Südafrika - wie sicher ist es als Reiseland?

95 Antworten · 15,6k Aufrufe · gestartet 08. Sept. 2013 von Jenny77
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57 Beiträge · seit 201010. Sept. 2013 · #61
Hallo Jenny,

viel Spaß dabei. Dann bist du im Norden am besten aufgehoben. Stell doch einfach mal den geplanten Zeitraum und eine Routenvorstellung hier ein. Mir ist hier immer viel geholfen worden. Auf konkrete Fragen kommen meist auch gute Antworten.

viele Grüße
Dirk
Themenstarter45 Beiträge · seit 201310. Sept. 2013 · #62
Das werde ich gerne tun, Dirk, aber dazu mache ich dann einen neuen thread auf.

LG
Jenny
7'296 Beiträge · seit 200610. Sept. 2013 · #63
Mogambo schrieb:
Übrigens um mal eine Lanze für Jenny zu brechen: so verkehrt ist die Diskussion zum Thema "Sicherheit/ Gefahren in SA" hier gar nicht. Jedesmal, wenn man mit "neutralen Dritten", sprich mit nicht Afrikareisenden spricht, kommt so ziemlich als erstes die Frage bzw. die Aussage "Ist das dort nicht gefährlich?" bzw. "Da würde ich nicht hinfahren, das ist mir dort zu krass!".
... übrigens geht es schwarzen Südafrikanern vor einer Reise nach Deutschland wohl oft nicht anders mit ihren Bedenken.

Vor Jahren war ein schwarzer Musiker aus Johannesburg zum Afrikafestival nach Würzburg eingeladen und nahm die Einladung an. Seine Bekannten hielten ihn für verrückt und die Reise für zu gefährlich. Dort wurde offenbar immer nur über die Übergriffe im östlichen Deutschland berichtet.
Als er zurück in Südafrika war, konnte er sich seine vorherigen Ängste gar nicht erklären ... 😉

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
7'296 Beiträge · seit 200610. Sept. 2013 · #64
Swakop1952 schrieb:Jeder weiß daß ganz Afrika ein Problem mit Kleptomanie und Fehlinterpretation des Eigentums-Begriffes hat. Alle Länder südlich der Sahara, ohne Ausnahme.

Und wer dorthin reist, weiß das.
Wer es aus politischer Verblendung oder sozialem Tick nicht wahrhaben will, dem ist eh nicht zu helfen.
... ich mag solche Aussagen nicht, in denen man vorab allen Andersdenkenden jegliche Kompetenz abspricht.

Wenn Du schon einmal gesehen hast, wie eine afrikanische Dorfbevölkerung mit einem ertappten Taschendieb umgeht, dann würdest Du solche pauschalen Dinge nicht schreiben. Die werden in vielen Regionen übelst verdroschen und aus dem Dorf gejagt. Deshalb findet sich auf dem Land trotz aller Armut wenig Diebstahl. Doch die aus den Dörfern gejagten Leute finden sich dann in den anonymen Städten. Hier siehts dann anders aus.

Ich habe auf dem Land manchmal wochenlang mein Fahrrad nicht abgeschlossen, das Gepäck draußen gelassen. Ich bin -meist alleine- etwa 17.000 km mit dem Rad in 13 afrikanischen Ländern unterwegs gewesen. Vielleicht habe ich deshalb so tolle Erfahrungen gemacht, weil ich nicht hinter jedem schwarzen Gesicht einen Verbrecher erkannt habe. Dann wäre Afrika aber keine schöne Erfahrung geworden.
Aber klar - mir ist nicht zu helfen. Nur Du kennst Dich aus ...

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
2'530 Beiträge · seit 201110. Sept. 2013 · #65
Hallo Jenny

Ich lebe seit fast zwanzig Jahren in Joburg, (hab leider die Arschkarte gezogen 🤪 ), bin aber gebürtiger Namibianer verheiratet mit einer Berlinerin. Wenn Du Hilfe brauchst dann schicke mir eine PN. Kann Dir dann gerne mein Kontaktdaten zukommen lassen und Dich etwas beraten. Ich lege sehr viel auf Sicherheit!
Best Regards Adolf Conservation is our passion! Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'! Sponsor of Desert Elephant Conservation. Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA. Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
1'155 Beiträge · seit 200611. Sept. 2013 · #66
Cruiser schrieb:

