Die Eulenmuckels auf Pad von Küste zu Küste

331 Antworten · 67,3k Aufrufe · gestartet 10. März 2013 von Eulenmuckel
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Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200610. März 2013 · #1
Liebe Fomis,
unsere letzte Reise durch das südliche Afrika führte uns im Juli und August 2012 von Namibia durch Südafrika, Mosambik, Zimbabwe und Botswana. Hier sind nun unser Reisebericht sowie einige Fotos. Eine Feststellung vorab: Selbst für uns war die Strecke diesmal etwas zu weit. Wir haben wieder viel gesehen und erlebt – Schönes und Schreckliches.

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Es wird sicherlich einige Wochen dauern, bis wir alle Tage hier eingestellt haben. Bitte gebt uns eine kurze Rückmeldung. Ist der Text zu ausführlich, sind es zu viele oder zu wenige Fotos?

Viel Spaß,
Ruth und Uwe
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Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200610. März 2013 · #2
Freitag, 6. Juli 2012 – Abreise

Dieses Jahr ging die Reise wieder so früh wie möglich los: am letzten Schultag, unmittelbar nach der Verabschiedung von Ruths vierter Klasse. Letztes Jahr hatte das ja auch wunderbar geklappt. Zwar mit viel Stress, wenn zu Hause noch tausend Dinge erledigt werden müssen, aber dafür wurde jeder Ferientag ausgenutzt. Dieses Mal war es ähnlich anstrengend, aber darum soll es nun gar nicht gehen. Wir hatten etwa ein halbes Jahr mit Vorbereitungen verbracht – Route überlegen, uns mit Freunden abstimmen, die wir treffen wollen und einige Buchungen vornehmen. Unsere von Jahr zu Jahr schlimmer werdende Afrika-Sucht leugnen wir schon lange nicht mehr. Unsere Freunde und Verwandten haben sich mit unserer Abwesenheit im Sommer abgefunden, und so konnte es endlich losgehen. Uwes Eltern brachten uns ohne Stau nach Frankfurt und leisteten uns nach dem Check-In noch ein wenig Gesellschaft, denn wir hatten noch viel Zeit am Flughafen.
Nachdem wir uns verabschiedet hatten, ging es zur Pass- und Handgepäckkontrolle. Wir schafften es zwar, sämtliche Metallgegenstände abzulegen, nicht jedoch, ohne Sprengstoffkontrolle bei wenigstens einem Objektiv zu passieren. Als wir dann pünktlich im Flugzeug saßen, teilte uns der Pilot mit, dass es eine Verspätung von etwa einer Stunde gebe. Den Grund haben wir nicht genau verstanden, es schien jedoch nichts mit dem Flugzeug, sondern eher etwas Organisatorisches zu sein. Nach dem Start verlief der Flug wie gewohnt. Es gab Abendessen, und anschließend versuchte jeder, so gut es ging zu schlafen. Es gelang einigermaßen.
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Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200610. März 2013 · #3
Samstag, 7. Juli 2012 – Wieder in Afrika!

