Überfälle - wie häufig sind die tatsächlich...

38 Antworten · 13,0k Aufrufe · gestartet 31. Juli 2012 von Taddeltours
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Themenstarter108 Beiträge · seit 201231. Juli 2012 · #1
Hallo zusammen,

seit wir im Januar unsere Namibiareise geplant haben, bin ich fleißige Leserin in diesem Forum. Was mich jetzt aber wirklich etwas verunsichert, sind manche Berichte (nicht nur hier sondern auch auf Wüstenschiff z. B.) über Überfälle auf Touristen. Erst gestern habe ich einen Bericht gelesen, bei dem ich dann irgendwie den Eindruck hatte, dass es eine Ausnhame ist wenn man NICHT überfallen wird. Wie sind denn eure Erfahrungen? Wir haben ein Fahrzeug mit Dachzelt gemietet und machen unsere eigene Tour. Wir werden keinen Schmuck mitnehmen, haben nur eine ganz normale Digicam, und da wir eher "rustikal" sind, werden wir wohl auch nicht durch protziges Verhalten auffallen. Wir wollen auf kleinere Campingplätze gehen, evtl. mal auf eine Gästefarm. Wie gesagt, eure Erfahrungen wären interessant, da wir sozusagen "auf dem Sprung" sind. Mitte August geht's los 🤪

Viele Grüße
Susanne
7'263 Beiträge · seit 200631. Juli 2012 · #2
Hallo Susanne

Dein Eindruck trügt. Man wird nicht permanent überfallen, ausgeraubt oder übers Ohr gehauen. Macht Euch nicht zu viele Sorgen und geniesst die Reise.

Herzliche Grüsse
Chrigu
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Themenstarter108 Beiträge · seit 201231. Juli 2012 · #4
Vielen Dank für die schnellen Antworten 🙂

Also generell bin ich ja eher entspannt, lese die Berichte zwar und denke "gut zu wissen, dass man ein bisschen aufpassen muss" aber mache mir nicht zu sehr nen Kopf. Mein Mann ist komplett entspannt 🙂 Der war schon 1/2 Jahr in Südafrika und auch schon in Namibia und macht sich null Gedanken. Allerdings hat mich das jetzt schon ein bisschen verunsichert, dass ich doch so viel gelesen habe. Es kommt ja auch immer drauf an. Wenn ich lese, was bei uns in der ländlichen Gegend, in der ich wohne, so alles passiert... 😉

Grüße
Susanne
1'483 Beiträge · seit 200931. Juli 2012 · #5
Hallo Susanne,
schließe dich deinem Mann an und schalte vor allem nicht den gesunden Menschenverstand aus!

Gruß Piscator
64 Beiträge · seit 201031. Juli 2012 · #6
Der Hinweis von piscator ist genau der Richtige: man muss wirklich keine Angst haben, man muss sich nicht übertrieben Gedanken machen. Das Einzige, was man machen muss, ist, den gesunden Menschenverstand eingeschaltet lassen. Und der sagt einem, ob es bspw. wirklich gut ist, abends in Jo'burg, Berlin oder Frankfurt/M. nach Hause zu laufen oder lieber ein Taxi zu nehmen. 😉

Auch wenn man durch Gegenden fährt, wo nicht unbedingt der Reichtum blüht, brauch man keine übertriebene Angst haben. Aber ich würde die Zentralverriegelung runter machen. Tut niemanden weh und macht es etwas schwieriger, die Tür von außen aufzumachen....;)
497 Beiträge · seit 201231. Juli 2012 · #7
Hi Susanne,

Von bewaffneten Überfällen hört man selten was. Handtaschenklau und Einbruch in Fahrzeuge gibts da schon eher.

Aufpassen musst du in Namibia vor allem in den "größeren Städten" wie Windhoek, Rundu, Oshakati und in den kleineren Städten wie Swakopmund, Walvis Bay etc.

Dort würde ich niemals etwas, was sich schnell zu Bargeld machen lässt, im Auto unbewacht liegen lassen. Wenn es nicht anders geht, dann wenigstens ein wenig verstecken.

Liebe Grüße,
Sebastian
Info-Namibia www.info-namibia.com
2'048 Beiträge · seit 200731. Juli 2012 · #8
Hallo Susanne,
Namibia ist nicht unsicher. Aber vorsichtig sein ist angebracht. Du musst dir immer vorstellen, deine
nur eine ganz normale Digicam
ist evtl mehr als ein Jahreseinkommen für einen armen local. Viele kämpfen dort wirklich mit dem Existenzminimum und dank verfehlter Bildungspolitik und sehr hoher Arbeitslosigkeit / Unterbeschäftigung haben viel zu viele eben auch nur mit illegalen Mitteln eine Chance ihre Situation zu verbessern.
Aber ein vernünftiges Verhalten reicht aus, nichts offen im Auto liegen lassen, keine Hilfe an Geldautomaten etc. annehmen und auch sonst den gesunden Menschenverstand benutzen. Und im Zweifel nicht für einige € das Leben riskieren.

