Fleur de Cap1'409 Beiträge · seit 201014. Aug. 2013 · #21Hallo Stefan,
sind bei Euch die Autotüren echt auf? Ich dachte schon, ich wäre extrem 🤩
Hallo Danni,
ich bin die treibende Kraft, die immer nach Afrika will. Aber wenn es dunkel wird, bin ich der Oberschiss-Hase 😗 Ich würde auch am Liebsten um 18 Uhr, sobald es dunkel ist, ins Heia-Betti gehen. Da macht aber Chefe nicht mit. Also trink ich mein Viertele Rot schneller als sonst und hoffe, bis um spät. 20:30 Uhr ins Bett zu gehen.
Und weißt Du was? Bisher haben wir nicht 1 (in Worten: EINEN) Löwen abends/nachts gesehen, nur sein Gebrüll gehört. Dafür hatten wir braune Hyänen....war auch ein Erlebnis 🤪
Wir sitzen auch abends immer bis ca. 21 Uhr am Feuer, das Auto direkt daneben bzw. die Leiter zum Dachzelt. Es gab noch keine brenzlige Situation....ist wahrscheinlich bei mir hauptsächlich Kopfkino,
Mach nicht denselben Fehler wie ich...versuche zu geniessen, sei Aufmerksam und es wird ein geiler Trip 😛
GLG
Fleur
heuchef911 Beiträge · seit 200715. Aug. 2013 · #22Hallo zusammen,
Wir saßen am Feuer, es war toll, wir haben mit starker Taschenlampe immer mal wieder geleuchtet, nix gesehen, nix gehört und nix gerochen und trotzdem waren 4 Löwinnen in absoluter Nähe um uns rum. Am nächsten Morgen schauten sie ganz gelassen zu, wie wir weg fuhren.
Ich denke aber - hoffentlich stimmt's - dass kein Löwe sich ans Lagerfeuer schleicht mit demPlan, den dort sitzenden Menschen zu fressen - das ist nicht das Beuteschema.
Kurz: wir haben ordentlich Respekt, aber keine Angst und schon gar keine Panik . Und hoffentlich ist das richtig... 😗
Helgi
picco6'369 Beiträge · seit 201115. Aug. 2013 · #23Hoi zämä
Ich denke das hier ist der wichtige Satz:
heuchef schrieb:...das ist nicht das Beuteschema.
Wenn ein Löwe Euch angreifen will merkt Ihr wenn er an der Gurgel hängt, vorher wird er sehr leise sein... 😈 😄 😎
Ich hab jeweils mehr Respekt vor den Hyänen, zumal sich schon mal eine von hinten an meinen Ellbogen herangemacht hat, sie hätte zubeissen können als ich sie entdeckte, das war nur noch etwa 50cm zwischen Hyäne und Ellbogen...die Viecher sind schlau!!!
SFiedler2327 Beiträge · seit 200815. Aug. 2013 · #24Also das bin nicht ich auf dem Bild, das ging vor einiger Zeit im Netz rum. So kann es aber passieren. Mein Kumpel aus Maun (Tour guide) hatte das schon oft so.
Zum Thema Hyänen:
Ich liebe sie, und so lange sie nicht im Rudel auftreten bin ich eigentlich recht entspannt. In Mohoto assen wir abends ein dickes Steak am Lagerfeuer, Mein kumpel ging dann ins Dachzelt, ich trank noch mein Bier aus und rauchte meine Zigarre zu ende. Schlüpfte dann in mein kleines Bodenzelt und als ich den Zipper gerade ganz zugemacht hatte kam von draussen ein lautes "Waaa hipp". Mein Kumpel berichtete am andern Tag daß das eine riesige Hyäne gewesen sei. Sie muss die gnaz Zeit schon da gewesen sein, hatt aber unsere Umgebung vermieden. Sie schlich dann mehrmals ums Zelt, und war dann irgendwann weg.
In Polentswa hörten wir die Löwen kommen. sahen aber nichts. wir gingen irgendwann ins Bett, und am nächsten morgen sahen wir die Spuren von 2 männlichen Löwen ca. 20 m um unser Lager herum. Die wollten auch nicht zu uns.
