Mit welchem Programm bearbeitet ihr eure Fotos?

38 Antworten · 7'151 Aufrufe · gestartet 16. Okt. 2013 von fittken
Bilder klein
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1'155 Beiträge · seit 200618. Okt. 2013 · #21
JPEG in höchster Qualität reicht eigentlich für den Hobbyknipser. Die Bilder gehen ja nicht in den Druck… und ob das Blau, Rot usw.. 100% Farbecht ist und alle 10‘000 Grautöne rausgeholt werden können ist für die Meisten auch nicht so wichtig..

Viel wichtiger ist eine gescheite Software wie das hier oft zitierte LIGHTROOM wo grosse Mengen an Bilder schnell und einfach verarbeitet und sortiert werden können.

Die Bilder die aus der Kamera kommen, sind oft nicht korrekt belichtet und wirken flau. Mit Lightroom oder einer anderen Software macht man schnell das Bild etwas dunkler… hebt das „Schwarz oder den Kontrast“ etwas an und stellt die Sättigung etwa hoch. Das dauert pro Bild etwa 15-20 Sekunden und das Ergebnis ist dann schon viel besser…

Unbearbeitet

h15565ef.jpg


Bearbeitet

hf3924ab.jpg
256 Beiträge · seit 201218. Okt. 2013 · #22
jetzt sei mir nicht böse,
aber
dein bearbeitetes Foto wirkt für mich schon unnatürlich
1'155 Beiträge · seit 200618. Okt. 2013 · #23
Hallo Toni

... nein keine Angst... das ist ein guter Punkt den Du ansprichst. Wo sind die Grenzen? Ein Fotograf ist heute nicht mehr "nur" Fotograf... er ist auch Fotodesigner. Aber oft ist es zu "viel" auch meiner Meinung nach... Wobei ich persönlich diese Beipspiel oben noch erträglich finde...

Aber schau einmal diese Analogbild aus Australien an. Das war mit Fujichrome Veliva (das war der Film für knalligen Farben) fotografiert und ohne jeglichen Filter. Da gab es früher Magazine wie etwa GLOBO... die haben bedingungslos nach "knalligen" Farben verlangt. GEO oder MERIAN die standen eher auf Kocachrome Farben... zurückhaltend und neutral... früher hat man die Anforderungen der Kunden eben mit Filmen und Polfiter abgebildet ... heute macht man das mit Reglern in der Software...


hf7ca3ae.jpg
zuletzt bearbeitet 18. Okt. 2013
39 Beiträge · seit 201018. Okt. 2013 · #24
Exzessive Nachbearbeitung hat es in der Fotografie eigentlich schon immer gegeben. Früher wurde in der Dunkelkammer abgewedelt, aufgehellt, beschnitten was das Zeug hält. Und wenn's dann immer noch nicht passte wurde halt retuschiert. Nur waren diese Werkzeuge nicht so ohne weiteres jedem zugänglich - ganz wie die Fotografie selbst. Heute hat sich halt alles auf digitale Ebene verschoben und es gibt halt mehr Möglichkeiten. Der eine braucht's nicht, dem anderen macht's Spass und ein weiterer verdient vielleicht Geld damit.

Bei mir findet erstes sichten, aussortieren und bewerten mittels Photo Mechanic statt. Ich kenne kein schnelleres Programm im Anzeigen von RAW Daten weil Photo Mechanic hierfür das im RAW eigebettete JPG verwendet und nicht erst groß konvertieren muss.

RAW Umwandlung und Bildgestaltung in Capture One (Ich mag Lightroom nicht)

Katalogisieren dann in Media Pro.

LG, Peter
Grüße aus Hout Bay, Peter www.peterhoehsl.com
487 Beiträge · seit 201218. Okt. 2013 · #25
Hallo,

nach vielen Test bleibt für mich für die RAW Bearbeitung nur noch Lightroom, Capture One und Niksoftware übrig.

