Sicherheitshinweis - Dachzelt vorn

49 Antworten · 18,9k Aufrufe · gestartet 06. Aug. 2012 von Carsten Möhle
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Gast07. Aug. 2012 · #21
Es ist besser, jeder macht seine Erahrungen selber - aus dem Grund Beitrag gelöscht

Gruß
gk
zuletzt bearbeitet 09. Aug. 2012
4'129 Beiträge · seit 200807. Aug. 2012 · #22
Warum?


Eine Begründung wäre insbesondere deshalb interessant, weil es ja vom ADAC offensichtlich eine gegenteilige Empfehlung gibt... (s.o. "Das Dachzelt sollte deshalb auf der Achse liegen, auf der die höhere Last wirkt. " )


Danke und Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 07. Aug. 2012
Gast07. Aug. 2012 · #23
Es ist besser, jeder macht seine Erahrungen selber - aus dem Grund Beitrag gelöscht

Gruß
gk
zuletzt bearbeitet 09. Aug. 2012
229 Beiträge · seit 201107. Aug. 2012 · #24
Metallliesel schrieb:Hmmm.... jetzt wurde hier viel diskutiert, aber klarer ist mir das leider immer noch nicht.
Ist es jetzt sinnvoll drauf zu bestehen, dass das Dachzelt vorne montiert ist? Oder grade nicht? Oder ist es eigentlich egal....

Verwirrte Grüße

Metallliesel
Ich weiß nicht, ob das wirklich so entscheidend ist.
Wir haben es auch ohne Dachzelt hinbekommen, uns zu überschlagen.....

Angepasstes Fahrverhalten ist wohl eher das Stichwort. Und damit meine ich gar nicht so sehr die Geschwindigkeit (wir waren auch nicht wirklich "zu schnell"), sondern vielmehr den Umstand, dass das, was man hier in vielen Jahren des Autofahrens erlernt hat, was man mit Routine anwendet, in namibia auf ner Gravel Pad nur bedingt funktionieren wird!

Ich persönlich bin mir nicht so sicher, ob ein Dachzelt beim Überschalg eher schützt oder schadet, und dazu fehlen mir persönlich auch ein bißchen die verlässlichen Statistiken.

Wenn jemand, der das Dachzelt vorne hatte, einen Überschlag überlebt, dann weiß doch nunmal niemand,wie die Verletzungen ohne dachzelt ausgesehen hätten...... Außerdem wird das noch von vielen vielen anderen Faktoren abhängen!
Reisebericht 2012: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/254741-wie-aus-dem-trauma-ein-traumurlaub-wurde.html Wir suchen immer noch unseren Ersthelfer 2011: http://www.namibia-forum.ch/forum/11-diverses/204690-unfall-07092011-sossusvlei-ersthelfer-gesucht.html
87 Beiträge · seit 201207. Aug. 2012 · #25
kleinerhase78 schrieb:
Angepasstes Fahrverhalten ist wohl eher das Stichwort. Und damit meine ich gar nicht so sehr die Geschwindigkeit (wir waren auch nicht wirklich "zu schnell"), sondern vielmehr den Umstand, dass das, was man hier in vielen Jahren des Autofahrens erlernt hat, was man mit Routine anwendet, in namibia auf ner Gravel Pad nur bedingt funktionieren wird!
Das ist sicher richtig! Wir haben vor dem "1. Mal" 4WD in Australien ein kleines Offroad-Training (sogar mit genau "unserem" Auto) gemacht und dann eben 4 Wochen mit viel unasphaltierten Straßen. Insofern vermute ich, dass wir damit einigermaßen umgehen können, weil es nicht so völlig ander sein wird. (Das heißt aber keienswegs, dass wir uns für Offraod-Profis halten, die mit jeder Situation zurecht kommen). Aber eine gehörige Portion Respekt/Vorsicht und angemessen Geschwindigkeit ist sicher das Wichtigste.
Ich meinte auch nicht, dass das Dachzelt den Schaden verringert, sondern eher, dass das "Ausbruchsverhalten" vielleicht optimiert werden kann. Und wenn man durchs das Montieren des Dachzelts die Unfallwahrscheinlichkeit vermindern kann, warum nicht.
Das heißt nicht, dass ich mich auf die passive Sicherheit verlassen will. So machen's ja in D viele Leute. "Ich hab ABS und ESP und wasweißich - mir kann nix passieren, dann fahr ich mit 200 km/h mit 2 m Abstand"....
Fotos und Reisebericht Südafrika: www.detailaufnahme.de
4'129 Beiträge · seit 200807. Aug. 2012 · #26
@gk

mpf, - wenn du meinst...