DanniThemenstarter370 Beiträge · seit 201115. Aug. 2013 · #25Also wenn ich das hier alles so lese würde ich mal behaupten, wenn die Löwen es wirklich auf die Menschen abgesehen hätten dann würde bestimmt viel mehr passieren. Schliesslich wird ja nicht ständig einer vom Löwen gefressen und das zeigt ja eigentlich schon das man durchaus am Feuer sitzen kann ohne gleich Lebensmüde zu sein. 😉
In Australien gibt es so viele extrem giftige und gefährliche Tiere. Wir waren 1 Jahr im Busch unterwegs und haben viele gesehen, es aber auch überlebt. 🙂
Ich denke man muss einfach aufpassen aber man sollte sich eben nicht verrückt machen. 😎 Dazu neige ich allerdings vor dem Urlaub immer anschliessend ist dann zum Glück alles vergessen..... 🤪 B 😉
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PMPhilip Marlowe243 Beiträge · seit 201115. Aug. 2013 · #26Und wenn es einmal "brenzlig" werden sollte, auf keinen Fall den Jagdreflex der Raubtiere durch schnelle Bewegungen auslösen... lieber langsam und besonnen bewegen.
Wer mag, kann ausprobieren, seine starke Taschenlampe durch schnelle Bewegungen des Handgelenks (Arm angewinkelt, Taschenlampe in der Faust auf Kopfhöhe, Lichtstrahl waagrecht von links nach rechts sausen lassen) in ein Behelfsstroboskop zu verwandeln und damit die Tiere kurz zu verwirren.*
Die Frau kitzelte es beständig an einem Ohr, als sie (mit mehreren Leuten) am Lagerfeuer saßen, sie hielt es für ein nerviges Insekt. Erst als ihr Mann sie anleuchtete, um das Insekt zu finden, entdeckte er den Kopf der Löwin, die sich aus dem Gebüsch heraus ganz lang heraus reckte, um in die Runde zu schnuppern. Dabei kitzelte sie die Dame mit ihren langen Schnurrbarthaaren. Alle blieben ganz ruhig, redeten leise weiter und zogen sich einer nach dem anderen langsam in die Autos zurück. Nichts ist passiert.
Wieviele Löwen dort waren, weiß keiner. Irgendwann sind sie unter den neugierigen Augen der Löwin in die Dachzelte geklettert.
Viel Geschreibe, wenig Sinn: Gibt es überhaupt schon einen einzigen Fall, in dem ein Camper von Löwen/Leoparden angegriffen worden ist?
Ich habe noch nie einen gelesen. Abgesehen von dem einen Kerl, der in suizidaler Absicht in ein Rauptiergehege eingestiegen ist... Aber der wollte es so und war jedenfalls in dem Moment kein normaler Camper.
tom
*Könnte grundsätzlich das eine oder andere Tier aber genauso ärgern, wie es einen Menschen ärgern kann und zu entsprechenden Reaktionen führen. In den meisten Fällen wird es aber verwirren, gehört sich aber trotzdem nicht 😉
picco6'369 Beiträge · seit 201115. Aug. 2013 · #27Hoi zämä
Philip Marlowe schrieb:Viel Geschreibe, wenig Sinn: Gibt es überhaupt schon einen einzigen Fall, in dem ein Camper von Löwen/Leoparden angegriffen worden ist?
Ich meine sogar hier im Forum von einem Holländer (oder wars ein Engländer? Oder...oder...oder...) gelesen zu haben, der auf dem Weg zur Dusche von Löwen zerfleischt wurde.
War das nicht letztes Jahr?
Vom Ngorongoro hab ich aus mehreren Quellen in Tansania gehört dass da vor drei, vieleicht vier Jahren ein französisches Paar von einer Hyäne getötet wurde, sie wurde zerfleischt, er starb Tage später im Spital an seinen Verletzungen, die er sich zuzog als er seiner Partnerin helfen wollte.
