Air Namibia

91 Antworten · 20,5k Aufrufe · gestartet 28. Feb. 2013 von Kris
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Themenstarter9 Beiträge · seit 201328. Feb. 2013 · #1
Hallo habe mich heute mit einem Reiseveranstalter zum Thema Flüge nach Namibia per Air Namibia auseinandergesetzt.
Er hat mir davon abgeraten immoment mit Air Namibia zu fliegen, da es dem Unternehmen wirtschaftlich wohl zur Zeit nicht gut geht. Die Gefahr bestehe seiner Meinung nach, dass man Tickets kauft und das Unternehmen insolvent gehen könnte und man eventuell kein Geld zurückbekommt.

Ich wollte diese Information nur mal hier teilen. In wie weit das überhaupt stimmt kann ich nicht sagen habe sonst dazu nichts gefunden.

Grüße,
Kris
1'409 Beiträge · seit 201028. Feb. 2013 · #2
Hallo Kris,

nix Neues...guckst Du hier:
http://www.namibia-forum.ch/forum/14-fluege/269738-air-namibia-flugplanaenderungen.html

Grüße
Fleur
https://www.TickerFactory.com/ Bots Zim 2014 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/283181-auf-tuchfuehlung-mit-zimbabwe-die-zim-light-tour.html KTP 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/278551-ktp-ja-wo-sind-denn-alle-hin.html CKGR/KTP 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/236736-schee-waras-ckgr-a-ktp-april-2012.html Nam/Bots 2011 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/195675-wie-alles-begannnambot-april-2011.html
126 Beiträge · seit 200928. Feb. 2013 · #3
Hallo zusammen,

ich verstehe das nicht. Einerseits wollen alle direkt nxhr windhoek fliegen. Am besten per Buissinsess Class oder Buissiness-Class Sitzen und das alles zum Sparpreis. Auf der anderen Seite meckern alle über die Unzuverlässigkeit der Fluggesellschaft oder über die Belastungen für das so geliebte Land. Also buche nalle um!

Ich werde trotzdem versuchen direkt nach Windhoek zu fliegen und das am liebsten per Buissiness-Class. Und ich buche - obwohl mir das Geld weh tut - direkt B-Class. Das LAnd hat diese Unterstützung verdient!

Liebe Grüße

PS: Ich poste das bewust mehmals!
Themenstarter9 Beiträge · seit 201301. März 2013 · #4
Ich wollte hier nur die Info teilen. Wenn man nachher da steht und kein Geld zurückbekommt ist das sehr ärgerlich. Dem Unternehmen ist natürlich nur zu wünschen das es nicht insolvent geht.
Vielleicht sollte man nur die Buchung bei dieser Airline mit einer gewissen Vorsicht genießen. Mir wurde wie gesagt davon ausdrücklich abgeraten.
33,1k Beiträge · seit 200601. März 2013 · #5
Hallo zusammen,

dieses namibische Finanzjahr, d.h. vom 1. April 2013 bis 31. März 2014 geht Air Namibia nicht pleite, da der Staat bis zu 700 Mio. N$ dazu gibt. Also ist die Angst einer Insolvenz für die Zeit bei kaum einer Fluggesellschaft niedriger als bei Air Namibia 🙂 Die Finanzministerin hat aber eine Lösung in dem Finanzjahr angemahnt!

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 01. März 2013
Gast01. März 2013 · #6
Hallo Kris, ich muß mich in meinen Zeilen durchaus - r2d2 und Travel Namibia - anschließen.
Ich verstehe das auch nicht, denn die Maschinen von AN sind fast zu allen Zeiten ausgebucht. Ich hatte große Probleme wieder meine Flüge für meine Gruppenreise im November zu blocken. Zur Info, ich fliege seit 2004 meist 3 oder viermal im Jahr nach Nam und hatte mit der AN noch niemals Probleme. Ist halt ein langer Flug, aber wenn man mit anderen Gesellschaften fliegt ist die Flugdauer noch länger und umständlicher. Ich würde es natürlich auch begrüßen, daß man eine andere Fluglinie ab München einsetzt, denn auch ich habe unter meinen Gästen immer einige Österreicher und Schweizer.
Daß AN in die Pleite rutscht, na das passiert auch anderen Linien, von der SAA hat man das unlängst auch behauptet. Da die AN eine staatliche Linie ist, wird es bestimmt nicht passieren, daß man seine eigene Gesellschaft umkippen läßt. Richtige Möglichkeiten und die Führung in der oberen Ebene muß man mal Spezialisten überlassen, da hängt halt das Problem.
Mit lieben Grüßen aus Fuerteventura
Waltraud Wolf
49 Beiträge · seit 201201. März 2013 · #7
Hallo,
mein größter Alptraum sind " Spezialisten". Ein russischer Bauarbeiter sagte mir mal vor einem Betonmischer
" Ich sein Spezialist für Mischen". Sprachs und warf 2 Schippen Zement hinein. Zuvor hatte er 30 Schippen Sand hineingetan. Ich nehme mal an, russischer Zement ist viel ergiebiger als deutscher Zement!

