Reisebericht

Namibia - Botswana 2012 - zweite Runde

von Peter1969 · begonnen 07. Okt. 2013 · 14 Teile

Teil 107. Okt. 2013
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So liebe Fomis,

jetzt will ich mch auch mal versuchen und unseren Reisebericht von unserer zweiten Afrikatour online stellen. Wie schnell das gehen wird kann ich nicht sagen, aber wer nie anfängt.... 😉

Also los gehts:

Namibia/Botswana 2012

27.10.

Nach unserer schönen Tour durch Namibia und Südafrika in 2011 hatten wir beschlossen, auch dieses Jahr wieder nach Namibia zu fliegen, die Tiere und die Natur haben es uns einfach angetan. Unsere Freunde Holger und Manuela waren auch zu begeistern, so dass wir dieses Jahr das Abenteuer Namibia-Botswana auf uns nehmen wollten. Am 26.10. sollte es planmäßig losgehen, aber die Probleme begannen schon am Hauptbahnhof in Stuttgart. Der ICE der uns nach Frankfurt bringen sollte hatte eine Stunde Verspätung, so dass es zwar noch reichen, aber in Frankfurt schon relativ knapp werden sollte. Nach 2 statt der geplanten 1,5 h und 2 h später als erwartet waren wir dann tatsächlich in Frankfurt am Flughafen, Holger und Manuela waren pünktlich angekommen, wo uns die nächste Hiobsbotschaft erwartete. Der Flieger von Air Namibia ein alter Airbus A340 (einer von der Gesamtflotte von 2) hatte einen technischen Defekt und konnte nicht wie geplant um 20.30 Uhr starten. Nach kurzer Diskussion und längerem Warten berichtete Air Namibia, dass der Flug auf 8.00 am nächsten Tag verschoben sei. Oh! Damit waren alle unsere Startpläne, die auf einer morgendlichen Ankunft in Namibia basiert hatten dahin. Air Namibia hatte mittlerweile ein Hotel organisiert, so dass wir auf deren Kosten nach Frankfurt ins Mariott einquartiert wurden. Sogar ein Abendessen reichte es noch und eine Nacht in den Klamotten des Tages, denn die Koffer waren schon eingecheckt. Wie sich zeigte, war die DerTour Hotline keine Hotline sondern eine no clue line, denn mehr als tröstende Worte hatte man nicht für uns bereit. Nicht einmal die Lodge vor Ort konnte dort storniert werden. Ab 9.00 am nächsten Tag sollte einem geholfen werden, sehr hilfreich, wenn man um 8.00 im Flieger sitzt  Weil wir wussten, dass wir es am nächsten Tag nicht mehr schaffen würden unser Tagesziel Sossusvlei zu erreichen und Air Namibia nichts weiter unternommen hatte, wollten wir sichergehen, nicht auf der Strasse wohnen zu müssen und reservierten über das Internet ein Hotel direkt in Windhoek.
Wenigstens das war geklärt und auch die Mietwagenfirma wusste Bescheid.
Am nächsten morgen ging es dann nach schnellem Frühstück und unrasiert wieder zum Flughafen bei 5 Grad und kaltem Regen. Immerhin stand der Flieger da und konnte man höre und staune pünktlich mit 25 h Verspätung abheben.

Dadurch waren wir auf einem Tagesflug und wir konnten ganz Afrika von oben betrachten- ganz Afrika? Ja denn wir flogen nach dem Mittelmeer lange sehr lange über die scheinbar endlose Sahara und dann über den tropischen Regenwald, einmal längs durch den Kontinent. Der Flug war insgesamt sehr ruhig, nur beim Anflug auf Windhoek flogen wir durch ein Gewitter mit heftigen Turbulenzen und der Flieger schwankte heftig – Brrr. Kleine Irritation noch bei der Landung, der Flieger war immer noch 2.000 m hoch, als das Fahrwerk und die Landeklappen ausgefahren wurden? Und der Flieger bremste stark ab, zu sehen war draußen nichts, kurze Beunruhigung, aber als wir bei 1700 m waren, lag der Flughafen direkt unter uns – klar, Windhoek liegt auf einem Hochplateau mit 1.600 m Höhe. Alles ist gut. Nach dem Aussteigen eilten Holger und ich durch die Immigration, denn der Mietwagen Schalter schließt um 8 und es war schon 19.30 Uhr, aber Hertz hier ist sehr gut und man wartet auf uns. Auch die Übergabe läuft problemlos und weil Holger sich mit einem schweren Infekt plagt und alles andere als fit ist, gehe ich den Wagen übernehmen. Es ist schon stockdunkel, aber der Toyota Hilux sieht ganz proper aus und ich verstehe die einfache Bedienung ohne Probleme.




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Das Thema Auto haben wir lange im Vorfeld erörtert. Nach einigem hin und her haben wir doch den Hilux genommen. Der ist stabil und Wüstenerprobt, ausserdem haben wir mit der Schüssel bestimmt kein Gepäck Problem. Ein Ersatzreifen ist dabei. Das sollte reichen, nachdem wir keine extremen Pads geplant haben.
Das Gepäck und unsere Mädels sind auch eingetroffen, nein wir waren nicht unhöflich, aber der Wagen läuft halt auf uns deshalb mussten wir schnell ran. Das Gepäck ist schnell im großen Kofferraum verstaut. Platzprobleme werden wir definitiv keine haben. Und dann geht es auf die Strecke nach Windhoek. Die kenne ich zwar, aber bei Nacht ist das Erlebnis doch anders. Wir sind froh, dass wenig Verkehr ist und die Strecke überschaubar kurz. Auch das Kalaharis Sands finde ich noch ohne große Probleme. Doch gut wenn man schon mal da war, in so einer Situation. Wir checken ein, Holger und Manuela gehen sich gesundschlafen und nach einer Flasche Wein in der Bar, wo mich eine explodierende Glühbirne anspringt, gehen auch wir ins Bett. Immerhin haben wir eins.

Übernachtung in Windhoek, Kalahari Sands Hotel (Zimmer 814)
Wein: Robert Alexander, Merlot
Kilometer gefahren: 40

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Klar mit den Bildern bin ich etwas vorausgeeilt, Sossusvlei war dann am nächsten Tag.....
Teil 207. Okt. 2013
So weiter geht es jetzt sind wir richtig in Afrika angekommen....

28.10.

So guten morgen Afrika. Erstmal sortieren und die Fotoausrüstung checken. Gut, alles da:

8 Akkus, 2 Bodies (Sony 550 Sony 350), 4 Objektive – Sony 70-300 GSM, Tamron 17-50, Sigma 70-300 OS und Sony 16-105. Dazu rund 100 GB Chips. Das sollte ausreichen. Also auf geht’s.
Zuerst das sehr reichhaltige und gute Frühstück im Kalaharis Sands, und draußen hat es wunderbare 25 Grad bei Sonne. Das motiviert doch ungemein. Dann ziehen wir noch Geld am Automaten, damit wir mit NAM Dollar ausgestattet sind und kaufen im Checkers Supermarkt der im Haus ist, das nötige für die Tour ein, Wasser, Saft, Obst, nur beim Bier kurze Irritation, Sonntags darf nichts verkauft werden, aber nachdem ich glaubhaft versichere, nicht alles auf einmal trinken zu wollen und wir jetzt auf Tour gehen, hat die Verkäuferin ein einsehen. Das finde ich sehr pragmatisch, vielen dank dafür. Mit Windhoek Lager sieht die Welt doch ganz anders aus 


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Jetzt geht es also richtig los unsere Tour. Schnell raus aus Windhoek geht es nach Süden bis Rehoboth und dann ab auf die M 47. Hier ist dann auch Schlußmit Asphalt, aber langsam habe ich mich an das Schiff Hilux gewöhnt und der Schotter macht mir nichts mehr aus… Die Landschaft ändert sich schnell, die hardap Region wird bergig und wir fahren durch die malerische Landschaft der Rantberge die dann in die wilde Schönheit des Namib Naukluft Nationalpark übergeht. Über dem Remshogte Pass geht es hinab ins Namib Vorland hier sehen wir zerklüftete Felsen und die ersten Pavian. Kurz vor Solitaire geht es ab nach Süden, Richtugn Sossusvlei hier wollten wir schon seit dem morgen sein, aber immerhin ist es erst 14 Uhr, so dass wir noch ins Vlei hineinkommen werden. Um kurz nach 14.30 Uhr passieren wir die Eingangstore zum Nationalpark. Kurz as Permit besorgt und einen Blick auf die Sossusvlei Lodge geworfen, in der wir gestern hätten übernachten sollen. Egal – vorbei. Ab hier ändert sich die Landschaft erneut dramatisch. Die Savannenlandschaft weicht dem roten Sand und die Dünen werden schnell sehr hoch. Links und rechts der Strasse glatte roten Sanddünen und eine karge Wüste Landschaft.


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Die Namib gilt als älteste Wüste der Welt und die rote Farbe verleiht eine beeindruckende Imposanz. Wir fahren zunächst durch bis zum Parkplatz vor dem 4wd Bereich wir haben zwar einen 4wd aber den Tiefsand überlassen wir lieber den Profis. Also steigen wir in einen der Transportjeeps und fahren ins Vlei. Es ist später Nachmittag und auch die Tiere kommen langsam wieder heraus. Wie bestellt, erst Springböcke, dann Strauße und auch die vornehmen Oryxe lassen sich blicken. Für uns gilt es zu entscheiden wollen wir ins DEad Vlei oder ins Sossusvlei, beides reicht die Zeit leider nicht mehr. Wir entscheiden uns für das Sossusvlei und steigen dort am Fuße der großen Düne aus. 1,5 h haben wir Zeit uns hier umzusehen.



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Unser Weg führt direkt hoch auf die Düne hinter dem Vlei, aber der Weg ist beschwerlich. Jeder Schritt vor bedeutet einen halben zurück und der Grat ist schmal. Erst Nicole, dann Ela, dann Holger in seinem angeschlagenen Zustand halten irgendwann an, aber auch aus halber Höhe hat man schon einen sehr schönen Blick über die faszinierende einsame Dünenlandschaft. Auch ich schaffe es nicht bis ganz nach oben, zwar sieht das nach kurzem Weg aus, aber bei 40 Grad ist das nicht grade einfach. Also lieber herunter, das geht auch viel einfacher und noch ein wenig die Natur beobachtet, Käfer, Gräser aber halt Unmengen an Sand. Als wir wieder unten sind ist uns heftig warm geworden und wir nehmen den Jeep zurück, der grade etwas früher da war.

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Auch auf der Sandpiste gibt es im jetzt späten Licht noch jede Menge szenischer Eindrücke der Dünen und auch ein paar Tiere säumen den Weg.
Zurück am Parkplatz erstmal Erholungspause und dann im klimatisierten Hilux langsam auf der Stichstrasse zurück, immer mit kurzen Stops wenn ein besonders reizvolles Motiv auftaucht. Natürlich machen wir auch einen Stopp an der Düne 45, die auf uns im Licht Schatten Spiel wartet.


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Hier gibt es noch beeindruckende Aufnahmen der schlichten Schönheit des Sandes (und von frechen Eidechsen) dann machen wir uns auf den Weg zu unserer heutigen Lodge. Auch der Weg außerhalb des Parks hat noch nette Spots, ein größeres Webervogelnest und ein Oryx der geschwind durch den Sonnenuntergang rennt.


