mosmaxThemenstarter148 Beiträge · seit 201122. Aug. 2012 · #1
Ich möchte mal ein allgemeines Thema ansprechen - wie bereitet Ihr Euch für den Notfall / Unfall / Medizinische Hilfe vor in Afrika? Sammelt Ihr außer den Notrufnummern noch wichtige Adressen (Flugrettung???). Evtl. Könnten wir hier gemeinsam etwas akuelles und sinnvolles zusammenstellen für den Fall der Fälle?
zebra.reisen: Individuelle und Begleitete Selbstfahrerreisen, Kleingruppenreisen und Reiseberatung
Satellitentelefon: Satellitentelefon für die weltweite Nutzung
Reiseplanung / Reiseberatung: Besprechung per Videokonferenz
Der Zebra Shop: Karten, Bücher und Infos für das südliche Afrika
Erlebnisse: Einige unserer Reiseerlebnisse aus Namibia, Botswana und Sambia
Mein erster Beitrag ist simple und doch schwierig: Grundausbildung in Erster Hilfe bzw Auffrischungslehrgang
.... der Nächste bitte.... Wolfgang
Hi, und dafür gibt es einen App fürs Smartphone, wo der erste Hilfekurs nochmals beschrieben wird, weil ja der Erste Hilfekurs für Einigen schon eine Weile her ist.:(
Liebe Grüße Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway
Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia"
http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html
Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung....
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html
2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana.
2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik.
2012 Namibia und KTP
2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP
2014 Kapstadt und Kruger NP
2015 Kruger National Park
2016 kruger National Park
2017 Kruger National Park
2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
Strelitzie2'844 Beiträge · seit 201122. Aug. 2012 · #5
Ich würde bei meiner nächsten Reise einen Sani-Kasten mitnehmen! Unser Mietwagen in NAM hatten keinen an Bord.
wenn Ihr offroad in sehr entlegenen Gebieten unterwegs seid, dann ist eventuell eine Versicherung überlegenswert, die die Kosten für Bergung und Transport (z.B. per Hubschrauber oder Flugzeug) in die nächste geeignete Klinik übernimmt. Da kommen im Fall der Fälle schnell mal viele tausend Euro zusammen. Niemand fliegt Euch aus, wenn die Kostenübernahme nicht durch eine Versicherung bestätigt wurde oder die Kreditkarte ein ausreichend hohes Limit hat. Telefon- und Faxnummer der Versicherung sollte man dann auch griffbereit haben.
Einige Auslandsreisekrankenversicherungen zahlen meines Wissens nur die Behandlungskosten. Transport-/Bergungskosten werden nicht oder nur sehr limitiert übernommen. Einige zahlen aber Transportkosten in unbegrenzter Höhe. Da muss man sich durch das Kleingedruckte wühlen und/oder gezielt nachfragen. Eine (teure) Alternative ist SOS International (Absicherung für 2 Personen für 3 Wochen in Namibia kosten ca. 300 USD).
1. Absichern der Unfallstelle bzw. Eigensicherung der Helfer -> d.h. ich muß wissen wo das Warndreieck ist und drankommen, 2. Sofortmaßnahmen, Verletzten aus der Gefahrenzone herausziehen, Blutungen stillen, Wiederbelebungsmaßnahmen ->Erste Hilfe-Kurs besuchen, 3. Erste Hilfe leisten -> Verbandkasten prüfen, 4. Notruf absetzen -> Liste der Notrufnummern parat haben, 5. Betreuung des Verletzten bis Hilfe eintrifft -> Entspannungsmusik auf den MP3-Player laden 🤪 , .... 99. Rechnung(en) bei der Versicherung einreichen ->Versicherung vorher abschließen
Diese Liste der möglichen Vorbereitungen haben den Vorteil das sie grenzüberschreitend gültig sind.:)
Nunanani521 Beiträge · seit 201122. Aug. 2012 · #10
Wir haben Kopien sämtlicher Unterlagen, Notfallnummern, Polizei, Krankenversicherung,..., immer in Kopie in Griffweite im Auto dabei und bei der Familie und im Emailordner gelagert. Ich hoffe, dass wir so wenigstens im Falle eines Falles schnell an all unsere Unterlagen kommen. Gerade wenn man nachweisen muss, dass man krankenversichert oder der Krankentransport versichert ist, habe ich gerne alles so, dass ich ohne lang zu überlegen dran komme. Wer weißschon, wie man in einer Ausnahmesituation reagiert.
