Langzeitfolgen Malaria

10 Antworten · 12,0k Aufrufe · gestartet 18. Feb. 2013 von OutdoorFan
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Themenstarter11 Beiträge · seit 201318. Feb. 2013 · #1
Hallo zusammen,

eine Bekannte von mir hatte vor einigen Jahren während einer Schwarzafrikatour eine Malariainfektion.

Seitdem hat sie jedes zweite bis dritte Jahr wieder kehrende Malaria-Fieberschüge - so lautet zumindest die Diagnose des Tropeninstituts einer süddeutschen Uniklinik. Zwei andere UNikliniken haben diese allerdings als "nicht möglich" befunden.

Habt ihr schon mal von chronisch wieder kehrenden Malariaschüben nach einer Erstinfektion gehört?

VG
749 Beiträge · seit 200619. Feb. 2013 · #2
hallo outdoorFan,

ein Freund in Südafrika hatte vor vielen vielen Jahren als er in Sambia und
Botswana wohnte Malaria.
Und heute noch - in unregelmäßigen Abständen Malaria-Fieberschübe.
So zumindest seine Aussage und die der südafrikanischen Ärzte.

lg wüstenfee
8'054 Beiträge · seit 200819. Feb. 2013 · #3
Hallo Outdoorfan,

Ein Freund von uns der mehrere Jahren in Kamerum stationniert war hatte sich auch dort die Malaria geholt.B)

Heute lebt er in der Schweiz und hat jährlich Malaria-Fieberschübe ohne nach Afrika zu reisen!😗

Es grüsst
Annick
Südafrika 2014 http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/281763-miam-miam-und-mamamia.html Namibia 2014 [http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283810/-die-frenchies-in-namibia.html] Tansania 2015 [http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285247-tansania-auf-jeden-fall-wieder.html] Uganda/Ruanda 2015 {http://namibia-forum.ch/forum/160-diverses/286948-uga,html} Tanzania 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/288428-rei,html} Südafrika/Simbabwe 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/290185.html} Südafrika Garden Road 2018 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/295032-the-garden-road-ein-bisschen-anders.html Malawi 2018{http://namibia-forum.ch/forum/154-diverses/296097-reisebericht-malawi-august-2018.html}
2'530 Beiträge · seit 201119. Feb. 2013 · #4
Das sind meistens die Folgen einer zu späten Behandlung! Wenn aus dem Urlaub zurück und man bekommt kurz darauf Anzeichen einer Grippe dann sofort zum Malariatest! Kann ja nicht schaden.
Best Regards Adolf Conservation is our passion! Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'! Sponsor of Desert Elephant Conservation. Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA. Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
319 Beiträge · seit 201219. Feb. 2013 · #5
Die Leute sind entweder an Malaria quartana oder Malaria tertiana erkrankt. Bei diesen Malariaformen sich parasiten in der Leber einnisten können und dann nach längerer Zeit wieder einen Ausbruch bewirken können. Trotzdem sind diese Malariaformen auch voll ausheilbar. Nach der eigentlichen Malariabehandlung gibt man Primaquin um auch die Erreger in der Leber abzutöten.

Bei Malaria tropicana braucht man vor später wiederkehrenden Fieberschüben keine Angst zu haben. Entweder man besiegt dies Malariaform oder man stirbt an ihr. Wenn man diese Malariaform überstanden hat, ist sie auch vollständig ausgeheilt.

toumtoum
Themenstarter11 Beiträge · seit 201318. Juli 2013 · #6
Hi - verspätete Rückmeldung: Die Diagnose wurde nun noch von einem zweiten Uniklinikum bestätigt, jeweils mit Untersuchung am Tropeninstitut. Heftig, dass sich Ärzte (selbst an der Uni) da nicht ausreichend auskennen. :/
277 Beiträge · seit 201318. Juli 2013 · #7
Vielleicht ist es eine Nebenwirkung der Artemisinin-Kombinationspräparate, die zur Behandlung der Malaria oftmals eingesetzt werden. Das ist gar nicht so selten.

Dann hätte sie allerdings wahrscheinlich auch eine Hämolyse, also simultan zu den Fieberschüben einen Verfall der roten Blutkörperchen.
3'883 Beiträge · seit 201118. Juli 2013 · #8
OutdoorFan schrieb:
eine Bekannte von mir hatte vor einigen Jahren während einer Schwarzafrikatour eine Malariainfektion.

Seitdem hat sie jedes zweite bis dritte Jahr wieder kehrende Malaria-Fieberschüge - so lautet zumindest die Diagnose des Tropeninstituts einer süddeutschen Uniklinik. Zwei andere UNikliniken haben diese allerdings als "nicht möglich" befunden.

Habt ihr schon mal von chronisch wieder kehrenden Malariaschüben nach einer Erstinfektion gehört?
Das ist keine Seltenheit, sondern war zumindest früher üblich. Falls mit der süddeutschen Uni Tübingen gemeint sein sollte, würde ich den Fachleuten dort vertrauen.

Ich halte eine Diskussion unter Laien über Diagnosen (wieso, weshalb, warum) im übrigen nicht für sinnvoll.

LG freshy
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7'296 Beiträge · seit 200618. Juli 2013 · #9
freshy schrieb:
Ich halte eine Diskussion unter Laien über Diagnosen (wieso, weshalb, warum) im übrigen nicht für sinnvoll.
... da gebe ich Dir teilweise recht.
Der Hinweis von toumtoum ist aber durchaus sinnvoll. Bis heute geistert "das Wissen" durch unzählige Köpfe, dass nach einer Malariaerkrankung auf Lebenszeit zwangsläufig immer wieder Fieberschübe auftauchen. Und diese lassen sich durch Bekämpfung der in der Leber befindlichen Parasiten in der Regel vermeiden.
Im konkreten Fall weiß man hier aber nichts über den Krankheitsverlauf und die Malariaform. Neben der M. tropica, M. quartana und M. tertiana gibt es nämlich noch etliche andere, weniger bekannte Malariaformen. Somit bleibt hier eh alles Spekulation.

@fittken
Malaria geht immer einher mit dem Verfall der roten Blutkörperchen. Es liegt an der "Arbeitsweise" der Parasiten, dass diese dabei zerstört werden.

Ich hänge hier mal ein Video mit der vereinfachten Darstellung des Lebenszyklus der Parasiten an.

Bei YouTube ansehen ↗



Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
277 Beiträge · seit 201318. Juli 2013 · #10
BikeAfrica schrieb:
@fittken
Malaria geht immer einher mit dem Verfall der roten Blutkörperchen. Es liegt an der "Arbeitsweise" der Parasiten, dass diese dabei zerstört werden.

Das ist klar, es gehört aber eben auch zu den seltenen Nebenwirkungen der Artemisinine, dass es nach bereits durchgestandener Malaria zu dieser Hämolyse mit Fieberschüben kommen kann.


Aber das sind natürlich alles nur Mutmaßungen. Mit den hier gegebenen Informationen kann man nur spekulieren, ich würde da den Tropenmedizinern vertrauen.

Viele Grüße!
zuletzt bearbeitet 18. Juli 2013
5 Beiträge · seit 201314. Okt. 2013 · #11
Ein Freund von mir hatte bereits Malaria..was er mir so beschrieben hat, ist das keine wirklich spaßige Angelegenheit..
Aber ich glaube auch, dass wir in Deutschland gute Tropenmediziner haben, die bei Bedarf schnell und sicher helfen können!