FlockeThemenstarter10 Beiträge · seit 201311. Nov. 2013 · #1Hallo,
Freitag geht es nun bei uns los und wir sind schon aufgeregt!!!
Ein Thema lässt mir noch keine Ruhe...wir hatten zuerst Flug und Auto gebucht und dann erst die Route zusammengestellt mit dem Ergebnis, das unser Auto, ein Toyota 4x4 Trax von Kea mit 80 l Tank und 2 Reservekanistern jetzt spritmäßig für die Strecke Kasana - Maun durch Chobe und Moremi wahrscheinlich nicht reicht. Ich hatte hierzu irgendwo im Forum schon etwas gelesen, finde es aber leider nicht mehr...entschuldigt, wenn es die Frage schon gibt.
Lt. Autovermietung können nur 2 zusätzliche Reservekanister am Auto mittransportiert werden. Möglichkeit wäre jetzt, noch einen Kanister zu kaufen (wo, an der Tankstelle?), aber wo platziert man ihn im Auto dann am besten? Hat da jemand Erfahrung? Und würde das dann reichen für die Durchquerung, also 80l + 3x 20l = 140l?
Wenn es nicht anders ginge, wäre es denn eine Alternative dann bei Mababe über Shorobe nach Maun zum Tanken zu fahren und dann über South Gate in den Moremi rein, wir würden Zeit verlieren, aber stehen bleiben mag ich auch nicht. Wie ist diese Strecke so?
Lieben Dank und Grüße,
Flocke
Swakop19522'664 Beiträge · seit 201211. Nov. 2013 · #2Ich habe einen Landcruiser, und der ist noch etwas durstiger. Wenn Ihr vernünftig fahrt und nicht immer in den unteren Gängen Vollgas, dann reichen m.E. der Tank + die 40 liter Reserve dicke aus.
Übrigens: Schaut nach, daß die Dichtungen der Kanister nicht lecken, und füllt nur 19 liter rein, ansonsten kann es Euch passieren, daß Ihr eine riesen Spritsauerei im Auto oder auf dem Auto habt. Bei Erwärmung dehnt sich der Sprit böse aus und braucht eben Platz zum Ausweichen. Habe da schon ganz schön eingesaute Fahrzeuge gesehen.
Die Strecken sind sehr sandig.
marc21191 Beiträge · seit 200712. Nov. 2013 · #3Hallo Flocke
Es kommt natürlich auch noch drauf an wie viele Tsge Ihr dafür einplant und wie lange Gamedrives ihr machen wollt. Wir waren da sehr aktiv, waren zwischen Maun und Kasane sechs Tage unterwegs. Dennoch brauchten wir soviel ich mich erinnere nicht mehr als 140 Liter. Aber etwas Vorrat tut ja vielleicht gut.
LG
Marc
Mabe1'068 Beiträge · seit 201312. Nov. 2013 · #4Hallo Flocke,
einen Kanister würde ich nur IM Auto verstauen, wenn er 100 % dicht ist.
Die Sicht-/Fühlprüfung hatten unsere Dichtungen bestanden. Die gefüllten Kanister haben bei der Schaukelei dann doch was an Inhalt verloren. Und sie waren zum Glück nicht im Auto...GGf kann man mit einer Plastiktüte den Verschluss zusätzlich etwas abdichten.
Den Tip mit dem nicht ganz voll machen hast du ja schon bekommen
Gruß
Mabe
SASASOWEWI3'080 Beiträge · seit 200912. Nov. 2013 · #5Hallo Flocke,
im Trax wirst du sicher keinen wirklich geeigneten Platz finden, der Zwischenraum zwischen Bett und Schrank ist zu eng, da passt kein Kanister rein. Die beiden mitgelieferten Kanister sind aussen an der Rückseite angebracht.
Wenn ihr den Kanister innen transportieren wollt kauft euch in jedem Fall irgendwas zum sichern und probiert in jedem Fall ob die hoffentlich mitgelieferte Einfüllhilfe auch auf den Kanister passt, es gibt zwei verschiedene Varianten und die passen nicht auf jeden Kanister. Zur Not tuts auch eine abgeschnittene Wasserflasche. Nehmt Handschuhe mit, kann man immer gebrauchen.
Ach ja, und probiert die Gasflaschen bei Übergabe in jedem Fall aus, ich habe gerade Leute getroffen bei denen die Flaschen ohne funktionierendes Ventil mitgegeben wurden, wir hatten zum Glück ein passendes Teil dabei und haben damit dafür gesorgt das die Jungs auch kochen konnten....
Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen das ihr zwischen Kachikau und Ghoha an die Belastungsgrenze des Fahrzeuges kommen werdet, ich bin da auch mal mit einem Trax gefahren, würde ich nicht wieder tun.
lg sasowewi
Topobär5'479 Beiträge · seit 200912. Nov. 2013 · #6Wir haben mit einem 4,2l Saugdiesel Landcruiser auf der Strecke Kasane - Linyati - Savuti - North Gate - Xakanaxa - Third Bridge - Maun, incl. Gamedrives in 5 Tagen ca. 120l verbraucht. Habe aber immer auf eine sehr Sprit sparende Fahrweise geachtet.
yyy777yyy137 Beiträge · seit 200712. Nov. 2013 · #7Wir haben vor kurzem auf der gleichen Strecke wie Topobär auch mit dem 4,2 Liter Landcruiser 97 Liter Diesel verbraucht, allerdings fast alle Strecken ohne Allrad gefahren, da wir von Kachikau bis Ghoha und die gesamte Sandridge leichten Regen hatten.
Zum Nachfüllen habe ich immer einen alten simplen Lebensmitteltrichter mit und etwa 50 cm Gartenschlauchrest (1/2 Zoll unten auf den Trichter draufgesteckt), funktioniert blendend.
Zusätzlich kannst du auch 1 oder 2 leere 5 Liter Wasserflaschen in Kasane mit Diesel füllen lassen und sobald als möglich einfüllen, damit du keine Sauerei im Fahrzeug anrichtest (mindestens einer passt schon in Kachikau rein und dann startest du sozusagen ab dort mit vollem Tank).
Die Strasse von Shorobe zum Vet-Zaun bekommt auch gerade einen neuen Belag, dann fallen dort die Sandlöcher weg, spart auch schon wieder etwas Diesel.
lg
Ronny
WEwernerbauerGast12. Nov. 2013 · #8Ich kann nicht wirklich verstehen, warum man auf so einer Strecke durch Nichtbenützung des Allradantriebes Sprit sparen sollte?
Grüße Werner
Swakop19522'664 Beiträge · seit 201212. Nov. 2013 · #9Lieber Werner,
ganz einfach die Regeln der Physik. Lernt jeder Ingenieursstudent im ersten Semester.
Um es ganz einfach zu sagen:
Untersetzung erfordert höhere Drehzahlen, und höhere Drehzahlen mehr Sprit.
Jedes zusätzliche Antriebselement wie jede zusätzlich angetriebene Achse hat Reibungswiderstand und erfordert mehr Energie. 😉
Leider hat mein LC Dauer-Vierrad, da hat man aber den Unterschied wenn man auf Untersetzung zurückschaltet.
LG
H.
yyy777yyy137 Beiträge · seit 200712. Nov. 2013 · #10Hallo Werner,
wenn du meinen Beitrag ansprichst, handelt es sich um einen Doppelvorteil im Sprit sparen.
Erstens, wie swakop auch schon erklärt hat, eine gesamte Antriebsachse mit allen dazugehörigen Bauteilen nicht zu verwenden spart einfach Sprit, da einiges an Widerstand wegfällt.
Zweitens der leichte Regen, er verfestigt den Sand deutlich und der höhergelegte Landcruiser fährt genau in der Spur wie auf einer festen Oberfläche, fast wie betoniert, damit ist Allradantrieb oder gar Untersetzung überhaupt nicht nötig.
lg
Ronny
Cadope90 Beiträge · seit 201312. Nov. 2013 · #11Hallo Flocke,
als Anhaltspunkt:
sind mit einem Toyota Hilux 3.0l mit 5 Pers plus Dachzelten und voll beladen auf der Strecke Kasane/Linyanti/Savuti/Xakanaxa/Thrid Bridge/Maun insgesamt 650 km gefahren inkl. Game Drive bei den Blackpools und haben 125l Diesel verbraucht.
Und fast die gesamte Strecke im Allrad.
Schöne Grüße,
Cadope
WEwernerbauerGast13. Nov. 2013 · #12Hallo Swakop, Ronny und Flocke
Danke Swakop für die Belehrung, die aber verfehlt ist, weil von Allrad und nicht von Untersetzung die Rede war; in H4 ist die Motordrehzahl ja nicht erhöht.
