Namibia - Botswana 2012 - zweite Runde

Reisebericht 30 Antworten · 13,9k Aufrufe · gestartet 07. Okt. 2013 von Peter1969
Themenstarter107 Beiträge · seit 201207. Okt. 2013 · #1
h83b8d3b_2013-10-06-2.jpg

So liebe Fomis,

jetzt will ich mch auch mal versuchen und unseren Reisebericht von unserer zweiten Afrikatour online stellen. Wie schnell das gehen wird kann ich nicht sagen, aber wer nie anfängt.... 😉

Also los gehts:

Namibia/Botswana 2012

27.10.

Nach unserer schönen Tour durch Namibia und Südafrika in 2011 hatten wir beschlossen, auch dieses Jahr wieder nach Namibia zu fliegen, die Tiere und die Natur haben es uns einfach angetan. Unsere Freunde Holger und Manuela waren auch zu begeistern, so dass wir dieses Jahr das Abenteuer Namibia-Botswana auf uns nehmen wollten. Am 26.10. sollte es planmäßig losgehen, aber die Probleme begannen schon am Hauptbahnhof in Stuttgart. Der ICE der uns nach Frankfurt bringen sollte hatte eine Stunde Verspätung, so dass es zwar noch reichen, aber in Frankfurt schon relativ knapp werden sollte. Nach 2 statt der geplanten 1,5 h und 2 h später als erwartet waren wir dann tatsächlich in Frankfurt am Flughafen, Holger und Manuela waren pünktlich angekommen, wo uns die nächste Hiobsbotschaft erwartete. Der Flieger von Air Namibia ein alter Airbus A340 (einer von der Gesamtflotte von 2) hatte einen technischen Defekt und konnte nicht wie geplant um 20.30 Uhr starten. Nach kurzer Diskussion und längerem Warten berichtete Air Namibia, dass der Flug auf 8.00 am nächsten Tag verschoben sei. Oh! Damit waren alle unsere Startpläne, die auf einer morgendlichen Ankunft in Namibia basiert hatten dahin. Air Namibia hatte mittlerweile ein Hotel organisiert, so dass wir auf deren Kosten nach Frankfurt ins Mariott einquartiert wurden. Sogar ein Abendessen reichte es noch und eine Nacht in den Klamotten des Tages, denn die Koffer waren schon eingecheckt. Wie sich zeigte, war die DerTour Hotline keine Hotline sondern eine no clue line, denn mehr als tröstende Worte hatte man nicht für uns bereit. Nicht einmal die Lodge vor Ort konnte dort storniert werden. Ab 9.00 am nächsten Tag sollte einem geholfen werden, sehr hilfreich, wenn man um 8.00 im Flieger sitzt  Weil wir wussten, dass wir es am nächsten Tag nicht mehr schaffen würden unser Tagesziel Sossusvlei zu erreichen und Air Namibia nichts weiter unternommen hatte, wollten wir sichergehen, nicht auf der Strasse wohnen zu müssen und reservierten über das Internet ein Hotel direkt in Windhoek.
Wenigstens das war geklärt und auch die Mietwagenfirma wusste Bescheid.
Am nächsten morgen ging es dann nach schnellem Frühstück und unrasiert wieder zum Flughafen bei 5 Grad und kaltem Regen. Immerhin stand der Flieger da und konnte man höre und staune pünktlich mit 25 h Verspätung abheben.

Dadurch waren wir auf einem Tagesflug und wir konnten ganz Afrika von oben betrachten- ganz Afrika? Ja denn wir flogen nach dem Mittelmeer lange sehr lange über die scheinbar endlose Sahara und dann über den tropischen Regenwald, einmal längs durch den Kontinent. Der Flug war insgesamt sehr ruhig, nur beim Anflug auf Windhoek flogen wir durch ein Gewitter mit heftigen Turbulenzen und der Flieger schwankte heftig – Brrr. Kleine Irritation noch bei der Landung, der Flieger war immer noch 2.000 m hoch, als das Fahrwerk und die Landeklappen ausgefahren wurden? Und der Flieger bremste stark ab, zu sehen war draußen nichts, kurze Beunruhigung, aber als wir bei 1700 m waren, lag der Flughafen direkt unter uns – klar, Windhoek liegt auf einem Hochplateau mit 1.600 m Höhe. Alles ist gut. Nach dem Aussteigen eilten Holger und ich durch die Immigration, denn der Mietwagen Schalter schließt um 8 und es war schon 19.30 Uhr, aber Hertz hier ist sehr gut und man wartet auf uns. Auch die Übergabe läuft problemlos und weil Holger sich mit einem schweren Infekt plagt und alles andere als fit ist, gehe ich den Wagen übernehmen. Es ist schon stockdunkel, aber der Toyota Hilux sieht ganz proper aus und ich verstehe die einfache Bedienung ohne Probleme.




hb7073a1_2013-10-06-2.jpg


h0a24dab_2013-10-06-2.jpg


hccf625e_2013-10-06-2.jpg




Das Thema Auto haben wir lange im Vorfeld erörtert. Nach einigem hin und her haben wir doch den Hilux genommen. Der ist stabil und Wüstenerprobt, ausserdem haben wir mit der Schüssel bestimmt kein Gepäck Problem. Ein Ersatzreifen ist dabei. Das sollte reichen, nachdem wir keine extremen Pads geplant haben.
Das Gepäck und unsere Mädels sind auch eingetroffen, nein wir waren nicht unhöflich, aber der Wagen läuft halt auf uns deshalb mussten wir schnell ran. Das Gepäck ist schnell im großen Kofferraum verstaut. Platzprobleme werden wir definitiv keine haben. Und dann geht es auf die Strecke nach Windhoek. Die kenne ich zwar, aber bei Nacht ist das Erlebnis doch anders. Wir sind froh, dass wenig Verkehr ist und die Strecke überschaubar kurz. Auch das Kalaharis Sands finde ich noch ohne große Probleme. Doch gut wenn man schon mal da war, in so einer Situation. Wir checken ein, Holger und Manuela gehen sich gesundschlafen und nach einer Flasche Wein in der Bar, wo mich eine explodierende Glühbirne anspringt, gehen auch wir ins Bett. Immerhin haben wir eins.

Übernachtung in Windhoek, Kalahari Sands Hotel (Zimmer 814)
Wein: Robert Alexander, Merlot
Kilometer gefahren: 40

h2ca8ab8_2013-10-06-2.jpg


hf122ef5_2013-10-06-2.jpg


h0cdef52_2013-10-06-2.jpg


hbd0c75b.jpg



Klar mit den Bildern bin ich etwas vorausgeeilt, Sossusvlei war dann am nächsten Tag.....
LG Peter http://www.mastny.de
zuletzt bearbeitet 09. Okt. 2013
Themenstarter107 Beiträge · seit 201207. Okt. 2013 · #2
So weiter geht es jetzt sind wir richtig in Afrika angekommen....

28.10.

So guten morgen Afrika. Erstmal sortieren und die Fotoausrüstung checken. Gut, alles da:

8 Akkus, 2 Bodies (Sony 550 Sony 350), 4 Objektive – Sony 70-300 GSM, Tamron 17-50, Sigma 70-300 OS und Sony 16-105. Dazu rund 100 GB Chips. Das sollte ausreichen. Also auf geht’s.
Zuerst das sehr reichhaltige und gute Frühstück im Kalaharis Sands, und draußen hat es wunderbare 25 Grad bei Sonne. Das motiviert doch ungemein. Dann ziehen wir noch Geld am Automaten, damit wir mit NAM Dollar ausgestattet sind und kaufen im Checkers Supermarkt der im Haus ist, das nötige für die Tour ein, Wasser, Saft, Obst, nur beim Bier kurze Irritation, Sonntags darf nichts verkauft werden, aber nachdem ich glaubhaft versichere, nicht alles auf einmal trinken zu wollen und wir jetzt auf Tour gehen, hat die Verkäuferin ein einsehen. Das finde ich sehr pragmatisch, vielen dank dafür. Mit Windhoek Lager sieht die Welt doch ganz anders aus 


h22680bf.jpg


Jetzt geht es also richtig los unsere Tour. Schnell raus aus Windhoek geht es nach Süden bis Rehoboth und dann ab auf die M 47. Hier ist dann auch Schlußmit Asphalt, aber langsam habe ich mich an das Schiff Hilux gewöhnt und der Schotter macht mir nichts mehr aus… Die Landschaft ändert sich schnell, die hardap Region wird bergig und wir fahren durch die malerische Landschaft der Rantberge die dann in die wilde Schönheit des Namib Naukluft Nationalpark übergeht. Über dem Remshogte Pass geht es hinab ins Namib Vorland hier sehen wir zerklüftete Felsen und die ersten Pavian. Kurz vor Solitaire geht es ab nach Süden, Richtugn Sossusvlei hier wollten wir schon seit dem morgen sein, aber immerhin ist es erst 14 Uhr, so dass wir noch ins Vlei hineinkommen werden. Um kurz nach 14.30 Uhr passieren wir die Eingangstore zum Nationalpark. Kurz as Permit besorgt und einen Blick auf die Sossusvlei Lodge geworfen, in der wir gestern hätten übernachten sollen. Egal – vorbei. Ab hier ändert sich die Landschaft erneut dramatisch. Die Savannenlandschaft weicht dem roten Sand und die Dünen werden schnell sehr hoch. Links und rechts der Strasse glatte roten Sanddünen und eine karge Wüste Landschaft.


h0b0b4a2.jpg


hd1c75ae.jpg



Die Namib gilt als älteste Wüste der Welt und die rote Farbe verleiht eine beeindruckende Imposanz. Wir fahren zunächst durch bis zum Parkplatz vor dem 4wd Bereich wir haben zwar einen 4wd aber den Tiefsand überlassen wir lieber den Profis. Also steigen wir in einen der Transportjeeps und fahren ins Vlei. Es ist später Nachmittag und auch die Tiere kommen langsam wieder heraus. Wie bestellt, erst Springböcke, dann Strauße und auch die vornehmen Oryxe lassen sich blicken. Für uns gilt es zu entscheiden wollen wir ins DEad Vlei oder ins Sossusvlei, beides reicht die Zeit leider nicht mehr. Wir entscheiden uns für das Sossusvlei und steigen dort am Fuße der großen Düne aus. 1,5 h haben wir Zeit uns hier umzusehen.



