Landminen Kaokoveld laut T4A !?

12 Antworten · 5'066 Aufrufe · gestartet 30. Juli 2012 von no surrender
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Themenstarter22 Beiträge · seit 201130. Juli 2012 · #1
Hallo,

auf dem Weg zum Okarohombo Campsite am Kunene Fluss auf Höhe des Marienflusstal nördlich des Marble camps habe ich eine Info auf der T4A Karte gefunden, dass dort Landminen auf dem eingezeichneten Offroad Trail liegen. Wie alt ist die Info? Bzw. gibt es Information darüber, dass es dort evtl. eine Räumung gab? Ist die Strecke als Safe zu bezeichnen wenn man den Fahrspuren des eingezeichneten Offroadtrails folgt?

Danke euch Oakies!

no surrender
7'272 Beiträge · seit 200630. Juli 2012 · #2
Hallo

Wo genau hast Du die gefunden (Koordinate) und welche T4A Version? Dann kann ich es selber prüfen und auch direkt bei T4A nachfragen.

Herzliche Grüsse
Chrigu
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497 Beiträge · seit 201230. Juli 2012 · #3
Hallo No Surrender,

der richtige Ansprechpartner dafür wäre ansonsten MgM, Menschen gegen Minen, die hier in Windhoek auch ihr Hauptbüro haben. Hier findest du die Kontaktdaten: www.mgm.org

Liebe Grüße,
Sebastian
Info-Namibia www.info-namibia.com
852 Beiträge · seit 200630. Juli 2012 · #4
Hi!

in der Kavango Region und an der angolanischen Grenze wurden viele Landminen verbuddelt. Vieles ist aber geräumt worden.
Alle Landminen werden wohl niemals gefunden.

Zitat:
Upon completion of its work in Namibia in February 2001, the US commercial demining firm RONCO declared all of Namibia free of mines, except the area of conflict on the Angola border in the Kavango Region.[6] In May 2002, the Director of the US State Department’s Office of Humanitarian Demining Programs observed that if not for the “intrusion” of mines recently laid by the Angolans in the northwest corner of the country, “Namibia would be mine safe.

Christian
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4'129 Beiträge · seit 200830. Juli 2012 · #5
Bezieht sich deine Frage auf den "land mine blown up bakkie"?
Bei S17°43.756’ E12°34.091’

(Es gibt bei S17°36.433’ E12°36.711’ auch noch einen „burnt out Landrover“, der aber keiner ist...)

Soweit ich erinnere, ist sind das einfach „Vermutungsäußerungen“ der damaligen Pisten-Tracker, aus den Anfängen von T4A. Und sie sind eben nicht immer richtig.

Wir haben mal Carsten Möhle auf diese Eintragung angesprochen. Er weiß mehr dazu und ist prädestiniert für eine genaue und verlässliche Auskunft.

Ich meine, Carsten hätte derzeit erzählt, dass der nicht durch eine Landmine hochgegangen ist und dass dort nie vermint gewesen sei, wo dieses Fahrzeuggerippe rumsteht.
Allerdings zeigen die zahlreichen Einschüsse, dass der kleine interessante Schrotthaufen über viele Jahre exzessiv als Zielscheibe genutzt worden ist - uns das nicht nur von kleinen Kalibern.

Vielleicht kann er das ja noch mal bestätigen.
(Und sollte ich das alles falsch erinnern, werde ich das hier sofort löschen.)


Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 30. Juli 2012
2'664 Beiträge · seit 201230. Juli 2012 · #6
Ich vermute mal, das ist die Position, wo es den Landminenvorfall mit Norbert Magura gab. Das ist nördlich des Marble Camp. Der ausgebrannte zerlöcherte Bakkie liegt heute noch da. Das war eine in die Fahrspur eingegrabene Landmine leichteren Kalibers. Rundum ist weiter nichts, das hatten die Südafrikaner schon damals abgesucht. Es gibt da keine Minenfelder, höchstens mal eine bei der Flucht weggeworfene Kleinmine oder Handgranate, was aber sehr unwahrscheinlich ist.

Über das Thema würde ich mir den Kopf nicht zerbrechen, es gab in der Gegend nur sehr wenig Eindringlinge von der Seite Angolas, da sie keinerlei Unterstützung durch die Ovahimba bekamen, und die Südafrikaner das Gebiet von Ruacana aus bis ins Hinterland der Grenze, u.a. Calueque, bestens im Griff hatten. Es standen sich hier zwei Armeen gegenüber, die Südafrikaner und die Kubaner, und einzelne sog. Freedom Fighters hatten keinerlei Chance des Eindringens. Richtung Westen gab es zudem kein Wasser und zuviel offenes Gelände. Außerdem hungrige Krokodile im Kunene.
Themenstarter22 Beiträge · seit 201130. Juli 2012 · #7
Position: S17°43.756’ E12°34.091’ T4A Version 05.2012

Es wäre super, wenn unser Experte Carsten Möhle die Aussage von Lilytrotter bestätigen könnte und es sich um eine Fehler in T4A handelt. Andernfalls setze ich mal auf die Aussage von Swakop 1952 und sehe diesen Vorfall als Einzellfall an. Wann ist denn der Bakkie etwa in die Luft gegangen bzw. ausgebrannt? Vielleicht kann Swakop1952 noch etwas dazu sagen.

