Findus2009Themenstarter108 Beiträge · seit 200917. Nov. 2013 · #1
Liebe Forumsmitglieder,
wenn auch etwas "verspätet" so möchten wir nun von unserer Reise berichten.
1. und 2. Tag Frankfurt – Windhoek – Kalkrand (Di. 3.9. und Mi. 4.9.2013)
Unser Fahrer holt uns pünktlich ab und bringt uns und unser Gepäck zum Flughafen. Tagelang habe ich per Internet verfolgt, ob Air Namibia zu den geplanten Uhrzeiten fliegt,
Die Koffer sind gepackt, mein Mann Ralf hat eine halbe Autoreparaturwerkstatt eingeladen, Fotos, div Ladesgreäte usw.... Aber nun ist es soweit, wir werden fliegen - ich kann es immer noch nicht glauben, dass dieser Traum Wirklichkeit wird.
Das Abgeben der Koffer ist problemlos, leichtes Übergewicht, ist aber kein Thema. Wir kehren bei McDonald ein, damit der Magen etwas zu tun hat und schauen schon mal auf die Flugzeuge. Tja, dann beginnt das Abenteuer, wir verabschieden uns und steuern der Passkontrolle zu. Hier in Deutschland ist das alles kein Problem … In meinem Rucksack werden Batterien „entdeckt“.
Wir gehen gleich zu unserem Gate, dass offiziell noch nicht offen ist, wir dürfen uns aber trotzdem hinsetzen, um einige Zeit später wieder hinaus komplimentiert zu werden, damit wir wieder kontrolliert werden können.
Endlich dürfen wir ins Flugzeug steigen und irgendwann hat auch jeder seine Siebensachen verstaut. Wir stehen am Terminal 2 und schippern genüsslich 20 Minuten lang zur Startbahn West und heben ab. Kurze Zeit später werden Getränke gereicht, dazu ein leckeres Abendessen (Rindfleisch mit Bohnen und Kartoffelbrei, Hähnchen mit Bratkartoffeln und Spinat, zu beiden Gerichten Nudelsalat und zum Nachtisch Schokokuchen). Das Licht wird bald gelöscht und wir versuchen, irgendwie zu schlafen. Die Flugbegleiter gehen immer wieder herum und bieten Wasser an. Um 4.30 Uhr werden wir sanft geweckt, kurz danach wird das Frühstück serviert, dann landen wir kurz nach 6 Uhr bei rabenschwarzer Nacht in Windhoek.
Es ist etwas „frisch“ und wir sind froh, als wir das Flughafengebäude erreicht haben. Dank des Namibia-Forums haben wir uns bei der namibischen Botschaft die Einreiseformulare zuschicken lassen, so bleibt uns das Ausfüllen im Halbschlaf erspart.
Die Einreisebeamtinnen sind – im Gegensatz zum letzten Mal - recht freundlich. Eine Beamtin geht aus ihrem „Kabuff“ heraus, um eine junge Frau mit Kind vorzuholen und abzufertigen. Wir werden auch „abgestempelt“ und „dürfen“ bis 3.11.2013 in Namibia bleiben. Uns erwartet Efraim von unserem Autovermieter mit einer Tafel, auf der unsere Namen stehen. Wir waren begeistert. Er zeigt Ralf den Weg zum Bankautomaten und hilft auch, die Prepaidkarte „aufzutanken“. Wir sind die einzigsten Gäste und er fährt uns sicher nach Windhoek. Dort nimmt uns Bettina von Camping Car Hire in Empfang. Ralf bekommt einen gescheiten Kaffee. Sie freut sich sehr, über die mitgebrachten Bethmännchen.
