piscatorThemenstarter1'483 Beiträge · seit 200918. Aug. 2013 · #1
Liebe Fomis, ich bin leider kein Reiseberichtschreiber, möchte mich aber für die erhaltenen Tips bedanken. Deshalb eine kurze Zusammenfassung unserer diesjährigen Tour vom 28.6. Bis zum 15.7.. Eigentlich hatten wir vor, drei Tage mehr vor Ort zu sein, aus Kostengründen mussten wir jedoch dieseTage streichen. Bei unserer Wunschterminierung hätte der Flug mit Air Namibia nicht 796 € gekostet, sondern 240 € mehr. Geplant war der Abflug für den 28.6., es wurde ohne Angabe von Gründen dann der 29.6. (9:30 Uhr) mit einer Übernachtung im Steigenberger in Frankfurt. Das hatten wir in 2010 schon einmal. (In 2012 flogen wir mit einer portugiesischen Maschine, gechartert von AN.) So mussten wir unsere Agentin in WDH bitten, für eine Nacht in WDH ein Quartier zu buchen. Es wurde das „Casa Piccolo“ in Klein Windhoek, mit dem wir sehr zufrieden waren. African Car Hire, unser Vermieter war dankbar, dass wir per SMS über unsere Verspätung informiert hatten, denn sonst wären sie vergeblich am frühen Morgen des 29.6. zum Abholen gekommen. Wir brauchten den verlorenen Tag nicht zu bezahlen. Air Namibia hat inzwischen die Kompensation zugesagt. Insgesamt sind es nur fünf Stationen, weil wir es nicht für sinnvoll halten, abends anzukommen und schon am nächsten Tag weiterzufahren. Deshalb haben wir immer ( eine Ausnahme) mindestens drei Nächte gebucht.
Wir erreichten also mit einem Tag Verspätung unser erstes Ziel, die Frans Indongo Lodge. Preisnachlass gab es nicht, aber meine Frau konnte aushandeln, dass wir wenigstens den Gamedrive kostenlos bekamen. Die Lodge gefiel uns sehr gut, das Personal war aufmerksam, das Essen prima. Wir hatten die Lodge gewählt, weil sie dort auch Rhinos haben und wir hatten tatsächlich das Glück, in der späten Dämmerung die Familie (Bulle, Kuh und Kalb) auch noch zu finden.
Die Tagestour zum „Cheetah Conservation Fund“ war für uns sehr informativ.
Fortsetzung folgt
piscatorThemenstarter1'483 Beiträge · seit 200919. Aug. 2013 · #2
Das nächste Ziel war die Vreugde Gästefarm. Wir hatten sie gewählt, weil wir Etosha schon kannten und nur Tagestouren in die Pfanne machen wollten. Bei Elsie und Danie haben wir uns sehr wohlgefühlt und können die Farm uneingeschränkt empfehlen. Das Abendessen wird in Familienrunde eingenommen, das eröffnet die Möglichkeit zu informativen Gesprächen. Rachel (Schwiegertochter) hat mit Danie Jr. im Etosha als Zoologin gearbeitet und bleibt keine Antwort schuldig. Gelegentlich singt der Chor des Personals vor dem Dinner; beeindruckend war die Vorstellung der Einzelheiten des Dinners in einer Klicksprache. Da viele Bestandteile umschrieben werden mussten, dauerte diese Vorstellung deutlich länger als auf Englisch oder Deutsch. Bis zum Eingang Etosha sind es etwa 30 Minuten Fahrzeit (49 km).
Gruß Piscator
Fortsetzung folgt
piscatorThemenstarter1'483 Beiträge · seit 200919. Aug. 2013 · #3
Als nächste Station steuerten wir die „Ongula Village Homestead Lodge“ an, gewählt, weil wir Station im Ovamboland machen wollten. Die Zuwegung war insofern interessant, als die letzten 4km von der Pad zur Lodge eine Sandstrecke ist, die teilweise mehr als fünf Tracks hatte. Immer, wenn es zu tief wurde, waren die Einheimischen auf einer neuen Spur gefahren. Für welche soll man sich da entscheiden? Da es auf diesen 4km kein Hinweisschild mehr gibt, waren wir uns zwischenzeitlich nicht mehr sicher, ob wir auf dem richtigen Weg waren. Waren wir aber. In der Lodge angekommen wurden wir von Selma, einer Ovambo, begrüßt, die seit dem 1.7. dort als Managerin tätig ist. Einige Fomis können sie von Gocheganas kennen, wo sie auch tätig war. Die Lodge wurde im August 2012 eröffnet und wir haben uns sehr wohlgefühlt. Auf Wunsch hat uns Selma ein traditionelles Ovambodinner zubreitet, das wir aus der Schüssel ohne Besteck genossen haben. Jeder eine eigene Schüssel natürlich. Interessant ist sowohl der Teil des „modern Village“ neben der Lodge, als auch das traditionelle Village direkt neben der Lodge, in dem auch die Besitzerin (ehemalige Staatssekretärin) der Lodge lebt. Programm: Fahrt zum Nakambale Museum und Besichtigung des traditionellen Dorfes. Es ist kein Living Museum, wir bekamen Einblicke in die noch aktuelle Lebenweise ( traditionell bis heute !! ).