Ich lebe seit fast zwanzig Jahren in Joburg, (hab leider die Arschkarte gezogen 🤪 ),

… das habe ich irgendwie anders erlebt. War auch einigen Jahre in Jo‘burg und bin auch heute noch gerne dort. Wenn ich am Sonntag Shopping machen will, haben fast alle Shops offen, in der Schweiz ist „Heilliger“ Sonntag, alles tot in den Städten, wie nach dem Atomkrieg. Gehe ich in Jo‘burg in ein Restaurant werde ich schnell und freundlich bedient, es macht Spass. Oder abends in eine Musikbar nach Soweto. Das Klima in Jo‘burg ist genial, so viel Sonnenschein. Ich sage den Südafrikanern immer „seid doch froh dass ihr hier leben dürft...“ ich von meiner Seite bin langsam lieber in Jo‘burg als im vom Touristen überschwemmten Kapstadt mit seinen Mondpreisen… 😵 Gruss Tom
Themenstarter45 Beiträge · seit 201311. Sept. 2013 · #67
Hallo Cruiser,

habe dir eine pn geschickt.

Gruß
Jenny
1'324 Beiträge · seit 201311. Sept. 2013 · #68
@ Tomcat
Nach allem was man hört, hat sich ja speziell in JHB vieles sehr positiv entwickelt.

Hast Du beruflich etwas mit "Mango" zu tun?


Gruß!
der Joe
"I detest racialism, because I regard it as a barbaric thing, whether it comes from a black man or a white man." Nelson Mandela 10x Süfafrika, 2x Namibia, 1x Botswana, 1x Zimbabwe, 1x Tanzania
1'155 Beiträge · seit 200611. Sept. 2013 · #69
lionfight schrieb:@ Tomcat
Nach allem was man hört, hat sich ja speziell in JHB vieles sehr positiv entwickelt.

Hast Du beruflich etwas mit "Mango" zu tun?


Gruß!
der Joe
Hallo Joe... Mit Mango habe ich nichts zu tun...finde einfach das Design cool... und JHB hat eigentlich das Pech immer eine schlechte Presse zu bekommen... schade ..

Gruss, Tom
4'451 Beiträge · seit 200811. Sept. 2013 · #70
Hallo jenny,
wir , auch ü 60 er, 😄 hatten auch wegen SA einige Bedenken. Wir waren immer nur in Namibia und Botswana. Der KNP war für mich ein MUSS!!!
Nachdem dann 4 liebe Fomies bei uns zu einem gemütlichen Abendessen , uns die ganze Ängste genommen haben habe ich am nächsten Tag sofort gebucht. 🤩
Wir waren in Februar 2013 für fast 4 Wochen dort in den KNP und anschließend noch im Balule Reservat.
Wir hatten nirgendwo nur einmal das Gefühl, das es irgendwie gefährlich war. Die Leute waren ausgesprochen nett und hilfsbereit. Ich hoffe , das wir bald wiedermal dort hinfliegen werden, weil leider im KNP waren einige Strecken durch den vielen Regen nicht erreichbar. 🙁
Seid einfach wachsam und es wird einen Traumurlaub werden. 😁

Liebe Grüße
Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
Themenstarter45 Beiträge · seit 201311. Sept. 2013 · #71
Hallo Cécile,

wenn mir jemand meines Alters von seinen Erfahrungen schreibt, freue ich mich natürlich immer besonders 🙂
Die euren waren ja offenbar nur positiv. Hattet ihr mehr als die üblichen Gewitter und Regenfälle im Feb.? Wie oft hat es denn geregnet?

Liebe Grüße
Jenny
4'451 Beiträge · seit 200811. Sept. 2013 · #72
Jenny77 schrieb:Hallo Cécile,

wenn mir jemand meines Alters von seinen Erfahrungen schreibt, freue ich mich natürlich immer besonders 🙂
Die euren waren ja offenbar nur positiv. Hattet ihr mehr als die üblichen Gewitter und Regenfälle im Feb.? Wie oft hat es denn geregnet?