Jpgs frusten nur.
www.save-wildlife.org www.sptr.de
8 Beiträge · seit 201310. Dez. 2013 · #26
Ist mir auch schon etwas peinlich, aber bei mir ist es ganz klassisch PhotoShop, also nichts sonderlich professionelles, aber es erfüllt seinen Zweck bestens 😉
"Man reist ja nicht um anzukommen, sondern um zu reisen." (Johann Wolfgang von Goethe)
7 Beiträge · seit 201310. Dez. 2013 · #27
Ich arbeite mit zwei Speicherkarten in jedem Gehäuse parallel - die eine speichert Raw, die andere JPEG.
Für den JPEG-Schacht ist die Kamera so voreingestellt, dass eine Nachbearbeitung für das einfache Zeigen und Ansehen nicht erforderlich ist.
Die Raw-Dateien werden komplett auf der Festplatte abgelegt und bleiben dort unbearbeitet, bis ich eine spezielle Aufnahme für einen besondern Zweck - großer Abzug, Poster, Veröffentlichung usw. - benötige. Erst dann mache ich mir die Arbeit des Bearbeitens, und zwar in Photoshop.

LG Anita
223 Beiträge · seit 201310. Dez. 2013 · #28
Hallo Alexander,

wenn du mit Windows 7 arbeitest, kannst du bei deinen JPEG "öffnen mit" anklicken und als nächstes " Microsoft Office Picture Manager".

Wenn du deine Fotos bisher noch nie bearbeitet hast, reicht dir das möglicherweise.

Sonst Lightroom5. War jetzt gerade im Angebot für 90 E. als Download, ist aber ,glaube ich, schon vorbei.

viele Grüße
Silke
leben und leben lassen 4 Wochen Namibia 2009 3 Wochen Namibia 2010
387 Beiträge · seit 200911. Dez. 2013 · #29
Photoshop muß es nicht sein.
Für einen guten Hobbyfotografen genügt Photoshop Elements. Der kleine Bruder. Kostet ca. 80 Euro. Einarbeitung relativ einafch.
Wenn es Photoshop oder Lightroom sein sollen.
Die "Studentenversion" d.h. die preislich erheblich reduzierte Version kannst du mit einer Anmeldung bei einer Volkshochschule bekommen.

Siggi
Siggi Menschen für Afrika begeistern http://www.safaris-in-afika.de
223 Beiträge · seit 201312. Dez. 2013 · #30
Hallo Siggi,

du meinst sicherlich die Studentenversion von Photoshop,
denn für Lightroom brauchst du nichts dergleichen. 🙂

liebe grüße
Silke
leben und leben lassen 4 Wochen Namibia 2009 3 Wochen Namibia 2010
387 Beiträge · seit 200912. Dez. 2013 · #31
Hallo Silke,
ich meine gestern beim Media Markt die Lightroom Studentenversion gesehen zu haben (Irrtum vorbehalten).
Ich schau noch einmal nach.

Gruß
Sigi
Siggi Menschen für Afrika begeistern http://www.safaris-in-afika.de
zuletzt bearbeitet 12. Dez. 2013
8 Beiträge · seit 201320. Jan. 2014 · #32
Vielleicht lieg ich ja falsch, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Anmeldung bei einer Volkshochschule reicht, um die Studentenversion zu bekommen.
"Man reist ja nicht um anzukommen, sondern um zu reisen." (Johann Wolfgang von Goethe)
256 Beiträge · seit 201220. Jan. 2014 · #34
Tomcat schrieb:

Unbearbeitet

📎 h15565ef.jpg


Bearbeitet

📎 hf3924ab.jpg
Ich glaube, dass das unbearbeitete Foto die natürliche Gegebenheit besser widergibt.
Zumindest finde ich es realistischer und besser!

Ich finde es beim Vergleich der Fotos mit meinen Mitreisenden immer nach der Reise erstaunlich, wenn die mir schönste Fotos zeigen, blauster Himmel, satteste Farben, ich aber immer sagen muss, ich war zwar dabei, aber das habe ich nicht gesehen, in dem Augenblick als ich abdrückte, war es war diesiger, staubiger, getrübter ... 😛
zuletzt bearbeitet 20. Jan. 2014
271 Beiträge · seit 201020. Jan. 2014 · #35
Hallo.

Anmerkung zum bearbeiten von Bildern.

Ich habe mir einmal ein ganzes Album versaut, da ich mit einem falsch kalibrierten Monitor gearbeitet habe.
Ich habe also alle Bilder bearbeitet und die Farben verstärkt/ Weißabgleich geändert, Album erstellt und dann natürlich ohne Nachbesserungen den Auftrag abgeschickt (Hatte ja alles eingestellt). Später war die Überraschung und Enttäuschung groß.

Grundsätzlich sind Monitore auf das Internet surfen und schreiben von Texten eingestellt, dass bedeutet etwas bläulich. Und da die Ausgangsbasis falsch ist, können die nachgearbeiteten Bilder abweichen von den gewünschten Farben.