Nachdem die Formalitäten erledigt sind, wird uns der Dachcamper in allen Einzelheiten erklärt und wir müssen üben, dass Zelt auf- und abzubauen …
Da Frauchen nicht so hart schlafen möchte, gibt es für uns beide noch zusätzlich Isomatten und für mich noch eine extra Klappmatraze. Da Koffer nicht ganz so praktisch sind, haben wir uns auf Grund eines Tipps aus dem Forum, noch Ikeataschen mit Reißverschluss gekauft. Nun beginnt das große Umpacken. Die Koffer werden deponiert und wir bekommen einen Plan, wie wir zur Maerua Mall kommen. Etwas kompliziert – irgendwie ist das Auto so lang - aber dann parken wir und betreten ein Einkaufsparadies. Der Wagen wird voller und voller und dann gibt es noch diese nette Essecke. Ich esse – sehr typisch für Nambia – Pizza, Ralf Lamm, Bratkartoffeln und Makkaroni . Und die erste AZ wird gekauft… Am Ende bezahlen wir 1290 NS – verhungern werden wir nicht. Im Bottleshop noch Angostura und eine Flasche Nederburg erwerben, vom Autovermieter haben wir auch eine Flasche Rotwein geschenkt bekommen, für den ersten Abend …
Schnell raus aus Windhoek, denn dies ist nicht „unser“ Namibia. Mein Göttergatte gönnt mir die ersten beiden Nächte in der Teufelskrallen Tented Lodge in Kalkrand. Unterwegs hören wir Hitradio Namibia, die gleich deutsche Songs für „uns“ spielen. Die Fahrt ist ereignislos. Ich döse ab und zu ein. Wir fahren als Erinnerung durch Rehoboth, unzählige Schulkinder sind unterwegs. In der Lodge werden wir mit einem Erfrischungsgetränk begrüßt. Zum ersten Mal – und danach noch gefühlte 100 weitere Male - tragen wir uns ins Empfangsbuch ein. Irgendwann kann ich unser Autokennzeichen im Schlaf herunterbeten. Wir bekommen Zelt 6 zugewiesen, 3 km vom Alten Farmhaus entfernt. Welch ein Luxus (bitte nur die Zelte 4 -6 buchen …) Wir fühlen uns wie im Paradies. Kurz vor den Zelten beginnt der rote Kalahari Sand, einfach traumhaft.
Den Nachmittag dümpelten wir zwischen Bett und Terrasse hin und her und endlich gibt es Dinner: Salat, Gemüsesuppe, Springbock, Bohnen, Kürbis, Kartoffeln, Kuchen. Und dazu der erste Rock Shandy!!!
Übernachtung: Teufelskrallen Tented Lodge, sehr empfehlenswert. Preis pro Person Übernachtung Frühstück 1.160 NB je Nacht
Tageskilometer: 210
Ich würde gerne auch Bilder einfügen. Habe zwar jetzt eines irgendwie in meine Galerie bekommen aber das war es auch. Bitte nennt mir einen verständlichen Weg was ich tun muss. Vielen Dank
Petra
Topobär5'479 Beiträge · seit 200918. Nov. 2013 · #2
Schön, dass Du hier einen Reisebericht startest. Deine Fotos brauchst Du nicht erst in die Gallerie einstellen, sondern kannst sie direkt mittels "Datei hinzufügen" von Deiner Festplatte hochladen.
hallo Petra, na da mach ich es mir mal schon gemütlich bei dieser abwechslungsreichen Reise - durch 3 Länder --. Danke, für die Mühe. Liebe Grüsse Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
ANNICK8'054 Beiträge · seit 200818. Nov. 2013 · #4
Hallo Petra,
Ich schleiche mich auch noch in den Wagen....... 😎
ich konnte auch erst keine Fotos hochladen. Dann hat mir aber Birgit folgende Anleitung gegeben:
"Hallo, Klaudi
das geht ansich recht einfach. du drückst auf "Antworten" oder " Ändern ", dann unten auf " Datei hinzufügen ", suchst dir ein Foto aus, suchst dir die Stelle aus, wo das Foto hin soll, und drückst auf " einfüge " Dann einscheint " attachment " Da kannst du das Foto noch nicht sehen. Nun auf " absenden" drücken, und dein Bild erscheint.