piscatorThemenstarter1'483 Beiträge · seit 200919. Aug. 2013 · #4
Die nächsten drei Nächte verbrachten wir im Filmhaus. Eindrucksvoll und prima. Es ist eine völlig neue Erfahrung, ohne Elektrizität auszukommen. Vollpension ausgezeichnet. Da das „Haus“ zeitgleich immer nur an eine Gruppe vermietet wird, haben wir (3) es voll genossen. Der Rundgang im Himba-Dorf ( Orphan-Stiftung) war hochinformativ und aus unserer Sicht sehr empfehlenswert. Natürlich ist man auf Touris eingestellt, aber das Zoogefühl kam bei uns nicht auf, vielleicht auch, weil unser Führer (Pinias) Halb-Himba ist. Es ist sicher von Vorteil, wenn ein Führer die Sprache der Besuchten spricht und somit als Dolmetscher alle Fragen an (hier) die Frau bringen kann. Jakko, sicher vielen Fomis bekannt, macht anscheinend keine Führungen mehr. Er hat drei junge Männer als Führer eingesetzt. Wir fanden auch die Schule, in der 19 Himbakinder unterrichtet werden, interessant. Eigentlich war der Unterricht vorbei, aber die Kinder waren von uns Besuchern so begeistert, dass sie nicht gehen wollten.
piscatorThemenstarter1'483 Beiträge · seit 200919. Aug. 2013 · #5
Unsere letzte Station war die Omandumba Farm. Wir waren im Didi-Haus, Omandumba Ost untergebracht, weil die Farm ausgebucht war. Nach anfänglichem Staunen ob des rauhen Charms, gewöhnten wir uns aber schnell daran und verzichteten auf den nach zwei Tagen eigentlich geplanten Umzug zu Deike ins „Hauptquartier“. Wir hatten Vollpension gebucht und bekamen Frühstück und Lunch mit ins Didihaus. Lunch nahmen wir im Familienkreis beim Haupthaus ein. Insgesamt echtes Afrika-Feeling, wie wir es noch nicht kannten. Die Aktivitäten auf Omandumba sind gerade erst zutreffend von Ollo beschrieben worden. Die Spitzkoppe ist nur 80km entfernt und ein gutes Tagesausflugsziel. Omaruru hat uns als Tagesziel ebenfalls sehr gut gefallen. Es ist ein überraschend sauberes, nettes Städtchen, ohne Bettler und Nussschnitzer, So haben wir es jedenfalls erlebt.
Den Rückweg nach Windhoek legten wir über die D1958 zurück, eine beeindruckende Pad durch das Khomas Hochland. Für uns ist es die „D707 des Khomas Hochlandes“.
Der Rückflug verlief ( Gott sei Dank ) planmäßig.
Dank und Gruß von Piscator
Gerd19425'538 Beiträge · seit 200819. Aug. 2013 · #6
Hallo Piscator,
danke für den informativen Bericht, der alles enthält, was man wissen möchte. Allmählich muss ich doch mal ins Filmhaus, von dem so viele schon geschrieben haben und auch das andere Himbadorf werde ich in diesem Oktober mal besuchen, wenn ich vom Dolomite Camp komme.
herzlichen Dank für Deinen "Nicht"-Reisebericht, der das Wesentliche Deiner Reise informativ kurz und knapp beschreibt. Die meisten hier eingestellten Reiseberichte sind auch eher Reise-Erzählungen.
Deine ersten beiden Quartiere haben uns 2008 auch sehr gut gefallen.
danke -- für den Kurz-Reisebericht -- der aber alles wesentliche enthält , gerade was die Unterkünfte betrifft. Sonnige Grüsse Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
MOMopane370 Beiträge · seit 201019. Aug. 2013 · #9
Hallo Reinhard,
vielen Dank für Deinen informativen Nicht-Bericht - und dann auch noch Information zur D 1958, über die ich bisher noch nichts finden konnte, tolle Bilder. Läßt sich die D 1958 gut fahren oder gibt es problematische Stellen?
