Christian S.Themenstarter216 Beiträge · seit 200929. Juni 2013 · #1Guten Morgen!
Ich moechte hier mal einen Versuchsballon starten.
Namibia ist ja ein beliebtes Urlaubsziel, und viele der Besucher fotografieren viel, das sieht man ja auch an den tollen Fotos hier im Forum. Ich wuerde mich jetzt auf Antworten zu den folgenden Fragen freuen:
- Wenn es hier in NAM eine zuverlaessige Firma gaebe, die Fotoausruestung vermietet, wuerdest Du generell Interesse an einem solchen Angebot haben?
- Falls ja, welche Ausruestungsgegenstaende waeren von Interesse?
- Welche dazugehoerigen Dienstleistungen wuerdest Du Dir wuenschen?
Ich freue mich auf Euren Input!
Truebe und (wetterbedingt) kuehle Gruesse aus Swakopmund,
Christian
Tiefflieger35 Beiträge · seit 201229. Juni 2013 · #2Hallo Christian,
ich denke, daß es sicher einen Markt für Leihequipment gibt. 🙂
Aus meiner Sicht, wäre eine Auswahl an guten Objektiven für div. Anschlüsse (Nikon,Canon,Sony) interessant. Insbesondere fallen mir gute Teleobjektive ( eben nicht die Strandard 75-300 Gurken ) und lichtstarke Standardbrennweiten ein.
Was in Namibia halt auch ein Thema ist, ist die Reinigung des Sensors aufgrund von Staubablagerungen. Viele trauen sich nicht das Gehäuse auszublasen oden den Sensor zu reinigen. Die Sensorreinigung ist aus meiner Sicht als Dienstleistung sicherlich interessant.
Viele Grüße nach Swakobmund
Thorsten
GUGuido.Gast29. Juni 2013 · #3Hallo,
Christian S. schrieb:Wenn es hier in NAM eine zuverlaessige Firma gaebe, die Fotoausruestung vermietet, wuerdest Du generell Interesse an einem solchen Angebot haben?
Das wird vor allem eine Frage des Preises sein. In Nordamerika ist das Mieten von Equipment recht verbreitet. In Deutschland gibt es auch entsprechende Angebote. Die Preise sind sehr deutlich höher als in den USA und die Nachfrage (zumindest von Privatkunden) ist glaube ich sehr überschaubar. Benötigtes Equipment vor der Reise (eventuell gebraucht) zu kaufen und nach der Reise wieder zu verkaufen, ist häufig finanziell viel attraktiver als mieten.
Christian S. schrieb:- Falls ja, welche Ausruestungsgegenstaende waeren von Interesse?
Ich vermute am ehesten Objektive mit Brennweiten über 300mm. Sowas hätten viele gern für Tierfotos bei einem Afrikatrip, brauchen das ansonsten in der Heimat aber das ganze Jahr über nicht. Sich vor Ort einen Body auszuleihen, mit dem man null Erfahrung hat, macht glaube ich wenig Sinn.
Standort müsste wohl zwingend Windhoek sein, wo die meisten ankommen.
Beste Grüße
Guido
Mac73271 Beiträge · seit 201029. Juni 2013 · #4Hallo,
ich sehe das ganz genauso wie meine Vorschreiben. Ich würde mich also für Teleobjektive begeistern können jenseits der 300mm. Ich habe mich interessiert ein 50-500 Sigma zu leihen, aber bei drei Wochen hätte ich mir das Objektiv selber kaufen können bei deutschen Angeboten... 🙁
Vielleicht wären noch Stative interessant. Alles muss natürlich in Windhoek abgeholt werden können.
Service können noch Sicherung der Daten/ Bilder für unterwegs sein.
Akku und Speicherkarten Verkauf.
Gruß,
Marcus
Eulenmuckel2'097 Beiträge · seit 200629. Juni 2013 · #5Hallo Christian,
das ist ein sehr interessantes Thema. Ich halte dies für eine echte Marktlücke im südlichen Afrika. Auch wir fotografieren sehr viel und gerne in Namibia und verwenden unsere Fotoausrüstung praktisch nur während des Urlaubs. Das gilt besonders für die langen Brennweiten.
Wie Guido auch geschrieben hat, würden Fotografen wahrscheinlich am ehesten Objektive mit langen Brennweiten ausleihen. Wir hatten in der Vergangenheit auch schon mal geschaut, was so etwas in Deutschland kosten würde. Hier sind die Preise aber sehr hoch. Auch wenn die Tagesrate niedriger wird, wenn man länger mietet, kann man sich es kaum leisten, ein großes Objektiv für vier Wochen mit nach Namibia zu nehmen. Das Ausleihen vor Ort hätte den Vorteil, dass man es nicht so weit transportieren müsste und auch nur für einen kürzeren Zeitraum, z. B. den Aufenthalt in einem Nationalpark, mieten könnte.