Im Ernst: Air Namibia braucht wirklich neue Ideen und keine neuen " Spezi- Spezialisten" die den alten Trott mit neuem Gewand versehen.

Wäre ich Manager von Air Namibia, würde ich auf Klasse statt auf Masse setzen.
7 Sitzreihen hinten raus und viel mehr Sitzfreiheit in den verbliebenen Sitzreihen.
Dazu nicht mehr diese Mini- Portionen von Hühnchen mit Reis, Brötchen und Kuchen u.s.w., sondern ein richtiges kontinentales Abendessen und Frühstück. Qualität zum fairen Preis eben.
Weiterhin, konsequente Abstimmung aller Anschlussflüge- insbesondere der Inlandsflüge!. Windhoek als Drehkreuz für das gesamte südliche Afrika, so schlimm ist das angesichts der Marktlage nicht zu bewerkstelligen.
Und wo wir gerade dabei sein: Zwei wesentliche Dinge sind unverzichtbar für den Erfolg:
1. absolute Zuverlässigkeit und 2. konsequente Klartext- Kommunikation mit allen Partnern und den Kunden.
Dass die Maschinen technisch IO sein müssen, versteht sich von selber! Was nützt mir das schönste Frühstück, wenn es das Lletzte meines Lebens gewesen ist!
Es wird doch wohl mal bitteschön möglich sein, Ordnung in den Laden zu bekommen. Woanders gehts doch auch!
Aber: unkonventionelle Ideen- und dies ist das absolute NOGO in deutschen Behörden- sind gefährlich! Die bringen Alles durcheinander, fordern eine Umstellung. Bloß nicht an die heiligen Kühe rangehen. Immer alles schön nach Vorschrift und nie ohne 5- fache Antragsformulare. Dabei schön dem Vorgesetzten in den Allerwertesten kriechen und dabei kräftig nach unten treten. Das merken wir doch in Deutschland und auch in Namibia tagtäglich! Und dabei sitzen überall die Spezialisten, hochdekoriert und bestbezahlt. Air Namibia ist im Prinzip überall und nur die Bezeichnung muss ausgetauscht werden. Haribo oder Transnamib, Air Berlin und Erongo Red und so viele andere.

Ideen braucht das Land und Menschen, die nicht nur den Gehaltsscheck am Monatsende sehen, sondern auch ihre objektive Leistung und die sich für ihre Arbeit begeistern. An dieser Stelle ein herzlichen Dank an Alle, die tagtäglich mehr als nur das Geforderte tun! Die gibt es nämlich auch- und nicht nur bei Air Namibia- das will ich nie vergessen!

Im Übrigen: wer mal eine Bohrinsel ganz aus der Nähe sehen will- im Hafenbereich WaB liegt eine zur Reparatur und ist auch von den öffentlichen Plätzen gut einsehbar!
Liebe Grüsse aus dem dunklen Walvis Bay
Lambadaman
zuletzt bearbeitet 01. März 2013
Gast01. März 2013 · #8
Hallo,
lambadaman schrieb: Wäre ich Manager von Air Namibia, würde ich auf Klasse statt auf Masse setzen.
7 Sitzreihen hinten raus und viel mehr Sitzfreiheit in den verbliebenen Sitzreihen.
7 Sitzreihen raus bedeutet, dass der Preis in der Economy von aktuell durchschnittlich vielleicht 900 EUR auf durchschnittlich 1.215 EUR steigt (20 statt 27 Eco-Sitzreihen in den neuen A330-200). In der Nebensaison kosten die günstigsten Tickets dann knapp 1.000 EUR und in der Hauptsaison werden 1.500 EUR aufgerufen. Ich bezweifle, dass Du damit die Massen begeisterst. Dann lieber - was sehr viele Airlines mittlerweile machen - das Angebot aufsplitten und offiziell eine Premium Economy einführen. So halb praktiziert AN so etwas in der Art ja schon.
lambadaman schrieb: Es wird doch wohl mal bitteschön möglich sein, Ordnung in den Laden zu bekommen. Woanders gehts doch auch!
Woanders gehen Airlines einfach pleite. Woanders stellt der Staat nämlich keinen Freibrief für jegliches Missmanagement aus, in dem er eine Airline zuverlässig Jahr für Jahr mit hunderten Millionen rettet. Und woanders haben Airlines eine lebensfähige Größe. Egal ob Flugzeuge, Essen, Kerosin, Wartung, Ersatzteile,... Air Namibia kauft im Vergleich zu Airlines wie Emirates und Lufthansa alles nur in homöopathischer Dosis und deshalb wohl meistens zum höheren Preis ein. In einer der großen Allianzen, die zunehmend auch Einkaufsgemeinschaften sind, ist AN auch nicht. Schiwerig dann wettbewerbsfähig zu sein.

