ochim1103Themenstarter105 Beiträge · seit 201230. Juni 2012 · #1
Moin, moin, wie einige wissen, beendet unsere Tochter Lena diesen Sommer ihr einjähriges FsJ im TOORO BABIES HOME in Fort Portal. Wir, meine Frau Angela und ich haben sie dort im April 2012 besucht; waren 12 Tage in FP.
Lena hat ein Webtagebuch/einen blog hierüber geschrieben; dort findet ihr auch Bilder, wie auch auf der Homepage von TBH:
Meine Frage/Bitte: Wenn jemand der zukünftigen Ugandareisenden mit Fort Portal auf ihrer Route, noch Platz im Gepäck hat und Zugang zu folgenden Baby-Bedarfsartikeln hat, möge er/sie sie doch mit einpacken und im TBH abgeben.
Es werden immer wieder und dringend benötigt: Gummihöschen, Stoffwindeln, Bodies, Penaten, Waschhandschuhe, Babybad, Kindercreme, Feuchttücher und dergleichen. Die Kinder sind zwischen 2 Wochen und 16 Jahre alt. Also wird auch gerne Kinderkleidung (auch für größere) wie z.B. T-Shirts, Shorts, Strumpfhosen, Kinderschuhe, Latschen usw. angenommen. Für die kleinen Behinderten ist kaum etwas vorhanden. Spielsachen, die die Sinne fordern wie kleine Massagebälle oder anderes Lernspielzeug kommen gut an.
Aus Angst vor Läusen, werden die Haare der Lütten immer kurzgeschoren - mit teilweise stumpfen Scheren, meinte Lena. Das einzige mechanische Haarschneidegerät ist kaputt. Also, ein Haarschneider, möglichst mechanisch (paarmal Stromausfall täglich) wird auch gesucht.
Übrigens: Es gibt dort 5 Kindergruppen à ca. 7 Kinder, die fon jeweils 1 "mother" betreut wird. Die mother wohnt bis auf Donnerstag in einem Mini-Raum neben dem Schlaf- und Aufenthaltsraum der kinder aller Altersstufen. Die mothers sind rund um die Uhr für die Kinder da, also volle 24-Stunden-Bereitschaft. Sie wickeln, waschen und füttern auch nachts die Kleinen. 2 "bazungu" aus Deutschland leiste jährliche freiwillige Jahre dort ab.
Für Ausflüge steht ein Minibus bereit und alle paar Wochen wird ein Ausflug unternommen. L
Lena war z.B. bei Kluge's Guest House, um mal den Swinmming-Pool zu nutzen - gegen Entgeld der 2 Helferinnen natürlich.
Wenn Interesse besteht, wenn die eine oder der andere etwas für die Kinder mitnehmen möchte, möge er sich bei mir melden, auch gerne per jfgjfritz@gmail.com. Ich schicke dann die Kontaktdaten wie Adresse, Ansprechpartner! Auch Tipps für Fort Portal und Umgebung gebe ich gerne weiter.
NB: Ich bin weder verschwägert noch verwandt mit den Trägern dieser Einrichtung.
Tschüß
Achim
Butterblume3'700 Beiträge · seit 200930. Juni 2012 · #2
Lieber Achim,
vielen Dank für Dein Engagement. Ich habe mir ja bereits vor einiger Zeit sehr interessanten Lenas Blog durchgelesen.
Werde Deine Bitte über meine Verteiler weiter verbreiten. Da sollte dann noch einiges zusammen kommen. Wir werden die Sachspenden dann dort im Oktober abgeben. Da wir mit Turkish Air fliegen, haben wir ja zusammen 98 kg Freigepäck. 😉
Mit herzlichen Grüßen Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheitwww.butterblume-in-afrika.de
ochim1103Themenstarter105 Beiträge · seit 201230. Juni 2012 · #3
Das ist ja toll, liebe Marina! Die werden dir sehr dankbar sein, die Tooro Babies. Der Name stammt übrigens vom Königreich Toro. Prinzessin Elizabeth Bagaya (Prinzessin ((Batebe)) von Toro) ist die "Schutzherrin" vom TBH. Sie war unter Idi Amin Dada Außenministerin, Ständige Vertreterin bei der UN, bis Idi Amin sie abgesägt hat mittels obskurer Machenschaften (Sie hätte angeblich auf dem Pariser Flughafen auf dem WC..usw). Ihr wurde danach gesteckt, besser Uganda zu verlassen, das sie auf idi Amins Abschussliste stehe. Bei Nacht und Nebel floh sie mittels getreuer Helfern nach Kenia. Sie hat eine Biografie herausgegeben, deren eines der letzten Exemplare ich wohl ergattert habe. Es ist sehr interessant und informiert über die Geshichte des Königreiches Toro aus der Zeit von vor der "Kolonialisierung" bis zu ihrem ausscheiden aus dem öffentlichen Leben.