h3eae18e.jpg



h502a791.jpg



Unser Weg führt direkt hoch auf die Düne hinter dem Vlei, aber der Weg ist beschwerlich. Jeder Schritt vor bedeutet einen halben zurück und der Grat ist schmal. Erst Nicole, dann Ela, dann Holger in seinem angeschlagenen Zustand halten irgendwann an, aber auch aus halber Höhe hat man schon einen sehr schönen Blick über die faszinierende einsame Dünenlandschaft. Auch ich schaffe es nicht bis ganz nach oben, zwar sieht das nach kurzem Weg aus, aber bei 40 Grad ist das nicht grade einfach. Also lieber herunter, das geht auch viel einfacher und noch ein wenig die Natur beobachtet, Käfer, Gräser aber halt Unmengen an Sand. Als wir wieder unten sind ist uns heftig warm geworden und wir nehmen den Jeep zurück, der grade etwas früher da war.

h585fa0a.jpg


ha0fc5a0.jpg



Auch auf der Sandpiste gibt es im jetzt späten Licht noch jede Menge szenischer Eindrücke der Dünen und auch ein paar Tiere säumen den Weg.
Zurück am Parkplatz erstmal Erholungspause und dann im klimatisierten Hilux langsam auf der Stichstrasse zurück, immer mit kurzen Stops wenn ein besonders reizvolles Motiv auftaucht. Natürlich machen wir auch einen Stopp an der Düne 45, die auf uns im Licht Schatten Spiel wartet.


h952d9b6.jpg



hecb871e.jpg




Hier gibt es noch beeindruckende Aufnahmen der schlichten Schönheit des Sandes (und von frechen Eidechsen) dann machen wir uns auf den Weg zu unserer heutigen Lodge. Auch der Weg außerhalb des Parks hat noch nette Spots, ein größeres Webervogelnest und ein Oryx der geschwind durch den Sonnenuntergang rennt.


Unser Ziel ist die Namib Desert Lodge, hier haben wir letztes Jahr schon übernachtet. Auch dieses mal eine herzliche Begrüßung und eine schöne Hütte (Hüttensuite für Ela und Holger  ), sogar ein netter Gecko wartet schon an der Tür auf uns. In der Lodge wird erst mal aufgetankt. Windhoek Lager vor dem Essen, zum Essen und nach dem Essen, damit der Flüssigkeitshaushalt wieder stimmt. Jetzt sind wir richtig in Afrika angekommen.
Gute Nacht aus der Namib….


Übernachtung Namib Dessert Lodge (Zimmer 14)
Besichtigung der Dünen
Wein: Delheim, Merlot
Kilometer gefahren: 513
LG Peter http://www.mastny.de
zuletzt bearbeitet 07. Okt. 2013
Themenstarter107 Beiträge · seit 201207. Okt. 2013 · #3
So an Tag 3 läuft wieder alles nach Plan...

Nach einer ruhigen Nacht (in der Wüste ist es sehr still) geht es nach einem weiteren leckeren Frühstück auf Richtung Meer. In Solitaire einem kleinen Außenposten statten wir uns mit Wasser und Benzin aus und bewundern die süßen Erdmännchen, die hier überall herumspringen. Dann geht es auf die recht einsame B1 / M36 Richtung Küste.


h3818201.JPG


hc0b225f.JPG



Unterwegs treffen wir einige Strauße und die Landschaft ist Savannenartig, ehe wir Richtung Kuiseb Canyon in eher felsiges Hügelland kommen. Nach dem Pass geht es in eine trostlose Wüstenlandschaft über, an der auch der Vogelfederberg als kurzer Erhebung nicht viel ändert. Erst die Sandwüste mit Ihren gelben Dünen weckt wieder mehr Interesse und weil es noch früh ist, beschließen wir noch einen Abstecher in die Lagune bei Walvis Bay zu machen. Der Weg erschließt sich intuitiv und so fahren wir über die schmale Strasse Richtung Saline, auf der auch schwere LKW das weiße Gold das hier gewonnen wird abtransportieren.

h52e05a9.JPG


h4bc5f57.JPG



Im sehr seichten Wasser stehen immer wieder Flamingos und auch kleinere Wasservögel wie Strandläufer die den Grund aufwühlen und die nahrhaften Kleintiere jagen. Wir fahren den ganzen asphaltierten Weg bis zum Wendepunkt und wieder zurück, die Flamingos sind doch etwas scheu, aber immer wieder können wir schöne Bilder dieser eleganten Flieger machen oder wie sie im Wasser stehen, den Hals gekrümmt. Zwei Arten sind hier vertreten, der große Rosa Flamingo und der etwas kleinere xx Flamingo der Grau gefärbt ist. Nach dieser Vogelschau geht es weiter Richtung Swakopmund. Auch hier haben wir eine bekannte Unterkunft, die Villa Margherita, wo wir auch dieses Jahr sehr herzlich empfangen werden.

hcaf616e.JPG


h125b7ad.JPG



Unsere Zimmer sind dieses Mal im Nebengebäude, Lady Chatterley und Lord Nelson, sehr geschmackvoll eingerichtet und sehr schön. Fürs Abendessen reservieren wir einen Tisch im Brauhaus, viel Deutscher kann man Afrika nicht erleben. Dort gehen wir dann auch relativ schnell hin, mit einem kurzen Einkaufsabstecher, denn sowohl die Bier als auch die Getränkevorräte werden schon wieder knapp  Es geht Holger also besser  Im Brauhaus gibt es dann eine richtige deutsche Mahlzeit, sehr lecker, unterlegt mit dem guten Bier nach deutscher Brauart. Auch mal schön, man kann darüber streiten, aber das gehört halt auch dazu.


hfe1a1d8.JPG


hc7e1d47.JPG




Danach ziehen wir uns in unser Zimmer zurück und nehmen noch einen kurzen Drink, ehe wir zu Bett gehen. Morgen wartet ein Trip der besonderen Art auf uns…


ha8ec60b.JPG


h9f2c760.jpg


h084e007.JPG
LG Peter http://www.mastny.de
zuletzt bearbeitet 07. Okt. 2013
Themenstarter107 Beiträge · seit 201207. Okt. 2013 · #4
Und noch ein Teil, in Swakopmund haben wir auf vielfachen Zuspruch von hier natürlich eine Living Desert Tour gemacht. Das das super war lest ihr hier:

30.10. Am nächsten morgen geht es relativ früh los wir haben eine Living Dessert Tour bei Tommy gebucht. Tommy heißt Tommy Collard und bietet Touren durch die Wüste an. Nach allem was wir gehört haben soll das richtig gut sein, also lassen wir uns überraschen. Abgeholt werden wir von einem urigen Gefährt, ein alter umgebauter Krankenwagen, voll wüstentauglich. Der Fahrer heißt Rene ein wilder Typ, 17 Tage Bart und brummig. Mit diesem Gefährt fahren wir an den Stadtrand von Swakopmund, zu einer Art clearing Stelle, wo man die Wüste offiziell betreten darf. Dort läst Rene auch Luft aus den Reifen, damit das Vehikel über den glitschigen Sand fahren kann. Draußen ist es kalt und neblig. Nach einer kurzen Fahrt geht es zum ersten Stopp.


h746c59d.JPG


hd32325b.JPG



Dort steigen wir aus uns versammeln uns um die Fahrzeuge. Hier stellt sich auch Tommy vor. Tommy Collard ist ein wilder Vogel, Barfuss und mit kurzer Hose, bei gefühlten 10 Grad, bilingual und mit einem „knitzen“ Grinsen auf dem Gesicht. Erst stellt er sich in der Kaiser Wilhelm Sprache vor, danach noch mal in der Queen´s language. Auf uns wirkt er wie ein Relikt aus der Fremdenlegion, aber schnell wird klar, dass die Wüste sein Ding ist. Mit ansteckender Begeisterung erklärt er uns die Bedeutung des Taus, nur dank dem Tau ist überhaupt Leben in der Wüste möglich. Dann stellt er uns den Nebeltrinkerkäfer vor. Dieser Käfer stellt sich kopfüber in den Tau, der Tropfenweise auf dem Panzer niederschlägt und dann vom Käfer getrunken wird. Dadurch wird der Käfer sehr begehrt bei Räubern, weil er neben einer Mahlzeit auch noch eine wandelnde Wasserflasche ist…. Nach dem Vortrag mein Tommy, langweilig hier, gehen wir was interessantes suchen….


h335d49f.JPG


Ok gesagt getan. Nächster Stopp ist ein unscheinbares Loch im Boden. Hier wohnt eine Spinne die ein Geflecht aus Kontenpunkten flicht und damit die Beute fängt, leider kann man diese Spinne nicht ausgraben, dafür aber die nächste. Tommy kündigt eine verärgerte krätzige Spinne an und empfiehlt uns Abstand zu halten. In der Tat, nach vehementem Graben kommt eine weiße Spinne zum Vorschein, die Angriffslustig die Beine von sich streckt und in Angriffshaltung geht. Die Chelaren sind verdächtig groß und Tommy rät aus eigener Erfahrung mit diesen besser nicht in Berührung zu kommen. Glauben wir gerne uns so beobachten wir den Tanz der White Lady aus sicherer Entfernung, auch auf dem Haken von Tommy sieht die Spinne noch furchteinflößend aus. Langweilig hier, suchen wir was neues… die Spinne wird wieder vergaben… als nächstes haben wir Skinke im Angebot. Tommy testet ständig unser Wissen, sein schönstes ist es Kenntnisse zu vermitteln. Skinke sind blind, und trotzdem können sie im Sand miteinander kommunizieren. Wie, nun, das weiß ich, Quarzkristalle (Sand ist quasi Quarz) sind für Vibrationen das ideale Kommunikationsmittel mit ihrer Schwingungsempfindlichkeit. Die Viecher kann man auch in die Hand nehmen, aber wie alle Tiere hier, auf dem Boden tauchen sie blitzschnell ab in den Sand….
Und Tommy meint, langweilig hier, gehen wir was neues suchen.. . Weiter geht die Fahrt durch die Dünen, der Motor dieser Kiste dröhnt, aber mühelos schafft sie alle Steigungen. Plötzlich halten wir an, wir sehen gar nichts aber Tommy rennt in die Wüste… wir gehen hinterher und er zeigt auf den Sand. Nichts zu sehen, erst auf genaues deuten durch das Tele sieht man ein Auge. Wow, dahinter steckt ein sidewinder, kaum ausgegraben macht die Schlange Bauchgymnastik und gräbt sich wieder ein. Aber Tommy lässt sie nicht weg sondern zeigt und das Tier genau.


