Reise nach Uganda

24 Antworten · 8'172 Aufrufe · gestartet 25. Jan. 2013 von Michi1980
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Themenstarter26 Beiträge · seit 201125. Jan. 2013 · #1
Guten Morgen,

mein Mann und ich planen im Juni 2014 eine Reise nach Uganda und eventuell Ruanda. Der erste Reiseführer ist bereits gekauft nun stellt sich für uns aber eine grundlegende Frage. Wie wollen wir Uganda bereisen? Mit einem Reiseveranstalter oder doch auf eigene Faust? Wir waren bis data 3x in Afrika unterwegs immer auf eigene Faust mit einem Toyota Hilux und Dachzelt. (Südafrika, Namibia und Botswana)

Vielleicht könnt ihr mir hierzu ein paar Tipps geben, Reiseveranstalter die ihr empfehlen könnt.
Ich habe auch gelesen, dass es Mietwagenfirmen gibt, die das Auto mit Fahrer vermieten, könnt ihr mir hier eine Firma empfehlen?

Sollten wir selbst das Auto fahren, wie schaut es mit den Versicherungsbedingungen aus, ähnlich wie in Namibia?

Ich glaube eine Reisegruppe ist nicht unbedingt unser Ding.

Heute findet ein Diavortrag über Uganda statt, freu mich schon darauf.

Für ein paar Anregungen und Tipps wäre ich sehr dankbar.

Liebe Grüße aus Österreich
Michi
3'700 Beiträge · seit 200925. Jan. 2013 · #2
Hallo Michi,

Uganda ist problemlos als Selbstfahrer zu bereisen, wenn man die großen touristischen Hauptrouten nutzt und ein bisschen auf die Jahreszeit achtet(Regenzeit).

Auf jeden Fall kann man so eine Menge Geld sparen. Unser Autovermieter, Alpha-rent-aCar in Kampala, wo wir für 60 US $/Tag in 2012 einen 4x4 Toyota Hilux Surf gemietet haben, bietet auch gegen Aufpreis einen Fahrer an, der Euch fährt. Ist vielleicht ein Kompromiss für Euch. Der Geschäftsführer Douglas ist über die Email alphabetarentals@gmail.com zu kontaktieren und antwortet eigentlich recht zügig.

Fotos vom Wagen findest Du in meinem Reisebericht.

Gorillapermits könnt Ihr ebenfalls bei Douglas buchen und ggfs besteht auch die Möglichkeit, dass er Euch Unterkünfte reserviert. Wir haben diese nicht vorgebucht und immer ein freies Bett gefunden.

Den Vertrag, den ich von Douglas in Uganda erhalten habe, sende ich Dir gerne per Email zu. Teile mir per PM ggfs Deine Email mit. Eine Kaution bzw. Anzahlung mussten wir bei Alpha-rent-aCar nicht leisten. Bezahlung bei Übernahme in bar bzw. gegen Gebühr per VISA.

Mit herzlichen Grüßen
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
7'296 Beiträge · seit 200625. Jan. 2013 · #3
Hallo Michi,

ich fand die Fahrweise der Menschen in Uganda ziemlich ok. Da habe ich mich selbst auf Hauptverbindungsstraßen als Radfahrer nicht gefährdet gefühlt - im Gegensatz zu Kenya. Und auf Pisten war es erst recht problemlos. Ich denke, das könnt ihr ruhig als Selbstfahrer machen.
Am Nil bei Jinja (direkt am Victoriasee) gibt es mehrere Raftingunternehmen. Wer Rafting mag, kommt hier auf seine Kosten. Die Strecke gehört weltweit zu den drei heftigsten, die man als Anfänger überhaupt befahren darf. Auf www.raftafrica.com gibt es aber auch Tipps zu Nationalparks und Safaris.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
45 Beiträge · seit 201225. Jan. 2013 · #4
Hallo,

wir waren im Dezember als Selbstfahrer in Uganda mit Camping - 4*4 von Douglas mit Kühlschrank. Zelt auf dem Dach. 140 US je Tag. Es war sehr gut und hilfreich auch gerade in den Parks dann günstig zu schlafen, statt in teuren Lodges. Außerdem nah an der Natur.