Auf meine Frage weshalb man denn so was nie lese hiess es dass keiner Interesse dran hat die Touristenströme zu stoppen... 😗
Tomcat1'155 Beiträge · seit 200615. Aug. 2013 · #28Philip Marlowe schrieb:
Viel Geschreibe, wenig Sinn: Gibt es überhaupt schon einen einzigen Fall, in dem ein Camper von Löwen/Leoparden angegriffen worden ist?
... mir sind einige bekannt, von einem Löwen kann man jederzeit "bedrängt" werden... aber nur wenige Begegnungen enden fatal wie diese....
http://travel.aol.co.uk/2013/03/06/woman-killed-by-lion-making-love-african-bush/Gruss, Tom
DanniThemenstarter370 Beiträge · seit 201115. Aug. 2013 · #29Das ist ja echt Krass. Ich weiss nur noch nicht genau ob ich das total cool finden soll oder eher beängstigend. In jedem Fall ist es eine Hammer Erfahrung. Näher kommt man glaube ich an einen Löwen nicht dran. Zum Glück ist es so gut ausgefallen. Aber warum hätte der Löwe auch angreifen sollen wenn er sie ofensichtlich nicht als Beute gesehen hat.
Ich finds cool! 🙂 Aber so eine nahe Begegnung brauch ich dann trotzdem nicht. 😉 😛
Philip Marlowe schrieb:Und wenn es einmal "brenzlig" werden sollte, auf keinen Fall den Jagdreflex der Raubtiere durch schnelle Bewegungen auslösen... lieber langsam und besonnen bewegen.
Wer mag, kann ausprobieren, seine starke Taschenlampe durch schnelle Bewegungen des Handgelenks (Arm angewinkelt, Taschenlampe in der Faust auf Kopfhöhe, Lichtstrahl waagrecht von links nach rechts sausen lassen) in ein Behelfsstroboskop zu verwandeln und damit die Tiere kurz zu verwirren.*
Die Frau kitzelte es beständig an einem Ohr, als sie (mit mehreren Leuten) am Lagerfeuer saßen, sie hielt es für ein nerviges Insekt. Erst als ihr Mann sie anleuchtete, um das Insekt zu finden, entdeckte er den Kopf der Löwin, die sich aus dem Gebüsch heraus ganz lang heraus reckte, um in die Runde zu schnuppern. Dabei kitzelte sie die Dame mit ihren langen Schnurrbarthaaren. Alle blieben ganz ruhig, redeten leise weiter und zogen sich einer nach dem anderen langsam in die Autos zurück. Nichts ist passiert.
Wieviele Löwen dort waren, weiß keiner. Irgendwann sind sie unter den neugierigen Augen der Löwin in die Dachzelte geklettert.
Viel Geschreibe, wenig Sinn: Gibt es überhaupt schon einen einzigen Fall, in dem ein Camper von Löwen/Leoparden angegriffen worden ist?
Ich habe noch nie einen gelesen. Abgesehen von dem einen Kerl, der in suizidaler Absicht in ein Rauptiergehege eingestiegen ist... Aber der wollte es so und war jedenfalls in dem Moment kein normaler Camper.
tom
*Könnte grundsätzlich das eine oder andere Tier aber genauso ärgern, wie es einen Menschen ärgern kann und zu entsprechenden Reaktionen führen. In den meisten Fällen wird es aber verwirren, gehört sich aber trotzdem nicht 😉
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DanniThemenstarter370 Beiträge · seit 201115. Aug. 2013 · #30Tomcat schrieb:Philip Marlowe schrieb:
Viel Geschreibe, wenig Sinn: Gibt es überhaupt schon einen einzigen Fall, in dem ein Camper von Löwen/Leoparden angegriffen worden ist?
... mir sind einige bekannt, von einem Löwen kann man jederzeit "bedrängt" werden... aber nur wenige Begegnungen enden fatal wie diese....
http://travel.aol.co.uk/2013/03/06/woman-killed-by-lion-making-love-african-bush/
Gruss, Tom
Ich finde auch das man nicht oft was hört bzw. liest. Nicht das ich spezifisch danach suche aber wenn ständig Touris von Löwen zerfleischt werden würde, würde man sicherlich davon in den Medien hier hören. Da bin ich mir ziemlich Sicher.