hf4b5ead.JPG


wo ist die Schlange?


h436ec47.JPG



Die Augen oben am Kopf sieht man die Schlange nicht, aber sie sieht ihre Umgebung und mit ihrem Schwanzende das einem Grashalm ähnelt lockt sie Eidechsen erfolgreich an. Ganz schön fies, nicht, aber hier zu Überleben ist kein Zuckerschlecken. Nach dem Einkehren von Tommy berühmter Langeweile geht es weiter. „Opfer“ ist jetzt eine Eidechse, der Sand Diving Lizard. Auch der kann schwups in den Sand abtauchen, aber Tommy gräbt ihn breit grinsend aus,“Got it“, sichtlich zufrieden. Diese Echse hat noch eine weitere Interessante Eigenschaft, wenn sie ein geeignetes Objekt findet, dann beisst sie zu und lässt erstmal nicht wieder los. An Nicoles Ohr wird sie so zu Lebendschmuck, sehr zur Freude von uns und Tommy, der das Tier erst durch rohe Gewalt (Spaß) und dann durch gutes zureden wieder vom Ohr abbekommt. Man hat das Gefühl, dass der Old Bull, wie er sich selbst bezeichnet, keinem Tier etwas zu leide tut.


h8ffb00f.JPG


hc357a3a.JPG



Langweilig hier.. gut, weiter in teilweise waghalsigen Kurven durch den Sand. Bis wieder ein Stopp kommt mitten im nichts. Tommy rast raus und kommt mit einem bunten Tierchen mit großen Glubschaugen zurück. Der scheue Palmato Gecko.


he96db0e.JPG


h14f51e3.JPG



Unter dem Sand ist es in 15 cm Tiefe 14 Grade kühler, wichtig für den Gecko der extrem dünne haut hat und sehr sonnenempfindlich aussieht. Aber ein hübscher ist er, mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht. Mittlerweile ist es auch gut warm geworden. Der Gecko nach eingehender Betrachtung merkt das auch gleich uns macht sich grabend auf den Weg unter den Sand. Wir fahren weiter bis zum Pausenpunkt unserer Tour. Dort gibt es Snacks und Toiletten… Getränke gab es unterwegs schon: Hier enden die Dünen und es ist mehr eine Steinwüste. Ein guter Ort für das nächste Getier. Das Wüstenchamäleon steht auf dem Programm. Tommy findet auch gleich eins, das wechselt prompt seine Farbe auf Tiefschwarz und faucht kräftig als es auf den Arm genommen wird. Nicht einmal leckere Würmer besänftigen den kleinen Grummler. Also suchen wir uns ein neues Chamäleon, das dauert nicht lange und ein anderes Chamäleon ist gefunden. Das wackelt gemütlich durch die Wüste und freut sich über die dargebotenen Würmer.


he34726e.jpg


ha899489.JPG



Blitzschnell schießt die lange Zunge auf den Wurm zu, der sowohl durch die Wucht betäubt wird, als auch an der Zunge festklebt, zufrieden schmatzend lässt sich das Tier auch hochnehmen. Da es langweilig wird macht Tommy mit uns noch ein Experiment. Sand auf den Arm einer Mittouristin gestreut stellt dieser sich auf, wenn man mit einem Magnet darüber fährt. Das ist der Magnetit Anteil im Sand, deshalb hat er auch diese grauschwarze Färbung. Interessant. Tiere sind jetzt vorbei, jetzt rasen die wilden Typen mit uns noch durch die Dünen, das ist wie Karussellfahren. Noch ein kurzer Stopp zum Dünenrutschen und dann ein letzter Stopp mit Blick aufs Meer, wo einem die Unendlichkeit des Sandmeeres und des Wassermeers so richtig bewusst wird.


h046a808.JPG


he781f66.JPG



Der Old Bull verabschiedet sich von und allen und wir werden wieder zu unserer Villa Margherita gebracht. Ein sehr kurzweiliges uns schönes Erlebnis, auf jeden Fall zu empfehlen.

Nach kurzer Pause und ausschütteln des Sandes machen wir dann einen Stadtrundgang durch Swakopmund, dem Grunde nach sind alle Gebäude mit historischem Wert auch deutschen Ursprung. So der alte Bahnhof, das alte Amtsgericht und auch der Tennisplatz. Am ehemaligen Gouvernorspalast wird gerade renoviert, und auch der Leuchtturm geht auf deutsche Ursprünge zurück. Dort sind auch die fliegenden Händler versammelt, wo man afrikanische Andenken erwerben kann. Ich lasse mich auf einen der Jungs ein und nach hartem Feilschen erstehe ich ein Flusspferd und ein Nashorn aus rotem Holz. 7 Euro kosten die Schnitzereien zusammen. Sicherlich wäre mehr gegangen, aber man muss es nicht übertreiben, weder in die eine noch in die andere Richtung…. Am Meer entlang gehen wir zur Jetty wo heftige Brandung herrscht. Hier ist auch das empfohlene Restaurant „The Tug“ das für seinen Fisch gerühmt wird. Wir gehen rein und versuchen einen Tisch für den Abend zu bekommen. Erst abschlägig beschieden gelingt es doch noch eine Reservierung zu platzieren. Über das Woermann Haus und die Stadtmitte geht es zurück zur Margarita, wo wir ein Bierchen trinken und uns dann alsbald zum Essen aufmachen. The Tug ist wie erwartet sehr voll und es dauert eine Weile bis das Essen kommt. Das ist dann aber sehr lecker, die Empfehlung ist zurecht ausgesprochen, auch der Wein mundet. Nach dem Essen gehen wir in unser Wohnzimmer und machen es uns noch einwenig gemütlich und blicken auf den schönen Tag bei einem weiteren Glas Wein zurück. Mal sehen was morgen auf uns wartet……


Übernachtung in Swakopmund, Villa Magaritha (Zimmer Lord Nelson)

29. Abendessen in der Brauerei (Getränke Bier)
30. Living Dessert Tour mit Tommy Collard (wilder Vogel, barfuss, kurze Hosen)
Highlights: "langweilig hier, gehen wir was interessantes suchen"
"langweilig, fahren wir weiter"

Wein: Blauwklip, Shiraz (30. Restaurant The Tug)
Kilometer gefahren (am 29.) 342, 9
LG Peter http://www.mastny.de
zuletzt bearbeitet 07. Okt. 2013
Themenstarter107 Beiträge · seit 201208. Okt. 2013 · #5
So weiter geht unsere Reise, nach dem tollen Wüstentrip geht es jetzt gen Norden quer durch Erongo bis nach Etosha... der Hilux zuckelt gemütlich dahin und wir geniessen mittlerweile alle wieder fit dies Reise....

31.10.

Heute frühstücken wir in Ruhe, wollen aber zügig los, schließlich haben wir einen größeren Ritt vor uns. Quer durch Erongo wollen wir heute bis nach Etosha, zumindest aber bis an den südlichen Rand. Nach dem losfahren herrscht erstmal wieder Nebel, der bis ungefähr 40 km ins Landesinnere reicht. An der Rössing Uran Mine vorbei sehen wir zwischendurch auch die Spitzkoppe, ehe wir in Karibib nach Norden Richtugn Omaruru abbiegen. Die Strecke bleibt asphaltiert, da waren wir uns nicht sicher. Und auch nach Omaruru Richtugn Otjiwarango bleibt die Strecke asphaltiert.

h9bf2bc5.JPG


h596a286.JPG



Wir kommen viel schneller voran wie erwartet. Prima. Unterwegs sehen wir auch einiges von der namibischen Kultur. Stolze Herrero Frauen in den Orten im klassischen Gewand und die noch etwas einfache Methodik der Straßenarbeit. Natürlich kommen uns auch wieder Eselskarren über den Weg  Erst bei der M63 wechseln wir auf die Kiespiste nach Outjo, die aber deutlich kürzer ist als der Weg über Otjiwarango. Nach einem kurzen Stopp zum Tanken und Rasten ist es nicht mehr weit bis Etosha.

h0eb3613.JPG


hdc6522c.JPG



Wir checken zuerst in der Etosha Safari Lodge ein, auch die kennen wir schon vom Vorjahr und sind wieder zufrieden mit den Huts die wir bekommen. Die Huts sind frisch renoviert, denn vor kurzem hat es hier noch gebrannt und es war eine zeitlang nicht klar ob wir hier würden wohnen können. Schnell brechen wir wieder auf, denn wir haben noch einige Stunden und wollen diese im Park nutzen. Also schnell durchs Anderson Gate, gleich am ersten Wasserloch in Ombika warten einige Giraffen auf uns.


h6eaf024.JPG


hd7abb8a.JPG


Schön und groß stehen sie da uns scheinen uns anzulachen. Stören lassen sich die langen nicht. Und nach einer Weile des Betrachtens rollen auch wir weiter. Auf dem Weg nach Okaukujejo treffen wir auch noch nette Zebras am Straßenrand und natürlich Springböcke, quer über die Strasse. Nach dem obligatorischen Halt und der Bezahlung der Gebühr im Office + ein paar notwendigen Getränken geht es weiter zum nächsten Wasserloch. Newbrowni ist immer gut für Tiersichtungen und wir werden nicht enttäuscht.


h98fc29c.JPG


h2170ad1.JPG


Wieder Giraffen und zu unserer Freude gehen sie in Trinkstellung. Sieht man nicht alle Tage denken wir heute noch, im Lauf der Tage sollte sich das ändern. Herum stolziert auch ein stolzer Sekretär und Sprungböcke hüpfen sogar ins Wasser. In Etosha kann man nicht vorhersagen, welche Tiere man sieht, man braucht Geduld und auch etwas Glück. Auch ein Schakal treibt sich hier rum, aber alle Tiere sind zu groß für ihn.