Ich würde aus heutiger Sicht empfehlen nur selbstzufahren, wenn man Offroad-Erfahrungen hat und wenn man weiß, wie man aus Matschlöchern wieder rauskommt. Es war keine Regenzeit und wir sind ab und zu einfach so in den Graben gerutscht. Ist nicht so funny.

Die Straßen ansonsten sind nicht viel befahren, es gibt aber auch nur wenige Teerstraßen. Die Sandpisten sind staubig und man braucht einfach extrem viel Zeit. Auch in den Parks, vor allem Murchison-Park sind die Straßen eher wie ausgetrocknete Flussläufe zu verstehen und es humpert und bumert die ganze Zeit. Ich stelle demnächst mal Fotos ein, damit Du ein kleinen Eindruck erhälst. Ich halte Uganda für Urlaub für Fortgeschrittene Stufe 2 bei Selbstfahrern. Würde es empfehlen ohne Frage, allerdings gibt es keine Beschilderung, abkürzungen würde ich nicht empfehlen und man braucht Navi+Karte und Nachfragen. Und auch dann haben wir uns oft genug verfahren (vor allem beim Bwindi).

Mit Fahrer oder Guide hätte ich überhaupt keinen Nerv. Immer zu dritt, auch beim Essen, habe wir oft gesehen. Und meistens kann man sich nicht unterhalten (so sah es jedenfalls aus).

Im Forum steht schon sehr viel zum selberfahren. Kommt also auf Eure Erfahrung an und etwas auf die Nerven. Aber es ist nicht gefährlich. Die Ugander sind sehr sehr nette Menschen.

Viel Spaß beim planen Tanja
45 Beiträge · seit 201225. Jan. 2013 · #5
Hallo,
habe noch etwas vergessen. Mit Namibia ist hier nichts vergleichbar, auch die gute Autoausstattung nicht. Namibia ist easy im Vergleich zu Uganda. Auch in den Parks ist nichts beschildert. Die Tierwelt ist im Vergleich zu den anderen afrikanischen Ländern eher in der Minderzahl und manchmal sieht man auch stundenlang kein Tier. Schimpasentrek Kibale und Gorillatrek sind natürlich schon einmalig. Grüße
1'271 Beiträge · seit 200725. Jan. 2013 · #6
Hallo,

wir waren im Oktober/November 2012 als Selbstfahrer in Uganda. Es ist ein einmalig schönes Land, und das bei weitem nicht nur wegen der Schimpansen und Gorillas.

Wir haben auch bei Alpha Car Rental und Douglas gebucht. Hat soweit alles gut funktioniert, allerdings hatten wir extra einen alten Land Cruiser bestellt, ohne elektrischen Schnickschnack und leider denselben Toyota HIlux Surf bekommen, den auch Marina hatte. Mein Mann wollte unbedingt einen Wagen mit Differentialsperre haben (und das ist auch definitiv ratsam), aber Douglas hatte wohl zu unserer Zeit keinen, obwohl er lange im voraus bestellt war.
Der Surf hat uns überall hingebracht, aber leider sind wir einmal "stecken geblieben", was uns ohne Diff-Lock vielleicht nicht passiert wäre. Aber 11 nette ugandische Herren, die innerhalb von 5 Minuten da waren, haben den Wagen innerhalb von 15 Minuten mit purer Muskelkraft wieder heraus geschoben. So freundlich sind die Menschen in Uganda!!!! Und leider hatte der Surf dieselben Probleme wie bei Marina, eine hintere Scheibe lies sich nicht mehr öffnen und die Scheibe am Kofferraum funktionierte nicht mehr. Das war für mich als ambitionierte Fotografin echt blöd. ABER, wir würden trotzdem jederzeit wieder bei Douglas buchen, nur diesmal definitiv einen alten Landcruiser mit Diff-Lock.

