Bushcamper: Alternativen?

12 Antworten · 12,6k Aufrufe · gestartet 21. Nov. 2006 von isenleon
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Themenstarter17 Beiträge · seit 200621. Nov. 2006 · #1
Hallo zusammen,

ich habe die vielen Empfehlungen zu dem erstaunlich umfanreichen Angebot an Vermietern in Namibia hier gelesen.Besten Dank für Eure Vorarbeit :-)) Eine Frage ist aber dann doch offen geblieben:

Wer hat Erfahrungen mit Fahrzeugen ähnlich dem Bushcamper. Also 4x4-Campern ohne Dachzelt?

Wir fahren im Januar durch NAM und BOT.
Lieber Gruß
Manuela
545 Beiträge · seit 200621. Nov. 2006 · #2
Hallo Isenleon,
alternativ gibt es noch den Onduzo, ist ein Auto ähnlich wie der Bushcamper, nur mit fest eingebauten (zwei schmale) Betten. Da muß man im Auto glaube ich nichts runterklappen oder irgendwie umbauen.
Oder einen Trax, da drückt man das Dach nach oben um stehen zu können und das Bett wird seitlich ausgeklappt, mit Spüle und Gasherd im Auto.
Ich denke alle drei Varianten sind im inneren sehr eng, es sind halt keine Wohnmobile, aber versprechen etwas mehr Möglichkeiten wie ein Dachzeltcamper. Der klassische Dachzeltcamper würde nur ungern in einer solche "Sardienendose" seinen Urlaub verbringen!
Wir planen für 2007 mit einem Trax, von daher kann ich leider nicht über praktische Erfahrungen sprechen. Aber ausprobieren wollen wir das auf jeden Fall mal, wenns nicht gefällt kommen wir wieder auf den guten alten Dachzeltcamper zurück!
Einträchtliche Grüße
122 Beiträge · seit 200621. Nov. 2006 · #3
waren im august 2006 mit einem bushcamper/trax in NAM und SA unterwegs.

wegen der single-cab waren wir in den ersten stunden sehr unglücklich. es war eng und kein platz für taschen, karten und kekse vorhanden. nachdem wir uns dann aber eingerichtet und alles, was nicht tagsüber benötigt wurde, nach hinten geräumt hatten, war es sehr schön. man sitzt hoch und sieht gut. die nachtversion ist schnell aufgebaut. die betten sind OK. die kleine küche ist für windige abende gut zum kochen. viele staumöglichkeiten, man muß nicht immer alles durchsuchen. die südafrikaner bestaunten den camper sehr und ließen sich gerne das innenleben zeigen. das ergab interessante gespräche.

wie gut der bushcamper auf schwierigen strecken ist, kann ich noch nicht sagen. wir werden im august/september 2007 damit nach BOTS fahren und dann berichten.

viele grüße

kathy
Themenstarter17 Beiträge · seit 200621. Nov. 2006 · #4
Hi Kathy,

Dank Dir für Deine Infos! 🙂

Mit dem Bushcamper kennen wir uns aus. Wir sind damit schon durch Namibia gefahren. Sehr praktisch und geräumig! Stehhöhe im Wagen, Platz genug um auch bei schlechtem Wetter noch gemütlich zu sitzen, zum schlafen ist es oben etwas niedrig und unten etwas schmal, störend ist eigentlich nur der hohe Preis und die windempfindlichkeit des hohen Aufbaus. Ansonsten ein bequemer und ebenfalls oft bestaunter Reisekumpel. 🙂

Wo kann ich denn einen Trax mieten? Ich finde ihn leider nicht!?

Lieber Gruß
Manuela
1'009 Beiträge · seit 200722. Nov. 2006 · #5
Hi,
wir waren dieses Jahr im September mit einem Onduzo unterwegs. Vom Aufbau und vom schlafen her war es sehr bequem aber er ist breit vom Aufbau und schaukelt schon ziemlich, vor allem wenn der Weg nicht so dolle ist. Wir werden unsere nächste Namibia - Reise wohl mit einem Dachzelt antreten. Der Fahrkomfort ist einfach besser.