@ „Physik“ bzw. Mechanik, meine ich, dass die paar Prozent mehr Benzinverbrauch infolge Reibung und bewegter Masse im vorderen Antriebsstrang gegenüber dem erhöhten Rollwiderstand und dem Fahren in den niedrigen Gängen bzw. höherer Drehzahl unter diesen Fahrbedingungen kaum ins Gewicht fallen. Da durch den Allrad die Traktion verbessert wird, kann man u. U. sogar mit weniger „Gas“ fahren als ohne. Der von Ronny zitierte geringere Verbrauch kann also durchaus auch durch den geringeren Rollwiderstand infolge der nassen bzw. festeren Spur erklärte werden bzw. nicht bloß durch das Nichtzuschalten des Allradantriebs.
@Flocke: Flocke, ich meine ihr solltet auf dieser Strecke auf keinen Fall versuchen Sprit durch Nichtzuschalten des Allradantriebs zu sparen, auch wenn das unter sehr günstigen Bedingungen (hohes Drehmoment, Bodenfreiheit und Fahrkönnen sowie feuchte/feste Spur) u. U. ginge. Verwendet den Allrad auf jeden Fall, dazu ist er da. Vielleicht verbraucht ihr 0,5 Liter/100 km mehr (und mehr macht das nicht aus) aber ihr seid auf der sicheren Seite und schont noch dazu die Spur.
Grüße, Werner
P.S. Ich persönlich würde nie Benzinkanister im Auto transportieren, sondern nur außen.
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200813. Nov. 2013 · #13Hallo, Flocke!
Ich möchte dir dringend davon abraten, dem leichtsinnigen „Tipp“ zu folgen,
Kraftstoffvorräte in 5 Liter-Einwegwasserkanisterchen zu füllen!
Diese dünnwandigen Wasserbidons sind sehr unsichere Gefäße! Uns sind sie nicht nur einmal aufgeschlissen und das Wasser lief aus..., – das ergäbe dann mit Benzin eine gefährliche Situation...
Es gibt natürlich Leute, die das gemacht haben, ohne dass etwas passiert ist - es gibt aber auch ganz andere Geschichten...
- und die sind einem Autovermieter nicht soo einfach zu erklären.
Kraftstoffe gehören IMMER in die dafür vorgesehenen Behälter! Grundsätzlich und ausnahmslos. Hier und allemal auf den Rüttel-Pisten Afrikas!!
Frage bei deiner Auto-Vermietung nach einem weiteren 20 l Kraftstoffkanister, wenn du eine zusätzliche Bevorratung von Kraftstoff haben möchtest.
Ja, - und immer schön zwischen Untersetzung 4x4 und Normalbetrieb 4x4 unterscheiden... 🤪
Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
Topobär5'479 Beiträge · seit 200913. Nov. 2013 · #14Ich will jetzt nicht mit physikalischen und mechanischen Herleitungen kommen, sondern nur meine eigenen empirischen Erkenntnisse kund tun. Wir hatten hier in Deutschland auch mal eine Zeit lang einen Landcruiser. Bei identischen Straßenverhältnissen hat der Wagen in H4 rund 40% mehr verbraucht als in H2.
Das man mit in H4 weniger Gas geben muss als bei H2 ist ausgemachter Unsinn. Die benötigte Kraft für den Vortrieb bleibt immer gleich, egal wieviele Räder angetrieben werden.
Ich fahre nur dort wo man die Traktion von 2 angetriebenen Achsen braucht mit H4. Ansonsten nur mit Heckantrieb. Ich glaube viele hier haben gar keine Vorstellung davon, was alles noch problemlos mit Heckantrieb zu fahren ist. Die Notwendigkeit von Allrad wir meistens arg überschätzt. Viel wichtiger sind Bodenfreiheit und Robustheit.
Toni_1962256 Beiträge · seit 201213. Nov. 2013 · #15yyy777yyy schrieb:
Zusätzlich kannst du auch 1 oder 2 leere 5 Liter Wasserflaschen in Kasane mit Diesel füllen lassen und sobald als möglich einfüllen, damit du keine Sauerei im Fahrzeug anrichtest (mindestens einer passt schon in Kachikau rein und dann startest du sozusagen ab dort mit vollem Tank).
Mach das bitte NICHT !! NIEMALS !!
Das geht mit Benzin, nicht mit Diesel! Diesel greift nach kürstester Zeit das Plastik so an, dass du eine rießen Sauerei im Auto hast. Bitte verwende auch nicht die bekannten 25 l Plastikkanister, die du im Supermarkt und in den Läden häufig bekommst (In Rakops decken sich ja manche CKGR Fahrer damit im Shop neben der Tankstelle ein und in Ghanzi wird dann Auto und Gepäck gesäubert ... ) auch diese sind NICHT Diesel resistent, sondern reine Wasserkanister !!
