Selbstfahrer plant Namibia-Runde 21 Tage Mai/ Juni

14 Antworten · 3'773 Aufrufe · gestartet 09. Apr. 2013 von Typenradler
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Themenstarter72 Beiträge · seit 201309. Apr. 2013 · #1
Hallo Ihr Namibia-Kenner,

nachdem wir zunächst den gleichen Fehler wie fast alle Namibia-Erstbesucher gemacht und uns zuviel vorgenommen haben (wir hatten gedacht, wenn wir organisiert reisen, kann es ruhig etwas mehr sein, wir müssen ja nicht selbst fahren), denken wir inzwischen etwas anders, auch dank „Lilytrotter“. Siehe auch: http://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/274993-reisetips-fuer-namibia-botswana-vict-faelle-mai-13.html

Wir haben einen Direktflug gebucht, Ankunft Winhoek 21.05 und bei Africantracks einen Toyota Hilux Camper VAN gemietet für drei Wochen bis einschließlich 10.06. Abflug 11.06. Die holen uns kostenlos vom Flughafen ab. Da wir schon sehr früh morgens ankommen, und es reibungslos klappen könnte mit der Übergabe des Campers am Vormittag, haben wir vielleicht Lust, uns schon am ersten Tag auf guter Strecke abwechselnd jeder 1-2 Std. einzufahren? Oder sind wir so müde von dem Flug, dass wir gleich erstmal in oder direkt bei Windhoek ausschlafen wollen. Das wollen wir offen lassen.

Hat jemand einen Link für die jeweils aktuelle Flugverspätung bei Air Namibia?
Wenn ich nur schon vor der Buchung die grottenschlechten Bewertungen dieser Fluggesellschaft gelesen hätte, wäre ich sicher mit einer anderen geflogen. Da scheinen die Vorteile eines Direktfluges ja durch die Nachteile schlechter, unzuverlässiger und dazu noch teurer Flüge zunichte gemacht zu werden?

Wir sind inzwischen zu dem Ergebnis gekommen uns allein auf Namibia zu konzentrieren, ohne Botswana-Abstecher. Wir dachten an die Runde: Fish River-Sesriem-Swakobmund - Spitzkoppe-Etoscha - Waterberg Plateau – Windhoek. Das ist von der Zeit her schon ziemlich knapp bemessen, so dass wir überlegen, ob wir am ersten Tag nicht doch schon ein Stück weit fahren, obwohl davon abgeraten wird, denn wenn wir schon um 05:30 Uhr am Flughafen ankommen und dort von unserem Autovermieter abgeholt werden, haben wir eigentlich keine Lust, nach dem Einkaufen noch lange in Windhoek herumzuhängen. Wir machen das von unserer körperlichen Verfassung am Ort abhängig.

Nun habe ich mit Hilfe von BaseCamp, der Garmin-Namibia-Karte, der Forumsbeiträge, auch der von Thomas Richters Camping-PDF-Liste und zwei Namibia-Führern: Reise-Know-How und Dumont, mal eine Detailplanung gemacht. Die Route ist auch fertigt. Ich habe noch nicht herausgekriegt, wie man die aus Base Camp rauskopiert und hier als Anlage ins Forum stellt.

Ich habe mich dabei bemüht, die km pro Tag nicht zu hoch anzusetzen, damit morgens und abends noch Zeit für Unternehmungen am Ort bleibt. Mehrere Übernachtungen an einem Ort haben wir aber noch nicht eingeplant, dass wollen wir dem Umstand überlassen, ob es uns wo besonders gut gefällt oder wenn es mal nötig wird.

Als ich bei der Feinplanung in Swakopmund angekommen bin und gemerkt habe, dass ich bereits 14 Tage verplant habe und nur noch 1 Woche für unsere Ziele nördlich Swakobmund übrig bleiben, habe ich mir noch Alternativen überlegt für den Fall, dass wir den nördlichen Teil auf später verschieben. Eine Woche ist eigentlich zu wenig Zeit ist um die Spitzkoppe, Ameib, Etosha und den Waterberg in Ruhe abzufahren. Andererseits könnten wir die eine Woche, selbst wenn wir nur im Süden bleiben gut gebrauchen, denn wir haben nirgendwo zwei Übernachtungen eingeplant, Lüderitz und Windhoek noch gar nicht berücksichtigt.

Mir ist bewusst, dass ich die Planung ziemlich eng gemacht habe. Wenn also irgendwelche Pannen o. ä. dazwischen kommen, werden wir einfach im südlichen Teil länger bleiben.

Wir könnten natürlich auf die Fish River-Canyon-Runde verzichten und nach Naukluft und Sossusvlei gleich über Swakobmund Richtung Norden zu fahren, wie die meisten Touris.
Da für mich aber die Fahrt am Oranje entlang besonders verlockend erscheint, werden wir die wohl machen, selbst wenn dadurch der Norden mit Etosha ausfallen müsste.

Wer weiß, wie die Strecke zwischen Aussenkehr und Rosh Pinah C13/D212 momentan befahrbar ist?
Wie lange Zeit braucht man für eine gemütliche Fahrt mit 4x4? Reicht ein Tag für die Strecke Ai-Ais nach Rohs Pinah? Besonders interessiert uns die Abkürzungs-Strecke durch das Flussbett des Gamchab. Ist die Fahrt durch das Rievere des Gamchab schon ab Cattle Grid (Aussenkehr Border) oder erst ab der Abzweigung nach rechts beim Mt. Gamkabmond zu empfehlen? Auch die Durchfahrt durch die Flussdeltamündung des Fish Rivers in den Oranje ist problemlos mit einem 4X4 Hilux zu meistern? Im Thomas Richter Forum lasen wir:“ Die D207 nach Aussenkehr/Rosh Pinah ist in supergutem Zustand“. Leider steht da nicht wann das war.