hatte den Beitrag vom ADAC so interpretiert, dass der ADAC die schon belastete Achse meinten (so nach dem Motto: Motor vorne, unten - Dachzelt vorne, oben...).
Gruß
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
Gast07. Aug. 2012 · #27
@ Dachzelt als Ursache für vs. Schutz beim Überschlagen
Also ich kann nicht wirklich nachvollziehen, dass das nur so eine entweder/oder-Sache sein sollte. Genauso wie es zig Faktoren und zig-zig Kombinationen für das Zustandekommen des Überschlages gibt, wird es genauso viele dafür geben, ob das Dachzelt dessen Folgen gar nicht, etwas oder effektiv abschwächt. Mir persönlich erscheint es schon einsichtig, dass das Dachzelt vorne die Fahrerkabine durch eine u. U. günstigere Krafteinleitung und –verteilung (nochmals u. U.) schützen kann.
Eigentlich gehört in derartige Autos ein Überrollschutz.
@ Allrad und elektronische Fahrsicherheitssysteme vs. Massenkräfte.
Die Vorteile werden von Vielen nicht für mehr Sicherheit sondern für mehr Risiko verwendet, aber die Massenkräfte lassen sich nicht betrügen. Vor vielen Jahren haben mir Techniker von Audi erzählt, dass ein hoher Prozentsatz (dessen exakte Zahl ich mir nicht gemerkt habe) der ersten Jahrgänge des Quatro durch Totalschaden (insbesondere durch Überschläge) ausradiert wurde. Einige österreichische Versicherungen haben damals den Quatro zwischenzeitlich nicht mehr versichert.
Grüße Werner
Gast07. Aug. 2012 · #28
Es ist besser, jeder macht seine Erahrungen selber - aus dem Grund Beitrag gelöscht

Gruß
gk
zuletzt bearbeitet 09. Aug. 2012
87 Beiträge · seit 201208. Aug. 2012 · #29
gk schrieb:
Also werde ich bei meinem Fahrzeug im Urlaub gleiches versuchen. Lastverteilung auf alle Achsen. Bei einem Pick up ist die VA vielleicht zu 80% belastet (durch Motor, Getriebe etc. die HA mit der Blechladefläche und der Canopy vl. zu 10%.
Aber das würde doch heißen Dachzelt lieber hinten - oder steh ich völlig auf dem Schlauch?!
Fotos und Reisebericht Südafrika: www.detailaufnahme.de
Gast08. Aug. 2012 · #30
Es ist besser, jeder macht seine Erahrungen selber - aus dem Grund Beitrag gelöscht

Gruß
gk
zuletzt bearbeitet 09. Aug. 2012
Gast08. Aug. 2012 · #31
Hallo,
gk schrieb:
1. Du willst die Sperrholzplatte des Dachzeltes als Sicherheitsbauteil und Schutz bei Überschlag, welche dann die geschätzten 9 Tonnen Überschlagenergie Deines 3 Tonnen 4x4 aufnimmt.....
Die Sperrholzplatte ist bei vielen Dachzelten eine dickere Aluplatte und darüber ist eine 20 cm dicke Schicht aus robuster Zeltplane, die wie ein Polster wirkt. Es wird Überschläge geben, bei denen das komplett nutzlos ist, weil Kräfte eher seitlich auf die Dachkonstruktion einwirken. Bei Überschlägen landet man häufig neben der Straße und da ist es nicht unbedingt topfeben. Man landet vielleicht mit Dach auf einer kleinen Erhebung oder einem Brocken. Die punktuelle Belastung würde das Dach recht stark verformen. Mit dem Zelt als Puffer wird die Energie in die Fläche verteilt.

Das ist letztlich so ähnlich wie bei einer schusssicheren Weste. Kommt die Kugel auf den Kopf, dann ist die Weste komplett nutzlos. Man hat ein Loch und ist meist ziemlich tot. Kommt die Kugel auf den Körper, dann muss man auch mit Schutzweste die Energie des Geschosses absorbieren. Sie verteilt sich aber etwas in die Fläche. Man hat dann Chancen, statt mit einem Loch mit blauen Flecken oder Rippenbrüchen davon zu kommen.