Unser Ziel ist die Namib Desert Lodge, hier haben wir letztes Jahr schon übernachtet. Auch dieses mal eine herzliche Begrüßung und eine schöne Hütte (Hüttensuite für Ela und Holger  ), sogar ein netter Gecko wartet schon an der Tür auf uns. In der Lodge wird erst mal aufgetankt. Windhoek Lager vor dem Essen, zum Essen und nach dem Essen, damit der Flüssigkeitshaushalt wieder stimmt. Jetzt sind wir richtig in Afrika angekommen.
Gute Nacht aus der Namib….


Übernachtung Namib Dessert Lodge (Zimmer 14)
Besichtigung der Dünen
Wein: Delheim, Merlot
Kilometer gefahren: 513
Teil 307. Okt. 2013
So an Tag 3 läuft wieder alles nach Plan...

Nach einer ruhigen Nacht (in der Wüste ist es sehr still) geht es nach einem weiteren leckeren Frühstück auf Richtung Meer. In Solitaire einem kleinen Außenposten statten wir uns mit Wasser und Benzin aus und bewundern die süßen Erdmännchen, die hier überall herumspringen. Dann geht es auf die recht einsame B1 / M36 Richtung Küste.


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Unterwegs treffen wir einige Strauße und die Landschaft ist Savannenartig, ehe wir Richtung Kuiseb Canyon in eher felsiges Hügelland kommen. Nach dem Pass geht es in eine trostlose Wüstenlandschaft über, an der auch der Vogelfederberg als kurzer Erhebung nicht viel ändert. Erst die Sandwüste mit Ihren gelben Dünen weckt wieder mehr Interesse und weil es noch früh ist, beschließen wir noch einen Abstecher in die Lagune bei Walvis Bay zu machen. Der Weg erschließt sich intuitiv und so fahren wir über die schmale Strasse Richtung Saline, auf der auch schwere LKW das weiße Gold das hier gewonnen wird abtransportieren.

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Im sehr seichten Wasser stehen immer wieder Flamingos und auch kleinere Wasservögel wie Strandläufer die den Grund aufwühlen und die nahrhaften Kleintiere jagen. Wir fahren den ganzen asphaltierten Weg bis zum Wendepunkt und wieder zurück, die Flamingos sind doch etwas scheu, aber immer wieder können wir schöne Bilder dieser eleganten Flieger machen oder wie sie im Wasser stehen, den Hals gekrümmt. Zwei Arten sind hier vertreten, der große Rosa Flamingo und der etwas kleinere xx Flamingo der Grau gefärbt ist. Nach dieser Vogelschau geht es weiter Richtung Swakopmund. Auch hier haben wir eine bekannte Unterkunft, die Villa Margherita, wo wir auch dieses Jahr sehr herzlich empfangen werden.

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Unsere Zimmer sind dieses Mal im Nebengebäude, Lady Chatterley und Lord Nelson, sehr geschmackvoll eingerichtet und sehr schön. Fürs Abendessen reservieren wir einen Tisch im Brauhaus, viel Deutscher kann man Afrika nicht erleben. Dort gehen wir dann auch relativ schnell hin, mit einem kurzen Einkaufsabstecher, denn sowohl die Bier als auch die Getränkevorräte werden schon wieder knapp  Es geht Holger also besser  Im Brauhaus gibt es dann eine richtige deutsche Mahlzeit, sehr lecker, unterlegt mit dem guten Bier nach deutscher Brauart. Auch mal schön, man kann darüber streiten, aber das gehört halt auch dazu.


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Danach ziehen wir uns in unser Zimmer zurück und nehmen noch einen kurzen Drink, ehe wir zu Bett gehen. Morgen wartet ein Trip der besonderen Art auf uns…


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Teil 407. Okt. 2013
Und noch ein Teil, in Swakopmund haben wir auf vielfachen Zuspruch von hier natürlich eine Living Desert Tour gemacht. Das das super war lest ihr hier:

30.10. Am nächsten morgen geht es relativ früh los wir haben eine Living Dessert Tour bei Tommy gebucht. Tommy heißt Tommy Collard und bietet Touren durch die Wüste an. Nach allem was wir gehört haben soll das richtig gut sein, also lassen wir uns überraschen. Abgeholt werden wir von einem urigen Gefährt, ein alter umgebauter Krankenwagen, voll wüstentauglich. Der Fahrer heißt Rene ein wilder Typ, 17 Tage Bart und brummig. Mit diesem Gefährt fahren wir an den Stadtrand von Swakopmund, zu einer Art clearing Stelle, wo man die Wüste offiziell betreten darf. Dort läst Rene auch Luft aus den Reifen, damit das Vehikel über den glitschigen Sand fahren kann. Draußen ist es kalt und neblig. Nach einer kurzen Fahrt geht es zum ersten Stopp.


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Dort steigen wir aus uns versammeln uns um die Fahrzeuge. Hier stellt sich auch Tommy vor. Tommy Collard ist ein wilder Vogel, Barfuss und mit kurzer Hose, bei gefühlten 10 Grad, bilingual und mit einem „knitzen“ Grinsen auf dem Gesicht. Erst stellt er sich in der Kaiser Wilhelm Sprache vor, danach noch mal in der Queen´s language. Auf uns wirkt er wie ein Relikt aus der Fremdenlegion, aber schnell wird klar, dass die Wüste sein Ding ist. Mit ansteckender Begeisterung erklärt er uns die Bedeutung des Taus, nur dank dem Tau ist überhaupt Leben in der Wüste möglich. Dann stellt er uns den Nebeltrinkerkäfer vor. Dieser Käfer stellt sich kopfüber in den Tau, der Tropfenweise auf dem Panzer niederschlägt und dann vom Käfer getrunken wird. Dadurch wird der Käfer sehr begehrt bei Räubern, weil er neben einer Mahlzeit auch noch eine wandelnde Wasserflasche ist…. Nach dem Vortrag mein Tommy, langweilig hier, gehen wir was interessantes suchen….


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Ok gesagt getan. Nächster Stopp ist ein unscheinbares Loch im Boden. Hier wohnt eine Spinne die ein Geflecht aus Kontenpunkten flicht und damit die Beute fängt, leider kann man diese Spinne nicht ausgraben, dafür aber die nächste. Tommy kündigt eine verärgerte krätzige Spinne an und empfiehlt uns Abstand zu halten. In der Tat, nach vehementem Graben kommt eine weiße Spinne zum Vorschein, die Angriffslustig die Beine von sich streckt und in Angriffshaltung geht. Die Chelaren sind verdächtig groß und Tommy rät aus eigener Erfahrung mit diesen besser nicht in Berührung zu kommen. Glauben wir gerne uns so beobachten wir den Tanz der White Lady aus sicherer Entfernung, auch auf dem Haken von Tommy sieht die Spinne noch furchteinflößend aus. Langweilig hier, suchen wir was neues… die Spinne wird wieder vergaben… als nächstes haben wir Skinke im Angebot. Tommy testet ständig unser Wissen, sein schönstes ist es Kenntnisse zu vermitteln. Skinke sind blind, und trotzdem können sie im Sand miteinander kommunizieren. Wie, nun, das weiß ich, Quarzkristalle (Sand ist quasi Quarz) sind für Vibrationen das ideale Kommunikationsmittel mit ihrer Schwingungsempfindlichkeit. Die Viecher kann man auch in die Hand nehmen, aber wie alle Tiere hier, auf dem Boden tauchen sie blitzschnell ab in den Sand….
Und Tommy meint, langweilig hier, gehen wir was neues suchen.. . Weiter geht die Fahrt durch die Dünen, der Motor dieser Kiste dröhnt, aber mühelos schafft sie alle Steigungen. Plötzlich halten wir an, wir sehen gar nichts aber Tommy rennt in die Wüste… wir gehen hinterher und er zeigt auf den Sand. Nichts zu sehen, erst auf genaues deuten durch das Tele sieht man ein Auge. Wow, dahinter steckt ein sidewinder, kaum ausgegraben macht die Schlange Bauchgymnastik und gräbt sich wieder ein. Aber Tommy lässt sie nicht weg sondern zeigt und das Tier genau.


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wo ist die Schlange?


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Die Augen oben am Kopf sieht man die Schlange nicht, aber sie sieht ihre Umgebung und mit ihrem Schwanzende das einem Grashalm ähnelt lockt sie Eidechsen erfolgreich an. Ganz schön fies, nicht, aber hier zu Überleben ist kein Zuckerschlecken. Nach dem Einkehren von Tommy berühmter Langeweile geht es weiter. „Opfer“ ist jetzt eine Eidechse, der Sand Diving Lizard. Auch der kann schwups in den Sand abtauchen, aber Tommy gräbt ihn breit grinsend aus,“Got it“, sichtlich zufrieden. Diese Echse hat noch eine weitere Interessante Eigenschaft, wenn sie ein geeignetes Objekt findet, dann beisst sie zu und lässt erstmal nicht wieder los. An Nicoles Ohr wird sie so zu Lebendschmuck, sehr zur Freude von uns und Tommy, der das Tier erst durch rohe Gewalt (Spaß) und dann durch gutes zureden wieder vom Ohr abbekommt. Man hat das Gefühl, dass der Old Bull, wie er sich selbst bezeichnet, keinem Tier etwas zu leide tut.


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Langweilig hier.. gut, weiter in teilweise waghalsigen Kurven durch den Sand. Bis wieder ein Stopp kommt mitten im nichts. Tommy rast raus und kommt mit einem bunten Tierchen mit großen Glubschaugen zurück. Der scheue Palmato Gecko.


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Unter dem Sand ist es in 15 cm Tiefe 14 Grade kühler, wichtig für den Gecko der extrem dünne haut hat und sehr sonnenempfindlich aussieht. Aber ein hübscher ist er, mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht. Mittlerweile ist es auch gut warm geworden. Der Gecko nach eingehender Betrachtung merkt das auch gleich uns macht sich grabend auf den Weg unter den Sand. Wir fahren weiter bis zum Pausenpunkt unserer Tour. Dort gibt es Snacks und Toiletten… Getränke gab es unterwegs schon: Hier enden die Dünen und es ist mehr eine Steinwüste. Ein guter Ort für das nächste Getier. Das Wüstenchamäleon steht auf dem Programm. Tommy findet auch gleich eins, das wechselt prompt seine Farbe auf Tiefschwarz und faucht kräftig als es auf den Arm genommen wird. Nicht einmal leckere Würmer besänftigen den kleinen Grummler. Also suchen wir uns ein neues Chamäleon, das dauert nicht lange und ein anderes Chamäleon ist gefunden. Das wackelt gemütlich durch die Wüste und freut sich über die dargebotenen Würmer.


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Blitzschnell schießt die lange Zunge auf den Wurm zu, der sowohl durch die Wucht betäubt wird, als auch an der Zunge festklebt, zufrieden schmatzend lässt sich das Tier auch hochnehmen. Da es langweilig wird macht Tommy mit uns noch ein Experiment. Sand auf den Arm einer Mittouristin gestreut stellt dieser sich auf, wenn man mit einem Magnet darüber fährt. Das ist der Magnetit Anteil im Sand, deshalb hat er auch diese grauschwarze Färbung. Interessant. Tiere sind jetzt vorbei, jetzt rasen die wilden Typen mit uns noch durch die Dünen, das ist wie Karussellfahren. Noch ein kurzer Stopp zum Dünenrutschen und dann ein letzter Stopp mit Blick aufs Meer, wo einem die Unendlichkeit des Sandmeeres und des Wassermeers so richtig bewusst wird.


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Der Old Bull verabschiedet sich von und allen und wir werden wieder zu unserer Villa Margherita gebracht. Ein sehr kurzweiliges uns schönes Erlebnis, auf jeden Fall zu empfehlen.