Ich arbeite inszwischen mit einem Kalibrierunggerät (~100€) und bin nun mit den Ergebnissen zufrieden.

Gruß,
Marcus

Beispiel:

Falsch

h6141428.jpg


Besser/ Richtig

h4277026.jpg
http://www.cherishing-the-moment-photography.com/ (auch Bilder aus Afrika)
58 Beiträge · seit 201320. Jan. 2014 · #36
Hallo zusammen,
für mich z.B. heißt bearbeiten nicht unbedingt verfremden. Horizont gerade ausrichten, stürzende Linien korrigieren, Flecken entfernen, Bildausschnitt ändern.... Kleinigkeiten mit denen ich das Foto so bearbeite, daß es mir besser gefällt. Bereits bei der Aufnahme lege ich doch schon mal den Ausschnitt so wie ich die Szene sehen will, habe evtl. ein Tele mit dem ich das Motiv vergrößere, den Eindruck verdichte usw. Wenn ich einen Fotoapparat benutze, bilde ich einen Ausschnitt der Welt, nicht die Realität ab. Extrem verfremdete Landschaftsaufnahmen gefallen mir auch nicht unbedingt, aber wers mag. Wie ich schon am Anfang des Thread schrieb, es gibt eine Software, mit der ich, ohne viel Geld für riesige "Profi"-Programme auszugeben zu müssen, dessen Möglichkeiten ich dann nur zu 20% nutze, bequem meine Fotos bearbeiten kann: JPG-Illuminator. Kostenlos runterzuladen: http://www.jpg-illuminator.de/ . Funktioniert ohne Installation auf der Festplatte, sogar vom USB-Stick.
Gruß
Hans
58 Beiträge · seit 201320. Jan. 2014 · #37
@Mac73
Eigentlich sind die Consumer-Geräte auf den sRGB Farbraum eingestellt, der dann auch vom Verarbeiter weiter genutzt wird, wenn ich natürlich zuviel am Foto verändere, kanns heikel werden. Dein Foto sieht mir eher aus wie falscher Weißabgleich bei der Aufnahme.
Gruß Hans
Gast20. Jan. 2014 · #38
Hallo,
Mac73 schrieb:Grundsätzlich sind Monitore auf das Internet surfen und schreiben von Texten eingestellt, dass bedeutet etwas bläulich.
Das ist nicht richtig, wenn sie das wären, dann würden sie z.B. werksseitig mit deutlich reduzierter Helligkeit ausgeliefert, was aber nicht der Fall ist. Die billigen Monitore sind in Ihren technischen Möglichkeiten einfach sehr beschränkt. Sie werden dann werksseitig mit viel zu hoher Helligkeit, hohem Kontrast und häufig einem Weißpunkt mit zu hoher Farbtemperatur ("bläulich") ausgeliefert, damit zumindest der weniger versierte Konsument denkt, er hätte einen tollen Monitor mit knackiger Darstellung.

Mit einem Colorimeter ("Kalibrierungsgerät") kann man ein paar Dinge am Monitor verbessern, aber eine Kalibrierung und Profilierung mit einem Colorimeter macht aus einem miesen Monitor keinen High-End-Monitor. Sie holt nur aus dem miesen Monitor noch das bestmögliche heraus. Auch bei den Colorimetern gibt es Unterschiede. Der Amateuren recht beliebte Spyder 3 verschlimmert z.B. viele Dinge noch.

Mal ein paar typische Punkte:

Helligkeit:
Werksseitig werden viele Consumermonitore mit Helligkeiten um die 300 cd/m² ausgeliefert, weil so ein helles Bild fälschlicherweise meist mit "Qualität" assoziiert wird. Wenn man dann mal Fotoabzüge oder Fotobücher bestellt, findet man die Bilder da häufig zu dunkel. Sie sind aber auf Papier nicht zu dunkel, sondern am eigenen Monitor absurd hell. Das Papier hat eben keine eingebaute Beleuchtung. In der Druckvorstufe wird am Monitor mit Helligkeiten von 80-120 cd/m² gearbeitet. 120 cd/m² sind auch für den privaten Gebrauch ein guter, augenfreundlicher Richtwert. Die Helligkeit kann man mit einem Colorimeter messen und dann einstellen.

Weißpunkt
An vielen Monitoren ist der Weißpunkt werksseitig falsch eingestellt. Häufig zu "kalt", d.h. das Bild hat einen leichten Blaustich. Kann man mit einem Colorimeter messen und einstellen, wobei billige Monitore häufig Probleme haben, den eingestellten Weißpunkt konstant zu halten.