Dafür, uns zunächst einmal nur auf den Süden Namibias zu konzentrieren spricht, dass wir mit mehr Zeit dort sicher einen schöneren, vollständigeren Eindruck von diesem Landesteil bekommen.
Dagegen spricht, dass wir im Sommer bereits das 69ste Lebensjahr vollenden und wir nicht wissen, wie lange wir noch die Kraft und Energie aufbringen für eine weitere gemeinsame große Reise nach Namibia. Erschwerend kommt noch hinzu, dass meine Frau gar nicht gern reist und es mir jedes Mal viel Mühe kostet, sie erneut zu einer so weiten Reise zu überreden.
Ich will damit sagen, dass es ungewiss ist, ob wir überhaupt noch mal nach Namibia kommen. Sonst würde es mir relativ leicht fallen, weitere Landesteile und Botswana einfach auf spätere Jahre zu verschieben, wie man das als junger Mensch leicht tun kann.

Natürlich erwarte ich hierzu keine Ratschläge, dass müssen wir letztlich selbst entscheiden.
Solltet Ihr jedoch Tipps für eine besonders schöne Lodge oder Campingplatz am Wege haben oder die eine oder andere Route anders wählen, lasse ich mich gern noch korrigieren für eine Verbesserung meiner Pläne. Wenn eine Lodge am Wege besonders schön liegt, wäre das sicher auch mal eine gute Abwechslung vom Campen.

Der Vollständigkeit halber sei mitgeteilt, dass wir die „Top Fifes“ und viele Wildtiere bereits in Kenia gesehen haben, daher in Sachen Tiere also keinen Nachholbedarf haben. Sonst hätten wir wohl Richtung Etoscha angefangen mit der Reise. Unsere Reiseschwerpunkt liegt eher darauf großartige neue Landschaften kennenzulernen. Diese lassen sich im Norden, man denke nur an das Kaokoland, sicher auch finden, nur ist dieser Landesteil für 4weel-Drive-Neulinge nicht so leicht erreichbar wie der Süden.

Auch das Argument des um diese Jahreszeit von Süden her langsam heraufziehenden Winters und der damit verbundenen geringeren Malariagefahr später im Norden bewog uns, die Reise von Süd nach Nord zu planen. So brauchen wir wahrscheinlich keine Malariaprophylaxe.

Wir werden uns also spätestens im Namid-Naukluft-N.P. entscheiden, ob wir dort bleiben oder zurück nach Windhoek fahren, um noch den Abstecher zum Etoscha und zum Waterberg-Plateau zu schaffen oder noch die Runde über Swakopmund machen.

Im Forum gibt es unterschiedliche Meinungen zur Vorreservierung.
Manche raten unbedingt vorher zu reservieren, andere wieder sagen, in der Nebensaison Ende Mai, Anfang Juni kann man das Risiko nicht reserviert zu haben ruhig eingehen, sie hätten überall noch was bekommen, selbst in Sesriem und Etoscha. Bitte schreibt mir Eure Erfahrungen, wenn Ihr im Mai Juni als Selbstfahrer mit Camper unterwegs ward?
Wir haben schließlich unseren Schneckenhaus-Camper dabei für den Notfall.
Wenn wir uns nun schon entschlossen haben auf eigene Faust zu reisen, möchten wir auch gern die Vorteile nutzen länger zu bleiben wenn es uns gefällt oder schneller weiterzufahren wenn es uns eben nicht gefällt.

Wie ist die Erfahrung kurzfristiger, telefonischer Buchung, sobald man absehen kann, wann man am Wunsch-Ort (Camp oder Lodge) ankommt? Schließlich gibt es im Namibia GPS-Kartenmaterial und guten Führern viele Infos mit Telefonnummern der Campground-Anbieter. Da ist allerdings die Frage, ob man dann Handy-Empfang hat auf der Strecke vorher von unterwegs. Das beim Autovermieter gemietete Satelliten-Telefon möchten wir eigentlich nur für Notfälle nutzen.

Ach für die Permits für die Parks haben wir noch keine Lösung gefunden. Da muss man sich auch schon vorher auf die genauen Tage festlegen bei der Reservierung in Windhoek? Da wir jedoch noch gar nicht genau wissen ob, und wenn ja, wann wir in welchem Park eintreffen, ist das schwierig. In Kanada/USA haben wir uns einen Jahrespass für alle Parks gekauft. Da war es egal, wann wir dort eintrafen. Wie ist das in Namibia?

So, nun genug der viele Fragen und Informationen. Ich hoffe ich habe das Forum damit nicht überfordert. Wer nun immer noch nicht genug hat von meine Planungen zu verfolgen und mir bei der Detailplanung behilflich zu sein, der kann gern die Anlage öffnen, wo ich die einzelnen Tage mit den jeweiligen Alternativen für mich aufgeschrieben habe.

Liebe Grüße an das Forum
Typenradler
📎 NamibiaReiseplanungab21.Mai201321Tageunterwegdetailiert.pdf
zuletzt bearbeitet 09. Apr. 2013
33,1k Beiträge · seit 200609. Apr. 2013 · #2
Hallo Typenradler,

das ist aber mal ein laaanger Beitrag 😉

Ich versuche mal Deine Fragen rauszupicken:

- "Hat jemand einen Link für die jeweils aktuelle Flugverspätung bei Air Namibia?" Nee, wieso sollte man die jetzt schon für Mai wissen? Du kannst dann ja am Abflugtag auf der Website des FRA-Flughafen schauen.... nur dann solltest Du eigentlich schon zum einchecken dort sein?! Verstehe die Frage nicht. Normalerweise hat Air Namibia im Regelbetrieb keine Verspätung. Gerade ist meine Familie nach Deutschland geflogen. Fazit zu Air Namibia: über-pünktlich, extrem freundlicher, aufmerksamer Service, gutes Essen - es handelt siuch um Vielflieger mit 200.000+ Meilen im Jahr und waren von AN sehr positiv angetan.