Diese Air Namibia ist meiner Meinung nach nicht profitabel zu bekommen. Im besten Fall kann man sie aber vielleicht in einen Zustand bekommen, wo sie statt wie aktuell 1 Mrd Subvention pro Jahr zuverlässig mit einem Zuschuss von 50-100 Millionen pro Jahr auskommt. Und dann kann Namibia eventuell begründet sagen: Das ist es uns wert.

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 01. März 2013
2'664 Beiträge · seit 201201. März 2013 · #9
Hallo Guido,
stelle Dir mal vor daß die AN nach der Unabhängigkeit mal eine ganz enge Kooperation mit der Lufthansa hatte, und dann in einem Anfall des Größenwahnes meinte, man könne es sich als namibische Superairline von Weltformat leisten, die LH hinauszuwerfen.

Das war damals als sie den ersten Spacko-Supermanager aus arabischen Landen eingekauft hatten, und im Unabhängigleitskoller über dem lieben Gott schweben konnten vor lauter Größenwahn der damals frisch regierenden Swapo. Nicht umsonst blitzen sie seitdem bei der LH ab.

Die AN hatte ja auch einen CEO namens Riedel, der die AN auch in schwarze Zahlen brachte. Er hatte aber den angeborenen Fehler fehlender Pigmentierung, und man meinte, deshalb auf ihn verzichten zu können. Das Ergebnis sieht man (leider). Daß solche Leute nie mehr zurückkommen wollen ist doch naheliegend.

Das Problem ist, daß wir uns hier die Finger wund schreiben können, es liest dennoch niemand der AN diese Beiträge. Also alles für die Katz. Es kommt an den "richtigen" Stellen nichts an.

Gruß
H.
49 Beiträge · seit 201202. März 2013 · #10
Hallo Guido,

ich möchte ja nicht pingelig sein, aber der von Dir beschriebene A 330-200 hat genau in der 2- Klassenteilung 30 /263 Sitzplätze.
Da Air Namibia über 2,5 Klassen ( Bus./ PremEco/ Eco) verfügt, ergibt sich eine Aufteilung von
36/12/205 - alles in der Grundausstattung wohlgemerkt!
Ethiad Airlines hat z.B.eine andere Aufteilung 12/42/183, was allerdings nicht unbedingt mehr Platz in der Economy- Class bedeutet, da es in der Business- Class eine Sitz-Reihe mehr gibt.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Airbus_A330-200#A330-200

Belässt man bei Air Namibia die Business und Eco´bei 36/12 Sitzen, dann wäre bei 183 Sitzen in der Eco quasi ca. 15 cm mehr Beinfreiheit gegeben. Bitte bedenke, dass im hinteren Flugzeugbereich die Anzahl der Sitzplätze pro Reihe geringer als in den vorderen Flugzeugbereichen ist..
Mit 15 cm mehr Beinfreiheit und einer Fußauflage ( wenn ein Mediziner im Forum dies liest, vielleicht kann er uns aufklären, welche Bein- / Fußstellung während eines Langstreckenfluges am Entspannendsten und Gesündesten sei) ist schon ein ziemlicher Komfort verbunden.