Zu den Strassenverhältnissen muss ich Tanja unbedingt zustimmen. Uganda ist nur etwas für Autofahrer, die Off-Road Erfahrung haben. Wenn wir nur bis Fort Portal bzw. Kibale gefahren wären, würde ich Marina zustimmen, so schlimm ist es nicht. Die Formulierung "wenn man die großen touristischen Hauptrouten" nutzt finde ich ein bisschen witzig, denn so richtig große Hauptrouten habe ich in Uganda nicht gefunden (außer vielleicht die super geteerte Strasse von Kampala Richtung Ziwa nach Norden und die neue geteerte Strasse von Kisoro Richtung Lake Bunyonyi).
Besonders im Bereich Bwindi waren die Strassen so schlecht, wie wir sie im südlichen Afrika noch nie gefahren sind. Du fährst z.T. auf blankem Fels, die Strassen sind so eng, dass man in den Alpen darauf wandern würde 😕 (Umdrehen keine Option), es ist matschig bis zum Abwinken und es gibt keine Rillen, sondern wahre "Flusstäler" in den Strassen bzw. Rumpelpisten. Die Fahrzeiten werden nicht in km, sondern in Zeit angegeben. Wir hatten eine Strecke, wo wir im Bwindi für 10 km 2 Stunden gebraucht haben, und das lag nicht an den Fahrkünsten meines Mannes, der echt super fahren kann. Ich wäre irgendwann stehen geblieben und hätte das Auto stehen lassen.

Wenn Ihr Euch das also zutraut, dann ab nach Uganda als Selbstfahrer. Wir würden es jederzeit wieder tun, obwohl es nicht immer einfach war. Aber man muss es sich schon sehr gut überlegen und seine Fahrkünste realistisch einschätzen.

Die Unterkünfte habe ich vorab reserviert und würde es auch wieder so machen, aber das ist eine sehr persönliche Sache, je nachdem wie Ihr gerne reist. Und wenn Ihr campen wollt, ist das wahrscheinlich auch nicht nötig. Ich habe vor Ort mit Kabiza zusammen gearbeitet, der nach meinen Wünschen die Unterkünfte gebucht hat. Falls Ihr Euch doch für ein Auto mit Fahrer entscheidet, kann ich Euch Kabiza definitiv empfehlen, denn Jon, der Besitzer, hat sehr kundige Guides (die nicht nur als Fahrer, sondern als Guide arbeiten). Er hat auch einen sehr guten Blog Kabiza Blog, der viele Infos über das Land bietet.

Und falls Ihr gerne wandern wollt, kann ich Euch die Wanderung von Buhoma nach Nkuringo empfehlen (wird von Nkuringo Walking Safaris angeboten). Wir hatten leider keine Zeit, aber beim nächsten Mal nehmen wir uns die Zeit dafür. Das Nkuringo Gorilla Camp ist auch super.

Uganda punktet vor allem durch traumhafte Landschaft, sehr freundlichen Menschen und einer schönen Tierwelt, die sich aber nicht mit dem übrigen Ostafrika oder dem südlichen Afrika vergleichen lässt. Wir haben aber trotzdem viel gesehen, man darf halt keine Tiermassen erwarten.

Viel Spass bei der weiteren Planung. Wir werden auf jeden Fall in dieses wundervolle Land zurückkehren und es noch intensiver besuchen.

Schöne Grüße,

Nicole
Reisebericht Tansania 2010 Reisebericht Südafrika 2011 Reisebericht Uganda 2012 Reisebericht Kenia 2013
zuletzt bearbeitet 25. Jan. 2013
7'296 Beiträge · seit 200625. Jan. 2013 · #7
tlkiel schrieb:Mit Fahrer oder Guide hätte ich überhaupt keinen Nerv. Immer zu dritt, auch beim Essen, habe wir oft gesehen. Und meistens kann man sich nicht unterhalten (so sah es jedenfalls aus).
... die meisten Leute in Uganda können eigentlich Englisch. Wenn man einen Fahrer erwischt, der nur Kiswahili, Luganda oder Acholi spricht, wird es natürlich lustig. Ich glaube aber nicht, dass eine Mietwagenfirma ein Fahrzeug an Touristen vermietet und einen Fahrer abstellt, der kein Englisch kann. Ich denke eher, dass die von Dir beobachteten Leute aufgrund der ständigen Nähe zum Fahrer genervt waren und kein Gespräch gesucht haben.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
2'779 Beiträge · seit 200725. Jan. 2013 · #8
BikeAfrica schrieb:
tlkiel schrieb:Mit Fahrer oder Guide hätte ich überhaupt keinen Nerv. Immer zu dritt, auch beim Essen, habe wir oft gesehen. Und meistens kann man sich nicht unterhalten (so sah es jedenfalls aus).
... die meisten Leute in Uganda können eigentlich Englisch. Wenn man einen Fahrer erwischt, der nur Kiswahili, Luganda oder Acholi spricht, wird es natürlich lustig. Ich glaube aber nicht, dass eine Mietwagenfirma ein Fahrzeug an Touristen vermietet und einen Fahrer abstellt, der kein Englisch kann. Ich denke eher, dass die von Dir beobachteten Leute aufgrund der ständigen Nähe zum Fahrer genervt waren und kein Gespräch gesucht haben.