Liebe Grüße
Jenny
Hi Jenny,
wir hatten nicht mehr soviel Regen und Gewitter. Aber mussten eben auf andere Camps in Kruger NP zurückgreifen eben durch das viele Wasser was ende Januar und anfang Februar soviel zerstört hatte. 🙁
Einmal standen wir zwischen hunderte Kafferbüffel während es regnete und Gewitterte, ich weiß nicht wer da mehr Schiss hatte ... 😄 😄

Manche Pads in den KNP waren auch gesperrt, dennoch gab es immer eine andere Möglichkeit um sie zu umfahren.
Was uns auch sehr positive aufgefallen ist, überal in den Camps waren Medicalplaces und unterwegs fuhren auch schonmal eine Mobile Clinic , was uns "Oldies" auch sehr beruhigt hat.

Liebe Grüße
Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
zuletzt bearbeitet 11. Sept. 2013
Themenstarter45 Beiträge · seit 201311. Sept. 2013 · #73
Hallo Cécile,

mit der medizinischen Versorgung scheint es ja gut zu klappen.

Bei Gewittern zwischen einer Riesenherde von Kaffernbüffeln zu stehen - wow, einerseits ein unglaubliches Erlebnis, andererseits hätte ich da bestimmt auch Angst gehabt 😁

Würdet ihr nach euren Erfahrungen wieder während des südafrikanischen Sommers dorthinfahren, oder doch lieber in der Trockenzeit?

Liebe Grüße
Jenny
4'451 Beiträge · seit 200811. Sept. 2013 · #74
Jenny77 schrieb:Hallo Cécile,

mit der medizinischen Versorgung scheint es ja gut zu klappen.

Bei Gewittern zwischen einer Riesenherde von Kaffernbüffeln zu stehen - wow, einerseits ein unglaubliches Erlebnis, andererseits hätte ich da bestimmt auch Angst gehabt 😁

Würdet ihr nach euren Erfahrungen wieder während des südafrikanischen Sommers dorthinfahren, oder doch lieber in der Trockenzeit?

Liebe Grüße
Jenny
Hi Jenny,
wir würden vielleicht erst März auswählen, dennoch das Wetter ist nunmal nicht so beständig also schwer zu sagen. 😉
Namibia Botswana und den KTP also SA haben wir mehrmals in April Mai und in September October besucht , wovon m M nach ersteres besser war. Auch weil wir hier im Süden dann ein wenig vom langen Winter uns ersparen. 😁

Liebe Grüße
Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
80 Beiträge · seit 201304. Okt. 2013 · #75
Swakop1952 schrieb:
Für unbedarfte Europäer gibt es ungeschriebene Regeln, mit denen Du 95% Risiko ausschließen kannst:
- Meide Innenbereiche der größeren Städte
- Fahre nur tagsüber
Hmm.

Wenn man deine - durchaus nachvollziehbaren - Tipps beherzigt, wird es allerdings schwierig In Kapstadt oder auch an der Gartenroute abends essen zu gehen.

😵
2'664 Beiträge · seit 201204. Okt. 2013 · #76
Da fahre ich jedenfalls auch abends, meide abends dennoch manche Gebiete entlang der Townships. Fahre so nah ans Restaurant als möglich, gehe aus, kurzer Weg zum Auto, fahre zurück oder weiter. Viele haben auch eigene Security.
Kapstadt ist kein Vergleich zu den restlichen Großstädten weiter östlich und nordöstlich, besonders in Natal, Gauteng oder Mpumalanga Provinzen.
Alles kommt auf den Einzelfall an.
Orte wie Knysna etc. sind problemlos solange Du von den Townships fern bleibst.
Südafrika ist kein Land für Spaziergänger, man fährt. Und im Auto ist man relativ sicher.
Und: Alles kein Grund, in Panik oder Angst zu geraten, Südafrika ist auch so wunderschön!
zuletzt bearbeitet 04. Okt. 2013
80 Beiträge · seit 201304. Okt. 2013 · #77
Hallo Jenny,