Wenn ich den den Artikel von Travel UK lese bekomme ich allerdings die Krise. 🤢 Mal wieder typisch so ein Foto von einem Löwen zu nehmen. Für die Leute wird es extra so dargestellt als ob Löwen Blutrünstige Bestien wären dabei gähnt er einfach nur . So was hasse ich ja! 😈
Gruss Danni
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DanniThemenstarter370 Beiträge · seit 201115. Aug. 2013 · #31picco schrieb:Hoi zämäPhilip Marlowe schrieb:Viel Geschreibe, wenig Sinn: Gibt es überhaupt schon einen einzigen Fall, in dem ein Camper von Löwen/Leoparden angegriffen worden ist?
Ich meine sogar hier im Forum von einem Holländer (oder wars ein Engländer? Oder...oder...oder...) gelesen zu haben, der auf dem Weg zur Dusche von Löwen zerfleischt wurde.
War das nicht letztes Jahr?
. 😗
Da man sich bei Dunkelheit ja eh nicht vom Auto entfernen soll und er auf dem Weg zur Dusche war hat das ja nicht mit am Feuer sitzen zu tun.
So was kann in dem Fall jedem passieren. Das ist denke ich dann einfach bad luck auch wenn es schlimm ist. Aber dann muss man glaube ich echt daheim bleiben.....
LG, Danni
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JUKoehler415 Beiträge · seit 201015. Aug. 2013 · #32Es sei in diesem Zusammenhang an dieses Foto und die story erinnert:
LINKAber ich kenne eine Fomi, die das Problem mit "husch-husch" lösen würde 😄 - tatsächlich passiert und nicht zum Nachmachen empfohlen!
Liebe Grüße
Jens-Uwe
Birgitt1'667 Beiträge · seit 200915. Aug. 2013 · #33picco schrieb:Hoi zämäPhilip Marlowe schrieb:Viel Geschreibe, wenig Sinn: Gibt es überhaupt schon einen einzigen Fall, in dem ein Camper von Löwen/Leoparden angegriffen worden ist?
Ich meine sogar hier im Forum von einem Holländer (oder wars ein Engländer? Oder...oder...oder...) gelesen zu haben, der auf dem Weg zur Dusche von Löwen zerfleischt wurde.
War das nicht letztes Jahr?
Hi, picco
Ich glaube, dass war in Mana Pools, als der Mann aus der Dusche kam.
Ich hab mich jedenfalls immer erst einmal umgeguckt.
LG
Birgitt
Mogambo566 Beiträge · seit 201316. Aug. 2013 · #34Dem Grunde nach ist das Sitzen am abendlichen Feuer bedenkenlos möglich. Gefährlich wird es nur dann, wenn Tiere, wie eben Löwen, Leoparden, Elefanten usw. überrascht werden und daher selbst verängstigt und unbedacht agieren.
Die Situation am Lagerfeuer ist aus Sicht der Tiere allerdings harmlos. Sie allein kommen näher, sie allein bestimmen wie weit sie gehen wollen und kennen ihren immer bereit gehaltenen Fluchtweg. Mit anderen Worten: nicht der Mensch verkürzt unbedacht die Fluchtdistanz, sondern das Tier. Damit dürfte es bei ruhigem und normalen Verhalten am Feuer keinerlei Probleme geben.
Kritisch wird es dann, wenn die Tiere eben überrascht werden. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn man hastig und plötzlich aus einer Buschdusche oder Toilette kommt und plötzlich den Weg mit einem Tier kreuzt. Daher dürfte eher der nächtliche (bzw. gerade in offenen Parks wie in Botswana auch tagsüber) der Toilettengang mit Vorsicht zu genießen sein.