Nach kurzer Pause und ausschütteln des Sandes machen wir dann einen Stadtrundgang durch Swakopmund, dem Grunde nach sind alle Gebäude mit historischem Wert auch deutschen Ursprung. So der alte Bahnhof, das alte Amtsgericht und auch der Tennisplatz. Am ehemaligen Gouvernorspalast wird gerade renoviert, und auch der Leuchtturm geht auf deutsche Ursprünge zurück. Dort sind auch die fliegenden Händler versammelt, wo man afrikanische Andenken erwerben kann. Ich lasse mich auf einen der Jungs ein und nach hartem Feilschen erstehe ich ein Flusspferd und ein Nashorn aus rotem Holz. 7 Euro kosten die Schnitzereien zusammen. Sicherlich wäre mehr gegangen, aber man muss es nicht übertreiben, weder in die eine noch in die andere Richtung…. Am Meer entlang gehen wir zur Jetty wo heftige Brandung herrscht. Hier ist auch das empfohlene Restaurant „The Tug“ das für seinen Fisch gerühmt wird. Wir gehen rein und versuchen einen Tisch für den Abend zu bekommen. Erst abschlägig beschieden gelingt es doch noch eine Reservierung zu platzieren. Über das Woermann Haus und die Stadtmitte geht es zurück zur Margarita, wo wir ein Bierchen trinken und uns dann alsbald zum Essen aufmachen. The Tug ist wie erwartet sehr voll und es dauert eine Weile bis das Essen kommt. Das ist dann aber sehr lecker, die Empfehlung ist zurecht ausgesprochen, auch der Wein mundet. Nach dem Essen gehen wir in unser Wohnzimmer und machen es uns noch einwenig gemütlich und blicken auf den schönen Tag bei einem weiteren Glas Wein zurück. Mal sehen was morgen auf uns wartet……


Übernachtung in Swakopmund, Villa Magaritha (Zimmer Lord Nelson)

29. Abendessen in der Brauerei (Getränke Bier)
30. Living Dessert Tour mit Tommy Collard (wilder Vogel, barfuss, kurze Hosen)
Highlights: "langweilig hier, gehen wir was interessantes suchen"
"langweilig, fahren wir weiter"

Wein: Blauwklip, Shiraz (30. Restaurant The Tug)
Kilometer gefahren (am 29.) 342, 9
Teil 508. Okt. 2013
So weiter geht unsere Reise, nach dem tollen Wüstentrip geht es jetzt gen Norden quer durch Erongo bis nach Etosha... der Hilux zuckelt gemütlich dahin und wir geniessen mittlerweile alle wieder fit dies Reise....

31.10.

Heute frühstücken wir in Ruhe, wollen aber zügig los, schließlich haben wir einen größeren Ritt vor uns. Quer durch Erongo wollen wir heute bis nach Etosha, zumindest aber bis an den südlichen Rand. Nach dem losfahren herrscht erstmal wieder Nebel, der bis ungefähr 40 km ins Landesinnere reicht. An der Rössing Uran Mine vorbei sehen wir zwischendurch auch die Spitzkoppe, ehe wir in Karibib nach Norden Richtugn Omaruru abbiegen. Die Strecke bleibt asphaltiert, da waren wir uns nicht sicher. Und auch nach Omaruru Richtugn Otjiwarango bleibt die Strecke asphaltiert.

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Wir kommen viel schneller voran wie erwartet. Prima. Unterwegs sehen wir auch einiges von der namibischen Kultur. Stolze Herrero Frauen in den Orten im klassischen Gewand und die noch etwas einfache Methodik der Straßenarbeit. Natürlich kommen uns auch wieder Eselskarren über den Weg  Erst bei der M63 wechseln wir auf die Kiespiste nach Outjo, die aber deutlich kürzer ist als der Weg über Otjiwarango. Nach einem kurzen Stopp zum Tanken und Rasten ist es nicht mehr weit bis Etosha.

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Wir checken zuerst in der Etosha Safari Lodge ein, auch die kennen wir schon vom Vorjahr und sind wieder zufrieden mit den Huts die wir bekommen. Die Huts sind frisch renoviert, denn vor kurzem hat es hier noch gebrannt und es war eine zeitlang nicht klar ob wir hier würden wohnen können. Schnell brechen wir wieder auf, denn wir haben noch einige Stunden und wollen diese im Park nutzen. Also schnell durchs Anderson Gate, gleich am ersten Wasserloch in Ombika warten einige Giraffen auf uns.


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Schön und groß stehen sie da uns scheinen uns anzulachen. Stören lassen sich die langen nicht. Und nach einer Weile des Betrachtens rollen auch wir weiter. Auf dem Weg nach Okaukujejo treffen wir auch noch nette Zebras am Straßenrand und natürlich Springböcke, quer über die Strasse. Nach dem obligatorischen Halt und der Bezahlung der Gebühr im Office + ein paar notwendigen Getränken geht es weiter zum nächsten Wasserloch. Newbrowni ist immer gut für Tiersichtungen und wir werden nicht enttäuscht.


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Wieder Giraffen und zu unserer Freude gehen sie in Trinkstellung. Sieht man nicht alle Tage denken wir heute noch, im Lauf der Tage sollte sich das ändern. Herum stolziert auch ein stolzer Sekretär und Sprungböcke hüpfen sogar ins Wasser. In Etosha kann man nicht vorhersagen, welche Tiere man sieht, man braucht Geduld und auch etwas Glück. Auch ein Schakal treibt sich hier rum, aber alle Tiere sind zu groß für ihn.


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Da wäre ein kleiner Steenbock schon besser, aber die sind flink und unauffällig. Am nächsten Wasserloch ein schöner Anblick, 6 Impala Damen nehmen gleichzeitig einen Aperitif und spiegeln sich im Wasser. Da können die Impala Männchen nur staunen, aber die knabbern lieber leckeres Gras und wollen zeigen wie schön sie sind. Am Wasserloch Gamsbokvlakte finden wir dann erst Mal Gnus, die sehen immer etwas strubbelig aus, sind aber eher harmlos. Und eine Giraffe gibt in
aller Ruhe ihre Trinkshow und zeigt uns die korrekte Technik wie man den Hals nach unten bringt.


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Auf dem weiteren Weg rennt eine Riesentrappe durchs Gras und ein Habicht zeigt uns wie schön er fliegen kann. Langsam wird es Zeit den Park zu verlassen, die Schließzeit naht. Wir fahren durch wildes Gelände und hoffen immer noch ein paar andere Tiere zu sehen. Nashörner soll es ja hier geben. Aber kein Dickhäuter taucht auf. Schade. Aber in Ombika wo wir die ersten Giraffen gesehen haben, wollen wir noch kurz vorbei, ein paar Minuten haben wir noch. Also ran ans Wasserloch und man glaubt es kaum, am Wasserloch stehen seelenruhig zwei Spitzmaulnashörner.

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Das ist wirklich fantastisch. Drumherum scheint die Abendsonne und Giraffen nehmen ihre Abendakazien ein. In aller Ruhe betrachten wir die Dickhäuter die hier grade einen kühlen Trunk nehmen mit dieser freudigen Sichtung verlassen wir den Park, wo wir für den Sonnenuntergang noch kurz anhalten. Auch das Abendessen auf der Veranda nach einem schnellen Bier schmeckt sehr gut, ebenso der Wein den wir uns heute gönnen und so gehen wir satt und zufrieden zu Bett.


Übernachtung in der Etosha Safari Lodge (Zimmer 19)
Highlights: Tierbeobachtungen im Etosha National Park
Weine: Arabella, Merlot und MAN, Cabernet S.
Kilometer gefahren: 620
Teil 610. Okt. 2013
Jetzt waren wir also in Etosha angekommen und sind am nächsten Tag quer durch den Park gefahren.

Der Morgen beginnt mit einem guten Frühstück auf der schönen Veranda der Lodge. Dann machen wir uns wieder auf den Weg in den Park. Heute ist das Ziel im Osten, aber wir werden den Park der Länge nach durchfahren. Mal sehen was es heute zu sehen gibt. In Okaukujeo bezahlen wir wieder unsere Gebühr und nehmen ein paar kalte Getränke mit. Dann geht’s wieder hinaus zu den Wasserlöchern. In Newbrowni ist heute Zebratag. Die Zebras stehen in Warteschleife, kommen Herdenweise ganz langsam heran sehr vorsichtig und immer mit einem Wächterzebra.


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Als sie dann im Wasser sind, gibt’s aber Party, da wird getrunken und sich gezofft. Die Kinder werden rausgehalten dürfen aber ein wenig springen. Also keine Katzen in der Nähe. Auch Springböcke und Oryxe treiben sich herum, halten aber geflissentlich Abstand zu den Zebras. Interessante Hierarchie. Auch am nächsten Wasserloch, wieder Zebras satt. Die kommen wir an der Perlenschnur gezogen daher gewackelt und gehen zum gemeinsamen Trinken. Sieht witzig aus, wenn 50 Zebras im Wasser stehen und gemeinsam trinken.
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Nachdem die Zebras genügend getankt haben, kommen als nächstes die Gnus, auch hier geht ein Tier mutig voran und dann traben die anderen ins Wasser. Bei den nächsten Wasserlöchern richtig Pfanne sehen wir allerhand Vögel, auch einen Sekretär aus nächster Nähe, aber leider keine Katzen. Obwohl es hier Löwen geben soll. Am nächsten Wasserloch sind dann wenigstens etwas größere Tiere zu sehen. Auch wenn die Springböcke das gar nicht witzig finden.
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Aber wenn Elefanten plantschen und Schlammcatchen machen geht man als kleineres Tier besser aus dem Weg. Und die Dicken haben Spaß, beschmuddeln sich und spritzen mit Schlamm umher. Einige kommen auch neu an und die haben erstmalkräftig Durst.
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Die kleinen machen der Mutti alles brav nach und das funktioniert prima im Familienverband. Ordentlich auch die Trinkmengen, die die Elefanten da in sich reintanken….
Beim wegfahren vom Wasserloch fallen uns noch ein paar unruhige Zebras auf, die zu einem Baum blicken. Wir folgen dem Blick und siehe da – unter dem Baum hält doch tatsächlich eine Familie Löwen Siesta.
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Leider ist der Blick durch das Gras relativ versperrt. Schade, aber immerhin haben wir Löwen jetzt gesehen. Als nächstes sehen wir einen kleinen Steenbock das sind sehr kleine und scheue Antilopen. Im Restcamp Halali legen wir einen kleinen Stopp ein, Biopause, im Park darf man ja nicht aussteigen, ist auch besser so…
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Nach der Erfrischung machen wir uns auf weiter nach Osten, weitere Wasserlöcher stehen an, aber zunächst sehen wir weitere Giraffen, die auf der Strasse aus einer Pfütze trinken und die Akazien fressen. Dann fahren wir zum Etosha Lookout. Dort kann man ein Stück in die Pfanne hinein fahren. Hier ist es extrem trocken und heiß, die Luft flirrt und der Boden ist Staubtrocken. Extrem Lebensfeindlich und wenig einladend. Da gehen wir doch lieber woanders hin. Auf dem Weg nach Namutoni sehen wir noch ein niedliches Minizebra, das hier durch die Gegend tobt und Giraffen, die mal richtig schnell rennen.
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Auch die harten stacheligen Akazien können sie offenbar schmerzfrei verschlingen, autsch nichts für uns. Bei der Einfahrt zum Rastlager wartet wieder einer dieser Habichte. Am nächsten Wasserloch ist scheinbar nichts los, aber dann düst plötzlich ein ziemlich großer Elefant von Rechts heran. Da gehen wir lieber aus dem Weg. Der Rotschnabeltoko im Baum kann hat da gut lachen.
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Weil es einen kurzen Schauer gegeben hatte, kommen allerlei Tiere auf die Strasse und trinken aus den Pfützen. Auch eine Leopardenschildkröte. Hmm, Leopard, ja aber irgendwie ist das nicht das wahre. Und eine weitere Giraffe die Ihre elegante Trinktechnik zeigt. Es ist schon später Nachmittag und als letztes Wasserloch haben wir uns Klein Namutoni vorgemerkt, weil wir von hier schnell in der Lodge sind und daher lang bleiben können.
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Auf dem Weg dahin sehen wir auf dem Dik Dik Drive tatsächlich auch die seltenen aber süßen Dik Diks, sehr kleine Antilopen. Am Wasserloch selbst sind wieder Giraffen beim trinken und ein griesgrämiger Marabu stolziert herum. Dann kommt noch ein großer Elefant zum abendlichen Bade. Ein paar geführte Touren kommen heran fahren aber flux wieder ab, ist ja nicht soviel los. Ein paar Impalas im Hintergrund. Doch dann nehme ich eine Bewegung am Waldrand wahr.
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Ein Blick durchs Fernglas lässt das Herz höher schlagen. Tatsächlich ein Leopard schleicht aus dem Wald. Langsam schleichend nähert er sich dem Wasser und fängt an zu trinken. In aller Ruhe sitzt er da, grade als würde er einen Whisky an der Bar nehmen. Das haben auch die Impalas kapiert. In eine Bar geht man nicht zum Essen. Also keine Hektik und richtig in aller Ruhe und sehr nahe geht er an den Impalas vorbei und wieder in das Dickicht, wir machen den Mund wieder zu. Endlich ein echter Leopard in freier Wildbahn.
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Obwohl mein Ranking ohnehin ein anderes ist, haben wir damit die Big5 komplett. Gut dass wir gewartet haben. Jetzt aber schnell zur Lodge. Dort ziehen wir uns kurz in den schönen Zimmern um, sprühen Insektenmittel, denn ab jetzt sind wir theoretisch im Malariagebiet und gehen dann erst einen Drink in der Bar nehmen und dann gemütlich zum Abendessen. Ein sehr schöner Tag heute.