Gruß
Wolfgang
Man fragte uns in Uganda bei Ankunft (ebenfalls mit dem Hilux Surf von Douglas ;=)) in den Lodges immer wo unser Fahrer sei, es scheint daher eher die Norm zu sein mit Fahrer zu reisen als ohne in diesem Land.

Wir konnten dann in den vielen verschiedenen Lodges beobachten wie Fahrer und Gäste vom Frühstück bis spätabends nach dem Essen zusammen waren. Also mehr als 18 Stunden pro Tag zusammen verbracht haben während durchschnittlich 14-20 Tagen. Unvorstellbar für mich.

Was mich interessieren würde ist ob die Fahrer nur in Gesellschaft Ihrer Gäste dasselbe Essen bekommen. Und was ebenfalls nicht zu übersehen ist, die Gäste laden den Fahrer generell zum Trinken ein, und wir haben vorallem Deutsche und Österreicher beobachtet die gerne ihre 3 bis 4 Biere bestellen, je, und dem Fahrer natürlich auch immer. Das geht ins Geld und die Löhne sind niedrig.

Höfliche Distanz und Rollenverteilung sind auf einer mehrtägien Reise sehr wertvoll, vorallem wenn dann Mal nicht ganz alles so läuft wie es sollte hat man die Möglichkeit freundlich aber bestimmt aufzutreten. Der Gast der abends lallend seine Postur verliert hat da nicht dieselben Chancen....

VG leona
Gruss Leona
3'700 Beiträge · seit 200925. Jan. 2013 · #9
Ich glaube aber nicht, dass eine Mietwagenfirma ein Fahrzeug an Touristen vermietet und einen Fahrer abstellt, der kein Englisch kann. Ich denke eher, dass die von Dir beobachteten Leute aufgrund der ständigen Nähe zum Fahrer genervt waren und kein Gespräch gesucht haben.
Vielleicht war auch der Fahrer von seinen Touristen genervt!!! 😈
Wir haben unserem Fahrern in Kenia nicht zumuten wollen auch noch den Abend mit uns verbringen zu müssen. Die waren sicherlich ganz froh auch mal mit ihren Fahrerkollegen zusammen ein Schwätzchen halten zu können. Wenn wir morgens um 07:00 Uhr mit dem Fahrer aufgebrochen sind, haben wir in in der Regel um 16:00 Uhr entlassen. Oder es gab eine entsprechend lange Mittagspause.

Wenn wir gesehen haben, dass unserer Fahrer "einsam" in der Ecke saß, haben wir ihn natürlich immer eingeladen. In den meisten von uns besuchten Unterkünften hatten die Driver die Möglichkeit mit den Gästen im selben Raum an einem eigenen Tisch zu speisen (sogar in sehr hochpreisigen Lodges). Wo dies nicht so gehandhabt wurde, haben wir unseren Driver immer mit an unseren Tisch eingeladen, wenn er das so wollte! Und für einen Drink nach dem Dinner haben wir auch gesorgt. Allerdings kam uns dann der Ramadan dazwischen... 😗

Einen Fahrer über zwei oder drei Wochen 18 Stunden am Tag zu beanspruchen halte ich schlicht für eine Frechheit! Die Leibeigenschaft wurde abgeschafft!

Grüße
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
105 Beiträge · seit 201225. Jan. 2013 · #10
BikeAfrica schrieb:Hallo Michi,

ich fand die Fahrweise der Menschen in Uganda ziemlich ok. Da habe ich mich selbst auf Hauptverbindungsstraßen als Radfahrer nicht gefährdet gefühlt - im Gegensatz zu Kenya. Und auf Pisten war es erst recht problemlos. Ich denke, das könnt ihr ruhig als Selbstfahrer machen.
Am Nil bei Jinja (direkt am Victoriasee) gibt es mehrere Raftingunternehmen. Wer Rafting mag, kommt hier auf seine Kosten. Die Strecke gehört weltweit zu den drei heftigsten, die man als Anfänger überhaupt befahren darf. Auf www.raftafrica.com gibt es aber auch Tipps zu Nationalparks und Safaris.