Selbst wenn der Flugpreis moderat steigen sollte, bitte gehe nicht von dem Endbetrag aus, denn die Flughafengebühren und Steuern beeinflusst dies nur indirekt.
Ich habe mal etwas fix über den Daumen kalkuliert und zwar:
Der A 330-200 wird mit 3 verschiedenen Triebwerken ausgestattet. Nehmen wir jene mit dem höchsten Verbrauch . Im Gegensatz zur sparsamsten Ausstattung wäre der max. mögl. Verbrauch auf 12.000 Km 139.090 Liter. ( Geringster 109.000 Liter!) Entfernung FRA- WDH 9500 Km hin und zurück also ca. 20.000 Km
Ich habe eben auf dem Airport HAJ gecheckt, Kerosin wird dort heute mit um die 0.56 Euro Cent gehandelt. Wie auch immer. Lt. http://www.thefinancials.com/Samples/i009579v.PDF, beträgt der Liter Kerosin ( US Gal - 3,785 Liter) z.Z. 0,74 US$, was ca. 0,56 Euro entspricht. ( Die Nachkommastellen sind natürlich gerundet)
Kerosinkosten geteilt durch Anzahl der verfügbaren Sitzplätze ergibt 560..- Euro pro vorhandener Sitzplatz. Wenn jeder Sitzpatz einen weiteren Ertrag von 250.- Euro erbringt, beträgt der reine Flugpreis / Platz 810.- Euro,
Angesichts der Tatsache, dass Air Namibia den regulären Flugpreis, wieder Hin und zurück mit über 1200.- Euro bewirbt, frage ich mich, wo das Problem liegt, wenn die Gebühren und Abgaben mit 250- 400.- Euro pro Platz und HinRück angegeben werden.

Wir sollten nicht vergessen: Zusätzlich kommen die Einnahmen aus der Business- und Economy Class, sowie die Erträge aus dem Cargo- Geschäft.

Was bedeutet dies? Meinst Du, die Passagiere würden einen Schnupfen bekommen, wenn sie den regulären bisherigen Preis bezahlen müssten, dafür aber eine wesentlich höherwertige Leistung erhalten? Bedenke bitte mal, wievielen Foris die Euros " schnuppe" gewesen wären ( ich weiß, das ist viel Geld... ) wenn sie pünktlich und ohne Umbuchung in oder aus dem Urlaub gekommen wären.

Nun könnte ich dies auf den Mietwagen in Namibia umrechnen. Ich habe es mal überschlagen. Für den Betrag eines umgerechneten Flugkilometers fährst Du keinen Kilometer mit dem Auto, weil der Vermieter seine Wagen nicht verschenken kann und will und das Benzin ( ohne Steuern) schon teurer ist als Kerosin.

Die Materie ist also ziemlich simple kompliziert, wenn man sich mal die Kosten überschlägt. Das Problem bei AN ist aber: Wo bleibt das Geld ?????? Dazu müste ich die Bücher einsehen. Ich frage mal morgen dort an 😄
Wenn die 5 Mio. offene Forderungen gegen sich haben, haben die folgerichtig einen Monat!!! keinen Cent für Kerosin bezahlt. ( Nur in Windhoek und nur Flug ab ! ) Das wirft weitere Fragen auf!

Nein, lieber Guido, es muss anders gehen- und es geht anders. Wenn man will und den richtigen Weg zum richtigen Ziel wählt. Ich habe manchmal das Gefühl, dass einige wenige!!!! Unternehmer in 5 Jahren Multi- Millionäre sein wollen- und Alles dafür tun! Egal, ob die Firma dabei krachen geht! Das dies nicht auf Dauer und unter Garantie funktioniert, dies brauche ich wohl gerade in diesem Forum, wo viel bessere und professionellere BWL- er am Schreiben sind, nicht extra ausführlich erwähnen.

So, nichts für ungut, gegen mein Hobby kann ich leider nur wenig tun, darum tue ich es ja!

Liebe Grüsse aus dem nächtlichen WaB
Lambadaman
49 Beiträge · seit 201202. März 2013 · #11
Du, Swakop1952, da bin ich mir nicht so ganz sicher! Ich staune manchmal, was da für Reaktionen auf Äußerungen zurückkommen, wo ich nie erwartet hätte, dass das Jemand Offinzielles wahrnimmt!
Wie auch immer...