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Nach einem Frühstück landeten wir bei Dunkelheit in Windhoek. Die Luft war zwar frisch, jedoch nicht eisig. Die Einreise ging schnell. Es dauerte jedoch ziemlich lange, bis wir alle Taschen beisammen hatten. Wieder einmal verstanden wir andere Reisende nicht, die sich, ohne Rücksicht zu nehmen, unmittelbar in erster Reihe an das Gepäckband stellen. Als gehe es um einen Wettbewerb, will jeder scheinbar der erste sein und versperrt anderen damit die Sicht. Würde jeder einfach etwas mehr Abstand lassen, könnten viel mehr Leute gleichzeitig das Band im Auge behalten und auch schnell ihr Gepäckstück wegnehmen.
Ein Fahrer von Savanna wartete bereits auf uns und brachte uns zusammen mit einer schweizer Familie in die Stadt. Die Autoübernahme dauerte heute länger als sonst. Das Permit für die anderen Länder musste noch ausgestellt werden. Wir ließen uns das Dachzelt zeigen und stellten fest, dass die von uns ausdrücklich bestellte, dicke Matratze nicht im Zelt lag. Gerade die war uns aber sehr wichtig, da wir in diesem Urlaub fast ausschließlich im Zelt übernachten werden. Auf unsere Nachfrage behauptete Heinz, der uns den Wagen übergab, dass es keine anderen Matratzen gäbe. Wir wollten diese Aussage schon fast akzeptieren, als im Rahmen einer anderen Fahrzeugübergabe ein weiteres Dachzelt aufgeklappt wurde und eine dickere Matratze zum Vorschein kam. „Genau so eine wollen wir auch!“, forderte Ruth. Plötzlich war es doch möglich, und eine neue Matratze wurde aus dem Lager geholt. Wir hatten noch ein paar andere Extrawünsche: ein zweites Warndreieck für Mosambik und Zimbabwe, zwei Decken, ein zweites Bettlaken, eine zusätzliche Vorratskiste, zwei Spanngurte. Das Auto machte einen sehr guten Eindruck. Seit einigen Jahren haben wir mal wieder einen Diesel gemietet, da Savanna den großen Benziner nicht mehr im Angebot hat. Auf jeden Fall werden wir dieses Jahr weniger Treibstoff benötigen.
Jetzt konnten wir mit dem erst gut ein Jahr alten Wagen los. Es ging in die Innenstadt, wo Uwe Bargeld besorgte. Anschließend wollten wir nach Klein-Windhoek. An einer roten Ampel standen wir hinter einem Golf, als plötzlich ein Polizeiwagen mit Blaulicht überholte, sich schräg auf die Kreuzung stellte und fünf Polizisten ausstiegen. Sie umringten den Golf, holten Fahrer und Beifahrer aus dem Wagen, ließen sie die Hände über den Kopf heben und durchsuchten sie. Es sah aus wie im Fernsehen. Es fehlte nur noch eine Schießerei, zu der es glücklicherweise nicht kam. Dennoch wurde Ruth immer kleiner hinter dem Armaturenbrett. Nachdem auch der Kofferraum durchsucht war, setzten sich drei Polizisten zu den Durchsuchten in den Golf und fuhren davon. Wir standen sprachlos da und hofften, niemals in so eine „Verkehrskontrolle“ zu geraten.

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In Klein-Windhoek tankten wir und kauften an der Tankstelle noch Brot und ein paar Getränke. Dann statteten wir unserem Lieblingsmetzger einen Besuch ab und erstanden zwei Stücke Oryx-Rauchfleisch. Schließlich hatten wir in Windhoek alles erledigt, durchquerten die Stadt und verließen sie nach Westen auf der C28. Bald endete die Teerstraße, und wir kamen auf eine der schönen Schotterpisten Namibias. Sie führte durch das Khomas Hochland und war heute kaum befahren.

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Auf der gesamten Strecke bis kurz vor Swakopmund begegneten wir weniger als fünf anderen Autos. Trotz Sonnenschein war die Luft recht kalt. Vormittags hatten wir nur etwa 10 Grad. Die Strecke wand sich wunderschön und kurvig durch die Berge. In der Ferne waren ein paar Wolken am Himmel. Immer wieder hielten wir an, um den grandiosen Ausblick in alle Richtungen zu genießen. Dies ließ uns die Anstrengungen der letzten Tage vergessen und bereits jetzt vollkommene Urlaubsfreude aufkommen. Vor Glück, wieder im schönen Namibia zu sein, kullerten Ruth sogar ein paar Tränchen über die Backen.

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zuletzt bearbeitet 17. Apr. 2013
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200610. März 2013 · #4
Am Boshua-Pass machten wir eine Pause und aßen Brot mit Rauchfleisch. Es schmeckte herrlich. Dazu gab es Guavensaft und Grapetiser. Uwe schraubte den Kühlschrank fest, der sich wohl durch die holperige Fahrt von seiner Verankerung gelöst hatte. Ruth krabbelte einer kleinen Gottesanbeterin hinterher, die immer wieder zwischen Gräsern und Büschen verschwand. Ruth ließ sich jedoch nicht abschütteln.