- "denn wenn wir schon um 05:30 Uhr am Flughafen ankommen und dort von unserem Autovermieter abgeholt werden, haben wir eigentlich keine Lust, nach dem Einkaufen noch lange in Windhoek herumzuhängen. Wir machen das von unserer körperlichen Verfassung am Ort abhängig." Müsst ihr ja selber wissen, aber es wird ja nicht ohne Grund von langen Fahrten am Ankunftstag abgeraten. Übrigens gibt es in Windhoek auch einiges interessantes zu sehen/erleben.

- "Bitte schreibt mir Eure Erfahrungen, wenn Ihr im Mai Juni als Selbstfahrer mit Camper unterwegs ward?" Es schadet nie Highlights wie Sesriem/Sossusvlei und Etosha vorzuresevieren. Gerade auch im Mai!

- Ich würde immer 2-3 Tage vorher bei meiner Wunschunterkunft anrufen und reservieren. Fahrt nicht mit dem letzten Tageslicht zu eine Unterkunft, die dann womöglich ausgebucht ist! Alternativen können hunderte Kilometer entfernt sein und Nachtfahrten sind ein "No-Go". Trummis Liste ist emfepehsnwert. Ein GPS sowie Satelitentelefon braucht ihr nicht.

- "Ach für die Permits für die Parks haben wir noch keine Lösung gefunden": http://www.travel-namibia.com/permit/


Im übrigen würde ich in drei Wochen folgende Runde vorschlagen: Windhoek - Kalahari - Fishriver-Canyon - Lüderitz - D707 - Sesriem/Sossusvlei - Naukluft - Swakopmund - Erongo/Damaraland - Etosha - Waterberg

Sonnige Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
4'129 Beiträge · seit 200810. Apr. 2013 · #3
Hallo, Typenradler!


Alle Achtung! Da hat aber einer seine Hausaufgaben gemacht! – wenn ich das mal so locker sagen darf. Ich glaub ich hab hier noch nie eine so detailliert ausgearbeitete Reiseplanung gesehen, - und das ohne sich festzulegen!
Kompliment.
Ihr habt euch echt sehr viel durchgelesen und sehr viel bedacht!
Erst mal zu deinen Fragen hier im Thread, - deinen Entwurf zu Reiseplanung habe ich noch nicht ganz durchgeackert, hab aber schon mal angefangen.

Also:
Wunderbar, Flug und Fahrzeug sind in trockenen Tüchern.
Gut finde ich, dass ihr euch nie unter Zeit- und Strecken druck setzt. Ihr werdet sehn, wie es euch am ersten Tag dort geht. Wir würden nie am Ankunftstag lange Strecken fahren, gegen 1-2 h ist sicher nix einzuwenden, wenn man sich nicht müde fühlt. Wir sind am ersten Tag immer müde und bleiben zur Nacht in der Stadt, - auch falls man am nächsten Tag noch was zu erledigen hat.


Wer weiß, wie die Strecke zwischen Aussenkehr und Rosh Pinah C13/D212 momentan befahrbar ist?
Aktuelles kann ich dir leider nicht sagen. Über den Fishriver gibt es m.W. eine neue Brücke, die nicht mehr jährlich flutbedingt Schaden nimmt, also dürfte es keine Probleme dort unten geben.
Wie lange Zeit braucht man für eine gemütliche Fahrt mit 4x4? Reicht ein Tag für die Strecke Ai-Ais nach Rohs Pinah?
Die Strecke am Fluss entlang (durch den Park) ist recht hübsch, mit einigen Fotostopps rechne einen halben Tag.
Allgemeiner Tipp: Gehe hier im Forum zum Menüpunkt: Karten. Dort auf der T4A Karte stehen an jeder Strecke auch die Fahrzeiten. So orientieren wir uns bei der Planung auch immer.

Den Gamchab könnt ihr mit dem Hilux sicherlich fahren. Wir haben ihn derzeit aus Zeitgründen nicht gemacht (wir mussten von Westen kommend, an der unterspülten Fishriver Brücke umdrehen und den ganzen Weg über Rosh Pinah wieder hoch...). Aber ich habe hier noch nie von Problemen im Mai auf der Strecke durch den Gamchab gelesen.
Direkt an der Strecke am Oranje übernachten ist nicht, - ab ungefär Gamchab ist bis Sendlingsdrif Nationalpark. Übernachtung entweder im Gamchabtal oder ihr müsst am Oranje wieder ein Stückchen nach Osten, dort gibt es Lodges mit Campsites

Zum Buchen der Campsites: Ich denke ihr liegt da durchaus richig, wenn ihr Buchungen telefonisch einen bis 2 Tage vorher macht. Selbst wenn alle Plätze besetzt sein sollten gibt es meist sog, „Overflow“ Platze. Das geht auch. Haben wir schon öfters gemacht. Irgendwie kommt man immer unter, auf den staatlichen Camps.
So genau getacktet wie viele reisen, ist es natürlich immer problematischer mit den Plätzen, dann ist man unflexibel. Das seid ihr ja nicht. Aber beides hat seine Vorteile: Wenn man sich schon festgelegt hat und die Entfernungen und Zeiten passen, braucht man sich unterwegs um nix mehr kümmern. Funktionieren tut beides.
Die Netzabdeckung ist ziemlich gut, irgendwo auf den Strecken kann es mal keinen Empfang geben, im Prinzip aber schon. Zum Satphon: Auch dann zahlst du „nur“ 1 €/min – ist also immer noch nicht die Welt, im Ausnahmefall das SatPhon zu benutzen.