Hoffe ich konnte etwas helfen. LG Birgitt "
Wichtig ist aber, dass die Bilder, die du hochladen willst, nicht zu groß sind. Lies mal dazu in der Rubrik "Allgemeines" was Chrigu dazu schreibt.
Viel Glück Klaudi
Findus2009Themenstarter108 Beiträge · seit 200918. Nov. 2013 · #6
Hallo Zusammen,
erst mal vielen Dank für die aufmunternden Worte. Immerhin habe ich jetzt schon mal ein Bild in den Anhang bekommen. Irgendwie werde ich es auch noch an die passende Stelle im Text schaffen. Heute Abend mal in aller Ruhe probieren.
Fleur de Cap1'409 Beiträge · seit 201018. Nov. 2013 · #7
Hallo Findus,
nach ein paar Tagen Abstinenz im Forum bin ich jetzt über Deinen RB gestolpert....bin mit aufgesprungen und fahre mit 😏
Findus2009Themenstarter108 Beiträge · seit 200918. Nov. 2013 · #9
Liebe Mitleser und Mitfahrer, nun geht es weiter ....
3. Tag Teufelskrallenlodge/Red Dune Lodge (Do. 5.9.2013)
Die Nacht war gut, es war lustig über den Steg zur Toilette zu gehen und dabei den Sternenhimmel anzuschauen. Im Alten Farmhaus gibt es ein leckeres Frühstück, dazu Omelette. Die Teufelskrallenplantage ist aufgrund des Wassermangels nicht zu besichtigen, deshalb wird uns vorgeschlagen, eine Radtour auf dem Gelände der Red Dune Lodge (8 km entfernt) zu unternehmen. Okay, Mountainbike fahren in Namibia … Also fuhren wir zur Lodge, bekamen 2 Räder.
Ich bin gleich sanft zu Boden gegangen und mein Göttergatte mußte mich wieder aus dem Sand hochziehen.
Nach 3 Stunden kamen wir wieder zurück. Wir sahen Giraffen, ein Eland, Antilopen, Gnus, Strauße und einen Steinbock. Sehr erleichtert erreichten wir wieder die Lodge und bekamen etwas Ähnliches wie Rock Shandy und einen Apfel für mich, denn ich hatte Hunger.
Ich beklagte mich, dass wir keine Erdmännchen gesehen hätten. Keine Sorge, zur Kaffeezeit käme Toffy, ein zahmes Erdmännchen (Hummeldumm lässt grüßen!!!) Wir lagen am Pool, Wasser war eiskalt, aber zum Abkühlen der Füße reichte es aus. In der Ferne sahen wir Erdhörnchen. Dann gab es Kaffee, wir sitzen am Tisch und schwätzen (für die Nichthessen: Reden). Ralf will sich noch einen Kaffee holen und stolpert fast über Toffy.
Er hat sich bei Ralf sehr heimisch gefühlt und kuschelte sich in seinen Arm. Die anderen Gäste wollten ihn (… nicht meinen Mann) auch mal knuddeln, aber es gab keine Chance. Toffy ging immer wieder zu Ralf, bis er schließlich verschwand.
Wir kauften in der Lappa noch ein paar Souveniers und da kam Toffy wieder zur Tür herein. Dieses Mal kuschelte er mit mir, ich hätte vor Freude heulen können. Ich kann diese Momente mit ihm gar nicht beschreiben. Dann musste ich ihn dem Ranger überreichen und er meckerte vor sich hin – ich höre es immer noch.
Wir fahren zurück, duschen mit herrlichem Ausblick und freuen uns auf das Abendessen. Doch welch eine Überraschung - nach dem leckeren Salat gibt es Snitzel. Aber es schmeckt sehr lecker. Wir fahren unserem Zelt und verbringen eine gute Nacht – außer dass die Matratze für mich zu hart war …
Übernachtung: Teufelskrallen Tented Lodge
Tageskilometer: 34
Armin2'346 Beiträge · seit 200618. Nov. 2013 · #10
Hallo Petra,
du sprichst bei der Teufelskrallen Lodge von einem Preis von 1.160 N$ Ü/F pro Person. Nach der Preisliste auf der Homepage wäre das so in etwa der Preis für zwei Personen. Kannst du mir sagen, was stimmt?
