BhekisisaThemenstarter468 Beiträge · seit 200723. Aug. 2012 · #1
Hallo, ihr lieben Kenner der Flora des südlichen Afrikas!
Immer noch schreibe ich an meinem Reisebericht von letztem Jahr, und bin gerade mitten im Richtersveld. Wir haben unendliche viele Pflanzen dort gesehen und auch einen Großteil davon bestimmen können. Ein paar aber widersetzen sich unseren Bücherstapeln und auch mein (Sukkulenten-)Liebhaber Heinz ist mittlerweile an seine Grenzen gestossen...
Vielleicht könnt ihr mir ja weiterhelfen, und wennn es auch nur eine vage Vermutung ist. Es würde mich schon weiter bringen. Hier sind die Kandidaten:
Vielen lieben Dank im voraus sagt Barbara, die temperaturmäßig sich schon wieder ganz im Richtersveld fühlt... Schwitz 😗
BhekisisaThemenstarter468 Beiträge · seit 200724. Aug. 2012 · #4
Vielleicht interessiert es jemanden - ich bin bei einigen der gesuchten Pflanzen fündig geworden:
Bild 2 ist eine Euphorbia gariepina ssp. gariepina Bild 3, 6 und 7 zeigt eine Euphorbia gummifera Bild 9 ist ein Zygophyllum cordifolium Bild 10 zeigt Cyperus marginatus
BhekisisaThemenstarter468 Beiträge · seit 200728. Aug. 2012 · #7
Vielen lieben Dank für eure Bemühungen mir zu helfen und eure Hinweise, wo ich noch suchen könnte. Besonderen Dank dir, Maddy, denn vielleicht bin ich aufgrund deiner Hinweise echt wieder einen Schritt weiter. Du hast recht, es ist irre schwer, Pflanzen nur nach Fotos zu bestimmen, aber noch schwieriger wird es, wenn keine Blüten zu sehen sind. Doch leider war Mitte April halt nicht gerade ein Blütenwunder-Meer angesagt...
Aber nun zu deinen Vermutungen: Bild 1, evtl. eine Ceraria. Soweit ich in Erfahrung bringen konnte, gibt es im Richtersveld 3 verschiedene Cerarien. Die Namaquensis kanns ned sein, die Pygmaea auch ned, also bleibt nur die Fruticulosa. Leider finde ich hiervon keine wirklich eindeutigen Bilder im Netz und auch meine Literatur ist nur unzureichend. Aber ich bleib dran, denn die Spur erscheint mir HEISS!
Bild 8, evtl. eine vertrocknete Gethyllis. Siehste, soweit hatte ich gar nicht gedacht, dass da was vertrocknet ist. Ich war irgendwie voll auf was Flechtiges fixiert. Aber du hast völlig recht, das ist was Vertrocknetes. Aufgrund der dünnen, längeren Steckerl, die aus den beiden Büscheln ragen (man kann sie ahnen), allerdings habe ich jetzt mal meine Suche auf Bulbinen und Trachyandras erweitert. Was meinst du dazu?
Also, tausend Dank nochmal, vielleicht finde ich ja noch Konkreteres...
BhekisisaThemenstarter468 Beiträge · seit 200730. Aug. 2012 · #9
Hi Maddy!
Vielen Dank für deine Mühe, aber irgendwie überzeugt mich das alles noch nicht. Im Internet habe ich diverse Bilder der G. grandiflora in Kultur gefunden, und das, was man da von vertrockneten Blättern sieht, sieht ganz anders aus: weiß und fusselig., aber nicht so drahtig. Mittlerweile bin ich in der großen Familie der Poaceae am recherchieren, aber auch da noch nicht fündig geworden.
Und was die Commiphora/Ceraria anbelangt, geht es mir genau so. Die Blätter sind nicht commiphorig, typischer wäre aber, dass sie aus einem kleinen holzigen Stiel rausclustern. Bei Ceraria fruticulosa hingegen tun sie das nicht.
Ach, ich weiß doch auch nicht... Aber vielleicht löst sich das Rätsel ja irgendwann. Und wenn ich Bilder davon in den nächsten Urlaub mitnehmen muss und alle Leute damit nerve 😉
Aber trotzdem vielen lieben Dank nochmal! Schöne Grüße nach Sodwana aus München, wo gerade ein erster Anflug von Herbst Einzug hält,
BhekisisaThemenstarter468 Beiträge · seit 200731. Aug. 2012 · #10
Juhu!