Grüße
Petra
Gott gab den Europäern die Uhr und den Afrikanern die Zeit unsere Website: SAMMY FAMILY
962 Beiträge · seit 200721. Juli 2007 · #6
Hi, Manuela,
wir haben den Bushcamper Diesel 4,2 mit einem angegebenen Verbrauch von 25 l/100km bei Dertour gebucht und erhielten auf Rückfrage, dass die Mitnahme von Spritkanistern im Gegensatz zum Trax, nicht vorgesehen bzw.verboten sei.
Mir erscheint dieser Normalverbrauch sehr hoch, wie hoch soll denn bei Extrem-Sandridge-Fahrten der Verbrauch dann noch steigen?
Bei der Durchquerung der NP's Chobe-Moremi hätten wir starke Bedenken, dass wir dann über Linyanti mt der Spritmenge gar nicht bis Maun reichen würden.
Hat jemand von den Fomis schon Erfahrung mit diesem Fahrzeug und dem Verbrauch bei seinen Fahrten gemacht?
Über eine Antwort freut sich und
grüsst mit ah-namibia
myrio
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/193547-afrika-2011-so-qbeautiful-greenq-1teil.html http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/193761-afrika-2011-so-beautiful-green-teil-2.html http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/195398-a-f-r-i-k-a-2011-so-beautiful-green-teil-3.html
202 Beiträge · seit 200721. Juli 2007 · #7
Hallo Eintracht,

haben für Feb. 2008 bei Kea einen Trax Nissan King Cab 4x4 gemietet. Würde mich nach deiner Rückkehr mal deine Erfahrungen interessieren. Bitte um Veröffentlichung, da die meisten ja wohl mit Dachzelt unterwegs sind. Dies ist für mich aber problematisch, da ich nachts mindestens 1 - 2 mal auf Toilette muss. Die Entscheidung für einen King Cab waren die Stauraummöglichkeiten.

Mit Kea haben wir 2006 und 2007 in Neuseeland sehr sehr gute Erfahrungen gemacht. Alles top gewesen.

Bushcampererfahrungen haben wir mit Maui mehrere Monate in Australien gemacht.

Hallo Manuela,

wie oben erwähnt, haben wir bei KEA diesen Trax gefunden, schau mal auf deren Internetseiten.

Gruss
henni
"Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum"
88 Beiträge · seit 200718. Nov. 2007 · #8
Hallo Botswana-Experten
Wir planen im September-Oktober 2008 eine 4-Wochen-Rundreise in Botswana und wollen auch Pirschfahrten machen in:
Khutse Game Reserve
Kubu Island
Deception Valley
Nxai Pan
Moremi
Savuti
Meine Fragen:
1. Gibt es an einem dieser Orte deutlich schlimmere Tiefsand-Abschnitte als z.B. in Namibia im Sossusvlei oder beim Leuchtturm Walvis Bay(wo wir unseren Trax mit Freischaufeln wieder frei kriegten), sodass ein Trax nicht mehr genügt?
2. Hat jemand von euch negative Erfahrung gemacht in Botswana mit dem Trax im Sand oder wegen der Bodenfreiheit?
3. Wieviel Treibstoff braucht man auf der längsten tankstellenlosen Strecke zwischen Maun und Kasane?
Vielen Dank für eure Erfahrung
girwal
zuletzt bearbeitet 18. Nov. 2007
249 Beiträge · seit 200618. Nov. 2007 · #9
Wir haben mit dem Nissan-Trax bisher nur gute Erfahrungen gemacht - allerdings ist er nicht so hoch wie ein HiLux (den ich auch schon als Trax gesehen habe)oder Landrover.
Das hat den Vorteil, dass er besser auf der Straße liegt, aber extreme Strecken nicht fahren kann.
Im "normalen" Sand (etwa bis knapp unterhalb der Bodenplatte reichend) im 2. Gang mit 30 ohne Vierradantrieb bequem machbar.
Im Mamilli-Park hatten wir Wasser und Schlamm bis knapp über die Türschweller, aber da konnten wir uns mit Vierrad durchwurschteln.
"Tiefsand" ist halt ein sehr unbestimmter Begriff.
Außerdem ändern sich die Verhältnisse dauernd, da kann man über bestimmte Strecken wenig sagen, hängt das doch von vielen Faktoren ab (Reifendruck, Feuchtigkeit, Last, Profil...).