Liebe Grüsse aus dem noch immer dunklen WAB
Gast02. März 2013 · #12
Hallo,
lambadaman schrieb:ich möchte ja nicht pingelig sein, aber der von Dir beschriebene A 330-200 hat genau in der 2- Klassenteilung 30 /263 Sitzplätze.
Da Air Namibia über 2,5 Klassen ( Bus./ PremEco/ Eco) verfügt, ergibt sich eine Aufteilung von
36/12/205 - alles in der Grundausstattung wohlgemerkt!
Bevor Du munter Berechnungen anstellst, informiere Dich doch einfach über die konkrete Bestuhlung der Air Namibia-Maschinen, statt aus Wikipedia eine von 3.500 möglichen Konfigurationen zu picken, die hier völlig irrelevant ist. Air Namibia bekommt die A330-200 mit 30 Business- und 214-Economy-sitzen (Quelle Air-Namibia-Pressemitteilung). Das ergibt üblicherweise 27 Reihen in der Economy (25 volle Reihen mit 8 Sitzen und am Ende 2 mit 7 Sitzen). Auf den Rest Deiner Berechnungen will ich nicht eingehen.
Swakop1952 schrieb:Das Problem ist, daß wir uns hier die Finger wund schreiben können, es liest dennoch niemand der AN diese Beiträge. Also alles für die Katz. Es kommt an den "richtigen" Stellen nichts an.
NTB und viele Tourismusanbieter lesen hier schon mit. Die CEO von AN, Finanzminister etc. aber wohl eher nicht, da hast du Recht. Was mich ehrlich wundert ist, dass in Namibia von den Steuerzahlern niemand auf die Barrikaden geht und mal vor Gericht klagt. Air Namibia kostet die schließlich heftigst Geld. Soweit ich weiß steht in Namibia im Gesetz, das SOEs jährlich Abschlüsse publizieren müssen. Das macht Air Namibia offenbar nicht. Deshalb wissen weder Medien noch Bürger, wie mies die Lage wirklich ist und wo das Geld bleibt. Und der Staat in Person der Finanzministerin weigert sich aktuell trotz x Nachfragen von verschiedenen Medien die Summe zu beziffern, die AN nun aktuell wieder bekommt. Wie kann das sein? Es geht nicht um ihre Privatschatulle sondern Steuerzahlergeld. Diese Intransparenz ist der Beginn allen Übels. Die zuständigen Minister haben so keinen Zwang, mal ihrer Aufsichtsfunktion nachzukommen. Und das setzt sich natürlich nach unten fort. Und ich kann nicht verstehen, das Regierung und AN mit der Heimlichtuerei und dem Gemauschel immer durchkommen.

Beste Grüße

Guido
33,1k Beiträge · seit 200602. März 2013 · #13
Hi Guido,

da Air Namibia ja sozuagen Dein Steckenpferd ist 😉, habe ich mal eine Frage bzw. bitte um Deine Meinung. Denkst Du, dass AN, auch wenn sie endlich mal ein Management hätten, was sich mit Fluggesellschaften auskennt, in der Größe und in der Art keinesfalls überlebensfähig ist?

Das glaube ich nämlich nicht. Sofern man endlich mal fähige Leute (warum gibt man nicht mal lieber 300 der 700 Millionen Finanzspritze für den Manager von Emirates aus - der mal 1 Jahr den Laden schmeisst... Mehdorn würde man sogar für deutlich weniger bekommen ;-))) im Management hat und denen freie Hand lässt (d.h. erstmal 50 % Entlassungen), würde Air Namibia meiner Meinung nach ein Überflieger werden...

Was denkst Du?

Viele Grüße aus dem windigen Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Gast02. März 2013 · #14
Hallo Christian,

Hmm, überlebensfähig, d.h. profitabel ohne Subventionen lässt sich meiner Meinung nach nicht erreichen. Das ist nicht ganz vergleichbar, aber Lufthansa und andere Airlines kommen, wenn sie nicht gerade Minus machen, aktuell in guten Jahren auf Umsatzrenditen von 2-5%. Wenn Air Namibia aufgrund der Winzigkeit im Einkauf für Vieles 5-10% mehr zahlen muss, dann ist bei wettbewerbsfähigen Ticketpreisen jegliches Renditepotential schnell verfrühstückt. Die haben das Einkaufspreisproblem ja auch erkannt und versucht u.a. beim Kerosin Einkaufsgemeinschaften mit anderen afrikanischen Airlines zu bilden, aber das hat wohl bislang alles nicht funktioniert.

Entweder öffnet man den Flughafen Windhoek für andere Airlines und macht Windhoek zu einem echten Drehkreuz, dann hat man bessere Chancen, die Regionalflüge voll zu bekommen, wird dem Wettbewerb auf der FRA-Strecke aber nicht standhalten. Oder man schottet Windhoek weiter ab, dann muss AN das nötige Wachstum auf den Regionalstrecken allein stemmen, was man bisher nicht geschafft hat. Irgendwo wird AN immer gebissen. Ich halte die erste Option aber für weitaus besser. Vor allem für das Land aber auch für Air Namibia. Dann hat vielleicht auch mal eine Allianz Interesse an der Aufnahme von AN, damit sie ihren Kunden lokale Anschlussflüge bieten kann. Momentan würde wohl Skyteam am besten passen, weil die noch gar keinen Partner im südlichen Afrika haben. Oneworld hat da ja schon Comair/BA und Star Alliance hat SAA.