Doch auch hier ist zu bedenken: gecampt wird immer an den gleichen Stellen. Die Tiere wissen um die Plätze und den Trubel, welcher aus ihrer Sicht dort herrscht. Gerade Raubtiere als territoriale Tiere kennen irgendwann "ihre Pappenheimer", sodass kritische Begegnungen schon sehr ungewöhnlich sind, soweit man eine Grundvorsicht beachtet.
In all den Jahren, welche ich vor Ort war, hatten wir oft Löwen, Elefanten, Hyänen in und um die jeweiligen Camps. Im Southgate waren wir Zeugen eines Löwenkampfes mitten im Camp. Nach heftiger unüberhörbar lautstarker Diskussion untereinander schauten die beiden uns an und verschwanden ebenso plötzlich wie sie gekommen waren.
In third bridge wurden wir auch einmal von Löwen belagert. Nicht so extrem wie auf dem Foto hier im thread aber dennoch in Sichtweite. Die Frage war auch: Abendbespassung abbrechen oder ausharren. Wir haben den Mittelweg gewählt und zumindest auf das Braten und Brutzeln von Fleisch verzichtet und sind dann nach ein zwei Gläser Wein ins Bett.
Apropos Wein: was ich für riskanter halte ist der Konsum von Wein & Co am Lagerfeuer. Was da teilweise (meiner Einschätzung nach besonders von amerikanischen Touri-Kollegen) all abendlich weggekübelt wird, da wäre es nicht verwunderlich, wenn Lebensgefahr davon ausgeht, dass regelmäßig die Leute vom Campingstuhl fallen und sich den Kopf aufschlagen..... 😄 😄
Allerdings auch mal ein Beispiel für eine riskante Situation:
Wie bereits gesagt ist es dort am ungefährlichsten, wo die Tiere sich selbst nähern und eigene Entscheidungen treffen. Wir blieben mit Ausfall der Motorelektronik liegen auf der Strecke zwischen Moremi und Savuti, etwa kurz hinter den Khwai Community Camps. Dort hatte vermutlich noch niemand wirklich gecampt. Wir schlugen unser Lager auf und auch hier saßen wir abends am Feuer. Plötzlich fauchte es unüberhörbar unmittelbar in bzw. vor unserem Lager. Der erste Gedanke war an eine Puffotter, welche sich durch das Feuer angezogen fühlte und nun zu unseren Füßen lag. Es war aber nichts am Boden unmittelbar in Fußnähe zu erkennen. Der zweite Gedanke war an einen Elefanten, welcher kurz hinter der Feuerscheingrenze stand und Luft prustete. Aber auch da fanden die Lampen nichts. Da das Fauchen immer heftiger wurde, packten wir ein und gingen Schlafen.
Wie das aber so ist, einer muss scheinbar immer Nachts raus..... Nachdem der werte Mitreisende sein kleines Loch hinter dem Auto gebuddelt hatte und sich entspannt niederließ, blickte er mit herunter gelassener Hose im Lichtkegel der Taschenlampe in die Augen eines Leoparden, welcher wenige Meter fauchend vor im saß. Hals über Kopf hieß es zurück ins Dachzelt, wo er uns leichenblass mit den Worten "Er hätte mich holen können...!" weckte.
Aber auch hierbei zählt: er hätte ihn holen können - er tat es aber nicht!
Auch dem Leoparden war es nun wohl zu viel des Guten und er schlich fauchend, knurrend und brüllend im Anschluss die ganze Nacht bis in die Morgenstunden um das Lager, vermutlich in der Hoffnung, diese komischen Ungetüme vertreiben zu können.
Nachdem wir übrigend ein paar Tage später nach erfolgreicher Bergung erneut an gleicher Stelle vorbeifuhren, saß der Leopard exakt an gleicher Stelle am Tag unter einem Busch. Vermutlich konnte er immer noch nicht glauben, wer da zuvor in sein Revier eine Markierung setzen wollte.... 😎
STsteinbeisser571 Beiträge · seit 200617. Aug. 2013 · #35Mogambo schrieb:Dem Grunde nach ist das Sitzen am abendlichen Feuer bedenkenlos möglich. Gefährlich wird es nur dann, wenn Tiere, wie eben Löwen, Leoparden, Elefanten usw. überrascht werden und daher selbst verängstigt und unbedacht agieren.