Übernachtung im Namutomi Etosha Camp im Park (Zimmer 16)
Tierbeobachtungen im Etosha National Park
Salzpfanne
Wein: Shiraz
Kilometer gefahren: 263
Teil 710. Okt. 2013
02.11. Am Morgen frühstücken wir in der Lodge und nehmen die Anlage in Augenschein. Danach geht es wieder auf die Pirsch. Zuerst nach Norden vielleicht sehen wir ja Raubtiere. Am Wasserloch Tsumcor sehen wir dann wieder Giraffen. Klar, denn mit Giraffen haben wir einfach Glück dieses Mal. Aber nach kurzer Zeit kommen dann paar Tüpfelhyänen aus dem Busch. Langsam schleichen sie heran, der typisch wacklige Gang.
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Eine von den Dreien ist so vollgefressen (oder Schwanger), dass sie sich ins Wasser legt. Die andern knuddeln miteinander, ein Zeichen von Kommunikation dieser sehr sozialen Tiere. Nun hübsch sind sie nicht, aber interessant. Eine läuft dann quer vor dem Auto entlang und legt sich in den Schatten. Anfänglich zögerlich haben auch die Giraffen und die zwischenzeitlich eingetroffenen Zebras kapiert, dass von den Hyänen keine Gefahr ausgeht und gehen wieder ins Wasser. Bei den Zebras wird gleich wieder gerangelt, um die besten Plätze im Wasserloch. Gelegentlich kommen dann auch noch ein paar Oryxe vorbei.
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Das sind irgendwie die Harleyfahrer unter den Antilopen. Einzelgänger, exzentrisch und wild. Plötzlich stürmt ein Oryx los und fliegt an unserem Wagen vorbei. Sehr interessant. Auch eine weitere Leopardenschildkröte kreuzt unseren Weg. Wir schlagen den Weg zur Fisher Pan ein, mittags ist ohnehin nicht so viel los und wir wollen mal sehen, was es hier so zu sehen gibt. Und immerhin ein paar Gnus und Springis, unter dem Bäumen den Schatten suchen. Und ein schöner Kranich der durchs hohe Gras schreitet.
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Ansonsten auch hier eine trockene salzige Bodenplatte die wenig Leben zulässt. Wieder in der Savanne treffen wir Familien Strauß auf Ausflug. Wie Entenküken wuseln die kleinen Strauße Mama und Papa um die Beine, die alles zu tun haben um die Rasselbande im Griff zu halten. Dann die Show eines Raubadlers, der uns einen astreinen Start hinlegt. Schön.
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Wir fahren weiter nach Kalkheuwel, wo zwei dicke Elefantenbullen grade an der Bar stehen. Lässig werden große Mengen Wasser eingesaugt und der Rüssel energiesparend auf die Stoßzähne gelegt. Die stolzen Impalas ignorieren das und stolzieren vorbei. Aber Durst schlägt Eitelkeit und so gehen auch Impalas lässig in die Knie. Die Elefanten ziehen weiter, aber nicht ohne den – unvermeidlichen- Giraffen zu zeigen, dass diese zwar höher, aber die Elos ein wenig robuster sind….
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Wir fahren auch weiter am nächsten Wasserloch, Kalkheuwel ist nicht viel los, aber weil wir kommen, kommen auch Giraffen und bald ein Radioempfänger in Warzenschweinform. Auch Kudus finden sich ein und Impalas und Springis und auf einmal haben wir 4 verschiedene Antilopen gemeinsam beim Trinken. Nicht schlecht.
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Am nächsten Wasserloch post eine Giraffe und ein Warzenschwein badet. Nun ja das Wasser möchte man vielleicht nicht trinken. Unser letzter Stopp in Etosha ist noch mal Klein Namutoni. Hier ist heute ein ganz anderes Bild.
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Geier sitzen am Rand und trocknen ihre Flügel… aha. Ein Oryx kommt vorbei und noch mal schöne Giraffen. Dann verlassen wir Etosha durchs Osttor, auch dieses mal war es wieder ein besonderes Erlebnis. Unser weiterer Weg führt nach Süden Richtung Tsumeb. Zu allem Unglück fängt es tatsächlich an zu regnen, so dass wir bei leichtem Niesel unsere Lodge, die Uris Safari Lodge erreichen.
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Dort werden wir im Haupthaus von Freddy begrüßt. Freddy verschlingt uns also Holger und mich mit Blicken und seine Stimme, nun ja, die sagt sofort alles. Freddy trägt dazu eine Uniform, die mit Verlaub einfach an den Sarotti Mohr erinnert, sogar das rote Käppi ist da. Mit breitem Grinsen uns weichem Säuseln führt er uns in die Huts. Die sind recht schön, aber die Moskitonetze zu kurz. Schutz ist damit nicht möglich. Nicht gut, aber Freddy kennt einen Kniff und das Zimmer ist dann Ok, vor allem nach dem Besprühen und einschalten der Elektroverdampfer. Ein paar Moskitos bleiben gleich auf der Strecke. Mit Peaceful sleep einreiben und dann geht’s auch zum Abendessen. Das dauert noch etwas, Faktotum Freddy muss wohl auch kochen. Also nehmen wir ein, zwei Biere an der Bar. Das ganze Haus ist etwas ältlich und wird auch von zwei älteren Herrschaften geführt. Der Stil ist englisch. Nun ja. Das Essen hingegen ist sehr lecker und auch der Wein dazu passt hervorragend. Die notwendige Bettschwere ist schnell erreicht und wir gehen bald zu Bett. Keine Moskitos in der Nacht, trotz hoher Feuchtigkeit. Na also, morgen geht’s dann nach Norden in den Caprivi…..


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Übernachtung Uris Safari Lodge, Tsumeb (Zimmer 1)
Kilometer gefahren: 261,5
Teil 812. Okt. 2013
03.11.

Nach einer Nacht ohne Moskitos und einem schweren englischen Frühstück verlassen wir Tsumeb. Bzw. wir tanken den Hilux noch voll, denn jetzt dürfte die Strecke recht einsam werden. Wir haben kurz überlegt, den Hoba Meteoriten anzuschauen, aber so richtig starkes Interesse haben wir nicht und außerdem haben wir in der Lodge in Divundu eine Bootstour reserviert, das wird knapp genug. Also auf die Piste.
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Da ist wenig los, nur nach dem ersten Veterinär Zaun, wechselt plötzlich die Infrastruktur abrupt. Vorher doch vernünftig zivilisiert ist in derer Provinz richtig Afrika zu spüren. Die Menschen leben in Holzhütten, transportieren Sachen auf dem Kopf oder per Esel und die Tiere leben mitten unter ihnen. Die einzige Errungenschaft sind magenta farbene Toilettenhäuschen und was Wunder natürlich Handys.
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Jeder Ort hat einen groß trabenenden Handy Shop, meist in einer einfachen Wellblechhütte. Wie löst man das Ladeproblem, nun auch dort in diesen Shops, oder sehr innovativ mit Solarzellen vor dem Haus. Irgendwie witzig, Tradition trifft moderne. Das ist für uns zwar unvorstellbar, aber die Leute sind trotz der einfachen Verhältnisse nicht wirklich arm. Kinder spielen im Freien und es wird zusammen gekocht, gewaschen usw.
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Anders aber nicht unbedingt schlechter als das was wir so treiben in unserer Zivilisation. So zieht sich die Strasse nach Norden immer wieder kleine Dörfer und dann nur wenig bevölkerte Landschaft. Die nächst größere Ansammlung ist Rundu, wo wir dann in einer Engen auch mal Tanken und uns erleichtern können, den Toiletten gab es unterwegs eben keine.
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Viel mehr machen wir in Rundu nicht. Durch die Nähe zu Angola ist die Stadt relativ anfällig für Kriminalität und wir wollen kein Risiko eingehen. Wir biegen hier ab nach Osten, direkt in den Caprivi. Die Strasse ist gut ausgebaut, was auch den Spannungen mit Angola in früheren Jahren zu verdanken ist. Früher war hier starke Militärpräsenz, da das Regime in Angola begehrliche Blicke Richtung Caprivi geworfen hatte.
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Heute sind die Länder wieder befreundet und reiche Angolaner schmeißen das Geld in Windhoek in die Shops. Die Fahrt führt uns weiter bis zum Ort Divundu, wo auch die berühmten Popa Falls angesiedelt sind. Hier liegt auch unsere Lodge, die Divava Okavango Lodge. Wie der Name schon vermuten lässt liegt die Lodge direkt am Okavango oder Kavango wie er hier auch heißt. Der Besitzer, Ian McLaren begrüßt uns und wir haben es noch zur Bootsfahrt geschafft.
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Eigentlich müssten wir gleich aufs Boot, aber Afrika hat Zeit, die andere Gruppe ist auch noch nicht da. Also checken wir erst in die schicken Chalets ein, die mit allen Annehmlichkeiten ausgestattet sind. Leider ist der Bewuchs vor den Fenstern hoch, so dass man keine schöne Aussicht auf den Fluss hat. Schade aber nicht schlimm. Auch hier wird wieder Prophylaxe betrieben, alle Stecker rein und mit Peaceful Sleep eingerieben. Auch Ian versichert uns, dass es werde viele Moskitos noch Malaria in der Gegend gibt. Nebenan ist eine Moskito Versuchs Station, die dann ganze Gebiet großflächig gesprüht haben. Finden wir gut.
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Malaria war vor der Reise ein großes Thema. Aber wenn man Malarone als Standby mit hat, und mit Chemie nachhilft, damit man nicht gestochen wird, ist das Risiko in dieser Jahreszeit (vor dem Regen) vertretbar. Die Entscheidung trifft natürlich jeder für sich, aber die Einheimischen haben auch dazugelernt so dass epidemische Ausbrüche mittlerweile selten sind. Jetzt ist auch das Boot fertig und wir steigen ein. Die andere Reisegruppe ist ein Bus voller „Ickes“ aus Berlin. Aber auszuhalten. Zuerst schippert das Boot flussabwärts.
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Am Fluß sind viele Leute unterwegs. Hier wird Schilf geschnitten, gebadet und große Wäsche gemacht. Wahrscheinlich seit Jahrhunderten so. Und das obwohl nach kurzer Zeit etliche Gruppen von Flusspferden im seichten Wasser zu sehen sind. Erst ein Kindergarten mit kleinen Hippos, die hier spielen, dann eine Gruppe größerer Hippos, bei denen uns der Bulle gleich Mal zeigt, dass wir hier unerwünscht sind. Schnauben und das Maul aufreißen sind klare Zeichen der Missachtung und nicht zu unterschätzen, denn Hippos sind weit gefährlicher als z.B. Krokodile. Auch an Land sind Hippos schnell und sehr aggressiv, insbesondere wenn man ihnen den Weg ins Wasser versperrt. Ach ja Krokodile, auch die bekommen wir zu sehen.
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An Land liegend, das schiefe Grinsen im Gesicht um dann ins Wasser zu gleiten und zu warten ob es irgendwas zu fressen gibt. Auch Schlangenhalsvögel sehen wir und weitere kleine Hippos, die versuchen sich gegenseitig aufzufressen. Direkt am Fluss sind auch Lodges, aber mit den Hauszelten, so richtig einladend wirkt das nicht. Die Sonne steht mittlerweile schön tief und der Skipper legt auf einer kleinen Insel an von denen man die Popa Falls sehen kann. Für mich sind das Stromschnellen, aber der Sonnenuntergang ist sehr schön und ein kleiner Snack und ein Glas Wein runden die Sache gelungen ab.
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Zurück in der Lodge geht es zum leckeren Abendessen auf der Terrasse. Für die Berliner ist eine einheimischen Show anberaumt Na ja von solchen „Hulatänzen“ halte ich nicht viel, aber die Leute verdienen wenigstens etwas Geld dazu. Wir genießen hingegen das wirklich gute Menü und danach eine bequeme und ruhige Nacht (trotz einiger Frösche) in unserer Hütte.