Mit der Dieselversion und zwei Ersatzkanistern konnten wir bequem von Kasane über Savuti in einem Rutsch bis Maun fahren. Ist allerdings eher ein Zeitproblem, wenn ihr das an einem Tag machen wollt.
"Did you see lions?" "No." "But the lions saw you!"
173 Beiträge · seit 200724. Nov. 2007 · #10
Hallo sind soeben aus Botswana zurück. Hatten auch einen Trax single cab von KEA J'burg.
Haben fast dein Route gefahren und ging alles problemlos. Allerdings hatte der Bullbar unten des öfteren Kontakt mit der Mittelspur in den Pads...das meiste kannst du im normalen 2w modus fahren, zt im 4h. 4 L und das Differntial haben wir nur 3-4mal gebraucht. Problematischer sind die kleinen Bumps.....zwischendurch hatten wir das Gefühl von schwerem Seegang..:-) ein Nissan ist halt kein Defndender hat uns aber gereicht. Versucht allerdings keine ganz groben offroadabenteuer mit tiefen Wasserdurchfahrten...ausser du liebst das buddeln.
Wir hatten 80lt Benzin im Tank, und 80 als Reservekanister, allerdings ohne Tankstutzen....das war lustig. Von Kasane nach Maun haben wir ca 120-140 Lt gebraucht, mit vielen Gamedrives und über Linianti.
Also bitte checkt das Auto bei Wagenübernahme sehr gut!!! Dann habt Ihr das perfekte Auto fürs südliche Afrika mit gutem Komfort und intensivem Zeltfeeling!
2'732 Beiträge · seit 200624. Nov. 2007 · #11
Wir hatten 80lt Benzin im Tank, und 80 als Reservekanister, allerdings ohne Tankstutzen....das war lustig.
Ein ganz einfaches Mittel: Sprite- oder Colaflasche umdrehen und den Boden abschneiden. Da lassen sich die 20 Liter aus dem Kanister super einfach einschenken.
Ein Gast bin ich im fremden Land geworden.
249 Beiträge · seit 200624. Nov. 2007 · #12
Ein ganz einfaches Mittel: Sprite- oder Colaflasche umdrehen und den Boden abschneiden. Da lassen sich die 20 Liter aus dem Kanister super einfach einschenken.
Gute Idee, nur geht das beim Trax nicht, da das Einfüllrohr zunächst etwa 20 cm waagrecht läuft und erst dann in den Tank geht. Beim 20 l Kanister gehen so etwa 2/3 IN den Tank.
Deshalb das nächste Mal die Checkliste:
http://www.googlemeier.de/werke/reisen/Checkliste_zur_Anmietung_von_Campern.pdf
"Did you see lions?" "No." "But the lions saw you!"
173 Beiträge · seit 200726. Nov. 2007 · #13
Aus Erfharung wird man klug!
Das Auto war bei Abholung nicht fertig und wurde am nächsten Tag nachgeliefert 5 Std vom Depot) guter Service!
Wir hatten dann nur 30 Minuten Zeit das Fahrzeug zu übernehmen...schlechte Voraussetzungen..😠
Wir haben uns dann mit einem Schlauch und selbstansaugendem Stutzen beholfen. Einen passenden Stutzen habe ich erst gegen Ende der Reise in Maun bei Autoworld bekommen.
Die Checkliste hatte ich dabei, allerdings blieb sie aus Zeitgründen im Koffer.
Das nächste mal gibt es einen sehr gründlichen, ja sogar pingeligen Übernahmecheck, garantiert.B)