Als reine Regionalgesellschaft wie Comair/BA/Kulula wären die Chancen auf Profitabilität vielleicht besser, aber durch die neuen 10-Jahres-Verträge für die A330 hat man die Weichen ja schon dauerhaft anders gestellt.

Mehdorn ist in Deutschland bei Verbrauchern ungefähr so beliebt wie Blinddarmentzündungen, aber ich glaube der wäre wirklich der richtige Mann für den Job. Sparen kann er und er hat ein hinreichend dickes Fell, um sich gegen politische Einflussnahmen und irgendwelche Befindlichkeiten durchzusetzen. 1-2 Jahre Mehdorn und der Laden wäre schlank. Danach kann (und muss) jemand anders übernehmen.

Wie schon 2 Postings zuvor geschrieben, kann man Air Namibia aber vielleicht in einen Zustand bekommen, der für das Land tragfähig ist. Wenn man zu gut 1 Mrd. Umsatz jährlich 5% d.h. 50 Millionen dazu schießen müsste, dann wäre das im Gegensatz zur aktuellen Lage wohl dauerhaft darstellbar - wenn auch zähneknirschend.

Das alles ist natürlich nur meine rein subjektive Meinung und ich wäre überhaupt nicht traurig, wenn man mich in der Praxis widerlegt. Ich leiste dann gern Abbitte für all meine Kritik.

Beste Grüße

Guido
33,1k Beiträge · seit 200602. März 2013 · #15
Hi Guido,

danke für Deine Meinung. Ich frage mich ob es tragfähige Fluggesellschaften gibt, die ähnlich wie Air Namibia agieren, d.h. im Prinzip nur eine Langstreckenverbindung und dann National-/Regionalstrecken.

Ich kenne zum Beispiel MIAT Mongolian Airlines. Die arbeiten von der Idee her wie Air Namibia, sind auch staatlich und machen von Tag 1 an Gewinn. Sie bieten Flüge von Ulaanbaatar nach Berlin (einzige Langstrecke) und dann regionale Strecken. Und die haben auch Konkurrenz auf der Langstrecke, dennoch ist jeder Flug voll (und das mit Mongolen und weniger Touristen...) und v.a. auf den Regionalstrecken nach Peking etc. Die wiederum haben ihre nationalen Strecken vor kurzem eingestellt, da nicht profitabel. Und ich denke da ist vor allem das Management an dem Erfolg schuld...

Also scheinbar funktioniert so ein Konzept.

Fragen über Fragen.... und keiner hat die ultimative Lösung 😉

Sonnige Grüße aus Windhoek
Christian
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137 Beiträge · seit 200702. März 2013 · #16
Also eigentlich kann einer Fluglinie ja gar nichts besseres passieren als dass sie staatlich ist, subventioniert werden darf und ihr ein Monopol zugeschanzt wird, jetzt müsste sie eigentlich nur mehr fliegen, das wäre das Wesentliche, aber solange dies nicht passiert erübrigt sich jede Diskussion was daraus werden könnte. Wenn sie fliegen würde (und damit meine ich nicht zufällig irgendwann einmal sondern nach fixem Flugplan) kann man sich überlegen, wie man an den Ticketpreisen schraubt. Da die Air Namibia fast ausschliesslich Touristen nach Namibia bringt, kann sich eine Subvention durchaus auszahlen, da die meisten ein Vielfaches des Flugpreises in Namibia ausgeben und damit Mehrwertsteuer abliefern, Arbeitsplätze absichern usw., da lohnt es sich durchaus sich eine eigene Fluglinie mit eigenen Arbeitsplätzen auch subventioniert "zu halten". Immerhin liefern auch die Gehälter der Angestellten wieder Steuern nach Namibia ab. Mit einer eigenen, funktionierenden Fluglinie habe ich als Tourismusland einfach viel mehr Spielraum, nicht nur gegenüber Individualtouristen sondern insbesondere auch gegenüber Reiseveranstaltern. Darüberhinaus bin ich auch bei Import/Export mittels Luftfracht nicht ausschliesslich von Drittländern abhängig.