Übernachtung in der Divava Okavango Lodge (Zimmer 1)
Highlight: Bootstour über den Okavango (Sichtungen von Flusspferden, Krokodilen, …) mit einem kleinen Snack an einem Wasserfällchen
Wein: ????
Kilometer gefahren: 546
Teil 912. Okt. 2013
Am 04.11.

Nach dem Frühstück geht’s wieder auf die Piste, der Rest von Caprivi wird durchfahren. Gleich nach der Brücke über den Okavango ein weiteres Veterinär Gate und die Einfahrt in den Bwabweta National Park. Den kann man erschließen, aber nur zur Trockenzeit und mit einem 4x4. Man hätte auch von der Lodge aus hin können, aber wir haben heute ein Ziel das heißt Chobe National Park und deshalb leider keine Zeit für diesen NP hier.
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Die Fahrt bis Katima Mulilo führt durch leere Gegenden, den Siedlungen sind im NP nicht erlaubt, dennoch sehen wir Leute an der Strasse die ihren Geschäften nachgehen (Wäsche, Holz, Fisch) und einer Windhose begegnen wir auch. In Katima Mulilo biegen wir ab Richtung Botswana nach Norden könnte man über die Brücke nach Sambia fahren, dort warten bereits viele LKW´s auf die Zollabfertigung. Da sind wir von der EU schon verwöhnt.
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Unsere Strecke ist leer, und man sieht, dass das Militär in dieser Ecke heute gewaltig fehlt. Bzw. das Geld das damit ins Land floss. Bei der Überquerung des Chobe Fluss ist dann auch die Grenzstation nach Botswana. Ausreise aus Namibia, Pässe, Formular ausfüllen und Straßenpermit abgeben, dann dürfen wir ausreisen… aha, dann Einreise nach Botswana zuerst werden wir desinfiziert gegen Maul und Klauenseuche und danach betreten wir den Grenzposten. Der Präsident (Bild) wacht über das Geschehen und sage noch einer wir wären bürokratisch. Also erst Einwanderungsformular ausfüllen, dann Pässe hergeben und Visum bekommen.
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Auch das Mietwagenpermit (muss man bei der Anmietung beantragen, sonst ist eine Einreise nicht möglich) ist vorzuzeigen und Straßenbenutzungsgebühr und eine Versicherung abzuschließen. Ok, nach soviel Bürokratie dürfen wir tatsächlich einreisen. Witzig oder auch Ernst war, dass in der Grenzstation Kondome kostenlos verteilt wurden. Eine Präventivmaßnahme gegen AIDS. Die Idee ist sicher gut, und der Automat sah frisch befüllt und benutzt aus.
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Wäre ja zu begrüßen, denn AIDS ist ein weit kritischeres Thema hier als Malaria. Direkt nach der Grenze werden wir dann von Elefanten begrüßt, wenn das kein Empfang ist. Wenig später dann die nächste Station, aha wir fahren in den Chobe Nationalpark ein, Gebühr und Registration. Dabei nutzen wir nur die Durchfahrtsstrasse. Hier gilt Tempo 80 und man sollte nur bei Tag fahren, denn allenthalben sehen wir Elefanten teils auf, teils neben der Strasse.
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Bei Tag mit genügend Abstand zum Waldrand ist das kein Problem, bei Nacht lebensgefährlich. Rechts ab würde es auch nach Savuti gehen und auf die West Umfahrung des Okavango Deltas, aber wir haben uns für Chobe und die Ostroute entschieden, also weiter Richtung Kasane. Kasane selbst ist eine Stadt. Die erste nach rund 500 km. Auch einen internationalen Flughafen gibt es hier, ist das doch der schnellste Weg für die eiligen Touristen in den Chobe und ins Okavango Delta oder zu den Victoria Fällen zu kommen, ohne nach Zimbabwe zu müssen.
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Also gibt es hier eine asphaltierte Piste und doch einige Verbindungen nach Südafrika. Auch etliche Lodges haben sich in Kasane angesiedelt. Zuerst hatten wir vor in die Chobe Safari Lodge zu gehen, aber die war bereits ausgebucht. Also haben wir uns für die Chobe Marina Lodge entschieden, ein guter Griff wie sich schnell herausstellt. Die Lodge ist topp ausgestattet und wird die beste Unterkunft auf unserer Reise. Das Haupthaus ist sehr geräumig und mit viel Holz gestaltet, von der Anlage kann man direkt auf den Fluß schauen und überall gibt es Plätze wo man sich setzen und etwas trinken und die Gedanken treiben lassen kann. Für die Leute die nicht davon lassen können, auch Fernseher sind in den Zimmern und es gibt WLAN.
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Na gut es ist US Wahl und das interessiert mich schon. Aber zunächst erkundigen wir uns nach einer Bootsfahrt. Die Rezeption verweist uns an das Büro von African Odyssey direkt im Haus, wo wir nach einer Bootstour fragen. Ja geht eine in 10 Minuten, schnell in eine Liste eintragen und ab ins Boot. Klasse, das geht wunderbar, kaum sitzen wir, geht die Tour auch schon los. Und wir können auf Zimmer anschreiben, sonst hätten wir nichts zu trinken bekommen. Aber so mit einem Bier in der Hand, den Foto schussbereit geht es auf Tierjagd
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. Das Boot muss sich noch kurz zur „Parkeinfahrt“ anmelden und dann sind wir im Nationalpark. Rechts von uns liegt eine Insel, Sedudu Island, die jahrelang ein Streitpunkt zwischen Namibia und Botswana war. Aber große Konflikte werden durch Dialog gewonnen und so ließen die friedlichen Länder den Gerichtshof in den Den Haag über die Insel entscheiden. Botswana bekam den Zuschlag.
Auf der Insel sehen wir eine rötliche Antilope, die die Hörner falsch herum trägt. Der Guide erklärt uns, dass das Letchwe oder Leechee Antilopen sind, die nur im Sumpfland leben und sich von Sumpfgras ernähren. Dann sind die Tiere hier richtig und wir sehen sie zum ersten Mal. Auch auf der Insel sind afrikanische Büffel, die wie immer schlecht gelaunt dreinschauen.
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Nun ja wenn ich durch das Krokodilverseuchte Wasser zurück aufs Festland müsste, würde ich auch nicht beste Laune haben. Da das Boot sehr hoch im Wasser liegt, können wir bis nah an Ufer fahren, wo etliche dieser Urweltechsen in der Sonne liegen und Kraft tanken für den nächsten Fang. Ganz schön groß… In den Bäumen sitzt ein Weißkopfseeadler, auch ein schöner Vogel und in der Luft jagen die Kites Fische, manch einer hat sogar einen Fisch in den Klauen. Gut, dass das Tele das hinbekommt, gar nicht so einfach einen Vogel in der Luft zu schießen, aber das klappt dieses Mal ganz gut. Weiter geht die Fahrt und ab und an kreuzt ein Hippo unseren Wasserpfad.
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Auch Elefanten kommen an den Fluss, die meisten aber erst Abends, jetzt sind nur einzelne zu sehen. Und die Vogelwelt ist weiter gut vertreten, afrikanische Störche, Marabus und Kraniche, dazu Enten und Reiher. Am Knick des Flusses sehen wir dann auch Wasserböcke, eine weitere Antilopenart, die im sumpfigen Grasland lebt. Das Fell ist rauer und auf dem Hinterteil haben Sie einen weißen Kreis. Nett. Wir nehmen die Kurve um Sedudu Island und hier sieht man nicht mehr so gut, weil die Landkante höher ist. Nur die Hippos tauchen auf und ab oder suhlen sich am Rand. Auch Kormorane ziehen mit Hochgeschwindigkeit vorbei, zack, doch einen mit dem Foto erwischt. Zeitlich bricht langsam die Dämmerung herein, die Sonne steht schon ziemlich tief und die ganzen Ausflugsboote rasen zurück und versuchen ihren Gästen einen tollen Spot zum Sonnenuntergang zu bieten. Und der hat es in sich. Blutrot färbt sich der Himmel und der gelbe Ball taucht langsam hinter den Horizont. Was für ein Abschluss, was für ein Bild. Schnell geht es jetzt zurück in die Lodge. Ins Zimmer, umziehen, aussprühen und so weiter… Das Abendessen wartet. Heute gibt es Braii auf der Terrasse. Nur ist das nicht ganz so einfach, weil Tausende Zikaden nicht nur einen Höllen Lärm machen, sondern auch von den Ölfunzeln magisch angezogen das Essen stören.
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Das Essen hingegen ist sehr lecker. Frisch auf dem Grill gebraten.. lecker. Im Zimmer noch etwas updaten und Fernsehen schauen. Wahl in den USA kommt hier live. Obama oder Romney? Morgen wissen wir mehr. Für den morgen haben wir einen Game Drive bei African Odysse gebucht, früh geht’s los in den Chobe Nationalpark. Gute Nacht….
Teil 1013. Okt. 2013
So jetzt gehts im Chobe auf den Game Drive.... jede Menge Bilder......