Viele Grüße und vielen Dank für deinen Bericht Armin
Hanne6'152 Beiträge · seit 200619. Nov. 2013 · #11
hallo Armin,
auf der Homepage steht 590 N$ p.P. incl. Frühstück, dazu kommt noch das Dinner, denke somit ist der Preis von 1.160 von Findus für 2 Personen gedacht. So wurde es auch mir angeboten für dieses Jahr - habe dann allerdings vor Ort entschieden, auf der Red Dune Lodge zu bleiben. Wir bekamen aber eine Besichtigungsfahrt zur Teufelskrallen Lodge -- diese auch wirklich zu empfehlen ist - wenn man immer die 3 km zum Farmhaus fahren möchte, wegen Pool, Essen, Frühstück. Liebe Grüsse Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
Findus2009Themenstarter108 Beiträge · seit 200919. Nov. 2013 · #12
Hallo Armin,
ja der Preis ist für das Zelt gewesen, Dinner und Getränke gingen extra. Wir empfanden die Teufelskrallen Lodge schön ruhig, allerdings ist schon zurecht gesagt worden, dass nach dem Essen die 3 km bis zum Zelt umständlich sind, denn erst fährt man ein Stück "normale" Straße, dann muss man ein Tor öffnen (und natürlich auch wieder abschließen), um auf das Gelände der Lodge zu kommen und dann noch ein bisschen fahren.
Und schlussendlich durch den schönen roten Sand leicht bergauf ins Zelt wanken ...
Doch nun geht es weiter mit unserem Reisebericht:
4. Tag Canon Roadhouse (Fr. 6.9.2013)
Ralf packt heute früh das Chaos zusammen und wir frühstücken noch einmal komfortabel. Während ich dies hier schreibe, umschwirren mich die Mücken und Ralf hat das Dachzelt am Canon Roadhouse aufgeschlagen. Erst stand das Auto etwas „doof“ unter dem Kameldornbaum, dass Zelt ließ sich nicht so wirklich aufklappen, aber mit etwas Rangieren klappte es. Es sieht alles sehr sauber aus und das Canon Roadhouse ist der Hammer.
Ich empfand die Fahrt lange und anstrengend. Kurzer Stopp in Mariental zum Einkaufen, Tanken und Besuch einer Bank (langwierig, ändert sich auch nicht im Laufe der Reise). Für heute ist Camping light angesagt, Dinner gibt es im Roadhouse. Nach der Ankunft trinken wir einen Rock Shandy, dieser bringt die Lebensgeister wieder zurück. Wir werden von einer Monster-Katze begrüßt.
Im Shop kaufen wir div. Souvenirs und für mich einen Hut. Die Souvenirpreise sind äußerst günstig.
Der Toilettengang ist recht lustig, dort hängen lebensgroße Bilder von Mann und Frau. Natürlich musste Frauchen schauen, was sich Hübsches in einem Kästchen an entsprechender Stelle verbirgt, dies löste allerdings den Alarm aus. Aus der Herrentoilette kam ein Mann, der sich vor Lachen kaum noch halten konnte, also gab es etwas ähnliches dort …
Zum Abendessen trinke ich Rotwein (17 NS das Glas, davon träumt man hier in Deutschland). Es gab Kürbissuppe, zuerst war ich skeptisch – schließlich esse ich nur die Suppe, die mein Mann kocht. Aber dann bestelle ich mir auch zum Nachtisch Suppe, sie schmeckte einfach köstlich. Als Hauptspeise gibt es Orxy oder Springbock mit Pommes, Kürbis und harten Bohnen. Das blieb auch während der gesamten Reise so, bis auf den letzten Abend. Irgendwie wird das Gemüse halb gar serviert, nun ja, muss man nicht mögen.