h59e4757.JPG


h8e1b472.jpg



Da wäre ein kleiner Steenbock schon besser, aber die sind flink und unauffällig. Am nächsten Wasserloch ein schöner Anblick, 6 Impala Damen nehmen gleichzeitig einen Aperitif und spiegeln sich im Wasser. Da können die Impala Männchen nur staunen, aber die knabbern lieber leckeres Gras und wollen zeigen wie schön sie sind. Am Wasserloch Gamsbokvlakte finden wir dann erst Mal Gnus, die sehen immer etwas strubbelig aus, sind aber eher harmlos. Und eine Giraffe gibt in
aller Ruhe ihre Trinkshow und zeigt uns die korrekte Technik wie man den Hals nach unten bringt.


h6040e35.JPG


h91f45e3.JPG



Auf dem weiteren Weg rennt eine Riesentrappe durchs Gras und ein Habicht zeigt uns wie schön er fliegen kann. Langsam wird es Zeit den Park zu verlassen, die Schließzeit naht. Wir fahren durch wildes Gelände und hoffen immer noch ein paar andere Tiere zu sehen. Nashörner soll es ja hier geben. Aber kein Dickhäuter taucht auf. Schade. Aber in Ombika wo wir die ersten Giraffen gesehen haben, wollen wir noch kurz vorbei, ein paar Minuten haben wir noch. Also ran ans Wasserloch und man glaubt es kaum, am Wasserloch stehen seelenruhig zwei Spitzmaulnashörner.

h4da255d.JPG


h1d9ade4.JPG


h9589e72.jpg


he2f9cc1.JPG



Das ist wirklich fantastisch. Drumherum scheint die Abendsonne und Giraffen nehmen ihre Abendakazien ein. In aller Ruhe betrachten wir die Dickhäuter die hier grade einen kühlen Trunk nehmen mit dieser freudigen Sichtung verlassen wir den Park, wo wir für den Sonnenuntergang noch kurz anhalten. Auch das Abendessen auf der Veranda nach einem schnellen Bier schmeckt sehr gut, ebenso der Wein den wir uns heute gönnen und so gehen wir satt und zufrieden zu Bett.


Übernachtung in der Etosha Safari Lodge (Zimmer 19)
Highlights: Tierbeobachtungen im Etosha National Park
Weine: Arabella, Merlot und MAN, Cabernet S.
Kilometer gefahren: 620
LG Peter http://www.mastny.de
zuletzt bearbeitet 08. Okt. 2013
Themenstarter107 Beiträge · seit 201209. Okt. 2013 · #6
Exkurs Hilux

der Hilux war uns ja insgesamt ganz recht, was den Platz angeht und die separate Box fürs Gepäck ist ja wirklich groß genug, nur alles andere als dicht. Jedes Pad bedeutete dass wir wieder Unmengen von Staub auf unseren Koffern hatten, je nach Farbe des Sandes, zartrot, dunkelrot, grau oder weiß... 🙁

Zum Glück waren unsere Koffer recht dicht, aber alle Bierdosen musste jedesmal abgespült werden, was ein Drama....

Ist das normal beim Hilux?
LG Peter http://www.mastny.de
zuletzt bearbeitet 09. Okt. 2013
1'182 Beiträge · seit 200609. Okt. 2013 · #7
Hallo Peter,

hattest Du die Lüftungsklappen oder die Fenster einen Spalt geöffnet? Dann sollte es deutlich weniger stauben.

Ansonsten kann man die Koffer in große Müllsäcke stecken - dann bleibt der Staub draußen.

Gruß,
Bernd
0
zuletzt bearbeitet 09. Okt. 2013
Themenstarter107 Beiträge · seit 201209. Okt. 2013 · #8
Nein, der Hilux war hinten so dicht wie nur möglich. Das Schiebefenster zu und aller Klappen geprüft. Irgendwo muss es durch dir Ritzen reingestaubt haben...

Das mit den Müllsäcken ist aber eine gute Idee, wenn wir wieder in die Lage kommen. 😐
LG Peter http://www.mastny.de
Themenstarter107 Beiträge · seit 201210. Okt. 2013 · #9
Jetzt waren wir also in Etosha angekommen und sind am nächsten Tag quer durch den Park gefahren.

Der Morgen beginnt mit einem guten Frühstück auf der schönen Veranda der Lodge. Dann machen wir uns wieder auf den Weg in den Park. Heute ist das Ziel im Osten, aber wir werden den Park der Länge nach durchfahren. Mal sehen was es heute zu sehen gibt. In Okaukujeo bezahlen wir wieder unsere Gebühr und nehmen ein paar kalte Getränke mit. Dann geht’s wieder hinaus zu den Wasserlöchern. In Newbrowni ist heute Zebratag. Die Zebras stehen in Warteschleife, kommen Herdenweise ganz langsam heran sehr vorsichtig und immer mit einem Wächterzebra.


hb4497ac.JPG


h320217f.JPG



Als sie dann im Wasser sind, gibt’s aber Party, da wird getrunken und sich gezofft. Die Kinder werden rausgehalten dürfen aber ein wenig springen. Also keine Katzen in der Nähe. Auch Springböcke und Oryxe treiben sich herum, halten aber geflissentlich Abstand zu den Zebras. Interessante Hierarchie. Auch am nächsten Wasserloch, wieder Zebras satt. Die kommen wir an der Perlenschnur gezogen daher gewackelt und gehen zum gemeinsamen Trinken. Sieht witzig aus, wenn 50 Zebras im Wasser stehen und gemeinsam trinken.
hfee47ae.JPG


hebb3c79.JPG

Nachdem die Zebras genügend getankt haben, kommen als nächstes die Gnus, auch hier geht ein Tier mutig voran und dann traben die anderen ins Wasser. Bei den nächsten Wasserlöchern richtig Pfanne sehen wir allerhand Vögel, auch einen Sekretär aus nächster Nähe, aber leider keine Katzen. Obwohl es hier Löwen geben soll. Am nächsten Wasserloch sind dann wenigstens etwas größere Tiere zu sehen. Auch wenn die Springböcke das gar nicht witzig finden.
h11f6803.JPG


hceacb5e.JPG

Aber wenn Elefanten plantschen und Schlammcatchen machen geht man als kleineres Tier besser aus dem Weg. Und die Dicken haben Spaß, beschmuddeln sich und spritzen mit Schlamm umher. Einige kommen auch neu an und die haben erstmalkräftig Durst.
h8059395.JPG


h700f12b.JPG

Die kleinen machen der Mutti alles brav nach und das funktioniert prima im Familienverband. Ordentlich auch die Trinkmengen, die die Elefanten da in sich reintanken….
Beim wegfahren vom Wasserloch fallen uns noch ein paar unruhige Zebras auf, die zu einem Baum blicken. Wir folgen dem Blick und siehe da – unter dem Baum hält doch tatsächlich eine Familie Löwen Siesta.
hdbe9c05.JPG


h4053190.JPG

Leider ist der Blick durch das Gras relativ versperrt. Schade, aber immerhin haben wir Löwen jetzt gesehen. Als nächstes sehen wir einen kleinen Steenbock das sind sehr kleine und scheue Antilopen. Im Restcamp Halali legen wir einen kleinen Stopp ein, Biopause, im Park darf man ja nicht aussteigen, ist auch besser so…
hd218682.JPG


h9ade5d5.JPG


Nach der Erfrischung machen wir uns auf weiter nach Osten, weitere Wasserlöcher stehen an, aber zunächst sehen wir weitere Giraffen, die auf der Strasse aus einer Pfütze trinken und die Akazien fressen. Dann fahren wir zum Etosha Lookout. Dort kann man ein Stück in die Pfanne hinein fahren. Hier ist es extrem trocken und heiß, die Luft flirrt und der Boden ist Staubtrocken. Extrem Lebensfeindlich und wenig einladend. Da gehen wir doch lieber woanders hin. Auf dem Weg nach Namutoni sehen wir noch ein niedliches Minizebra, das hier durch die Gegend tobt und Giraffen, die mal richtig schnell rennen.
haa361c5.JPG


he29710d.JPG

Auch die harten stacheligen Akazien können sie offenbar schmerzfrei verschlingen, autsch nichts für uns. Bei der Einfahrt zum Rastlager wartet wieder einer dieser Habichte. Am nächsten Wasserloch ist scheinbar nichts los, aber dann düst plötzlich ein ziemlich großer Elefant von Rechts heran. Da gehen wir lieber aus dem Weg. Der Rotschnabeltoko im Baum kann hat da gut lachen.
h3c4a761.JPG


h42bd81e.JPG


Weil es einen kurzen Schauer gegeben hatte, kommen allerlei Tiere auf die Strasse und trinken aus den Pfützen. Auch eine Leopardenschildkröte. Hmm, Leopard, ja aber irgendwie ist das nicht das wahre. Und eine weitere Giraffe die Ihre elegante Trinktechnik zeigt. Es ist schon später Nachmittag und als letztes Wasserloch haben wir uns Klein Namutoni vorgemerkt, weil wir von hier schnell in der Lodge sind und daher lang bleiben können.
hf3ea946.JPG


h68f5509.JPG

Auf dem Weg dahin sehen wir auf dem Dik Dik Drive tatsächlich auch die seltenen aber süßen Dik Diks, sehr kleine Antilopen. Am Wasserloch selbst sind wieder Giraffen beim trinken und ein griesgrämiger Marabu stolziert herum. Dann kommt noch ein großer Elefant zum abendlichen Bade. Ein paar geführte Touren kommen heran fahren aber flux wieder ab, ist ja nicht soviel los. Ein paar Impalas im Hintergrund. Doch dann nehme ich eine Bewegung am Waldrand wahr.
hec498be.JPG


h4ae56bf.JPG

Ein Blick durchs Fernglas lässt das Herz höher schlagen. Tatsächlich ein Leopard schleicht aus dem Wald. Langsam schleichend nähert er sich dem Wasser und fängt an zu trinken. In aller Ruhe sitzt er da, grade als würde er einen Whisky an der Bar nehmen. Das haben auch die Impalas kapiert. In eine Bar geht man nicht zum Essen. Also keine Hektik und richtig in aller Ruhe und sehr nahe geht er an den Impalas vorbei und wieder in das Dickicht, wir machen den Mund wieder zu. Endlich ein echter Leopard in freier Wildbahn.
hedd8d99.JPG


hfbabffd.JPG


hc1f0480.JPG

Obwohl mein Ranking ohnehin ein anderes ist, haben wir damit die Big5 komplett. Gut dass wir gewartet haben. Jetzt aber schnell zur Lodge. Dort ziehen wir uns kurz in den schönen Zimmern um, sprühen Insektenmittel, denn ab jetzt sind wir theoretisch im Malariagebiet und gehen dann erst einen Drink in der Bar nehmen und dann gemütlich zum Abendessen. Ein sehr schöner Tag heute.