05.11. Früh am morgen stehen wir auf, gut geschlafen im klimatisierten Zimmer.
Obama hat gewonnen, auch wenn die konservativen Medien noch von Come Back usw. schwadronieren. Willkommen in der Realität, nach einem schnellen Kaffee und eintragen in eine Liste (die Mitarbeiter von African Odyssee im Büro sind mäßig motiviert) soll der Jeep bereit stehen. Tut er auch, und bald geht es im Safari Jeep auf Tour.
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Mit an Bord noch eine französische Familie die gestern auch schon auf dem Boot war. Die Anfahrt zum Parkeingang ist kurz, dann muss man sich im Office anmelden. Nebenan ist auch das Office gegen Wilderei (Anti Poaching Office) Nun bei den Tierbeständen ist die Versuchung sicher groß, aber Wilderei wird sehr streng bestraft, denn lebend sind die Tiere für das Land mehr wert. Sehen wir auch so. Also rein in den Park auf schwerer Sandpiste. Man kann selbst in den Park fahren, aber da muss man schon mit Tiefsand umgehen können.
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Steht der Wagen ist das Wegkommen trotzt 4wd nicht grade einfach. Nach einer Weile Anfahrt kommen wir an den Flusslauf. Hier sehen wir gleich mal schlechtgelaunte Büffel. Einer blickt finsterer als der andere. Nein, bleibt wo ihr seid. Dann ist Vogelzeit, eine ägyptische Gans, ein Marabu, ein Geier, der aus der Nähe gar nicht so schlecht aussieht. Sehr hübsch ist eine Gabelracke ein kleiner sehr bunter Vogel, der hoch oben im Baum sitzt. Aber irgendwie fehlt bisher das Highlight. Vielleicht sind wir hoffnungslos verwöhnt, aber gibt es hier keine Katzen?
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Wir machen Pause an der Serondela Rest Site. Seltsam, alles ohne Zäune oder Schutz, wissen die Löwen und Leoparden, dass sie hier nicht her dürfen? Denn die Toiletten sind offen? Oder gibt es am Ende gar keine Räuber hier. Es gibt zwar Kekse und kalte Getränke aber 100%ig zufrieden sind wir nicht. Unser Fahrer spürt das uns unterhält sich lang mit seinen Kollegen, die hier auch vorbei kommen. Unsere Zeit ist fast um, aber er macht noch eine Ausfahrt zurück an den Fluss.
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Und ist es Zufall oder Glück oder Vorsehung, aber durch den Busch schleicht eine Katze, gefleckt, ein echter Leopard, erst nur kurz und dann wieder im Busch, wir denken schon er ist weg, aber dann kommt die große Leo Show. Er kommt aus dem Busch, legt sich hin, rollt auf dem Boden umher und sitzt in Königshaltung da.
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Dann geht er in den Schleichmodus und pirscht auf die Bäume zu, so lange bis die Impala „lachen“. Das hört sich wirklich so an. Damit sagen sie ihm, gib dir keine Mühe, wir haben dich entdeckt. Eine Chance hat er nur wenn er ganz nahe heran kommt, nach wenigen Metern sind die Impala schneller, also wäre das Kraftverschwendung. Etwas beleidigt zieht er ab, direkt an uns vorbei geschmeidig, katzenhaft und stolz.
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Was für ein Highlight am Ende dieses Drives.
Jetzt geht es auch schnell zurück zur Lodge, wir haben zwar etwas überzogen, aber das war es natürlich mehr als wert. Einen Leopard so aus der Nähe, das gibt es nicht mal hier alle Tage.
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Nach einer erfrischenden Mittagspause in der Lodge und einige Kaltgetränken sowie der unvermeidlichen e-mail und Internetpause erkunden wir noch etwas die weiträumigen Areale der Lodge und schauen uns den Swimmingpool und einige nette tierische Bewohner an.
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Auch zum einkaufen fahren wir kurz ins nahegelegene Einkaufszentrum, das durchaus vernünftigen Standard (auch für Selbstversorger) bietet. Der Supermarkt ist gut ausgestattet und aufgrund hohen Verbrauchs ergänzen wir auch das Insektenspray DOM. Heute schein Nudeltag zu sein, denn die Käufer schleppen Nudeln Sackweise an die Kassen und nach draußen.
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Wir sind bescheidener und ergänzen vorwiegend die Getränkevorräte. Neben dem Supermarkt gibt es auch eine Bank und weitere Shops im Center, sowie einen Liquorshop der zum Supermarkt gehört. Das ist gut, denn unser Vorrat an Windhoek Lager ist auch aufgebraucht. Auf dem Dach turnen Meerkatzen herum, ob die auch einen 6 Pack kaufen wollen?
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Nach der Mittagsruhe ist dann der 2. Game Drive angesetzt. Eigentlich wäre uns ja ein Ganztagesdrive, der tiefer in den Chobe eindringt lieber gewesen, aber nach Savuti reicht das ohnehin nicht und die Pisten am Fluss geben das zwar her, aber die Tierwelt nimmt mit der Entfernung eher ab, so dass das keinen Mehrwert bringt. Nun ja nach dem Highlight am Morgen mal sehen was jetzt kommt.
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Unsere Belgier sind auch wieder mit von der Partie und so starten wir wieder die Tour über den bekannten Anfahrtsweg. Aber am der Fußlage ändert sich das Tierbild. Jetzt sind Elefanten am Fluss, sogar eine ganze Menge und einer steht direkt am Weg und rupft einen Baum genüsslich auseinander. Dem kommen wir sehr Nahe, aber er stört sich nicht an uns. Wow Elefant zum greifen nahe. Am Fluss dann eine ganze Herde bei der wir sehr schön das Begrüßungsritual sehen können, wenn ein neues Tier zur Herde stößt.
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Verwandtschaft ist Pflicht, sonst kein Zutritt. Auch Giraffen sind wieder unterwegs, entweder fressend oder trabend, hier auch mit ihren Begleitern den Madenhacker, die sich an Maden und anderem Getier auf dem Rücken der Tiere zu schaffen machen. Also eine mobile Fellpflege, auch nicht schlecht. Wir biegen weg vom Fluss und treffen schnell auf eine ganze Herde Zebramangusten.
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Die possierlichen kleinen Räuber leben hier in einem Familienverband und es wuselt der ganze Busch. Weiter auf der Piste dann weitere Elefanten, wieder sehr nahe, auch mit Jungen und Exemplaren die beeindruckende Stoßzähne haben.
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Wie die Landschaft doch wechselt. Unser Guide fährt weiter und hält plötzlich vor einem dichten Busch. Wieso das denn, Büsche sind doch hier genug. Aber er sagt: Simba, aha Simba = Löwe, Ameisenlöwe? Oder Löwenbusch. Nun ja in der Tat, denn im Busch hat sich eine Löwin mit Ihren Jungen niedergelassen. Die ersten Wochen werden diese fern vom Rudel gehalten, denn die Gefahr, dass die eigene Familie handgreiflich wird ist sehr hoch.
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Wir erkennen nicht genau wie viele Junge die Löwin hat, aber mindestens 2. Und einer der kleinen Racker hebt dann auch noch freundlich den Kopf und schaut mich an (ich sitze links im Fahrzeug, das ist reine Glückssache). „He Du, wer bist Du denn?“ Niedlich der / die Kleine und grade lange genug sichtbar um diese Bilder zu machen. Wieder ein tolles Erlebnis. Aber es geht noch weiter, ein paar Kilometer weiter treffen wir auf das Rudel. Hier liegen 8-9 Löwen faul in der warmen Sonne. Klar, bei rd. 20h Schlaf am Tag ist die Chance ziemlich groß.
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Immerhin würdigt man uns mit einem heben des Kopfs und einem herzhaften Gähnen, das aber anschaulich die netten Reißzähne zeigt. Und eine andere Löwin sitzt erhobenen Hauptes da uns wirkt sehr majestätisch, prima, das gefällt uns. Die weitere Fahrt führt uns noch mal am Serondela Rest Camp vorbei und wir sehen noch ein paar Wasserböcke die hier die späten Sonnenstrahlen einfangen und bei Pavians ist Abendwäsche angesagt.
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Da geht es brutal zu, die Kleinen werden gepackt und beim suchen nach Ungeziefer fast das Bein ausgerissen. Hauptsache sauber. Wir müssen langsam zurück, denn die Sonne geht langsam unter. Von der Randstrasse hat man noch einen schönen Blick auf den Fluss und die dort liegenden Hausboote, und Elefanten queren kurz vor uns die Straße, auch hier stoßen uns schubsen, damit die Kleinen endlich vorwärts und ans Wasser kommen. Auch heute sehen wir wieder einen schönen Sonnenuntergang. Und kommen bei leichter Dämmerung wieder in der Lodge an. Heute gibt es das Diner im Restaurant, aber auch hier kein Grund zu meckern.
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Bei einem Glas Wein bzw. dem isstonischen Bier lassen wir dann die Erlebnisse des Tages noch mal Revue passieren. Natürlich überwiegt der tolle Leopard….
Teil 1114. Okt. 2013
06.11.