Als wir zum Zelt zurückkommen, stellen wir fest, dass ein Overlander neben unserer Campsite sein Lager aufgeschlagen hat. Oh je, denken wir, dies gibt eine laute Nacht. Aber nix da, sie waren leise und k.o. Es waren Studenten, die in einer Crashfahrt von Stellenbosch aus innerhalb von 12 Tagen durch Namibia und zurück fahren….
Die Nacht war erstaunlich gut auf unseren 1,20 Metern Breite, auch auf die Funktion des Nachttopfes wollte ich während unserer Reise nicht verzichten …
Übernachtung: Canon Roadhouse, Campsite, komplett 300 NS. Wunderbarer Zeltplatz, erstklassige Ablution blocks, Besuch des Roadhouses unverzichtbar.
Tageskilometer: 432
Findus2009Themenstarter108 Beiträge · seit 200920. Nov. 2013 · #13
So, nun kommt der nächste Tag.
5. Tag Fiddlers Creek (Sa. 7.9.2013)
6.15 Uhr wurden unsere Nachbarn aktiv, also auch wir. Frühstück - wieder mit Mücken. Ralf baut das Zelt ab
Wir tanken, jedes Mal durch den Doppeltank wieder ein Erlebnis (12 NS pro Liter). Der erste Tank lässt sich gut befüllen, beim zweiten kommt es auf das Geschick des Tankstellenwarts an. Wir fahren weiter nach Hobas zum Eingang des Fish River Canyon (170 NS für ein Fahrzeug und zwei Personen). Das Licht wird schön, wir genießen den Ausblick in die Schlucht, ab und zu gibt es noch Wasserpfützen.
Wir fahren ein Stück weiter, um den Abstieg zu sehen (Puh),
genießen die Toilette (darüber schweige ich), fahren dann noch ein Stück Piste am Canyon entlang zu zwei weiteren Aussichtspunkten.
Weiter geht die Fahrt Richtung Ai-Ais, dann zur Grenze nach Noordoewer. Auschecken in Namibia - mit dem bewährten Formular, in Südafrika pendelten wir vom Schalter 1 zu 3 (Einreise, Polizeikontrolle und dann Fahrzeugkontrolle), schlussendlich kam noch eine weitere Polizeikontrolle. Blick in die Kühlbox, dann waren wir "schon" drüben..
Noch 10 km Fahrt über eine etwas anstrengende Piste, dann haben wir Fiddlers Creek erreicht. Per Mail hatten wir es gebucht und auch schon die Campsite zugewiesen bekommen, was ganz gut war, denn es war niemand Verantwortliches den ganzen Tag zu sehen.
Wir „stürzten“ uns ins Wasser des Oranje, herrlich erfrischend, vorher erklärten uns die Südafrikaner neben uns, wo wir schwimmen können. Anschließend duschen wir, wunderbar von Bambus umgeben. Ralf baut auf und bereitete das Abendessen vor. (Heute Hardcore Camping). Nudeln und Tomatensoße, mit dem Grillen des Rindfleisches haperte es noch ein wenig. Die Nachbarn kochten Potje (Poikie in Südafrika). Rindfleisch, Karotten, Kartoffeln, Zwiebeln, Pilze, Mais, Zucchini) und ich neugieriger Mensch frage, ob ich Fotos machen dürfte, wenn es fertig ist. Sie riefen uns dann auch und boten uns eine kleine Portion zum Probieren an, die eine junge Frau uns später brachte. Einfach nur lecker. Um 20 Uhr kriechen wir ins Zelt.
Wir erklären hiermit Fiddlers Creek zum Schnarchzeltplatz, unser Nachbar sägte die ganze Nacht ordentlich.
Übernachtung: Fiddlers Creek, schöner Zeltplatz mit gut eingeteilten Parzellen und eigener „Küche“, 150 NS.
