Was sind die größten Fehler als Selbstfahrer?

32 Antworten · 5'489 Aufrufe · gestartet 25. Okt. 2013 von juergensreisen
Antworten
11 Beiträge · seit 201327. Okt. 2013 · #21
Hallo zusammen ,

Siri und ich waren als Selbstfahren unterwegs ....mit einem Stink-normalen Auto.
Wir mussten uns anhören: wie 2 Frauen allein unterwegs ? Und nicht mit 4 x 4 das auch noch ?
Dabei ist alles tip-top gelaufen ....

Ich formuliere es anders .

Was haben wir richtig gemacht ?

- Wir haben ein Auto von einer Autovermietung , die ich kenne und gute Erfahrungen gemacht habe
- Wir haben darauf geachtet , daß Reifen und Glas in der Versicherung inklusiv ist
- Wir sind ganz gemütlich gefahren und sicherlich nicht gerast ........wir waren im Urlaub , wollten die Landschaft geniessen , viele Bilder machen und waren nicht auf der Flucht .
- Wir hatten nur Zimmer in Etosha reserviert und dann in der 2. Woche in Swakop , so daß wir sehr flexible waren und nicht unter Druck waren .
- Wir haben den Reifendruck in den Tankstellen anpassen lassen : auf schlechten Strassen weniger Druck.
- Wir haben 2 x Öl und Wasser checken lassen .
- Raser überholen lassen und Abstand nehmen ( wegen Steinschlägen ) .....( verstehe immer noch nicht , wenn sie auf den pads beeindrucken wollen ??? Die Wildschweine ???? 😉 )


Es hat uns nicht gehindert, eine Reifenpanne zu haben . 2 netten Namibier haben uns den Ersatzreifen montiert .....der eine hat uns von der Weite gesehen, der alte Mann sprach kaum Englisch . Wir haben GAR nix angefasst .....!!!!! Der andere arbeitete in einer Lodge , wir hatten ihn mitgenommen ...er hat für uns a ) ein Zimmer ( die Strasse war so sch ....daß ich nicht zurückfahren wollte ) und b) die Montage von dem neuen Reifen gleich am nächsten Tag für uns organisiert

Tip top die Namibier !!!!!
Wir sind Strecken gefahren , wo keine Saue unterwegs war ....Stundenlang .....und wo es auch kein Netz gab.
In Namibia mal zu fahren hat ein grosser Vorteil : es wird nie wieder über die Strassen in Deutschland geschimpft 😉
😉
und wir haben das Auto einwandfrei zurückgegeben.

Nachts fahren ist tatsächlich eine Herausforderung wegen den Tieren (vor allem bei Dämmerung ), da ist grosse Vorsicht angebracht .

Die " Strassen " sind wie sie sind ....und es gilt seine Fahrweise danach anzupassen.

Ich denke .....daß die 3 grössten Fehler die man machen kann, ist Angst zu haben, zu viel machen und sehen zu wollen , und zu rasen .

nur gute Erfahrungen, wir haben es nicht bereut .

Viele Grüsse Val
297 Beiträge · seit 200727. Okt. 2013 · #22
Val schrieb:

Es hat uns nicht gehindert, eine Reifenpanne zu haben . 2 netten Namibier haben uns den Ersatzreifen montiert .....der eine hat uns von der Weite gesehen, der alte Mann sprach kaum Englisch . Wir haben GAR nix angefasst .....!!!!!
...
Tip top die Namibier !!!!!