Kamerabodys zu verleihen, halte ich auch für nicht ganz so wichtig, höchstens als Ersatzgerät bzw. Zweitgerät, um Objektivwechsel zu vermeiden.
Ein wichtiger Punkt an der Sache ist sicher der sorgfältige Umgang mit den Geräten. Auch wenn sich Objektive beim Gebrauch nicht besonders abnutzen, ist es sehr wichtig, dass die Mieter mit den Sachen ordentlich umgehen. Bei der Rückgabe müsste daher zweifelsfrei festgestellt werden, dass die Sachen in Ordnung sind bzw. der Mieter für Beschädigungen haften muss. Ob es dafür eine passende Versicherung gibt bzw. was diese kosten würde, weiß ich nicht. Vielleicht ist dies auch der Grund für die hohen Mietpreise in Deutschland.
Sensorreinigung halte ich auch für eine prima Dienstleistung. Gute Orte für das Vermieten wären Windhoek oder ein Ort in der Nähe des Etosha. Ich könnte mir vorstellen, dass viele Touristen sich gerne mal eine große Festbrennweite oder ein großes Telezoom für zwei Tage im Etosha ausleihen würden. Für so eine kurze Dauer könnte der Mietpreis dann auch ähnlich zu Deutschland sein.
In Kasane auf dem Chobe haben wir vorletztes Jahr ein Boot gesehen, auf dem schon vorinstallierte Drehstative mit Sitzen und großen Teleobjektiven montiert waren. Die Gäste bringen lediglich ihren Fotoapparat mit und können während der Fahrt in alle Richtungen fotografieren. So in der Art könnte man das auch für Gamedrives mit Autos anbieten, also eine Kombination aus geführtem Gamedrive und Fotoausrüstung.
Bestimmt würden sich viele Leute, die mit der Anschaffung eines großen Objektivs liebäugeln, gerne mal eines ausleihen, um für sich festzustellen, ob sie mit der Handhabung zurechtkommen bzw. ob sie damit die gewünschten Ergebnisse erzielen können. Vor Ort in Afrika ist das ja immer noch ein bisschen anders als "auf dem Trockenen" zu Hause.
Viele Grüße,
Uwe
GUGuido.Gast29. Juni 2013 · #6Hallo,
Eulenmuckel schrieb:Hier sind die Preise aber sehr hoch. Auch wenn die Tagesrate niedriger wird, wenn man länger mietet, kann man sich es kaum leisten, ein großes Objektiv für vier Wochen mit nach Namibia zu nehmen.
Um mal ein Beispiel zu nennen: Für ein Canon 600/f4 (alte Version) werden bei 3wöchiger Anmietung in Deutschland ca. 1.300 EUR aufgerufen. Da sinkt das Interesse bei den meisten sicher gen null. Bei mir auch.
Eulenmuckel schrieb:Bei der Rückgabe müsste daher zweifelsfrei festgestellt werden, dass die Sachen in Ordnung sind bzw. der Mieter für Beschädigungen haften muss.
lensrentals.com dürfte einer der größten Anbieter in Nordamerika sein. Da wird jedes Objektiv nach der Rückgabe nicht nur optisch inspiziert, sondern jedes mal neu mit Imatest durchgemessen. Ich weiß nicht, ob ein kleiner Anbieter in Namibia sowas leisten könnte?
Eulenmuckel schrieb:In Kasane auf dem Chobe haben wir vorletztes Jahr ein Boot gesehen, auf dem schon vorinstallierte Drehstative mit Sitzen und großen Teleobjektiven montiert waren. Die Gäste bringen lediglich ihren Fotoapparat mit und können während der Fahrt in alle Richtungen fotografieren.
Das ist Pangolin-Photo-Safaris. Die stellen nicht nur die Tele-Objektive sondern auch die Bodies (Nikon D7000). Man kann aber auch eigenes Equipment mitbringen und bekommt dann ein bisschen Rabatt. Die betreiben auch den Photo-Bunker im Senyati Camp.
http://www.pangolinphoto.com/Beste Grüße
Guido
Mogambo566 Beiträge · seit 201329. Juni 2013 · #7Hallo @ all, bin neu hier und will gleich mal mit Senfzugabe einsteigen 😛
Dem Grunde nach tatsächlich ein interessante Idee. Das würde nicht nur bezogen auf einen Objektiverleih, sondern auch auf den Verleih der eigentlichen Kamera Erleichterung bringen, da das ganze Fotozeugs bei der Anreise dann doch einen ziemlich großen Anteil im Gepäck einnimmt.