Tageskilometer: 218
Findus2009Themenstarter108 Beiträge · seit 200921. Nov. 2013 · #14
6.Tag Kamieskroon (So. 8.9.2013)
Nach einem guten Frühstück (Omelett) zahlten wir – mit einigen Schwierigkeiten. Es ist etwas schwierig, die zuständige Vermieterin zu finden, aber wir wollen auch nicht die Zeche prellen. Ralf "drang" in die Privaträume ein und so konnten wir unsere Rechnung begleichen.
In Springbok kauften wir noch etwas ein und fuhren dann weiter nach Kamieskroon. Eigentlich wollten wir in den Goepab Park, aber die Südafrikaner sagten uns, dass die Campsite geschlossen sei. Nun gut, also Plan B. Der Ort ist zierlich, dass Hotel sieht von außen etwas heruntergekommen aus, aber Helmut, der Besitzer, ist sehr nett und zuvorkommend und spricht auch etwas Deutsch. Wir konnten uns einen Stellplatz aussuchen und „markierten“ diesen mit unseren Stühlen und Tisch.
Meine ganze Hoffnung lag in der Blüte. So fuhren wir auf guter Piste in den Namaqualand-Park. Ich musste bei dem herrlichen Anblick erst mal Heulen. Die orangefarbenen Blüten sind zwar teilweise geschlossen, da die Sonne nicht immer scheint, aber die Blütenteppiche sehen wunderbar aus.
Wir zahlten unseren Eintritt, bekommen an der Reception ein Informationsblatt und kauten eine Blumenbroschüre. Dann können wir mit dem Auto den Park erobern. 5 km ist die Strecke lang und der Fotoapparat muss ständig arbeiten …
Damit der 4 x 4 endlich mal zum Einsatz kam, fuhren wir noch ein Stück Richtung Soebatsfontein. Aber die 20 km einfach (wir mussten auch wieder zurück) hätten zuviel Zeit gekostet. Also wendeten wir und kehrten in den Shop ein, dort gab es einheimischen Ricoffy – Grüße an Helen – Tee, Suppe und Scones, alles für 60 Rand, unglaublich
.Auf der Rückfahrt nach Kamieskroon durfte ich auch mal fahren … hoffentlich fährt Ralf immer schön brav weiter! Dies ist doch ein großer Koloss, der da bewegt werden sollte.
Kurze Rundfahrt durch Kamieskroon. Mein Göttergatte zündet nun das Grillfeuer für die Boerewors an und klappt zwischenzeitlich das Zelt auf.. Ich bekomme heute Nacht den 2. Schlafsack. Die Bratwurst ist sehr gut, aber die Außemtemperatur ist kalt. Ich sitze da mit Fleece, Jacke, Mütze, Handschuhe und friere so vor mich hin. Später gehen wir zur Bar und wärmten uns am Kaminfeuer auf.
Im zweiten Schlafsack und Fleece ließ sich Nacht überstehen, allerdings drang Kondenswasser ins Zelt ein und tropfte auch ab und ins Gesicht …
Übernachtung: Kamieskroon Campsite, um diese Jahreszeit nur für Naturburschen (und -Mädchen) zu empfehlen!!!, 160 Rand pro Nacht.
Tageskilometer: 243
Findus2009Themenstarter108 Beiträge · seit 200922. Nov. 2013 · #15
7. Tag Kamieskroon (Mo. 9.9.2013)
Um 7 Uhr sind wir aufgestanden, in der Nacht kühlt es auf 3 Grad herunter. Wir frühstücken in der Damendusche – draußen ist es einfach zu kalt und Ralf läßt die Schlafsäcke in der Sonne trocknen.
Alles ist klamm, auch die Matratze. Die nächste Nacht werden wir noch überleben, dann geht es in den Norden, in die WÄRME. Heute fahren noch einmal in den Namaqualand-Park. Ich bin vollgestopft von diesem Tag, ich weiß überhaupt nicht, wie ich alles beschreiben soll.