Danke Oakies!

Gruß aus der Hauptstadt
zuletzt bearbeitet 30. Juli 2012
2'664 Beiträge · seit 201230. Juli 2012 · #8
Ja outjie,
dann frage wenigstens die, die Ahnung haben, und nicht sog. Experten aus der Importkategorie. Das war in den 80iger Jahren, und Norbert Magura lebt noch auf seiner Farm. Und es gibt viele der Älteren die gedient haben bzw. dienen mußten. Und es gibt auch Reiseveranstalter in das Gebiet vor der Unabhängigkeit, wie die Inhaber der Farmen Immenhof u.s.w. Man muß nur bei den richtigen Leuten ansetzen.

Ich wiederhole: Es gab dort niemals Minenfelder.
Alles andere ist m.E. ganz einfach Blödsinn.

Vermute mal, T4A wollte auf das Wrack aufmerksam machen und hat eher aus Vorsicht auf etwaige Gefahren hingewiesen. Wir waren noch vor drei Jahren mit 3 Fahrzeugen vor Ort.

P.S. Kleiner Hinweis zur Rechtschreibung:
Die Outjies sind Outjies und keine denglischen Eichchen
zuletzt bearbeitet 30. Juli 2012
497 Beiträge · seit 201231. Juli 2012 · #9
@Swakop.

Ich wiederhole mich gerne. Wer es genau wissen will, sollte bei Menschen gegen Minen, Nr 1 Adresse wenn es um Minen im südlichen Afrika geht, nachfragen. Am Rande des Kaokoveldes gab es definitiv Verminungsaktivität, zb bei der Ruacana Stromleitung. Unten angehangen ein Bildhinweis der geräumten Flächen:


namibia-map-gross.jpg


Aus http://www.mgm.org/de/archiv/namibia.

Liebe Grüße,
Sebastian
Info-Namibia www.info-namibia.com
2'664 Beiträge · seit 201231. Juli 2012 · #10
Lieber Sebastian,
es gibt immer den großen Unterschied zwischen "Minen räumen" und "Minen finden". Auch wo geräumt wurde müssen Minen nicht unbedingt gefunden worden sein, es heißt nur, das Gebiet wurde überprüft. Von den Südafrikanern gab es Karten, von den Eindringlingen nicht. Minen konnten generell nur dorthin gebracht werden bis wohin die Eindringlinge es zu Fuß schaffen und was sie tragen konnten. Und wenn Du Dir Deine schöne Karte anschaust und mit der Position des Wracks vergleichst, da liegt doch ein ganz schöner Abstand dazwischen. Ich wiederhole mich auch gerne: Frage Leute, die dort in der Gegend gedient haben, frage ehemalige Mitglieder der Outjo und Kamanjab Kommandos. Das sind Zeitzeugen und nicht irgendwelche nachgewanderten Theoretiker. Außerdem gibt es Bewegungskarten der südafrikanischen Armee, wo sich Eindringlinge bewegt haben und wo es Landminenvorfälle gab. Es kann gut sein, daß es diese Karten noch heute in den Archiven der NDF gibt, zumal die Südafrikaner eine Menge Unterlagen vor und nach der Unabhängigkeit übergeben haben.
Kannst Dich ja damit beschäftigen wenn Du Zeit übrig hast.
zuletzt bearbeitet 31. Juli 2012
2'664 Beiträge · seit 201231. Juli 2012 · #11
Kleiner Nachtrag @ Sebastian:
Du hast völlig Recht, die Strommasten wurden damals vermint, nachdem es Sabotageakte gab. Die Laufrichtung zeigt auch Deine Karte an. Diese Verminung fand statt zum Schutz der zivilen Einrichtungen, d.h. der Stromversorgung. Aber all dieses wurde fachmännisch aufgezeichnet, und nachher auch als Erstes entsprechend geräumt. Aber diese Leitung läuft auch in einem völlig anderem Gebiet als wo es den Landminenvorfall gab und wo das Wrack liegt.
LG
H.
Themenstarter22 Beiträge · seit 201131. Juli 2012 · #12
Danke Swakop 1952 für die profunde Auskunft.