Übernachtung im Namutomi Etosha Camp im Park (Zimmer 16)
Tierbeobachtungen im Etosha National Park
Salzpfanne
Wein: Shiraz
Kilometer gefahren: 263
LG Peter http://www.mastny.de
zuletzt bearbeitet 10. Okt. 2013
Themenstarter107 Beiträge · seit 201210. Okt. 2013 · #10
02.11. Am Morgen frühstücken wir in der Lodge und nehmen die Anlage in Augenschein. Danach geht es wieder auf die Pirsch. Zuerst nach Norden vielleicht sehen wir ja Raubtiere. Am Wasserloch Tsumcor sehen wir dann wieder Giraffen. Klar, denn mit Giraffen haben wir einfach Glück dieses Mal. Aber nach kurzer Zeit kommen dann paar Tüpfelhyänen aus dem Busch. Langsam schleichen sie heran, der typisch wacklige Gang.
h71ed19a.JPG


h9675afe.JPG

Eine von den Dreien ist so vollgefressen (oder Schwanger), dass sie sich ins Wasser legt. Die andern knuddeln miteinander, ein Zeichen von Kommunikation dieser sehr sozialen Tiere. Nun hübsch sind sie nicht, aber interessant. Eine läuft dann quer vor dem Auto entlang und legt sich in den Schatten. Anfänglich zögerlich haben auch die Giraffen und die zwischenzeitlich eingetroffenen Zebras kapiert, dass von den Hyänen keine Gefahr ausgeht und gehen wieder ins Wasser. Bei den Zebras wird gleich wieder gerangelt, um die besten Plätze im Wasserloch. Gelegentlich kommen dann auch noch ein paar Oryxe vorbei.
hbe39764.JPG


h85fb069.JPG

Das sind irgendwie die Harleyfahrer unter den Antilopen. Einzelgänger, exzentrisch und wild. Plötzlich stürmt ein Oryx los und fliegt an unserem Wagen vorbei. Sehr interessant. Auch eine weitere Leopardenschildkröte kreuzt unseren Weg. Wir schlagen den Weg zur Fisher Pan ein, mittags ist ohnehin nicht so viel los und wir wollen mal sehen, was es hier so zu sehen gibt. Und immerhin ein paar Gnus und Springis, unter dem Bäumen den Schatten suchen. Und ein schöner Kranich der durchs hohe Gras schreitet.
hc1ad85a.JPG


h853a79e.JPG

Ansonsten auch hier eine trockene salzige Bodenplatte die wenig Leben zulässt. Wieder in der Savanne treffen wir Familien Strauß auf Ausflug. Wie Entenküken wuseln die kleinen Strauße Mama und Papa um die Beine, die alles zu tun haben um die Rasselbande im Griff zu halten. Dann die Show eines Raubadlers, der uns einen astreinen Start hinlegt. Schön.
h4cf026c.JPG


h7a6fc70.JPG

Wir fahren weiter nach Kalkheuwel, wo zwei dicke Elefantenbullen grade an der Bar stehen. Lässig werden große Mengen Wasser eingesaugt und der Rüssel energiesparend auf die Stoßzähne gelegt. Die stolzen Impalas ignorieren das und stolzieren vorbei. Aber Durst schlägt Eitelkeit und so gehen auch Impalas lässig in die Knie. Die Elefanten ziehen weiter, aber nicht ohne den – unvermeidlichen- Giraffen zu zeigen, dass diese zwar höher, aber die Elos ein wenig robuster sind….
h96a8b35.JPG


h8cf17e0.JPG


Wir fahren auch weiter am nächsten Wasserloch, Kalkheuwel ist nicht viel los, aber weil wir kommen, kommen auch Giraffen und bald ein Radioempfänger in Warzenschweinform. Auch Kudus finden sich ein und Impalas und Springis und auf einmal haben wir 4 verschiedene Antilopen gemeinsam beim Trinken. Nicht schlecht.
hd954df9.JPG


h9062598.JPG

Am nächsten Wasserloch post eine Giraffe und ein Warzenschwein badet. Nun ja das Wasser möchte man vielleicht nicht trinken. Unser letzter Stopp in Etosha ist noch mal Klein Namutoni. Hier ist heute ein ganz anderes Bild.
h051f5e6.JPG


hd6263eb.JPG

Geier sitzen am Rand und trocknen ihre Flügel… aha. Ein Oryx kommt vorbei und noch mal schöne Giraffen. Dann verlassen wir Etosha durchs Osttor, auch dieses mal war es wieder ein besonderes Erlebnis. Unser weiterer Weg führt nach Süden Richtung Tsumeb. Zu allem Unglück fängt es tatsächlich an zu regnen, so dass wir bei leichtem Niesel unsere Lodge, die Uris Safari Lodge erreichen.
hdc2e20e.JPG


h29e73e2.JPG

Dort werden wir im Haupthaus von Freddy begrüßt. Freddy verschlingt uns also Holger und mich mit Blicken und seine Stimme, nun ja, die sagt sofort alles. Freddy trägt dazu eine Uniform, die mit Verlaub einfach an den Sarotti Mohr erinnert, sogar das rote Käppi ist da. Mit breitem Grinsen uns weichem Säuseln führt er uns in die Huts. Die sind recht schön, aber die Moskitonetze zu kurz. Schutz ist damit nicht möglich. Nicht gut, aber Freddy kennt einen Kniff und das Zimmer ist dann Ok, vor allem nach dem Besprühen und einschalten der Elektroverdampfer. Ein paar Moskitos bleiben gleich auf der Strecke. Mit Peaceful sleep einreiben und dann geht’s auch zum Abendessen. Das dauert noch etwas, Faktotum Freddy muss wohl auch kochen. Also nehmen wir ein, zwei Biere an der Bar. Das ganze Haus ist etwas ältlich und wird auch von zwei älteren Herrschaften geführt. Der Stil ist englisch. Nun ja. Das Essen hingegen ist sehr lecker und auch der Wein dazu passt hervorragend. Die notwendige Bettschwere ist schnell erreicht und wir gehen bald zu Bett. Keine Moskitos in der Nacht, trotz hoher Feuchtigkeit. Na also, morgen geht’s dann nach Norden in den Caprivi…..


h0e15f12.JPG


h6ed8c83.JPG


h9825721.JPG


he89ca91.JPG


h368c3ed.JPG


h7a529e2.JPG


h37f38fc.JPG





Übernachtung Uris Safari Lodge, Tsumeb (Zimmer 1)
Kilometer gefahren: 261,5
LG Peter http://www.mastny.de
zuletzt bearbeitet 10. Okt. 2013
1'182 Beiträge · seit 200611. Okt. 2013 · #11
Hallo Peter,

Dein RB ist toll und die Bilder auch - vielen Dank!

Aber die Sache mit dem Staub im Hilux hast Du falsch verstanden - es muss ein Fenster oder eine Lüftungsklappe einen Spalt geöffnet sein. Dann staubt es weniger.

Gruß,
Bernd
0
Themenstarter107 Beiträge · seit 201212. Okt. 2013 · #12
Ach so, das hab ich in der Tat falsch verstanden. ich dachte alles muss so dicht wie möglich sein. Hat das mit den Druckverhältnissen zu tun?

Schön, dass Dir der Bericht und die Bilder gefallen. Es geht demnächst weiter mit dem Teil der Reise in Botswana.... 🙂
LG Peter http://www.mastny.de
zuletzt bearbeitet 12. Okt. 2013
Themenstarter107 Beiträge · seit 201212. Okt. 2013 · #13
03.11.

Nach einer Nacht ohne Moskitos und einem schweren englischen Frühstück verlassen wir Tsumeb. Bzw. wir tanken den Hilux noch voll, denn jetzt dürfte die Strecke recht einsam werden. Wir haben kurz überlegt, den Hoba Meteoriten anzuschauen, aber so richtig starkes Interesse haben wir nicht und außerdem haben wir in der Lodge in Divundu eine Bootstour reserviert, das wird knapp genug. Also auf die Piste.
h7707a2c.JPG


h3f80c07.JPG

Da ist wenig los, nur nach dem ersten Veterinär Zaun, wechselt plötzlich die Infrastruktur abrupt. Vorher doch vernünftig zivilisiert ist in derer Provinz richtig Afrika zu spüren. Die Menschen leben in Holzhütten, transportieren Sachen auf dem Kopf oder per Esel und die Tiere leben mitten unter ihnen. Die einzige Errungenschaft sind magenta farbene Toilettenhäuschen und was Wunder natürlich Handys.
hd0a4516.JPG


h4789898.JPG

Jeder Ort hat einen groß trabenenden Handy Shop, meist in einer einfachen Wellblechhütte. Wie löst man das Ladeproblem, nun auch dort in diesen Shops, oder sehr innovativ mit Solarzellen vor dem Haus. Irgendwie witzig, Tradition trifft moderne. Das ist für uns zwar unvorstellbar, aber die Leute sind trotz der einfachen Verhältnisse nicht wirklich arm. Kinder spielen im Freien und es wird zusammen gekocht, gewaschen usw.
h9b4cbca.JPG


hdcd0984.JPG

Anders aber nicht unbedingt schlechter als das was wir so treiben in unserer Zivilisation. So zieht sich die Strasse nach Norden immer wieder kleine Dörfer und dann nur wenig bevölkerte Landschaft. Die nächst größere Ansammlung ist Rundu, wo wir dann in einer Engen auch mal Tanken und uns erleichtern können, den Toiletten gab es unterwegs eben keine.
hfd1f367.JPG