Die Situation am Lagerfeuer ist aus Sicht der Tiere allerdings harmlos. Sie allein kommen näher, sie allein bestimmen wie weit sie gehen wollen und kennen ihren immer bereit gehaltenen Fluchtweg. Mit anderen Worten: nicht der Mensch verkürzt unbedacht die Fluchtdistanz, sondern das Tier. Damit dürfte es bei ruhigem und normalen Verhalten am Feuer keinerlei Probleme geben.
Kritisch wird es dann, wenn die Tiere eben überrascht werden. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn man hastig und plötzlich aus einer Buschdusche oder Toilette kommt und plötzlich den Weg mit einem Tier kreuzt. Daher dürfte eher der nächtliche (bzw. gerade in offenen Parks wie in Botswana auch tagsüber) der Toilettengang mit Vorsicht zu genießen sein.
Doch auch hier ist zu bedenken: gecampt wird immer an den gleichen Stellen. Die Tiere wissen um die Plätze und den Trubel, welcher aus ihrer Sicht dort herrscht. Gerade Raubtiere als territoriale Tiere kennen irgendwann "ihre Pappenheimer", sodass kritische Begegnungen schon sehr ungewöhnlich sind, soweit man eine Grundvorsicht beachtet.
In all den Jahren, welche ich vor Ort war, hatten wir oft Löwen, Elefanten, Hyänen in und um die jeweiligen Camps. Im Southgate waren wir Zeugen eines Löwenkampfes mitten im Camp. Nach heftiger unüberhörbar lautstarker Diskussion untereinander schauten die beiden uns an und verschwanden ebenso plötzlich wie sie gekommen waren.
In third bridge wurden wir auch einmal von Löwen belagert. Nicht so extrem wie auf dem Foto hier im thread aber dennoch in Sichtweite. Die Frage war auch: Abendbespassung abbrechen oder ausharren. Wir haben den Mittelweg gewählt und zumindest auf das Braten und Brutzeln von Fleisch verzichtet und sind dann nach ein zwei Gläser Wein ins Bett.
Apropos Wein: was ich für riskanter halte ist der Konsum von Wein & Co am Lagerfeuer. Was da teilweise (meiner Einschätzung nach besonders von amerikanischen Touri-Kollegen) all abendlich weggekübelt wird, da wäre es nicht verwunderlich, wenn Lebensgefahr davon ausgeht, dass regelmäßig die Leute vom Campingstuhl fallen und sich den Kopf aufschlagen..... 😄 😄
Allerdings auch mal ein Beispiel für eine riskante Situation:
Wie bereits gesagt ist es dort am ungefährlichsten, wo die Tiere sich selbst nähern und eigene Entscheidungen treffen. Wir blieben mit Ausfall der Motorelektronik liegen auf der Strecke zwischen Moremi und Savuti, etwa kurz hinter den Khwai Community Camps. Dort hatte vermutlich noch niemand wirklich gecampt. Wir schlugen unser Lager auf und auch hier saßen wir abends am Feuer. Plötzlich fauchte es unüberhörbar unmittelbar in bzw. vor unserem Lager. Der erste Gedanke war an eine Puffotter, welche sich durch das Feuer angezogen fühlte und nun zu unseren Füßen lag. Es war aber nichts am Boden unmittelbar in Fußnähe zu erkennen. Der zweite Gedanke war an einen Elefanten, welcher kurz hinter der Feuerscheingrenze stand und Luft prustete. Aber auch da fanden die Lampen nichts. Da das Fauchen immer heftiger wurde, packten wir ein und gingen Schlafen.
Wie das aber so ist, einer muss scheinbar immer Nachts raus..... Nachdem der werte Mitreisende sein kleines Loch hinter dem Auto gebuddelt hatte und sich entspannt niederließ, blickte er mit herunter gelassener Hose im Lichtkegel der Taschenlampe in die Augen eines Leoparden, welcher wenige Meter fauchend vor im saß. Hals über Kopf hieß es zurück ins Dachzelt, wo er uns leichenblass mit den Worten "Er hätte mich holen können...!" weckte.