Wenn ihr Mitglied einer Stadtbücherei seid, könnt ihr es vom Munzinger-Archiv herunterladen. Aber Achtung: nur für 2 Wochen und nur 1 zur Zeit!! Elizabeth Bagaya lebt übrigens in dem runden Palast auf dem Hügel, den ihr seht, wenn ihr am südlichen Ortsausgang Richtung Kasese euren Blick Richtung Ruwenzor schwenkt. Dort lebt ja auch Ihro Gnaden, Majestät Rukirabasaija Oyo Nyimba Kabamba Iguru Rukidi IV., der jetzige 2010 inthronisiert König.
PS. Wir hatten von den insgesamt 112kg, die wir auf Brussels Airlines mitnehmen durften, ca. 20kg für lena und das TVH. Es war zu Ostern und, wie auch anders, gab es auch Ostereiersuche mit den mitgebrachten Ostereiern. Den Kiddies nahezubringen, versteckte Tüten zu suchen, erwies sich als äußerst schwierig. Aber wir halfen beim Suchen. Die Schokoladeneier fanden sie lustig, vor allem, als ich ihnen weismachen wollte, dass es eben Hühner in D. gebe, die schwarze, süße Eier aus Schokolade mit Marzipan gefüllt, legen! So richtig geglaubt hat mir keins der Kinners 🙂
Alsdann, Achim
Tschüß
Achim
ochim1103Themenstarter105 Beiträge · seit 201204. Juli 2012 · #4
Na, nicht so interessant?? Achim, erstaunt
Tschüß
Achim
ANNICK8'054 Beiträge · seit 200804. Juli 2012 · #5
Hallo Achim,
Hört sich sehr interessant an!B)
Wir sind nächstes Jahr auch für einen Monat in Uganda unterwegs und werden auch bestimmt da vorbeischauen. Werde mich vorher melden um zu wissen was genau gebraucht wird.:)
Ich finde es sehr und lobenswert, dass du dich für die armen Kinder in Uganda einsetzt und auch die vielen HelferInnen, welche in dem Land oft selbstlos für Gottes Lohn tätig sind um der bedürftigen Bevölkerung zu helfen, tun das mit rührender Hingabe und Begeisterung. Natürlich gibt es auch sehr gut verdienende Entwicklungshelfer, aber zu jenen zähle ich deine Tochter nicht.
Mir fällt es jedoch schwer, etwas zu spenden, wenn ich lesen muss, dass die ugandische Regierung im Jahre 2011 für 740 Millionen U$ Kampfjets gekauft hat 🙄 .
ochim1103Themenstarter105 Beiträge · seit 201204. Juli 2012 · #7
Hallo Erika, danke für die Antwort. Es sind ja nicht die "armen" Kleinen! Sie sind Findelkinder, die mangels "Babyklappe" wie in Hamburg im Toror Babies Home abgegeben werdem. In Uganda ist es kein Zeichen von Armut, Kinder auszusetzen. Dies müssen Verzweiflungstaten der Eltern sein! Vielleicht weil die Eltern Katholiken oder Mohammedaner sind und der olle Papst und Koran Verhütungsmittel nicht erlaubt! Kinderreichtum in Uganda wie auch in anderen afrikanischen Staaten bedeutet später möglichst viele "helfende Hände" zu haben, die bei der Ernte, beim Wasserholen helfen. Ja, dann kommt wieder mal die "Kinderarbeit" in's Spiel. Ich bin der Meinung, man sollte unsere "Welt-Dünkel" abwerfen und einfach locker an die Sache herangehen. Aber wenn wir durch unsere tägliche Arbeit bedingt, oder dadurch, dass wir Kinder und/oder Enkelkinder haben und so etwas voen den von mir aufgezählten Sachen "abfällt" oder übrig bleibt oder vom Verfallsdatum erwischt wird, spricht doch, wenn dazu im Gepäck noch Platz ist, nichts dagegen, etwas von dem abzugeben, bevor es im Müll landet. Achim, erstaunt
Ich finde es sehr und lobenswert, dass du dich für die armen Kinder in Uganda einsetzt und auch die vielen HelferInnen, welche in dem Land oft selbstlos für Gottes Lohn tätig sind um der bedürftigen Bevölkerung zu helfen, tun das mit rührender Hingabe und Begeisterung. Natürlich gibt es auch sehr gut verdienende Entwicklungshelfer, aber zu jenen zähle ich deine Tochter nicht.