NP Permits: - für Sossusvlei: in Sesriem, am Gate, - für Namib Naukluft (für Weg nach Swakop, wenn ihr im Park übernachten wollt (Miabib, usw.Blutkuppe) auch dort.
In Nam musst du das Permit für die genauen Tage/Nächte haben.


Kleine Anmerkungen zu deiner Reiseplanung im Anhang:
> Licht am Canyon. Egal wo: Das frühe und späte Licht ist immer das Beste, egal ob Canyon oder nicht. Die Sonne steigt sehr schnell und der Canyongrund bekommt recht bald Sonne, aber auch Schatten kann diese Landschaft besonders plastisch herausbringen. Also nicht erst bis zum späten Vormittag warten, dann wird das Licht flach und die Kontraste schlecht.
> Die Strecke über den Naute Damm ist jeweils die Alternativstrecke, wenn der Löwen-River Wasser führt (dann stehen Schilder bei Seeheim) – ansonsten kann ich mir nicht vorstellen, dass sie schöner ist (kenne nur die Strecke über NauteDamm) als die ab Seeheim.
Hab hier schon mehrfach gelesen dass die D608 besonders hübsch sein soll – da ihr von Ketmannshoop kommt, wäre das vielleicht eine Option.


Den Rest später. Ich bin müde. 🙂

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 10. Apr. 2013
6'152 Beiträge · seit 200610. Apr. 2013 · #4
hallo lillytrotter,

die Brücke am Oranje ist im Bau - noch nicht fertig noch nicht mal die Hälfte-
kenne die Arbeitsgeschwindigkeit nicht - aber ob die im Juni schon fertig
ist - keine Ahnung . Wir sind die Strecke im Februar gefahren. Es war
kein Wasser .
Schöne Grüsse
Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
705 Beiträge · seit 201010. Apr. 2013 · #5
Hallo Typenradler,
das ist ja mal ein "Reisebericht" vorab 😉

Also soo Grottenschlecht ist AN nun auch wieder nicht, ausserdem verstehe ich die Aufregung über die Airline manchmal garnicht, wenn ich 3 Wochen in einem engen Camper über Wellblech hopple, machen doch 8 Stunden in schlechten Sitzen den Kohl auch nicht Fett.

Nach der Camperübernahme gleich los, müsst ihr selbst wissen. Wenn ihr mit dem Fahrzeug und dem Linksverkehr klar kommt und das Fahrzeug Rechtzeitig bekommt, ist es kein Problem gleich am Ankunftstag einige km südlich zu fahren - der Verkehr ist sehr dünn - ihr solltet dann aber wissen wo ihr am Abend bleiben könnt, also vorbuchen oder anrufen und buchen.
Aber beachtet die max. Geschwindigkeiten 80-90 auf Asphalt und 50-60 auf Gravel, gerade auf Gravel und Wellblech fängt das Fahrzeug sehr schnell an sich aufzuschaukeln und dann - kommt der Überschlag.

Einen Jahrespass für die Parks gibt es in Namibia leider nicht, wenn ihr es nun nicht mehr schafft, zumindest die NWR Parks vorzubuchen, solltet ihr auf jeden Fall immer vorher anrufen. Das Gleich gillt auch für die bekannten Lodges (Annib, Bagatelle, Klein Aus usw).

Morgends und Abends Zeit für Unternehmungen?
Bedenke die Jahreszeit (Tageszeit 06:30 bis 17:30)
An den Fahrtagen mit 4 bis 5 Stunden bleibt dann nicht mehr viel Zeit.

Also, Swakopmund würde ich nicht für den Waterber streichen, dann eher den Waterberg weglassen. In Swakopmund versucht mal im Camp "zur alten Brücke" unter zu kommen, liegt sehr Zentral und Windgeschützt mit eigenem Waschhaus für jeden Stellplatz.

Strecke Ai-Ais nach Rohs Pinah schafft ihr locker an einem Tag, wir haben das vonvom Hobas Camp (FRC) bis Klein Aus an einem 3/4 Tag geschafft mit Fotostopp am Oranje und Einkaufsstopp in Rohs Pinah.

Ai Ais ist ein reines Ressort, liegt zwar schön im Tal der schwarzen Berge, aber sonst ist da nichts zu holen und von den warmen Quellen hatten wir uns auch mehr versprochen.

Viel Spass auf eurer Tour
Volker
Seit 1996 bereisen wir die Welt mit dem Motorhome, zuerst USA - Canada - Australien - Neuseland und jetzt Afrika.
4'129 Beiträge · seit 200810. Apr. 2013 · #6
Moin, weiter geht's

Ich geh einfach mal deine Reiseplanung durch und schreib, was mir so einfällt.

Tag1 – Frühstück am Flughafen is nich. Man kriegt im Flieger ja noch morgens was zwischen die Zähne – das reicht für ein Weilchen. Geht lieber in der Stadt frühstücken. Es gibt da ausreichend Möglichkeiten, praktischer Weise auch in den Malls, wo man zum Einkaufen sowieso hinfährt (die wir aber alle noch nicht ausprobiert haben). Auch bei Spar (drinnen, „Brotabteilung“), neben der Maerua Mall.

Bzgl. Malarone: ob es dort so viel billiger ist, bezweifle ich, - ebenfalls, dass man es rezeptfrei kriegt.

Straßenzustand C13 Oranje: Sie oben, Hanne. Regenzeit ist dieses Jahr praktisch ausgefallen, auch wenn es offensichtlich immer noch nur die alte Brücke über den Fish River gibt, so wird es in diesem Jahr keine Unterspülungen der Brückenzufahrten gegeben haben... – sag ich mal ganz vorsichtig... (Christian, huhu, weißt du was Aktuelles?)