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Auf dem folgenden Wegstück entdeckten wir drei Klippspringer hinter einer Kurve neben der Straße. Schnell sprangen sie auf einige Felsen und schauten zu uns herunter. Wir freuten uns sehr. Die flinken Kletterer hatten wir schon länger nicht mehr gesehen.

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Bald endeten die Farmzäune entlang der Straße, und wir erreichten den Namib-Naukluft-Park. Schon kurz zuvor hatten wir die ersten Springböcke auf der Ebene entdeckt. Nun sahen wir zusätzlich Oryx, Strauße und Zebras im goldenen Gras stehen. Sogar eine Gruppe von fünf Löffelhunden streifte auf Nahrungssuche umher. Von einem Hügel aus beobachteten uns zwei Erdmännchen, die jedoch schnell davonflitzten, als wir anhielten. Dann fotografierten wir eben die Köcherbäume – immer wieder fotogen und können nicht weglaufen.

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Die Strecke zog sich dahin, und wir erreichten Swakopmund später als geplant gegen fünf Uhr. Eigentlich wollten wir noch unsere Ausrüstungskiste abholen. Leider war die Besitzerin der Garage, wo wir sie letztes Jahr deponiert hatten, telefonisch nicht erreichbar. Nun müssen wir wahrscheinlich bis Montag auf die Ausrüstung warten.
Klaus und Meike begrüßten uns herzlich. Nach vielen Besuchen bei ihnen ist Meikes Guesthouse für uns wie ein kleines Zuhause. Nach einer Dusche fühlten wir uns wohler und setzten uns ein wenig zu den beiden in die Küche. Es gab viel zu erzählen, und so machten wir uns mit etwas Verspätung auf zum Abendessen. Wir hatten den schönsten Tisch im Tug mit Blick auf den Atlantik. Trotz Dunkelheit konnten wir die Wellen beobachten, die unter uns an den Strand brandeten. Es gab Tomatensuppe und anschließend scharf gewürzten Fisch mit leckerem Wein. Wir genossen den ersten Abend unseres Urlaubs.
Zurück im Zimmer rief Ruth ihre Schwester an, um ihr zum Geburtstag zu gratulieren. Uwe packte ein paar Sachen aus und stellte fest, dass wir in der Disziplin „alle Ecken eines ordentlichen Pensionszimmers möglichst schnell mit den eigenen Sachen voll zu stellen“ nach wie vor ungeschlagen sind. Müde und glücklich schliefen wir ein.

Tageskilometer: 336

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zuletzt bearbeitet 17. Apr. 2013
874 Beiträge · seit 200810. März 2013 · #5
Hallo ihr Zwei
Wir freuen uns auf euren Bericht und die Fotos
Danke das wir wieder daran teilhaben dürfen
A&a
ab 23.April 2019 für immer nach Namibia unser Blog: www.outinafrica.com.na
836 Beiträge · seit 201210. März 2013 · #6
Hallo Ruth, Hallo Uwe,
ja so hab ich mir das vorgestellt 😄 selber gerade fertig mit unserem RB kann ich mich jetzt entspannt zurück lehnen und bei Euch einsteigen und mitreisen 🤩 ich hoffe, Ihr nehmt mich mich 😉
Geht ja schon mal schön los. Wie lange wart Ihr denn unterwegs ? 6 Wo. SoFe 😎 ist ja ein ganz schöner "Schlenker"

Liebe Grüße
Claudia
www.claxontour.de **************** Namibia/Botswana 2011 Schokoladenwettessen Namibia/SA 2012 Hoffentlich ist die Katzenklappe zu Namibia 2014 Ein bisschen Westen Norden und Caprivi Namibia 2015 Eine fast normale Tour
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200610. März 2013 · #7
Liebe A&A,
schön, dass ihr dabei seid. Wenn man sich schon so selten sieht, muss man ja wenigstens über das Forum voneinander hören. Übrigens: Jürgen liegt immer noch zusammengerollt im Keller 😉

Liebe Claudia,
natürlich nehmen wir dich gerne mit. Du brauchst allerdings viel Sitzfleisch, denn diese Fahrerei war wirklich kein Clax. Wir versuchen, die sechs Wochen Sommerferien immer so weit wie möglich auszureizen (41 Übernachtungen). Diesmal ist es immerhin eine Rundreise geworden. Weite Strecken machen uns eigentlich nichts aus, weil wir gerade die endlosen Straßen des südlichen Afrikas so lieben, dass uns das Fahren niemals langweilig wird. Aber dieses Mal war es auch für uns etwas viel.