Beste Grüße

Guido
Gast08. Aug. 2012 · #32
Es ist besser, jeder macht seine Erahrungen selber - aus dem Grund Beitrag gelöscht

Gruß
gk
zuletzt bearbeitet 09. Aug. 2012
Themenstarter1'287 Beiträge · seit 200608. Aug. 2012 · #33
Danke Guido!
Wir werten Unfälle aus und geben einen kleinen kostenlosen, wahrscheinlich in den meisten Fällen Lebensverlängernden Tipp.
Und dann melden sich Technik-Esoteriker zu Wort, die auch noch drauf hinweisen, dass man mit angelegten Sicherheitsgurten ja auch in den Flußbetten Namibias ertrinken könnte und warum das alles nicht funktionieren könne.

Mit sonnigen Grüßen aus Windhoek und allzeit gute Pad.
Carsten Möhle

Alle sagten: Das geht nicht. Dann kam einer, der wußte das nicht und hat es dann gemacht.
(Unbekannte Weisheit)
zuletzt bearbeitet 08. Aug. 2012
Gast08. Aug. 2012 · #34
Es ist besser, jeder macht seine Erahrungen selber - aus dem Grund Beitrag gelöscht

Gruß
gk
zuletzt bearbeitet 09. Aug. 2012
Gast08. Aug. 2012 · #35
Hallo,
gk schrieb:es kann ja auch jeder glauben, an was er möchte.
Ja, belastbare, wissenschaftliche Statistiken mit repräsentativen Fallzahlen gibt es wahrscheinlich nicht und entsprechend kann sich jeder seinen Reim machen. Nur ist letztlich "Dachzelt vorn" eine Maßnahme, die nichts kostet. Warum soll man das nicht nutzen, sofern nicht andere Punkte massiv dagegen sprechen? Dachzelt vorn bedeutet bei den meisten Pickups, dass es genau mittig zwischen den beiden Achsen sitzt und sich die Last einigermaßen auf beide Achsen verteilen sollte.
gk schrieb:Jetzt frage ich mich natürlich, warum diese Uberollkäfige so massiv ge- und eingebaut sind, wenn es ein bisschen Alu auch tun würde....
Netter Argumentationsversuch, nur hat das gar keiner behauptet. 😎 Natürlich hast Du Recht: Ein durchdachter Überrollkäfig bietet in viel mehr Fällen einen Schutz. Viele Mietwagen haben statt eines Käfigs bestenfalls einen Überrollbügel (unter der Canopy). Der verhindert, das das Dach insgesamt komplett platt gedrückt wird. Trotzdem besteht noch die Gefahr, dass das Dach im vorderen Bereich der Kabine massiv eingedrückt wird.

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 08. Aug. 2012
2'664 Beiträge · seit 201208. Aug. 2012 · #36
@ Guido
Ja, Du hast Recht. Falls das Fahrzeug bei einem Überschlag auf dem Dach landet. Aber nur dann! Darauf hatte ich ja auch schon hingewiesen. Aber wie oft passiert genau das, bezogen auf 100 Unfälle? 5%? 10? 20? 50? Der Rest rollt ab.

Die Dachträger und Verstärkungen im Dach können noch so toll sein, die oftmals mickrigen Schellen zur Befestigung des Dachbodens knacken beim Abrollen ab wie ein dünner Zweig (das gelten nun einmal die Regeln der Physik), so auch 6 oder 8mm Befestigungsschrauben.
Jedenfalls ist kein Dachzelt als Überrollbügel gedacht, noch konstruiert. Schau Dir mal die Reste eines Zeltes an nach einem Überschlag.