Tag3 – ist nicht zu lang, die Gravelroads dort sind eigentlich immer bestens und man kommt so flott voran, dass man sich eher bremsen muss, weil man dort dazu neigt zu schnell zu fahren.

Tag 4 – s.o. mein Post von gestern
Hier noch ein Link zu Guidos Reisbericht, in dem er den Gamchab auch für Fahrzeuge ohne 4x4 empfiehlt. Also, keine Sorge.
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/275620-k-ein-reisebericht-alleine-im-sueden-namibias.html?start=18
zu Fish River und klein Aus:
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/231501-mit-startschwierigkeiten-durchs-suedl-namibia-ktp.html?start=72

Auch die Übernachtung auf der Campsite des Hotel Seeheim wurde schon mehrfach hier gelobt.

Tag5/6 – Alle genannten orte sind schön, Roadhouse eine Institution. Hobas hat den Vorteil, dass du direkt im NP übernachtest und schon zum Sonnenaufgang zum Canyonrand fahren kannst – das geht von außerhalb nicht, da so früh das gate nicht besetzt ist.
Ai-Ais – das breite FischfussTal, die großen Fieberakazien, wir mögen es da! Die heißen Quellen, da könnte ich tagelang drinnen hängen – bis sich Schwimmhäute bilden...
Kleiner Tipp: Abends bei Vollmond ins Becken legen: SuperFullMoon http://www.timeanddate.com/astronomy/moon/super-full-moon.html
- aber schön aufpassen, dass ihr beim Träumen nicht ersauft!

Tag 7 – Tanken auch in Aus möglich. Auf der Campsite ist ganz sicher noch ein Plätzchen für euch! Alternativen zu Koiimasis (ziemlich lange Strecke bis dahin, - und ob die Tagesgäste mögen? So wie ich Frau Itzko erlebt habe, eher nicht...)
Sehr beliebt sind: Kanaan, Namtib, - ich hab bei mir in meiner Wunschliste noch Gunsbewys, Frau Gräbner, stehen (weil wir so kleine Pflanzenliebhaber sind und sie Ahnung hat und mit einem in die Wüste geht)
Für die Lage/Orientierung benutze die informative Seite von Info-Namibia: http://www.info-namibia.com/

Tag9 – Keine Ahnung, bis wann man da sein muss, damit eine Buchung nicht weitergegeben wird. Mann könnte ja bei der Buchung sagen, wann man kommt, aber selbst dann kann es auch noch schief gehen, Meist klappts. Aber wie schon gesagt, auch die "Overflows" sich nicht soo schlecht.
Die 20:30 bezieht sich bestimmt NICHT auf das NP Gate, wenn man aus dem Sossusvlei zurückkehrt, das schließt jeweils zum Sonnenuntergang und öffnet zum Sonnenaufgang, Zeiten stehen immer am Gate und selbiges befindet sich direkt neben der Campsite, das Büro übrigens auch.
Die Zeit bezieht sich wahrscheinlich auf die theoretische Schließung des Campsite Gates...

Fahrt zu den Dünen: Wir würden immer wieder früh morgens zu den Dünen fahren, es ist einmalig. Egal wie viele zu Einfahrtszeit am Gate in der Schlange stehen! Man muss auch nicht überall allein sein – und ich würde auch gleich bis ins Sossusvlei durchfahren. Es ist wunderbar dort – und die paar People verlaufen sich schnell. Das ändert sich dann, wenn nach ein zwei Stunden die ersten Gruppen einlaufen... – (dann kann man sich ja verkrümeln...) - das sind dann die berühmten „Massen“ im Sossusvlei: Wenn man die trifft, dann hat man einen Fehler gemacht, dann ist man zur Düne 45 gefahren und ist man zu spät dran...
Für den Sand: Luftdruck reduzieren! Erst direkt vor Ort, auf dem Shuttle Parkplatz (ca.20%) Kannst du hinterher auf der Tankstelle wieder auffüllen. (Mit reduziertem Luftdruck keine hohen Geschwindigkeiten auf Asphalt und keine Schlenker...)

Tsondab kenne ich leider noch nicht, soll sehr schön sein.

Bis hierhin erstmal.

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 10. Apr. 2013
1'292 Beiträge · seit 200710. Apr. 2013 · #7
Hallo,

bzgl. der C13 war zumindest letztes Jahr die Brücke fertig. Möglicherweise werden ja noch mehr Brücken gebaut?

Namibia2012-108.jpg


Aber wie auch immer, die Strecke Ai-Ais nach Rosh Pinah ist leicht an einem Tag zu fahren. Wir sind letztes Jahr im Mai von der Canon Lodge bis Klein Aus gefahren. Kein Problem.

Gruß

Panther
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42 Beiträge · seit 201110. Apr. 2013 · #8
Hallo Typenradler,

wir waren letzten Juni 3 Wochen mit 4X4 und Dachzelt unterwegs, und haben nur die letzte Nacht auf Etango vorgebucht. Am ersten Tag nach dem einkaufen zum Lake Oanob war für uns kein Problem.

Wenn man sich die täglichen Fahrzeiten so einteilt dass man früh vom Camp loskommt, kann man bis 13-14 Uhr gut Strecke machen (auch mit Fotostops). Um diese Uhrzeit bekamen wir in Sesriem, Okaukuejo, Halali und Namutoni immer noch gute Plätze, und man hat noch Zeit für Aktivitäten. Auf den anderen Camps waren wir fast immer die einzigen Gäste, auch auf Ameib.

Zu so einer Reiseplanung kann ich nur sagen: Wow!!

Wir Planen nur grob weil meist kommt es anders als geplant ( aus 1 Tag Ameib wurden 2, aus 2Tagen Swapo wurden 3 usw ). Gerade diese Unabhängigkeit macht für uns den gelungenen Urlaub aus.