Aber auch hierbei zählt: er hätte ihn holen können - er tat es aber nicht!
Auch dem Leoparden war es nun wohl zu viel des Guten und er schlich fauchend, knurrend und brüllend im Anschluss die ganze Nacht bis in die Morgenstunden um das Lager, vermutlich in der Hoffnung, diese komischen Ungetüme vertreiben zu können.
Nachdem wir übrigend ein paar Tage später nach erfolgreicher Bergung erneut an gleicher Stelle vorbeifuhren, saß der Leopard exakt an gleicher Stelle am Tag unter einem Busch. Vermutlich konnte er immer noch nicht glauben, wer da zuvor in sein Revier eine Markierung setzen wollte.... 😎
99% Zustimmung. Dennoch sind natürlich Fälle bekannt, wo z.B. Hyänen kleinere Menschen/Kinder auch am Lagerfeuer angegriffen haben. Daher sollte sicherlich niemand abseits ohne jeden Schutz durch Auto oder Bäume etc. im völligen Freien sitzen. Die Tiere sind eben auch nicht immer ganz 'natürlich', sondern haben z.T. eine (durch die Camperei/Tourismus) angeknaxte Psyche.Zum Glück sind die meisten noch 'normal', daher sitzen wir selbstverständlich auch immer am Feuer 😛
P.S. Der Fall in Mana Pools betraf einen südafrikanischen Touristen, der am Chitake Camp (1 oder 2, wo ein Löwenrudel sein Revier hatte), am späten Abend unbedingt noch duschen mußte. Und nach unserer Erfahrung sind es auch die Südafrikaner, die auf ihren Touren dem Alkohol am intensivsten zusprechen.
steinbeisser
Otji392 Beiträge · seit 200817. Aug. 2013 · #36Könnte man bitte Fullquotes unterlassen?
Würde das Lesen am Handy erleichtern. Danke.
Schläft ein Lied in allen Dingen,
Die da träumen fort und fort,
Und die Welt hebt an zu singen,
Triffst Du nur das Zauberwort.
- Joseph von Eichendorff
DanniThemenstarter370 Beiträge · seit 201106. Okt. 2013 · #37Wir haben jetzt jeden Abend am Feuer gesessen und das auch extrem genossen. Bis auf aufdringliche Hyänen hatten wir auch keine Probleme. Manchmal ist ein Eli gekommen und auch ein Nilpferd hat unseren Platz abends gekreuzt oder auch am Ufer davor Gras gefressen. Unsicher haben wir uns nie gefühlt. Hatten aber auch immer das Auto im Rücken stehen. Wir haben das abendliche Feuer immer extrem genossen und ich hätte darauf nicht verzichten wollen.
Was für mich völlig unverständlich war, war die Tatsache das so viele Leute nach Dunkelheit, teilweise sogar noch um 22.00 Uhr, mit den Taschenlampen zum Ablution Block gelaufen sind. Obwohl man immer drauf hingewiesen wurde nach Dunkelheit nur noch das Auto zu nutzen. Einmal haben wir ein Nilpferd beim Wasser wechseln beobachtet und es wäre fast mit zwei Leuten "zusammengestossen". Ich glaube die haben das noch nicht mal gemerkt. Aber ich fand es schon ganz schön gefährlich....
Viele Grüsse, Danni
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buma831 Beiträge · seit 200906. Okt. 2013 · #38Hallo, alle zusammen,
wir hatten im letzten Jahr im Bape camp (CKGR) einen netten Leoparden gegen 20 Uhr zu Besuch. Er legte sich zu uns -ca. fünf Meter entfernt- und war durchaus freundlich. Da wir uns nicht rührten und lediglich ein paar Fotos schossen, langweilten wir ihn offensichtlich so, dass er sich nach einiger Zeit in die Büsche trollte. Mit Sicherheit hat er uns vorher lange beobachtet.