Die Blumenpracht ist heute überwältigender, da den ganzen Tag die Sonne scheint. Zuerst gehen wir den Skilpad (Schildkrötenpfad), 4 km. Einfach nur herrlich, zwischen der Pflanzen durch zu laufen. Wir bewundern und fotografierten ohne Ende. Zum Mittagessen treffen wir im „Restaurant“ ein, Ralf hat ein Sandwich, ich das Tagesmenue bestehend aus leckerem Rindfleisch, Kartoffeln, Soße und eine Art Reis. Sehr lecker, aber auch etwas scharf. Ralf darf mein Essen übernehmen, sonst hätte ich Feuer gespuckt.
Anschließend begeben wir uns auf den Korhaan Trail, 6 km. Dieser Trail ist anders angelegt, erst geht es auch durch Blumenfelder, aber dann über Steine, durch einen wasserführenden Flusslauf, ein Steinbock kreuzt unseren Weg - ich sehe ihn natürlich nicht.
Aber dann saust ein Rock Dassie an uns vorbei. Ich brauche eine Pause und schaue auf die schöne Eidechse auf dem gegenüberliegenden Felsen. Mein Mann bemerkt sie auch, sieht aber die Rock Dassie Babies. Erst eins, dann zwei, das dritte ließ sich dann auch noch blicken. Die Mama beobachtet uns.
Später erklärt uns der Ranger, dass ein Rock Dassie so viel frisst, wie ein Schaf. Unglaublich. Dieses Erlebnis war so schön, die Kleinen sahen so kuschelig aus. Der Rest des Weges ist „ereignislos“.
Zurück in Restaurant, diesmal gab es Boerewors mit Brötchen und Marmelade???, Ralf bestellt Pancakes und Ricoffy.
Eine ältere Dame mit Mann und zwei Hardrockersöhnen kommen auch. Sie hat ein I-Pad vor der Nase und fotografiert die Blumen. Ein Beispiel für meine Schwiegermutter …
Wir fahren noch die Runde mit dem Auto, dann verlassen wir den Park und halten am Pannekoek Palais an, das heute offen hat und essen 2 leckere Pancakes mit Zimt und Zucker, dazu gib es einen Tee. Eine ältere Dame mit Hilfe „schmeißt“ den Laden, es war lustig.
Zurück zu unserer Campsite, unterwegs sehen wir noch einen Springbock, einen Rock Dassie und einen weißen Wasservogel. Ralf baut das Zelt wieder auf und wir hoffen auf eine etwas trockenere Nacht. Später gehen wir wieder ins Hotel und bekommen Sandwich und Tomatensuppen zum Aufwärmen. Helmut entfacht dann auch wieder den Kamin für uns.
Ich denke, dass ich eine weitere Nacht überleben werde ...
Findus2009Themenstarter108 Beiträge · seit 200923. Nov. 2013 · #18
Liebe Dagmar,
tja, mit der Damendusche war es im Rückblick schon recht lustig. Ich durfte im Flur des Waschraums das Teewasser erhitzen,
Ralf flüchtete in die Duschkabine, die abschließbar war. Und immer, wenn er sie verlassen wollte, habe ich nachgeschaut, dass keine andere Frau die Räumlichkeiten nutzte ...
Viele Grüße
Petra
Findus2009Themenstarter108 Beiträge · seit 200923. Nov. 2013 · #19
Vielen Dank für die positiven Reaktionen, nun geht es in den Norden ...
8. Tag Augrabies Falls (Di. 10.9.2013)
Die Nacht war noch kälter und nässer als letzte Nacht. Ich bin fix und alle und bitte Ralf einfach nur alles zusammen zu packen und wegzufahren.
In Springbok tanken wir und dann gibt es bei Spar ein gutes Frühstück – im Warmen.