ich bin ähnlich besorgt wie du, werde aber in 2 Wochen meine erste Reise nach SA unternehmen.
Sowohl die in Medien und beim Auswärtigen Amt berichteten Kriminalitätsrisiken als auch die grotesken Verharmlosungen mancher Fans („SA/Namibia ist auch nicht gefährlicher als Frankfurt, Bangkok oder Tokio“) haben mich lange davon abgehalten. (sic!)
Nachdem ich in einem allgemeinen Reiseforum darüber „gestolpert“ bin, dass es viele Reisewiederholer gibt, habe ich nun aber spontan beschlossen mir bzw. SA „eine Chance zu geben“. Hierfür habe ich Kapstadt, die offenbar mit Abstand attraktivste Stadt Südafrikas, sowie Gartenroute/Kleine Karoo ausgesucht. Wenn das funktioniert, komme ich wieder, denn die inzwischen angeschafften Reiseführer zeigen ein immens attraktives Land. Wenn es nicht funktioniert, werde ich daraus Konsequenzen ziehen. Die Welt ist voller attraktiver Reiseziele ...

Nun ist es jedenfalls so weit. Ich will es wissen. 😛 Und ich tue alles, was ich in dieser Situation tun kann:

1. sammle ich Sicherheitstipps des Auswärtigen Amtes, verständiger Forumsuser (ausdrücklichen Dank an @swakop) sowie weitere Infos, die ich im Netz gefunden habe: http://www.sueddeutsche.de/reise/urlaub-im-fussball-wm-land-sicher-durch-suedafrika-1.57123
( Ich brauche diese Tipps tatsächlich. Sie sind für mich alles andere als selbstverständlich, da ich bisher noch nie in relativ gefährlichen Zielen allein bzw. zu zweit unterwegs war. Reiseziele wie Brasilien und Jamaika habe ich bisher gemieden, und – egal, was Afrika-Fans behaupten mögen – die Risiken in Thailand, Japan, Kuba mit denen in Ländern wie SA zu vergleichen, ist schlichtweg lächerlich.
Eine mehrmonatige Afrikadurchquerung, die ich vor vielen Jahren mal gemacht habe – Marokko, Algerien, Mali, Elfenbeinküste, über Zaire und Zentralafrikanische Republik, bis Tansania und Kenia – fand im Schutz einer Gruppe statt, ist also mit einer Individualreise nicht vergleichbar.)

2. ich überlege mir gut, was ich mitnehme.
Keine Safari-Klamotten. Muss es die neue Kamera sein oder tut es auch die alte? (muss ich noch überlegen, denn die neue ist erheblich lichtstärker und schneller). Fernglas kommt mit. (Wenn es für ein solches Land nicht mitkäme, könnte ich es genauso gut gleich wegwerfen.) Das neue Notebook bleibt daheim, stattdessen kommt ein altes mit, das sonst nur noch Testzwecken diente. Mobiltelefon muss ich klären: wenn, dann eventuell prepaid. Kann man meines Wissens schon am Flughafen erledigen.

3. Nach Anraten meiner Bank habe ich die Kartenlimite halbiert.

4. Telefonnummern für Kartensperrung sowie Kopien der Reisepässe werden an mehrere Stellen im Reisegepäck verteilt. Für den Fall, dass wir komplett abgezogen werden, schicke ich sie mir außerdem per eMail zu.

5. Anders als überall sonst, wo wir bisher waren, werden wir diesmal keine öffentlichen Verkehrsmittel benutzen, vom HopOn-HopOff-Bus in Kapstadt abgesehen. Vernünftiger Mietwagen (also untere Mittelklasse, kein Protz, kein Kleinwagen mit Minikofferraum), ohne Selbstbeteiligung, mit voller Deckung auch im Diebstahlsfall.

6. Ansonsten schreiben wir uns hinter sämtliche Ohren: kein Widerstand im Fall des Falles. Materielle Dinge sind ersetzbar.

Vielleicht erscheint das eine oder andere übertrieben, aber so fühle ich mich einfach besser. So sind die Risiken schon sehr gut eingrenzbar. Alles, was trotzdem passiert, ist tatsächlich allgemeines Lebensrisiko und vermutlich weitaus weniger wahrscheinlich als ein Autounfall.

Ach übrigens:
meine mehrmonatige Afrika-Durchquerung in einer Gruppe …
Es gab genau eine lebensbedrohliche Situation in 5 Monaten, nämlich als ich in Nairobi über die Straße ging und automatisch zuerst links und dann erst rechts geschaut habe. Der Fahrer des Geländewagens, den ich dementsprechend, d.h. wegen des Linksverkehrs, nicht gleich gesehen habe, hat nicht einmal den Versuch gemacht zu bremsen. Nur blitzschnelle Reaktion hat mir das Leben gerettet.

