier noch einen Gin Tonic und wir fahren zurück zu unseren Zelten.
Mein Mann und ich sitzen noch lange auf der Terrasse und genießen die laue, stille Sommernacht beim Leeren der Champagner Flasche. Der Vollmond nimmt nun immer weiter ab. Etwas Wehmut kommt auf…die vorletzte Nacht unserer wunderschöne Reise durch Namibia… Mit Blick vom Bett in den schönen Sternenhimmel schlafen wir bald ein.
In der Nacht hatte es sich etwas abgekühlt, so hatten wir einen angenehmen Schlaf im bequemen Bett. Wir genießen den wunderschönen Sonnenaufgang ein letztes Mal in diesem Urlaub mit Kaffee auf der Terrasse. Nach einer Dusche packen wir widerwillig unsere Sachen zusammen. Es heißt Abschied nehmen von der Weite und Stille in Namibia.
Ausblick Richtung Kalkrand
Ausblick Kalahari
Im Farmhaus frühstücken wir noch in Ruhe. Alles ist sehr appetitlich und liebevoll angerichtet. Aber ich bekomme nicht viel runter. Dann checken wir aus und bezahlen unser Dinner. Unsere Getränke vom Abend bekommen wir ebenfalls noch als Geschenk. Wir bedanken uns lieb und verabschieden uns herzlich von Ruby.
gepflegte Poolanlage am Farmhaus
unser Tisch am Farmhaus vom Vorabend
Fazit: Hier stimmt das Preis-/Leistungsverhältnis optimal. Es ist Kleinod, was ich jedem empfehlen kann. Pool und Farmhaus ist zwar in 3 km Entfernung, aber man wird auf Wunsch auch geholt/gebracht. Und Ruby ist ne ganz liebe Person. Die Teufelskrallen Zelte liegen zwar nicht so spektakulär wie die Bagatelle Dune Chalets, wo wir vor 3 Jahren waren, sind aber 1/3 günstiger.
Teil 1717. März 2014
21.11.2013 Teufelskrallen Lodge–Elegant Guesthaus Windhoek, 1ÜF (200 km 2,5 Std)
Die geteerte B1 bringt uns schnell nach Windhoek. Wir finden durch „Großstadtverkehr“ schnell den Laden in Nähe Ausspannplatz, bei dem Olli von Wüstenquell die Erdmännchen Bettwäsche für uns reserviert hat. Die überaus zuvorkommende Dame, schwärmt uns von Olii vor, bevor sie uns verschiedene Ausführungen der Bettwäsche zeigt. Nach gemeinsamen Suchen in vielen Stapeln finden wir unsere Bettwäsche. Hier muss cash bezahlt werden (4 teilig, Baumwolle, ca. 25 €). Wir halten noch einen Schwatz mit der aufgeschlossenen Dame und verlassen freudig den Gewerbeladen.
Auch das Elegant Guesthouse ist schnell gefunden. Das kleine Anwesen liegt in einer ruhigen Wohngegend von Klein-Windhoek. Nach dem Klingeln öffnet sich ein Tor zu einer verträumten ruhigen Anlage. Matthilda, eine Seele von Mensch, empfängt uns mit kalten Getränken sehr liebevoll. Alles gefällt uns auf Anhieb. Die 6 Zimmer liegen um einen kleinen offenen begrünten Innenhof. Unser Zimmer mit chicen Badezimmer ist luxuriös mit großem Doppelbett, Klimaanlage, TV, Tisch, Sessel, Wasserkocher mit Kaffee/Tee. Alles ist sehr neu und penibel sauber. Eine zweite Tür führt auf eine kleine möblierte Terrasse und Zugang zur gepflegten kleinen Poolanlage. Auch die anderen Einrichtungen, wie Lounge mit modernen Sofas, großen Plasma-TV, Wifi, Leseecke und dem mit einem Zierpool angrenzenden Frühstücksraum machen dem Namen Elegant alle Ehre.
Blick vom Frühstücksraum zu den Zimmer
unser schönes Zimmer (leider nur 1x mies fotografiert)
Lounge
schöne Poolanlage
Blick vom Frühstücksraum in den gepflegten Garten
Nach Erfrischung und Pause fahren wir in die Stadt und parken unproblematisch am Hilton. Erst geht’s zum Juwellier Böck, um meinen Ring, welchen ich vor 3 Jahren auch während einer Namibiareise von meinem Mann geschenkt bekam, reparieren zu lassen. Alles klappte, Dank Christian (TravelNamibia), unkompliziert. Das Gustav Voigts Center ist schon weihnachtlich geschmückt und wir werden mit Wham – last christmas beschallt.
Unser Stadtbummel (eine Stadtrundfahrt machten wir vor 3 Jahren mit Carsten Möhle und können dies unbedingt empfehlen) führte uns dann zur Christuskirche, Tintenpalast, Südwester Reiter und Alte Feste. Im schönen Parlamentsgarten ruhen wir etwas aus bevor unser Weg zum Craft Center zum shoppen führte. Die haben echt tolle und außergewöhnliche Sachen - sehr zu empfehlen.
Wir erstanden noch schöne Mitbringsel und gingen dann zur Post Mall Street. Hier steht der wasserlosen Brunnen, der aus Fundstücken des Meteoritenschauers von Gibeon besteht. Um den Brunnen bietet der Straßenmarkt viele Holzschnitzereien an. Plötzlich werde ich auf die Schulter getippt und jemand sagt meinen Namen…na wie cool ist das denn: Geraldine und Louis von der Zebra River Lodge sind zum Einkaufen im Dorf, wie sie liebevoll Windhoek nennen – da man ständig Bekannte/Verwandte trifft – eben wie in einem Dorf.