Wir essen immer kurz nach Einbruch der Dunkelheit und räumen anschließend sofort alles Eßbare und alle Abfälle ins Auto. Ebenso das Grillgitter!
Wir denken, dass große Raubkatzen sich kleinere Beute als erwachsene Menschen aussuchen, wir halten Kinder daher für sehr gefährdet.
Viele Grüße
Marga
PApaulinchen475 Beiträge · seit 201209. Okt. 2013 · #39Hallo,
Ich finde es ein interessantes Thema, gerade auch wenn man nicht so erfahren ist im Umgang mit Tierbesuchen am Lagerfeuer.
Wir waren oft in der Einsamkeit Australiens und überhaupt in der Wildnis vieler Länder, aber Afrika ohne Zaun ist schon etwas Besonderes.
Letztes Jahr hatten wir im Moremi Premiere, nachdem wir im sicher umzäunten camp Etosha die Löwen brüllen hörten.
In Xakanaxa hatten wir unser Lagerfeuer entfacht und es uns gemütlich gemacht. Um 20 Uhr waren wir allein auf dem Platz, alle camper hatten sich in ihre Fahrzeuge verzogen.....mm...machen wir gerade etwas falsch, fragten wir uns?
Ein rupfendes Geräusch neben uns zeigte den Elefanten in aller Gemütsruhe, einige Minuten später konnten wir 10 m neben uns den popo eines Nilpferds im Lichtkegel sehen.
ehrlich gesagt, es war etwas viel Tier in sehr kurzer Zeit und kein camper war mehr zu sehen.
Mit dem gemütlichen Background unseres Fahrzeugs tranken wir den Wein aus, ließen das feuer runterbrennen und sind für unsere Verhältnisse sehr früh um 21 Uhr ins Dachzelt gekrabbelt.
Nachts nochmal 1 Std. wach gelegen und sehr entferntem Löwengebrüll zugehört.
Es ist gewöhnungsbedürftig, aber so reizvoll, dass wir diesen November es vertiefen möchten.
Aber was ist riskant und was ist ok? Ich frag mich das ehrlich gesagt auch, mir fehlt die Erfahrung.
besser früh zurückziehen und den Tagesrhythmus verändern ( sitze gern länger am Feuer ) oder was gibt mir ein gutes Gefühl?
Vielen Dank für eure Erfahrungen.
lg
paulinchen
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200609. Okt. 2013 · #40paulinchen schrieb:Um 20 Uhr waren wir allein auf dem Platz, alle camper hatten sich in ihre Fahrzeuge verzogen.....mm...machen wir gerade etwas falsch, fragten wir uns?
Ein rupfendes Geräusch neben uns zeigte den Elefanten in aller Gemütsruhe, einige Minuten später konnten wir 10 m neben uns den popo eines Nilpferds im Lichtkegel sehen.
... Flusspferde sind unberechenbare Tiere. Auch wenn die so träge aussehen, sind die schneller als der schnellste Mensch und erreichen 40-45 km/h bei einer unglaublichen Beschleunigung.
So lange es Dich nur mit dem Arsch anschaut, hat es Dich nicht bemerkt oder Du bist ihm egal. Das kann sich aber schnell ändern. Schaut es Dich jedoch an und reißt das Maul auf, ist das als Drohung zu verstehen. Dann ist Rückzug angesagt.
Aber auch ein scheinbar harmlos grasendes Flusspferd kann sich in Sekundenbruchteilen in eine unkalkulierbare Gefahr verwandeln. Ich habe mal nachts ein grasendes Flusspferd beobachtet, das mit dem Hinterbein auf einen kleinen Ast getreten ist. Das leise Knacken des Astes hat es so erschreckt, dass es sofort in Richtung See gespurtet ist. Das gesamte Ufer des Sees war unbewachsen mit Ausnahme eines ca. 4m breiten und 3m hohen Gestrüpps auf dem direkten Weg. Das dämliche Vieh ist ungebremst durch das Gestrüpp gestürmt. Wenn man sich im Fluchtbereich eines solchen Tieres befindet, sollte man den Platz räumen.
Gruß
Wolfgang
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