Sonne, Donnerwetter und Regenbogen

8 Antworten · 2'698 Aufrufe · gestartet 21. Nov. 2012 von Bärb
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Themenstarter13 Beiträge · seit 201221. Nov. 2012 · #1
Liebe Forumsmitglieder,
seit 2 Wochen sind wir nach 4 Wochen Namibia/Botswana wieder zurück und hatten wie erwartet allerhand Probleme, uns an das kalte, dunkle Deutschlandwetter zu gewöhnen.
Das Wetter war diesmal nicht nur erwartungsgemäß warm, sondern wir hatten auch 10 Abende mit mehr oder weniger Regen und mindestens 4 mal einen doppelten Regenbogen. Sehr beeindruckend!

Da unsere Reise wesentlich von vielen Erfahrungen und Berichten aus dem Forum beeinflusst war, will ich nun einiges „zurückgeben“ und einige Erfahrungen gern mitteilen.

Unsere Route war:
Düsternbrook
Waterberg Plateau camp (2)
Rundu: Kaisosi Lodge
Tsodilo Hills (2)
Mavunje (am Kwando) (2)
Katima Mulilo: Camp Zambezi River (Protea Hotel)
Victoria Falls: Restcamp (2)
Senyati Safari Camp (2)
Ihaha (2)
Savuti (2)
Xakanaxa (2)
Maun – Island Safari lodge
Nxaipan: South Camp
Drifters Campsite
Takadu bush camp
Arnhem Cave
Lake Oanob Resort (2)

Danke zunächst an Jörg in Rundu, der uns den Tip gegeben hat, zu Dan ins Camp „Mavunje“ am Kwando (von Kongola 12 km auf der C 49 nach Süden) zu fahren. Wir waren nicht angemeldet, aber Dan hat uns ein Bleiben möglich gemacht und uns ein Zelt vermietet. Danke an Martin und seine Frau, die nichts dagegen hatten, mit uns Küche und Dusche zu teilen. Das Camp ist nur zu empfehlen, sehr gepflegt, romantisch und im Zelt haben wir uns sogar bei Sturm, Wolkenbruch und Gewitter sicherer gefühlt, als bei ähnlichem Wettern einige Tage später im Dachzelt. Eine Bootsfahrt mit Dan ist ebenfalls empfehlenswert, notfalls schiebt Dan das Boot auch …

Danke auch an alle, die uns abgeraten haben, über Sambia zu den Victoriafällen zu fahren. Es war tatsächlich schon abenteuerlich genug, an der Grenze über Kazungula nach Zimbabwe einzureisen. Nicht ganz durchschaubar war für uns die Praxis mit den sogenannten „Agenten“, die den Reisenden mit Mietwagen anbieten, die Formalitäten (Importpapiere) zu erledigen. „Agentengebühr“ oder Zusatzversicherung 120 US$! Auch als wir mit den ausgefüllten Importpapieren am Schalteer standen, wurden wir vom Grenzbeamten wieder zu einem „Agenten“ geschickt und dann waren wir das Geld doch los… Ein beträchtlicher Teil davon verschwand dann in der Mappe unseres „Agenten“.
Die Gesamtkosten also: Carbon foreign 15 $, Road Access Fee 10$, Ins-Commercial 50$, Zusatzversicherung 120 $ (incl. „Agentengebühr“).

Wer nur für einen Tag zu den Victoriafällen reisen möchte, dem würde ich doch empfehlen, von Kasane aus, eine Reise zu buchen.
Wir waren allerdings für 2 Nächte in Victoria Falls und fanden es sehr schön, von dort aus, zu Fuß alles unternehmen zu können, abends einzukehren im „Mama Africa“…

Für den Chobe Park (Camp Ihaha) hatte uns leider niemand davor gewarnt, dass einige Bäume manchmal als Schlafbäume von Affenbanden genutzt werden… Ich hätte nie gedacht, dass wir noch vor dem Frühstück Autowaschen müssten - man konnte keine Türklinke anfassen…. Würde ich die Reise noch mal planen, würde ich auf die teuren Übernachtungen im Camp Ihaha verzichten. Es ist gut zu schaffen, z.B. vom Camp Senyati aus den Park ausführlich zu befahren und abends wieder nach Senyati zurückzukehren. Dort laufen übrigens die Elefanten am Abendbrotstisch vorbei. Sehr zu empfehlen!

Als weiteren tollen Platz zum Zelten können wir Drifters campsite (ca 30 km von Maun Richtung Nata A 3) empfehlen, der Boteti fließt vorbei, alles ist sehr gepflegt, es gibt richtige Gras und wir waren ganz allein! Die Nähe zu Maun ist günstig, wir waren am nächsten Morgen rechtzeitig zum Rundflug dort.