Versichert sind wir im Ausland über den ADAC, der nicht nur die großen, schlimmen Sachen abdeckt, sondern auch Arztrechnungen von z.B. einer Erkältung übernimmt.
Ansonsten haben wir Medizin für die normalen Reisekrankheiten dabei und einen Erste-Hilfe-Koffer, zudem so Arzthandschuhe in Griffweite, falls man zu einem Unfall kommt und da hilft.
Aber ich hoffe immer, nie in eine Situation zu kommen, in der ich irgendwas davon brauche.
heuchef911 Beiträge · seit 200722. Aug. 2012 · #11
Strelitzie schrieb:Ich würde bei meiner nächsten Reise einen Sani-Kasten mitnehmen! Unser Mietwagen in NAM hatten keinen an Bord.
Hallo,
wir haben bei solchen Reisen immer einen "Sani-Kasten" dabei, der das übliche Verbandszeug usw. enthält, aber auch keinfrei verpackte Einweg-Spritzen und Einmal-Skalpelle.
Ich sollte einmal in einem entlegenen Land von einem Arzt 'ne Spritze bekommen. Er hatte so ein vorsintflutliches verchromtes Teil mit einer Nadel, die gefühlt 2 mm dick war und in meinen Allerwertesten tiefe Dellen drückte, aber nicht durch die Haut ging 😊 . Ich war froh, eine Einweg-Spritze mit dünner scharfer Nadel dabei gehabt zu haben.
Außerdem habe wir eine Notfall-Apotheke dabei, die unser Hausarzt für viele Eventualitäten bestückt hat einschließlich Breitband-Anbtibiotikum. Da macht man bei Selbst-Therapie vielelicht nicht unbediungt das absolut richtige 😗 , aber vermutlich besser als gar nix 😵 .
Und für wirkliche Notfälle ein Sat-Phone, die Mitgliedschaft bei der deutschen Flugrettung und eine gut gedeckte Kreditkarte. Wenn es wirklich ernst wird, lieber eine teure Rettung bezahlen als in der Einsamkeit liegen zu bleiben oder mehr .......
*Scherzmodus an* Einen Revolver , Cal 38 spec oder größer, für den Gnadenschuß *Scherzmodus aus*
Liebe Grüße aus dem Swakoptal
Das Tsaobis Nature Park Team
Tsaobis Nature Park
Po.Box 191 Karibib / Namibia
Tel: +264 (0) 64 684 060
mail to: tsaobis@live.de
www.TsaobisNaturepark.com
L4ndRov3r19 Beiträge · seit 201222. Aug. 2012 · #13
Neben dem schon Genannten, kann es sich als äußerst hilfreich erwiesen, sämtliche Notfallnummern auch in gedruckter Form dabei zu haben. Die App für´s Smartphone ist zwar toll, aber das Handy muss einen Unfall ja nicht unbedingt überstehen. Meines hatte nur dank Schutzhülle überlebt.
Ein GPS-Gerät, damit man seine genaue Position mitteilen kann.
Die nötigen Sim-Karten fürs Handy - noch besser ein Satellitentelefon
Darauf achten, dass man ausreichend Wasser (für ca. 2 Tage) dabei hat.
Den Verfügungsrahmen bei Kreditkarten während des Urlaubs so hoch setzen, dass damit der Lufttransport zum nächsten Krankenhaus bezahlt werden kann. Ich habe - weiß leider gerade nicht mehr wo - gelesen, dass die Luftrettung erst ausrückt, wenn die Kostenübernahme gesichert ist.
Butterblume3'700 Beiträge · seit 200922. Aug. 2012 · #14
@Heiko,
Für Deutsche käme dann wohl z.B. die ADAC-Plus-Mitgliedschaft in Frage ....
Die kann ich auch nur empfehlen. Damit erübrigt sich auch eine separate Mitgliedschaft bei der deutschen Flugrettung oder bei AMREF.
Zusätzlich haben wir beim ADAC noch eine permanente Reiserücktrittsversicherung ohne Selbstbehalt abgeschlossen (nicht ganz billig). Eine permanente Auslandskrankenversicherung bei der ENVIVAS und die Mietwagenvollkaskoversicherung über die Prepaid Explorer Card single. Das Studium/der Vergleich der AGB´s hat Wochen in Anspruch genommen! Zu diesen Mitgliedschaften sind die Notfallnummern immer auf der kleinen Plastikkarte aufgedruckt, die mit in die Geldbörse/Brieftasche kommen.