Servus

Max
Wir brauchen dringend einige Verrückte. Schaut euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben. Georg Bernard Shaw
4'129 Beiträge · seit 200810. Apr. 2013 · #9
Weiter, ab Tag11 – Ggf. würde ich auf die Strecke nach Swakopmund verzichten – bin da ja so mehr der Ganz-oder-Garnicht-Typ – bei Swakopmund scheiden sich ja oft die Geister. Das Städtchen ist sehr hübsch mit seiner Jahrhundertwende-Bäderarchitektur und in der Saison ist da richtig viel los - doch nur für eine Nacht hat man quasi nix von der Stadt und der Umgebung, die ja dazugehört. In Swakop lässt es sich locker 1 Woche aushalten ohne dass man irgendwas doppelt täte – außer vielleicht wiederholt Essengehen im demselben guten Restaurant... 🙂 entscheidender Grund es auszulassen wäre für mich neben der Zeitknappheit, die Jahreszeit – es ist Anfang Juni und wird schon empfindlich kühl, Strandleben is nicht mehr – die Stadt bereit sich auf ihren „Winterschlaf“ vor... 😉

Vielleicht wäre die Idee mit der Fahrt in Richtung Etosha und Waterberg da dann doch die bessere Alternative. Auch wenn ihr die Big Five kennt, Etosha ist Etosha und ich finde es dort allein als Landschafts- und Tiererlebnis ein ganz besonderer Flecken Erde. Naja, was rede ich, es ist ja nicht ohne Grund so berühmt.


Ihr könntet ab Solitaire in Richtung Erongo, über Blutkuppe, Ameib, Spitzkoppe - son bissle hier und dahin (liegt nicht auch die vielgelobte Rooiklip Farm in der Gegend nördlich des Kuiseb?)
Du siehst, es gibt auch da wieder einige Möglichkeiten.

Etosha würde ich jedes Camp eine Nacht machen und die jeweiligen Umgebungen „abgrasen“. Ihr seid ja nicht so „gierig“ nach Tieren und könnt es ganz entspannt angehen lassen. Dann sind als Erlebnis 3 Tage/2 Nächte voll O.K. Dann am Ende nach Onguma, direkt am Andersen Gate, auf die Campsite und dort dann in der Lodge dinieren! Erstklassig! Vorbuchen!

Über Lautstärke auf den Campsites im Etosha, über Overlander... würd ich mir keinen Kopf machen, es sind nun mal riesen Campsites, schließlich will jeder dort hin. Man kann auch mit "unscheinbaren" anderen "Nachbarn" Pech haben, wie überall auf der Welt.
Im Park selber verläuft es sich schnell, da kann man dann durchaus auch längere Zeit mal ganz allein irgendwo stehen.

Waterberg – keine Ahnung, kenne ihn nur aus der Ferne, dafür mittlerweile von allen Seiten... 🙂

„Alternativ“ für das entgangene gute Essen in Swakop, kann ich euch für den letzten Tag das Gathemann in Windhoek empfehlen.


So, nun bin ich durch.

Ich wünsche euch weiteres so erfolgreiches Planen und eine wunderbare Reise!

Gruß lilytrotter



Denkt dran, dass ihr eurer Bank Bescheid sagt, dass ihr dorthin fahrt, nicht dass plötzlich eure Karte gesperrt ist, weil sie denken, da wär was faul, wenn eine Abbuchung aus Nam gefordert wird...
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 10. Apr. 2013
Themenstarter72 Beiträge · seit 201321. Apr. 2013 · #10
Hallo, Ihr lieben Namibiafans!

da kann ich nur sagen: WOW! Einfach toll, was man hier im Forum für engagierte Leute findet, die einem wertvolle Hinweise weitergeben! Besonders „Lilytrotter“ hat sich viel Mühe gegeben, auf meinen Entwurf im Einzelnen einzugehen! Vielen Dank! Ich denke Eure Mühe hat sich gelohnt. Wie Ihr seht, habe ich bereits einige Änderungen/Ergänzungen aufgrund eurer Beiträge in meinen neuen Reiseentwurf eingebaut, den ich wieder anfüge für diejenigen unter Euch, die sich diesen laaaangen Reiseentwurf antun wollen.

Hier einige neue Bemerkungen, bzw. Fragen zu Euren Beiträgen:

Eure Anmerkungen zur Air-Namibia haben mich wieder einigermaßen besänftigt, nachdem ich zuvor im einem Airline-Test-Portal nicht viel Gutes über diese Gesellschaft gelesen habe:
http://www.airline-bewertungen.eu/airline-Air%20Namibia.html
Man kann sich für Fluginfos beim Frankfurter Flughafen registrieren lassen: http://www.frankfurt-airport.de/emailFlightInfo/user?locale=de mal sehn, ob das klappt.

„TRUmmis Liste ist empfehlenswert.“ Habe mich für die angeblich neue im April herauskommende Liste vormerken lassen. Ist das vielleicht die Abkürzung für die Thomas Richter Unterkunftsliste? „Ein GPS sowie Satelitentelefon braucht ihr nicht.“ Wenn man abseits der üblichen Touristenrouten auf 4x4-Pads fährt (z. B. Gamchab), vielleicht manchmal doch um Hilfe holen zu können?