Mir fällt es jedoch schwer, etwas zu spenden, wenn ich lesen muss, dass die ugandische Regierung im Jahre 2011 für 740 Millionen U$ Kampfjets gekauft hat 🙄 .
Es ist bestimmt genügend Geld im Land vorhanden, aber wieso sich um die Armen kümmern, wenn das die vielen Hilfsorganisationen übernehmen 😉 .
Nichts für ungut und nachdenkliche Grüsse Erika
Annick, ich hab versehentlich auf den Danke-Knopf gedrückt!
Hallo Erika,
im Grundsatz hast Du Recht. Aber....
Ein Land wie Deutschland ist eine Industrie-Nation, mit weiß Gott, genügend Kohle! Trotzdem werden Einrichtungen wie SOS-Kinderdörfer, Die Arche, teilweise die Babyklappen etc. nicht staatlich finanziert, sondern leben von privaten Spenden.
Unbestritten sind diese Einrichtungen auch in Deutschland ebenso notwendig, wie in Uganda - dennoch müssen sie ohne Fördergelder zurecht kommen. Das ist nicht gut - das ist sogar beschissen!
Leider können wir alle nichts daran ändern! Was wir aber tun können, ist mit Spenden oder auch Sachspenden etwas dazu beitragen, dass die Not ein wenig gelindert wird. Statt nur den Zeigefinger zu heben, anzuprangern - und schlußendlich NICHTS zu tun.
Es mag jeder handhaben wie er will. Wenn es jemandem zu viel ist, Klamomtten, die er nicht persönlich braucht rumzuschleppen - okay. Wenn jemand sich für 31 Euro sich lieber ein drittel (oder ein zehntel) Paar Schuhe kauft, statt eine Patenschaft zu über nehmen - auch sein Bier!
Aber Menschen, die helfen wollen - soll man dies auch tun lassen, ohne diese in eine Rechtfertigungshaltung zu bringen.
Grüßle Anja
Intelligent people discuss ideas. Fools discuss how people should behave. (Paulo Coelho)
UGuganda80200 Beiträge · seit 201104. Juli 2012 · #9
Hallo Erika,
dass der Kauf der Kampfjets in unseren Augen völlig unnötig war und man mit diesem Geld wesentlich sinnvollere Projekte finanzieren könnte, ist nicht von der Hand zu weisen. Wenn man die Bevölkerung Ugandas nach ihrer Meinung dazu fragen würde, hätten sie bestimmt auch eine ablehnende Haltung dazu. Aber auch unsere Bundesregierung schmeißt oft genug Gelder in Milliardenhöhe zum Fenster raus, bei dem viele Bürger einfach nur noch den Kopf schütteln (Afghanistan Einsatz kostete bis Ende 2011 17 Mrd. EUR). Was hindert Dich also daran z.B. diesem Projekt etwas abzugeben, wenn die Menschen überhaupt nichts für die Entscheidungen der Regierenden können ? Meinst Du Dein Boykott nichts zu spenden bewegt den Präsidenten oder den Verteidigungsminister daran seinen Haushalttsentwurf zugunsten mehr sozialer Projekte zu ändern - wohl kaum. Grüße Axel
ochim1103Themenstarter105 Beiträge · seit 201211. Juni 2013 · #10
(Tochter) Lena war im Februar wieder für 4 Wochen im Toro Babies Home und hat dort für viele Hundert Euro Spendengelder (Marina sei's gedankt) ausgegeben, unter anderem für Holzbetten . . Hier ihre Bildergalerie.. Sie hat ihre Spendensammeltätigkeit auch schon (erfolgreich) auf den englischsprachigen Raum ausgweitet, siehe Anhang.📎 2.Entwurf_VERSAND_TOROBABIESHOMEENGLISH-1.pdf
Tschüß
Achim
PUPucker16 Beiträge · seit 201311. Juni 2013 · #11
Hallo Ochim, bin noch ganz gerührt von den Bildern deiner Tochter mit den Kindern und über deinen Bericht. Ich finde es toll was deine Tochter dort leistet! Die Kinder sehen auf den Bildern trotz ihrer Lebensumstände sehr glücklich aus 🙂
Was macht deine Tochter jetzt beruflich?