Liebe Grüße,
Uwe und Ruth
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4'528 Beiträge · seit 200710. März 2013 · #8
Hallo Ruth und Uwe,

ich freue mich tierisch auf Euren Bericht und gewohnt unglaublich schöne Photos.
Das Text zu Photo-Verhältnis finde ich übrigens OK.
Vor Glück, wieder im schönen Namibia zu sein, kullerten Ruth sogar ein paar Tränchen über die Backen.
Das passiert mir übrigens meistens schon im Flugzeug 😊

Viele Grüße
Casimodo
Profilseite mit 28 Reiseberichten südliches Afrika sowie Kenia, Bangkok Kambodscha, Marokko und Lofoten Vesteralen
983 Beiträge · seit 201110. März 2013 · #9
wir lesen auch ganz gespannt mit - weiter so; auf das Schöne sind wir gefasst (das kennen wir alle schon aus der Region) - aber das Schreckliche ?
Beste Grüße rhh64
886 Beiträge · seit 200710. März 2013 · #10
Hallo Ihr Zwei,

Freu mich richtig mal wieder von Euch zu hören/ lesen, lang ist's her.
Bilder sind Klasse, wie immer. freu mich auf mehr.

LG
Lisolu
2'396 Beiträge · seit 201110. März 2013 · #11
Liebe Ruth, lieber Uwe,

ich finde es schön, dass Ihr das Schreckliche anscheinend so gut verarbeitet habt, dass Ihr einen RB schreiben könnt. Bei mir ist der ganze Urlaub davon so überschattet, dass alles andere in der Erinnerung davon verdeckt wird. (Und wir waren ja noch länger unterwegs als Ihr.) Aber vielleicht hilft uns Euer Bericht, unser Trauma zu überwinden.

LG,

Karsten

PS: Tolle Fotos, aber was für eine Wahnsinnsstrecke! Hut ab!
[size =3] Infos NordTZ 22 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301813-infos-nordtansania-juni-juli-22.html?start=0 RB Kenia 2020 https://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/299653-kurzer-rb-kenia-sept-2020.html?start=0 Reisebericht Südtanzania 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282710-tanzanias-sueden-daumendruecken-hilft-nicht-immer.html Kurzbericht 7 Wochen Nam-Bots 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/16-unterkuenfte/254072-kurzbericht-7-wochen-nam-bots.html Bericht Zimbabwe 1995: ... 30 Tage Gefängnis http://www.namibia-forum.ch/forum/139-off-topic/241529--30-tage-gefaengnis.html Reisebericht 2008: 18 Nights in the Bush - ha-ha-ha http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/263931-18-nights-in-the-bush-ha-ha-ha.html Nordtansania Feb. 2015 - Kein RB http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285690-tansania-februar-2015-kein-reisebericht.html?limitstart=0&start=12] Walking Safari Zimbabwe 97 https://www.namibia-forum.ch/forum/148-diverses/287052-walking-safari.html?limitstart=0
521 Beiträge · seit 201110. März 2013 · #12
Liebe Eulenmuckels,

ich freue mich riesig, dass es wieder einen Reisebericht von Euch gibt!

Bin gespannt, was Ihr alles erlebt habe und bedanke mich schon vorab, dass Ihr uns an Euren Erlebnissen wieder teilhaben lasst!