Viele Grüße
jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
240 Beiträge · seit 200831. Juli 2012 · #9
Ich denke zum Thema Überfälle ist so ziemlich alles gesagt.
Jedoch möchte ich euch beim Fahren mit Dachzelt nochmal zur Vorsicht raten, das Auto verhält sich dadurch in seinen Fahreingeschaften doch um einiges anders - was das Fahren auf Namibias "Strassen" nicht unbedingt einfacher macht !
... still running against the wind ...
Themenstarter108 Beiträge · seit 201231. Juli 2012 · #10
Also im Auto lasse ich noch nicht mal in unserer Kleinstadt was unbeaufsichtigt liegen, das käme ja einer Einladung gleich;) das ist wohl mit "gesundem Menschenverstand" gemeint. Also allgemein Vorsicht walten lassen... Mein Leben würde ich für ein paar Euros sicher nicht riskieren, lieber gebe ich a bissle Geld her. Arg viel werden wir eh nicht mitführen.

Ich weiß schon, dass die Bewohner dort teilweise nur sehr wenig haben, deshalb sag ich ja: wir werden keinen Schmuck tragen und nicht unsere mega Fotoausrüstung zur Schau stellen. Die Kamera passt in die Hosentasche...

Was das Fahrverhalten des Fahrzeuges betrifft: da verlasse ich mich auf die erprobten Fahrkünste meines Mannes. Für den ist das ja nicht der erste Namibia-Trip. Ich darf dann bei ihm Fahrstunden nehmen 😄
359 Beiträge · seit 201031. Juli 2012 · #11
sebastian schrieb:
Aufpassen musst du in Namibia vor allem in den "größeren Städten" wie Windhoek, Rundu, Oshakati und in den kleineren Städten wie Swakopmund, Walvis Bay etc.
gab es gerade eine Migrationswelle?

Gruß aus Windhoek
Kowo
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Ortschaften_in_Namibia

P.S. ich sag "aufpassen" musst du an der Christuskirche, Alte Feste, Strandhäuser in Swakop (z.Z. ganz schlimm), Holzmarkt Okahandja. Ansonsten sind Diebstähle (Überfälle hört sich doch unpassend an, find ich) auf Touristen nicht so häufig, weil es wenig Kontakt mit potentiellen Dieben gibt (z.B. nicht auf der Düne im Sossusvlei aber auf der Düne bei Swakop).
348 Beiträge · seit 200831. Juli 2012 · #12
Aufpassen und gesunden Menschenverstand einsetzen muß man imme rund überall - auch in Deutschland - wie viel Überfälle gab es da schon in den U-Bahnen als Beispiel

Man sollte in Namibia gerade nachts auch bestimmte Gebiete meiden

Keine Handtaschen tragen und nicht zu viel zu Fuß unterwegs sein

Aber es gibt auch positive Berichte.
Fuhren uns das letzte Mal fest, mußten einiges bis zur Straße laufen und dort per Anhalter in den nächsten Ort um Hilfe zu holen.
Klappte SUPER, trotz starker Dämmerung wurden wir als Anhalter mitgenommen - kostenlos
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482 Beiträge · seit 201231. Juli 2012 · #13
Hallo Susanne

wir drücken natürlich in der Stadt und den kleinen Städtchen die Zentralverriegelung runter, haben den Foto "unsichtbar" gemacht und haben wenig Bargeld in der Börse. In Supermärkten und Bottle Store zahlen wir mit Kreditkarte und an den Geldautomaten stehen wir zu Zweit davor und lassen uns nicht helfen. Auf den bewachten Parkplätzen nicken wir dem Aufpasser zu und gehen mit einem guten Gefühl einkaufen.
Auf den Campingplätzen fühlen wir uns sicher und in unser Zelt hat es außer ein paar Fliegen noch niemand versucht hereinzukommen.

Wir fühlen uns sauwohl in Namibia und deshalb möchte ich Dir dieses gute Gefühl mit diesen Zeilen rüberschicken.

Viele Grüße aus der Heimatstadt des BKA
Wolfgang
412 Beiträge · seit 201131. Juli 2012 · #14
Hi
Meine Tochter war kürzlich 4 Monate in Afrika unterwegs, kam zurück und wurde als erstes am hellheiteren Tag mitten in Genf überfallen und ausgeraubt, also bleibt man doch besser in Afrika 😉 .