Kontrast/helligkeitsverteilung/Gamma
Weiterhin haben billige Monitore und Displays meistens "Kontrastprobleme", die sich u.a. in verschluckten Tonwerten kurz vor weiß und kurz vor schwarz äußern. Das lässt sich auch ohne Colorimeter leicht testen. Ruft die nachfolgende Grafik auf. Wenn Euer Monitor gut ist, könnt Ihr links und rechts auch jeweils die 1 erkennen. Wenn nicht "verschluckt auch Euer Monitor Bildinformationen, was schlecht ist. Innerhalb der Hardware-Grenzen des Monitors lässt sich das durch Kalibrierung/Profilierung mit Colorimeter verbessern,.
http://www.deltae-ic.de/Downloads/Einser.jpg

Farbraum
Billige Monitore und insbesondere Notebook-Displays haben sehr häufig nur einen beschränken Farbraum. Mit der LED-Hintergrundbeleuchtung hat sich die Situation in letzter Zeit eher noch verschlechtert. Da werden teilweise nur 50% des sRGB-Farbraums abgedeckt - und dieser Farbraum ist ohnehin schon klein. Was bedeutet das? Der Monitor kann die Hälfte der im sRGB-Farbraum definierten Farben überhaupt nicht darstellen - ganz egal was ihr daran macht und einstellt. Auf Eurem Monitor habt Ihr dann vielleicht ein natürlich aussehendes Türkis bei dem schönen Meeresfoto. Wenn Ihr den Abzug in Händen haltet, dann ist vielleicht ein kitschiges, absurd gesättigtes Türkis zu sehen. Das habt Ihr Rahmen der Nachbearbeitung so in dem Foto definiert. Euer Monitor war nur nicht in der Lage, das so intensiv anzuzeigen und deshalb sah es dort anders und für Euch gut aus. Schuld ist dann immer der Druckdienstleister 😉 Colorimeter, Kalibrierung und Profilierung helfen beim Farbraum null.

Wenn man Wert darauf legt, dass die Leute an ihren Monitoren die Bilder so mit den Farben sehen, wie man sich das gedacht hat, dann hat man verloren. Die meisten sitzen an billigen und furchtbar eingestellten Monitoren. Das ist einfach die Realität. Zudem unterstützen diverse Browser Farb-Management gar nicht oder nur unvollständig. Schnelltest für einen Teilaspekt hier:
http://www.deltae-ic.de/Downloads/ColorSpin.jpg (Da wo das Wort Rot steht, sollte es auch rot sein und nicht blau).

Wenn man Wert auf die richtige Farbwiedergabe bei Abzügen Fotobüchern usw legt, dann braucht man:
- einen hochwertigen kalibrierten und profilierten Monitor. Kostet Geld. Empfehlungen z.B. hier:
http://www.prad.de/new/monitore/kaufberatung/kaufberatung-teil7.html
- Software, die Farbmanagement unterstützt und die richtige ICC-Profile für das gewünschte Endprodukt.
- einen Dienstleister für Drucke/Abzüge, der wirklich ein funktionierenden Farb-Management hat. Das ist eher selten und deshalb auch eher teuer.

Eine gute Einführung zu dem Thema gibt es hier:
http://fotovideotec.de/farbmanagement/index.html
(Man wird dann feststellen, dass das alles noch viel komplexer und fehleranfälliger ist, weil z.B. immer in einem CMYK-Farbraum gedruckt wird).

Für Hobbyfotografen ist meines Erachtens die Hardware vom Colormunki Display in Verbindung mit der Open-Source-Software DispcalGUI im Preisbereich von rund 100 EUR die hochwertigste Lösung für Monitor-Kalibrierung und Profilierung.
http://www.amazon.de/dp/B0055MBQOM
http://dispcalgui.hoech.net/

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 20. Jan. 2014
271 Beiträge · seit 201020. Jan. 2014 · #39
Hallo Guido,

danke für die Ausführungen. Ich habe mal wieder etwas die Extrempunkte eingenommen und war etwas Pauschal. 😉

Hallo Hans,

natürlich hast Du Recht... Das Bild hat definitiv einen falschen Weißabgleich bei der Belichtung gehabt. Sollte aber eben nur ein Extrembeispiel sein.

Gruß,
Marcus
http://www.cherishing-the-moment-photography.com/ (auch Bilder aus Afrika)