Guten Morgen. Heute haben wir wieder einen Ausflug gebucht. Das Ziel heißt Victoria Falls in Zimbabwe. Auch diese Tour bietet African Odysee an, wir haben uns wegen der Grenzproblematik und der unsicheren Verhältnisse in Zimbabwe für eine voll geführte Tour entschieden. Vor dem Hotel sollen wir abgeholt werden, aber da kommt der Jeep schon etwas zu spät. Der ist auch nur der Zubringer, an der Grenze ist man schnell, nur rund 20 km. Doch unser Fahrer begleitet uns nicht, sondern wir müssen in der Grenzstation wieder ein volles Visumprogramm über uns ergehen lassen. Pass, Sichtvisum, Gebühr fürs Visum und viele, viele Stempel, dann dürfen wir in Roberts Reich einreisen.
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Dort werden wir von einem Transport Bus aufgesammelt, der für weitere Reisende als Flughafen Zubringer dient. Offenbar gibt es ab Victoria Falls gute Verbindungen, dass man dorthin zum weiterfliegen fährt. Die Grenze war übrigens ganz anders als erwartet. Kaum Militär, keine schwerbewaffneten Truppen, sondern sehr bürokratisch. Auch die Landschaft und die Strassen sind recht annehmbar. Vermutlich hat man eine falsche Perzeption, aber wahrscheinlich achten die Machthaber auch darauf, dass diese letzte Einnahmequelle keinen Schaden nimmt. Die Fahrt nach Victoria Falls dauert rund 70 Minuten und wir werden am Grand Hotel abgesetzt. Dort werden wir nach kurzer Wartezeit von unserem Guide Peace abgeholt, der uns die kurze Strecke zum Eingang der Falls bringt. Der Eintritt ist im Paket enthalten gut, und wir erfahren, dass Zimbabwe keine eigene Währung mehr hat. Durch Hyperinflation gibt es nur noch Dollar, Euro oder Rand. Interessant aber ziemlich schlecht für die Einwohner.
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Victoria Falls wirkt übrigens wie aus dem viktorianischen Zeitalter, sehr aufgeräumt und saubere Häuser. Auch die Falls sind gepflegt. Wir laufen den Randweg entlang bis an die Ende der Bruchkante. Hier am Danger Point kann man sowohl nach Sambia hinüberschauen als auch tief in den Grabenbruch, der hier rund 1,2 km lang ist. Welche Rolle spielen eigentlich die Victoria Fälle in der weltweiten Wasserfall Rangliste? Nun genau weiß man das nicht. Die höchsten sind sie keinesfalls, da gibt es viel höhere, wenngleich die schmaler sind. Auch von der Breite her sind die Iguacu Fälle bedeutender. Aber bei der Wassermenge und dem Gesamteindruck sind die Victoria Falls doch vorne mit dabei.
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Der Danger Point ist in der Trockenzeit wenig kritisch, weil der Boden trocken und die Gischt niedrig ist. Auch ist dieser Teil der Fälle jetzt relativ karg. In der Regenzeit aber hat man hier einen riesigen Gischtvorhang und der Boden ist lebensgefährlich glitschig. Unweit dieser Stelle ist auch die Brücke über den Sambesi von Zimbabwe nach Sambia. Dort herrscht reger Verkehr und auch Bungee Jumping könnte man hier machen. Nun ja nichts für uns. Wir gehen lieber weiter durch den Regenwald, der hier durch die Gischt atypisch ganzjährig gebildet wird und schauen uns die Fälle aus verschiedenen Perspektiven an. Zwischen 90 und 110 m hoch ist die Fallkante, die relativ senkrecht herab fällt und auch die Wassermenge ist trotz der Trockenzeit ordentlich.
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Auf der anderen Seite kann man auch in den Pools an der Kante baden. Wenn es sonst keinen Kitzel gibt. Aber richtig gut sehen kann man die Fälle nur von der Simbabwe Seite. Der Weg zieht sich ein ganzes Stück bis man an den Knick des Devils Catarct kommt, an dem auch das Denkmal zu Ehren des ersten Weißen, des berühmten Afrikaforschers und Humanisten David Livingstone steht. Wir sind ganz schön angefeuchtet, die Luft ist doch sehr schwül.
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Im Bus nehmen wir erstmal jede Menge kühles Wasser zu uns und unser Fahrer bringt uns in eines der Hotels, zum Mittagessen. Das besteht aus einem leckeren Burger und einem einheimischen Bier. Danach sind wir wieder frisch und munter und besuchen kurz einen Markt. Nun ja, gehört wohl dazu, aber die Händler hier haben Mondpreise und sind nicht willens meine ernsthaften Angebote anzunehmen. Nun denn, ich muss nichts kaufen obwohl bei richtigem Preis ein schöner Löwe schon drin gewesen wäre. Aber 15 $, kommt Freunde, in Swakopmund haben die Viecher aus Holz grade mal 3 EUR gekostet. Nun denn. Unser letzter Stopp ist auf einer Krokodilfarm. Hier wird Krokodil verarbeitet, zu Fleisch, vor allem aber zu Leder. Der Manager weiß gleich, dass wir nichts kaufen dürfen, also keine Verkaufsversuche, sondern wir schauen die Farm an. Mächtige Tiere, gefüttert mit Elefantenfleisch (das von der Jagd übrig bleibt).
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Na ja und die vielen Tiere dienen nur der Befriedigung irgendwelcher unnützen Modeaccesoires. Nett ist, dass ich kurz ein Mini Croc in die Hand nehmen kann, das war es dann aber auch. Zurück in den Bus der uns sicher zurück zur Grenze bringt. Eine weitere Aus- und Einreisprozedur, dann haben wir auch Simbabwe hinter uns. Ganz schön anstrengend, vor allem wegen der Temperatur. Aber nach einem lockeren Bier sind wir wieder erholt. Wir relaxen noch ein wenig auf der Terrasse und schauen dem Treiben auf dem Chobe zu. Zum Abendessen gibt es heute wieder Brai, zum Glück ruhiger, die Zikaden sind heute andersweitig unterwegs.
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Hier ist es einfach schön, unten der Fluss, lauwarmen Temperaturen und gutes Ambiente, schade dass wir morgen abreisen müssen. Aber das Erlebnis hier war klasse. Kann man uneingeschränkt weiterempfehlen.
Teil 1218. Okt. 2013
So wir sind in Maun und heben erst Mal ab...

08.11.

Nach dem Frühstück im selben Restaurant checken wir aus der Maun Lodge aus. Weil wir früher in Maun sind als geplant, fahren wir gleich zum Flughafen weil wir uns nach Flügen über das Okavango Delta erkundigen wollen. Nicole platzt fast vor Vorfreude…. 
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Zwei Anbieter ziehen wir ernsthaft in Erwägung. Kavango Air im Terminal, nett aber etwas rustikal und Mack Air gegenüber mit modernen Büros und Computer. Kleiner Vorteil für Mack Air, weil man dort in Bezug auf die Flugzeiten flexibler ist. Wir buchen einen 1 h Flug für nachmittags 16 Uhr. Prima. Die Zwischenzeit nutzen wir zu einem Besuch im Shopping Center, wo Richtig viel los ist. Wir brauchen Geld, also ziehen wir Pula am Automaten und einkaufen müssen wir auch wieder die üblichen Dinge. Aber es gibt ja Spar, auch hier, fast wie daheim, nur die Auswahl weicht ein wenig vom Bekannten ab. Trotzdem nett. Auch Moskito Spray muss wieder mit. Bisher war der Verbrauch hoch, aber das Ergebnis gut. Mit dieser Ausrüstung fahren wir hinaus zu unserer heutigen Lodge die wir für 3 Tage beziehen werden.
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Angekommen in der Thamalakane Lodge melden wir uns zum einchecken. Zu unserer Überraschung haben wir keine separaten Räume, sondern gemeinsam ein Chalet, mit 2 Schlafzimmern. Hmm, nun für uns ist das kein Problem, aber die Trennwand geht nicht bis hoch zu Decke und so sind wir froh, dass wir nachts alle ruhig schlafen. Leider hat das Chalet einen aus unserer Sicht entscheidenden Nachteil. Es gibt keine Klimaanlage.
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Etwas mager für ein 4* Lodge, da war sogar die Maun Lodge besser und nur wegen der Lage am Fluss wiegt das den Nachteil unseres Erachtens nicht auf. Auch ein paar unerwünschte Gäste gibt es hier, mit 8 Beinen und vielen Augen. Und leider außer reichweite. Auch das Insektenspray nehmen die haarigen Viecher nicht ernst. Also bleibt es bei der Warnung, bleibt ihr oben und wir unten. Ich hoffe dass das hält. Immerhin sind die Fenster und Moskitonetze in gutem Zustand und es gibt Strom, so dass wir den Verdampfer einschalten können.
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Damit verlassen wir die Lodge, denn unser Rundflug rückt näher. Schnell sind wir am Flughafen, wo wir erfahren dass wir weitere Mitflieger haben, was den Gesamtpreis reduziert, denn bezahlt wird das Fugzeug, egal wie viel Leute dann drin sitzen. Bevor es los geht trinkt sich Nicole in der Airport bar noch mal Mut an, wir trinken ebenfalls ein Bierchen. Dann geht es ins Terminal, wir bekommen ganz professionell Flugscheine ausgehändigt und müssen durch die Security, schließlich ist das hier ein internationaler Flughafen mit Asphaltpiste auch für größere Maschinen. Fast schon langweilig nach unseren Abenteuern im Vorjahr.
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Auch der Flieger ist nicht nur größer (7 Sitze) sondern auch Brandneu – eine Gipsland V8. Holger und ich schauen uns kurz an, ich sitze vorn als Co Pilot, er nimmt die letzte Reihe mit Blick auf beide Seiten. Und Nicole und Ela gehen in Reihe 2. Hier gibt es keine Gewichtsthemen und Balance Fragen. Also kann es losgehen. Ich muss zugeben, das hätte ich nicht gedacht, dass ich mal ins berühmte Okavango Delta komme. Früher was das alles so fern und eigentlich nur aus dem Fernsehen bekannt, z.B. aus dem Film –lustige Welt der Tiere – und jetzt heben wir selbst hier ab und fliegen darüber…..
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Anfangs fliegen wir noch über Maun, aber schnell wir das Land feuchter und wir sehen die ersten Wasserläufe die dann im trockenen Boden versickern. Auch Mokoros sehen wir auf dem Boden und alsbald die ersten Tiere. Besonders gut zu sehen sind die Büffel und die Elefanten, ebenso wie die Hippos. Die Landschaft ist extrem abwechslungsreich und jede Menge große Tiergruppen kreuzen unseren Weg. Auch Antilopen kann man sehen, aber die sind von hier oben doch relativ klein. Und unser Pilot muss eine gewisse Höhe halten, denn es fliegen auch Vögel über das Delta. Der Flug geht relativ zielstrebig nach Norden und das Wasser wird mehr und die Flussläufe intensiver.
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Hippopfade und Pools sind gut sichtbar und auch viele Elefanten tummeln sich im Delta. Eine interessante Perspektive. Der Flug ist sehr ruhig und sogar Nicole ist einigermaßen zufrieden. Von oben ist der Blick doch anders, man erkennt erst die große Weite und Besonderheit dieses Feuchtgebietes, das von Trockensavannen und ariden Zonen umgeben ist. Leider geht der Flug viel zu schnell zu Ende und gegen Ende macht das Wetter auch eine Kapriole. Als Vorbote der Regenzeit kommt ein kleiner Sturm auf und es wackelt und regnet Richtung der Landung. Aber bei der breiten Asphaltpiste ist das kein Thema und wir setzen sicher wieder auf. Nach dem Flug gönnen wir uns ein weiteres Bier, auch bis der kurze Sturm vorbei ist und treten dann den Rückweg in die Thamalakane Lodge an.
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So einen Flug kann man unbedingt empfehlen. Interessante Aussage von jemand, der vor 2 Jahren noch betont hatte nie in so eine kleine Maschine zu steigen, oder? Zurück in der Lodge buchen wir beim lokalen Anbieter noch einen Game Drive ins Okavango Delta, was wir von oben gesehen haben, wollen wir jetzt auch aus der Nähe sehen. Morgen um 6 geht’s los. Das Abendessen finde in der Lodge statt, essen a la carte und die Filetsteaks sind nicht nur preiswert sondern auch sehr lecker. Damit lässt es sich gut schlafen, Moskito frei und auch die Spinnen bleiben wo sie sein sollen… 
Teil 1323. Okt. 2013
So jetzt wirds Zeit dass wir mal ins Delta kucken....