lg

Ronny
Gast02. März 2013 · #17
Hallo Christian,
travelNAMIBIA schrieb:Ich kenne zum Beispiel MIAT Mongolian Airlines. Die arbeiten von der Idee her wie Air Namibia, sind auch staatlich und machen von Tag 1 an Gewinn. Sie bieten Flüge von Ulaanbaatar nach Berlin (einzige Langstrecke) und dann regionale Strecken.
Guter Punkt. Wenn es so stimmen würde. 😈
Ich kenne die nicht, aber offenbar macht MIAT seit Jahren Verlust. Und offenbar aus sehr ähnlichen Gründen wir Air Namibia. Man zahlt im Einkauf z.B. für Kerosin viel mehr als größere Marktteilnehmer und man hat für eine Airline dieser Größe viel zu viel Personal.
MIAT Struggles to Become Profitable
yyy777yyy schrieb:Da die Air Namibia fast ausschliesslich Touristen nach Namibia bringt, kann sich eine Subvention durchaus auszahlen, da die meisten ein Vielfaches des Flugpreises in Namibia ausgeben und damit Mehrwertsteuer abliefern, Arbeitsplätze absichern usw., da lohnt es sich durchaus sich eine eigene Fluglinie mit eigenen Arbeitsplätzen auch subventioniert "zu halten".
Das stimmt nur dann, wenn man davon ausgeht, dass es ohne Air Namibia am Markt keine Flüge nach Namibia gäbe. Das ist eine sehr unrealistische Annahme.

Und rechnen wir mal: Air Namibia wird dieses Jahr etwa 65.000 Menschen von Deutschland nach Windhoek fliegen. Gehen wir mal davon aus, dass das alles Touristen sind (was in der Praxis definitiv nicht der Fall ist). Mit den bereits bewilligten Geldern für den Businessplan und dem Bailout wird Air Namibia dieses Jahr wohl über eine Milliarde N$ an Subventionen bekommen. D.h. jeder herbeigeflogene Tourist muss vom namibischen Steuerzahler mit umgerechnet 1.300 EUR subventioniert werden. Da willst du nicht ernsthaft argumentieren, dass das Sinn macht und sich über die Mehrwertsteuer rechnet?! Dazu müsste ein durchschnittliches Paar bei 15% VAT dann 200.000 N$ in Namibia ausgeben.

Da können die lieber zu Lufthansa sagen: Ihr fliegt die Leute ganzjährig für 600 EUR Ticketpreis und wir geben Euch 200 EUR pro Ticket dazu. Namibia als Tourismusziel würde boomen und Namibia als Staat käme deutlich billiger weg.

Das ist ja genau der Punkt, weshalb ich das so stark kritisiere. Wir sprechen da eben nicht über einen kleinen Zuschuss für Air Namibia. Wir sprechen über Subventionen in völlig absurden Dimensionen die für den Staat Namibia absolut null Sinn machen.
yyy777yyy schrieb:Immerhin liefern auch die Gehälter der Angestellten wieder Steuern nach Namibia ab. Mit einer eigenen, funktionierenden Fluglinie habe ich als Tourismusland einfach viel mehr Spielraum, nicht nur gegenüber Individualtouristen sondern insbesondere auch gegenüber Reiseveranstaltern.
Auch das stimmt nur begrenzt. Einfluss nehmen heißt vor allem Subventionen zahlen. Derartigen Einfluss kannst Du auch bei externen Airlines wie Lufthansa oder Turkish nehmen. Marketingabkommen, bei denen externe Airlines Zuschüsse erhalten, um bestimmte Destinationen verstärkt zu vermarkten oder überhaupt erst mal anzufliegen, sind auch in der Praxis nicht gerade selten. Eine gängige Praxis ist es z.B. Flughafengebühren auf null zu reduzieren, was Spanien z.B. auf den Kanaren nach dem Tourismuseinbruch in 2008/2009 gemacht hat. Ryanair hat in der Folge massenhaft Verbindungen auf die Kanaren aufgemacht und schaufelt da nun mehr als 1 Million Besucher pro Jahr hin.

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 02. März 2013
33,1k Beiträge · seit 200602. März 2013 · #18
Hi Guido,

das mit der VAT ist eine Milchmädchenrechnung und der kleinste Anteil. Jeder Tourist schafft Arbeitsplätze bei Unterkünften etc die Unternehmenssteuer & Bettenateuer zahlen, die Arbeitnehmer zahlen Einkommenssteuer, die Touristen trinken Alkohol und zahlen Liquor-Steuer usw.