Unser Tip zum Delta-Flug: Direkt buchen bei Kavango Air im Flughafengebäude ist billiger als bei einigen Reiseveranstaltern. Wir haben für 2 Personen zusammen 2100 Pula bezahlt. Wir hatten nicht vorbestellt, waren 8.30 Uhr dort und 9.30 Uhr saßen wir schon im Flugzeug. Die Managerin hat, nachdem wir gesagt haben, wir könnten nicht bis 16.00 Uhr warten, mehrere Piloten angerufen, bis einer Zeit hatte.

In Namibia haben wir die Arnhem – Höhle besucht. Das ist wirklich was für Fledermausliebhaber und starke Nasen. So ein Gestank!!! Aber man kann es mal erleben…

Eine Entdeckung war für uns das Lake Oanob Resort. Wir kamen Sonntagnachmittag an und nachdem die ganze deutschsprachige Windhoecker Jugend mit ihren (?) Sportbooten abgereist war, hatten wir es sehr schön still. Für die 2. Nacht, unsere letzte in Namibia, haben wir uns dann den Campsite „Flintstones haeven“ ausgesucht. Das war sehr geeignet zum Packen und fürs letzte Genießen der Wärme.
Übrigens sind wir in Botswana auch mal geblitzt worden, dass wir hat uns 500 Pula gekostet. Der Beamte hat 2 A4Seiten Belege dafür ausgefüllt!

Soweit also jetzt für heute. Für Fragen stehe ich gern zur Verfügung.
Allen, die Ihre Reise noch vor sich haben, wünsche ich recht viel Vorfreude und dann tolle Eindrücke!
Liebe Grüße und Danke für alle Tipps und Anregungen!
Martin und Bärbel
186 Beiträge · seit 201021. Nov. 2012 · #2
Hallo Bärbel

vielen Dank für Deinen interresanten Bericht. Im Bezug auf Ihaha kann ich Dir
nur beipflichten. Auch wir waren im letzten Jahr dort und würden beim nächstenmal
von Senyati aus den Park befahren.
Viktoriafälle kosten zwar eine Menge Geld, aber das ist es absolut wert.

