Erindis Elefanten gehen "fremd"...

15 Antworten · 3'322 Aufrufe · gestartet 11. Okt. 2013 von Otjikoko
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Themenstarter2'349 Beiträge · seit 200911. Okt. 2013 · #1
Hallo Formis,

hier ist ein Bericht der AZ ("Allgemeinen Zeitung", Windhoek) vom 08.10.2013. Es geht um die ("neuen") Elefanten des "Erindi Private Game Reserves" ( www.erindi.com ).

"Erindis Elefanten auf Nachbarfarmen"

published by the Allgemeine Zeitung on 08.10.13

Elektrischer Wildzaun kein Hindernis - Schaden bei den Nachbarn durch die Riesen

Windhoek (dh) – Ende vergangener Woche brach ein weiterer Elefant aus dem privaten Naturschutzgebiet Erindi auf benachbarte Farmen aus. Dem bekannten Jagdfarmer und Santa Gertrudis-Züchter Immo „Tuba“ Wilckens von der Farm Ongangasemba zufolge marschierte der Elefantenbulle Ende vergangener Woche ohne Probleme und ohne zu zögern durch den elektrifizierten Wildzaun von Erindi. Eine Woche zuvor war bereits ein Elefant bei Wilckens auf der Farm zwischen dem Etjo-Berg und den Omatako-Bergen gewesen. Der Dickhäuter war vorsichtig über alle Viehzäune gestiegen und hatte keinen Schaden angerichtet (AZ berichtete). Der große Bulle der am vergangenen Freitag bei mir auf der Farm war, hat großen Schaden an der Einzäunung angerichtet. Der ist einfach quer durch die Zäune zu einem Wasserreservoir gelatscht. Am Posten hat er meine Ochsen erschreckt und dann Wasser geschöpft“, sagte Wilckens. Dort habe auch er den Bullen zum ersten Mal gesehen. Der Dickhäuter habe ruhig unter einem Baum gestanden, und dann seien seine Ochsen vorsichtig näher gekommen. „Sobald der Elefant mit den Füßen Sand aufgewirbelt hat, sind meine Ochsen wieder geflüchtet“, sagte Wilckens. Er habe die Verantwortlichen von Erindi angerufen und diese waren zu dem Zeitpunkt an der südlichen Grenze damit beschäftigt einen dort ausgerissenen Elefanten wieder einzufangen. Später sei der Bulle auf Ongangasemba betäubt, aufgeladen und nach Erindi gebracht worden. Wilckens zufolge waren zu dem Zeitpunkt vier Elefanten ausgerissen. Dabei handelte es sich allem Anschein nach um Tiere, die erst vor kurzem aus dem Khaudum-Park im Nordosten des Landes ins 70000 Hektar große private Naturschutzgebiet Erindi umgesiedelt worden waren. Inzwischen sollen drei der Elefanten in das private Naturschutzgebiet nordwestlich von Okahandja zurück gebracht worden sein. „Wo der vierte graue Riese ist wissen wir nicht. Es handelt sich um das Tier, welches so vorsichtig über die Zäune gestiegen ist und keinen Schaden angerichtet hat“, sagte Farmer Wilckens.


LG, Otji!
zuletzt bearbeitet 11. Okt. 2013
1'667 Beiträge · seit 200911. Okt. 2013 · #2
Hi, Christian

na, vielleicht taucht der Eli ja bald bei euch auf....... 🤩

Lieben Gruß
Birgitt
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33,1k Beiträge · seit 200611. Okt. 2013 · #3
Hi Otji,

war ja schon vor 9 Tagen so, dass zwei ausgebrochen sind - die AZ braucht halt ihren Vorlauf 😉
http://www.namibia-forum.ch/forum/17-news/279457-erindi-leased-100-elefanten.html?start=12#306593

Viele Grüße
Christian
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zuletzt bearbeitet 11. Okt. 2013
Themenstarter2'349 Beiträge · seit 200911. Okt. 2013 · #4
@ travelNAMIBIA + Birgitt:

Ja genau, unseren Wissens sind MINDESTENS 3 Elefanten momentan noch auf Wanderschaft... Ihre Spuren haben wir bereits gesehen... Z.B. auf der D2187... Und auch frischen Dung von Elefanten überall entlang des Elektro-Grenzzaunes zwischen Erindi und unserer Farm... Bis jetzt NOCH auf der "richtigen" Seite des Zaunes (d.h. auf der von Erindi...).

Wir fahren nun so oft es geht unsere Zäune ab um zu sehen, ob einer oder mehrere "Elis" auf unsere Farm rüber gekommen sind...

Es können natürlich jeden Tag weitere Elefanten von Erindi "ausbrechen"...

Bedenkliche Grüße zurück,

Otji!
zuletzt bearbeitet 11. Okt. 2013
33,1k Beiträge · seit 200611. Okt. 2013 · #6
Hi Eto,

da hast Du Recht. Da habe ich der AZ Unrecht getan - die waren atsächlich mal auf Zack. Hab ich mir rot im Kalender markiert 😉