Ihr habt Euch einen Reifen montieren lassen. Von einem alten Mann? Als Selbstfahrer sollte man sowas ev auch selber können? 😛
zuletzt bearbeitet 27. Okt. 2013
11 Beiträge · seit 201327. Okt. 2013 · #23
Hi Striefenhörner,

guter Punkt ....;-)
wir wissen schon wie es geht .... Meine einzige Sorge war die Schrauben nicht aufzukriegen, wenn sie zu fest sind. aber wenn jemand es uns sooooo nett anbietet, den Reifen zu wechseln...dann sage ich natürlich nicht nein. Wir sind nicht da wie 2 Blondinen gestanden .... 😛 .
Ich fahre lang Strecken in Deutschland und kann Dir sagen , daß leider heute zu Tag selbst muss die Frau sein .
In Deutschland glotzt Man(n) dumm und fährt weiter , ohne zu fragen, ob man Hilfe braucht.

Es hört sich vielleicht dumm an aber dies gehört zu den Kleinigkeiten, die man nie vergisst....weil man sie bei uns leider verlernt hat.
schönen Sonntag
Val
5'538 Beiträge · seit 200827. Okt. 2013 · #24
Off Topics:

Hallo Streifenhörnchen, hallo Val,

ich habe schon so manchen Reifen gewechselt, aber immer nur bei anderen Leuten. Fast immer, wenn ich eine Panne hatte, haben sich sofort unaufgefordert nette Menschen gemeldet, die mir die Arbeit unbedingt abnehmen wollten. Und da konnte ich natürlich nie nein sagen, obwohl ich keine Frau bin.

Liebe Grüße von der noch morgendlich trüben Atlantikküste
Gerd
11 Beiträge · seit 201327. Okt. 2013 · #25
Och Mensch Gerd ...ich dachte, wir hätten von dem Frauen Bonus profitiert 😉 LOL - Spaß beiseite .....so gehört sich es auch , meiner Meinung nach.

viele Grüsse aus der Bayerischen Hauptstadt im Herbst Mantel
Val
1'125 Beiträge · seit 200627. Okt. 2013 · #26
Hallo, Leute!
Ich habe jetzt viel gelesen - mit dem Rat, nicht zu schnell zu fahren und überschaubare Tagestouren zu planen. Alles richtig und manchmal überlebenswichtig. Aber was nützt das, wenn man sich einen Boliden mietet, der danach schreit, dass man sich wie auf Deutschlands Autobahnen fühlen soll??? Ich biete einen dritten Weg an: Kauft Euch einen alten Landrover. So 40 Jahre sollte er auf dem Buckel haben.
Ich erzähle ein Geschichtchen: 1993 habe ich mir von der Armee den LR gekauft, den Ihr im Avatar seht. Baujahr 1963. Die Umbauten kosteten Zeit (und Geld), und man hat ja auch nicht ewig Urlaub. Also habe ich damals noch auf eigene Faust nur eine kleinere Tour von Mafikeng aus in den Süden Namibias gemacht (AiAis). Ich kam zurück und war entsetzt. Sofort wollte ich das Auto wieder verkaufen. Mehr als 65 km/h kannst Du kaum fahren; wenn's an die 70 geht, sind die Benzinkosten nicht mehr zu bezahlen. Ich setzte also eine Anzeige auf und bat meine Schwester, diese in der 'Mafikeng Mail' zu veröffentlichen. Ich flog zurück - und merkte plötzlich: Der Fehler liegt nicht im Auto, der Fehler liegt in mir. Die Anzeige wurde zurückgezogen, das Auto gehört immer noch mir. Ich fahre nie schneller als 65, und nie mehr als 300 km am Tag - in der Nacht oder auch nur Dämmerung sowieso nicht. Mein Auto hat mich zur Gelassenheit erzogen.
Mein Kaufratschlag ist nicht ganz durchzuführen, ich weiß, aber es zeigt sich etwas darin.
Herzlichen Sonntagsgruß von der Ostsee!
Rodrigo
Omnia vincit amor
11 Beiträge · seit 201327. Okt. 2013 · #27
das ist ein Beitrag ! Danke dafür ....
Dein Wort in Gottes Ohr Rodrigo ....eine Namibiareise zu nutzen, um Gelassenheit zu lernen !
Themenstarter30 Beiträge · seit 201327. Okt. 2013 · #28
Da hast Du aber wirklich Recht. Bei meinen vielen Versuchen kommt das aber nicht infrage.
Themenstarter30 Beiträge · seit 201327. Okt. 2013 · #29
Auch in Namibia?
Themenstarter30 Beiträge · seit 201327. Okt. 2013 · #30
Ich bin sicher, ihr hättet die Reifen auch selber montieren können. Aber wenn es nette Menschen giubt, warum dann?
Hinzu kommt, dass der nette Helfer noch stolz ist, einem Europäer geholfen zu haben.
Themenstarter30 Beiträge · seit 201327. Okt. 2013 · #31
Ich möchte mich noch einmal ganz herzlich für die vielen guten Ratschläge bedanken. Wie gesagt, werde ich öfters in meinem Blog gefragt, was die größten Fehler sind, die man als Selbstfahrer in Namibia machen kann.
Die meisten genannten Fehler kenne ich zur Genüge oder habe sie selber schon gemacht. Es sind aber einige Antworten dabei, darauf wäre ich nicht so schnell gekommen, obwohl man sie als Oftfahrer in Namibia kennt.
Ich werde diese vielen guten Antworten zusammenfassen und die Fragen beantworten.