SASASOWEWI3'080 Beiträge · seit 200913. Nov. 2013 · #16@ lillytrotter,
auch wenn wir ja oft unterschiedlicher Meinung sind, bei deinem Beitrag hast du meine 100%ige Zustimmung! 😉
Ich hab mal eben nachgeschaut und meinen Verbrauch ermittelt:
Land Rover 110, das Problem mit zuschalten von Allrad habe ich nicht, er hat permanenten Allrad....:
Von Kasane Tankstelle bis Maun Tankstelle 874 km (verteilt auf 9 Tage), dafür verbraucht 125,39 Liter = 14,39 / 100km.
20 Liter wurden aus Kanister nachgetankt unterwegs.
lg sasowewi
FlockeThemenstarter10 Beiträge · seit 201314. Nov. 2013 · #17Ich danke Euch allen für die Hinweise und Vergleichsangaben, wieviel selbst jeder auf der Strecke ungefähr schon verbraucht hat, Ihr habt mich beruhigt! 🙂
Diesel in Plaste ist demnach nicht so gut, daher werden wir schauen, das wir noch einen richtigen zusätzlichen Kanister vor Ort bekommen. Wenn uns den die Autoverleihung nicht geben will, weil ich könnte mir vorstellen, das sie es nicht so gerne sehen, einen Kanister im Auto rumkullern zu haben, weiß jemand wo wir den kaufen können? Wir leihen das Auto in Joburg aus, vielleicht dort gleich irgendwo? An der Tanke?
Liebe Grüße,
Flocke
WEwernerbauerGast15. Nov. 2013 · #18Hallo Topobär, nachdem alle Fragen von Flocke schon beantwortet wurden, erlaube ich mir nun doch dieses Themenhijacking: Über deine Zuschrift weiter oben betr. 40 % (!) mehr Spritverbrauch im 4x4 gegenüber 2x4 Betrieb habe ich jetzt lange, aber ohne Erleuchtung, gegrübelt. Daher meine Bitte um eine Erklärung wie <5 % mehr bewegte Masse und „innere“ Reibung 40 % mehr Spritverbrauch verursachen können, bei gleicher Strecke und Fahrweise! Du schreibst zwar „Ich will jetzt nicht mit physikalischen und mechanischen Herleitungen kommen, sondern nur meine eigenen empirischen Erkenntnisse kund tun.“ Aber könntest du es bitte trotzdem für Laien allgemein verständlich erklären.
Danke im Voraus für die Mühe und Grüße, Werner
Tomcat1'155 Beiträge · seit 200616. Nov. 2013 · #19Topobär schrieb:Ich will jetzt nicht mit physikalischen und mechanischen Herleitungen kommen, sondern nur meine eigenen empirischen Erkenntnisse kund tun. Wir hatten hier in Deutschland auch mal eine Zeit lang einen Landcruiser. Bei identischen Straßenverhältnissen hat der Wagen in H4 rund 40% mehr verbraucht als in H2.
Das konnte ich an unserem HZJ 78 noch nie feststellen, wäre auch eher schlechte Ingenieurkunst, wenn das zuschalten vorn ein paar Zahnrädern 40% mehr Verbrauch verursachen würde… oder meinst Du L4 😉
lg tom
Swakop19522'664 Beiträge · seit 201216. Nov. 2013 · #20Ich weiß nicht, was diese Haarspalterei soll, grundsätzlich ist ein erheblicher Mehrverbrauch gegeben, wie Topobär ganz richtig schreibt. Wieviel genau ist unterschiedlich von Fahrzeug zu Fahrzeug, von Fahrer zu Fahrer, von Fartstrecke zu Fahrtstrecke.
Ein Spritkanister kostet ganze 20 Euro, dann kauft man sich eben einen und gut ist es. Und die fahre ich mit Diesel seit Jahren im Fahrzeug herum ohne inzwischen gestorben oder explodiert zu sein. Dafür gibt es zwei Voraussetzungen: 1 liter weniger als Kapazität einfüllen (19 statt 20 liter), und sorgen, daß die Dichtung in Ordnung ist, oder gleich eine Reservedichtung kaufen (habe immer eine im Handschuhfach). Und immer Karton unter den Kanister zum Aufsaugen bei etwaigen Leckagen. Je nach Schwere des Geländes können immer kleine Leckagen vorkommen.
Mietkanister lecken meistens, weil die Dichtungen dauerhaft gequetscht sind und nicht geöffnet gelagert werden.