Schöne Grüße Pucker
ochim1103Themenstarter105 Beiträge · seit 201212. Juni 2013 · #12
Hallo Pucker. Lena fängt im Herbst ihre Studien an, irgend etwas mit/wie Sozialarbeit. Grüße Joachim
Tschüß
Achim
ochim1103Themenstarter105 Beiträge · seit 201223. Juni 2013 · #13
Moin, fährt jemand von euch Mitlesern/Mitleserinnen demnächst nach Uganda und könnte eine Tasche mit von den Mothers selbst genähten Klamotten zurück nach Deutschland bringen?? Rückkunft sollte bis spätestens Anfang September 2013 sein! Lena möchte auf einem Kongress von "Butterblume" (Marina) in Berlin, auf dem sie einen Stand hat, selbigen mit von den Mothers gefertigten Artikeln füllen!
Tschüß
Achim
ANNICK8'054 Beiträge · seit 200823. Juni 2013 · #14
Hallo Ochim,
Ich fliege am 16. Juli nach Entebbe.
Zwischen dem 28. und 31. Juli hatte ich vor das Tooro Babies Home in Fort Portal zu besuchen.
Ich könnte die Tasche schon einmal mit nach frankreich nehmen. Wenn sie nicht zu schwer ist könnte ich sie nach Deutschland senden. Im schlimmsten Fall könnte ich sie auch von Deutschland aus schicken. Ich hätte das eine Möglichkeit!
ochim1103Themenstarter105 Beiträge · seit 201223. Juni 2013 · #15
Salut Annick, das liest sich doch gut. 🙂. Lena wird sich mit dir in Verbindung setzen um alles weitere direkt mit dir abzuklären. Möchtest du mir deine Email-Adresse senden: joachim.fritz(ET)wtnet.de. Ich leite sie dann an Lena weiter. Merci beaucoup en avance! Salut Joachim
Tschüß
Achim
ochim1103Themenstarter105 Beiträge · seit 201209. Aug. 2013 · #16
Moin, ist jemand demnächst in Uganda, fährt nach Fort Portal??? MfG Joachim
Tschüß
Achim
ochim1103Themenstarter105 Beiträge · seit 201218. Okt. 2013 · #17
Moin, möchte dieses Thema nochmals nach vorne holen. Fährt jemand von euch Mitlesern/Mitleserinnen demnächst nach Uganda und könnte eine Tasche mit von den Mothers selbst genähten Klamotten zurück nach Deutschland bringen?? Achim
zuerst einmal mus ich 'guten Tag' sagen an alle im Forum. Nun bin ich schon ganz lange angemeldet, habe mich aber noch nie zu Wort gemeldet. Aber natürlich lese ich jeden Tag mit, vor allem alles zu Uganda. Bei der Gelegenheit vielen Dank an all die fleißigen Reisebericht-Schreiber, die uns für Uganda begeistert haben. Wir waren im Januar 2013 für drei Wochen mit dem Zelt unterwegs und auch im Januar/Februar 2014 geht es wieder dorthin.
Und deshalb nun wieder zu dir, Ochim. Für den Rückflug hätten wir noch Luft im Gepäck. Wenn es also bis dahin Zeit hat, gib mir Nachricht. Wir fliegen am 8.2.2014 zurück nach Deutschland.
Viele Grüße und nochmals danke an alle für die interessanten Beiträge.
Klaudi
ochim1103Themenstarter105 Beiträge · seit 201224. Okt. 2013 · #19
Liebe(-r) Klaudi, das ist ja nett, dass du dich meldest, vielen Dank für deine Bereitschaft! Ich sende meiner Tochter den link auf dein Schreiben. Wenn niemand vorher nach Uganda kommt bzw. von dorther zurückkommt, wird sie sich sicher bei dir melden! Tschüß und gute Reise! Achim
Tschüß
Achim
SASachse33 Beiträge · seit 201225. Okt. 2013 · #20
Hallo Ochim, wir sind zur selben Zeit wie Klaudi unterwegs. Am 01. und 02. Februar sind wir in der Region Fort Portal(Kibale Forest NP). Da wir mit Egyptair fliegen, haben wir ebenfalls jede Menge Freigepäck zur Verfügung. Rückflug ist am 09.02. Bei Bedarf kann sich deine Tochter gern melden.
@Klaudi: wir reisen ebenfalls individuell mit einem Mietwagen von Alpha (allerdings ohne Zelt). Vielleicht treffen wir uns irgendwo!?