h16ca10c.JPG

Viel mehr machen wir in Rundu nicht. Durch die Nähe zu Angola ist die Stadt relativ anfällig für Kriminalität und wir wollen kein Risiko eingehen. Wir biegen hier ab nach Osten, direkt in den Caprivi. Die Strasse ist gut ausgebaut, was auch den Spannungen mit Angola in früheren Jahren zu verdanken ist. Früher war hier starke Militärpräsenz, da das Regime in Angola begehrliche Blicke Richtung Caprivi geworfen hatte.
h3ae302d.JPG


hcf31941.jpg

Heute sind die Länder wieder befreundet und reiche Angolaner schmeißen das Geld in Windhoek in die Shops. Die Fahrt führt uns weiter bis zum Ort Divundu, wo auch die berühmten Popa Falls angesiedelt sind. Hier liegt auch unsere Lodge, die Divava Okavango Lodge. Wie der Name schon vermuten lässt liegt die Lodge direkt am Okavango oder Kavango wie er hier auch heißt. Der Besitzer, Ian McLaren begrüßt uns und wir haben es noch zur Bootsfahrt geschafft.
hbccaee6.JPG


hfc19c67.JPG

Eigentlich müssten wir gleich aufs Boot, aber Afrika hat Zeit, die andere Gruppe ist auch noch nicht da. Also checken wir erst in die schicken Chalets ein, die mit allen Annehmlichkeiten ausgestattet sind. Leider ist der Bewuchs vor den Fenstern hoch, so dass man keine schöne Aussicht auf den Fluss hat. Schade aber nicht schlimm. Auch hier wird wieder Prophylaxe betrieben, alle Stecker rein und mit Peaceful Sleep eingerieben. Auch Ian versichert uns, dass es werde viele Moskitos noch Malaria in der Gegend gibt. Nebenan ist eine Moskito Versuchs Station, die dann ganze Gebiet großflächig gesprüht haben. Finden wir gut.
hb622a18.JPG


haa23617.JPG

Malaria war vor der Reise ein großes Thema. Aber wenn man Malarone als Standby mit hat, und mit Chemie nachhilft, damit man nicht gestochen wird, ist das Risiko in dieser Jahreszeit (vor dem Regen) vertretbar. Die Entscheidung trifft natürlich jeder für sich, aber die Einheimischen haben auch dazugelernt so dass epidemische Ausbrüche mittlerweile selten sind. Jetzt ist auch das Boot fertig und wir steigen ein. Die andere Reisegruppe ist ein Bus voller „Ickes“ aus Berlin. Aber auszuhalten. Zuerst schippert das Boot flussabwärts.
hcfa94ee.JPG


h39758c3.JPG

Am Fluß sind viele Leute unterwegs. Hier wird Schilf geschnitten, gebadet und große Wäsche gemacht. Wahrscheinlich seit Jahrhunderten so. Und das obwohl nach kurzer Zeit etliche Gruppen von Flusspferden im seichten Wasser zu sehen sind. Erst ein Kindergarten mit kleinen Hippos, die hier spielen, dann eine Gruppe größerer Hippos, bei denen uns der Bulle gleich Mal zeigt, dass wir hier unerwünscht sind. Schnauben und das Maul aufreißen sind klare Zeichen der Missachtung und nicht zu unterschätzen, denn Hippos sind weit gefährlicher als z.B. Krokodile. Auch an Land sind Hippos schnell und sehr aggressiv, insbesondere wenn man ihnen den Weg ins Wasser versperrt. Ach ja Krokodile, auch die bekommen wir zu sehen.
h1a1f127.JPG


h4c7440b.JPG



An Land liegend, das schiefe Grinsen im Gesicht um dann ins Wasser zu gleiten und zu warten ob es irgendwas zu fressen gibt. Auch Schlangenhalsvögel sehen wir und weitere kleine Hippos, die versuchen sich gegenseitig aufzufressen. Direkt am Fluss sind auch Lodges, aber mit den Hauszelten, so richtig einladend wirkt das nicht. Die Sonne steht mittlerweile schön tief und der Skipper legt auf einer kleinen Insel an von denen man die Popa Falls sehen kann. Für mich sind das Stromschnellen, aber der Sonnenuntergang ist sehr schön und ein kleiner Snack und ein Glas Wein runden die Sache gelungen ab.
h6ef93bf.JPG

Zurück in der Lodge geht es zum leckeren Abendessen auf der Terrasse. Für die Berliner ist eine einheimischen Show anberaumt Na ja von solchen „Hulatänzen“ halte ich nicht viel, aber die Leute verdienen wenigstens etwas Geld dazu. Wir genießen hingegen das wirklich gute Menü und danach eine bequeme und ruhige Nacht (trotz einiger Frösche) in unserer Hütte.

Übernachtung in der Divava Okavango Lodge (Zimmer 1)
Highlight: Bootstour über den Okavango (Sichtungen von Flusspferden, Krokodilen, …) mit einem kleinen Snack an einem Wasserfällchen
Wein: ????
Kilometer gefahren: 546
LG Peter http://www.mastny.de
zuletzt bearbeitet 12. Okt. 2013
1'242 Beiträge · seit 200912. Okt. 2013 · #14
Hallo Peter,

wunderschöner Bericht und tolle Bilder 🤪 . Vor allem das Foto, wo das Krokodil ins Wasser gleitet und der ganze Sand mit rutscht, ist dir gut gelungen 🙂 . Und das Hippobild gleich dahinter mag ich ganz besonders 🤩 .

Ich freue mich auf mehr ...

Liebe Grüsse
Lil
Namibia das 1. Mal http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/163129-namibia-das-1-mal-reisebericht.html Endlich Hippos - SA 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/280235-endlich-hippos-sa-2013.html ZIM - BOT 2014 Träume werden wahr http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/283689-zim-bot-2014-traeume-werden-wahr.html
Themenstarter107 Beiträge · seit 201212. Okt. 2013 · #15
@ Lil - Dankeschön. Ja das Hippo mag ich auch. Waren unsere ersten Hippos und dann gleich aus nächster Nähe, das war toll. Die Krokos sind auch spannende Tiere, ich frage mich wie das Kroko auf die Insel gekommen war. Muss irgendwo einen Hintereingang gehabt haben... 😎

Mehr kommt gleich..... 🙂
LG Peter http://www.mastny.de
Themenstarter107 Beiträge · seit 201212. Okt. 2013 · #16
Am 04.11.

Nach dem Frühstück geht’s wieder auf die Piste, der Rest von Caprivi wird durchfahren. Gleich nach der Brücke über den Okavango ein weiteres Veterinär Gate und die Einfahrt in den Bwabweta National Park. Den kann man erschließen, aber nur zur Trockenzeit und mit einem 4x4. Man hätte auch von der Lodge aus hin können, aber wir haben heute ein Ziel das heißt Chobe National Park und deshalb leider keine Zeit für diesen NP hier.
h7e64228.JPG


h545d105.JPG

Die Fahrt bis Katima Mulilo führt durch leere Gegenden, den Siedlungen sind im NP nicht erlaubt, dennoch sehen wir Leute an der Strasse die ihren Geschäften nachgehen (Wäsche, Holz, Fisch) und einer Windhose begegnen wir auch. In Katima Mulilo biegen wir ab Richtung Botswana nach Norden könnte man über die Brücke nach Sambia fahren, dort warten bereits viele LKW´s auf die Zollabfertigung. Da sind wir von der EU schon verwöhnt.
hf906faa.JPG


h929c197.JPG

Unsere Strecke ist leer, und man sieht, dass das Militär in dieser Ecke heute gewaltig fehlt. Bzw. das Geld das damit ins Land floss. Bei der Überquerung des Chobe Fluss ist dann auch die Grenzstation nach Botswana. Ausreise aus Namibia, Pässe, Formular ausfüllen und Straßenpermit abgeben, dann dürfen wir ausreisen… aha, dann Einreise nach Botswana zuerst werden wir desinfiziert gegen Maul und Klauenseuche und danach betreten wir den Grenzposten. Der Präsident (Bild) wacht über das Geschehen und sage noch einer wir wären bürokratisch. Also erst Einwanderungsformular ausfüllen, dann Pässe hergeben und Visum bekommen.
h77e1361.JPG


h5e5706a.JPG

Auch das Mietwagenpermit (muss man bei der Anmietung beantragen, sonst ist eine Einreise nicht möglich) ist vorzuzeigen und Straßenbenutzungsgebühr und eine Versicherung abzuschließen. Ok, nach soviel Bürokratie dürfen wir tatsächlich einreisen. Witzig oder auch Ernst war, dass in der Grenzstation Kondome kostenlos verteilt wurden. Eine Präventivmaßnahme gegen AIDS. Die Idee ist sicher gut, und der Automat sah frisch befüllt und benutzt aus.
h19f1a61.jpg


h7ab4dcd_2013-10-12.JPG

Wäre ja zu begrüßen, denn AIDS ist ein weit kritischeres Thema hier als Malaria. Direkt nach der Grenze werden wir dann von Elefanten begrüßt, wenn das kein Empfang ist. Wenig später dann die nächste Station, aha wir fahren in den Chobe Nationalpark ein, Gebühr und Registration. Dabei nutzen wir nur die Durchfahrtsstrasse. Hier gilt Tempo 80 und man sollte nur bei Tag fahren, denn allenthalben sehen wir Elefanten teils auf, teils neben der Strasse.
he4e3792.JPG


h3bf0fad.JPG

Bei Tag mit genügend Abstand zum Waldrand ist das kein Problem, bei Nacht lebensgefährlich. Rechts ab würde es auch nach Savuti gehen und auf die West Umfahrung des Okavango Deltas, aber wir haben uns für Chobe und die Ostroute entschieden, also weiter Richtung Kasane. Kasane selbst ist eine Stadt. Die erste nach rund 500 km. Auch einen internationalen Flughafen gibt es hier, ist das doch der schnellste Weg für die eiligen Touristen in den Chobe und ins Okavango Delta oder zu den Victoria Fällen zu kommen, ohne nach Zimbabwe zu müssen.
h66de03f.JPG