Grüße,
Nunanani
Südafrika, Botswana, Namibia, Zimbabwe, Mosambik,...
1'409 Beiträge · seit 201010. März 2013 · #13
Huhu,
Bin auch aufgesprungen, freu mich auf Euren RB.....eine Bitte jedoch:
Haut ordentlich in die Tasten, da ich meinen naechsten Tränenanfall ab Donnerstag abend, spätestens Freitag früh haben werde 😣 : 😗 vor FREUDE!!!!! 🤩

LG
Fleurr
https://www.TickerFactory.com/ Bots Zim 2014 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/283181-auf-tuchfuehlung-mit-zimbabwe-die-zim-light-tour.html KTP 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/278551-ktp-ja-wo-sind-denn-alle-hin.html CKGR/KTP 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/236736-schee-waras-ckgr-a-ktp-april-2012.html Nam/Bots 2011 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/195675-wie-alles-begannnambot-april-2011.html
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200610. März 2013 · #14
@Casimodo: Um ehrlich zu sein, kämpft Ruth auch bereits kurz vor der Landung mit den Tränen. Sie kommt sich dann schon ein wenig blöd vor, verheult aus dem Flieger zu steigen. Aber das zeigt ja nur, dass wir unser Reiseziel genau richtig gewählt haben.

@Ralf: Schön, dass ihr dabei seid. Jetzt wollen wir uns erstmal auf das Schöne dieser Reise konzentrieren und hoffen, dass ihr noch nicht ALLES davon kennt 😉

@Lisolu: Wir freuen uns auch, von euch zu hören. Wir müssen und unbedingt auch mal wieder sehen.

@Nunanani: Schön, dass auch du wieder dabei bist.

@Fleur: Wir geben uns zwar Mühe, aber so schnell werden wir dann doch nicht sein. Unser Neid ist dir sicher. Wenn Botswana ruft, kann ein fremder Reisebericht ruhig mal bis nach dem Urlaub warten. Wir wünschen dir schon jetzt eine tolle Zeit!

@Karsten: Wir denken oft an das Erlebte und haben deshalb auch lange gebraucht, um mit dem Reisebericht zu beginnen. Vielleicht verarbeiten wir gemeinsam ja leichter.

Aber nun alles der Reihe nach. Es liegen über 10.000 Kilometer Pad vor uns, auf denen es jede Menge zu entdecken gibt.

Auf geht's!
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Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200610. März 2013 · #15
Sonntag, 8. Juli 2012 – Besorgungen in Swakopmund

Endlich mal wieder ausschlafen! Die Sonne schien von einem strahlend blauen Himmel, als wir gegen acht Uhr aufwachten. Und das ist im oft nebligen Swakopmund nicht selbstverständlich. So genossen wir den sonnigen Morgen, duschten und gingen zum Frühstück. Wir ließen es uns schmecken und nahmen ein wenig an der großen Gesprächsrunde im Frühstücksraum teil. Dort saßen noch eine vierköpfige Familie aus Deutschland und ein britisches Ehepaar mit ihrem Tour-Guide.
Anschließend fuhren wir mit dem Auto zu „Fruit and Vedge“, einem großen Gemüsegeschäft, das inzwischen fast schon ein Supermarkt ist. Wir kauften verschiedene Nüsse für unser Müsli, getrocknete Guavenscheiben und viele Lebensmittel. Danach fuhren wir die paar Meter in die Innenstadt, holten Geld und kauften weiter ein. In der Buchhandlung gab es neuen Lesestoff für Ruth, außerdem besuchten wir noch zwei Supermärkte. Jedes Mal war der Einkaufswagen randvoll, und bis auf Fleisch, einige frische Lebensmittel und alkoholische Getränke hatten wir alles beisammen, was wir für die kommenden Wochen brauchen werden. So fanden auch vier (!) Gläser Nutella ihren Weg in den Einkaufswagen. Trotz des Preises war Ruth nicht bereit, auch nur auf ein einziges davon zu verzichten. Es machte Spaß, die Sachen in aller Ruhe im Auto zu verstauen, für alles einen Platz zu finden und sich so auf das Campen zu freuen.