Das mit dem: „Am ersten Tag gleich lospreschen“ sehe ich genauso negativ wie Ihr.
Wenn wir nicht in aller Herrgottsfrühe ankommen würden, wäre es für mich gar keine Diskussion, erstmal eine Nacht in Windhoek zu bleiben. Da wir uns aber nicht viel aus Städte anschauen machen und das Einkaufen von Mitbringseln lieber am Schluss machen wollen, juckt es einen schon etwas, bei der knappen Zeit für das große Programm, das wir vorhaben, aus diesem Tag noch etwas mehr zu machen als nur abzuwarten. Vielleicht werden wir auch einfach nur viel schlafen (so wir können) und dann am anderen Tag ganz früh losfahren.
Den Bericht: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/245301-namibia-ein-traum-der-fast-ein-albtraum-wurde.html?limitstart=0 habe ich gelesen und will ihn mir zu Herzen nehmen. Die haben allerdings ihr Auto auf den Kopf gestellt, trotzdem sie sich in Windhoek erstmal richtig ausgeschlafen hatten. Gute Akklimatisation braucht eben länger als eine Nacht. Linksverkehr kennen wir von England, Neuseeland und Schottland.

"Ach für die Permits für die Parks haben wir noch keine Lösung gefunden: www.travel-namibia.com/permit/“. Schade, dass man sich da nicht auch in Deutsch anmelden kann.
Mein Englisch ist nicht sehr gut. Ich blicke daher ehrlich gesagt bei den Erklärungen auf den offiziellen Namibia-Seiten nicht so richtig durch. Dort steht der Kaudum N.P. als einzige N.P. in Namibia. Stimmt das? Wie gesagt, hoffen wir an Ort und Stelle noch was zu erreichen.

Wegen der Ungewissheit, wann wir wo sind, kaufen wir die Permits direkt am Entrance-Gate in Hobas und in Sesriem für Sossusvlei und Namib Naukluft. Wir hoffen, auch eventuelle Permits für die Spitzkoppe, Etosha und Waterberg beim jeweiligen Entrance zu bekommen?
Notfalls übernachten wir dann eben außerhalb der Parks, wenn es bei unserem kurzfristigen telefonischen Reservierungsversuch für das jeweilige staatliche Camp eine Absage geben sollte. Weiß jemand ob die Telefonnummern in der Namibia Base Camp Karte up to date sind?

Wer kennt die D608 (Klein Karas Scenic Route)? Ist die leicht zu befahren? Es wäre zwar ein Umweg und man kommt ganz sicher nicht so schnell vorwärts wie auf der Strecke über Naute Dam D545 oder Seeheim C12. Wenn dafür jedoch landschaftliche Schönheit lockt, wäre das sicher eine verlockende Alternative auf dem Weg zum Fish River Canyon. Wenn ich mir das in Google Earth von oben anschaue ist dieser Pad sicherlich auch eine gute Vorübung für den Gamchab, denn der Pad scheint dort ebenfalls, recht abenteuerlich, weite Strecken durch und über ausgetrocknete Wasserläufe und durch wildes felsiges Gelände zu gehen.
Von oben sieht die Landschaft aus wie auf dem Mars. Auch die Flussarme des Löwen Flusses werden durchquert. Leider finde ich in meinen Reiseführern keinen Hinweis auf diese Straße, obwohl sie auf Landkarten als landschaftlich schöne Strecke gekennzeichnet ist. Ich habe mich nun dazu entschlossen und unsere GPS-Route geändert über die D608. Sollte uns die Strecke bis zum Canyon Roadhouse zu weit werden, gibt es unterwegs anscheinend keinen Campingplatz. Ich denke, bei dem Gelände wird ein campen notfalls in der Wildnis niemanden stören. Wenn man allerdings irgendwo stecken bleibt könnte es kritisch werden, weil die Strecke wahrscheinlich auch nur selten befahren wird? Gerade lese ich im Forum, dass es da unterwegs die Farm Hoas gibt.

Hanne schrieb: „die Brücke am Oranje ist im Bau - noch nicht fertig noch nicht mal die Hälfte - kenne die Arbeitsgeschwindigkeit nicht - aber ob die im Juni schon fertig ist - keine Ahnung. Wir sind die Strecke im Februar (2013??) gefahren. Es war kein Wasser .“
Das heißt, Ihr hattet, trotzdem die Brücke noch nicht fertig, war keine Probleme durch das Fish River-Delta zu fahren? War im Februar, als Ihr da durch fuhrt, denn die solide Brücke, wie auf dem Foto von Panther von 2012, hier auf Seite 2 abgebildet, schon wieder weggespült?
Bei Trockenheit scheint es sich auch ohne Brücke problemlos durch das Flußdelta fahren lassen. So sieht es zumindest in Google Earth aus. Wenn ich mir mit Google Earth die Fahrtstrecke durch das wilde Flußbett des Gamchab anschaue sind meine Bedenken ob meine Frau da mitmacht schon wesentlich größer. Die Reifenspuren verlieren sich oft (im Sand?) in scheinbar weglosem Gelände. Ohne Sat-Telefon hätte ich da eher Bedenken, dass, wenn wir dort irgendwo hängen bleiben, wir tagelang warten müssten, bis mal wieder jemand da durchkommt um uns rauszuziehen? Oder wird das häufig durchfahren?

Der Tipp: Kanaan oder Gunsbewys anstatt Koiimasis, wo für das Camp das Preis-Leistungsverhältnis anscheinend nicht mehr so ganz stimmt, habe ich mir auch noch einmal genau von oben angeschaut, hier entlang der D707 bieten sich mehrere Farmen an. Da werden wie es auch von der Reisezeit abhängig machen, ob wir auf der Strecke früher oder später übernachten.

Wenn wir nicht über Swakopmund fahren, weil uns im Süden die Zeit davon gelaufen ist, könnten wir entweder im Bereich Naukluft, Blutkuppe bleiben oder z. B. über die Rooisand- oder Rooiklip Farm und den Gemspass-Windhoek noch einen Abstecher in den Norden machen. Wobei sich Rooiklip aufgrund der langen holprigen Anfahrt wohl nur lohnt, wenn man mindestens 2 Nächte bleibt.