Wie allerdings schon angeklungen, wäre aus meiner Sicht für den jeweiligen Anbieters entscheidend, welche Preise überhaupt realistisch verlangt werden können. Das ist aus zweierlei Gesichtspunkten entscheidend:
zum einen dürfte für eine Mietzeit von durchschnittlich wohl 2-3 Wochen der Preis nicht so hoch sein, dass ich als Reisender es nicht hätte auch selbst kaufen können. Zum anderen muss der Preis für den Anbieter aber so hoch sein, dass die relativ kurze Lebenszeit des vermieteten Equipments durch Staub, Hitze und unsachgemäßen Umgang aufgefangen wird. Es wäre wenig geschäftsdienlich, wenn die jeweiligen Gerätschaften nach 2-3 Ausleihen bereits unbrauchbar wären und der Kaufpreis durch die Vermietung noch nicht rein gekommen ist.
Gerade auf die Befindlichkeiten und Vorlieben der einzelnen Fotografen bezogen stellt sich mir die weitere Frage, wie groß die bereitzuhaltende Geräteauswahl sein soll. Ist das realistisch wenn ich bedenke, der Großteil beschränkt sich auf die Objektivausleihe, jedoch hierfür etliche verschiedene Kameratypen existieren, die untereinander nicht immer kompatibel sind? Mit Blick auf den genannten hohen Verschleiß erscheint auch das für einen nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg, sagen wir mal, eher schwierig.
Also im Ergebnis sicher eine gute Idee, deren Nutzung ich selbst für mich nicht ausschließen würde. Ganz im Gegenteil. Ob das aber wirtschaftlich sinnvoll für beide Seiten zu bewerkstelligen ist, dürfte zumindest fraglich sein.
Christian S.Themenstarter216 Beiträge · seit 200929. Juni 2013 · #8Hallo zusammen!
Vielen Dank schon mal fuer die Rueckmeldungen!
Bisher geht das ziemlich genau in die Richtung, die ich erwartet hatte, sprich lange Brennweiten, Teleconverter etc., Sachen, die man sich nicht fuer ein paar Wochen Urlaub extra anschafft. Gescheite Stative waeren sicher noch ein Thema, denn im Koffer nehmen die doch ordentlich Platz weg.
Aus meiner Sicht muesste das Equipment auf jeden Fall versichert sein. Das erhoeht natuerlich den Preis, aber ist sicher auch der Seelenruhe zutraeglich. Eine ordentliche Ueberpruefung, Reinigung etc. nach Abgabe ist klar. Guido, dass jedes Mal eine genaue Messung der Linse durchgefuehrt wird, ist hier sicher nicht realistisch. Ich bin ziemlich sicher, dass es die Ausruestung dafuer hier im Land ueberhaupt nicht gibt. Testen auf Schaerfe sollte aber drin sein.
Dass die Uebernahme in Windhoek moeglich sein muss, ist klar, weitere Orte waeren ein Plus. Moeglicherweise waere es interessant an einem Ort das Equipment zu uebernehmen und woanders wieder abzugeben?
Dass Sensorreinigung ein Thema ist, sehe ich auch. Aber bringt es was, wenn das in Windhoek stattfindet? Fuer die meisten ist dort doch nur Start- und Endpunkt der Reise.
Danke noch mal und viele Gruesse,
Christian
RB224 Beiträge · seit 201329. Juni 2013 · #9Hallo Christian,
ich könnte mir vorstellen, das gerade die Exoten unter den Objektiven für den engagierten Hobbyfotografen oder Semi-Profi interessant seinen dürften.
Dazu gehören aus meiner Sicht natürlich die großen Telebrennweiten jenseits der 400mm. Die Linsen sind für die meisten Menschen unerschwinglich teuer. Im 400er Bereich springt der Preis von mehreren hundert auf mehrere Tausend EURO. Und das Gewicht verdreifacht sich plötzlich.
Ich denke, gerade vor dem Hintergrund der wachsenden Schar der Vogelfotografen sind Brennweiten von 400 bis 800mm schon eine Überlegung wert.
Das gilt im gleichen Zuge auch für Spektive.
Aber auch das andere Extrem im Superweitwinkel, Fisheye oder T/S- Bereich könnte nachgefragt werden. Das sind alles Linsen, die sich kaum ein Amateur auf Lager legt, weil sie einfach für ihre eingeschränkte Anwendung zu teuer sind.
Schwere Stative, für die Fluggäste aus Übersee zur Entlastung des Gepäcks.
Auch interessant finde ich so eine Art Power-Akku als Ladestation für die ganzen Kamerabatterien.