Liebe Grüße, Regine
piscatorThemenstarter1'483 Beiträge · seit 200920. Aug. 2013 · #10
Guten Abend, Regine! Lange nichts von euch gehört. Über die D 1958 wirst du wohl auch nicht viel finden. Wie du weißt, versuchen wir immer auf D-Pads zu fahren, auch zur Belustigung unserer Agentin. Elke kam auf sie, weil sie meinte, dass das durchs Hochland mit unserer Zeit gut passen würde ( Omandumba - Autoabgabe-Flughafentransfer). Wir haben keinen Meter bereut, weil es wirklich landschaftlich interessant war ( Achterbahn) und wir auch noch einiges an Tieren gesehen haben. Wir hatten es zum Schluss sogar richtig eilig, aber nicht wegen der Pad. Die war völlig problemlos. Allerdings sind einige Farmtore zu öffnen und wieder zu schließen.
Herzliche Grüße Reinhard
piscatorThemenstarter1'483 Beiträge · seit 200920. Aug. 2013 · #11
Hallo Gerd, das Filmhaus wirst du wohl nicht bereuen. Wir fanden vor allem das Himbadorf im Vergleich zu Gelbingen um Welten besser. Du hast zwar auch den curio-Verkauf am Ende, aber die "Besichtigung" ist nicht zu vergleichen, weil du mit den Himbas sprechen kannst oder mit dem guide als Dolmetscher alle Fragen stellen kannst. Bei Gelbingen hieß es nur :"Die verstehen euch nicht!". Übersetzungshilfe gab es (bewusst) nicht. Im Foto siehst du eine 16 Jährige mit dem Schulheft des Mädchens vor ihr. Wir haben etwa 20 Minuten mit den beiden unsere Namen geschrieben und sprechen geübt. Das ist das, was wir bei einem Besuch erleben wollen!
Hallo piscator, tolle Bilder, auch deer Bericht voll ausreichend. Kannst Du mir sagen, wo das Filmhaus genau ist? Muss man da vorab etwas reservieren? Wir sind im November unterwegs. Danke und liebe Grüße Andrea
MOMopane370 Beiträge · seit 201020. Aug. 2013 · #13
Hallo Reinhard,
stimmt, wir haben lange nichts voneinander gehört - es ist mal wieder ein Nordlichtertreffen fällig. 😄
Ganz herzlichen Dank für die weiteren Infos zur D 1958 und die wirklich tollen Bilder - wir haben uns entschieden, diese Strecke in unsere Tour im November aufzunehmen, allerdings in die andere Richtung, da wir von Windhoek aus nach Okomitundu fahren wollen (unsere Route habe ich in einem anderen Post eingestellt).
Kannst Du uns noch genauer angeben, wo sich das Himbadorf befindet? Vielleicht läßt sich das in unsere Planung auch noch einbauen.
Liebe Grüße, Regine
piscatorThemenstarter1'483 Beiträge · seit 200920. Aug. 2013 · #14
Hallo Regine, das Dorf liegt 5 Fußminuten vom Filmhaus entfernt. Man kann auch als Nichtübernachter eine Tour buchen.
wir wollen nächstes Jahr auch dort übernachten und das Himbadorf besuchen.
Muss man die Tour vorab buchen? Und wann sind die Führungen? Wir überlegen noch ob es Sinn macht am Tag der Tour noch weiter bis Okaukuejo zu fahren, oder wird das knapp?
Mich würde weiterhin interessieren wie es in dem ja recht offen gestalteten Haus mit "Viehzeug" aussieht?
Ein paar Mäuse oder Fledermäuse sind kein Problem, aber ich bin nicht scharf auf ne Schlange oder nen Skorpion im Bett......
piscatorThemenstarter1'483 Beiträge · seit 200920. Aug. 2013 · #16
Hallo kleiner Hase, Vorbuchung ist erforderlich. Wir hatten die Führung zwar vorgebucht, waren in der Zeit aber relativ frei. Da wir übernachtet haben, haben wir am Vorabend eine Zeit verabredet. Da ihr auch übernachtet, werdet ihr die Führung gleich mitbuchen. Die Führungen gibt es einmal am Vormittag, ich glaube gegen 10:00 Uhr ist ihnen am liebsten. Dauer, wenn als Nichtübernachter geführt, etwa 1,5 Std. Bei vielen Fragen dauert es halt etwas länger. Das wird nicht so eng gesehen. Dann gibt es noch eine Tour am Nachmittag. „Viehzeug“ haben wir nicht gesehen, nur die Hinterlassenschaften von Klippschliefern oben auf den Felsen. Agamen waren zu beobachten, aber die rechnen wir nicht zu Viehzeug. Zwei der Schlafräume haben auch Türen, die auch die Katze, die wir gesehen haben, ferngehalten hätten.
Die Entfernung nach Okaukuejo sind etwa 200km. Das sollte gut zu schaffen sein.
(Kamanjab - Okaukuejo 168 km (ca. 2 Stunden 49 Minuten) plus Filmhaus- Kamanjab )