Die Strecke zur Blutkuppe (über die D1998?) und dann C28, C32 nach Karibib in den Norden hoch sieht zwar kürzer aus, lohnt vom Gesichtspunkt des schnelleren Vorwärtskommens wahrscheinlich aber nicht, weil die Straßen vermutlich viel langsamer zu fahren sind als die C26? Oberhalb der Blutkuppe blockiert der Swakop River die Weiterfahrt nach Norden. Und von Karibib wieder nach Westen zur Spitzkuppe und Ameib/Erongo ist sicher zuviel hin und her bei unserem Zeitmangel. Da wäre die Lösung über Swakopmund wohl doch einfacher, wenn wir Spitzkoppe und Ameib auf dem Weg zum Etosha noch mitnehmen wollen.

Auch die Idee am Schluss bei etwaigem Zeitmangel den Waterberg ganz wegzulassen und vom Etosha direkt nach Windhoek zurückzufahren wäre noch eine überlegenswerte Variante. Evtl. bliebe uns dann, im Gegensatz zu den bisherigen Plänen, noch Zeit um auf dem Weg nach WHK noch für eine Nacht in der Onkonjima Lodge oder dem zugehörigen Camp einzukehren, um die Geparden dort zu beobachten.

Bei der Beschäftigung mit dieser Reise beschleicht mich immer mehr das Gefühl das Namibia eines der letzten Länder zu sein scheint, in dem man noch großartige Natur pur erleben kann, ohne das es gleich gefährlich wird. Habe gerade das Buch „Wenn es Krieg gibt gehen wir in die Wüste“ gelesen. Wenn man bedenkt, unter welch primitiven Bedingungen die beiden Deutschen für lange Zeit in der Wüste gelebt haben, da haben wir es heutzutage ja mehr als komfortabel.

Jetzt habe ich schon wieder zu viel geschrieben, aber es macht mir einfach schon mal Spaß, mich schon mal vorab mit der Materie gründlich zu beschäftigen. Dann bin ich in Gedanken und in meiner Fantasie schon halb in Namibia unterwegs.

Herzliche Grüße an alle hilfsbereiten Seelen hier im Forum
Typenradler
📎 NamibiaPlanungsentwurfab21.Mai201321Tageunterwegdetailiert.pdf
zuletzt bearbeitet 01. Mai 2013
6'152 Beiträge · seit 200621. Apr. 2013 · #11
panther schrieb:Hallo,

bzgl. der C13 war zumindest letztes Jahr die Brücke fertig. Möglicherweise werden ja noch mehr Brücken gebaut?

📎 Namibia2012-108.jpg


Aber wie auch immer, die Strecke Ai-Ais nach Rosh Pinah ist leicht an einem Tag zu fahren. Wir sind letztes Jahr im Mai von der Canon Lodge bis Klein Aus gefahren. Kein Problem.

Gruß

Panther
halle Panther, sicher gibt es etliche Brücken, ich rede von der Brücke zwischen
Rosh Pinah und Aussenkehr, die war im Februar dieses Jahres noch voll
im Bau.
Liebe Grüsse
Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
56 Beiträge · seit 201221. Apr. 2013 · #12
Macht es doch wie wir, wir waren auch nicht sicher ob wir nach dem Flug gleich los fahren wollen, aber Städte sind nicht unser Ding, in WDH gibt es genügen Unterkünfte das man immer ein Zimmer findet.

Wir sind auch morgens mit Air Namibia angekommen, ich habe auf dem ganzen Flug geschlafen war also fit, als wir dann unser Auto hatten und uns gleich ein paar mal in WDH verfahren hatten, zum Glück war es Sonntag, hatten wir genug und sind Richtung Etosha aufgebrochen, wir hatten kein Ziel und in Otavi keine Lust mehr zu fahren und haben dort dann in die Lodge eingecheckt, eingekauft haben wir in Otjiwarongo, am nächsten Morgen sind wir dann ganz entspannt bis Halali gefahren.

Ich empfehle nicht das sich jemand übernächtigt ans Steuer setzt, aber wenn man gut schlafen kann im Flieger sehe ich auch nicht ein warum man unbedingt den ersten Tag in WDH bleiben muss, wären wir müde gewesen hätten wir uns ein Zimmer für die Nacht kurzfristig gesucht.
1'292 Beiträge · seit 200721. Apr. 2013 · #13
@Hanne

Die Brücke auf dem Foto ist natürlich zwisch Rosh Pinah und Aussenkehr. Also entweder wurde sie schon wieder zerstört oder es gibt doch mehrere Brücken. Zwischen Rosh Pinah und Aussenkehr ist ja auch genug Strecke für mehr Brücken 😉

Gruss

Panther
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Themenstarter72 Beiträge · seit 201321. Apr. 2013 · #14
Hallo Hanna und Panther,

die scheinbaren Widersprüche zwischen der Aussage von Panther und Hanne bzgl. der Brücke über das Fish River Flußdelta kann ich mir nur so erklären, dass letztes Jahr die Brücke noch intakt war (Panther) und dieses Jahr im Februar als Hanne darüber fahren wollte, diese Brücke schon wieder kaputt war und durch eine neue ersetzt wurde/wird?

Wie weit die jetzt sind weiss keiner? Auch nicht, ob bei Trockenheit, wie sie Ende Mai zu erwarten ist, die Umfahrung mit 4x4 kein Problem ist?

Gruß Typenradler
zuletzt bearbeitet 01. Mai 2013
Themenstarter72 Beiträge · seit 201302. Juli 2013 · #15
Hallo,

die Frage bzgl. der Brücke über den Fish River kann ich mir nun selbst beantworten.
Siehe Foto. Alle ganz einfach. Sehr zu empfehlen. Auch der Gamchab ist mit 4x4 kein Problem.

Viele Grüße
Georg