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Danach saßen wir ein wenig vor unserem Zimmer im gemütlichen Innenhof und aßen Wildschinken, Käse, Tomaten und Brot. Gegen halb vier machten wir uns auf den Weg nach Walvis Bay. Entlang der Küstenstraße fuhren wir zwischen Dünen und Meer nach Süden. Der Wind wehte den Sand quer über die Fahrbahn. Südlich von Walvis Bay befinden sich große Becken, in denen durch verdunstendes Meerwasser Salz gewonnen wird. Zwischen diesen Becken kann man auf einem Weg mit dem Auto fahren. Wir sahen einige Flamingos und Reiher und konnten die rote Farbe in den Salzwasserbecken erahnen, die durch besondere Algen entsteht. Nachdem die Sonne untergegangen war, kehrten wir wieder um.

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Um halb sieben gingen wir mit Meike und Klaus in den Leuchtturm zum Abendessen. Dort gibt es Fischgerichte, Wild und Pizza. Wir aßen Butternut-Kürbis-Suppe und Oryx, das ganz hervorragend schmeckte. Wie immer war es ein sehr netter Abend mit den beiden.
Morgen früh wollen wir zum Sonnenaufgang in die Mondlandschaft fahren und anschließend unsere Ausrüstungskiste abholen. Dann gibt es noch einiges einzukaufen. Wir freuen uns.

Tageskilometer: 98

zum nächsten Tag
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zuletzt bearbeitet 17. Apr. 2013
8'672 Beiträge · seit 201011. März 2013 · #16
Sodele, bin nun auch dabei - und freu mich schon auf diese große Schleife, die Ihr gefahren seid 🙂 !

Allerdings bewundere ich eure Energie - gleich nach Schulschluss los und dann bis zum Ende der Ferien - mus Ruth denn nicht schon in der letzten Ferienwoche am Start sein (bei uns ist donnerstags vor Schulbeginn schon GLK 😠 ) ?

Edit: hab nachgelesen: 41 Nächte => Ihr seid also doch nicht bis zum letzten Tag unterwegs!

Egal - jetzt bin ich sehr gespannt, wie es weitergeht (wobei ich mich auf den schrecklichen Teil nicht freue.... 🙁 ) .

LG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 11. März 2013
5'479 Beiträge · seit 200911. März 2013 · #17
Hallo,

ich habe Euren letzten Reisebericht noch in bester Erinnerung und freu mich deshalb ganz besonders darauf zu lesen und zu sehen, was Ihr auf dieser außergewöhnlichen Route so alles erlebt habt.

Fotos und Text stehen in einem sehr ausgewogenen Verhältnis. So gefällt es mir sehr gut.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
1'271 Beiträge · seit 200711. März 2013 · #18
Hallo Ihr beiden,

auch ich bin eingestiegen und freue mich auf Eure lange Reise und alle guten und schrecklichen Erlebnisse (ok, auf letztere natürlich weniger).

Ein bisschen neidisch (oder vielleicht auch mehr 😗 ) bin ich natürlich auf Eure 41 Nächte. Das muss bei uns wohl noch bis zur Rente warten, denn bis dahin gibt mir Markus höchstens 15 oder 16 Tage Zeit für eine Reise aufgrund der Arbeit 🙁

Ich freue mich auf die Fortsetzung, vor allem auch auf Eure wunderschönen Bilder (das letzte mit der "Fotografen-Silhouette" finde ich hammermäßig).

Schöne Grüße,

Nicole
Reisebericht Tansania 2010 Reisebericht Südafrika 2011 Reisebericht Uganda 2012 Reisebericht Kenia 2013
312 Beiträge · seit 201311. März 2013 · #19
Hallo,

ich bin Neuling hier, plane die erste Reise nach Afrika / Namibia und freue mich auf den Reisebericht. So lange Zeit zu haben - beneidenswert.
Vielen Dank fürs Schreiben und die tollen Bilder bisher...und gerne mehr davon.

Liebe Grüße
DoNo
935 Beiträge · seit 200611. März 2013 · #20
Hallo ihr zwei!
Ich steige auch schnell an Bord 🙂
Irritiert bin ich nur von:
Jürgen liegt immer noch zusammengerollt im Keller
😵
Liebe Grüße
Rebecca