Die Fahrt zu den Augrabies Falls ist ereignislos und auch etwas langweilig. Am Anfang sehen wir noch Blumen (bis Springbok), doch danach ist die Landschaft recht karg. Wir kaufen in einem vergitterten Winkel Tomaten ein und fahren an großen Weinfeldern (Rosinentrocknung) vorbei.
Erst fuhren wir falsch weiter, da der Abzweig nicht richtig ausgeschildert ist oder wir nicht richtig lesen können, aber dann kommen wir doch noch auf die richtige Straße.
Wir campen – in der Hoffnung, dass die Nacht besser wird. Sonst sattele ich morgen in ein Chalet um!!! Der Wasserfall ist klasse. Auch wenn nur wenig Wasser drinnen ist.
Ich freue mich auf den Braai mit Chicken, Kartoffeln und Tomatensalat, falls uns nicht vorher die Rock Dassies, Vögel oder Baboons zuvorkommen.
Für morgen Abend haben wir uns zum Dinner angemeldet, etwas Luxus muss sein.
Übernachtung: Campsite Augrabies, 220 Rand
Tageskilometer: 378
Findus2009Themenstarter108 Beiträge · seit 200924. Nov. 2013 · #20
9. Tag Augrabies Falls (Mi. 11.9.2013)
Die Nacht war erholsam, der zweite Schlafsack ist noch nötig, aber es ist trocken und auch etwas wärmer als in Kamieskroon.
Nachdem uns zuerst die Baboons und die kleinen gelben Felderbällchen beim Frühstück Gesellschaft leisten,
kommt eine Meerkatze direkt an den Campingtisch. Ich rufe nach meinem Göttergatten, aber bis er kommt … Ich habe mich sehr erschreckt - und der arme Affe auch.
Eine Rangerin kommt und sammelt den Müll ein. Zuvor hatten wir vom Zelt aus beobachtet, wie ein Baboon den mit einem großen Stein beschwerten Mülleimer öffnete und nach etwas Essbarem sucht!!! Unfassbar, was diese Tiere für Kräfte haben.
Wir begeben uns auf den Rock Dassie und Gorge Trail. Vom letzteren haben wir eine wunderbare Aussicht in die Schlucht.
Das Wetter ist bedeckt, keine Sonne, also angenehmes Laufen. Der Rock Dassie Trail ist auch schön, aber auch anstrengend. Wir queren öfters Bachläufe (mit viel Wasser), balancieren auf Steinen.
Der Weg führt ein Stück die Straße entlang, durch einen Flusslauf, für die Fußgänger gib es Steine, die teilweile auch mit Wasser bedeckt sind. Nach 3 ¼ Stunden sind wir zurück. Unterwegs sehen wir auch Rock Dassies und Baboons.
Als wir zurück sind, kocht mir Ralf erst einmal eine Bohnensuppe. Den Nachmittag verbringe ich mit Lesen, Ralf mit ausruhen
Wir melden uns nach dem Dinner zum Game Drive an (150 Rand pro Person). Das Essen ist sehr lecker, Kudupie und Kudugulasch, ein Gedicht.
Dann warten wir auf den Fahrer des Game Drives und kommen mit den Mitfahrern ins Gespräch. Er ist Australier, der seine südafrikanische Frau vor über 30 Jahren in London kennenlernte … Nun sind sie zu Besuch in Südafrika.
Die Pirschfahrt mit Mario und warmen Decken beginnt pünktlich, er steuert mit der linken Hand, die rechte Hand hält den Suchscheinwerfer. Ein anderer Mitreisender bekommt auch so ein Teil in die Hand gedrückt und leuchtet wild durch die Gegend. Die Fahrt dauert knapp 2 Stunden. Wir sahen Klippspringer, Antilopen, Kudus, Hasen, Löffelhunde, eine Eule und am Schluss lag nahe am Wegesrand ein riesiges Eland und kaute so vor sich hin.
Wir laufen noch zum beleuchteten Wasserfall, dann ist „Feierabend“.