Zur Sicherheit stelle ich alle wichtigen Dokumente und Telefon-Nummern als pdf-Datei auf eine geschützte Seite in meiner Cloud. Internet gibt es ja mittlerweile in jedem afrikanischen Land.
Die Idee, einen eigenen Verbandskasten mitzunehmen ist nicht die verkehrteste. Der Verbandskasten, den wir dieses Jahr im Tourwagen in Kenia hatten, war seit 7 Jahren abgelaufen und dementsprechend, war der Zustand des Materials!
Mit herzlichen Grüßen Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheitwww.butterblume-in-afrika.de
Rocky1964709 Beiträge · seit 201122. Aug. 2012 · #15
Hi,
ADAC-Plus, eigener Sanikasten, Sat-Telefon, Spritzen und Kanülen, Breitbandantibiotika, Immodium, eigene Dauermedikamente in doppelter Menge aufgeteilt auf verschiedene Gepäckstücke, aus aktueller Erfahrung Kreditkarten bei verschiedenen Banken, Allergiemittel, relativ frischer Sanikurs, Impfungen: Tetanus, Diphtherie und Kinderlähmung, evtl. Typhus und Hepatitis, Micropur oder Certisil (Wasserentkeimung), Schmerzmittel, Augen- und Nasentropfen, Vitamin- und Elektrolyttabletten, Sonnenschutzmittel, vor Abfahrt Gang zum Arzt, Zahnarzt, usw, usf...
für die Bergsteiger und Reitersleut hätte ich noch zwei Empfehlungen: 1. Ein Erste-Hilfe-Zusatz-Paket mit Desinfektionstücher, Kanülen, Spritzen, Skapel und Nahtmaterial)
2. Ein Set aus 2 Schienen, die bei Knochenbrüchen halt bieten können aber platzsparend zusammengerollt sind. Für Arm+ Beinbruch die größere Schiene für Finger+ Zeh die kleinere Größe.
Aber tatsächlich gebraucht haben wir bisher nur Verbandsmaterial für eine Platzwunde am großen Zeh und ganz viel Pflaster für viele kleine Schnitt- und Rißwunden.
Also keine Panik! Viel Spaß und bitte bleibt gesund! Wolfgang
Erika2'338 Beiträge · seit 200722. Aug. 2012 · #17
Donnerwetter, bei so viel Sicherheitsbedürfnis würde ich versuchen, einen vollausgerüsteten, gepanzerten Krankenwagen inkl. Sanitätspersonal zu mieten 😄 😁 😄 .
falls Deine Bemerkung in meine Richtung zielt kann ich nur antworten: Ja, mit wenigen Handgriffen ist unser Hilux in einen geländegängigen KTW (Krankentransportwagen) umgebaut und weiss angestrichen ist er ja auch schon 😄
Da wir aber weder Bergsteigen, Wandern oder Reiten ist das ganze "Sicherheitspaket" nicht nur für uns gedacht. Übrigens, das Sanitätspersonal fährt immer im Auto mit! 😉
jawoll, damit (Liste und Material) kann man(n) was anfangen 🙂
Vielleicht magst Du noch etwas zum Sani-Kasten sagen - ich traue mich nicht mehr 😕 Wobei ein Motorrad- oder PKW-Erste-Hilfe Kasten ist schon mehr als gut ist.
Viele Grüße Wolfgang
Rocky1964709 Beiträge · seit 201122. Aug. 2012 · #20
Erika schrieb:Donnerwetter, bei so viel Sicherheitsbedürfnis würde ich versuchen, einen vollausgerüsteten, gepanzerten Krankenwagen inkl. Sanitätspersonal zu mieten 😄 😁 😄 .
Wenn man oft genug außerhalb der EU und und ohne Vollrundumglücklichversicherungsreisebüro unterwegs ist, beteiligte Reisende Allergiker, Asthmatiker, Diabetiker sind, dann beugt man vor, statt im Stehen zu Kotzen...B)
Und einfache Dinge wie bei den Jungen Sanitätern des DRK, in der vormilitärischen Ausbildung, GST, beim Sanilehrgang gelernt, sowie Brüche schienen, Notfallspritzen setzen, Abszesse öffnen und versorgen u.ä. sollte man schon können...
@Wolfgang Standard zzgl. Schienen, Beatmungsmaske, elastische Binden, Schlangenbißset u.ä.