Liebe Grüße
Maria
218 Beiträge · seit 200721. Nov. 2012 · #3
Hallo Bärbel, danke für die Infos. Mich hat vorallem der Flug interessiert. Wie lange fliegt man da so ungefähr? Gibt es kürzere und längere Routen oder ist alles eins?
Habt Ihr in Senyati gecampt oder feste Unterkunft gehabt?
Danke schon im voraus Jutta
1'249 Beiträge · seit 201222. Nov. 2012 · #4
Hallo Bärbel,
nachdem ich gerade mitten in der Planung für Botswana 2013 bin kommen Deine Infos gerade recht! Senyati habe ich gerade gebucht, das hat Dir gefallen, oder?
Dein Meinung über Ihaha verunsichert mich jetzt allerdings etwas, viele haben davon geschwärmt und ich habe auch zwei Nächte gebucht...
Deine Meinung zu Savuti und Xakanaxa würde mich noch interessieren!
Wie lange seid Ihr denn in den Pans gewesen, nur eine Nacht?
Vielen Dank für Deine Infos, Du kannst gerne noch mehr erzählen 😉
Liebe Grüße, Alexa
Meine Reiseberichte: Südafrika 2011 Südafrika 2012 Botswana/Südafrika 2013 Südafrika 2014 Südafrika/Botswana 2014 Südafrika 2015 FACEBOOK
2'085 Beiträge · seit 201222. Nov. 2012 · #5
Guten Morgen Bärbel,
mir geht's ganz ähnlich wie Alexa - die Planung für Botswana steht so ziemlich. Wir werden von Mitte Oktober bis zum 8. November 2013 unterwegs sein. Auch wenn man das Wetter aus einem Jahr nicht 1:1 aufs nächste Jahr übertragen kann, trotzdem gleich die Frage, wie war das denn mit dem Regen? Das ist ja beim Campen nicht so der Traum?!? Und vor allem, kannst du was über die Fahrbarkeit der Strecken sagen? So rund um Ihaha, Savuti, Xakanaxa?
Schon mal vielen Dank!
Franzicke
reisebericht tansania 2016 repeat in mashatu, premiere im kruger 2017 kaokoveld&etosha herbst 2017
Themenstarter13 Beiträge · seit 201222. Nov. 2012 · #6
Liebe Jutta,
unser Flug war geplant für 45 Minuten in der Luft. Wirklich war es dann etwas länger und vor dem Start sitzt man/frau auch schon ein paar Minuten im Flugzeug. Es ist auch möglich längere Touren zu buchen, aber ich fand die Zeit ausreichend und eindrücklich. Das Fluggefühl in so einer kleinen Maschine ist nämlich ganz anders als beim Flug nach Namibia -stellenweise gab es ganzschöne "Löcher" und Festhalten war angesagt...
Ich nehme an, dass alle Anbieter für diese Zeispanne ungefähr die gleiche Route fliegen. Uns wurde das vorher auf einer Karte auch gezeigt.
Senyati ist sehr zu empfehlen. Dort gibt es für jeden Zeltplatz ein eigenes kleines Gebäude: der hintere Teil ist Dusche und WC und vorn ist eine überdachte Sitzplattform mit "Küchenzeile" (Tisch + Waschbecken).
Am Wasserloch ist eine große Lapa, kühle Getränke gab es als wir da warn in Selbstbedienung aus dem Kühlschrank mit einer Kasse des Vertrauens.
Fotos kann ich leider erst später mal schicken.
Liebe Grüße
Bärbel
Themenstarter13 Beiträge · seit 201224. Nov. 2012 · #7
"Deine Meinung zu Savuti und Xakanaxa würde mich noch interessieren!"
Liebe Alexa,
in Savuti und Xakanaxa läuft jeweils ein Elefant immermal über den Campingplatz. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass er friedlich ist, wenn wir seine Route akzeptieren...
Von beiden Camps aus sind wir morgens ein paar Stunden die zahlreichen Wege lang gefahren. Manchmal mussten wir umkehren, weil es zu matschig wurde. Viele Tiere, tolle Landschaft und auch nicht ständig Touristen, aber wenn dann fast ausschließlich deutschsprachig. So konnten wir gut nach den ERfahrungen auf den Wegen fragen.
"Wie lange seid Ihr denn in den Pans gewesen, nur eine Nacht?"
Wir waren am Nachmittag da und sind gleich noch ein bisschen rum gefahren. Die Baines Baobab haben wir am nächsten Tag sozusagen auf der Rückreise mit besucht. Auf dieser Route haben wir allerdings keine Tiere gesehen, vielleicht war es zu trocken. Wir fanden die Zeit ausreichend.
Liebe Grüße!
Bärbel
Themenstarter13 Beiträge · seit 201224. Nov. 2012 · #8
Liebe Franzicke,
es hat zwar öfter geregnet, als wir es vermutet hatten, aber 2 Stunden war wohl das Längste, da haben wir uns dann zum Lesen ins Auto verzogen. Der Regen kam immer abends (zur Feuermachzeit!)und war kurz und ergiebig. Am nächsten Tag war alles längst getrocknet, so dass wir keine Probleme auf den Wegen hatten.
Angenehm war jeweils, dass die Temperatur um einige Grad gesunken ist. 🙂
Schön, dass Ihr das alles noch vor Euch habt!
Liebe Grüße!
Bärbel
1'558 Beiträge · seit 201124. Nov. 2012 · #9
Hallo Bärbel,
schön, dass du uns deine Erfahrungen in Kurzform mitteilst. Eure Route war bestimmt sehr tier- und erlebnisreich!
wir sind über Pandamatenga nach Simbabwe eingereist. Das war einfach, hat einige Dollar gekostet, aber deutlich günstiger als die Einreise über Kazungula. Na ja, die Erfahrung habt ihr nun teuer bezahlt.😮 Hinter Kazungula auf dem Weg zu Luow/Senyati Camp hatten wir auch eine nette (Blitz-) Begebenheit mit der Polizei, auch wir waren zu schnell, mussten aber Dank einer Diskussion über Ballack und Fußball nur noch 20 US$ zahlen. Die waren echt nett und für uns eine tolle Erfahrung, im Umgang mit den Beamten.😈
Für 2013 habe ich eine Tour durch den Caprivi, Chope und dann zum Moremi geplant. Mich interessiert deshalb sehr, wie lange ihr von Divundu zu den Tsodillo Hills brauchtet, wie war die Straße? Habt ihr dort übernachtet? Ward ihr auch im Mandanga Park? Joerg gab uns auch den Tipp mit Dan, das scheint sich ja zu lohnen! Das Mashri River Camp wollten wir auch noch besuchen. Kennt ihr das?
Wie lange seid ihr von Kasane nach Savuti gefahren und wie war die Pad dann nach Khwai? Seid ihr vom Khwai River (North Gate) nach Xakanaxa am Wasser entlang gefahren?
Ich habe ganz schön viele Fragen, bin aber immer neugierig und sauge jede Info auf. Es ist einfach zu schön dort unten! Vielen Dank
LG
Birgit
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