Gruß
Wolfgang
Bitte unbedingt beachten: Auch nur einmal die Hand in den Nil, Viktoria- oder in die meisten anderen Gewässer halten (bis auf wenige Ausnahmen wie einige Kraterseen) bedarf einer anschließenden Therapie mit Praziquantel, da die kleinen süßen Schistosoma gerne den Körper verlassen möchten!!
Achim
Tschüß Achim
105 Beiträge · seit 201225. Jan. 2013 · #11
Hatten 03/04-2012 auch einen Landcruiser von Alpharental mit zentraler Differentialsperre; damit kamen wir getrost überall hin und durch.
Selbstfahren ist in U. okay, auch Abkürzungen, die wir vorher von Google Earth via Basecamp auf unser Garmin-Nüvi übertrugen, waren gut zu meistern, eben auch in der Regenzeit.
Achim
Tschüß Achim
7'296 Beiträge · seit 200625. Jan. 2013 · #12
Butterblume schrieb:
Ich glaube aber nicht, dass eine Mietwagenfirma ein Fahrzeug an Touristen vermietet und einen Fahrer abstellt, der kein Englisch kann. Ich denke eher, dass die von Dir beobachteten Leute aufgrund der ständigen Nähe zum Fahrer genervt waren und kein Gespräch gesucht haben.
Vielleicht war auch der Fahrer von seinen Touristen genervt!!! 😈
Danke für die Ergänzung. Umgekehrt gilt es natürlich ebenso.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
3'700 Beiträge · seit 200925. Jan. 2013 · #13
Hi Wolfgang,

ich vermute mal, dass es mehr unangenehme Touristen wie Driver-Guides gibt... 😗

Mit herzlichen Grüßen
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
7'296 Beiträge · seit 200625. Jan. 2013 · #14
ochim1103 schrieb:
BikeAfrica schrieb:Hallo Michi,

ich fand die Fahrweise der Menschen in Uganda ziemlich ok. Da habe ich mich selbst auf Hauptverbindungsstraßen als Radfahrer nicht gefährdet gefühlt - im Gegensatz zu Kenya. Und auf Pisten war es erst recht problemlos. Ich denke, das könnt ihr ruhig als Selbstfahrer machen.
Am Nil bei Jinja (direkt am Victoriasee) gibt es mehrere Raftingunternehmen. Wer Rafting mag, kommt hier auf seine Kosten. Die Strecke gehört weltweit zu den drei heftigsten, die man als Anfänger überhaupt befahren darf. Auf www.raftafrica.com gibt es aber auch Tipps zu Nationalparks und Safaris.

Gruß
Wolfgang
Bitte unbedingt beachten: Auch nur einmal die Hand in den Nil, Viktoria- oder in die meisten anderen Gewässer halten (bis auf wenige Ausnahmen wie einige Kraterseen) bedarf einer anschließenden Therapie mit Praziquantel, da die kleinen süßen Schistosoma gerne den Körper verlassen möchten!!
Achim
... auf Schistosomiasis/Bilharziose kann man sich nach der Rückkehr testen lassen. Da muss man nicht auf Verdacht Medikamente einwerfen. Die Erreger benötigen für ihren Entwicklungszyklus eine Wasserschnecke, die in Gewässern mit starker Strömung eher nicht vorkommt. Im Victoriasee und im ersten Teil des Nils bis zu den Stromschnellen können sie natürlich vorkommen und daher ist Deine Ergänzung schon richtig. Das müsste man aber auch bei jeder Tour durchs Okavango-Delta erwähnen, wenn man zum Einsteigen ins Boot mal einen Fuß ins Wasser setzen muss.

Schistosomiasis/Bilharziose kann lange Zeit ohne sichtbare Folgen bleiben, aber sehr ernste Konsequenzen haben. Der Test auf eine evtl. Erkrankung ist erst nach einigen Wochen nach Kontakt mit einer möglichen Infektionsquelle sicher. Direkt nach Rückkehr von der Reise bringt das nichts.