10.11. Am heutigen Tag haben wir keine Zeit für ein großes Frühstück. Damit wir einigermaßen ins Delta kommen, müssen wir früh aufbrechen. Kurz nach 6 fährt unser Safari Jeep vor und unser Fahrer Kaizer holt uns am Büro von xxx ab.
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Ein klassischer Jeep, wir nehmen Platz und machen uns auf die Fahrt in die Moremi Game Reserve. Nur die ersten 15 der rund 70 km Anfahrt sind geteert. Danach kommt eine ziemliche sandige Piste, die wenn man nach 45 km abbiegt auch durch das Delta nach Kasane führt. Das ist aber eine Strecke die man nur mit mehreren Fahrzeugen und Tiefsand Erfahrung bestreiten sollte. Bei der Piste ist das gut vorstellbar und schneller kommt man auch nicht voran.
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Nach rund 1,5 h erreichen wir den Eingang zum Park und müssen durch einen Veterinärzaun. Noch weitere 40 min später sind wir am Eingang zum Park wo wir den Eintritt entrichten (durch den Veranstalter erledigt) und machen auf dem Parkplatz /Camping Platz eine kurze Frühstücksrast. Ich habe heute etwas Magenprobleme und halte mich beim Frühstück zurück, das aber zugegeben sehr nett zubereitet und lecker ist. Auch die sanitären Einrichtungen hier sind sauber und gut zu benutzen, später wird es keine mehr geben. Um uns herum fliegen Rotschnabeltokos, vielleicht in der Hoffnung einen Brocken zu ergattern. Wir hingegen wollen Tiere sehen.
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Deshalb geht’s jetzt weiter. Schnell sehen wir ein paar nette Impalas und auch Giraffen dürfen natürlich nicht fehlen. Mit dem Fernglas suchen wir immer wieder Tiere. Als wir scheinbar einen Löwen gefunden haben, erweist sich dieser als er aus dem Busch tritt als schlechtgelaunte Hyäne. Wenn die könnte würde sie uns vermöbeln, so aber zieht sie grantig ihres Weges. Wir folgen auch dem Weg weiter der in Richtung 3rd Bridge führt.
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Bald kommen wir an die Ausläufer des Flusses der hier durch die Landschaft mäandriert. Wasser bedeutet leben und so findet sich hier eine bunte Ansammlung an Tieren. Zebras, Kuhantilopen, Kudus und Impalas. Kaizer meint einen Wildhund gesehen zu haben und nimmt – unerlaubterweise- die Verfolgung auf. Wir kurven ziemlich wild durch die Gegend und tatsächlich hinter einen Anhöhe liegt im Schatten ein einzelner Wildhund. Angesichts der Seltenheit dieser Tiere ist das schon ein Riesenerfolg. Leider lässt sich der Hund nicht zum Aufstehen bewegen. Aber auch im Liegen ist er ein interessanter Anblick.
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Diese famosen Jäger haben die feinsten Jagdtaktiken entwickelt die in ca. 90 % der Fälle zum Erfolg führen. Dabei verhalten sich die Tiere unheimlich sozial. Nicht die stärksten Tiere wie bei Löwen oder die ranghöchsten wie bei den Hyäne fressen zuerst, sondern die kleinen und die verletzten Tiere. Nach diesem Erlebnis scheuchen wir eine Gruppe Impalas auf, die sich beim herannahen unseres Jeeps davon machen.
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Dabei bekommen wir zu sehen, sowie hoch schnell und weit diese Tiere zu springen in der Lage sind. Unglaublich…. Die Kuhantilopen sehen das entspannter. Wir gehen zurück auf den Pfad und folgen dem Fluss. Erst erspähen wir einen Adler der vom Baum abhebt. Dann am Wasserlauf einige stolze Kudus, die hier vorbei schreiten, mit ihren wunderbaren Hörnern. Auf dem Rücken der Tiere hocken auch die frechen Madenhacker und im Wasser tummeln sich ägyptische Gänse. Wenig weiter dann ein paar der sehr hübschen Litschis.
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Die Farbe ist sehr hübsch und die Tiere haben eine besondere Eleganz. Was wir gerne sehen würden, wäre mal ein Hippo an Land. Und siehe da, wenige Minuten später taucht tatsächlich so ein Behemoth aus dem Wasser auf, schaut und an – lacht uns aus  und trottet gemächlich von dannen. Schick. Leider bleibt das für eine Weile alles tierische, vielleicht sind wir verwöhnt, vor allem nach Chobe, aber richtig viele Tiere sieht man wahrscheinlich nur wenn man das Geld für eine Lodge im Delata in die Hand nimmt. Hätte man vielleicht machen sollen, denn die Anfahrt raubt doch Zeit und die beste Zeit des Tages verpasst man so. Aber 300 EUR / Tag ausgeben, ohne zu wissen ob es sich lohnt? Auch nicht gut, aber das wäre für ein nächstes Mal schon eine Option.
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Wir passieren noch eine Gruppe Impalas die wunderschön dastehen. Dann machen wir eine Pause unter einem schönen Baum und Kaizer bereitet uns eine leckere Mahlzeit zu. Hühnchen mit Reis, Getränke dazu und wir haben uns ein schönes kaltes Bier mitgebracht. Nett. Picnic im Okavango Delta, das hat man auch nicht alle Tage. Nach dem Essen ist es dann auch Zeit dem Rückweg anzutreten. Der verläuft vergleichsweise ereignisarm und zieht sich halt relativ lang. An der Lodge verabschieden wir uns von Kaizer der einen super Job gemacht hat und werden dann noch gebeten in die Stadt mitzukommen, um die Fahrt zu bezahlen.
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Man hat wohl Angst, wir würden ohne Zahlung verschwinden. Eine junge Dame begleitet uns, damit wir auch wirklich das Büro finden. Wir waren am Vorabend schon kurz dort, aber leider keiner mehr da. Im Büro bezahlen wir dann brav und buchen für den kommenden Tag gleich noch eine Tour mit einem Mokoro. Das steht hier noch aus und die Geister scheiden sich an diesen Touren. Wir wollen uns unser eigenes Bild machen. Der jungen Tswana erzählen wir dann noch von Deutschland und sie hält uns für reiche Menschen, weil wir Autos haben. Ich stelle das in Frage, wir haben zwar mehr Güter und andere Gimmicks, aber ob wir reich sind wird dadurch nicht beantwortet. Schöne Häuser gibt es auch hier, wie wir im vorbeifahren sehen. In der Lodge machen wir uns schnell fertig fürs Abendessen und nehmen dieses auf der Veranda ein. Heute kommt ein Stromausfall dazwischen. Weniger nett. Denn dann läuft auch der Ventilator im Zimmer nicht und es ist sehr heiß heute. Auch die Moskitoverdampfer arbeiten dann nicht.
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Und wie wird das Essen gekocht? Das fragt man sich hier auch noch, aber es wird improvisiert und das Essen dauert zwar länger, ist aber bei Kerzenschein sehr schön und das Filet trotzdem super lecker Wir trinken heute lieber Bier, denn ohne Kühlung dürfte der Wein nicht optimal temperiert sein. Aber nach dem Essen im Zimmer zurück ist der Strom dann auch repariert und der Strom läuft wieder. Trotzdem wird es eine sehr heiße Nacht. Im Zimmer herrschen sicher 28 Grad, eine schöne Schwitzerei und ein echter Abzug bei einer Lodge die 4* haben soll. Nun denn mal sehen was wir morgen auf dem Mokoro Trip erleben.
Teil 1427. Okt. 2013
So heute steht also der Mokoro Trip auf dem Plan. Nach dem Frühstück werden wir wieder abgeholt und dieses mal in südwestlicher Richtung ins Delta gefahren. Dort ist die Bootsanlegestelle. Das Transportmittel heute ist ein Jeep. Auch nicht schlecht und notwendig, denn die Piste ist bald wieder echter Tiefstand. Auf dem Weg kommen wir am Polerdorf vorbei und wieder an einem Veterinärzaun, nach innen geht das aber ohne Probleme.
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An der Bootsanlegestelle liegen schon einige Mokoros. Heute sind die Boote aus Plastik, früher waren die aus dem Leberwurstbaum. Aber durch den großen Bedarf wäre das heute nicht mehr möglich und die Bäume sind geschützt. Kurze Zeit später trifft auch eine ganze Menge Leute ein. Unser Chefpoler stellt sich vor, ein stämmiger großer Kerl mit wilden Schuhen (früher mal geschlossene Boots) der sich als Judge vorstellt. Er ist der Boss und verantwortlich. Ok. Haben wir verstanden. Noch eine kurze Biopause (in freier Natur, ob es hier Löwen gibt?) dann geht’s ins Boot. Wir sitzen ganz flach am Boden mit einem Rückensitz und sollen uns nicht stark bewegen, auch wenn wir z.b. Schilfstängel ins Gesicht bekommen.
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Bevor es losgeht nimmt Judge der unser Boot steuern wird, noch schnell ein paar Schlucke Wasser aus dem Wasserlauf… uhhh wohl bekomms… ein wildes Ritual. Jetzt geht’s schon los. Langsam gleitet das Boot über das Wasser, wie erwartet ist die Balance trügerisch aber Judge scheint Erfahrung zu haben. Das Boot von Ela und Holger wird von Rasta gesteuert, Jack fährt mit dem Proviant Boot voraus. Die Kanäle sind recht eng und Schilf wächst quer über den Wasserlauf. Die Wasserläufe werden von Hippos geschaffen, die hier Nachts durch das Wasser pflügen. Scharfes Schilfgras schneidet die Arme und schlägt gegen den Hut. Man ist froh über lange Ärmel und einen Hut. Meine Sonnenbrille hat leider vor 2 Tagen den Geist aufgegeben. Also muss ich den Gleiss so ertragen und die Sonne spiegelt sich hart auf dem Wasser. Ab und zu auch ein Spritzer ins Boot und Tiere die mitfahren wollen.
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Und dann Seerosenteiche, mitten im Schilf. Die sind wirklich schön anzuschauen. So geht es quer durchs Wasser unterwegs treffen wir auch andere Mokoristen, die – ziemlich fertig- von einem Mehrtagesausflug zurückkehren. Nach kurzweiliger Fahrt erreichen wir unser Zwischenziel, eine Insel im Delta. Dort landen wir an und Judge wird mit uns einen Nature Walk unternehmen. Vorher noch die Verhaltensregeln: Löwe: in die Augen schauen und rückwärts laufen, Leopard, nicht anschauen und rückwärts laufen. Elefant, zickzack laufen und dicken Baum suchen, Flusspferd dasselbe. Büffel- erst in Panik verfallen, wenn Judge in Panik verfällt. Oha, das ist ja nicht ohne….. Und wir laufen hintereinander los. Immer schön vorsichtig. Keine Ahnung ob das ernst ist, aber wir halten uns lieber an die Regeln. Der Walk ist interessant, auch weil Judge immer wieder interessante Dinge über die Tiere und die Natur zeigt oder erzählt, z.B. den Dung und den Dung Beetle. Sehen tun wir hingegen nur ein paar Vögel und eine Litchi die schnell davonrennt als sie uns bemerkt. Trotzdem führt der Walk durch viele interessante Zonen und zieht sich lange hin. Unterwegs dann doch die Nebenwirkung des Wassers, Judge muss mal austreten  Stomach Problems  Nun ja. Als wir wieder den Rastplatz erreichen ist unser Mahl schon vorbereitet. Wieder lecker Huhn mit Reis und die Cola schmeckt doch besser als Okavango Wasser. Durst haben wir heftig, der Walk bei 30 Grad das will kompensiert sein.
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Auch die Guides Essen, klar haben sie verdient, die rudern uns hier durch das ganze Delta. Danach geht es auch wieder zurück. Wir würden den Weg nie finden, aber Judge und Rasta navigieren sicher durch das Schilf und nach weiterer Fahrt sind wir wieder zurück an der Anlagestelle. Wer jetzt meint man würde viele Tiere sehen auf so einer Tour, der irrt, aber trotzdem fanden wir die Tour interessant und aufschlussreich weil man einen Einblick in die Natur des Deltas und auch der Bewohner bekommt. Ein nettes Trinkgeld sichert uns freudige Gesichter, aber das haben sich die Jungs redlich verdient und wer weiß wie viel vom Tourerlös für die Leute abfällt. Wir werden wieder zur Lodge zurückgebracht. Auch das problemlos und zuvorkommend. Der Service ist wirklich gut und wir haben das was von Maun aus im Delta möglich ist auch möglich gemacht. Natürlich haben wir nach so einem Abenteuer ordentlich Hunger und Durst und es gibt zur Feier des Tages ein schönes Glas Wein (und noch ein paar Biere zum Durst löschen). Auch heute bleiben die Spinnen an der Decke und die Nacht ist etwas kühler, weil ein kühler Wind aufgekommen ist. Sehr schön, heute träumen wir von Mokoros.

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