Und wie wäre es, wenn Klient die Möglichkeit bekommt, zu gewissen Aktivitäten bei einem Safari-Unternehmen ein Objektiv mitzumieten. Nach dem Motto: Buchen Sie einen Bird-Watch und mieten Sie ein 500er Tele günstig dazu.
Und die hier mehrfach zitierte Reinigung der Kamerasensoren findet mein größtes Interesse. Windhoek ist ja nicht nur Anfang und Ende einer Reise, sondern manchmal auch noch Zwischenstopp bei längeren Aufenthalten. Ich würde mich freuen, wenn mir jemand die halbe Kalahari aus der Kamera entfernen könnte, während ich bei einer Tasse Dosenbier warte.
LG, RB
mike303284 Beiträge · seit 201329. Juni 2013 · #10Hallo Christian,
gute Idee, das Meiste ist schon mal gesagt worden, hier mal meine Wunschliste (für die gängigen 2-3 Hersteller):
- Stativ (vor Ort geliehen, muss es auch weder besonders klein noch leicht sein, da die meisten eh mit dem Auto unterwegs sind)
- dazu evtl. verschiedene Schnellwechselplatten
- Bohnensack oder ähnliche Lösung fürs Fotografieren aus dem Auto
- Telezoom im Bereich >300mm, z.B. Sigma 50-500, Nikon 80-400 / 200-400, Canon 100-400, ...
- lichtstarke Festbrennweiten ab 300mm
- SLR-Gehäuse
- evtl. aber auch Standardobjektive (z.B. 24-120 oder 16-85) als Ersatz bei Verlust
- Spannungswandler zum Akkus laden im Auto
- Akkus
- Speicherkarten bzw. Sicherungslösungen
Dienstleistungen:
- Reinigung von Kamera + Objektiv, speziell Sensorreinigung
- Bringdienst für beondere Fälle, z.B. bei Verlust / Beschädiung von Equipment (kann natürlich nicht ganz billig sein)
Gruß
Michael
ALalpha_kilo47 Beiträge · seit 201330. Juni 2013 · #11Hallo,
wenn ich mal annehme, das die Mietkosten (Vermieter und Mieter) bei entsprechender Qualität nicht weit auseinander liegen können, dann wäre mir persönlich lieber, ein Objektiv nur für einige Tage z.B. Für einen der Nationalparks auszuleihen, also dort vor Ort - bei Ausleihe unf Rückgabe in Windhook wäre ja sonst der ganze Reisezeitaum zu mieten.
Ich persönlich werde mir wohl eine Bridgekamea mit langem Tele zulegen. Das dürfte bei 3-4 Wochen günstiger sein, als eine Miete und diese Kameras erreichen Brennweiten, die auch mit Konvertern kaum zu erreichen sind (oder nur bei sehr teuren Objektiven).
Ein Stativ für den gesamten Zeitraum zu mieten könnte ich mir gut vorstellen. Ich denke, da ist die Chance für Beschädigungen geringer oder die Reparatur günstiger (es scheint sogar recht brauchbare preiswerte Holzstative zu geben).
Ich werde bis dahin wohl mein Uralt-Stativ mitschleppen, dazu den Sack für die Bohnen (ich hoffe durch namibische habe ich keine Einbussen bei der Bildqualität 😉 und die Bridge-Kamera kaufen.
Viele Grüsse,
Andreas
phoehsl39 Beiträge · seit 201001. Juli 2013 · #12Ich glaube nicht das die Tourismusbranche eine gute Zielgruppe für die Vermietung von Fotoausrüstung ist. Teure Objektive sind auch im Verleih teuer. Ein Nikon 400mm 1/2.8 zB kostet hier in Kapstadt ca. R1600-R1700 am Tag. Auf 4 Wochen hochgerechnet ist das schon fast der halbe Kaufpreis (was im Verhältnis für Geräte aller Preisklassen gilt). Als Vermieter kann man die Sachen auch nicht zu preiswert anbieten weil sich ja sonst das Ganze nicht lohnt. Billigere Geräte sind natürlich auch billiger in der Vermietung aber bei 3 - 4 Wochen stellt sich mir die Frage ob ich mir dann nicht doch ein Teil kaufe und nach der Reise wieder verkaufe. Das kommt insgesamt bestimmt günstiger.
Das mieten solcher Geräte lohnt sich nur im professionellen Bereich über 1 - 2 Tage wenn zB ein Auftrag das ganze bezahlt. Ich glaube auch das auf Reisen viele (und da schließe ich mich ein) lieber ein günstigeres aber dafür eigenes Objektiv od. eigene Kamera verwenden als ein teures Gerät für den Privatgebrauch zu mieten.
LG, Peter
Grüße aus Hout Bay,
Peter
www.peterhoehsl.com