Was ich sagen will?
Grundsätzlich neigt der Mensch dazu Gefahren, die er halbwegs gewöhnt ist (als Großstadt-Europäer z.B. den Autoverkehr) tendenziell als eher niedrig einzuschätzen. Die Gefahren im Straßenverkehr werden dann selbst in Ländern mit chaotischem Straßenverkehr und technisch unzulänglichen Fahrzeugen gefühlsmäßig unterschätzt. Gefahren, die man nicht gewöhnt ist (Krokodile, Schlangen etc. in Australien, Raubüberfälle in Afrika) werden hingegen gefühlsmäßig als zu hoch eingeschätzt.
Das ist nun mal so. Also gibt es nur zwei Möglichkeiten: entweder unbekannte Risiken und somit bestmmte Reiseziele konsequent meiden oder ein vorhandenes aber möglicherweise überbewertetes(?) Risiko in entsprechende Sicherheitsvorkehrungen ummünzen. Mit der Zeit und mit entsprechender Erfahrung kann dann alles ein wenig anders aussehen. Eventuell. 😉 Hoffentlich. 😉

Wenn nicht, dann bleibt immer noch die Möglichkeit zu sagen: es war eine Erfahrung, aber keine, die ich wiederholen möchte. Bis man sich selber ein ganz eigenes Bild gemacht hat, bleibt nur: Sicherheitstipps annehmen und umsetzen, Risiken minimieren, Augen offen halten, dabei aber nach Möglichkeit keinen ängstlichen Eindruck erwecken.
Und auf die Reise freuen. Denn die allermeisten Leute kommen doch heil und glücklich wieder zurück.
zuletzt bearbeitet 04. Okt. 2013
Themenstarter45 Beiträge · seit 201304. Okt. 2013 · #78
Hallo my4seasons,

da schreibt offenbar ein Geistesverwandter - wie schön 🙂

Deine Vorkehrungen klingen sehr vernünftig in meinen Ohren, wenn ich auch weiter nichts dazu sagen kann, weil mir bezüglich SA noch die eigene Erfahrung fehlt. Ich wünsche dir viel Spaß auf deiner Reise, berichte doch bitte einmal hinterher, wie es gelaufen ist.


LG
Jenny
2'338 Beiträge · seit 200704. Okt. 2013 · #79
Jenny schrieb:
Ich wünsche dir viel Spaß auf deiner Reise, berichte doch bitte einmal hinterher, wie es gelaufen ist.
.........wenn er dann noch kann 🙄 😵 😐 😮 😄
Meine Reiseberichte: 1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa http://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/197270-unterwegs-in-den-1970er-jahren.html?start=120 2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle) http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/278559-am-anfang-war-die-huelle.htm 2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania http://www.namibia-forum.ch/forum/150-diverses/279223-reisebericht-nordmosambik-mal-schoen-mal-haesslich.html 2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282862-auf-bekannten-unbekannten-pfaden-durch-tansania.html 2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia http://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/285693-eine-reise-wird-zum-alptraum.html
80 Beiträge · seit 201304. Okt. 2013 · #80
Jenny77 schrieb:Deine Vorkehrungen klingen sehr vernünftig in meinen Ohren, wenn ich auch weiter nichts dazu sagen kann, weil mir bezüglich SA noch die eigene Erfahrung fehlt. Ich wünsche dir viel Spaß auf deiner Reise, berichte doch bitte einmal hinterher, wie es gelaufen ist.
Interpretiere ich das richtig: du hakst das Thema für dich ab? Das fände ich nämlich schade.
Also wir werden uns trauen. Zwar mit einem blöden Gefühl im Bauch, aber immerhin.
Und wer weiß - vielleicht sind wir ein Jahr später schon wieder in SA. Was ich vom Namaqualand gelesen/gesehen habe, verlangt geradezu nach einer Extrareise im August/September. Und der Krügerpark, und die Drakensberge, und und und.

Auch Kapstadt und die Kaphalbinsel haben mehr zu bieten, als wir diesmal schaffen können - oder schaffen wollen, denn wir sind doch im Urlaub, und nicht auf der Flucht!

Also frisch hinein. - Ich werde berichten ...