Euch allen nochmals vielen Dank.

Da ich auf meinem Blog nichts verkaufe, nehme ich an, dass ich die Blogadresse hier verraten darf. Ich würde mich freuen, wenn ich einen kleinen Überblick über die Erlebnisse meiner Namibia-Fahrten geben kann.
Vielleicht trifft man sich irgendwann in Namibia auf einer einsamen verstaubten Straße

Hans-Jürgen Röttger

www.staedtereisen-flugreisen-afrikareisen.info
11 Beiträge · seit 201327. Okt. 2013 · #32
Hallo Hans-Jürgen ,

Danke an Dich ebenfalls .
Ich denke, daß egal wohin man reist .....es kann immer was passieren. Eine gute Vorbereitung ( sich erkundigen ) ,eine Portion gesundes Menschenverstandes und Abenteuerlust ist das A und O .
Ich musste über manche Kommentare in den Lodges schmunzeln .....darüber, was die Namibier tun sollten, damit alles " besser wird " . Mein Gott noch .....Take it the way it is, enjoy it & make the best out of it .

Für alles andere gibt es immer noch den Urlaub am Bodensee ....;-)
schönen Sonntag
Val
1'287 Beiträge · seit 200827. Okt. 2013 · #33
Hallo zusammen,

also meine ersten Fehler als Selbstfahrer bei meiner ersten Tour durch Namibia (Südnamibia bis FishRiver - Sousulvlei - Swakop - Etosha - Warterberg) waren:

Ich habe unterschätzt, dass die Infrastruktur außerhalb Windhoeks nicht mit der in Deutschland zu vergleichen ist. Das führte zu folgenden "Fehlern":

1.) Zu wenig Bargeld abgeholt -> da kommt sicher bald unterwegs ein ATM
2.) Zu wenig eingekauft -> da kommt sicher bald noch nen Supermarkt
3.) Nicht immer getankt wo es möglich war -> da kommt sicher gleich ne Tankstelle

Wir waren auf der Standardroute in Lodges unterwegs, also alles kein Beinbruch, aber als es dann in Lüderitz an der Tankstelle kein Benzin gab und wir dann überrascht waren, dass der Wagen auf dem Weg nach Aus (aufwärts) doch mehr verbraucht hat als vorher, waren wir in Aus froh mit dem letzten Bargeld den (fast leeren) Tank doch noch voll zu kriegen.

Gruß
Carl
Madam und Boss Unterwegs (2014/15) "Bacon and Eggs - A day's work for a chicken; A lifetime commitment for a pig." (Anon) "I will go anywhere, provided it be forward" (David Livingston)