Viele Grüße
Christian
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20 Beiträge · seit 201316. Okt. 2013 · #7
Hallo! Inzwischen sind noch mehr Elefanten von Erindi nordwestlich von Okahandja dabei, die neue Umgebung zu erkunden. Das war heute morgen auf Hitradio Namibia unter Berufung auf einen Bericht in der Allgemeinen Zeitung zu hören. Bemerkenswert war, dass Erindi-Eigentümer Gert Joubert laut AZ nicht genau sagen konnte, wieviele Tiere wieder eingefangen wurden, und auch nicht wusste, ob es nun 80 oder 90 Elefanten waren, die Erindi bislang aus dem Khaudom Nationalpark im Nordosten Namibias erhalten hat. - Der Konflikt dürfte sich noch verschärfen, wenn Erindi die gesamte Zahl an 200 Elefanten erhält. Mit seinen 72.000 Hektar Fläche ist Erindi Kritikern zufolge viel zu klein für diese Zahl an Dickhäutern. Ich frage mich nur, wie das Umweltministerium dieser Massenumsiedlung zustimmen konnte...
Sven www.bush-telegraph-namibia.net
Gast16. Okt. 2013 · #8
Hallo,
sekanzler schrieb:Mit seinen 72.000 Hektar Fläche ist Erindi Kritikern zufolge viel zu klein für diese Zahl an Dickhäutern. Ich frage mich nur, wie das Umweltministerium dieser Massenumsiedlung zustimmen konnte...
Da das MET Erindi in Bezug auf die Elefantenansiedlung jahrelang nach Kräften behindert hat, nehme ich an, dass das MET auch diesen Punkt genau geprüft hat. Die Elefantendichte auf Erindi wird zukünftig ungefähr der Elefantendichte im Etosha entsprechen.

Etosha NP ca. 3000 Elefanten auf 2.227.500 ha = 1 Elefant auf 750 ha
Etosha NP ohne Pfanne = 1 Elefant auf 600 ha
Erindi ca. 120 Elefanten auf 72.000 ha = 1 Elephant auf 600 ha

Die Etosha-Pfanne selbst ist vegetationsfrei und trägt nichts zur Ernährung von Elefanten bei, deshalb habe ich das in der 2. Angabe zum Etosha heraus gerechnet. Wenn Erindi also "viel zu klein" für die Elefanten ist, dann wären im Etosha auch dringendst Massenabschlachtungen von Elefanten nötig. Es gibt zwar auch zum Etosha immer wieder Stimmen, laut denen es da zu viele Elefanten gäbe - verglichen mit der elefantösen Populationsdichte im Chobe NP sind das alles noch Lachnummern. Je nachdem was man da an angrenzenden Flächen noch alles großzügig hinzu rechnen will, hat jedes Rüsseltier da nur 10-20 ha Weidefläche.

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 16. Okt. 2013
33,1k Beiträge · seit 200616. Okt. 2013 · #9
Hi Guido,

der Vergleich Etosha - Chobe hinkt natürlich gewaltig, da die Nahrungslage im Chobe eine deutlich andere ist. Abgesehen davon ist Etosha was Elefanten angeht allen Experten nach um etwa 25-30 % überbevölkert. Ich war gerade an diesem Wochenende wieder oben und habe mit einer Zoologin und einem Wildtiermanager zu verschiedenen Tieren in Etosha mit unterhalten.

Zudem ist das Ziel von Erindi ja 200+ Elefanten und damit eine deutlich höhere Dichte als in Etosha etc. Bekannte von mir haben einen Wildfarm von 12500 Hektar Größe und hatten 5 Elefanten - bereits das war zu viel für das Gebiet, Nahrungsangebot etc.

Sonnige Grüße aus Windhoek
Christian
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33,1k Beiträge · seit 200618. Okt. 2013 · #10
Hallo zusammen,

ein aktuelles Interview zur Tragfähigkeit von Erindi in Hinblick auf Elefantenm. geführt mit Dr. Simone Herzog, findet ihr hier: http://www.hitradio.com.na/programm/interviews/

Sonnige Grüße aus Windhoek
Christian
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2'664 Beiträge · seit 201218. Okt. 2013 · #11
Sorry, aber finde die Übersiedlung so vieler Elefanten in ein traditionell Nicht-Elefanten-Gebiet mit anderer Vegetation ganz einfach abwegig. Elefanten fressen freiwillig keine Hakkiebüsche. Es wird wahrscheinlich eine Spur der Verwüstung in der Vegetation zurück bleiben, und ich kann es gut nach vollziehen, wenn die Elefanten den Weg zurück suchen, wobei normale Wildzäune sie davon ganz gewiss nicht abhalten werden. Hier hat Oeleofse wohl zu sehr nach einem Bauchgefühl gehandelt? Oder will er das Gebiet um Erindi mit einbetonierten Eisenbahnschwellen und Stahlseilen umzäunen? 🤩
33,1k Beiträge · seit 200618. Okt. 2013 · #12
Hi Swakop,
Hier hat Oeleofse wohl zu sehr nach einem Bauchgefühl gehandelt?
Joubert heißt der gute Mann. Oelofse ist tot und war zudem bei Mount Etjo.

Sonnige Grüße
Christian
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2'664 Beiträge · seit 201218. Okt. 2013 · #13
Danke Christian, die Finger haben wohl schneller getippt als der Kopf gedacht hat! Ich meinte natürlich Joubert! 😉
33,1k Beiträge · seit 200618. Okt. 2013 · #14
Und ich dachte schon, dass Du uns nun total verwirren willst... 😉
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1'667 Beiträge · seit 200919. Okt. 2013 · #16
Na, ich wäre aber auch stinkensauer, wenn ich aus dem wunderschönen Khaudum "entführt" werde, und in einem Gebiet wieder aufwache, dass ich erstens nicht kenne, und wo ich zweitens gar nicht hin gehöre.

LG
Birgitt
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zuletzt bearbeitet 19. Okt. 2013