h52e85a4.jpg

Also gibt es hier eine asphaltierte Piste und doch einige Verbindungen nach Südafrika. Auch etliche Lodges haben sich in Kasane angesiedelt. Zuerst hatten wir vor in die Chobe Safari Lodge zu gehen, aber die war bereits ausgebucht. Also haben wir uns für die Chobe Marina Lodge entschieden, ein guter Griff wie sich schnell herausstellt. Die Lodge ist topp ausgestattet und wird die beste Unterkunft auf unserer Reise. Das Haupthaus ist sehr geräumig und mit viel Holz gestaltet, von der Anlage kann man direkt auf den Fluß schauen und überall gibt es Plätze wo man sich setzen und etwas trinken und die Gedanken treiben lassen kann. Für die Leute die nicht davon lassen können, auch Fernseher sind in den Zimmern und es gibt WLAN.
hab68a6e.JPG


h8ca1b82.JPG

Na gut es ist US Wahl und das interessiert mich schon. Aber zunächst erkundigen wir uns nach einer Bootsfahrt. Die Rezeption verweist uns an das Büro von African Odyssey direkt im Haus, wo wir nach einer Bootstour fragen. Ja geht eine in 10 Minuten, schnell in eine Liste eintragen und ab ins Boot. Klasse, das geht wunderbar, kaum sitzen wir, geht die Tour auch schon los. Und wir können auf Zimmer anschreiben, sonst hätten wir nichts zu trinken bekommen. Aber so mit einem Bier in der Hand, den Foto schussbereit geht es auf Tierjagd
h0279651.JPG


ha6e9923.JPG

. Das Boot muss sich noch kurz zur „Parkeinfahrt“ anmelden und dann sind wir im Nationalpark. Rechts von uns liegt eine Insel, Sedudu Island, die jahrelang ein Streitpunkt zwischen Namibia und Botswana war. Aber große Konflikte werden durch Dialog gewonnen und so ließen die friedlichen Länder den Gerichtshof in den Den Haag über die Insel entscheiden. Botswana bekam den Zuschlag.
Auf der Insel sehen wir eine rötliche Antilope, die die Hörner falsch herum trägt. Der Guide erklärt uns, dass das Letchwe oder Leechee Antilopen sind, die nur im Sumpfland leben und sich von Sumpfgras ernähren. Dann sind die Tiere hier richtig und wir sehen sie zum ersten Mal. Auch auf der Insel sind afrikanische Büffel, die wie immer schlecht gelaunt dreinschauen.
h7788ff5.JPG


h1682a9f.JPG

Nun ja wenn ich durch das Krokodilverseuchte Wasser zurück aufs Festland müsste, würde ich auch nicht beste Laune haben. Da das Boot sehr hoch im Wasser liegt, können wir bis nah an Ufer fahren, wo etliche dieser Urweltechsen in der Sonne liegen und Kraft tanken für den nächsten Fang. Ganz schön groß… In den Bäumen sitzt ein Weißkopfseeadler, auch ein schöner Vogel und in der Luft jagen die Kites Fische, manch einer hat sogar einen Fisch in den Klauen. Gut, dass das Tele das hinbekommt, gar nicht so einfach einen Vogel in der Luft zu schießen, aber das klappt dieses Mal ganz gut. Weiter geht die Fahrt und ab und an kreuzt ein Hippo unseren Wasserpfad.
h6b9d51a.JPG


he98c3d7.JPG

Auch Elefanten kommen an den Fluss, die meisten aber erst Abends, jetzt sind nur einzelne zu sehen. Und die Vogelwelt ist weiter gut vertreten, afrikanische Störche, Marabus und Kraniche, dazu Enten und Reiher. Am Knick des Flusses sehen wir dann auch Wasserböcke, eine weitere Antilopenart, die im sumpfigen Grasland lebt. Das Fell ist rauer und auf dem Hinterteil haben Sie einen weißen Kreis. Nett. Wir nehmen die Kurve um Sedudu Island und hier sieht man nicht mehr so gut, weil die Landkante höher ist. Nur die Hippos tauchen auf und ab oder suhlen sich am Rand. Auch Kormorane ziehen mit Hochgeschwindigkeit vorbei, zack, doch einen mit dem Foto erwischt. Zeitlich bricht langsam die Dämmerung herein, die Sonne steht schon ziemlich tief und die ganzen Ausflugsboote rasen zurück und versuchen ihren Gästen einen tollen Spot zum Sonnenuntergang zu bieten. Und der hat es in sich. Blutrot färbt sich der Himmel und der gelbe Ball taucht langsam hinter den Horizont. Was für ein Abschluss, was für ein Bild. Schnell geht es jetzt zurück in die Lodge. Ins Zimmer, umziehen, aussprühen und so weiter… Das Abendessen wartet. Heute gibt es Braii auf der Terrasse. Nur ist das nicht ganz so einfach, weil Tausende Zikaden nicht nur einen Höllen Lärm machen, sondern auch von den Ölfunzeln magisch angezogen das Essen stören.
h44b44e8.JPG

Das Essen hingegen ist sehr lecker. Frisch auf dem Grill gebraten.. lecker. Im Zimmer noch etwas updaten und Fernsehen schauen. Wahl in den USA kommt hier live. Obama oder Romney? Morgen wissen wir mehr. Für den morgen haben wir einen Game Drive bei African Odysse gebucht, früh geht’s los in den Chobe Nationalpark. Gute Nacht….
LG Peter http://www.mastny.de
zuletzt bearbeitet 12. Okt. 2013
Themenstarter107 Beiträge · seit 201213. Okt. 2013 · #17
So jetzt gehts im Chobe auf den Game Drive.... jede Menge Bilder......

05.11. Früh am morgen stehen wir auf, gut geschlafen im klimatisierten Zimmer.
Obama hat gewonnen, auch wenn die konservativen Medien noch von Come Back usw. schwadronieren. Willkommen in der Realität, nach einem schnellen Kaffee und eintragen in eine Liste (die Mitarbeiter von African Odyssee im Büro sind mäßig motiviert) soll der Jeep bereit stehen. Tut er auch, und bald geht es im Safari Jeep auf Tour.
ha6da833.JPG


h85c7a43.JPG

Mit an Bord noch eine französische Familie die gestern auch schon auf dem Boot war. Die Anfahrt zum Parkeingang ist kurz, dann muss man sich im Office anmelden. Nebenan ist auch das Office gegen Wilderei (Anti Poaching Office) Nun bei den Tierbeständen ist die Versuchung sicher groß, aber Wilderei wird sehr streng bestraft, denn lebend sind die Tiere für das Land mehr wert. Sehen wir auch so. Also rein in den Park auf schwerer Sandpiste. Man kann selbst in den Park fahren, aber da muss man schon mit Tiefsand umgehen können.
hd990cf2.JPG


h2643efc.JPG

Steht der Wagen ist das Wegkommen trotzt 4wd nicht grade einfach. Nach einer Weile Anfahrt kommen wir an den Flusslauf. Hier sehen wir gleich mal schlechtgelaunte Büffel. Einer blickt finsterer als der andere. Nein, bleibt wo ihr seid. Dann ist Vogelzeit, eine ägyptische Gans, ein Marabu, ein Geier, der aus der Nähe gar nicht so schlecht aussieht. Sehr hübsch ist eine Gabelracke ein kleiner sehr bunter Vogel, der hoch oben im Baum sitzt. Aber irgendwie fehlt bisher das Highlight. Vielleicht sind wir hoffnungslos verwöhnt, aber gibt es hier keine Katzen?
hde8b57e.JPG


hb71fcec.JPG

Wir machen Pause an der Serondela Rest Site. Seltsam, alles ohne Zäune oder Schutz, wissen die Löwen und Leoparden, dass sie hier nicht her dürfen? Denn die Toiletten sind offen? Oder gibt es am Ende gar keine Räuber hier. Es gibt zwar Kekse und kalte Getränke aber 100%ig zufrieden sind wir nicht. Unser Fahrer spürt das uns unterhält sich lang mit seinen Kollegen, die hier auch vorbei kommen. Unsere Zeit ist fast um, aber er macht noch eine Ausfahrt zurück an den Fluss.
h12a2207.JPG


h1ad510a.JPG

Und ist es Zufall oder Glück oder Vorsehung, aber durch den Busch schleicht eine Katze, gefleckt, ein echter Leopard, erst nur kurz und dann wieder im Busch, wir denken schon er ist weg, aber dann kommt die große Leo Show. Er kommt aus dem Busch, legt sich hin, rollt auf dem Boden umher und sitzt in Königshaltung da.
h5c558a6.JPG


h43132a4.JPG

Dann geht er in den Schleichmodus und pirscht auf die Bäume zu, so lange bis die Impala „lachen“. Das hört sich wirklich so an. Damit sagen sie ihm, gib dir keine Mühe, wir haben dich entdeckt. Eine Chance hat er nur wenn er ganz nahe heran kommt, nach wenigen Metern sind die Impala schneller, also wäre das Kraftverschwendung. Etwas beleidigt zieht er ab, direkt an uns vorbei geschmeidig, katzenhaft und stolz.
h6aae208.JPG


h099d12d.JPG

Was für ein Highlight am Ende dieses Drives.
Jetzt geht es auch schnell zurück zur Lodge, wir haben zwar etwas überzogen, aber das war es natürlich mehr als wert. Einen Leopard so aus der Nähe, das gibt es nicht mal hier alle Tage.
h3b79294.jpg


h7ca00e1.JPG



Nach einer erfrischenden Mittagspause in der Lodge und einige Kaltgetränken sowie der unvermeidlichen e-mail und Internetpause erkunden wir noch etwas die weiträumigen Areale der Lodge und schauen uns den Swimmingpool und einige nette tierische Bewohner an.
h9cb1cfa.JPG


hf311fef.JPG


Auch zum einkaufen fahren wir kurz ins nahegelegene Einkaufszentrum, das durchaus vernünftigen Standard (auch für Selbstversorger) bietet. Der Supermarkt ist gut ausgestattet und aufgrund hohen Verbrauchs ergänzen wir auch das Insektenspray DOM. Heute schein Nudeltag zu sein, denn die Käufer schleppen Nudeln Sackweise an die Kassen und nach draußen.
hb63e891.JPG


h1c27200.JPG

Wir sind bescheidener und ergänzen vorwiegend die Getränkevorräte. Neben dem Supermarkt gibt es auch eine Bank und weitere Shops im Center, sowie einen Liquorshop der zum Supermarkt gehört. Das ist gut, denn unser Vorrat an Windhoek Lager ist auch aufgebraucht. Auf dem Dach turnen Meerkatzen herum, ob die auch einen 6 Pack kaufen wollen?
he111b21.JPG