Ich denke schon, dass man sich Gedanken macht ob und wie Air Nam für das Land wichtig ist. Und die "Subventionen" im neuen Finanzjahr sind tlws. für einmalige Neuanschaffungen von Flugzeugen etc. Das Geld ist ja eine Investition und keine Subvention. Zum Tagesbetrieb notwendige Subventionen sind deutlich niedriger!

Aber macht nix, denn NBC (öffentlich-rechtlicher Rundfunk) bekommt in den nächsten 3-4 Jahren um die 4 Milliarden an Zuschüssen 🙂

Gruß aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
1'927 Beiträge · seit 200802. März 2013 · #19
Hallo,

hier wird doch um des Kaisers Bart diskutiert.

AN ist die Nabelschnur der Namibiaurlauber aus Europa, AN wird niemals insolvent. Das weiß auch ENGEN, warum wohl läßt so ein Konzern bei AN sehenden Auges 5 Mio. € Schulden auflaufen 😕

Jede Wette, dass AN gar nicht weiß, ob mit Profit oder Defizit gearbeitet wird. Subventioniert werden heute die meisten Airlines, nur halt etwas subtiler. Gäbe es das nicht, würde das Ticket nach WHK 3.000 € plus kosten, wer vor 20 Jahren geflogen ist, kann das bestätigen.

Dem Kunden kann das alles völlig egal sein. Für mich ist wichtig, dass ich am Abend in den Flieger steige und am nächsten Morgen am Lenkrad meines Mietwagens in WHK sitze 😉

Gruß
Peter
137 Beiträge · seit 200702. März 2013 · #20
Hallo Guido,

bitte immer den ganzen Text lesen und durchdenken und nichts aus dem Zusammenhang reissen!
Ich sprach davon, dass die AN erst einmal natürlich ihre Flüge (mit den neuen Flugzeugen) vernünftig durchführen muss, dann sprechen wir auch sicher nicht mehr von einer Subvention in der Höhe von 1 Mrd. N$. Sollte es keine Nonstop Verbindungen mehr nach Namibia geben, wird die Anzahl der Touristen sicher sinken, auch wenn es Umsteigevebindungen gibt. Und sich als Staat seine eigene Fluglinie subventionieren zu können (und entsprechende Abkommen mit Veranstaltern) heisst auf der sicheren Seite zu sein. Bei Abkommen mit externen Fluglinien wird man erpressbar, ich kenne einige Abkommen z.B. mit der Ryanair, aber auch mit anderen Fluglinien, die sind oft nicht von allzu langer Dauer oder zumindest von den Kosten nicht kontrollierbar. Auch sind Abkommen für Langstrecken wesentlich schwieriger als für Kurzstrecken, mit dem Erlassen der Flughafengebühren machst du hier genau Null Anreiz.
Weiters würdest du auch durch die Verkleinerung auf eine Regionalfluglinie die Stückkosten weiter erhöhen, da die Einkaufsmengen für Treibstoff, Catering etc. weiter zurückgehen und im administrativen Bereich brauchst du de facto die gleiche Anzahl an Mitarbeitern.
Dein Rechenbeispiel ist auch wieder wesentlich zu populistisch ohne wiederum den gesamten Inhalt zu berücksichtigen. Wie ich im meinem Beitrag geschrieben habe, ist die Mehrwersteuer nur ein Teil des Rückflusses an den Staat. Wenn die Anzahl "x" an Touristen weniger kommt, so geben sie die Summe "y" weniger Geld aus, davon 15 % Mehrwertsteuer, das wäre einmal richtig, was fehlt ist, dass aus der Summe "x" an Touristen und der Summe "y" an ausgegebenen Geld die Übernachtungen in Hotel und Lodges, die vermieteten Fahrzeuge, die gebuchten Guides, die Einkäufe in Geschäften usw. ("usw." nicht überlesen, das ist nur ein Teil!) sinken und damit die Erträge der Firmen und die Arbeitsplätze und genau der Verlust dieser Arbeitsplätze ist der volkswirtschaftlich grösste Schaden, denn diese Personen haben dann kein Einkommen mehr, zahlen keine Steuern mehr, bringen keine Investitionen in die innerstaatliche Wirtschaft, erhöhen möglicherweise die Kriminalität usw. Diese Abwärtsspirale darf nicht unterschätzt werden, denn wenn sie einmal in Gang kommt ist sie nur sehr schwer wieder rückgängig zu machen. D.h. eine Subvention (auch wenn die derzeitige Summe sehr hoch ist) in einen Hauptwirtschaftszweig einer fragilen Volkswirtschaft kann durchaus Sinn machen.

lg

Ronny