Gruß
Wolfgang
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7'296 Beiträge · seit 200625. Jan. 2013 · #15
Butterblume schrieb:ich vermute mal, dass es mehr unangenehme Touristen wie Driver-Guides gibt... 😗
... da kannst Du durchaus recht haben. Dazu kommt, dass der Tourist den Fahrer nur wenige Wochen im Jahr ständig bei sich hat, der Fahrer aber das ganze Jahr über mit Touristen konfrontiert ist. Der hat es also auch nicht leicht.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
1'920 Beiträge · seit 200825. Jan. 2013 · #16
AfricaDirect schrieb:Hallo,


Zu den Strassenverhältnissen muss ich Tanja unbedingt zustimmen. Uganda ist nur etwas für Autofahrer, die Off-Road Erfahrung haben. Wenn wir nur bis Fort Portal bzw. Kibale gefahren wären, würde ich Marina zustimmen, so schlimm ist es nicht. Die Formulierung "wenn man die großen touristischen Hauptrouten" nutzt finde ich ein bisschen witzig, denn so richtig große Hauptrouten habe ich in Uganda nicht gefunden (außer vielleicht die super geteerte Strasse von Kampala Richtung Ziwa nach Norden und die neue geteerte Strasse von Kisoro Richtung Lake Bunyonyi).
Besonders im Bereich Bwindi waren die Strassen so schlecht, wie wir sie im südlichen Afrika noch nie gefahren sind. Du fährst z.T. auf blankem Fels, die Strassen sind so eng, dass man in den Alpen darauf wandern würde 😕 (Umdrehen keine Option), es ist matschig bis zum Abwinken und es gibt keine Rillen, sondern wahre "Flusstäler" in den Strassen bzw. Rumpelpisten. Die Fahrzeiten werden nicht in km, sondern in Zeit angegeben. Wir hatten eine Strecke, wo wir im Bwindi für 10 km 2 Stunden gebraucht haben, und das lag nicht an den Fahrkünsten meines Mannes, der echt super fahren kann. Ich wäre irgendwann stehen geblieben und hätte das Auto stehen lassen.

Wenn Ihr Euch das also zutraut, dann ab nach Uganda als Selbstfahrer. Wir würden es jederzeit wieder tun, obwohl es nicht immer einfach war. Aber man muss es sich schon sehr gut überlegen und seine Fahrkünste realistisch einschätzen.

Die Unterkünfte habe ich vorab reserviert und würde es auch wieder so machen, aber das ist eine sehr persönliche Sache, je nachdem wie Ihr gerne reist. Und wenn Ihr campen wollt, ist das wahrscheinlich auch nicht nötig. Ich habe vor Ort mit Kabiza zusammen gearbeitet, der nach meinen Wünschen die Unterkünfte gebucht hat. Falls Ihr Euch doch für ein Auto mit Fahrer entscheidet, kann ich Euch Kabiza definitiv empfehlen, denn Jon, der Besitzer, hat sehr kundige Guides (die nicht nur als Fahrer, sondern als Guide arbeiten). Er hat auch einen sehr guten Blog Kabiza Blog, der viele Infos über das Land bietet.

Und falls Ihr gerne wandern wollt, kann ich Euch die Wanderung von Buhoma nach Nkuringo empfehlen (wird von Nkuringo Walking Safaris angeboten). Wir hatten leider keine Zeit, aber beim nächsten Mal nehmen wir uns die Zeit dafür. Das Nkuringo Gorilla Camp ist auch super.

Uganda punktet vor allem durch traumhafte Landschaft, sehr freundlichen Menschen und einer schönen Tierwelt, die sich aber nicht mit dem übrigen Ostafrika oder dem südlichen Afrika vergleichen lässt. Wir haben aber trotzdem viel gesehen, man darf halt keine Tiermassen erwarten.

Viel Spass bei der weiteren Planung. Wir werden auf jeden Fall in dieses wundervolle Land zurückkehren und es noch intensiver besuchen.

Schöne Grüße,

Nicole
Hallo

Wir waren im Dezember 2012 in Uganda unterwegs.
Das meiste wurde ja schon gesagt.