h57a405d.JPG



Nach der Mittagsruhe ist dann der 2. Game Drive angesetzt. Eigentlich wäre uns ja ein Ganztagesdrive, der tiefer in den Chobe eindringt lieber gewesen, aber nach Savuti reicht das ohnehin nicht und die Pisten am Fluss geben das zwar her, aber die Tierwelt nimmt mit der Entfernung eher ab, so dass das keinen Mehrwert bringt. Nun ja nach dem Highlight am Morgen mal sehen was jetzt kommt.
h8bd6cef.JPG


hf7889cd.JPG

Unsere Belgier sind auch wieder mit von der Partie und so starten wir wieder die Tour über den bekannten Anfahrtsweg. Aber am der Fußlage ändert sich das Tierbild. Jetzt sind Elefanten am Fluss, sogar eine ganze Menge und einer steht direkt am Weg und rupft einen Baum genüsslich auseinander. Dem kommen wir sehr Nahe, aber er stört sich nicht an uns. Wow Elefant zum greifen nahe. Am Fluss dann eine ganze Herde bei der wir sehr schön das Begrüßungsritual sehen können, wenn ein neues Tier zur Herde stößt.
he6eda69.JPG


h62e133c.JPG

Verwandtschaft ist Pflicht, sonst kein Zutritt. Auch Giraffen sind wieder unterwegs, entweder fressend oder trabend, hier auch mit ihren Begleitern den Madenhacker, die sich an Maden und anderem Getier auf dem Rücken der Tiere zu schaffen machen. Also eine mobile Fellpflege, auch nicht schlecht. Wir biegen weg vom Fluss und treffen schnell auf eine ganze Herde Zebramangusten.
h72efdc7.JPG


h0ccd3c5.JPG

Die possierlichen kleinen Räuber leben hier in einem Familienverband und es wuselt der ganze Busch. Weiter auf der Piste dann weitere Elefanten, wieder sehr nahe, auch mit Jungen und Exemplaren die beeindruckende Stoßzähne haben.
h7451e74.JPG


h9812954.JPG

Wie die Landschaft doch wechselt. Unser Guide fährt weiter und hält plötzlich vor einem dichten Busch. Wieso das denn, Büsche sind doch hier genug. Aber er sagt: Simba, aha Simba = Löwe, Ameisenlöwe? Oder Löwenbusch. Nun ja in der Tat, denn im Busch hat sich eine Löwin mit Ihren Jungen niedergelassen. Die ersten Wochen werden diese fern vom Rudel gehalten, denn die Gefahr, dass die eigene Familie handgreiflich wird ist sehr hoch.
ha3b8f96.JPG


h80677cd.JPG

Wir erkennen nicht genau wie viele Junge die Löwin hat, aber mindestens 2. Und einer der kleinen Racker hebt dann auch noch freundlich den Kopf und schaut mich an (ich sitze links im Fahrzeug, das ist reine Glückssache). „He Du, wer bist Du denn?“ Niedlich der / die Kleine und grade lange genug sichtbar um diese Bilder zu machen. Wieder ein tolles Erlebnis. Aber es geht noch weiter, ein paar Kilometer weiter treffen wir auf das Rudel. Hier liegen 8-9 Löwen faul in der warmen Sonne. Klar, bei rd. 20h Schlaf am Tag ist die Chance ziemlich groß.
h91c9c61.jpg


h98ff64e.JPG

Immerhin würdigt man uns mit einem heben des Kopfs und einem herzhaften Gähnen, das aber anschaulich die netten Reißzähne zeigt. Und eine andere Löwin sitzt erhobenen Hauptes da uns wirkt sehr majestätisch, prima, das gefällt uns. Die weitere Fahrt führt uns noch mal am Serondela Rest Camp vorbei und wir sehen noch ein paar Wasserböcke die hier die späten Sonnenstrahlen einfangen und bei Pavians ist Abendwäsche angesagt.
h2c3c956.JPG


hf6225f4.JPG

Da geht es brutal zu, die Kleinen werden gepackt und beim suchen nach Ungeziefer fast das Bein ausgerissen. Hauptsache sauber. Wir müssen langsam zurück, denn die Sonne geht langsam unter. Von der Randstrasse hat man noch einen schönen Blick auf den Fluss und die dort liegenden Hausboote, und Elefanten queren kurz vor uns die Straße, auch hier stoßen uns schubsen, damit die Kleinen endlich vorwärts und ans Wasser kommen. Auch heute sehen wir wieder einen schönen Sonnenuntergang. Und kommen bei leichter Dämmerung wieder in der Lodge an. Heute gibt es das Diner im Restaurant, aber auch hier kein Grund zu meckern.
ha5fd910.JPG


h62d4bd4.JPG

Bei einem Glas Wein bzw. dem isstonischen Bier lassen wir dann die Erlebnisse des Tages noch mal Revue passieren. Natürlich überwiegt der tolle Leopard….
LG Peter http://www.mastny.de
zuletzt bearbeitet 13. Okt. 2013
2'097 Beiträge · seit 200613. Okt. 2013 · #18
Hallo Peter,

vielen Dank für deinen Reisebericht. Wir wissen, wie viel Arbeit es macht, den Text und die Bilder zusammenzustellen.

Nach dem holprigen Start seid ihr ja doch gut in Namibia angekommen und konntet die Verspätung durch den Flug wieder reinholen. Die Wüstentour bei Swakopmund hat uns auch sehr gut gefallen. Leider ist es uns nicht gelungen, das Chamäleon beim "Zugriff" mit langer Zunge zu fotografieren. Glückwunsch!
Besonderes Glück hattet ihr im Etosha: Am ersten Tag zwei Rhinos, am zweiten Tag Löwen, eine Schildkröte und einen Leoparden und am dritten Tag dann noch Hyänen. Gut gefallen uns auch der europäische Bienenfresser, der Paradieskranich und die Straußenküken. Die haben wir im Etosha noch nicht gesehen.

Ein paar Dinge in deinem Bericht sind uns aufgefallen:
  • Fotos und Text sind oft nicht synchron. D. h., man sieht z. B. bereits Fotos von der Bootstour auf dem Chobe, im Text seid ihr aber noch vor Rundu. Hast du das extra gemacht, um lange Textpassagen aufzulockern? Uns hat es verwirrt.
  • Es ist in Namibia verboten, im Supermarkt sonntags Alkohol zu verkaufen. Als Tourist sollte man sich an die Regeln halten und nicht eine Verkäuferin bequatschen, die dafür evtl. Schwierigkeiten bekommt. So wichtig kann das Bier doch nicht sein, zumal ihr doch abends immer im Restaurant wart.
  • Wie konntet ihr nach der Leoparden-Sichtung im Etosha bereits alle der Big 5 gesehen haben? Haben wir die Büffel verpasst?
  • Bist du sicher, dass ihr für die Nutzung der Transitstrecke durch den Chobe Nationalpark zwischen Ngoma und Kasane eine Gebühr bezahlen musstet? Uns wäre das neu.
Auch im Chobe war das Glück mit euch. Leopard und Löwenrudel sieht man wirklich nicht alle Tage.

Viele Grüße,
Uwe und Ruth
Unsere Reiseberichte im Namibia-Forum Unsere Bilder in der fotocommunity
Themenstarter107 Beiträge · seit 201213. Okt. 2013 · #19
Hallo Eulenmuckels,

schön dass ihr mitlest bzw. mitfahrt. Mit den Tieren hatten wir echt Glück, das kann man so sagen.
Ein paar Dinge in deinem Bericht sind uns aufgefallen:

Fotos und Text sind oft nicht synchron. D. h., man sieht z. B. bereits Fotos von der Bootstour auf dem Chobe, im Text seid ihr aber noch vor Rundu. Hast du das extra gemacht, um lange Textpassagen aufzulockern? Uns hat es verwirrt.
Es ist in Namibia verboten, im Supermarkt sonntags Alkohol zu verkaufen. Als Tourist sollte man sich an die Regeln halten und nicht eine Verkäuferin bequatschen, die dafür evtl. Schwierigkeiten bekommt. So wichtig kann das Bier doch nicht sein, zumal ihr doch abends immer im Restaurant wart.
Wie konntet ihr nach der Leoparden-Sichtung im Etosha bereits alle der Big 5 gesehen haben? Haben wir die Büffel verpasst?
Bist du sicher, dass ihr für die Nutzung der Transitstrecke durch den Chobe Nationalpark zwischen Ngoma und Kasane eine Gebühr bezahlen musstet? Uns wäre das neu.

Richtig die Bilder und der Text sind nicht zwingend synchron. Die Bilder sind in mehr oder weniger regelmäßige Abfolge im Text. Aber zu manchen Textteilen müsste ich sonst überproportional viele Bilder einstellen, zu anderen fast nichts, daher lieber immer wieder ein paar Bilder.

Die Big 5 hatten wir komplett, nachdem wir in 2011 bereits 4 der Big 5 gesehen hatten, nur der Leopard (in freier Wildbahn) hatte uns noch gefehlt. 4 von 5 waren also in 2011 und wiederholen sich in 2012 (die Büffel kamen ja noch)....

Ja wir haben eine Gebühr bezahlt. In einem Wärterhaus direkt am Parkeingang, mit Eintragung von Kennzeichen usw. und mussten uns am Ausgang wieder austragen (kurz vor Kasane). Keine Ahnung wofür das war, der offizielle Mensch nannte es Fee.
LG Peter http://www.mastny.de
zuletzt bearbeitet 13. Okt. 2013
1'242 Beiträge · seit 200914. Okt. 2013 · #20
Hallo Peter,

wieder wunderschöne Bilder 🤩 .

Das Simba-Baby ist total süss 🤪 . Hast du nicht noch mehr Bilder davon ???

Freue mich auf die Fortsetzung. Die Vorfreude auf unseren Botswana-Urlaub im nächsten Jahr steigt ... 😉 .

LG Lil
Namibia das 1. Mal http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/163129-namibia-das-1-mal-reisebericht.html Endlich Hippos - SA 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/280235-endlich-hippos-sa-2013.html ZIM - BOT 2014 Träume werden wahr http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/283689-zim-bot-2014-traeume-werden-wahr.html