Gruss Dieter
203 Beiträge · seit 200631. Juli 2012 · #15
Genau, das sage ich auch immer. 😉 Ich musste jetzt sehr über diese Geschichte lachen, obwohl es für Deine Tochter natürlich nicht schön war. Aber vor allem sollte man doch mal darauf hinweisen, dass Genf eine außerordentlich reiche Stadt mit außerordentlich reichen Bewohnern ist. Also sollten wir uns vor allem hüten, ohne Bodyguard in Städte zu gehen, wo es zu viele Millionäre gibt. Das sollte mal jemand als Reisewarnung rausgeben. 😉
2'048 Beiträge · seit 200731. Juli 2012 · #16
Hallo Dieter,
2008 habe ich das erste Mal meine Frau mit nach Afrika genommen. Sie hatte sehr viel Angst wegen Überfällen etc. (ich war 2007 auf einer Farm gewesen, die nachts überfallen wurde). Naja - wir haben in Baden-Württemberg in unserem ehem. Heimatort auf der Volksbank die Reisekasse in bar abgeholt, kamen mit dem Umschlag aus einem seperaten Zimmer raus und vorn am Schalter stand ein Typ mit Revolver in der Hand, bedrohte abwechselnd die Kassiererin und eine ältere Kundin. - Es ging alles gut aus und danach hatte sich die Sicherheitsdiskussionbezüglich Namibia mit meiner Gattin deutlich entspannt.
Shit happens - überall - und in Namibia leider auch ab und zu.
Aber ich habe dort wirklich kein unsichereres Gefühl, aber ich bin vorsichtiger als hier in D.
Viele Grüße
jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
zuletzt bearbeitet 31. Juli 2012
983 Beiträge · seit 201131. Juli 2012 · #17
Wenn man noch nie in einem Land war, kann man es schwer einschätzen, deshalb habe ich vollstes Verständnis für die Frage nach Sicherheit in Namibia usw.

Nach mehreren Afrikaaufenthalten fühle ich mich "sicher", auch in Bezug auf die Einschätzung, was geht und was nicht.

Jetzt fahre ich erstmalig nach Brasilien und lese auch viele Horrorgeschichten über Brasilien und bin genauso unsicher wie vor meinem ersten Afrikaaufenthalt ...
Beste Grüße rhh64
Gast31. Juli 2012 · #18
Hallo Kowo,
kowo schrieb:Holzmarkt Okahandja.
Ist das nach dem Brand und der teilweisen Wiederherstellung wirklich noch so ein Brennpunkt? Das ist natürlich nur eine Momentaufnahme, aber ich bin im Mai mit meinem kleinen Sohn gemütlich über den Markt gelaufen. Es war völlig entspannt und gab nicht mal einen einzigen aufdringlichen Verkäufer. Das war früher schon anders.

Beste Grüße

Guido
359 Beiträge · seit 201031. Juli 2012 · #19
Hallo Guido,

nein, ein "Brennpunkt" sicher nicht. Die gibt es in so einem bevölkerungsarmen Land ja sowieso nicht so richtig (jedenfalls nicht in den von Touristen frequentierten Gegenden). Ich meine auch den an der Shell-Station, nicht den in der Stadt. Aber es gibt sicher ein paar Orte wo eher mal die Handtasche abhanden kommt, oder man übers Ohr gehauen wird. Und das in der Innenstadt jetzt z.T. Kameras installiert sind, hat sich wohl auch schon rumgesprochen.

Das einzig ärgerliche, was im Freundeskreis z.Z. rumgeht ist Swakopmund, die Häuser zwischen Jetty und Mole direkt am Strand. Da wird regelmäßig (im Freundeskreis allein 3x)eingebrochen während man zu Hause ist (Alarmanlage aus). Die Leute sitzen auf der Terrasse, werden meist abgelenkt und vorne brechen sie ein. Wär uns auch beinahe passiert.

Naja und man darf eben nicht so viel auf die Sicherheitskräfte geben. Wenn man weiss, das dieser Berufstand auf der Gehaltsskala fast ganz unten ist (Mindestlohn und damit wohl verbreitetster 5,- Dollar/Std.= Monatslohn von einem kleinen Einkauf bei Superspar) auch nicht verwunderlich.

Gruß aus Windhoek
Kowo
482 Beiträge · seit 201231. Juli 2012 · #20
Hallo Kowo,

wir sind froh, das die Leute in deinem Freudeskreis in Swakopmund auf ihrer Terrasse sitzen und in Richtung Strand schauen. Dort läuft meine Simone regelmäßig rauf und runter (sie nennt es 'Walking') und freut sich, das sie weder belästigt noch überfallen wird. Natürlich wird sie sofort als Touristin eingeschätzt und von älteren Damen in deutsch angesprochen.

Weniger freundlich haben wir es bisher nur einmal im Purros Camp erlebt: Als wir beim Frühstück wegen einem Elefanten den Frühstückstisch verlassen hatten, haben die ortsansässigen Vögel sich über unser Brot und Käse hergemacht. 😠

Viele Grüße
Wolfgang