Meines jedenfalls ist mittig angeordnet, das hält einem auch noch das Schiebedach frei und gleicht die Beladung aus. Ich halte nichts von 2 Dachzelten, das Fahrzeug wird ganz einfach Top-Heavy (man möge sich mal die Zentrifugalkräfte Gewicht x Fahrzeughöhe) von ca. 2x45 kg = 90 kg + Fliehkraft durch Gewindigkeit vorstellen. Je nach Tempo kommen da Kräfte zusammen, die sich im dreistelligen Bereich bewegen und das Auto von der Straße zerren da kein fester Untergrund, und dieses beim geringsten Widerstand an den Rädern umkippen.
Was sagen die Professoren an den Ingenieurhochschulen als Erstes: Die Physik läßt sich nicht beschei....en!
zuletzt bearbeitet 08. Aug. 2012
229 Beiträge · seit 201108. Aug. 2012 · #37
Wir werten Unfälle aus und geben einen kleinen kostenlosen, wahrscheinlich in den meisten Fällen Lebensverlängernden Tipp
Gut, aber letztlich ist die Schlussfolgerung, dass die Unfallbeteiligten im Fall x nur überlebt haben, weil sie das Dachzelt vorne hatten doch nicht Ergebnis irgendeiner fundierten Überprüfung, sondern nichts weiter als eine persönliche Vermutung.

Das stört mich ein wenig an der ganzen Diskussion hier, wenn ich ehrlich bin.
Es kann nunmal niemand sagen, wie besagter Unfall x ausgegangen wäre, wenn das Dachzelt hinten drauf gewesen wäre, oder gar keins.
Nur ist letztlich "Dachzelt vorn" eine Maßnahme, die nichts kostet. Warum soll man das nicht nutzen, sofern nicht andere Punkte massiv dagegen sprechen?
Dagegen spricht gar nichts.
Sehr wohl spricht aber etwas dagegen, das hiera ls den unlitimativen, lebensrettenden Trick zu verkaufen. Und genau so liest sich das hier.

Ich bleib dabei, ich glaube ganz sicher, dass andere Faktoren aussschlaggebender sind.

@Bwana: Mich würde interessieren, woher die dtaillierten Infos kommen, wie schnell genau die Insassen gefahren sind. ("Überschlag mit 111 km/h etc.....)- Blackbox? Angaben der Betroffenen?
Reisebericht 2012: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/254741-wie-aus-dem-trauma-ein-traumurlaub-wurde.html Wir suchen immer noch unseren Ersthelfer 2011: http://www.namibia-forum.ch/forum/11-diverses/204690-unfall-07092011-sossusvlei-ersthelfer-gesucht.html
4'129 Beiträge · seit 200808. Aug. 2012 · #38
gk schrieb:
...ja Herr Möhle,

und die Reisetasche auf dem Schoß schützt vor Gesichtsverletzungen beim Frontalzusammenstoß......

...und das Technik nicht Ihre Stärke ist sieht man daran, dass Sie Ihre zweifelhafte Behauptung nicht ansatzweise fundiert, überzeugend und mit technischem Hintergrund präsentieren können..... oder folgt das noch???????
Denn entscheidende Sicherheitshinweise geben sie nichht - z.B solche, dass ungesicherte Gegenstände auf der Rückbank eines Double Cap im Falle eines Überschlags lebensgefährlich werden können usw, usf..... (oder sind die dann nur kostenpflichtig bei Ihnen erhältlich????)
Ach du Kacke, jetzt geht das schon wieder los!

Und ich dachte anfangs doch glatt, es ginge hier um die Sache und mal ausnahmsweise nicht um's „Austeilen“.

Mann-o-mann, gk, mal wieder voll unter Testosteron...

Gruß
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
Gast08. Aug. 2012 · #39
Hallo gk und andere Experten,
euren Frust verstehe ich schon, da müssen sich doch glatt gestandene Techniker mit Fachkenntnissen mit popular-science-Tschapperln herumschlagen. Aber sei’s drum, ich habe trotzdem noch eine Frage, ihr seid ja an diesen Kummer schon gewöhnt.
Es wurden mehrere einleuchtende Argumente für die Nachteile von DZvorne (bzw. über der Kabine) hinsichtlich Schwerpunktslage, Fahrzeugstabilität und Fahrverhalten genannt. Wie ist das nun mit dem Auftrieb durch das Dachzelt bei hoher Geschwindigkeit? Ein Dachzelt ist zwar nicht so windschlüpfrig wie die sprichwörtlichen Surfbretter, aber trotzdem……….
Danke im Voraus und Grüße, Werner
Gast08. Aug. 2012 · #40
Es ist besser, jeder macht seine Erahrungen selber - aus dem Grund Beitrag gelöscht

Gruß
gk
zuletzt bearbeitet 09. Aug. 2012