Mit fast hundertprozentiger Sicherheit bin ich, zumindest bei der Commiphora/Ceraria (Bild1), zu einem Ergebnis gekommen. Nachdem ich heute Nacht meinen dicken Palgrave akribisch durchforstet habe, stieß ich doch tatsächlich bei den Burseraceae auf einen kleinen, unscheinbaren Absatz unter der Beschreibung der Commiphora capensis, deren Blätter in Büscheln auf zwergigen Ästchen wachsen. Sie hat eine nahe Verwandte mit identischem Verbreitungsgebiet und fast identischer Blattanordnung, nur die Blätter sind von der Form her anders. Es ist die Commiphora cervifolia, deren Beschreibung folgendermaßen lautet: „…trifoliate leaves having leaflets that are knife-shaped to narrowly oblanceolate, usually irregularly lobed and 2-12x1-3 mm. It has no petiolules and the petiole ist very short, up to 5 mm long. The bark is greyish green to yellowish brown and does not peel, the young branchlets are hairless, short and stout.“
Leider ist keine Zeichnung der Blätter dabei und auch im Internet ist nicht ein Bild davon zu finden. Die Beschreibung aber passt wie die Faust auf’s Auge und ich bin mir zu 99,9 Prozent sicher!
Somit steht ab jetzt das erste Bild einer Commiphora cervifolia im www und ich hab wieder was dazu gelernt – die Pflanze vergess ich nimmer!
maddy2'167 Beiträge · seit 200931. Aug. 2012 · #11
Hallo Barbara,
Nr.1: genau, du sagst es!!! An Commiphora hatte ich nicht mal gedacht, aber das ist es: Commiphora cervifolia !!! 🤩 Im internet habe ich keine schlauen Bilder gefunden, vielleicht hast du mehr Glueck. Ansonsten schick mir deine email addresse und ich sende dir einen Scan aus Marthinus Steyn's Buch.
Hast ein Bild vom ganzen Busch, oder wenigstens eine Beschreibung?
Liebe Gruesse aus Sodwana Maddy
OK, du warst 2 Minuten schneller als ich - aber da sind wir uns ja einig!!! 🤩 🤩
BhekisisaThemenstarter468 Beiträge · seit 200731. Aug. 2012 · #12
Hi Maddy!
ich freue gerade wahnsinnig, dass du meine Meinung teils und - mehr noch, dass du den Steyn hast. Den hätte ich mir nämlich gerade beinahe bestellt... Das aber kann ich mir ja jetzt erst Mal sparen. Ich lasse dir per PN meine email-Adresse zukommen und freue mich auf den Scan.
maddy2'167 Beiträge · seit 200931. Aug. 2012 · #14
Doppelt
Ach, warum denn jetzt zweimal, war auch nicht noetig. Aber wenn ich schon nochmals hier bin, noch eine Frage zu der nr.8: Wie gross waren denn die vertrockneten 'Koepfe'?
BhekisisaThemenstarter468 Beiträge · seit 200731. Aug. 2012 · #15
Hallo Maddy!
Habs dir ja schon per Mail geschrieben, aber ich stells hier auch nochmal rein, vielleicht geschieht ja ein Wunder 😮
Was meine graue Topfscheuerwolle angeht: Jeder "Pad" hatte so 8-10 cm im Durchmesser und war ca. 4-5 vielleicht 6 cm hoch. Flach am Boden. Druntergeschaut hab ich ned, aber wäre, meine ich, auch gar nicht gegangen, weil kein Stamm. Wegen der paar dürren Steckerl, die aus den Pads ragen, dachte ich jetzt eben, es wäre vielleicht doch was grasiges, also abgetrocknete Restähren oder so etwas. Aber bis dato hab ich noch nix passendes gefunden. Vielleicht such ich jetzt mal bei den Sauergräsern. In der Nähe nämlich ist auch das Cyperus marginatus gewachsen.
Viele liebe Grüße nach Hot Sodwana aus 15-Grad-Regen-München von einer trotzdem bestens gelaunten Barbara
BhekisisaThemenstarter468 Beiträge · seit 200707. Sept. 2012 · #16
Sacklzement!
Neue Erkenntnisse (hab ja diverse Foren "penetriert"): Bild 8, die Topfscheuerschwämme, könnten Stipagrostis obtusa sein. Das, so meine ich, kommt ziemlich gut hin, vor allen Dingen, was die "Steckerl" und deren Bruchstellen anbelangt.
maddy2'167 Beiträge · seit 200908. Sept. 2012 · #17
Hallo Barbaras,
Das ist ja genial! Ich denke auch dass das richtig ist!
Regen?? Du meine Guete, ich weiss gar nicht wo so viel Wasser herkommt!! Seit Dienstag gehts fast non-stop. Es sollte zwar von heute an besser werden, aber bisher schauts gar nicht danach aus.