Nkuringowalkingsafari, sowie das Nkuringo Gorilla Camp kann ich bedenkenlos empfehlen. Die Anfahrt zum Camp ist schon ein highlight für sich.Man fährt durch kleinere Siedlungen, am Strassenrad siehst du u.a kleinere **Schreinereien**,in denen man noch Holz verarbeitet wir vor 100 Jahren.....

Landschaftlich der absolute Knaller mit Blick auf die Virunga Berge.


Wie schon von Nicole erwähnt , ist Uganda als Selbstfahrer doch recht anspruchsvoll, vor allem wenns vorher geregnet hat.
Zum Glück hatten wir unsere Kiste nie wirklich versenkt, wobei mir das Auto beinahe einen Abhang runter wäre, da die Pad extrem schmierig war.

Wir hatten ausser dem Gorilla Trekking nichts vorgebucht.Wir hatten auch keine Probleme eine Bleibe zu finden.

In Kisoro gibt es ein Office, in dem du standby Tickets fürs Gorilla Trekking am nächsten Tag buchen kannst.


LG Bloke

P.S die Tierwelt fnd ich jetzt nicht so berauschend, lag vielleicht auch an der Jahreszeit.
zuletzt bearbeitet 25. Jan. 2013
7'296 Beiträge · seit 200625. Jan. 2013 · #17
Bloke schrieb:P.S die Tierwelt fnd ich jetzt nicht so berauschend, lag vielleicht auch an der Jahreszeit.
... in Uganda gab es lange Zeit Krieg. Die Menschen hatten wenig zu essen. Da hatten es Tiere schwierig, zu überleben.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
1'920 Beiträge · seit 200825. Jan. 2013 · #18

















zuletzt bearbeitet 25. Jan. 2013
142 Beiträge · seit 201125. Jan. 2013 · #19
schöne fotos, bloke. wecken erinnerungen an unsere uganda reise im feber 2012, ebenfalls als selbstfahrer mit einem auto von douglas und bodenzelt (auch ich kann douglas nur empfehlen).

wie gesagt, das meiste ist bereits genannt. was ich noch ergänzen möchte:

es war nicht immer easy einzukaufen. lag wohl auch an der jahreszeit. jedenfalls gab es über lange tage lediglich tomaten und kartoffeln an den kleinen ständen am straßenrand zu kaufen. bereits zwiebeln waren schwer zu bekommen. von anderem gemüse und obst nicht zu reden. dies betraf vor allem den nördl. teil ugandas. fleisch ist nicht erhältlich, außer man schreckt nicht davor zurück, fliegenübersätes fleisch, das am straßenrand in der hitze hängt, zu essen. wir ernährten uns vorrangig von nudeln mit tomatensauce in variationen und waren froh, parmesan, salami, speck und andere wohlschmeckende dinge von zu hause mitgebracht zu haben. einen kühlschrank hatte unser auto nicht. eisblöcke waren nicht erhältlich. kühlung von getränken mit hilfe von nassen tüchern geht auch. wenn man weiß, dass die versorgung mit frischen lebensmitteln unvergleichlich schwieriger sein kann, als im südlichen afrika, kann man sich gut darauf einstellen.

lbg ulli
10 Beiträge · seit 201026. Jan. 2013 · #20
Hallo Michi,

ich denke auch, dass Du mit Alpha-Rent-a-Car nix falsch machst. Hatte auch direkt Kontakt mit den Inhabern im Rahmen unserer Kundenbeziehung (also die sind Kunde bei mir).

Was das Fahren angeht: Also wenn Ihr schon drei Mal in Afrika selber gefahren seid, dann wisst Ihr ja, was das bedeutet. Außerhalb Kampalas ist fahren - natürlich bei aller Vorsicht, die man walten lassen sollte - kein Problem, aber in Kampala selber ist es schon nicht so einfach, vor allem in der Dunkelheit.

Ich rate Uganda-Urlaubern immer, sich mit einem Fahrer durchs Land zu bewegen. Nicht nur, dass man sich entspannt zurücklehnen kann. Sondern auch wegen der internen Kenntnisse, die Euch ein guter Fahrer mitgeben kann. Und das ist bei Alpha-Rent-a-Car wohl der Fall.

Auf unserer Uganda-Website findet Du noch ein paar Infos zu diesem Autovermieter: Alpha-Rent-a-Car

Nun denn, Euch jedenfalls viel Spaß im schönen Uganda!

Gruß,

Arndt