Wir halten einen Plausch, leider haben sie schon eine Verabredung, so können wir nichts miteinander trinken gehen. Die Verabschiedung ist umso herzlicher. Wir schlendern an den zahlreichen Läden entlang der mit Kolonialarchitektur gespickten Independence Avenue und kaufen weitere Kleinigkeiten.
Shopping macht durstig und hungrig. So finden wir auf der Terrasse des Gathemann Restaurant (durchgehend geöffnet), mit Blick auf das Treiben der Independence, einen perfekten Platz zum verspäteten Lunch. Die selbst gemachten Nudeln mit Schrimps und Gemüse sind ein Gedicht.
Später im Elegant Guesthouse werden die Koffer und Taschen komplett ausgeräumt und vorsortiert, damit wir beim Packen am nächsten Tag auch alles verstaut bekommen. Dann wird gelesen, Kaffee in der Lounge getrunken und ich wage einen Sprung in den erfrischenden Pool. Nun zügig fertig machen für den sundowner im Hilton. Matthilda bestellt uns ein Taxi und bewundert verlegen mein Kleid, welches ich auch am Silberhochzeitsabend Wolwedans getragen habe. Der Fahrer wird uns den ganzen Abend begleiten.
Im modernen Hilton fahren wir zur Dachterrasse mit modernen Pool-/Bar-und chill Bereich. Die Aussicht von hier oben ist grandios. Wir bestellen Gin Tonic und warten auf Christian…er wird nicht kommen. Wie er mir später berichtete, war die halbe Familie krank und Handynummern hatten wir leider nicht vorab ausgetauscht. Schade – aber das holen wir nach! Wir erleben trotzdem einen schönen Sonnenuntergang und haben 2 schöne Stunden über den Dächern von Windhoek.
Ausblick vom Hilton
Pool auf Dachterrasse
Unser Taxifahrer holt uns wie verabredet pünktlich 20.00 Uhr ab und fährt uns zum Olive Exklusive Hotel. Hier hatte ich einen Tisch auf der Terrasse zum Dinner reserviert. Das Essen war der absolute Hammer, der Wein edle Spitzenklasse und die Aussicht von der Terrasse wunderschön. Es herrscht eine stylische Wohlfühlatmosphäre. Der Besitzer war sehr freundlich und erkundigte sich nach jedem Gang diskret, ob alles in Ordnung war. Hier haben wir einen wirklich sehr schönen und der Reise würdigen letzten Abend in Namibia verbracht. Wir können das Olive 1000%ig weiter empfehlen.
23 Uhr brachte uns unser zuverlässiger Fahrer zurück ins Elegant. Mein Mann zappte nach 3 Wochen TV-Entzug noch rum, während ich über Klamotten/Souvenirs stolperte. Wir tranken noch einen Gin Tonic (nun ist auch diese Flasche leer – Gin Tonic trinken wir nur im Urlaub) und schliefen dann bald in dem herrlich bequemen Bett ein.
Ein super Frühstück erwartet uns. Wir stärkten uns bevor es ans Klamotten packen ging. Es wurde zig Mal ein- aus-umgepackt, bis alles verstaut war und die Gepäckgrenze nicht zu sehr überschritten war. Natürlich hatte mein Mann eine Handkofferwaage durch Namibia gefahren. Die 2 Putzfrauen erhielten noch verschlossene Tüten mit Süßigkeiten, Keksen etc. 11 Uhr verabschiedeten wir uns herzlich von Matthilda. Ich übergab auch ihr eine Tüte mit Kleinigkeiten und meinem Namibia-Silberhochzeitskleid. Ich hatte es mir zwar extra für unsere Silberhochzeit in Namibia gekauft, aber ich denke es passt wunderbar zu Matthilda und Namibia. Zu Hause wartet außerdem, für unsere Hochzeitsfeier 10 Tage später, ein neues Kleid auf mich. Sie war sehr gerührt und weint. Und ich freue mich sehr, dass nun dieses Kleid auch hoffentlich ihr viele glückliche Stunden bringen wird.
Mit unseren gewaschenen Toyota Hillux fuhren wir als erstes zum Tanken und der nette Helfer erhielt noch einiges an Süßigkeiten, welche noch verpackt im Handschuhfach waren. Später gaben wir unseren Hillux dankend am Flughafen wieder zurück. Ratzfatz war alles erledigt. Bis auf einen Plattfuß gleich am Anfang unserer Reise, war er uns ein treuer Begleiter geworden. Die Pass-/Zollformalitäten waren schnell hinter uns und pünktlich hob unser Flieger nach Johannesburg ab.
Auf Wiedersehen Namibia!
Einige Pass-/Zoll- und Handgepäckkontrollen später standen wir zwischen tausenden von eilige hasteten Menschen – wir suchten uns eine ruhige Ecke mit Blick aufs Flugfeld. Unser Freund kaufte noch in Souvenir. Das Angebot ist maßlos und die Zeit sitzt uns im Nacken. Dann gab es noch mal gefühlte 10 Kontrollen bis wir an unserem Gate waren. Unsere 2,5 Stunden Umsteigezeit jeweils auf Hin-und Rückflug sollten bei den vielen Kontrollen und Größe des Flughafens nicht unterschritten werden. Der A380 brachte uns in 10 Stunden sicher und ohne Turbulenzen wieder nach Deutschland.
Der ICE ist auch pünktlich und wir werden mittags freudig von meinen Eltern (und mit Champagner 😗 ) begrüßt.
Unsere Silberhochzeits-Reise war unsere Traumreise. Wir durften viele liebe Menschen kennenlernen, haben grandiose Landschaften und überwältigende Tierszenen erlebt. Die Stille und Weite, die Magie der Farben und des Lichts, was für ein atemberaubend schönes Land! Bis bald Namibia!